GRIECHENLAND + und der Euro - Bankenrettung 2.0

Alles was "Off-Topic" ist oder die Märkte ganz allgemein betrifft. Hier findet Ihr Gelegenheit, euch in Form von Grundsatzdiskussionen, Glückwünschen, Streitereien oder Flirts auszutauschen.

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Beitragvon Azrael_74 » 11.09.2012 13:31

activetrader19 hat geschrieben: Das Problem ist ganz einfach dargestellt, unterschiedlich leistungsstarke Wirtschaftsräume mit der selben Währung funktionieren nicht.
Der Euro ist eine Fehlkonstruktion!!!!
Früher hatte Italien x-mal abgewertet und die deutschen Maschinen wurden zu teuer, der Handelsbilanzsaldo hat sich so korrigiert.


So dachte ich früher auch aber es stimmt nicht. Eine Währungsanpassung ist nur eine Möglichkeit die Stärke (bzw. eigentlich gehs um die Wettbewerbsfähigkeit) von Wirtschaftsräumen auszugleichen und evtl. die Einfachste, weil es von selbst passiert, wenn mans nicht verhindert. Man kann die Wettbewerbsfähigkeit auch beeinflussen, indem man die Arbeitsproduktivität über die Löhne aktiv beeinflusst. In den USA wird ein Ausgleich dadurch geschaffen, dass die Menschen sich bewegen und in die wirtschaftlich starken Regionen umziehen (das funktioniert in Europa durch die Sprachbarrieren nicht so gut). Natürlich kann man es auch durch Warenverkehrskontrollen erreichen, obwohl das in der Regel auch Nachteile mit sich bringt.

Wichtig ist primär, dass die Politik sich des Problems bewusst wird und einen Ausgleich anstrebt ... dann gibt verschiedene Lösungsansätze.

Ach ja und der Euro bzw. dessen Einführung war eine politische Entscheidung. Es gibt keinen logischen Grund, dass es nicht funktionieren kann. Es ist nur die Frage, ob in der Prioritätenliste der Euroländer dieser weit genug oben steht, sodass man die nötigen Opfer bringt um ihn funktionieren zu lassen.
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Beitragvon martinsgarten » 11.09.2012 14:31

Wer an die Politik glaubt, kann auch an den Weihnachtsmann glauben.
Der Siegeszug des Kapitalismus gegenüber den Soz. funktionierte über den Markt.
Der Soz. hat es mit der Politik probiert und die Marktkräfte ausgeschaltet.
Und jetzt soll also Politik plötzlich die Lösungen bringen - NIE UND NIMMER.
Das funktioniert schon deshalb nicht, weil ein ein kreativer Kopf nie in der Politik landen wird.
Dieser Kopf würde diese Rosskur die dort abgeleistet werden muß, bis man oben ist, auf halben weg beenden.
In der Politik finden sich die Versager wieder.
Und sollte es einige Leute mit kreativen Gedankengut in der Politik gegen, dann werden sie einfach klein gemacht/ausgeschaltet.
„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“
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Beitragvon upandaway » 11.09.2012 18:26

Vor den ersten Einsparungen in der Landesverteidigung war Griechenland mit vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts viertgrößter Waffenimporteur der Welt. Zum Vergleich: Der EU-Schnitt liegt bei 1,27 Prozent. In den Jahren 2007 bis 2011 fiel Griechenland zwar auf die zehnte Stelle der weltgrößten Rüstungsbeschaffer zurück, nahm laut schwedischem Institut Sipri aber immer noch den ersten Platz in der EU ein.
http://derstandard.at/1345166840185/Beim-Militaer-loest-sich-Troika-vom-Spardiktat
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Beitragvon ist gegangen worden » 12.09.2012 15:52

