GRIECHENLAND + und der Euro - Bankenrettung 2.0

Alles was "Off-Topic" ist oder die Märkte ganz allgemein betrifft. Hier findet Ihr Gelegenheit, euch in Form von Grundsatzdiskussionen, Glückwünschen, Streitereien oder Flirts auszutauschen.

Moderator: oegeat

Beitragvon martinsgarten » 26.06.2011 10:36

26. Juni 2011, 10:18 Uhr Euro-Krise
Top-Ökonom hält Griechenland-Pleite für sicher

Neue Gelder und Sparpakete für Griechenland?
Verschenkt, meint der Ökonom Stefan Homburg im SPIEGEL-Interview.
Der Staatsbankrott sei unausweichlich - mit schlimmen Folgen für die EU. Finanzminister Wolfgang Schäuble bereitet sich schon für den Ernstfall vor - hält eine Pleite aber für beherrschbar.

Hamburg - Wenn es um Griechenland geht, ist das "P"-Wort für Europas Staats- und Regierungschefs bislang ein Tabu. Jede Frage nach einer möglichen Pleite des europäischen Sorgenkinds schmettern Politiker ab: "So weit wird es nicht kommen", lautet der allgemeine Tenor.
Doch das ist nach Ansicht des Finanzwissenschaftlers Stefan Homburg verlogen.
Der eingeschlagene Weg der Euro-Rettung ende ganz klar "letztlich in Staatsbankrott und Währungsreform", sagte der Hannoveraner dem SPIEGEL.

Diese Tatsache sei inzwischen auch vielen Politikern klar, sagte Homburg. "Dieser Prozess ist schon jetzt unumkehrbar, doch will das niemand laut sagen und als derjenige ins Geschichtsbuch eingehen, der den Knall ausgelöst hat."
Daher überlasse man den Offenbarungseid späteren Regierungen und werfe einstweilen gutes Geld schlechtem hinterher.
"Irgendwann, das ist sicher, wird das System durch politische und ökonomische Faktoren gesprengt.
Und leider besteht die große Gefahr, dass dann nicht nur der Euro zerbricht, sondern die EU insgesamt."

Diesen Zustand hätte man mit nationalen Währungen nie erreicht.

Finanzminister Wolfgang Schäuble räumte nun ein, dass die Euro-Länder vorsorgten - für den unwahrscheinlichen Fall, dass das griechische Parlament das Sparpaket ablehnt und das Land zahlungsunfähig wird.
"Wir setzen alles daran, eine krisenhafte Zuspitzung für Europa zu verhindern, müssen aber gleichzeitig auf alles vorbereitet sein", sagte Schäuble der "Bild am Sonntag".
Es sei ihre Verantwortung, sich auch für den Fall der Zahlungsunfähigkeit vorzubereiten.
Diese Politikersprache ins Verständliche übersetzt heißt nichts anderes - ES IST LÄNGST VORBEI.
Es bleibt nur noch offen - WANN ?


Der CDU-Politiker betonte zugleich, dass er die Folgen einer Pleite Griechenlands für beherrschbar hält.
"Wenn es anders kommt, als alle glauben, dann wäre es schon ein größerer Störfall.
Aber: Auch 2008 war die Welt in der Lage, gegen eine globale und nicht vorhersehbare Finanzmarktkrise koordiniert vorzugehen", sagte Schäuble. Natürlich habe die Krise schwere Auswirkungen gehabt, doch sei sie gemeistert worden.
Das deutsche Bruttoinlandsprodukt war damals um 4,7 Prozent eingebrochen.
Lustig - Damals war Europa + die EZB noch HANDLUNGSFÄHIG.
Heute hat man doch bereits sämtliche Munition verschossen.
Man stelle sich Merkel+Schäuble nach einer G.-Pleite vor der Kamera vor mit dem Satz: "Ihr Erspartes ist sicher"
Ich bekäme einen Lachkrampf

Schäuble warnte das griechische Parlament dennoch eindringlich davor, das Sparpaket bei der Abstimmung am Mittwoch scheitern zu lassen. Sollten sie die Sparmaßnahmen der Regierung nicht verabschieden, könnten der Internationale Währungsfonds (IWF), die Euro-Länder und die EU die nächste Tranche der Hilfsgelder nicht freigeben. Damit wäre die Stabilität der Euro-Zone als Ganzes in Gefahr. "Wir müssten schnell dafür sorgen, dass die Ansteckungsgefahr für das Finanzsystem und andere Euro-Staaten eingedämmt würde", sagte Schäuble.

Regierung spricht mit Banken über fünfjährige Laufzeitverlängerung

Zugleich laufen die Rettungsmaßnahmen für Griechenland auf Hochtouren. Deutschlands Großbanken sollen laut einem Zeitungsbericht bis zu diesem Sonntag der Regierung mitteilen, in welchem Umfang sie zu Laufzeitverlängerungen für griechische Anleihen bereit sind.
Die Koalition erwarte Zugeständnisse zu einer Verlängerung von bis zu fünf Jahren, berichtet die "Welt am Sonntag".
Am Freitag habe der Bundesverband deutscher Banken die Federführung bei den Gesprächen zwischen der Regierung und den Privatbanken übernommen.
Da werden die Zocker wieder den Wortlaut eines Schreibens vorlegen und diese Stabsaugervertreter werden wieder abnicken.
Wer noch Fragen hat, wer dieses Land eigentlich regiert dürfte langsam Klarheit bekommen
.

FDP-Bundestagsfraktionschef Rainer Brüderle sagte der Zeitung: "Das Geschäftsmodell, nur höhere Zinsen zu verlangen, bei drohender Insolvenz aber einen eigenen Sanierungsbeitrag zu verweigern und die Kosten einer Insolvenz allein auf Dritte abzuwälzen, funktioniert nicht." Die Folgen einer Staatspleite und damit verbundener Gefahren für alle Anleger könnten auch die Banken nicht wollen.

Ein Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes sagte, manche Institute hätten entgegen den Versprechen des vergangenen Jahres ihre Bestände an griechischen Anleihen nicht gehalten. Jetzt dürften nicht jene Institute benachteiligt werden, die sich an die Absprachen gehalten hätten.
bla, bla
yes/AFP/AP
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Beitragvon kurtanton » 26.06.2011 20:01

Hab heute mit einem Kunden-Berater einer Bank (die mit dem Giebelkreuz) gesprochen. Der meinte "Wahnsinn, jetzt haben wir von "oben" den Auftrag, Griechenland-Anleihen zu verkaufen - unters Volk zu bringen. Die hohe Verzinsung etc. ..."
Dasselbe ist nicht das Gleiche.
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Beitragvon oegeat » 26.06.2011 20:17

kurtanton hat geschrieben:....- unters Volk zu bringen. Die hohe Verzinsung etc. ..."


klar jetzt machts auch Sinn ! :wink: Raiffeisen hat laut einem Bericht den ich wo las rund 300 Mio an Gri. Staatsanleihen in den Büchern
Alles wird besser man muss nur warten können !

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Beitragvon oegeat » 29.06.2011 08:11

Bargeld wird in Griechenland Mangelware
28.06.2011, 16:54 Uhrexklusiv
Die griechischen Unternehmen leiden stark unter der chaotischen Lage des Landes. Im griechischen Geldverkehr zwischen Unternehmen wird immer seltener mit Bargeld bezahlt.

"Am Ende weiß keiner mehr, ob der Scheck überhaupt noch gedeckt ist – weil sie mit dem Zehnten in der Reihe in der Regel keine Geschäftsbeziehung haben."

quelle


das ist Ersatzgeld weils Phsisch nicht vorhanden ist !
den jeder punkert den Euro den er nur irgendwie bekommen kann
phsisch ein ...
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Beitragvon oegeat » 29.06.2011 22:33

:roll:
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Beitragvon Azrael_74 » 30.06.2011 14:45

@Martinsgarten bzw. ganz allgemein

Ich seh es genauso, dass Griechenland pleite ist. Für mich ist die Kernfrage aber nicht "wann" sondern "wer" oder in anderen Worten: "Wer wird den angerichteten Schaden bezahlten"

Da beginnt nun das Spiel: Die Banken, Versicherungen, also diejenigen, die nun die Anleihen halten, würden das Risiko natürlich gerne auf den Steuerzahler abwältzen, aber wenn möglich dennoch die Zinsen kassieren. Die Politiker wären da ja an und für sich nicht dagegen, nur wollen sie auch wieder gewählt werden und müssen sich nun einen Weg einfallen lassen, wie sie das ihrer Bevölkerung verkaufen können ... und das Ergebnis ist nun die neue Idee der Franzosen. :roll:
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Beitragvon martinsgarten » 03.07.2011 14:02

Es ist einfach nur noch zum Kotzen.
Dieser CEO Knecht Dieckmann erdreistet sich zu einer Verpflichtung nach Gutsherrenart.
Dieser Drecksack setzt dabei nicht EINEN Euro aus seiner Brieftasche ein - ES IST DAS GELD DER VERSICHERTEN.
Und was passiert - NICHTS.
Es ist einfach wie es ist


Allianz hilft Griechenland mit 300 Millionen EuroDie Allianz steuert 300 Millionen Euro zum Hilfsprogramm für Griechenland bei. Der Beitrag ist ansehnlich, der Versicherungskonzern hatte zuletzt den Bestand von Staatsanleihen deutlich reduziert.

Der Vorstandsvorsitzende des Versicherungskonzerns Allianz, Michael Dieckmann engagiert sich bei der Griechenland-Rettung.
Quelle: dpa
Die Allianz will zum Hilfspaket privater Gläubiger für Griechenland nur einen kleinen Teil der insgesamt zwei Milliarden beisteuern. „Wir sprechen über eine Finanzierungszusage der Allianz-Gruppe bis 2014 von rund 300 Millionen Euro“, sagte der Chef des Münchener Dax-Konzerns, Michael Diekmann, dem „Spiegel“.

Die deutsche Finanzwirtschaft hatte zwei Milliarden Euro zur Rettung Griechenlands zugesagt, wenn man die rund 1,2 Milliarden abzieht, die die staatlichen „Bad Banks“ von Hypo Real Estate und WestLB beisteuern.

Das Geld aus griechischen Staatsanleihen, die bis 2014 fällig werden, soll in dieser Höhe wieder in das Land reinvestiert werden. Europas größter Versicherungskonzern besaß zum Jahresende griechische Staatsanleihen im Wert von 1,3 Milliarden Euro. Ein Jahr davor waren es noch 3,3 Milliarden.

