GRIECHENLAND + und der Euro - Bankenrettung 2.0

Alles was "Off-Topic" ist oder die Märkte ganz allgemein betrifft. Hier findet Ihr Gelegenheit, euch in Form von Grundsatzdiskussionen, Glückwünschen, Streitereien oder Flirts auszutauschen.

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Beitragvon MHeinzmann » 16.10.2011 20:25

Ich verstehe nicht warum u.a. Schäuble bei Griechenland für nächsten Monat ein Schuldenschnitt um 50% durchsetzen will heute z.B. auf FTD.de. Laut Spiegel Online verhandelt Ackermann schon für den Gesamtverband der Banken.
Und erst in 6 Monaten sollen die Banken rekapitalisert werden, weil dazu zuerst privates Kapital fliessen soll, bevor der Staat einsteigt und zwangskapitalisiert. Bei dieser deutschen Strategie gibt es in diesen 6 Monaten doch schon wieder Ansteckseffekte auf die PIGS und Italien und Spaien landen in der Bredoille und müssen auch umgeschuldet werden. Dann müssen wieder die Banken gerettet werden und statt mit 300 Mrd. Griechenland voll durchzufüttern (ohne Spareffekte) kostet die Bankenrettung BILLIONEN, was wiederum kein Staat leisten kann. Oder die EZB muß für Billionen PIGS-Anleihen kaufen.
Einziger "Erfolg" dieser Stategie wäre dann eine Währungsreform.
Sind die Politiker tatsächlich so dämlich, sowas zu riskieren? Oder mache ich einen Denkfehler?
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Beitragvon oegeat » 19.10.2011 12:39

Griechische Staatsbürger haben angeblich rund 200 Mrd. Euro in der Eidgenossenschaft gebunkert - ein Großteil davon ist Schwarzgeld

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tja die Griechen= Gauner (net alle aber bestimmte !)
Alles wird besser man muss nur warten können !

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Beitragvon MHeinzmann » 22.10.2011 18:27

Ich verstehe die Politiker nicht mehr.

Warum werden bei Griechenland für nächsten Monat ein Schuldenschnitt um 50% durchgesetzt, was praktisch ein Bankrott ist? FTD:"Am Freitagabend beschloss die Eurogruppe, den Banken "mindestens 50 Prozent" Abschreibung vorzuschlagen."

Und erst in 6 Monaten sollen die Banken rekapitalisert werden, weil dazu zuerst privates Kapital fliessen soll, bevor der Staat einsteigt und zwangskapitalisiert. Bei dieser deutschen Strategie gibt es in diesen 6 Monaten doch schon wieder Ansteckseffekte auf die PIGS und Italien und Spanien landen in der Bredoille und müssen auch umgeschuldet werden. Dann müssen wieder die Banken gerettet werden und statt mit 300 Mrd. Griechenland voll durchzufüttern (ohne Spareffekte) kostet die Bankenrettung BILLIONEN, was wiederum kein Staat leisten kann. Oder die EZB muß für Billionen PIGS-Anleihen kaufen. Spiegel

Einziger "Erfolg" dieser Stategie wäre dann eine Währungsreform.
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Einlagen in Schuhen, jedoch nicht in Banken sind sicher

Beitragvon thallo » 24.10.2011 18:10

Wer von seiner Bank einen Kredit will, muss Sicherheiten liefern.
Wer einer Bank sein Geld leiht, tut dies jedoch ohne Besicherung mit Realwerten.

Wie wäre es, wenn wir in Zukunft Sicherheiten für unsere Einlagen verlangen, z.B. Eintragung im Grundbuch der Banken oder Hinterlegung von Gold in einem Treuhand-Tresor?

Sollte man sich als Privater nicht ebenso verhalten wie eine Bank und sein Geld nur mit guter Besicherung verleihen?

Die Euro- und Finanz-Krise zwingt meiner Meinung nach, umzudenken und die klassiche Form der Geldverleihung an Banken ohne Besicherung auf Treu und Glaube zu beenden.
Mfg thallo
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Beitragvon oegeat » 24.10.2011 18:55

ja ... Geldwerte und Sachwerte zwei Begriffe und doch erklären die alles ....

wer bei einer Bank ein Spaarbuch hat um Geld anzulegen für länger wie 12 Monate ... gehört in meinen Augen sowiso entmündigt :roll:
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Beitragvon ist gegangen worden » 01.11.2011 17:45

28. Oktober 2011 um 16:20 Uhr


Der „Schuldenschnitt“ und das Kleingedruckte

Während die Banker Krokodilstränen wegen der beim Eurogipfel beschlossenen „substantiellen Beteiligung“ des Privatsektors vergießen, steigen die Börsenkurse der Institute im zweistelligen Prozentbereich. Offenbar bewerten die Akteure an den Finanzmärkten die Ergebnisse des Gipfels diametral anders als die leider wieder einmal vollkommen unkritischen Medien. Man sollte sich nicht von der PR der Bankenlobby ins Bockshorn jagen lassen. Der Finanzsektor zählt ganz klar zu den Gewinnern des Gipfels. Griechenland und vor allem die anderen angeschlagenen Euroländer zählen hingegen zu den Verlierern. Von Jens Berger

Wenn man in diesen Tagen die Zeitungen aufschlägt, stößt man immer wieder auf die Aussage, die EU-Regierungschefs hätten beim Gipfel einen 50%-Schuldenschnitt für Griechenland beschlossen. Dies ist jedoch gleich in vielfacher Hinsicht falsch. Es wurde vielmehr gar kein Schuldenschnitt – in welcher Höhe auch immer – beschlossen, sondern lediglich angekündigt, dass man die Banken und Versicherungen zu Verhandlungen einlädt, an deren Ende ein Anleihentausch stattfinden soll, bei dem die Institute auf freiwilliger Basis ihre Griechenlandanleihen gegen andere Anleihen eintauschen können. Dabei sollen sie – so die Absichtserklärung – einen Nominalwert von 50% abschreiben. Die Verhandlungen über diesen Anleihentausch beginnen in den nächsten Wochen und das Tauschprogramm soll Anfang 2012 beginnen. Da die Details somit erst noch ausgehandelt werden, gibt es auch noch unzählige Möglichkeiten, wie die Banken diese 50%-Marke ad absurdum führen können, und es ist sehr wahrscheinlich, dass ihnen das auch gelingen wird.

Fallstricke und Sollbruchstellen

Wie geschickt der Bankenverband IIF die Höhe von Abschreibungen uminterpretiert, zeigte er bereits beim freiwilligen Anleihentauschangebot im Juli dieses Jahres. Zunächst einmal ist bei der Berechnung festzuhalten, dass die Abschreibungen auf den Nominalwert und nicht auf den Buch- oder gar den Marktwert vollzogen werden sollen. Als Beispiel kann hier die 2007 ausgegebene 10-jährige Anleihe GR0124029639 herangezogen werden. Diese Anleihe hat einen Nominalwert von 100 Euro, am Markt wird sie jedoch aktuell lediglich mit 31,52 Euro behandelt. Wenn eine Bank diese Anleihe zum Marktwert bilanzieren würde, hätte sie bereits fast 70% des ursprünglichen Wertes abgeschrieben. Ein Tausch, bei dem sie stattdessen ein Papier im Wert von 50 Euro bekommt, ist demnach kein schlechtes, sondern ein verdammt gutes Geschäft.

Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die Banken im Tausch Papiere bekommen, die „nur“ 50 Euro wert sind. Bereits beim letzten Angebot des IIF nannten die Banken EFSF-Papiere mit einer Verzinsung von bis zu 6,42% bei einer Laufzeit von 30 Jahren und einem erstklassigen AAA-Rating als mögliche Tauschobjekte, gegen die sie ihre angeschlagenen Griechenlandanleihen damals mit einem „Abschlag“ zum Barwert von 20% eintauschen wollten. Zum Vergleich: Selbst die oben genannte zehnjährige Griechenlandanleihe hat nur einen Kupon, also eine Verzinsung durch den Kreditnehmer, von 4,3%. Sollten die Banken also analog zum Juli-Angebot ihre Griechenlandanleihen, die am Markt rund 30 Euro wert und mit 4,3% verzinst sind, gegen EFSF-Anleihen mit einem Nennwert von 50 Euro und einer weitaus höheren Verzinsung eintauschen, so wäre dies ein Geschäft, bei dem die Banken keinen Verlust, sondern einen dicken Gewinn erzielen würden.

Da die Verhandlungen erst in den nächsten Wochen beginnen, sollte man sich natürlich mit Spekulationen noch zurückhalten. Die Erfahrung lehrt jedoch, dass IIF-Präsident Josef Ackermann bis jetzt immer ein gutes Ergebnis für seine Banken erzielen konnte und der Steuerzahler am Ende übervorteilt wurde. Leider werden wir von den Medien davon jedoch aller Voraussicht nach nichts erfahren. Schon die Berichterstattung in dieser Woche lässt arg zu wünschen übrig. Dies wird beispielsweise dadurch deutlich, dass fast alle Medien Merkels PR-Aussage von einem 50%-Schuldenschnitt unhinterfragt übernommen haben.