Das mit der Handelsbilanz ist einfach nur Unsinn.Nicht Griechenland bspw. kauft deutsche Maschinen sondern die Unternehmen,welche damit produzieren.Haben diese kein Geld dafür,können sie auch keine kaufen.Schulden im Land enstehen also nicht durch den Export von deutschen Waren in andere Nationen sondern sind seitens dieser Länder selber produziert.Sei es,durch fehlende Reformen,Fehlalocationen im Staatshaushalt oder einfach weil man es verschlafen hat,zu investieren.Und viele viele andere Gründe.Exportiert ein Land nicht braucht es eben eine hohe Binnennachfrage und wir befinden uns in freien Märkten.Die USA leben seit vielen vielen Jahren mit einer negativen handelsbilanz,das nur ein Beispiel dafür,dass das Rad nicht neu erfunden werden muss sondern diese Länder einfach mehr ausgeben,als sie einnehmen und ihre Haushalte nicht im Griff haben.Nun so zu tuen,als würden die deutschen Exporte,diese Länder ruinieren ist einfach nur grober Unfug.Und,das ein Volk,mal schnell einen schuldigen sucht,nachdem es Jahrelang,exzessiv Geld ausgegeben hat,das sie nicht besaßen,und nun,wo das Kind in den Brunnen gefallen ist,einen schuldigen suchen,statt vor der eigenen Haustüre zu kehren ist mal symptomatisch für Massen.Ich denke,da hat doch gerade Deutschland eine Geschichte,wo das jedem bekannt sein dürfte,das Massen weder objektiv noch rational denken können.

Nur mal eine hypothetische Frage,was passiert wohl mit Europa,wenn Deutschland gerade jetzt,sein Geschäftsmodell aufgeben würde?
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Beitragvon Azrael_74 » 13.09.2012 08:08

Wir leben in einer Gesellschaft, in der wir dazu tedieren, den Schwachen die Schuld zu geben (als Ergebnis der freien Marktwirtschaft): Also wenn eine Firma von einer anderen vom Markt verdrängt wird, ist es immer die Schuld der verdrängten Firma, weil sie offenbar nicht effizient genug war bzw. Fehler gemacht hat. Dies ist eine moralische Bewertung. Theoretisch könnte man es auch der stärkeren Firma anlasten, dass sie ihre Stärke verwendet um andere Firmen in die Pleite zu treiben.

Der Nachstehende Text wurde von einem administror reineditiert und stammt nicht von mir ... ist das nun die neue vorgehensweise in diesem Forum, wenn man etwas schreibt mit dem jemand nicht zufrieden ist ????

Ist es nicht andersrum so,das die schwachen,den starken die >Schuld für etwas geben,das aus der freien Marktwirtschaft heraus entsteht?

Die schwächeren tendieren eher dazu den starken die Schuld für alles zu geben.Ein Unternehmen braucht niemandem leid zu tuen,es fungiert nach den Gesetzen der freien Marktwirtschaft.Der stärkere,inovativere,der nachhaltige wird sich durchsetzen.So läuft es und dieses Rad wird nicht neu erfunden werden.
.
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Beitragvon martinsgarten » 13.09.2012 18:27

Theoretisch könnte man es auch der stärkeren Firma anlasten, dass sie ihre Stärke verwendet um andere Firmen in die Pleite zu treiben.

Und was ist schlimm daran, dass einer Pleite geht ?
Geht dadurch die Welt unter ?
Oder hat der Verbraucher auch Vorteile (vorausgesetzt, die Stärke kommt nicht durch Stützung des Staates), das unterlegene Produkt verschwindet vom Markt
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Beitragvon oegeat » 13.09.2012 18:38

martinsgarten hat geschrieben:Und was ist schlimm daran, dass einer Pleite geht ?
Geht dadurch die Welt unter ?