Ein Teil des Geldes, der für den Euro-Rettungsmechanismus vorgesehen ist, solle für die Schaffung eines Anleiheversicherers verwendet werden, forderte der Allianz-Chef. „Der sichert die Anleihen bis zu einem Nennwert von beispielsweise 90 Prozent ab“, erklärte er. „Investoren erhalten so Klarheit über den maximal möglichen Verlust, nämlich zehn Prozent. Dann können die betroffenen Staaten zu vernünftigen Zinsen wieder an den Kapitalmarkt zurückkehren.“

„Sich auf einen Plan B einzulassen, bedeutet, sich eine Kapuze aufzusetzen und mit 200 Stundenkilometern auf der Autobahn zu fahren.“ Eine Insolvenz Griechenlands hätte größere Auswirkungen als die Pleite der US-Bank Lehman, warnte er. sagte Allianz-Chef Michael Diekmann dem Magazin „Spiegel“.

Dieser Geisterfahrer trägt selbst die genannte Kapuze

Die Allianz hatte ihren Besitz an griechischen Staatsanleihen zuletzt von 3,3 auf 1,3 Milliarden Euro reduziert
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Beitragvon tibesti » 08.07.2011 11:20

Starökonom Max Otte
„Die Euro-Rettung ist Demagogie!“
Freitag, 08.07.2011, 06:16 ·


FOCUS Online: Herr Otte, Sie wenden sich jetzt eigens mit einer Streitschrift „Stoppt das Euro-Desaster!“, die im Lauf des Juli erscheint, an die Öffentlichkeit. Ist eine solche Schrift noch notwendig? Ein zweites Hilfsprogramm für Griechenland ist auf dem Weg, der Euro-Rettungsschirm EFSF wird kräftig ausgeweitet. Und selbst der griechische Ministerpräsident Papandreou genießt weiter das Vertrauen seines Parlaments. Damit sollte die Währung doch endgültig aus dem Schneider sein.

Max Otte: Eine „Euro-Krise“ gibt es ohnehin nicht. Es wird hier ein riesiger Etikettenschwindel betrieben. Dieses schändliche Spiel gilt es zu stoppen. Denn die ständigen Aufrufe von Merkel, Juncker & Co., den Euro oder Griechenland oder Europa zu retten, sind politische Lügen.

FOCUS Online: Es geht gar nicht um Euro oder Europa?
Otte: Absolut nicht. Es profitieren weder Europa noch die griechischen Bürger oder die Bevölkerung der Geberländer wie Deutschland von den Abermilliarden an Euro, die hier wieder lockergemacht werden. Es profitieren allein die Banken, die sich diesmal mit griechischen Anleihen verzockt haben. Also noch mal: Wir haben keine Euro-Krise. Es gibt eine neue Bankenkrise.
Vita Max Otte
Geboren am 7. Oktober 1964 in Plettenberg (Sauerland)
Otte studierte Volkswirtschaft an der Uni Köln, promovierte an der Princeton University in New Jersey (USA) und ist Professor an der Uni Graz.
Der verheiratete Vater zweier Kinder gilt als Autorität auf dem Gebiet des wertorientierten Investierens und managt seinen eigenen Fonds.
Bekannt wurde Otte durch sein 2006 veröffentlichtes Buch „Der Crash kommt“, in dem er die Finanzkrise voraussagte. Als Wissenschaftler und Investor kritisiert er die aktuelle Entwicklung beim Euro.
FOCUS Online: Aber es dürfte doch unbestritten sein, dass Griechenland Hilfe der Euro-Partner dringend benötigt.

Otte: Ja, aber Hauptnutznießer dieser Hilfen sind vor allem Investmentbanken und Superreiche als größte Geldgeber Griechenlands. Bei ihnen handelt es sich ja nicht um die Kreissparkasse Dinkelsdorf, sondern um erfahrene Fachleute, die auch die Risiken solcher Anlagen kennen müssten. Und just sie werden von Haftung und sämtlichen Konsequenzen ihrer kaufmännischen Entscheidungen freigestellt. Da läuft doch etwas gewaltig schief. Und die Bürgerinnen und Bürger spüren das. Sie wissen, dass sie am Ende die Dummen sind. Das alles unter dem Deckmantel der Euro-Rettung. Die Steuerzahler sollten sich wehren. Daher meine Streitschrift. Ich will mir später nicht vorwerfen müssen, als Wissenschaftler und Finanzexperte nicht zeitig vor dem heraufziehenden Desaster gewarnt zu haben.

FOCUS Online: Ungeschoren kommen doch auch die Banken nicht davon. Private Gläubiger sollen diesmal einen freiwilligen Beitrag leisten.

Otte: Schon wieder so ein irreführender Propagandabegriff. Denn das Wort „privat“ suggeriert, dass es sich um normale Bürgerinnern und Bürger handelt. Das stimmt aber nicht. Private Gläubiger sind Banken und Finanzdienstleister – allen voran griechische Banken. Diese sind oft in der Hand griechischer Milliardäre und Oligarchen. Das sind die Akteure, die wir „retten“. Und freiwillig werden die nicht auf ihr Geld verzichten.
„Die Rettungspakete retten die Superreichen“

BloombergDeutsche-Bank-Vorstandschef Josef Ackermann: Wie viel Geld kommt von den Instituten?

FOCUS Online: Dennoch: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will einen „substanziellen Beitrag“ dieser Adressen zur Griechenland-Rettung durchsetzen.

Otte: Da halte ich mal eine Wette: Es wird bestenfalls ein symbolischer Beitrag sein. Allein schon für die Verlängerung auslaufender Griechen-Anleihen verlangen die Banken wieder Bürgschaften des Staates. Das würde die Risiken erneut auf den Steuerzahler abwälzen. Da fehlen einem fast die Worte.

FOCUS Online: Wie wollen Sie denn die widerstrebenden Gläubiger zu fassen kriegen?

Otte: Das Beste wäre ein Schuldenschnitt – eine geordnete Staatsinsolvenz. Banken und andere Geldgeber müssten auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. Griechenland käme von seinem hohen Schuldenberg herunter und hätte finanziell wieder Luft zum Atmen. Auch die Geberländer wie Deutschland müssten dann nicht mehr immer neue Milliardenpakete in Richtung Athen oder andere Länder auf den Weg bringen.

FOCUS Online: Der Chef einer Frankfurter Privatbank erklärte einmal gegenüber FOCUS-MONEY, dass in der Historie Staatspleiten eher die Regel als die Ausnahme waren. Allein Kaiser Karl V. sei dreimal Konkurs gegangen. Sehen Sie das auch so?

Otte: Dem stimme ich absolut zu. Das ist nicht nur bei Karl V. passiert, sondern viele hundert Mal in der Geschichte. Nehmen Sie nur mal die lateinamerikanische Schuldenkrise gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts. Es ist doch schon oft durchexerziert worden, dass ein Staat Schulden gestrichen oder die Hand zum Offenbarungseid gehoben hat.

FOCUS Online: Und bei Griechenland würde das auch funktionieren?

Otte: Ja, natürlich. Wie es jetzt läuft, ist doch viel schlimmer: Die Rettungspakete retten die Superreichen. Gleichzeitig lenken sie von Amerika ab, das noch viel größere Probleme hat. Zudem setzen sich die wirtschaftspolitischen Vorstellungen Frankreichs durch. Das ist das eigentliche Drama. Und das ist doch alles kein Zufall.

FOCUS Online: Bei einem Schuldenschnitt würde Griechenland aber vom Kapitalmarkt abgeschnitten.

Otte: Wenn die Griechen sagen würden, wir sind pleite, hätten sie tatsächlich zuerst mal Probleme, neues Geld zu bekommen. Aber die haben sie ja heute schon. Andererseits ist Griechenland ein souveräner Staat. Irgendwer würde nach einer gewissen Frist dann schon wieder Geld leihen. Außerdem wäre es gut für die Haushaltsdiziplin.

FOCUS Online: Der holländische Finanzminister Jan Kees de Jager hat dem Parlament in Den Haag neue Gelder für Griechenland abgetrotzt, indem er das Horrorszenario eines Flächenbrands an die Wand malte: Eine Pleite würde auf andere Länder übergreifen und dann Euro und Konjunktur kippen.

Otte: Die Angst vor dem Flächenbrand wird immer wieder geschürt, um zu verhindern, dass Banken und Superreiche ihren Teil dazu beitragen, das angerichtete Desaster zu beheben. Eine klare, von vornherein feststehende Insolvenzordung könnte das verhindern.

FOCUS Online: Die Banken würde das aber Milliarden Euro kosten. Manche könnte in neue Existenznöte geraten.

Otte: Sicher würden einzelne Banken dann in Schwierigkeiten kommen. Dann kann man immer noch helfen und sie stützen oder – je nach Lage – abwickeln. Wir wissen ja inzwischen sehr gut, wie das geht. Neue Rettungspakete zögern die Pleite dagegen nur hinaus. Da bin ich ganz bei Frank Schäffler, dem Finanzexperten der FDP im Bundestag. Er sagt, dass neue Pakete letztlich nur dazu führen, dass die Schuldenspirale immer weiter gedreht wird. Eine Lösung der Probleme ist das nicht.

FOCUS Online: Sind die Politiker denn nicht gezwungen, sensibel und delikat vorzugehen? Ihr Argument ist doch immer: Man darf die Märkte nicht beunruhigen. Zudem wollen sie potenzielle Anleihenkäufer nicht verschrecken.

Otte: Dass sich durch neue Finanzpakete die Märkte dauerhaft beruhigen lassen, ist ein Witz. Bei den Risikoprämien und Zinsaufschlägen bei griechischen Anleihen und Bonds anderer Schuldnerstaaten kann man doch nicht von Beruhigung sprechen. Da herrscht vielmehr helle Aufregung. Und die Investoren geben Schuldnerländern wie Portugal oder Irland ohnehin kaum mehr Geld, und wenn doch, dann nur zu hohen Zinsen und weil sie genau wissen, dass die anderen Euro-Staaten im Ernstfall wieder einspringen.
„Die Bundesregierung ist komplett eingeknickt“


FOCUS Online: Vor rund einem Jahr nahmen Sie in Ihrem Buch „Die Krise hält sich nicht an Regeln“ schon mal zur ganzen Schuldenproblematik Stellung. Was hat Sie seitdem am meisten überrascht?

Otte: Ich hätte nie gedacht, dass die Bundesregierung so komplett einknickt, was die Stabilitätsfragen des Euro angeht – dass sie sich völlig über den Tisch ziehen und überfahren lässt. Sie hat im Prinzip eine deutsche Position nach der anderen aufgegeben. Von den vielen Ankündigungen von Kanzlerin Merkel, etwa dass alle Stützungen begrenzt sein und 2013 auslaufen müssen, ist nichts mehr übrig – ebenso von der deutschen Stabilitätskultur.