Verlierer Griechenland

Ein Schuldenschnitt gilt immer für alle Kreditgeber und ist gleichbedeutend mit einem Bankrott. Dieser ist jedoch im Falle Griechenlands zweifelsohne nicht gegeben. Die Bankenbeteiligung, die noch ausgehandelt wird, gilt nur für den Privatsektor und ist ausdrücklich freiwillig. Der Anteil der Staatsanleihen, der überhaupt noch im Besitz der Banken und Versicherungen ist, beträgt momentan rund 93 Mrd. Euro und mit jeder „Hilfszahlung“ der Troika sinkt dieser Anteil abermals. Von diesen 93 Mrd. Euro stammen rund 50 Mrd. Euro aus dem griechischen Bankensektor, der ohnehin in Kürze durch die EFSF „übernommen“ werden dürfte und somit für das Tauschprogramm nur als Bilanzverschiebung von der rechten in die linke Tasche gelten kann. Von den verbleibenden 43 Mrd. Euro stammen 28 Mrd. Euro von Banken, an denen die Staaten direkt oder indirekt beteiligt sind. Dass diese Banken einem Tauschprogramm zustimmen werden, dürfte selbstverständlich sein. Erstaunlich ist jedoch, dass in der Abschlusserklärung des Eurogipfels [PDF - 131 KB] von einem EFSF-Zuschuss in Höhe von bis zu 30 Mrd. Euro und weiteren 100 Mrd. Euro für die Realisierung des Anleihentauschprogramms die Rede ist. Diese 130 Mrd. Euro übersteigen den Nennwert der Anleihen im Besitz der Banken und Versicherungen bei weitem. Wahrscheinlich ist den Regierungschefs schon klar, dass es nicht bei den 50% bleiben dürfte.

Bei einem echten Schuldenschnitt von 50% würde sich Griechenlands Staatsverschuldung halbieren. Anstatt der momentanen Gesamtverschuldung von rund 355 Mrd. Euro wäre Griechenland demnach nach dem Schnitt nur noch mit 177,5 Mrd. Euro verschuldet und müsste nur noch halb so viel für die Bedienung der Zinsen und die Kredittilgung zahlen. Selbst wenn man die Hälfte der ausstehenden Anleihen im Besitz der Banken und Versicherungen von der aktuellen Gesamtverschuldung abziehen würde, käme man jedoch immer noch auf eine Schuldenhöhe von 307,5 Mrd. Euro – aus Sicht des griechischen Staatshaushalts beträgt der „Schuldenschnitt“ somit nicht 50%, sondern gerade einmal 13,5%. Die damit verbundene Senkung des Zinsdienstes ist alles andere als substantiell, vor allem dann, wenn man davon ausgeht, dass die frischen Gelder der EFSF wohl höher verzinst sein werden als die Anleihen, die durch sie ausgelöst werden.

Was für die Banken ein Grund zur Freude ist, hilft den Griechen kein Jota weiter. Wie die Eurozone es schaffen will, die griechische Gesamtverschuldung auf 120% des BIP zu drücken, bleibt wohl das ewige Geheimnis der Regierungschefs. Ein solch hoher Schuldenabbau wäre nur möglich, wenn ein echter Schuldenschnitt in substantieller Höhe stattfinden würde. Davon wären jedoch auch die Kredite der Eurostaaten, der EU und die Zentralbanken betroffen, die momentan Griechenlandanleihen im Wert von rund 63 Mrd. Euro halten. Einzig und alleine der IWF dürfte aus einem solchen Schuldenschnitt unbeschadet hervorgehen, da seine Kredite traditionell vorrangig (super-senior) sind und vor den Anleihen aller anderen Investoren, deren Kredite gleichrangig (pari-passu) sind, bedient werden.

Blankoscheck für Spekulanten

Die „Freiwilligkeit“ des Anleihentauschprogramms für den Privatsektor war eine der Grundvoraussetzungen seitens der Regierungschefs. Wäre die Teilnahme am Programm nicht freiwillig, würde dies als sogenannter „Default“, also Staatsbankrott, und somit auch als Kreditereignis für die Kreditausfallversicherungen (CDS) gelten. Ein solcher Default hätte unabsehbare Folgen für das Finanzsystem, da viele europäische Finanzinstitute die Emittenten dieser Versicherungen sind und im Falle eines Defaults die volle Versicherungssumme an die Halter der CDS auszahlen müssten. Für zahlreiche Hedgefonds und Spekulanten ergibt sich durch diese Konstellation jedoch eine erstklassige Spekulationsmöglichkeit. Will die Eurozone verhindern, dass es zu einem unfreiwilligen Tausch der Anleihen kommt, muss sie die Anleihenbesitzer, die sich nicht auf einen freiwilligen Tausch einlassen, zu 100% auszahlen. Geschieht dies nicht, liegt zweifelsohne ein Default und somit ein Kreditereignis vor.

Banken und vor allem Privatinvestoren und Hedgefonds können sich somit überlegen, ob sie sich auf das noch auszuhandelnde freiwillige Tauschprogramm einlassen oder ob sie alles auf eine Karte setzen und damit pokern, dass sie ihre Anleihen zum vollen Nennwert einlösen können. Je mehr Banken sich am freiwilligen Tauschprogramm beteiligen, desto größer ist die Chance für Spekulanten, für Anleihen, die bereits um fast 70% abgewertet wurden, den vollen Nennwert zurückerstattet zu bekommen. Der Leidtragende ist auch in diesem Fall der griechische Staat.

Es bleibt abzuwarten, welche Folgen die Gipfelergebnisse für andere angeschlagene Staaten haben werden. Aus den ersten Reaktionen der Banken geht bereits hervor, dass sie nun ihre Risikoaufschläge erhöhen werden. Für Länder wie Spanien oder Italien ist dies ein fatales Signal. Wenn die Risikoaufschläge so hoch sind, dass diese Länder sich nicht mehr am Finanzmarkt refinanzieren können, müssen auch sie die Gelder der EFSF in Anspruch nehmen. Dadurch wird erst die Krise geschaffen, die man eigentlich entschärfen wollte.
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Beitragvon oegeat » 03.11.2011 01:19

Mittwoch, 02. November 2011


EU friert Milliarden-Hilfen ein
Griechischer Euro-Austritt kein Tabu mehr


Der Druck auf Griechenland wächst. Die Euro-Länder frieren nach einem Krisengespräch nicht nur die zugesagte Hilfstranche ein. Auch ein Austritt des hochverschuldeten Landes aus der Euro-Zone ist plötzlich kein Tabu mehr. Das griechische Volk müsse sich zum Euro positionieren, fordert Kanzlerin Merkel. Als möglicher Termin für das umstrittene Referendum wird Anfang Dezember genannt.

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Beitragvon martinsgarten » 03.12.2011 12:10

so sieht es aus im Testballon, frei nach Goethes Faust Zitaten aus dem Akt "Vor dem Tor".

...Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn – und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
Die Völker aufeinander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und segnet Fried und Friedenszeiten.
Herr Nachbar, ja! so lass ich's auch geschehn:
Sie mögen sich die Köpfe spalten,
Mag alles durcheinander gehn;
Doch nur zu Hause bleib's beim alten
.


Mal wieder eine Momentaufnahme aus Griechenlandverfasst von Gaby, 02.12.2011, 17:25

es ist es mal wieder Zeit für einen Bericht von „vor Ort“.

Was die soziale Lage vor Ort betrifft, so muss ich aufpassen, nicht in Katastrophismus und Gejammere zu verfallen.
Nicht mich persönlich betrifft das, Gott sei Dank.
Ich versuche das mal, in recht dürre Worte zu fassen.
Die Krise hat nunmehr die „unteren Schichten“ voll erfasst.
Die Medien sind mehr und mehr voll von Berichten über Hunger, Obdachlosigkeit, Verzweiflung.

Auch in meinem Umfeld kenne ich nunmehr mehrere Familien, die vor dem absoluten Nichts stehen.
Keine (NULL) Einnahmen, weil es ein soziales Netz in Griechenland nicht gibt.
Sie sitzen in kalten Häusern (in Nordgriechenland derzeit Nachttemperaturen gegen Null, tagsüber maximal 10) und freuen sich, wenn Bekannte vorbei kommen und etwas zu Essen vorbei bringen.
Ein wenig Brot zaubert ein Lächeln auf die Lippen.

Ich kenne Kinder, die keine Winterschuhe haben, keine warme Jacke.
Es ist erschreckend, wie schnell das ging – und (mal ganz ehrlich), es macht auch sprachlos.
Ich gehöre zur privilegierten Generation, ich kannte keine Not.
Alles wenn dann nur aus dem Fernsehen oder Büchern.
Jetzt ist es in der Nachbarschaft, bei Freunden angekommen.
Wie gesagt, kein Gejammere.
Nur eine Nachricht an alle, die so was immer noch nicht für wirklich möglich halten, für surreal da außerhalb des Erfahrungshorizontes: Es geht schnell. Sehr schnell.
Heute war ein relativ windstiller Tag. Die Luft ist durchzogen von Rauchschwaden.
Über Thessaloniki hängt dicker Smog wie sonst im Sommer.
Die Menschen heizen mit Holz. Heizöl ist zu teuer geworden.
Heute wieder gesehen: Ein alter Mann, der einen Bollerwagen mit Reisig hinter sich her zog. Ich wollte, ich wäre die kleine Hexe, die den Reisigweibern ihre Körbe voll gehext hat. (Anmerkung noch mal:
Es kann ja sein, dass sich jetzt Zyniker und SchlauscheiXXer drüber lustig machen und meinen:
„Was hast Du erwartet?“
Ich habe nichts anderes erwartet. Aber ich will einfach zum Ausdruck bringen, dass es was anderes ist, darüber zu rabulieren und in Internetforen zu diskutieren – oder es zu sehen)
An den Straßen verkaufen Menschen das, was sie grad anzubieten haben. Eier, ein paar Kräuter, selbst gestrickte Socken ...
Die „mittleren Schichten“ sind verzweifelt.
Denn sie wissen, dass sie nur noch ein Schrittchen von all dem entfernt sind.