genau das bessere unternehmen soll überleben den es hat dei besseren produkte sonnst würde es nicht deren Produckte an den Mann bringen

und das management soll hafften und endlich das Unternehmen führen wie sein eigenes mit eigenen Geld sonnst ab in den Knast

den nur wer Verantwortung tragt und Verantwortungsvoll umgeht ist nachhaltig unterwegs dazu hier was
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Beitragvon Azrael_74 » 14.09.2012 09:46

Da mein Posting oben verändert wurde: Teile wurden gelöscht und was dazu ergänzt möchte ich sinngemäß noch mal das Gelöschte ergänzen:

Keine Person, keine Firma, kein Unternehmen und auch kein Land kann auf Dauer mehr ausgeben als es einnimmt, wobei ich da nicht die Regeierung meine sondern das Land als Ganzes inkl. den Unternehmen und Privaten. Anbei die Links die zeigen, dass das Handelsbilanzdefizit von Griechenland teilweise mehr als 10% des BIPs pro Jahr war und damit viel mehr als in den USA, da sinds nur bis zu 5% des BIPs

http://de.wikipedia.org/wiki/Auslandsverm%C3%B6gen

http://wko.at/statistik/eu/europa-leist ... salden.pdf

Die Politik hätte dieses Ungleichgewicht früher erkennen sollen und eben gegensteuern. Bzw. sollte man sich zumindest jetzt klar werden, dass man die Probleme in den Schwachen EU Ländern nur in den Griff bekommen wird, wenn man die Handelsbilanzen ausgleicht.

Als Ergänzung noch zur Freien Marktwirtschaft. Nicht immer tritt der Idealfall ein, dass schlechtere Produkte durch bessere ersetzt werden. Oft setzen sich Firmen durch, die Lohndumping betreiben oder schlechte Qualität liefern, die aber den Kunden nicht gleich ersichtlich ist. Daher bin ich der Meinung die freie Marktwirtschaft fördert auch einige Verhaltensweisen von Unternehmen, die gesellschaftlich nicht unbedingt gewünscht sind. Die Wirtschaft ist in gewisserer Weise wie ein Spiel und wie in Spielen gewinnt manchmal einer, der schummelt.

Mir gings aber nun nicht um eine Kritik an der Freien Marktwirtschaft, da deren Schwächen eher in der Natur des Menschen liegen, sonderen eher darum, dass die Politik eingreifen muss, wenn dadurch zu große Ungleichgewichte entstehen.
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Beitragvon oegeat » 14.09.2012 10:21

Azrael_74 hat geschrieben:Da mein Posting oben verändert wurde: Teile wurden gelöscht .


sorry ich habe das Zitat gelöscht denn leider wird immer wieder ein komplettes Posting das dann noch dazu elendslang ist zitirt !
meine dich nicht jetzt im speziellen ... allgemein

die Krönung ist dann wenn wer das Posting auch noch Zitiert und das Zitat vom Zitat zum Zitat .... :? :? dann scrolt man nur noch ...
daher die Bitte TEILzitate machen und niemal ganze Postings wenns sein muss
DANKE
Zuletzt geändert von oegeat am 14.09.2012 10:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Azrael_74 » 14.09.2012 10:25

das erklärt aber nicht den ergänzten Text ... außerdem hatte ich gar nichts zitiert. Es wurde einfach ein Teil meines Postings entfernt in dem ich über die Unterschiede in den Handelsbilanzdefiziten von USA und Griechenland gesprechen hab.
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Beitragvon oegeat » 14.09.2012 10:30

ich habe sonnst nichts verändert :shock: und jetzt wo ich so nachdenke hmmm war das activetrader19´s posting den der macht immer wieder VOLLzitate (Zitat vom Zitat ..Zitat :twisted: )

von was für einem Posting sprechen wir den ? verlink mal 8)
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Beitragvon Azrael_74 » 14.09.2012 10:34

bitte:

http://www.trader-inside.de/viewtopic.php?p=72848#72848

ich habs nun eh nachedietiert und kommentiert, was nicht von mir ist.
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Beitragvon oegeat » 14.09.2012 10:41

das hab ich sicher nicht editiert ! wir haben hier noch andere Moderatoren ..doch wenn man was schreibt und dann selbst eitiert ist das in den ersten minuten möglich danach wird unten immer hingeschrieben datum Uhrzeit usw...