FOCUS Online: Wir haben aber noch die Bundesbank als wichtigste Stimme in der EZB.

Otte: Die Bundesbank ist heute Teil des Europäischen Zentralbankensystems und so der EZB angegliedert. Von der alten Bundesbank ist da nicht mehr viel übrig.

FOCUS Online: Die EZB ist aber wie früher die Bundesbank ebenso der Erhaltung der Stabilität und des Geldwerts verpflichtet.

Otte: Die EZB beging im vergangenen Jahr mit dem Aufkauf maroder Griechenland-Anleihen einen Tabubruch. Seitdem ist sie Partei und nicht mehr neutral. Inzwischen liegen an die 140 Milliarden Euro an griechischen Anleihen und Krediten in ihrer Bilanz. Deswegen wehrt sie sich doch mit Händen und Füßen gegen einen Zahlungsausfall Griechenlands und schürt die Ängste vor einem Schuldenschnitt.

FOCUS Online: Und wenn der doch kommt?

Otte: Fällt Griechenland aus, droht auch die Europäische Zentralbank zum Sanierungsfall zu werden. Weshalb, glauben Sie, trat der zwar sperrige, aber ebenso grundsatztreue ehemalige Bundesbankpräsident Axel Weber zurück? Die EZB entfernt sich immer mehr vom Erfolgsmodell Bundesbank und nähert sich dem amerikanischen Modell Federal Reserve an. Damit steigt die Gefahr einer Inflation.

FOCUS Online: Das klingt nicht wirklich gut, auch nicht für den Euro. Dabei brauchen wir die Währung doch für den Zusammenhalt Europas.

Otte: Das ist wieder so eine Irreführung, wie sie auch Jean-Claude Juncker, der luxemburgische Minsterpräsident und Chef der Euro-Gruppe, ständig in die Welt setzt. Der wird nicht müde zu betonen, dass es um den Erhalt der europäischen Idee geht, und meint sogar mit Anspielung auf die Geschichte, ein Tag Krieg sei teurer als die ganze Rettungsaktionen für die Schuldenländer. Ich halte das für pure Demagogie.

FOCUS Online: Ist es denn nicht so?

Otte: Nein, der Schein trügt. Der Euro hat Europa nicht zusammengebracht, sondern gespalten. Da wurde eine Währung über völlig unterschiedliche Länder und Wirtschaftssysteme gestülpt. Das kann nicht gutgehen. Die einzelnen Volkswirtschaften driften auch wegen der fehlenden monetären Flexibilität weiter auseinander. Zudem gibt es weiterhin völlig unterschiedliche nationale Interessen. Die kann man nicht ohne Weiteres unter eine Währung zwingen. Deshalb wird der Euro in der heutigen Form letztlich scheitern.

FOCUS Online: Warum plötzlich so pessimistisch?

Otte: Ich bin nicht plötzlich pessimistisch. Diese Entwicklung habe ich schon 1998, vor der Einführung der Gemeinschaftswährung, vorausgesagt. Damals wollte sie in der allgemeinen Europa-Euphorie niemand hören.

FOCUS Online: Was wäre denn die Alternative zum Euro?

Otte: Das Europäische Währungssystem EWS, das wir von 1979 bis 1998 – also fast 20 Jahre – hatten, war wegweisend. Die europäischen Währungen wurden aneinander gekoppelt, um sie vor Attacken zu schützen. Wenn die Dinge dann trotzdem auseinanderklafften, wurden die Wechselkurse einmalig angepasst. Das war zwar nicht schön, aber es wurde offensichtlich, wenn ein Land sündigte. Das EWS hätte die jetzige Krise flexibler meistern können.

FOCUS Online: Herr Otte, Sie sind nicht nur Wirtschaftswissenschaftler, sondern auch Investor. Für Anleger ist das aktuelle Umfeld höchst tückisch: Minirenditen bei Zinsanlagen, dafür aber Inflationsgefahren. Nervöse Börsen mit dem Risiko jederzeitiger Rückschläge, eine angeschlagene Währung. Viele fragen sich: Wohin mit meinem Geld, wenn praktisch überall Risiken lauern – selbst bei angeblich problemlosen Tagesgeldern oder Staatsanleihen?

Otte: Und damit haben sie Recht. Bei Geldvermögen, also Anleihen, Spareinlagen oder auch Lebensversicherungen, läuft eine stille Enteignung. Selbst zehnjährige Bundesanleihen werfen nach Abgeltungsteuer und Inflation keine reale Rendite mehr ab. Der Anleger hat aber ein immenses Kursrisiko, sollten die Zinsen einmal steigen. Dann hagelt es Verluste. „Risiko ohne Rendite“ heißt es derzeit am Markt über Bundesanleihen. Der Spruch stimmt.

FOCUS Online: Aber auch bei Aktien lauern Gefahren. Für ihre Warnung im Jahr 2006 vor einem Crash, der kurz hinterher auch prompt eintraf, nannten sie damals vor allem drei Gründe: ungleiche Vermögensverteilung, immer höhere Schulden und eine immer unsolidere Geldpolitik. Daran hat sich bis heute ja nichts geändert, außer dass die Schulden seitdem noch mal immens gewachsen sind. Kommt also ein neuer Crash?

Otte: Diese Entwicklung hat mich auch überrascht. Die Flutung der Märkte in der Finanzkrise mit Liquidität und die Konjunkturprogramme damals waren zwar kein ökonomisches Glanzstück, aber auch nicht verkehrt. Danach hat man aber komplett versäumt, die Märkte zu regulieren und die Schulden zurückzuführen. Es geht weiter wie bisher, sogar verstärkt weiter wie bisher. Selbst das Bankensystem läuft weiter wie ehedem. Die Strukturen, die uns in die Krise führten, sind nach wie vor vorhanden.

FOCUS Online: Also ist nach dem Crash doch wieder vor dem Crash?

Otte: Nein, das glaube ich diesmal nicht. Zwei Dinge haben sich gegenüber damals geändert, die mich zu der Behauptung ermutigen, dass sich an den Märkten eine Panik wie 2008 nicht wiederholen wird. Zum einen glauben die Staaten zu wissen, wie sie mit Bankenrettungen umgehen müssen: Es wird noch mehr Geld gedruckt. Das mag längerfristig die Inflation anheizen, zunächst hilft es aber mal den Märkten.

FOCUS Online: Und das Zweite?

Otte: Die Bürger merken, dass Geldvermögen – also Sparanlagen oder Anleihen – riskant ist. Gleichzeitig realisieren sie, dass es sich bei Aktien um Sachvermögen handelt. Die Aktien haben immerhin zwei Weltkriege überstanden und in Deutschland auch noch zwei Währungsreformen. Daimler oder Siemens konnten Sie vor Hundert Jahren schon kaufen, und sie gelten heute immer noch als Vermögen. Zudem glaube ich, dass die meisten Aktien wegen der jüngsten Entwicklungen in starke Hände übergegangen sind. Wenn es nicht noch einmal zu echten Verwerfungen kommt, würde es mich daher wundern, wenn es bei Aktien wieder zu einem solchen Ausverkauf käme wie Ende 2008.

FOCUS Online: Trotzdem bleiben bei diesem unsicheren Umfeld erhebliche Risiken?

Otte: Das kommt darauf an, wie Sie Risiken definieren. Ich zähle mich zu den Value-Investoren, also Käufern von Aktien, die als ertragsstark und unterbewertet gelten. Für uns heißt Risiko Gefahr eines dauerhaften Kapitalverlusts. Wir haben lange Anlagehorizonte und halten Volatilitäten aus. Wir wissen: Wenn wir die richtige Aktie kaufen, stehen wir irgendwann im Plus.

FOCUS Online: Manche Anleger verkraften aber größere Kursrückschläge nicht und verkaufen dann oft in Panik und zum falschen Zeitpunkt.
Otte: In der Tat ist es für viele Anleger schwer, Volatilitäten auszuhalten. Aber Kursschwankungen gehören nun einmal zur Börse. Davor kann man die Anleger nicht bewahren. Entscheidend ist der Unterschied zwischen immer wieder vorkommenden Schwankungen – mögen sie mitunter auch etwas heftiger ausfallen – und dem langfristigen Trend. Das muss man auseinanderhalten. Wenn Anleger erfahren sind und gute Nerven besitzen, würde ich weiter zu günstigen Aktien raten. Auch jetzt noch. Es gibt kaum eine bessere Alternative.
„RWE und E.on sind gerade schön billig“


FOCUS Online: Können Sie Papiere nennen, die Sie aktuell als günstig erachten?

Otte: RWE und E.on sind so schön runtergekommen. Vieles andere, also die ganz sicheren Werte, die Nestlés und die Fielmanns, sind noch nicht zu teuer. Wenn wir Fielmann sehen mit vier Prozent Dividendenrendite, das inflationsgesichert, weil die ihre Preise auch anheben, wenn die Geldentwertung zunimmt, ist das alles besser als Anleihen. Also: Wenn Sie Volatilitäten aushalten, würde ich für einen ganz signifikanten Aktienanteil in Ihrem Depot plädieren.

FOCUS Online: Und Gold? Sie hatten in Ihrem Depot lange einen fühlbaren Goldanteil.

Otte: Es kommt darauf an, was Ihr Ziel ist. Wenn Sie sagen, ich will zunächst mein Vermögen sichern und weniger auf Rendite schauen, dann bin ich weiter für Gold und andere Edelmetalle. Auch bei 1500 Dollar je Feinunze ist Gold noch nicht zu teuer.

FOCUS Online: George Soros hat sein Gold gerade verkauft . . .

Otte: . . . und Hedge-Fonds-Manager John Paulson hat gekauft. Wenn Soros Gold verkauft, heißt das ja nicht, dass der Preis fallen muss. Vielleicht braucht er Geld für etwas anderes.

FOCUS Online: Rohstoffe sind doch auch ein Thema?

Otte: Ich persönlich bin bei Rohstoffen schnell wieder bei Gold. Denn Gold ist ja auch ein Rohstoff. Es ist als Absicherung, als Krisenwährung wirklich interessant, vor allem, wenn das Weltwirtschaftssystem einmal wackelt.

FOCUS Online: Andere Rohstoffe sind aber auch Sachwerte . . .

Otte: . . . die Sie kaufen können, wenn Sie davon ausgehen, dass das Wachstum der Weltwirtschaft ungebrochen weitergeht. Sollten wir hier einen Rücksetzer bekommen, werden Anleger mit ihren Rohstoffaktien Geld verlieren. Man kann also Rohstoffe oder Rohstoffaktien kaufen, sie aber in keinem Fall übergewichten.