Das Schlimmste ist wirklich die Hoffnungslosigkeit.
Keiner weiß, wie es weiter gehen soll. Und die Troika spricht von weiteren Austeritätsmaßnahmen als Voraussetzung für das nächste „Hilfspaket.“ In Milliardenhöhe.
Fünf Pensionsfonds sind pleite.
Die Politik:
Chaos. Der neue Premier Papademos ist quasi von der Bildfläche verschwunden. Die Medien berichteten von seinem Brief an EU, IWF und EZB – und davon, dass er seine Minister ermahnt habe, ihre Arbeit zu tun. Sonst: Nichts.
Die Regierung ist zerstritten, zur gestrigen Kabinettsitzung sind die Leute von der Nea Demokratia gar nicht erst gekommen. Man will sich die Hände nicht schmutzig machen.
Ansonsten schwelt (von den MSM nicht thematisiert) eine starke nationalistische Unterströmung.
Die Nea Demokratia hat eine parteiinterne Debatte am Laufen, in der sich Ultras mit Gemäßigten die Köpfe einschlagen.
Ich habe neulich schon davon berichtet, dass die Nationalisten in GR eine Renaissance erleben.
Von den Wahlen im Februar spricht im Moment keiner mehr.
Überhaupt gibt es kaum bis keine wirklichen politischen Nachrichten mehr. Alles bibbert nur noch, ob es die sechste Tranche geben wird – nur um zu wissen, dass das ein Pflästerchen für wenige Wochen bis eher Tage sind.

Viele Grüße

Gaby
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(Albert Einstein, 1879–1955)
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Beitragvon martinsgarten » 03.12.2011 12:28

Loukas Papademos

1980 wurde er leitender Volkswirt der Federal Reserve Bank in Boston.

Ab 1988 hatte er verschiedene Posten bei der Bank von Griechenland inne und war gleichzeitig Professor an der Universität Athen.

In seine Amtszeit als Gouverneur der griechischen Notenbank fiel der Übergang von der Griechischen Drachme zum Euro.

Von 1994 bis 1998 war Papadimos Mitglied des Rates des Europäischen Währungsinstituts,
ab 1999 Mitglied des Erweiterten Rates der Europäischen Zentralbank.

Von 2002 bis 2010 war er Vizepräsident der Europäischen Zentralbank.
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Beitragvon ist gegangen worden » 03.12.2011 12:45

Und von 1993-2002 war er Notenbankchef.Nab könnte als meinen,er wusste über die gefälschten Bilanzen Bescheid!Na dann sind sie ja bald wieder in Ordnung!
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Beitragvon oegeat » 27.12.2011 16:29

Was schlagen Sie vor?

Es geht vor allem darum, dass die Griechen selbst Initiative ergreifen und sich selbst helfen. Als Erstes brauchen wir einen Beitrag der Reichen, eine Art Solidarzuschlag. Rund 200 Milliarden Euro auf Schweizer Konten stammen aus Griechenland, meist aus der Oberschicht. Das ist doch zum größten Teil nicht versteuertes Geld. Davon müssten die Griechen mindestens 25 Prozent als Solidarbeitrag für ihr Land zusteuern. Das wären schon einmal 50 Milliarden Euro, mit denen die Leistungsfähigkeit des Landes gestärkt würde. Der zweite Punkt wäre der Aufbau eines soliden Finanz- und Steuersystems. Am besten mit Hilfe von sehr pflichtbewussten und versierten Steuerbeamten, meinetwegen auch aus Baden-Württemberg.

++++++++++++
so spricht ein Fachmann/Wirtschaftreibender ... das was aber passiert ist von Politikern mit dem Wissen eines Kleinkindes über höhere Mathematik

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Beitragvon martinsgarten » 05.01.2012 10:17

Der Euro preist den Euroaustritt schon einmal ein !

Papademos fordert Lohnverzicht - sonst droht der Staatsbankrott05.01.2012, 10:00 Uhr

Griechenlands Ministerpräsident Lucas Papademos hat die Gewerkschaften seines Landes aufgefordert, weitere Lohnkürzungen zu akzeptieren. Andernfalls drohe dem griechischen Staat schon im März der Bankrott, warnte der Politiker bei einem Treffen mit Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern in Athen.

Griechenland muss zur Sicherung der nächsten Kredit-Tranche von EU und Internationalen Währungsfonds (IWF) einen radikalen Sparkurs durchhalten.
"Wenn wir unseren wichtigsten Erfolg - die Teilnahme am Euro und die Verhinderung einer massiven, vertikalen Einkommensentwertung sichern wollen, zu der ein Ausstieg aus dem Euro führen würde, dann müssen wir eine kurzfristige Einkommensminderung hinnehmen", sagte Papademos seinem Redemanuskript zufolge.

Ohne notwendige Anpassungen "an die Realität" sei die Auszahlung der nächsten Kreditrate nicht garantiert, sagte Papademos.
"Mit Beginn des Jahres 2012 treten wir in die höchst entscheidende Phase für den Kurs der griechischen Wirtschaft ein", sagte der Ministerpräsident.

Gewerkschaften lehnen Forderungen ab
Von den Gewerkschaften erntete Papademos allerdings Ablehnung.
Der Chef der Gewerkschaft GSEE, Yannis Panagopoulos, bestand nach dem Treffen darauf, dass der nationale kollektive Tarifvertrag - einschließlich des darin vereinbarten Mindestlohns und der 13. und 14. Monatsgehälter - nicht zur Disposition stehe.

Arbeiter und Rentner seien durch die Krise unverhältnismäßig hoch belastet worden und hätten nun keinen Spielraum für weitere Kürzungen oder Rücknahmen von Arbeitnehmerrechten, teilte die Gewerkschaft mit.
Den öffentlichen Angestellten wurden die beiden Extra-Gehälter im Rahmen der Sparmaßnahmen bereits gestrichen.

Der Chef des Arbeitgeberverbands Hellenic Federation of Enterprises, Dimitris Daskalopoulos, sagte, sein Verband werde alles in seiner Macht Stehende tun, damit die Mindestlöhne nicht gesenkt würden.

Griechen schließen Euro-Austritt nicht mehr aus
Vor dem nächsten Besuch der internationalen Finanzinspektoren Mitte Januar hatte der griechische Regierungssprecher Pantelis Kapsis auch ein Ausscheiden aus der Eurozone nicht mehr ausgeschlossen.

Athen musste bereits im Mai 2011 mit internationaler Hilfe in Höhe von 110 Milliarden Euro gerettet werden.
Eine zweite Zahlung von 130 Milliarden Euro wurde im Oktober bewilligt.
Die Umsetzung ist aber an Bedingungen geknüpft


Noch einmal 130 Mrd - das bedeutet Perlen vor die Säue werfen !
Mit dem Euro hat dieses Land absolut keine Wettbewerbsfähigkeit.
Es sei den, die Löhne fallen 50% unter das Niveau von D.
Und in D haben viele Beschäftigte 6,50€ die Stunde und weniger
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Beitragvon ist gegangen worden » 29.01.2012 14:55

Wenn die Griechen halt von Ihrer Mentalität korrupt sind und gerne anderen auf der Tasche liegen (EU) finde ich es mittlerweile unausweichlich,das man sie ziehen lässt!Mittlerweile denke ich,man sollte dieses Land nicht mit aller Gewalt in der EU behalten sondern sie ausschließen.Es wäre für die kompl. EU die bessere Alternative.
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Beitragvon kaalexs » 29.01.2012 18:13

Griechenland in der finalen Phase
von Querschuss am 29. Januar 2012
Bereits vor zwei Jahren wurde hier im Blog die desaströse Entwicklung Griechenlands vorgezeichnet und aufgezeigt, dass die fundamentalen strukturellen Probleme der griechischen Wirtschaft unter dem Korsett des Euro nicht zu lösen sind. Langsam aber sicher wird die finale Runde des Desasters eingeläutet, nachdem die Troika mit ihren Sparmaßnahmen die griechische Wirtschaft in die Depression katapultiert hat, die Schäden unverantwortlich maximiert wurden und die Schuldenkrise sich in Folge trotz Rettungspaket und Aufblähen der Bilanz der griechischen Zentralbank nicht entschärft

der ganze artikel...hier sieht man deutlich wie die EU dieses land total kopflos zerstört.
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Beitragvon oegeat » 29.01.2012 18:40

Harmonicdrive hat geschrieben:...von Ihrer Mentalität korrupt sind und gerne anderen auf der Tasche liegen (EU) ......


genau man holt sich das Pfand einfach Inseln auf denen man Solarstrom Windstrom anlagen aufstellt zu dem die Bohrrechet und abbaurechte im meer für Gas und Öl holt ..... und wenn alles zurück bezahlt ist kan man ja wieder reden ! näheres hir ..scheinbar ist genug da ! Also wann maschieren wir ein ? :roll:
überrings die Grischischen Inseln sind von Lybien nur ein Katzensprung weg und Lybien hat Öl und vor allem Gas in mengen ........ tja nun ist Gadaffy weg schon sehr eigenartig alles ...gell :?:
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Beitragvon ist gegangen worden » 30.01.2012 17:33

kaalexs hat geschrieben:Griechenland in der finalen Phase
von Querschuss am 29. Januar 2012
Bereits vor zwei Jahren wurde hier im Blog die desaströse Entwicklung Griechenlands vorgezeichnet und aufgezeigt, dass die fundamentalen strukturellen Probleme der griechischen Wirtschaft unter dem Korsett des Euro nicht zu lösen sind. Langsam aber sicher wird die finale Runde des Desasters eingeläutet, nachdem die Troika mit ihren Sparmaßnahmen die griechische Wirtschaft in die Depression katapultiert hat, die Schäden unverantwortlich maximiert wurden und die Schuldenkrise sich in Folge trotz Rettungspaket und Aufblähen der Bilanz der griechischen Zentralbank nicht entschärft

der ganze artikel...hier sieht man deutlich wie die EU dieses land total kopflos zerstört.