hier -ein Posting von dir gut das Zitat ist zum glück nur kurz weil er wenig schrieb :roll: doch ist es unnötig da er ja eh unmittelbar VOR dir schrieb
so ist besser wenn man wem bestimmen ansprechen will das genugt wenn wer vor einen eh schrieb
@ activetrader19

soll jetzt net kleinlich sein das ganze ... fazit nochmal ich habe da nichts angegriffen früher musste ich recht viel editieren von links die falsch waren besonders die laaaaaaaaaaangen links (comdirekt) oder Bilder die nicht hoch geladen wurden und dann weg waren ...zu groß waren usw... doch mittlerweile setzt das alles jeder super um DANKE von der stelle mal :wink:
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Beitragvon ist gegangen worden » 16.09.2012 15:28

Hallo Azrael

Wenn Du eine Land per Bilanz betrachtest so kommst Du nicht drum herum,es gesammtwirtschaftl. zu sehen.Was spricht gegen eine negative Handelsbilanz,wenn der Staatshaushalt z.B Steuerüberschüsse generiert,oder eine Sozialkasse,oder sonstiges!Wenn ein Land ,wie z.B Griechenland,jedoch Jahrzentelang keinerlei Steuern vom Volk erhoben hat,sich selber die Taschen vollgestopft hat (250.000 Euro Abfindung,für Staasbedienstete bei Pension),14 Monatsgehälter,die EU um Gelder betrogen hat,von und durch Korruption lebte, und die eigenen Staatsbilanzen gefälscht hat,dann darf das Volk zwar jammern,aber es sollte vor der eigenen Haustüre kehren und die schuldigen nicht in anderen Ländern suchen.
Griechenland wird nun mal z.B niemals eine positive handelsbilanz erzeugen können,denn was hat Griechenland denn überhaupt zu exportieren?Sonne,Inseln,Tourismus vielleicht?Wie Du siehst,muss dort schon das Wachstum von innen heraus kommen so kann man dan auch mit einer stetig,negativen Handelsbilanz leben,und zwar problemlos.Die USA ist dafür ein gutes Beispiel,Stichwort 70% vom BIP durch den Konsum.
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Beitragvon oegeat » 23.09.2012 15:06

Athens Regierung fehlen angeblich 20 Milliarden Euro

Die Lücke im griechischen Staatshaushalt ist einem Medienbericht zufolge größer als bisher bekannt. Nach vorläufigen Erkenntnissen der Troika aus EU- Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds fehlen der Regierung von Ministerpräsident Antonis Samaras demnach rund 20 Milliarden Euro, das ist fast doppelt so viel wie zuletzt eingeräumt.

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Beitragvon slt63 » 23.09.2012 16:28

Das ist jetzt aber mal wirklich eine Überraschung!!

Wer hätte das gedacht, wo uns die Griechen doch von Anfang an immer reinen Wein eingeschenkt haben. :roll:

Das ist Teil der Scheibchen-Taktik, die m.E. schon seit Beginn des ganzen völlig klar war.
Röslers "boiled frog" lässt grüssen.
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Beitragvon oegeat » 23.09.2012 19:07

dreiste Verbrecher im Nadelstreif geben auch zu meist immer das zu was man ihnen gerade beweisen kann ... und ja nicht mehr !
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Beitragvon slt63 » 24.09.2012 10:25

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Beitragvon martinsgarten » 03.12.2012 13:43

Was diese Hütchenspieler (Europolitiker, Zentralbanken, private Banken) uns täglich anbieten ist für mich organisierte Kriminalität

3. Dezember 2012 11:11
Beginn des Schuldenrückkaufs

Griechenland bietet Milliarden für eigene Schulden
Wie drückt ein Land seinen Schuldenstand?
Indem es sich noch mehr Geld leiht und damit eigene Schuldscheine zurückkauft.
Griechenland bietet Investoren bis zu 40 Prozent des Nennwerts für Staatsanleihen. Deren Kurse steigen prompt um zehn Prozent.
Jetzt müssen nur noch genug Investoren das Angebot annehmen.