FOCUS Online: Sie managen auch den Mischfonds Fonds PI Global Value Fund. Er warf zuletzt seine Goldinvestments aus dem Portfolio.

Otte: Weil ich das Metall nicht mehr kaufen darf, seit der Fonds auch in Deutschland zugelassen ist. Hier gilt Gold als Rohstoff. Die werden als riskant eingestuft, sodass ich sie in physischer Form nicht mehr im Depot haben darf, auch nicht als Zertifikat mit Auslieferungsanspruch. Das Einzige, was ich machen könnte, wäre ein Goldzertifikat. Ich bin aber kein Freund von Derivaten. Dehalb bevorzuge ich Goldminenaktien wie Barrick Gold. Da schaue ich in der Tat hin.

FOCUS Online: Wie stellt sich der Fonds derzeit auf?

Otte: Ich habe etwas Cash aufgebaut, im Moment zwölf Prozent des Fondsvermögens. Sonst bin ich immer Vollgas gefahren und hatte nur etwas Gold drin, als ich noch durfte. Ich finde immer noch sehr viele billige Aktien, die ich jederzeit kaufen würde. Mein Bauchgefühl sagt mir aber: Halte mal ein bisschen Cash, es kommen vielleicht noch bessere Gelegenheiten in den nächsten Monaten.

FOCUS Online: Ihr Fonds hat bislang in diesem Jahr einen Durchhänger . . .

Otte: Er läuft seitwärts mit den Märkten. Das auch deshalb, weil ich schon vor Fukushima in Japan investiert hatte. Außerdem halte ich Aktien der Südländer.

FOCUS Online: Und an Japan halten Sie fest?

Otte: Japan ist extrem billig. Die Börse notiert unter Buchwert. Die Unternehmen fahren seit 20 Jahren Schulden runter und bauen Cash auf. Fast alle haben dicke Liquditätspolster. Nippon-Aktien sind wirklich billig.

FOCUS Online: Und Ihr Favorit in Japan?
Otte: Ich halte eine größere Position in Sony. Sie macht mir bislang noch keine Freude. Aber wenn man bedenkt, dass Sony derzeit an der Börse mit einem Viertel von Samsung bewertet wird, muss man sich überlegen, ob diese Relation noch stimmt und Sony nicht viel zu billig ist. Da bin ich übrigens in guter Gesellschaft. Auch Warren Buffett, an den ich mich mit meinem Stil ein bisschen anlehne, sagt, er würde sich recht wohl fühlen mit seinen Engagements in Japan.


FOCUS Online: Und im Süden? Kaufen Sie griechische Papiere?

Otte: Nein. Ich setze klar auf Italien. Die haben zwar hohe Schulden, aber die Anleihen werden von den eigenen Bürgern gehalten, und die sind nicht überschuldet. Es gibt keine Immobilienblase, und das Budgetdefizit ist auch nicht so hoch. Also, Italien steht nicht schlechter da als Deutschland. Das vergessen die Leute immer. Ich habe Italmobiliare. Das ist eine Beteiligungsgesellschaft, die mehr als 50 Prozent an Italcementi hält und auch ein paar Finanzbeteiligungen. Die Aktie kommt von 108 und notiert jetzt um 26 Euro – weit unter Buchwert. Da muss man ein bisschen Zeit und Nerven haben.

FOCUS Online: Ihr einziger Favorit in den Südländern?

Otte: Nein. Nicht schlecht finde ich auch Benetton: KGV elf und über vier Prozent Dividendenrendite. Aber das sind alles Spezialtitel, ebenso wie Renault. Die Franzosen haben einen Börsenwert von elf Milliarden Euro und besitzen fast ebenso viel Cash aus dem Volvo-Verkauf. Dann haben sie noch die Anteile an Nissan.

FOCUS Online: Facebook wäre dann kein Fall für Sie? Das Netzwerk soll inzwischen 100 Milliarden Dollar wert sein.

Otte: Facebook ist viel heiße Luft und Fantasie – abgesehen davon, dass diese Datensammelmaschine, der die Leute auch noch freiwillig ihre Daten preisgeben, eine sehr unheilvolle Rolle spielen kann. Es ist ein Konzept, das funktioniert, aber kein Unternehmen, das funktioniert. Und da es so viel heißes Geld auf dieser Welt gibt, wegen der Schuldenpolitik und den günstigen Finanzierungsmöglichkeiten, werden eben auch für diese Zukunftskonzepte irrsinnige Summen geboten. Bei so etwas würde ich selbst nie mitspielen. Das ist ein Fall für Spekulanten.

FOCUS Online: Apropos Spekulanten: Muss man nicht auch Angela Merkel dazuzählen? Sie wettet mit vielen Milliarden Euro Steuergeldern auf eine Gesundung Griechenlands. Behält sie Recht, verdient sie fünf Prozent Zinsen. Verliert sie, kostet das die Bundesbürger Milliarden. Kein sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis?
Otte: Spekulation würde ein souveränes Denken, Entscheiden und Handeln voraussetzen. Diese Freiheit hat Frau Merkel nicht. Sie muss vielmehr das machen, was sie aus den momentanen Opportunitäten für notwendig erachtet. Sie kann nicht souverän handeln. Sie ist eine Getriebene.
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Beitragvon tibesti » 13.07.2011 07:43

EURO-KRISE
Griechen sollen Anleihen zum Dumpingpreis zurückkaufen
[07:52, 13.07.11]



Die Schuldenkrise in Europa zwingt die Staatschefs zum Tabubruch: Griechenland soll seine Schulden nach FTD-Informationen mit einem riesigen Anleihe-Rückkauf zum halben Preis loswerden. Der Zahlungsausfall wird dabei einkalkuliert.


Die Finanzminister der Euro-Zone brechen angesichts der sich ausweitenden Schuldenkrise im Euro-Raum Tabus. Die griechischen Schulden sollen nach Angaben aus der Euro-Gruppe mithilfe eines groß angelegten Rückkaufs von Anleihen zum Dumpingpreis reduziert werden.
Damit soll gewährleistet werden, dass Griechenland unter seinen Schulden nicht zusammenbricht. Dafür wollen die Euro-Retter eine Einstufung des Landes mit dem Rating "teilweiser Zahlungsausfall" in Kauf nehmen - auch gegen den Widerstand der Europäischen Zentralbank (EZB).
Bislang hatte eine Lösung ohne Zustimmung der EZB bei den Finanzpolitikern der Euro-Zone als undenkbar gegolten. Doch nun zwingt die dramatische Situation der Krisenländer offenbar zu radikalen Schritten.
Die Euro-Gruppe erklärte in der Nacht zum Dienstag, angesichts der Ansteckungsgefahr für andere Staaten würden "Flexibilität und Umfang" des Rettungsfonds EFSF erweitert. Nach Angaben aus Kommissions- und Regierungskreisen konzentrieren sich die Überlegungen auf den Rückkauf von Anleihen durch die griechische Regierung.
Das Geld dafür würde sie von der EFSF erhalten - weshalb das geplante zweite Griechenland-Paket größer als die bisher geplanten bis zu 115 Mrd. Euro ausfallen soll. "Da muss mehr Geld auf den Tisch", hieß es in EU-Kreisen. Nach FTD-Informationen sieht das diskutierte Konzept vor, dass Griechenland bei Rücknahme der Anleihen im Durchschnitt nur 50 Prozent ihres Nominalwerts bezahlt. Dies wäre eine Art freiwilliger Schuldenschnitt. Er würde bisherige Konzepte zur Beteiligung privater Gläubiger ersetzen.

Zusätzliche Stütze der Banken


Eine Mehrheit der Euro-Staaten ist bereit, dafür eine zumindest zeitweilige Einstufung der Anleihen als "teilweiser Zahlungsausfall" hinzunehmen. Dies werde "nicht mehr ausgeschlossen", sagte der niederländische Finanzminister Jan Kees de Jager. Dagegen protestiert die EZB, deren Haltung aber von der Euro-Gruppe nicht mehr akzeptiert wurde.
Die Minister kalkulieren bereits ein, dass wegen des Zahlungsausfalls eine zusätzliche Stützung der griechischen Banken nötig ist. Sie haben viele Griechen-Bonds in ihren Büchern und müssten deren Wertverlust abschreiben. Dies könne im Hilfspaket ebenfalls berücksichtigt werden, hieß es.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte, die "Schuldentragfähigkeit" Griechenlands müsse wiederhergestellt werden. Das Defizit soll durch den Anleiherückkauf den Informationen zufolge von derzeit über 150 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf etwa 120 Prozent gedrückt werden. Dies entspricht einer Verringerung um rund 70 Mrd. Euro. Um dieses Ziel nur mit der freiwilligen Rückkaufaktion zu erreichen, müssten Papiere im Wert von 140 Mrd. Euro eingelöst werden. Zur Verringerung der Gesamtverschuldung sollen auch die geplanten Privatisierungen beitragen.
Italien versuchte derweil, Märkte und Politik zu beruhigen. "Die Krise zwingt uns zur Eile", sagte Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Bis Freitag will er das umstrittene Milliardensparpaket durchs Parlament bringen.
Weil die EU-Politiker zunächst keine Details zu ihren Griechenland-Plänen nannten, reagierten Investoren verstört. Der DAX rutschte bei hohen Umsätzen zeitweise um mehr als drei Prozent unter die Marke von 7000 Punkten, Italiens MIB 30 sackte in der Spitze um 4,8 Prozent ab. Bis zum Handelsschluss erholten sich beide Indizes. Der deutsche Leitindex ging um 0,8 Prozent niedriger aus dem Handel, der MIB um 1,2 Prozent höher.
Der FTSE-Index für alle italienischen Bankaktien schwankte im Handelsverlauf um über elf Prozent. Auch der Euro ging in der Spitze um mehr als 2 Cent zurück, bevor er sich später wieder erholte. Die Rendite zehnjähriger italienischer Staatsanleihen stieg zeitweise erstmals seit 1997 auf über sechs Prozent, fiel bis zum Abend aber wieder auf 5,57 Prozent.
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Beitragvon martinsgarten » 31.07.2011 14:16

Da bekommt man doch glatt KLEINE, PRIVATE Lachkrämpfe :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

Griechen schulden deutscher Pharmaindustrie Milliarden

Drucken..Themen:InternationalAnleihen.Sonntag, 31. Juli 2011, um 11:16

Die Schuldenkrise in Griechenland bekommt auch die deutsche Pharmaindustrie zu spüren. Nach Angaben des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hat das Land seit 2010 einen Schuldenberg in Höhe von 1,2 Milliarden Euro bei hiesigen Unternehmen angehäuft.
"Entgegen der Aussagen von griechischer Seite haben die griechischen Krankenhäuser trotz der Preissenkungen im Jahr 2010 bisher nur einen Teil der Außenstände für Arzneimittel bezahlt", sagte ein BPI-Sprecher dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Die Zahlungsschwierigkeiten Griechenlands bestünden zwar schon seit mehreren Jahren.
Zwischen 2005 und 2009 seien die Schulden jedoch mit Anleihen beglichen worden, "
bei deren Einlösung die pharmazeutischen Unternehmen einen durchschnittlichen Abschlag von 25 bis 30 Prozent akzeptieren mussten".