Für die wirtschaftl. Situation sind die Griechen schon selber verantwortlich.Man hat aus dem vollen geschöpft solange bis es eben nicht mehr ging!Dafür waren die EU Gelder gut.Außerdem hat niemand anders als die griechen selber falsche Haushaltsbilanzen vorgelegt also sollte man nun nicht hingehen,und den Schuldigen woanders suchen.
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Beitragvon martinsgarten » 10.02.2012 20:06

Das wär noch mal was :lol: :lol:

Griechenland: Polizeigewerkschaft droht mit Festnahme der "Troika"

ATHEN (dpa-AFX) - Die Finanzkrise nimmt in Griechenland immer kuriosere Züge an: Der Vorstand der Gewerkschaft der Polizisten des Landes (POESY) droht mit der Festnahme der Kontrolleure der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB).
Nach Ansicht der Gewerkschaft versucht die "Troika", mit den harten Sparmaßnahmen die demokratische Ordnung umzuwerfen.
Zudem versuche sie, die "nationale Souveränität" zu verletzen und vom griechischen Volk wichtige Güter zu rauben.

"Wir warnen Sie, dass wir die sofortige Ausgabe von Haftbefehlen fordern werden", hieß es am Freitag unter anderem in einer schriftlichen Erklärung, die an die Troika-Vertreter geschickt wurde.
Zudem wurde am Freitag ein Flugblatt verteilt, auf dem "Wanted" (gesucht) stand und das für die Festnahme der "Troikaner" einen Euro als Belohnung in Aussicht stellte./tt/DP/hb
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Beitragvon martinsgarten » 17.02.2012 20:35

heute schon gelacht ? :lol:
oder - Münchhausen neu verfilmt ?
Soll ja bald einen neuen Film geben


Finnen-Pfand: Griechen-Banken springen für Staat ein15.02.2012 (DiePresse.com)

Mit dieser Vorgangsweise wird eine "bevorzugte Behandlung" für Finnland vermieden.
880 Mio. Euro stellen die Bank in Bargeld und Vermögen bereit.

Die vier größten griechischen Banken erfüllen mit der Bereitstellung von Sicherheiten die Bedingung für eine Teilnahme Finnlands an einem neuen Rettungspaket.
Wie ranghohe Banker der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch mitteilte, stellen die National Bank, Alpha, Eurobank und das Institut Piraeus insgesamt 880 Millionen Euro in Form von Barmitteln und anderen hochwertigen Vermögenswerten bereit. Ein finnischer Regierungsmitarbeiter bestätigte die Einigung, während sich die Banken selbst hierzu nicht offiziell äußern wollten.

Nach Angaben der Banker stellen die Geldhäuser das Pfand bereit, damit der griechische Staat dies nicht tun muss.
Ansonsten käme die Frage auf, warum Griechenland einigen Geldgebern eine bevorzugte Behandlung einräumt, hieß es.
Finnland hatte Garantien zur Bedingung für seine Teilnahme an einem zweiten Rettungspaket für das hoch verschuldete Griechenland gemacht.

(APA/Ag.)
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Beitragvon martinsgarten » 20.02.2012 21:34

Frage der Woche: Wann geht der Nächste den griechischen Weg?Februar 20, 2012 by Bankhaus Rott -von Bankhaus Rott

Nichts ist in der Politik ein klareres Eingeständnis als ein offizielles Dementi.
Die Aussage von Frau Merkel, sie werde sich nicht daran beteiligen, Griechenland aus dem Euro zu drängen, fällt wohl auch in diese Kategorie
.
Damit ist das Schicksal Griechenlands bei der nächsten Anleihefälligkeit im März wohl besiegelt. Wie lange dauert es nun, bis Portugal oder ein anderes Land durch die Tür geht?
Die Vorbereitungen der Griechenlandpleite sind spätestens seit den dubiosen und rechtlich sicher sehr aufschlussreichen Swap-Deals der Europäischen Zentralbank so gut wie abgeschlossen.
Zur Erinnerung, die griechischen Anleihen der EZB wurden technisch betrachtet gegen gleichartige Papiere getauscht.
Lediglich die CAC (collective action clauses) sind in den Papieren, die die Zentralbank erhält nicht enthalten.
In denen andere Investoren hingegen finden sich die Klauseln.
Damit kann Griechenland nun einen Schuldenschnitt mit den Stellvertretern der privaten Gläubiger aushandeln. Dieser ist dann für alle Papiere bindend, die die CAC enthalten.

Die Frage vieler privater Hasardeure, ob sie denn nun im Falle eines Schnittes dabei sind oder nicht, ist damit geklärt.
Falls Sie also zu den Haltern derartiger Papier gehören, fahren sie schon mal den Wertpapierkredit herunter und rechnen sie nicht damit, die vollen 100% zurückzubekommen. Aber das tun Sie ja gewiss ohnehin nicht mehr.

Es ist fraglich, ob ein solches Gebaren rechtlich überhaupt haltbar ist. Schließlich hat man aus ehemals gleichrangigen Verbindlichkeiten Schulden von nun unterschiedlicher Seniorität gezaubert. Das pari-passu Prinzip haben die Großstrategen auf diesem Wege mal eben über Bord geworfen, aber wer wollte schon den gefühlten Nachfahren des französischen Sonnenkönigs oder andere Autokraten widersprechen. Wer sich nicht wählen lassen muss, dem geht die Beugung des Rechts leicht von der Hand. Le droit – c‘ est moi!

Auch weitere Steine der technischen Seite der Pleite wurden aus dem Weg geräumt. So hat die EZB in den vergangenen Jahren den europäischen Banken zu bis heute nicht offen gelegten – also vermutlich deutlich zu hohen Kursen – rund €50 Mrd. an griechischen Bonds abgekauft.
Das Volumen der ausstehenden CDS Kontrakte hingegen ist mittlerweile auf rund $2,8 Mrd. zusammengeschrumpft.
Auch das Gesamtvolumen der Kontrakte beträgt nur noch ein Sechstel der Nominale der ausstehenden Anleihen. Das ist weder ein Wunder noch keine Zauberei. Es bestand kein Grund seine Positionen offen zu lassen, denn viel Potential war bei Anleihekursen zwischen 18 und 40 Euro nicht mehr drin.

Zu alldem gesellte sich eine bemerkenswerte Änderung der Rhetorik. Genau die gleichen Politiker, die alle oben stehenden fragwürdigen Maßnahmen in der Vergangenheit maßgeblich forciert haben, faseln nun vom „mangelnden Willen der Griechen“.
Wenn es für die Griechen nicht so bitter wäre, könnte man darüber lachen. Die beste Lösung für Griechenland wäre eine direkte Staatspleite vor einigen Jahren gewesen.

Die letzten Aktionen der „Retter“ haben nun offensichtlich das Ziel, eine Erholung nach der Pleite zu erschweren.
Der Betrachter hat es mit einer geradezu Orwell‘schen Auslegung der ständig gebrauchten Vokabel „Solidarität“ und des so gern mit viel öligem Pathos zitierten „europäischen Gedankens“. Einfacher und sinnvoller hingegen wäre jedoch das überfällige Eingeständnis, mit dem Euro einen strukturell nicht funktionsfähigen Mechanismus geschaffen zu haben. Das Schaffen eines quasi-sozialistischen Überbaus ohne demokratische Legitimation wird diese Probleme nicht lösen – im Gegenteil. Längeres Warten mag den Eintrittszeitpunkt der finalen Kosten herauszögern, die Kosten selbst aber werden immer schneller immer größer.

Was geschieht nun nach der Insolvenz Griechenlands und dem Austritt aus der Eurozone mit den anderen finanziell akut angeschlagenen Ländern wie etwa Portugal und Irland?
Wie lange dauert es, bis mindestens ein weiteres Land den Euro verlässt, wenn Griechenland diesen Schritt vollzogen hat?

Wir freuen uns wie immer auf eine lebhafte Diskussion im Kommentarbereich!

Wann geht der nächste den griechischen Weg?

Griechenland bleibt in den kommenden 5 Jahren in der Eurozone. (9%, 38 User)
Im Jahr 2016 folgt das nächste Land. (0%, 0 User)
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Im Jahr 2014 folgt das nächste Land. (5%, 23 User)Im Jahr 2013 folgt das nächste Land. (27%, 117 User)
Bis zum Ende des Jahres 2012 folgt ein weiteres Land. (58%, 252 User)
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Beitragvon k9 » 23.02.2012 11:01

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Beitragvon martinsgarten » 23.02.2012 11:41

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Beitragvon k9 » 23.02.2012 13:13

Wie auch immer - für Privatanleger ein gewagtes Investment oder
besser: Gezocke ? - eine gute Gelegenheit Geld zu machen (oder
zu verlieren), wenn man sich über das Risiko im klaren ist, zumindest
sollte man das.

Gruß k-9
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Beitragvon oegeat » 13.03.2012 19:51

Fitch erhöht Bonitätsnote Griechenlands um vier Noten

Damit hat Fitch wie bereits angekündigt auf den gelungenen Schuldenschnitt reagiert. Der Anleihetausch und der Forderungsverzicht der privaten Gläubiger hätten laut Fitch die Schuldentragfähigkeit verbessert, weiterhin hätte sich die Gefahr abermaliger Zahlungsprobleme grundsätzlich verringert.