Griechenland hat mit dem Rückkauf seiner Schulden begonnen.
Je nach Laufzeit der Staatsanleihen offeriert der Staat für 20 verschiedene Anleihen Mindestgebote zwischen 30,2 und 38,1 Prozent des ursprünglichen Werts und Höchstgebote zwischen 32,2 und 40,1 Prozent. Das teilte die staatliche Finanzagentur mit, die sich um das Schuldenmanagement Griechenlands kümmert.
Das Angebot an die privaten Gläubiger laufe bis zu diesem Freitag.

Beim Schuldenrückkauf erwirbt die Regierung eigene Staatsanleihen günstig von privaten Investoren zurück, profitiert vom Preisverfall der Papiere und hofft, so seinen Schuldenstand um bis zu 30 Milliarden Euro zu verringern - bei einem Einsatz von etwa 10 Milliarden Euro, den das Land dafür eingeplant hat. (wo haben die 10 Mrd her ?)
Das ist einer der Schritte, den Schuldenstand bis 2020 auf 124 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu senken,
2014 werden es Prognosen zufolge noch 190 Prozent sein. :lol: :lol: :lol: - nie und nimmer, weil man diese Nummer nicht unendlich fahren kann

"Wir werden am Freitag wissen, wie das Ganze gelaufen ist.
Hier herrscht Spannung", sagte ein Mitarbeiter des Finanzministeriums der Nachrichtenagentur dpa nach der Veröffentlichung des Angebots.
Welche Spannung ? der Deal wurde geplant und eingefädelt
Das Land muss sich das Geld für die Käufe leihen - zu günstigen Konditionen aus dem laufenden Hilfsprogramm, eventuell auch über eine Vorfinanzierung durch den Rettungsfonds EFSF.

Zuletzt hielten Privatanleger griechische Staatsanleihen im Volumen von etwa 62 Milliarden Euro.
Etwas mehr als die Hälfte davon befindet sich in den Händen von Banken und Anlegern im Ausland. Es gilt als sicher, dass die griechischen Geldhäuser an dem Rückkaufprogramm teilnehmen werden.
Sie sollen Anleihen im Wert von 15 Milliarden Euro halten.

Damit der Schuldenschnitt gelingt, müssen sich genügend Anleger von ihren Papieren trennen.
[color=green ]Das werden Anleger sein, die sich am Ende des Kettenbriefes gefinden und immer als LETZTE mitbekommen was gerade läuft[/color]

Ein Erfolg ist Voraussetzung für die Freigabe weiterer Milliardenhilfen der internationalen Geldgeber an Athen. Das Programm gehört zu einem Bündel an Schritten, das die Finanzminister der Euro-Staaten vor einer Woche zur Absicherung des laufenden Hilfsprogramms für Griechenland von 130 Milliarden Euro beschlossen hatten.

Mitte Dezember wollen die Euro-Finanzminister und der IWF das Rückkaufprogramm bewerten und über die Auszahlung weiterer Hilfen von rund 44 Milliarden Euro aus dem laufenden Rettungspaket entscheiden.

Video Bundestag entscheidet über Griechenland-Hilfe Schäuble: "Keine rasche Lösung der Schuldenkrise"
Wolfgang Schäuble rechnet trotz Fortschritten nicht mit einer raschen Lösung der Euro-Krise. Das sagte der Bundesfinanzminister bei der Abstimmung über die Griechenland-Hilfe im Bundestag.