Das nenne ich gerecht
Wer um 50% zu hohe Preise verlangt kann auch 25-30% Abschlag ertragen.
So läuft es halt bei Papiergeldforderungen.
Das werden andere Bereiche auch noch berichten können.
Ware gegen CASH - oder nichts geht mehr.
Wer anders handelt ist etweder Systemgläubig oder ein Angestellter CEO, wie fast ALLE diese LOOOOSER in der Industrie
.

Die Aussichten auf eine Rückzahlung der Verbindlichkeiten stehen für die deutschen Firmen schlecht, mutmaßt der "Spiegel". Der griechische Haushalt für 2011 sieht Einsparungen von 14 Milliarden Euro vor, auch das Gesundheitssystem ist betroffen.

Die 17 Chefs der Euroländer einigten sich am Donnerstag vor einer Woche auf einem Krisengipfel auf eine gemeinsame Strategie zur Rettung Griechenlands und zur Stabilisierung der gesamten Eurozone. Das zweite Hilfspaket wird Athen 109 Milliarden Euro an frischem Geld bringen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel konnte zudem die Beteiligung des privaten Sektors durchsetzen - der Beitrag der Banken wird mit weiteren 37 Milliarden Euro angegeben. Die Pläne der EU-Kommission sollen weiterverfolgt werden, eine europäische Ratingagentur gegen die Macht der bislang amerikanisch dominierten Agenturen zu etablieren.

Griechenland soll vom europäischen Krisenfonds für wackelnde Eurostaaten (EFSF) Kredite zu niedrigen Zinssätzen von rund 3,5 Prozent bekommen.
Die Laufzeiten der Kredite sollen von bisher siebeneinhalb Jahren auf 15 bis 30 Jahre gestreckt werden. Ein umfangreiches Wachstums- und Investitionsprogramm soll Griechenland in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission wieder auf die Beine bringen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird angehalten, sich am Hilfsprogramm zu beteiligen. Auch die Laufzeiten der Kredite aus dem bereits existierenden Rettungsprogramm von 2010 sollen deutlich verlängert werden.

Der Finanzsektor wird sich auf freiwilliger Basis mit einer Reihe von Optionen an der Rettung Griechenlands beteiligen.
Der Nettobeitrag der Banken soll bei 37 Milliarden Euro liegen - für die Zeit von jetzt bis 2014. Zusätzlich wird ein Betrag von 12,6 Milliarden Euro genannt für ein Schuldenrückkaufprogramm. Legt man den Zeitraum von 2011 bis 2019 zugrunde, beträgt der Nettobeitrag des privaten Sektors laut Abschlusserklärung 106 Milliarden Euro.

Pharmasektor - da ist er doch der private Beitrag :lol: :lol:
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Beitragvon martinsgarten » 16.08.2011 21:23

Griechische Supermärkte mit Problemen - erste, endgültige Insolvenz einer Kette. More to come?
verfasst von Gaby, 16.08.2011, 14:03

Moin,

nach einem herrlichen Sommerurlaub mal wieder ein kleines Blitzlicht auf Griechenland. Ist ja ein wenig aus dem Fokus gerutscht, gell?
Was ein paar Wochen so ausmachen
.
Stimmt :lol: :lol:

Eine bemerkenswerte Entwicklung:
Die großen, griechischen Supermarktketten stehen offenbar vor immer schwereren Problemen. Letztes Jahr hatte schon die Kette "Atlantik" Gläubigerschutz beantragt, jetzt hat sie endgültig Insolvenz angemeldet.
Probleme scheint es auch beim Giganten Carrefour-Marinopoulus zu geben. Dort hat man das Management brutal umgebaut, es liegt jetzt wieder in Händen der Franzosen.

Allgemein, so hört man, sollen die Supermärkte ihre Lieferanten extrem schlecht (=spät) bezahlen, Zahlungsfristen von bis zu 12 Monaten soll es geben. Als Reaktion hat bereits ein großer Hersteller von Milchprodukten die Belieferung einer Supermarktkette eingestellt (es wird nicht veröffentlicht, welche). Auch Handwerkerrechnungen etc. sollen nur mit enormen Verzögerungen gezahlt werden.

Hintergrund dürfte sein, dass die Griechen extrem auch bei den Lebensmitteln sparen.
Um knapp sieben Prozent ist der Umsatz mit Food-Artikeln im letzten Jahr eingebrochen
.
Und: Die ganzen großen Ketten haben - ähnlich eben wie Carrefour in Frankreich - ja auch gleichzeitig noch Klamotten, Elektro etc. im Programm. Hier sind die Umsätze im Einzelhandel um bis zu 20 Prozent zurück gegangen.

Es könnte noch interessant werden.
Eigentlich denkt man doch, den Lebensmittelhandel trifft es zum Schluss. Aber nein ....

Nebenbei: Eine großartige neue Besteuerung gibt es seit Anfang August auch: Die Mehrwertsteuer auf viele Lebensmittel und auch auf alles "aushäusige" Essen (also Restaurants genauso wie die Souvlaki-Bude an der Ecke) ist von 13 auf 23 Prozent erhöht worden.
Klasse Idee. Wo doch nur so wenige Griechen davon leben, ne Taverne oder so zu betreiben.
Da wird sie aber zunehmen - die Steuerehrlichkeit :wink:
Da folgt dann bald der komplette - GEORDNETE Übergang in die Schattenwirtschaft.
Wer zum Teufel ist bereit, bzw. KANN diese Steuer noch zahlen


Aber ist bald glaub ich eh egal. Lange geht das hier jedenfalls nicht mehr gut. Und gestern war ja "Maria Raketa" (als Maria Himmelfahrt, das heißt auf Griechisch wirklich so!), damit ist das Ende der griechischen Ferien eingeläutet, die Griechen finden, dass jetzt der Herbst anfängt (heute sind es auch nur noch 29 Grad, wird wohl stimmen ).

Demnächst wird man sich wieder auf dem Synthagma treffen, denke ich.

Viele Grüße und bis bald

Gaby

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Beitragvon martinsgarten » 24.08.2011 17:37

Griechenland - der letzte macht das Licht aus.

2 Tage Gold runter :lol: :lol: :lol: - Spaß du bist umzingelt.
Wobei es nach den starken ÜBERTRIEBENEN Anstieg nicht mehr als eine Korrektur im Bullenmarkt ist

Bald wird es rund um den Euro wieder rappeln !
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Beitragvon martinsgarten » 24.08.2011 19:26

Interessant:

Zieht Athen im September den Stecker– oder: Wer zum Teufel ist Lee Buchheit?
verfasst von Gaby, 24.08.2011, 11:53
(editiert von Gaby, 24.08.2011, 11:54)

Moin,

die Meldung stammt bereits aus dem Juli – ist wohl aber aus gutem Grund nicht großartig in den europäischen Medien breit getreten worden.
Da nämlich wurde verkündet, Athen habe sich der Dienste von Cleary Gottlieb Steen & Hamilton versichert.
Wer das ist?
Das ist die New Yorker Kanzlei, die beispielsweise Argentinien und Island bei der Restrukturierung ihrer Schulden beraten hat
.

Dabei arbeitet nicht irgendein Praktikant der Kanzlei für Papandreou und Co.
Nein, es ist ein ganzes Team unter der Führung von Lee Buchheit selbst. Das ist der Mann, der die „Telefonnummern der Regierungschefs in Finanznöten im Handy gespeichert hat und den Staatsanleihenhalter der ganzen Welt verfluchen“, wie die Financial Times ihn beschreibt.
Er hat unter anderem Argentinien und Island bei der Restrukturierung ihrer Anleihen (vulgo: bei ihrem Staatsbankrott) beraten und begleitet.

Buchheit hatte bereits im April letzten Jahres eine sehr umfangreiche Analyse geschrieben, wie der „Plan B“ für Griechenland aussehen könnte, wenn das Rettungspakt von 110 Milliarden von EU und IWF nicht ausreichen würden. Dass das der Fall ist, wissen wir heute (und man wusste es eigentlich von Anfang an).

Mehr auf simablog.eu

Viele Grüße

Gaby

How to Restructure Greek Debt - 14 Seiten pdf zum download
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Beitragvon oegeat » 28.08.2011 00:41

Slowakei – "Lasst Griechenland pleitegehen!"

Die Slowakei ist das einzige Euro-Land, das den Griechen bisher keine Kredite gibt. Parlamentspräsident Sulik will auch den Krisenfonds platzen lassen.


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Beitragvon Sturmspitze » 01.09.2011 10:54

WO HILFSGELDER ABWANDERN......

anscheinend fragt man noch nicht einmal wo das Geld herkommt

http://tinyurl.com/3flxn3z
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Beitragvon martinsgarten » 15.09.2011 21:48

"Griechenlands Euro-Zonen-Austritt ist alternativlos"

Hans-Werner Sinn hält Griechenlands Verbleib in der Währungsunion für problematischer als einen Austritt.
Athens Problem sei die Wettbewerbsfähigkeit, sagt der Ifo-Präsident.

Auszug:

Welt Online: Die Politik hat Angst, das zu tun, was man mit ökonomischem Sachverstand tun müsste, oder? Philipp Rösler evoziert mit seinem Insolvenz-Vorstoß ja fast eine Regierungskrise.

Halten Sie es für richtig, Griechenland pleitegehen zu lassen?

Sinn: Die Politik hat Angst vor diesen Maßnahmen, weil sie bei den Kapitalanlegern Unruhe schürt.
Der Vergleich mit Lehman, der manchmal bemüht wird, ist aber falsch.
Der Zusammenbruch des Interbankenmarktes ist wenig wahrscheinlich, weil alle Länder Gewehr bei Fuß stehen, ihre Banken zu retten.
Die Programme, die nach Lehman eingerichtet wurden, stehen ja alle noch. Aber natürlich gibt es Turbulenzen. Die muss man hinnehmen.
Mich würde es mehr beunruhigen, wenn die City of London, Wall Street und Paris glücklich über die deutschen Entscheidungen sind, denn je glücklicher sie sind, desto teurer wird die Rettung für uns.
Die französischen Banken sind in Schwierigkeiten, was wir auch schon seit einem Jahr wissen.
Das ist auch der tiefere Grund dafür, warum Frankreich gerne möchte, dass Deutschland diese Rettungspakete mitfinanziert.
Aber die Franzosen müssen ihre Banken selber retten.
Die müssen sie eben wenn nötig verstaatlichen. Und falls hierzulande Banken in Schwierigkeiten kommen, müssen wir sie auch verstaatlichen.