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Beitragvon tibesti » 18.03.2012 23:23

Die griechische Lektion – entrechtet und enteignet

"Welt"-Autor Frank Stocker hat 2010 Griechenland-Anleihen gekauft. So wollte er helfen, den Euro zu retten. Gedankt wurde es mit Rechtsbrüchen. Eine Abrechnung.

Ob sie mit ihren Fingern das allbekannte magische Dreieck formte, weiß ich nicht mehr. Anzunehmen ist es aber. Denn das ist das Markenzeichen der Kanzlerin. Doch Angela Merkels Worte klingen mir noch genau im Ohr: Sie lasse es nicht zu, dass der Euro destabilisiert werde. Die Maßnahmen seien ein Zeichen der Solidarität. Diese Solidarität und die Stabilität des Euro seien zwei Seiten einer Medaille. Dabei blickte sie ernst und entschlossen.


Nach dem Schuldenschnitt für Athen sitzen Privatanleger auf einem Trümmerhaufen, wie "Welt-Online"-Autor Frank Stocker
Es war Ende März 2010. In den Wochen zuvor hatte Griechenland die Schlagzeilen erobert. Die Budgets der vergangenen Jahre waren gefälscht, wie sich herausgestellt hatte. Die Verschuldung lag weit höher als angenommen. Das Land bekam nur noch unter Mühen Geld an den Kreditmärkten, und Europa hatte ein Problem. Auf dem EU-Gipfel in Brüssel am 26. März war nun ein Notfallplan beschlossen worden, der Griechenland Kredite der Euro-Partner sowie vonseiten des Internationalen Währungsfonds zusicherte, sollte es diese benötigen. Solidarität für Stabilität eben.
Für mich war dies ein Zeichen. Denn lange hatte es so ausgesehen, dass Frau Merkel nicht nur die Probleme leugnete, sondern auch jegliche Hilfe für die verschuldeten Hellenen ablehnte. Das entsprach meiner Einschätzung der ostdeutschen Pfarrerstochter - die Europäische Union, so schien mir, war für sie vor allem ein institutionelles Gebilde. Emotionen verband sie damit nicht.

"Europa ist mir ein Herzensanliegen"

Ganz anders bei mir. Ich war aufgewachsen im deutschen Südwesten, unweit der französischen Grenze, geprägt von europabegeisterten Lehrern und einem Zeitgeist, der in den 70er- und 80er-Jahren die EU als Endziel deutscher Geschichte sah. Als die Einführung des Euro beschlossen worden war, war ich glücklich, über alle medialen Panikattacken ("Man nimmt uns unsere Mark!") hinweg. Europa ist mir ein Herzensanliegen.
Und nun diese Wende von Merkel. Sie weckte in mir die Hoffnung, dass die europäische Integration doch eine Zukunft hat, dass der Euro eben nicht beim ersten Problem geopfert wird. In mir reifte der Entschluss, meinen Beitrag zu leisten, so weit es mir möglich war. Ich beschloss, griechische Staatsanleihen zu kaufen.
Am 12. April 2010 erstand ich für fast 3000 Euro Papiere mit der Wertpapierkennnummer A0T6US. Dass dieser Akt der europäischen Solidarität ausgerechnet über Anleihen führte, die auf US endeten, ließ mich ein wenig schmunzeln, es war aber nicht der Grund, warum die Wahl auf diese Papiere fiel. Entscheidend war vielmehr die Laufzeit.
Bis 20. März 2012 sollte diese gehen. Mein Geld für zwei Jahre festzulegen schien mir angemessen. Der Einstandskurs lag bei 98,61 Prozent. Wenn die Anleihen dann im März 2012 zu 100 Prozent zurückgezahlt würden, hätte ich zusammen mit den jährlichen Zinsen in Höhe von 4,3 Prozent eine Rendite von rund fünf Prozent pro Jahr erzielt. Und das risikolos, denn Frau Merkel hatte ja wenige Tage zuvor jene Solidaritätserklärung abgegeben.
Der Kurs ging rausch bergab

Kaum lagen die Anleihen im Depot, ging es mit deren Kurs aber bergab. Denn gerade mal zehn Tage nach meinem Anleihenkauf musste Griechenland tatsächlich Hilfen beantragen. Meine Anleihen notierten inzwischen bei rund 80 Prozent. Am 2. Mai billigte die EU das erste Hilfspaket - und prompt ging es wieder bergauf mit meinen Papieren. Der Kurs pendelte sich zwischen 90 und 95 Prozent ein. Mir war das aber ohnehin egal, schließlich wollte ich die Anleihen bis zum Ende der Laufzeit halten, da war es gleichgültig, wie deren Kurs zwischendurch stand. Entscheidend war, dass am Ende 100 Prozent zurückbezahlt werden. Außerdem ging es um eine gute Sache.
Zu dieser Überzeugung waren inzwischen auch andere gelangt. Am 3. Mai titelte das "Handelsblatt": "Wir kaufen griechische Staatsanleihen". Chefredakteur Gabor Steingart erklärte, er habe 5000 Euro investiert, andere Prominente machten ebenfalls mit. Der Ökonom Bert Rürup, RWE-Chef Jürgen Großmann und selbst Ex-Finanzminister Hans Eichel - sie alle folgten, ohne es zu wissen, meinem Beispiel. Sie alle wollten Solidarität üben und so nicht nur Griechenland retten, sondern vor allem den Euro und das Projekt der europäischen Integration.
In den folgenden Monaten schleppte sich die Politik von Sondergipfel zu Sondergipfel. Die Brandherde verschoben sich, Irland und Portugal gerieten immer stärker in den Fokus. Im Juni 2010 wurde die EFSF als Rettungsschirm installiert, im November musste Irland darunterschlüpfen, danach Portugal. Griechenland wurde zu immer härteren Sparmaßnahmen gezwungen, doch die Lage verschlechterte sich dennoch immer weiter. Immer mehr Stimmen forderten ein Ende der Hilfen, erklärten Griechenland per se für reformunfähig.
Ein Besuch in Athen

Ich war hin- und hergerissen zwischen den Argumenten. Daher beschloss ich im Frühjahr 2011, nach Griechenland zu fliegen und mir dort vor Ort selbst ein Bild zu machen. Ich tat dies, indem ich dort einen zehntägigen Urlaub verbrachte. Denn auch das wurde stets vorgetragen: Am besten kann man den Griechen helfen, indem man in ihrem Land Urlaub macht. Das bringe Geld ins Land. Und man habe etwas davon.
Doch diese Reise wurde letztlich zu einem Erweckungserlebnis. Denn je länger ich in Athen verweilte, desto entsetzter war ich. Da war einerseits das Preisniveau, das diesen Urlaub zu einem meiner teuersten überhaupt machte. Ein Cappuccino war kaum unter vier Euro zu bekommen, ein mittelmäßiges Abendessen fast doppelt so teuer wie in Frankfurt - und das in einem Land, das fast pleite war. Mir wurde klar: Wenn Griechenland international wieder wettbewerbsfähig werden wollte, dann musste es Preise und Löhne um mindestens 50 Prozent absenken. Doch wie sollte das gelingen?
Ein zweites Beispiel: In der ganzen Stadt standen Häuser, deren oberstes Stockwerk nicht vollendet war. Warum? Man erklärte mir, dass erst Steuern zu zahlen seien, wenn ein Haus fertiggestellt ist. Folglich hörten alle rechtzeitig auf mit den Baumaßnahmen. Auch dies ist kein Zufall, sondern Symptom: Das Land hat keine funktionierende Verwaltung, ist von den Staatsstrukturen allenfalls auf dem Niveau eines Schwellenlandes. Als überzeugtem Europäer fiel es mir schwer, aber am Ende der zehn Tage in Griechenland musste ich mir eingestehen: Das Land gehört nicht in die Euro-Zone, und es wird innerhalb der Euro-Zone nie und nimmer wieder auf die Beine kommen.
Zeit für Konsequenzen

Nun wäre eigentlich die Zeit gewesen, die Konsequenzen zu ziehen und meine griechischen Anleihen zu verkaufen. Doch deren Kurs war inzwischen wieder auf etwa 85 Prozent abgerutscht. Würde ich nun verkaufen, hätte ich Verluste zu verkraften. Würde ich sie dagegen bis zum Ende halten - also noch etwa ein Jahr -, dann würde ich mein Geld zurückerhalten. Zumindest hatte ich Frau Merkel seinerzeit so verstanden.
Meine Zuversicht blieb auch über den Sommer bestehen, als die Idee eines freiwilligen Schuldenschnitts aufkam. Denn Freiwilligkeit bedeutet, dass man sich auch dagegen entscheiden kann. Dann brachen die Börsen weltweit ein, die Schuldenkrise griff auf Italien über, sogar Frankreich geriet unter Druck.
Meine Anleihen notierten nur noch knapp über 50 Prozent. Es folgten wieder dramatische Rettungsgipfel, neue Hilfspakete, ein angekündigtes und wieder abgesagtes Referendum und schließlich der Rücktritt des Premierministers. Parallel dazu waren die Forderungen zum Schuldenschnitt immer weiter gestiegen: 20 Prozent, 40 Prozent, 90 Prozent. Doch stets war dabei das Wort "freiwillig" zentral.
Recht wird nachträglich geändert