Holländische Auktion
Als Verfahren für den Rückkauf wurde eine modifizierte holländische Auktion gewählt. Dabei müssen Investoren ihre Preisvorstellung offenlegen, bevor das Kaufangebot unterbreitet wird. Den Zuschlag erhalten die Gläubiger, die sich mit dem wenigsten Geld zufrieden geben.

Große Hedgefonds haben sich auf das Vorhaben eingestellt und massenhaft griechische Staatsanleihen gekauft.
An der Informationsquelle muß man sitzen und die Macht haben, Dinge zu entscheiden - dann konnte man diese Nummer spielen - Hedgefonds verkauft sich an dieser Stelle immer SUPER
Manche (wer ist das - manche ? Bitte Ross und Reiter ?) kauften im Sommer zu einem Kurs von 15 Prozent des Nominalwerts. Die Kurse der Papiere stiegen durch die Spekulation, der Rückkauf ist dadurch teurer geworden.

Die Kurse von griechischen Anleihen reagierten mit massiven Gewinnen auf die Veröffentlichung der Details zum Anleiherückkauf.
Der Kurs für Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren stieg innerhalb weniger Minuten um etwa zehn Prozent. Das höchste Kursgebot lag im freien Handel bei 39,785 Prozent. Das sind jene Papiere, für die Athen maximal 40,1 Prozent des Nominalwerts bieten will. Im Gegenzug gingen entsprechend die Renditen für Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren stark zurück. Im Vormittagshandel rutschte die Rendite um 1,35 Prozentpunkte auf 14,49 Prozent - den tiefsten Stand seit August 2011. Der positive Effekt war auch bei den Anleihen anderer Staaten spürbar, die von der Schuldenkrise betroffen sind: Spanische und italienische Papiere waren begehrter als vergangene Woche.

Je weniger Vertrauen Investoren in einen Staat oder ein Unternehmen haben, desto höher ist der Zinssatz auf die Papiere, mit denen jene sich Geld leihen. Die Rendite ist der Gewinn, den ein Anleger pro Jahr erzielen würde, wenn er die Papiere heute kauft und bis zur Fälligkeit hält - vorausgesetzt, sie werden dann in vollem Umfang zurückgezahlt.
Denn ein zweiter Schuldenschnitt für Griechenland wird wahrscheinlicher, auch Bundeskanzlerin Angela Merkel schließt ihn mittlerweile nicht mehr aus

dazu passt:
03.12.2012 07:00 Uhr | DAF
Sandra Navidi: "Griechenland kann die Schulden niemals zurückzahlen"
Sandra Navidi von BeyondGlobal sieht in den neuen Rettungsplänen für Griechenland nur einen Aufschub des Problems:
"Die Annahmen sind viel zu positiv.
Wer davon ausgeht, dass Griechenland alle seine Schulden zurückzahlen kann, der ist falsch gewickelt.
Der Zeitaufschub für Griechenland kommt einem Schuldenerlass gleich".

Einen weiteren Schuldenschnitt Griechenlands hält Navidi für kritisch:
"Wenn man einen Schuldenschnitt macht, besteht die Gefahr, dass die Gläubiger aus anderen schwachen Ländern ihr Kapital abziehen, weil sie Angst haben, dass sie das Geld nicht zurückbekommen. Ein weiteres Problem sind die anderen schwachen Länder.
Sie selbst könnten auf den Gedanken kommen, dass sie auch nicht alle Schulden zurückzahlen müssen".

Italien hat sich bei einer Auktion von Anleihen so günstig wie seit April 2010 nicht mehr refinanziert. Trotzdem schätzt Sandra Navidi die Lage weiter kritisch ein: "Italien geht es wesentlich besser als Spanien. Aber es hat trotzdem seine eigenen Probleme. Die Fundamentaldaten sind schwierig. Eine Rezession scheint unvermeidlich. Das Parlament ist zerstritten. Es ist schwer für Monti, Einigungen herbeizuführen. Neben der wirtschaftlichen Unsicherheit gibt es politische Unsicherheit. Berlusconi ist auch wieder auf dem Vormarsch. Der Weg für Italien ist noch sehr holprig".