Welt Online: Viele sind ja verstaatlicht.

Sinn: Das Problem deutscher Banken ist, dass sie alle total unkapitalisiert sind. Sie betreiben ihr Geschäft mit einer Prise von Eigenkapital, die nicht ausreicht, die Verluste zu decken, so dass sie sofort umfallen, wenn Verluste drohen.
Also muss der Staat eingreifen. Das geht so nicht weiter.
Die Banken haben den Staat praktisch immer im Griff.
Man sollte aber nicht die Bank-Aktionäre retten, sondern nur die Banken selbst.
Und das geht nur, indem der Staat im Tausch für seine Hilfe an die Banken Aktien bekommt. Mit anderen Worten, es kommt zu einer Teilverstaatlichung
.
Die habe ich schon im Herbst 2008 für notwendig erachtet, um das Bankensystem zu stabilisieren. Es ist aber nichts passiert.

Welt Online: Wie kommt es, dass Deutschland immer den Zahlaugust macht?

Sinn: Es ist die Vergangenheit. Wäre die eine andere, wären wir England, hätten wir uns nie im Leben auf solch einen Unsinn einlassen müssen.
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Beitragvon k9 » 16.09.2011 08:35

martinsgarten hat geschrieben:....

Sinn: Es ist die Vergangenheit. Wäre die eine andere, wären wir England, hätten wir uns nie im Leben auf solch einen Unsinn einlassen müssen.


Wäre nicht diese generationübergreifende, lähmende schuldbewußtseinbasierte
Apathie und das daraus resultierende lachhafte Gutmenschentum, das
Deutschland seit dem zweiten Weltkrieg zueigen ist, würden viele, sehr viele
unserer (Pseudo-)Probleme in einem anderen Licht erscheinen und man würde
uns nicht als zahlungswilligen Tanzbär an der Nase herumführen.

Gruß k-9
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Beitragvon oegeat » 17.09.2011 19:14

Pharmariese stoppt Arznei-Lieferung an Griechen-Spitäler
Säumige Zahler
17.09.2011, 15:05

Der Pharmariese Roche macht in Griechenland Druck auf säumige Zahler: Der Schweizer Konzern stoppte die Auslieferung seiner Medikamente gegen Krebs und andere Krankheiten an griechische Krankenhäuser, weil diese ihre Rechnungen nicht bezahlt haben. Man ziehe ähnliche Schritte auch in Italien, Spanien und Portugal in Betracht, wie der Konzernchef Severin Schwan gegenüber dem "Wall Street Journal" einräumte.

"Es gibt Krankenhäuser, die ihre Rechnungen seit drei oder vier Jahren nicht bezahlt haben", sagte Schwan der US- Zeitung. "Es kommt ein Punkt, wo das Geschäft nicht mehr tragbar ist." Roche habe aber gleichzeitig die Lieferungen an Apotheken verstärkt, die ihre Rechnungen mit größerer Zuverlässigkeit bezahlen würden, fügte Schwan hinzu.


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Beitragvon k9 » 18.09.2011 09:16

oegeat hat geschrieben:Pharmariese stoppt Arznei-Lieferung an Griechen-Spitäler


So reagieren Private eben ....

Ähnliche Meldungen werden wir zukünftig wohl häufiger in den Medien finden.
Auch das trägt mit dazu bei, einen "Gewöhnungseffekt" zu generieren und ist
damit Bestandteil einer Strategie die breite Bevölkerung mental auf eine
"offizielle" Insolvenz vorzubereiten.

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Beitragvon oegeat » 21.09.2011 23:38

nun ist es officel worum es wiklich geht !!!
das wussten wir schon lange ......



Banken drohen 300 Milliarden Euro Verluste

András Szigetvari, 21. September 2011 22:26

IWF-Chefin Christine Lagarde und ihre Truppe schenken den Europäern bei der Jahrestagung des Währungsfonds kräftig ein. Die Krise hat laut IWF eine neue Phase erreicht: Die fehlende politische Einigkeit in Europa sei derzeit eines der größten Probleme der Weltwirtschaft.

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Europas Banken drohen durch die Schuldenkrise gigantische Verluste. Auch Versicherer sind zunehmend gefährdet

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Beitragvon ist gegangen worden » 22.09.2011 06:41

Ich dachte die Schulden der Griechen belaufen sich auf 184 Milliarden Euro wenn man das BIP berücksichtigt?Also sollte es,selbst bei einer pleite keine 300 Milliarden werden.Abegesehen davon hat Europa bislang noch keinen einzigen Euro für Athen ausgegeben solange die Anleihen Wert haben un die Zinsen bezahlt werden.
Zugegeben,das wird wohl nicht mehr lange der Fall sein, deshalb gehe ich mal von einer Abwertung der Anleihen aus,was die Verschuldung mindern würde.Nicht umsonst sind banken schon dabei,die Anleihen abzuschreiben.Die Cobra hat bspw. schon ca. 30% der Anleihen abgeschrieben.
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Beitragvon Antagon » 22.09.2011 07:50

Harmonicdrive hat geschrieben:Die Cobra hat bspw. schon ca. 30% der Anleihen abgeschrieben.

Wow, beeindruckende Zahl. Und wieviel Prozent ihres sonstigen PIIGS-Mülls?
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Beitragvon oegeat » 22.09.2011 18:46

Griechenlands Schulden und die globale Ölmafia — ein Mega-Skandal

Haben die Globalisten die Griechenland-Krise inszeniert, um am die griechischen Öl- und Gasvorkommen zu kommen? Ist die Gaunerei im IWF, Weltbank und EZB noch viel größer, als wir es uns vorstellen können? Nicht nur Griechenland wird in Folge der inszenierten Währungskrise von der Trioka geplündert, sondern vor allem die Deutschen. Die Griechen sitzen auf Unmengen Öl und Gas!! Sie könnten ihre Schulden sofort abbezahlen und es blieben noch Unsummen über. Das ist jedoch nicht im Sinne der Londoner Mafia. Stattdessen werden die deutschen Steuerzahler zur Kasse gebeten. Die globale Mafia schlägt wieder mehrere Fliegen mit einer Klappe.

Haltet euch gut fest.

Die wirtschaftspolitische Handelsorganisation Scandic Org bestehend aus sieben nordeuropäischen Staaten (Schweden, Norwegen, Dänemark, Island, Estland, Lettland und Litauen) bot Griechenland einen Kredit mit einer Laufzeit von fünf Jahren über 250 Milliarden an. Das geschah zu Beginn der Wirtschaftskrise in Hellas, bevor also die Troika (EU, IWF und EZB) mit der entgültigen Zerstörung griechischen Wirtschaft begonnen hat. Als Gegenleistung forderte Scandic Org für fünf Jahre Exklusivrechte für das Gas- und Ölvorkommen auf griechischem Boden.

Der Deal sah vor, das der Gewinn 80 zu 20 (zugunsten Griechenlands) geteilt würde. Außerdem würden 90% der Arbeiter auf diesen Bohrtümen Griechen und nur griechische Schiffe zum Einsatz kommen.



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Beitragvon oegeat » 22.09.2011 18:56

ich kopier das ganze liber hier her bevor es weg ist
mir fehlen die Worte !!!!!!!!! :shock: :shock:


Das Angebot dieser Organisation hat die griechische Regierung nie beantwortet bzw. die Regierung Karamanlis verwies auf die anstehenden Wahlen und dass eine Unterzeichnungzu diesem Zeitpunkt nicht möglich sei. Scandic Org versuchte es einige Monate später beim amtierenden Ministerpräsident, der wie gesagt, bis vor einer Woche jegliches Gerücht im Keim erstickte. Stattdessen kam einige Zeit später eine Antwort aus der USA und Israel, dass man sich des Themas schon angenommen hätte und jeder weiterer Versuch, griechisches Gas zu bekommen nutzlos sei.

Im Juni 2010 hat ein französiches geophysikalisches Institut in Zusammenarbeit mit der Universität Kreta damit begonnen, Griechenland und das Meer drumherum nach Gasvorkommen zu untersuchen. Ergebnis dieser Untersuchung: 99% haltiges bzw. sauberes Gas welches direkt verarbeit werden kann. Und es gäbe Stellen im Mittelmeer, aus denen das Gas ohne Bohrungen schon seit Millionen Jahren ausströmt und somit verloren geht, während Griechenland aus wirtschaftlichen Gründen am Rande eines Bürgerkriegs steht.

Ministerpräsident Papandreou erlaubte daraufhin keine weitere Forschungen und behauptet bis vor kurzem, das es seinem Wissen nach kein Gas in GR (guckt euch unbedingt dieses Video an) bzw. nur in geringen Mengen gibt. Wie kann es sein, das ein paar km entfernt von Kreta, in Libyen Gas in großen Mengen gefördert wird, wärend es in Griechenland keines gibt? Wie kann es sein das Montenegro, Albanien, Bulgarien, Türkei, Ägypten und Libyen ihr Öl/ Gas abpumpen und Griechenland genau im Epizentrum dieser hier aufgezählten Länder nichts hat? Ganz einfach weil Griechenland von Verräter regiert wird bzw. regiert worden ist.

Es reicht nur ein Blick auf sein Gesicht zu werfen, und man merkt sofort das dieser Mann lügt! Anscheinend überschlagen sich in dieser Woche die Ereignisse zu diesem Thema und: Es soll noch in den nächsten Tagen das Gesetz im Parlament verabschiedet werden welches die Ausschreibung der Bohrlizensen regeln soll. Wie auch immer, was griechische Forscher schon seit Jahrzehnten behaupten und von jeder der Nachkriegsregierungen verneint wurde, hat sich nun bewahrheitet.

Es gab in der Vergangenheit viele Dokumentationen, Interviews und Talkrunden auf griechische Fernsehsender in denen griechische Wissenschaftler von den Bodenschätzen Griechenland redeten. Viele wurden als Verschwörungstheoretiker denunziert einigen wurde sogar gedroht. Diese Wissenschaftler bezeichneten schon seit 1996 (Imia- Krise: Auch die Gründe,warum sich die Türken und Griechen fast in ein Krieg verzettelt hätte, kommen allmählich zum Vorschein) die jeweiligen Premierminister als hochgradige Verräter und Lügner.