Da tauchte im Dezember 2011 das Kürzel CAC auf. Es steht für Collective Action Clause und bedeutet, dass durch einen Mehrheitsbeschluss der Gläubiger die Anleihebedingungen nachträglich geändert werden können. Und zwar auch für jene, die nicht zustimmen. Das war nun eine ganz neue Dimension. Das stellte 2000 Jahre Rechtsgeschichte auf den Kopf. Schon die Römer hatten ein ehernes Gesetz: Pacta sunt servanda, Verträge sind einzuhalten.
Grandiose Rechtswerke sind in den folgenden Jahrtausenden gefolgt, von der Magna Charta über den Code Napoléon bis zum Bürgerlichen Gesetzbuch. Immer galt dabei dieses Prinzip: Man kann nicht nachträglich Verträge einseitig abändern. Ex-Bundespräsident Wulff bekommt seinen Ehrensold genau deshalb, Manager von Pleite-Banken bekommen ihre Boni, weil sie so vereinbart waren.
Aber für mich und einige Tausend andere Kleinanleger wurde nun eine Ausnahme gemacht. Doch damit nicht genug. Die Gläubiger wurden auch noch in bessere und schlechtere aufgeteilt. Die Anleihen, die die Europäische Zentralbank hielt, wurden in andere mit neuen Wertpapierkennnummern umgetauscht. So wurde sie vom Schuldenschnitt ausgenommen. Über Nacht wurde ich damit zu einem Gläubiger zweiter Klasse erklärt - auch das ist ein einmaliger Vorgang, der, wenn er Schule machte, jede Wirtschaftsordnung sprengen würde.
Schuldenschnitt wird akzeptiert

Doch Recht und Gesetz interessierte längst nicht mehr. Anfang März akzeptierten 86 Prozent der Schuldner das Umtauschangebot - ich war nicht darunter. Dennoch wurden nun in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag meine alten griechischen Anleihen umgetauscht, fünf Tage vor deren Fälligkeitsdatum. Dabei musste ich nicht nur auf 53,5 Prozent des ursprünglichen Wertes verzichten. Ich bekam zudem für die eine Anleihe nun 20 verschiedene neue unterschiedlicher Laufzeit. Die längste läuft bis 2042 - da wäre ich 73. All diese Anleihen wiederum notieren derzeit bei gerade mal 20 Prozent ihres Nominalwertes, denn natürlich glaubt immer noch niemand, dass Griechenland selbst dieses Geld irgendwann zurückzahlen wird.


Ich habe daher getan, was jeder Anleger tun sollte, wenn mal etwas schiefgelaufen ist: das Kapitel beenden. Ich habe die Anleihen verkauft. Allein das dauerte fast eine halbe Stunde, schließlich waren es 24 Verkaufsaufträge. Schon die Transaktionskosten schlugen mit fast 200 Euro zu Buche. Am Ende verblieben mir rund 400 Euro. Macht inklusive der Zinsen von 95 Euro, die ich 2011 erhalten hatte, einen Gesamtverlust von fast 85 Prozent.
Darauf bleibe ich sitzen, während die Banken derzeit von der EZB neues Geld praktisch zum Nulltarif erhalten. Und die Hedgefonds bekommen ihre Verluste von den Kreditausfallversicherungen ersetzt. Die einzigen wirklichen Verlierer bei dem Spiel sind die Privatanleger. Sie wurden enteignet.
Ich habe meine Lektion gelernt

Es war eine Lektion, eine teure, aber ich habe sie gelernt. Ich weiß nun, warum über Jahrhunderte galt: Leihe nie einem Fürsten Geld! Denn wer einem Privatmann oder einer Firma etwas borgt, der kann Gericht und Polizei bemühen, um sein Geld einzutreiben. Ein Staat, der nicht zahlt, kann dagegen nicht belangt werden. Er kann Gesetze und Prinzipien mit Füßen treten - es gibt kein Mittel dagegen. Man wird entrechtet.
Und ich habe erfahren, dass "Handelsblatt"-Chef Steingart seine Anleihen längst wieder verkauft hat. Finanzminister Eichel hatte sogar, entgegen seiner Ankündigung, nie welche erstanden. Er habe 1000 Euro investieren wollen, rechtfertigte er sich, die Mindeststückelung habe jedoch 5000 Euro betragen. Das war natürlich glatt gelogen, schließlich hatte ich Anleihen in 1000er-Stückelung. Aber vielleicht kannte Eichel einfach Merkel besser. Vielleicht wusste er, dass man sich auf Worte von Politikern besser nicht verlassen sollte.
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Beitragvon oegeat » 19.03.2012 00:59

nach dem ich bis hier her gelesen habe ....


Am 12. April 2010 erstand ich für fast 3000 Euro Papiere mit der Wertpapierkennnummer A0T6US. ...
Bis 20. März 2012 sollte diese gehen. Mein Geld für zwei Jahre festzulegen schien mir angemessen. Der Einstandskurs lag bei 98,61 Prozent. Wenn die Anleihen dann im März 2012 zu 100 Prozent zurückgezahlt würden, hätte ich zusammen mit den jährlichen Zinsen in Höhe von 4,3 Prozent eine Rendite von rund fünf Prozent pro Jahr erzielt. Und das risikolos, denn Frau Merkel hatte ja wenige Tage zuvor jene Solidaritätserklärung abgegeben.


hörte ich auf zu lesen und musste lachen

* erstens der hat sicher keine "Papiere" gekaufft .. ne der Clown nicht
* zweitens ist das die richtige wenn auch nur hypotetische Lektion für alle Sparbuchsparer LV und sonnstigen Geldwertscheißanleger

hier wer nen Schwert kauffte wie ZB den Dax wäre nun ......... rund 20% im plus ... ahahhahha
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Beitragvon tibesti » 09.05.2012 12:32

Unregierbares Griechenland
Willkommen in Weimar


Eine Kolumne von Wolfgang Münchau

Das Chaos bei der Regierungssuche in Athen zeigt: Griechenland steht heute dort, wo sich die Weimarer Republik 1930 befand. Die Sparpolitik und die Bindung an den Euro verhindern eine wirtschaftliche Erholung. Auf Dauer gefährden sie die Demokratie. Die Deutschen haben aus dem Zusammenbruch ihrer Demokratie im Jahre 1933 alle nur denkbaren Konsequenzen gezogen - nur die eine nicht: Die am meisten unterschlagene Ursache der deutschen Katastrophe war das fatale Festhalten am Goldstandard. Die feste Bindung der Reichsmark und anderer Währungen an den Wert des Goldes verhinderte, dass die Notenbanken mit einer flexiblen Geldpolitik auf den Börsencrash von 1929 reagieren konnten. Was in den USA begann, wuchs sich zu einer Weltrezession aus. Griechenland steckt heute in einer ähnlichen Klemme. Der Euro wirkt sich auf das Land ähnlich aus wie der Goldstandard auf Deutschland in den dreißiger Jahren. Der Euro verhindert, dass Griechenland durch eine Abwertung seiner Währung wieder wettbewerbsfähig werden kann. Die Sparpolitik führte damals wie heute zu einer wirtschaftlichen Depression. Vor allem sind die politischen Parallelen frappierend. Die demokratischen Volksparteien in Griechenland haben bei der Wahl am Wochenende keine Parlamentsmehrheit mehr bekommen - trotz der Tatsache, dass die größte Partei nochmal quasi als Geschenk ein Sechstel aller Sitze dazu erhält. Dafür sitzen jetzt Neonazis im Parlament. Die Wahlen in Griechenland sind für uns in Deutschland weitaus wichtiger als der Machtwechsel in Paris. Sie zeigen uns nämlich, dass die Krisenpolitik von Angela Merkel und ihren europäischen Verbündeten an den politischen Realitäten zu scheitern droht. Entscheidend für dieses Scheitern sind nicht die Haushaltskürzungen an sich, sondern das endlose Sparen in einem System fester Wechselkurse. Damals im Goldstandard wie heute im Eurosystem bedeutet diese Kombination, dass die Sparpolitik einen Mechanismus in Gang gesetzt hat, der Wachstum auf Dauer verhindert und die Schuldenkrise dadurch noch verstärkt.

Vor kurzem sprach ich mit einer Reihe griechischer Politiker und Journalisten und bemerkte eine überraschende Einstimmigkeit in der politischen Diagnose. Das Problem sind nicht die Einschnitte, sondern die Perspektivlosigkeit. Wenn man weiß, dass man nach drei Jahren des Sparens wieder eine solide Basis für zukünftiges Wachstum geschaffen hat, dann ist die Aktion unangenehm, aber psychologisch erträglich. Griechenland indes steckt mittlerweile im fünften Jahr einer Depression, und die Wirtschaftsleistung fällt immer noch schneller als prognostiziert. Es ist nach fünf Jahren immer noch nicht klar, ob Griechenland im Euro bleiben kann. Selbst die griechischen Befürworter der Austeritätspolitik können nicht mit Sicherheit garantieren, dass es reichen wird. Zum Euro-Austritt kann es trotz des Sparens kommen.

Die giftige Dynamik der Schuldenkrise

Die giftige Dynamik einer Schuldenkrise besteht in der Kombination aus hohen Schulden, öffentlichem Sparen, Deflation und einem festen Wechselkurs. Man hört oft von Vertretern kleiner Länder, etwa Schweden oder Finnland, dass sie ihre Probleme durch eiserne Sparprogramme gelöst hätten. Vertreter dieser Staaten reagieren empört, wenn man ihnen sagt, dass ihre Erfahrungen für uns heute bedeutungslos sind. Beide Länder hatten nämlich das Glück, ihre Finanzkrise Anfang der neunziger Jahre zu durchleben - zu einem Zeitpunkt, als die Welt um sie herum stabil war. Schweden und Finnland haben kräftig abgewertet und damit ihrer Industrie einen enormen Wachstumsimpuls gegeben.

In einem System fester Wechselkurse geht das nicht. Wenn es hier zu einer Schieflage kommt, muss die Anpassung über Löhne und Preise erfolgen. Und das ist in einer freien Marktwirtschaft oft nur begrenzt und unter großen gesellschaftlichen Verwerfungen möglich. Griechenland kann seine Währung nicht abwerten, es kann höchstens die Eurozone verlassen. Dieser Austritt mag am Ende möglich sein, ist aber in den Euro-Verträgen nicht vorgesehen und käme einem juristischen und möglicherweise ökonomischen Alptraum gleich.