Die US-Märkte konzentrieren sich momentan mehr auf ihre eigenen Probleme, so Navidi: "Es gibt ganz klare Prioritäten. Die Fiskal-Klippe ist ein unmittelbares Problem. Wenn wir die überwunden haben, steht uns immer noch das europäische Problem bevor. Denn wir sind mit Europa und mit Asien untrennbar verwoben". Bezüglich der Fiskal-Klippe glaubt Navidi an eine Lösung bis zum Ende des Jahres: "Es gibt grundlegenden ideologische Unterschiede zwischen Demokraten und Republikanern. Das ist natürlich ein Verteilungskampf. Der Kuchen ist kleiner geworden. In einer solchen Konstellation findet man nie frühzeitig eine Einigung. Das ist ganz typisch, dass das immer im letzten Moment passiert.

Aber da alle zusammen viel zu viel zu verlieren hätten, wird es zu einer Einigung kommen. Eine Weihnachtsrallye ist dann nicht auszuschließen. Wenn es aber keine Einigung gibt, werden die Märkte abstürzen".

Das Bruttoinlandsprodukt der USA wuchs im dritten Quartal um robuste 2,7 Prozent. Sandra Navidi ist dennoch skeptisch: "Der Markt ist verfälscht durch die Rettungsmaßnahmen, das Gelddrucken und das extreme Eingreifen des Staates. Nichtsdestotrotz ist die Entwicklung in den USA positiv. Die Frage ist aber, wie nachhaltig das ist", verriet Sandra Navidi US-Korrespondent Manuel Koch im DAF-Interview.

Zum DAF-Video: Videobeitrag ansehen


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Beitragvon martinsgarten » 11.12.2012 11:59

das ist eine ECHTE Schmierenkomödie mit den Titel:
"Nimm es mir aus der rechten Tasche - ich steck es in deine Linke Tasache"
Aber es hat auf jeden Fall Unterhaltungswert und beschäftigt diverse Kreise.

Eins ist auf jeden Fall klar - es ist praktisch der Zweite Schuldenschnitt und niemand mit normalen Verstand (außer diverse Systemlinge) wird unter dem Euro für Griechenland noch Geld rausrücken.
Das Land hat auch unter einer Annahme voll NULL Schulden im Moment kein Geschäftsmodell.
Mal abgesehen von den diversen Gerüchten, dass das internationale Kapital nur billig an Griechische Bodenschätzezum Schnäppchenpreis ran will.
Und diese Nummer könnte wohl aufgehen


QUELLE
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Beitragvon martinsgarten » 17.10.2013 11:04

Wau - der letzte Beitrag liegt fast ein jahr zurück.
Schönes Beispiel, wie man "Mensch" an etwas gewöhnen kann.
Unsere Eliten haben es voll drauf - HOCHACHTUNG !

Zum Auffrischen mal ein kleiner Beitrag aus den gelben Forum


Scheint so, als würde die griechische Regierung diesmal Ernst machen: "Genug ist genug, keine neuen Maßnahmen mehr"
verfasst von Gaby, 17.10.2013, 11:33

Moin,

man darf gespannt sein, wie das ausgeht. Kurz zum Hintergrund: Die Troika und insbesondere Herr Asmussen haben jegliche Wünsche der griechischen Regierung nach Streckung der Kredite, einem teilweisen Schuldenerlass oder sonstiger Erleichterung abschlägig beschieden. Vielmehr hat man ein neues Loch im Haushalt gefunden und fordert, die Griechen müssten 2014 zusätzlich noch einmal zwei Milliarden Euro sparen bzw. auftreiben (zu den vier die ohnehin schon angesetzt sind).