Das norwegische Unternehmen TGF- Nor behauptet – und bezieht sich dabei auf Satelitenaufnahmen- jetzt kommt es ganz dick – das es allein in der Nähe Kretas 6 Milliarden Barrels sind. Mit anderen Worten, dreimal mehr als in ganz Alaska und ungefähr die Hälfte von dem, was in Sibirien lagert.

Weitere große Vorkommen soll es im ionischen Meer und in der Ägais geben, laut demselben Unternehmen. Es gibt auch Hinweise, dass Hitler gezielt nach Öl in Griechenland gesucht hat, die Russen diese Dokumente beim Einmarsch in Berlin gestohlen haben und seit den Sateliten im Orbit wissen es auch die Amerikaner, das es in Griechenland ein reiches Vorkommen an Energie gibt. Dieses Wisssen teilen sich heute die großen Banken dieser Welt mit den großen Energiekonzernen, doch der griechischen Bürger, der weltweit für alles verantwortlich gemacht wird, soll anscheinend nichts vom Kuchen abbekommen. Die Beute ist schon aufgeteilt bzw. wurde schon von unserem Bettlerpräsidenten an seine Freunde in Washington/ New York versprochen!

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem griechischen Blog Greekcitizen und wurde mit Informationen aus der Enthüllungssendung des bekannten griechen investigativen Journalisten Kostas Hardavellas ergänzt und von mir kommentiert.

Quellen:

http://greekcitizen.pblogs.gr/2011/06/o ... gia-n.html zitiert aus: Stockholm Daily 26.10.2010 s.7

http://www.youtube.com/watch?v=x8M-rJUL ... re=related (griechische Bodenschätze) mit englischen UT

http://www.tanea.gr/default.asp?pid=41&nid=1231112092

Hier noch einige youtubelinks zu dem griechischen Gas:

http://www.youtube.com/watch?v=2lPSnti6fYI

http://www.youtube.com/watch?v=1rKoxplF ... re=related
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Beitragvon martinsgarten » 22.09.2011 19:17

etwas US-Lastig der Gute

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Beitragvon martinsgarten » 22.09.2011 19:27

Wo ist das Geld der griechischen Reichen?

Draußen auf der Straße protestierten die Arbeitslosen, während drinnen im Saal die Millionäre konferierten. Zwei Tage lang, am 14. und 15. Juni, diskutierten 45 Reiche griechischer Herkunft in einem Luxushotel in Athen neben dem Parlament über das nationale Investitionsklima. Sie waren mehrheitlich aus dem Ausland angereist und warteten auf ein Gespräch mit dem Finanzminister. Aber der kam nicht, sondern wechselte einige Tage später ins Umweltministerium. Der Gipfel trug den Namen Greek Power Summit, aber er stand weniger für die Macht als für die Ohnmacht der Reichen in diesen Zeiten der Wirtschaftskrise.

Wo sind die Griechen, die Geld haben? Wer sind sie, und was tun sie, um zu helfen? Diese Fragen geistern inzwischen sogar durch die Spalten der deutschen Boulevardzeitungen. »Zu dem Gipfel kamen eigentlich nur Auslandsgriechen«, sagt der Veranstalter des Greek Power Summit, Savvas Pavlou. »Die einheimischen Millionäre tauchen jetzt lieber unter. Sie gelten als Sündenböcke.« Pavlou ist ein Auslandsgrieche der zweiten Generation, der in London aufwuchs und jetzt auf Zypern lebt. Seit vier Jahren analysiert er wirtschaftliche Statistiken über griechischstämmige Millionäre in aller Welt und veröffentlicht sie in der Greek Rich List. Zu den Reichen in Großbritannien, den USA und Australien findet er problemlos öffentliche Informationen – aber zu den Millionären in Griechenland und Zypern gibt es kaum Zahlen oder Geschäftsberichte.

In Pavlous Bericht tauchen griechische Reeder, Baulöwen und Ölmagnaten auf, meist handelt es sich um Familien. Die reichste der griechisch-griechischen Familien, die Latsis, wird auf 3,38 Milliarden Euro Vermögen geschätzt – sie lebt in Genf. Die griechischen Reichen bunkern ihre Millionen lieber auf Konten in Zürich und Zypern, Liechtenstein und London. Über 560 Milliarden Euro sollen griechische Privatkunden im Ausland angelegt haben, berichtete das Handelsblatt kürzlich und berief sich auf Schweizer und griechische Finanzkreise. (Zum Vergleich: Das Bruttoinlandsprodukt betrug 230,2 Milliarden Euro im Jahr 2010.) Die genaue Summe liegt wahrscheinlich darunter, aber sicher ist, dass viele reiche Griechen der einheimischen Wirtschaft nicht trauen.

Seit einigen Monaten schickt das Finanzministerium seine Fahnder an den Flughafen von Athen, um die Portemonnaies der ausreisenden Passagiere zu kontrollieren. Laut Handelsblatt haben sie dort schon Barbeträge von bis zu 100.000 Euro gefunden. Die Krise hat die Kapitalflucht verstärkt – aber an sich ist das Phänomen nicht neu. Die griechischen Banken gelten seit Langem als instabil, die Drachme wurde in den achtziger und neunziger Jahren mehrfach abgewertet.

»Geld im Ausland anzulegen war eine Art Tradition«, sagt Georgios Vassilakakis, ein Anwalt in Thessaloniki, »es ist ja auch nicht illegal.« Er berichtet, dass ihn vor anderthalb Jahren ein Vertreter einer kleinen Schweizer Bank um einen Termin gebeten habe. Der Banker zeigte ihm einen Hochglanzprospekt mit Landschaftsbildern aus der italienischen Schweiz und bot ihm einen Deal an: Wenn er, Vassilakakis, einen Mandanten kenne, der Geld ins Ausland transferieren wolle, könne er ja diese Bank vorschlagen und dafür eine gute Provision bekommen. Vassilakakis lehnte ab.


Es gibt noch eine zweite griechische Tradition, die dem Staat viel Geld vorenthält: die Steuerhinterziehung. Egal, ob reicher Reeder oder armer Klempner: Kaum einer deklariert sein Einkommen ordentlich, denn das Risiko, erwischt zu werden, ist gering. Die vielen Selbstständigen schreiben entweder keine Rechnung oder eine zu niedrige. Die wenigen Reichen investieren ihr Geld auf verschlungene Weise. Seit einem Jahr benutzen Steuerfahnder Google Earth, um undeklarierte Swimmingpools zu finden: In einer nördlichen Region waren es laut Neuer Zürcher Zeitung 1700 statt 121.

Hinzu kommt die Undurchsichtigkeit der Betriebe. »Die Reedereien sind schwer zu besteuern, weil sie eine der globalisiertesten Wirtschaftszweige überhaupt sind«, sagt der Ökonom Loukas Tsoukalis, Direktor der Hellenischen Stiftung für europäische und internationale Politik. »Außerdem haben wir viele sehr kleine Betriebe, die auch schwer zu kontrollieren sind.« Er schätzt den Schattensektor auf ein Viertel der Gesamtwirtschaft.

Auch hinter der Steuerhinterziehung steckt letztlich Misstrauen: ein Misstrauen in den Staat. Die meisten Bürger haben das Vertrauen in die Politik schon lange verloren, sie wollen weder finanziell noch sozial ins Gemeinwesen investieren. »Was wir erleben, ist nicht in erster Linie eine wirtschaftliche Krise, sondern eine Krise der Werte«, sagt Tsoukalis. Nicht die Superreichen seien die Hauptschuldigen an der Misere, sondern die Politiker. Und beide müssten nun investieren in die Zukunft Griechenlands.
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Beitragvon k9 » 22.09.2011 21:13

oegeat hat geschrieben:....
Haben die Globalisten die Griechenland-Krise inszeniert, um am die griechischen Öl- und Gasvorkommen zu kommen?
Haltet euch gut fest.
....


WOW - ein echter Eichelburg-Knaller, ganz ohne Eichelburg ! :wink:

Gruß k-9
Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
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Beitragvon ist gegangen worden » 23.09.2011 16:50

Für die Griechenlandkrise sind die griechen selber veratnwortlich.

Apropo Banken.Welche hält wieviele griechische Anleihen:


Hier die 6 größten:

1. BNP Paribas: 5 Mrd. €
2. Marfin Pupular Bank: 3,4 Mrd. €
3. Commerzbank: 3 Mrd. €
4. Société Générale: 2,7 Mrd. €
5. Bank of Cyprus: 2,4 Mrd. €
6. Deutsche Bank/Postbank: 1,5 Mrd.

Quelle European Banking Authority (EBA)
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Beitragvon martinsgarten » 23.09.2011 17:20

Harmonicdrive hat geschrieben:Für die Griechenlandkrise sind die griechen selber veratnwortlich.

Apropo Banken.Welche hält wieviele griechische Anleihen:


Hier die 6 größten:

1. BNP Paribas: 5 Mrd. €
2. Marfin Pupular Bank: 3,4 Mrd. €
3. Commerzbank: 3 Mrd. €
4. Société Générale: 2,7 Mrd. €
5. Bank of Cyprus: 2,4 Mrd. €
6. Deutsche Bank/Postbank: 1,5 Mrd.

Quelle European Banking Authority (EBA)


kann schon sein !
Die "Edelanleihen" liegen bei den Staatsbanken wie u.a Bundesbank oder EZB als Sicherheiten :wink:


Target2 – Rekord im August12. September 2011

Der Irrsinn des aktuell herrschenden TINA-Systems, There Is No Alternative, geht weiter in die Vollen, Monat für Monat steigen die Forderungen Deutschlands gegenüber den schwächeren Mitgliedern der Eurozone, nicht nur über die Bürgschaften und Garantien der Rettungspakete, sondern auch über das Target2 Zahlungssystem (Trans-European Automated Real-time Gross settlement Express Transfer System). Die Forderungen der Deutschen Bundesbank (Forderungen innerhalb des Eurosystems insgesamt) gegenüber den nationalen Notenbanken in der Eurozone und der EZB schossen im August 2011, laut den heute veröffentlichten Daten, auf ein neues Rekordhoch mit 402,739 Mrd. Euro, nach 355,977 Mrd. Euro im Vormonat

Man beachte u.a. die Renditen der Bundesanleihen - das nenne ich doch mal Optimismus - oder WAHNSINN ?

Systemtreue, weil man gefangen ist (Versicherer) ?

Stallorder durch Bankenvorstände und Politik ?

Wie sich diese Nummer einmal auflösen wird ?