Was heute der Euro für Griechenland, war für Weimar die starre Bindung der Reichsmark ans Gold. Wie der Wirtschaftshistoriker Charles Kindleberger bereits vor langer Zeit feststellte, sorgte der Goldstandard für die globale Verbreitung der Großen Depression. In den dreißiger Jahren erholten sich jene Volkswirtschaften am schnellsten, die sich frühzeitig vom Goldstandard verabschiedeten. Die Krise dauerte aus diesem Grund zum Beispiel in Frankreich länger als in Großbritannien.

Droht in Griechenland der Rückfall in eine Diktatur?

Die historischen Parallelen sind wichtig, um die Wirkungsmechanismen zu verstehen. Man sollte den Vergleich natürlich nicht überstrapazieren. Es droht in Griechenland keine Machtübernahme der Neonazis. Geschichte überträgt sich nicht eins zu eins. Worum es mir geht, ist die unausweichliche Katastrophe einer prozyklischen Wirtschaftspolitik in einem System fester Wechselkurse ohne Eurobonds und ohne automatische Transferleistungen.
Die griechische Katastrophe kann verschiedene Formen annehmen: Ein Austritt aus dem Euro oder aus der Europäischen Union wäre gar nicht mal die schlimmste Variante. Der Worst Case wäre im Falle Griechenlands der Rückfall in eine Diktatur. Die Wahrscheinlichkeit dieses Szenarios wächst mit dem Grad politischer Instabilität. Schon heute wirkt es so, als ließe sich Merkels Sparpolitik auf den Straßen von Athen allenfalls noch mit Waffengewalt durchsetzen.

Der amerikanische Finanzminister Andrew Mellon wollte während der Großen Depression "Arbeitsplätze liquidieren, Vorräte liquidieren, die Farmer liquidieren, Immobilien liquidieren, die Fäulnisse aus dem System waschen". Es ist der berühmteste Zitatbeleg für den größten Irrtum der Wirtschaftsgeschichte. In Deutschland sind die modernen Varianten dieses Irrglaubens immer noch salonfähig.

Quelle: Spiegel.de
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Beitragvon martinsgarten » 27.05.2012 11:08

... oder haben dann die US-Banken ein Problem ? :wink:
Warum sollte die EZB pleite gehen ?
Die kann wie die FED Geld schöpfen, bis nichts mehr geht.
... und 10 Mrd. auf der anderen Site sollen alles lösen - der Typ ist nicht ernst zu nehmen.
Hier sprechen die Zockerbanken, denen geht der Arsch auf Grundeis.


Sicht der Banken - Internationaler Bankenverband:
„Griechenland-Austritt löst Insolvenz der EZB aus“

Der internationale Bankenverband IIF glaubt, dass ein griechischer Austritt aus dem Euro zur sofortigen Insolvenz der EZB wäre führen würde.
Mit dem bescheidenen Beitrag von 10 weiteren Milliarden durch die deutschen Steuerzahler und einer geringfügigen Verschiebung des Sparprogramms um zwei Jahre könnte man das Problem Griechenland nach Ansicht von Charles Dallara leicht lösen
.

Der Chef des Internationalen Bankenverbandes IIF, Charles Dallara, hat in einem Interview mit Bloomberg TV in Rom all jene gewarnt, die glauben, dass die Weltwirtschaft einen Austritt Griechenlands aus dem Euro verdauen könnte. . Offenbar sind die Verbindlichkeiten der globalen Banken noch immer unerwartet hoch – der Chef des Bankenverbandes fürchtet scheinbar einen globalen Banken-Crash im Falle eines Austritts der Griechen.
Dallara sagte: „Ein Austritt kann nicht gelingen.
Die Kosten wären mindestens eine Billion Euro.
Allein die Forderungen, die die Europäische Zentralbank gegenüber Griechenland hat, sind doppelt so hoch wie das Eigenkapital.
Die EZB wäre insolvent, wenn Griechenland aus dem Euro austritt.“

Daher glaube er nicht an das Szenario, dass die EZB im Falle eines Griechenland-Austritts einspringen könnte, um eine Ansteckung der anderen Staaten zu verhindern:
„Woher sollte das Geld kommen? Die Europäer müssten zuerst die EZB selbst rekapitalisieren.“

Für Dallara stellt sich die Lage in Griechenland weit weniger kritisch dar als allgemein diskutiert.
Er sagte, dass eine sehr überschaubare weitere Hilfe von etwa 10 Milliarden Euro den Griechen genügen würde, um die kritische Phase zu überstehen:
„Das ist eine sehr bescheidene Summe im Vergleich zu dem, was bereits auf dem Tisch liegt.“ Dallara sprach sich auch dafür aus, dass man die von der Troika aus IWF, EU und EZB geforderten Sparmaßnahmen um „zwölf, vielleicht 24 Monate aussetzen“ sollte. In dieser Zeit sollte man sich auf Wachstum konzentrieren.

Dallara kleidete seine Philosophie in für einen Banker ungewohnt blumige Worte: „Man sollte den Griechen einen kleinen Ölzweig reichen, der genau beschrieben ist, in Nuancen präsentiert – nicht als eine Alternative zu einer fundamentalen Reform, sonders als Eingeständnis, dass einige Element der Reform nicht gut designed waren. Ich würde das eher früher als später machen.“

Dallara hat erst kürzlich gefordert, die EU solle Griechenland erlauben, wieder mehr Schulden zu machen (hier). Außerdem hatte er ausgeführt, dass der Austritt Griechenlands aus seiner Sicht den Armageddon bedeuten würde (hier).

Dallaras Wortmeldung steht im fundamentalen Gegensatz zur Position der Europäischen Zentralbank und insbesondere der Deutschen Bundesbank: Beide sind strikt gegen eine Aufgabe des Sparprogramms.
Insbesondere ist man bei der Bundesbank schon lange aufgebracht, dass die griechischen Politiker bisher keine der vereinbarten Sparauflagen erfüllt hätten (hier). Dallara widerspricht allerdings auch dem Deutschen Bankenverband. Dessen Präsident Andreas Schmitz hatte kürzlich gesagt, dass ein Austritt Griechenlands zu bewerkstelligen wäre, weil er ohnehin schon eingepreist sei.

Was an Dallaras Wortmeldung besonders erstaunt, ist die Behauptung, dass Griechenland mit weiteren 10 Milliarden Euro von den europäischen Steuerzahlern auf den Wachstumspfad zurückgebracht werden könne: Schon bisher haben 380 Milliarden Euro an Hilfsgeldern den Griechen kein Wachstum, sondern fünf Jahre Rezession gebracht (hier).
Offenkundig will Dallara Griechenland nicht als ein weiterhin attraktives Geschäftsfeld in den Segmenten Derivate, Kunstprodukte und Zinszahlungen für die internationalen Banken verlieren
„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“
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Beitragvon oegeat » 27.05.2012 12:02

martinsgarten hat geschrieben:... .
Hier sprechen die Zockerbanken, denen geht der Arsch auf Grundeis.


was für Zockerbanken ? ja und nein .. ja wenn man sagt die banken haben eh gewusst das sich das nicht ausgeht und drauf spekuliert/gezockt der der blöde Steuermichel eh alles zahlt.
Nein wenn man sich anschaut was damit gemacht wurde. Anlässlich von Olympische Sommerspiele 2004 wurde Griechenland speziell Athen.
Hier wurden Millarden in Bauwerke gesteckt (hier auch dei seiten davor in der Abhandlung ansehen !!) die jetzt verfallen ... natürlcih wurden auch Bahn Bus usw modernisiert ... ja recht gut und schön den auch Straßen und alles ... ist nun neu. Damit wurden Arbeitsplätze geschaffen erhalten, apropo Arbeistplätze von den Millarden profitiert auch Deutschland und Frankreich. Denn die Banken hier verdienten gut daran und vergaben Kredite mit dennen nicht nur unten Jops "erkaufft wurden" sondern auch hier. Denn Frankreich und Deutschland verkauffen den Griechen alles mögliche an Militärischen Zeugs das hier gebaut wird und damit Jops hier gesichert wurden.
Ein willkommenes Geschäft mit den klammen Griechen
Was wäre, wenn Griechenland pleite ginge?
Größter Abnehmer deutscher Rüstungsprodukte ist Griechenland, dessen Militärausgaben angesichts der Wirtschaftskrise regelmäßig in der Kritik stehen.
Euro - Teuro - Desaster

Fazit der doofe Steuermichel in Deutschland finanziert sich seinen Jop über eine Bank in Deutschland und Grichenland selbst. Das man sich nun da aufregt ist ein Witz und zeigt wie ahnngslos die Leute sind.
Alles wird besser man muss nur warten können !

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Rettung für einen griechischen Oligarchen

Beitragvon kurtanton » 05.06.2012 21:58

(bevor hier gar nix mehr geschrieben wird...)

von Querschuss
am 5. Juni 2012 in Allgemein

Im Zuge der Rekapitalisierung der griechischen Banken aus dem “2.Rettungspaket für Griechenland”, deren erste Rekapitalisierungs-Tranche in Höhe von 18 Mrd. Euro bereits geflossen ist, erhielt auch die EFG Eurobank 4,2 Mrd. Euro. Haupteigentümer dieser Bank ist der griechische Multimilliardär Spiros Latsis. Dies verdeutlicht einmal mehr die hässliche Fratze der angeblichen “Griechenhilfen”, die vor allem private ausländische Gläubiger bailouten, aber eben auch griechische Oligarchen. Damit auch der deutsche Steuerzahler weiß, zu welcher Rettung er in Griechenland geladen ist, ein paar Details.