Oxi, sagen jetzt die Griechen. Nein, Schluss, geht nicht, machen wir nicht. Und zwar auf breiter Front. Gestern hat dies nun auch Samaras sehr deutlich gemacht. Keine weiteren Einsparungen, keine neuen Steuern.

Jetzt wird Hardball gespielt, scheint mir.

Sollte die Troika neue Einsparungen fordern, wird es Neuwahlen geben, auch das wurde bereits verkündet. Weil Samaras sich nicht mehr dazu in der Lage und mandatiert sieht, das dann noch umzusetzen. Die Linke Syriza um Alexis Tsipras schiesst derweil raketenartig in den Himmel, was die Umfragen betrifft. Dieser sagt schon lange, Griechenland solle einseitig erklären, die Schulden nicht mehr bedienen zu können.

Derweil beim "gemeinen Volke", nichts Neues. Bis auf den Umstand, dass die Wut auf die Troika eine neue Dimension erreicht hat. Der Grund: Mit dem 15. Oktober hat hier wieder die Zeit begonnen, in der man Heizöl kaufen kann. Der Preis liegt bei 1,40 Euro (derzeit, auf den Inseln und auf dem Lande deutlich höher). Eben wegen der Sondersteuer darauf, von der Troika gefordert. Die Regierung hatte diese geradezu angefleht, die Sondersteuer wenigstens ein wenig senken zu dürfen. "Nein", hieß es.

Umfragen zu Folge können sich die Hälfte der Haushalte dieses Jahr überhaupt kein Heizöl mehr leisten. Und es ist schon relativ kühl geworden, wenigstens hier in Nordgriechenland. Gerade im Moment tobt ein heftiger, kalter Nordsturm, der pfeift die Wärme geradezu aus dem Haus.

Die Leute sind sauer. Und sie frieren. Dank der Troika, wie man hier (zu Recht, wie ich meine) empfindet. Denn nicht mal kalkulatorisch macht diese bekloppte Steuer Sinn: Sie ist ja gar keine echte Einnahmequelle mehr, weil die Leute eben das Heizöl gar nicht mehr kaufen können.

Sollte der Winter so kalt werden, wie es sich anlässt, könnte dies das Fass zum Überlaufen bringen. Letztes Jahr war er sehr mild.

Viele Grüße

Gaby

Meine Tochter hat gerade 6000 l geordert.
Preis über 5.000 Euro.
Pro Liter 0,84 Euro
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Beitragvon oegeat » 17.10.2013 14:36

martinsgarten hat geschrieben:...........Pro Liter 0,84 Euro



jow hier mit chart
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Re: GRIECHENLAND + und der Euro - Bankenrettung 2.0

Beitragvon Think positiv » 21.12.2013 21:12

Ich denke, hier wirds 2014 zuschlagen - oder es trifft Slowenien - bleibe Perma-Bär - da das in der Vergangenhei schlecht funxte mach ich nur noch Straddel ´s! :wink:
Ob Du ein paar Millionen hast, 100.000 oder Sozialhilfeempfänger bist, ändert (hoffentlich) nichts an meinen "normalen" Einnahmen - !
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Re: GRIECHENLAND + und der Euro - Bankenrettung 2.0

Beitragvon slt63 » 25.08.2014 11:40

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Re: GRIECHENLAND + und der Euro - Bankenrettung 2.0

Beitragvon oegeat » 15.11.2017 22:43

Als der große Zusammenbruch des Finanzsektors stattfand, entdeckte die deutsche Regierung bald zu ihrem Entsetzen, dass die Deutsche Bank und alle anderen deutschen Banken 'kaputt' waren", sagte Varoufakis im Gespräch mit "ttt". Über Nacht und in nur 24 Stunden habe Bundesrepublik dann den Banken 500 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, um diese zu retten.


irrre !!!!!!!!! quelle
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