Das wird noch "Unterhaltsam"
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Beitragvon ist gegangen worden » 23.09.2011 17:44

Dazu sei gesagt,die griechischen Baken halten ausschließlich eigene Anleihen.Im Falle einer pleite wären also auch die grieischen Banken im Ruin.


Was hälst Du von Simn Betchinger,s Vorschlag:



Die Lösung des EU-Schuldenproblems wäre so einfach. Ich übertreibe nicht, wenn ich die Einfachheit betone:

1. Griechenland erklärt die Umschuldung zu meinetwegen 50% des Nominalwertes. Die EZB nimmt 10 Mrd. € bis 20 Mrd. € in die Hand, um den Banken die Schrottanleihen abzukaufen.
2. Jedes europäische Land wird dazu verpflichtet, in der Verfassung eine Schuldenbremse zu etablieren, damit Politiker mit dem Geldausgeben nicht fröhlich weiter machen können.
3. Sobald die Schuldenbremse in den Landesverfassungen verankert ist, setzt die EZB ein letztes Mal zu einem Anleihenaufkaufprogramm von bis zu 500 Mrd. € an. Das Inflationspotenzial daraus entspricht bei einer einmaligen Aktion maximal 1% für ein oder zwei Jahre.
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Beitragvon martinsgarten » 23.09.2011 18:12

Harmonicdrive hat geschrieben:Dazu sei gesagt,die griechischen Baken halten ausschließlich eigene Anleihen.Im Falle einer pleite wären also auch die grieischen Banken im Ruin.
das sind sie aus meiner Sicht bereits, da die Griechen (die mit Kohle)diese "geräumt" haben und - ab ins Ausland.
Die werden bereits durch die EZB "beatmet"


Was hälst Du von Simn Betchinger,s Vorschlag:

Die Lösung des EU-Schuldenproblems wäre so einfach. Ich übertreibe nicht, wenn ich die Einfachheit betone:

1. Griechenland erklärt die Umschuldung zu meinetwegen 50% des Nominalwertes. Die EZB nimmt 10 Mrd. € bis 20 Mrd. € in die Hand, um den Banken die Schrottanleihen abzukaufen.
das wird wohl so und NOCH SCHLIMMER kommen müssen.
50% heißt immer noch ca. 170 Mrd schulden - das können die Griechen nicht leisten

2. Jedes europäische Land wird dazu verpflichtet, in der Verfassung eine Schuldenbremse zu etablieren, damit Politiker mit dem Geldausgeben nicht fröhlich weiter machen können.
Na und ?
Papier ist geduldig !
was ist mit der Schuldenobergrenze in der EU von 6% des BIP ?
Selbst D hat unter Schröder dagegen verstoßen

3. Sobald die Schuldenbremse in den Landesverfassungen verankert ist, setzt die EZB ein letztes Mal zu einem Anleihenaufkaufprogramm von bis zu 500 Mrd. € an. Das Inflationspotenzial daraus entspricht bei einer einmaligen Aktion maximal 1% für ein oder zwei Jahre.
Schon jetzt wird gekauft ohne Ende !
Was hat es gebracht ?
Dicke fette Banker Boni !




Die Schwachwährungsländer sind nicht wettbewerbsfähig.
Ohne DAUERNDE Transferunion wird das nichts.

Die müssen den Euro verlassen - um bis zu 50% abwerten !
die 2 größten Unternehmen an der gr. Börse sollen lt Mr. DAX bei Jauch am sonntag z.Zt. ein Getränkeabfüller und ein Wettbüro oder ähnliches sein - das sagt doch alles !
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Beitragvon martinsgarten » 23.09.2011 19:39

KURZ und TROCKEN !
Es ist wie es ist !


Es ist nicht nur ein Problem der großen US-Banken, sondern auch der großen Banken in Europa.
Wenn die Banken in Schwierigkeiten geraten, nehmen sie den Höhrer in die Hand und sagen: "Rette mich, rette mich!"
Warum müssen Sie und ich einige Leute an der Wallstreet Bail-Outen, damit diese Ihre Lamborghini behalten können? Sollen die doch ihre Lamborghinis verlieren

Quelle + Original in Englisch - SUPER :lol:
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Beitragvon martinsgarten » 24.09.2011 08:48

Wen man bedenkt, der Betreiber des Forums erstellt das mal so nebenbei.
Und dann auf der anderen Seite unsere kümmerlichen überbezahlten Medien.


Erlöst endlich Griechenland!

Bezeichnend für den Zustand einer griechischen Wirtschaft im vorindustriellen Zeitalter verharrend und damit einer nicht leistungs- und wettbewerbsfähigen Wirtschaft,
den höchsten Börsenwert im Lande hält ein Getränkeabfüller, die Coca Cola Hellenic (Eeek) mit einer Marktkapitalisierung von 4,802 Mrd. Euro,
gefolgt von der gebeutelten National Bank of Greece S.A. (ETE) mit nur noch 2,639 Mrd. Euro
und dem Sportwettenanbieter OPAP mit 2,297 Mrd. Euro.

Fazit des Beitrages:
Endlich gilt es den Status Quo zu akzeptieren, Griechenlands Leistungsfähigkeit gibt Zins und Tilgung der aufgebauten Kreditpyramide nicht her.
Nicht nur der Staat ist pleite, auch das griechische Bankensystem.
Das aktuelle Geschäftsmodell Griechenlands, eines erweiterten Agrarstaates, mit Reedereien, einem Getränkeabfüller, Sportwetten und Tourismus eröffnet innerhalb der gemeinsamen Währung keinerlei Chance auf einen Aufbau industrieller Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit. Griechenland hilft nur noch ein kräftiger Schuldenschnitt, eine rabiate Abwertung einer eigenen Währung und somit die nationale Souveränität, um die im Gewand eines Brüning verkleidete Troika und ihre destruktive Maßnahmen für die Zukunft abzuwenden
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Die Finanzwelt bereitet sich auf Griechenland-Bankrott vor

Beitragvon thallo » 25.09.2011 15:29

Hier die PIGS-Schulden-Verteilung auf die europäischen Ländern nach einer Statistik von der BIZ (Bank für internationalen Zahlungsausgleich), Stand 30.Sept.2010:

Gläubiger der PIGS-Staaten

Griechenland's Schuldenkrise


Griechenland-Bankrott wird in der 2. Oktoberwoche oder im November nach dem G20-Treffen in Cannes erwartet.

Apple verhängt Urlaubsverbot für 2. Oktoberwoche. Zusammenhang mit EUR-Krise höchst spekulativ. Dennoch: wo hat Apple seine riesigen Cash-Bestände deponiert? Wo lagern US-Firmen, die auf riesigen Cash-Beständen sitzen, ihre Dollars?
Mfg thallo
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Beitragvon oegeat » 28.09.2011 17:26

tja ... wenn sie baumeln sollten ... würde die Masse in Europa und Griechenland ihnen keine Träne nachweinen

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Alles wird besser man muss nur warten können !

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Edouard Carmignac in der FT: Trichet ein Versager!

Beitragvon thallo » 05.10.2011 20:02

Carmignac empfiehlt in einer grossen Zeitungsanzeige als Lösung:

EZB Zins runter von 1,5% auf 0%
Aufkauf aller PIGS-Anleihen, um die Bankbilanzen zu sanieren
Schwacher EURO besser als kein EURO

Carmignac's Lösung

Hättest Du geschwiegen, so wärst Du ein Weiser geblieben, kann ich dazu nur sagen
Mfg thallo
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Beitragvon cabriojoe2 » 06.10.2011 19:36

Aber immer wenn neue Kredite vergeben werden oder Anleihen aufgekauft werden, steigt der Goldpreis! Schöööön!
Der weltweite Konkurenzkampf bewirkt Deflation/Arbeitslosigkeit und die Notenbanken halten mit Geldmengenausweitungen dagegen.
Fazit = Rohstoffpreisexplosion bis die Zinsen gut über 10% sind! :roll: 8) :lol: :roll:
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Beitragvon oegeat » 08.10.2011 10:32

die Kriese trifft die falschen !

dazu das Video
Alles wird besser man muss nur warten können !

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Beitragvon martinsgarten » 08.10.2011 10:45

Carmignac empfiehlt in einer grossen Zeitungsanzeige als Lösung:

EZB Zins runter von 1,5% auf 0%
Aufkauf aller PIGS-Anleihen, um die Bankbilanzen zu sanieren
Schwacher EURO besser als kein EURO


Diese Empfehlung wird seit langer Zeit in Europa realisiert.
Nur die 0% Zinsen braucht man noch.
Aber es kommt ja jetzt Dragi - ein Goldman Sachs Mann - der wird das richten :lol:
Würde man das mit der Konsequenz realisieren, damit in einem Zug die Banken zu verstaatlichen, wäre das so auch ok.

Aber man tut es nicht - die Bänkster werden immer fetter und zügelloser und merken nicht, das sie sich die eigenen Laternenpfähle aufstellen.
Sie provozieren es förmlich
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Beitragvon oegeat » 16.10.2011 19:41

Fur zeichnet sich das so ab das die in eine immer besserkomende Lage kommen !

Ein Schuldenschnitt von 50% und dann ....

* Griechen könnten Staats-Immobilien verpfänden
Auf dieser Weise könnte das vom internationalen Kapitalmarkt ausgeschlossene Euroland mehr als 100 Milliarden Euro erlösen..
Damit könnte Griechenland seinen derzeitigen Schuldenstand von 162 Prozent des Bruttoinlandsprodukts um bis zu 60 Prozent reduzieren, rechnet die Stiftung vor.

So wären die Schulden auf Null !! :shock:

zu dem

* Erdöl und Erdgas
Die wirtschaftspolitische Handelsorganisation Scandic Org bestehend aus sieben nordeuropäischen Staaten (Schweden, Norwegen, Dänemark, Island, Estland, Lettland und Litauen) soll Griechenland einen Kredit mit einer Laufzeit von fünf Jahren über 250 Milliarden angeboten haben
Als Gegenleistung habe Scandic Org für fünf Jahre Exklusivrechte für das Gas- und Ölvorkommen auf griechischem Boden gefordert, Gewinne sollten 80 zu 20 geteilt werden - und 90 Prozent der eingesetzten Arbeiter sollten Griechen sein


Tja ... und alles ist gegessen ! :shock: und das land wäre Schuldenfrei hat zu dem lauffende Erträge aus dem Öl geschäft ... und Milch und Honig fließt ... :lol:

quelle 1 und [url=http://www.simablog.eu/2011/06/18/erdöl-und-erdgas-geht-s-ins-griechenland-um-etwas-ganz-anderes/]2[/url]
Alles wird besser man muss nur warten können !

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