Miliardär Latsis ist Haupteigentümer bei der EFG Eurobank, der zweitgrößten griechischen Bank, des Weiteren Inhaber einer Reederei, besitzt 30% der Anteile an der Hellenic Petroleum, des größten Ölförder- und Ölverarbeitungskonglomerats Griechenlands, mit 3 Raffinerien und einem Tankstellennetz von 1175 Tankstellen, insgesamt 8000 Tankstationen und 23 Tankanlagen an Flughäfen. Weiterhin besitzt er die Charterfluggesellschaft Private Air, mit 19 Flugzeugen, weitere 7 sind in Bestellung, wo die Reichen dieser Welt, insbesondere Geschäftsreisende diese Maschinen chartern. Auch im Immobilienbereich ist Latsis äußerst aktiv, über die griechische Immobiliengesellschaft Lamda Development und als Eigentümer von allein mehr als 200 Eigentumswohnungen nur in Genf (Schweiz), zudem Eigentümer einer Jachtagentur wo u.a. die Superjacht “Alexander” mit einer 57-köpfigen Mannschaft vermietet wird.

Logisch das hier dringend auch der Deutsche Michel helfen muss! Die Urtugend wirtschaftlichen Handelns, das derjenige der die Risiken einging, diese auch tragen muss, wird immer weiter mit Füßen getreten und pervertiert, Gewinne wurden privatisiert und die Verluste aus Exzessen und dem Finanzkasino werden gnadenlos sozialisiert.

Die EFG Eurobank hat nun nicht nur 4,2 Mrd. Euro vom Rettungsfonds erhalten, sondern bereits 31 Mrd. Euro an Krediten, Stand Ende März 2012, vom Eurosystem (griechische Zentralbank) erhalten und weiterhin steht durch das Eurosystem ein 7,5 Mrd. Euro schwerer Liquiditätspuffer bereit. Die Griechen hingegen selbst zogen alleine im 1. Quartal 2012 1,4 Mrd. Euro an Spareinlagen von dieser Bank ab und satte 11,5 Mrd. Euro seit Ende 2010! Der Steuerzahler-Michel der Eurozone darf ungefragt nicht nur diesen Abfluß der Bankeinlagen kompensieren, sondern auch das risikoreiche Kreditbuch mit refinanzieren. Das Kreditbuch an private Haushalte und Unternehmen der griechischen Zombiebank betrug Ende März 2012 immer noch 53,2 Mrd. Euro, darunter 42,6 Mrd. Euro nur an den Privatsektor in Griechenlands, dies bei Total Assets in Höhe von 73,587 Mrd. Euro. Die EFG ist selbst nach dem Schuldenschnitt noch in griechische Staatsanleihen investiert, in Höhe von noch 12 Mrd. Euro. Das Tier1 Ratio (Eigenkapital zu risikogewichtete Aktiva) liegt jetzt nach der Rekapitalisierung wieder bei 8,9%, allerdings müssen griechische Staatanleihen nicht mit Eigenkapital unterlegt werden.

Letztlich wird auch das frisch aufgefüllte Eigenkapital der Bank über das” 2. Rettungspaket” verbrannt werden. Wie hier bei Querschuesse seit über 2 Jahren dokumentiert führten alle bisherigen Maßnahmen der Troika im Ergebnis zu einem brachialen Einbruch der Wirtschaftsleistung, in dessen Folge zwangsläufig die Kreditausfälle explodieren mussten. Auch bei der EFG Eurobank explodieren sie und das mit richtig Schmackes:

Die Strategie des Wahnsinns in Griechenland u.a. mit diesen Zahlen von der EFG dokumentiert. Der Prozentsatz der Darlehen und Leasingverträge an den Privatsektor durch die EFG Eurobank, welche mit 90 Tagen in Zahlungsverzug sind, in der Tabelle. Das 90dpd Ratio in Griechenland stieg im 1. Quartal 2012 auf 18% des Gesamtvolumens. In Q1 2011 waren es noch 11,3%!

Dies verdeutlicht einmal mehr die Unfähigkeit oder das “Zielführende” der herrschenden Agenda und ihrer Akteure, denn ganz klar, bei solchen Krediten im Zahlungsverzug, die in Kreditausfälle münden werden, wird auch das frische Eigenkapital Brandopfer der angerichteten Feuersbrunst. Jegliche Bailouts für Banken sind schändlich und führen zu nichts, wenn die zu Grunde liegenden Ursachen der Kreditausfälle unbeachtet bleiben bzw. mit dem organisierten Wirtschaftseinbruch weiter verschärft werden. In so einem Umfeld private Banken und ihre Eigentümer wiederholt zu bailouten, ohne eine Kontrolle über diese Finanzinstitute zu haben und einen Einfluß auf die Kreditvergabe an die Wirtschaft ist nicht nur töricht. Einen Latsis wird es freuen, dass nicht die Eigner rekapitalisieren müssen, wenn es schon nicht die Kapitalmärkte tun, sondern stattdessen der europäische Steuerzahler in die Bresche springt, wie so oft großes Kino.

Quelle Daten: Eurobank.gr/First Quarter 2012 Financial Results, Eurobank.gr/1Q 2012 results highlights

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de
Dasselbe ist nicht das Gleiche.
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Beitragvon martinsgarten » 25.06.2012 18:32

Egal, was, wann und wie - einfach geil die Griechen.
Wie die die gesamte EU am Nasenring durch die Arena schleifen.
Das hat was von Troja - NUR ANDERS
:lol: :lol:
ODER - die gesamte EU kennt die Posse, lässt die Griechen noch einmal wählen um Zeit zu schinden.

GR: Die Posse der "schwer kranken Politiker"verfasst von Gaby, 25.06.2012, 16:47
(editiert von Gaby, 25.06.2012, 16:47)

Moin,

es ist wirklich eine komplette Posse. Wie auch schon am Rande in den MSM zu lesen war, wird der neue griechische Premier Samaras nicht am EU-Gipfel in ein paar Tagen teilnehmen.
Am Wochenende hat er sich einer Augenoperation unterzogen, eine Netzhautablösung.

Nun haben ihm angeblich seine Ärzte verboten, am Gipfel teil zu nehmen. Für Griechenland geht es bekanntlich um alles.

Der arme, alte, kranke Mann ist der designierte Finanzminister, Vassilis Rapanos, hat sich bereits Ende letzter Woche ins Krankenhaus gepackt. Weil er angeblich ohnmächtig wurde, weil ihm übel ist, Durchfall, was auch immer, so richtig klar ist das nicht.

Auf jeden Fall hat er dann auch schon mal für den Gipfel abgesagt.
Man wollte statt dessen Aussenminister Avramopoulos schicken und den Noch-Finanzminister Zannias (der neue ist noch nicht mal vereidigt und es gibt Gerüchte, er würde es auch gar nicht mehr).

Die Gemengelage wird gewürzt vom nunmehr veröffentlichten Plan der neuen griechischen Regierung, was man alles mit der Troika neu verhandeln will (die eigentlich auch heute in Athen landen wollte und den Trip gecancelt hat).

Dabei ist alles: Von Steuersenkungen (vor allem Mehrwertsteuer auf Lebensmittel, sinnvoll), eine längere Zahlung von Arbeitslosengeld (derzeit ein, geplant, zwei Jahre) und dann aber auch der komplette Stopp der (noch nicht mal begonnenen) Entlassungen im öffentlichen Dienst (was meinen die eigentlich?).

Sehr schön ist ja auch, dass eine griechische Tageszeitung heute veröffentlicht hat, dass die Anzahl der griechischen Beamten heute höher ist, als bei Abschluss des ersten Memorandums.
Bis zu 12.000 Leute sollen sogar noch zusätzlich eingestellt worden sein. Das aber weiss die Troika auch, schon lange
.
In jedem Fall ist die Summe für Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst jetzt höher als je zuvor.

In Brüssel scheint man auch nicht viel Lust zu haben, über die griechischen Vorstellungen zu reden. "Take it or leave it", hat Schäuble gerade gestern recht deutlich verlauten lassen.

Die Schn...ze gestrichen voll hat man jetzt in Brüssel wohl auch von den Personalspielchen (siehe oben). Jedenfalls hat man Athen heute wissen lassen, dass man mit der dritten (es ist ja nicht mal die zweite) Garde auf der Tagung nicht einverstanden sei. Nun muss Staatspräsident Papoulias ran.

Was das alles soll, ist nun ein schönes Stück für Spekulationen. Sicher ist, dass Samaras kneift, meine ich. Warum? Entweder, weil er dann hinterher sagen kann "mehr war nicht drin, konnte ja nicht verhandeln" und nimmt alles entgegen, was die Troika will (bricht damit also sein Wahlversprechen) - oder er will auch nicht Schuld gewesen sein, wenn Brüssel jetzt den Stecker zieht.

Nun, warten wir es ab. Vielleicht sehen wir ja auch noch eine Spontanheilung.
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Beitragvon martinsgarten » 14.08.2012 13:19

Keine Bank gibt denen zu diesem Zinssatz Geld.
Es wird nur noch gelogen !
Der 1. Schuldenschnitt wird jeden Investor fern halten.
Oder China und Russland "kaufen" das ganze Land.
Und diese Angst scheint wohl auch eine Rolle zu spielen.
Das wäre sogar für China eine Alternative für die vielen Bill wertlosen USD


14.08.2012 14:05
Milliardenauktion - Banken retten Griechenland vor Sofortpleite

Athen - Durchatmen in Athen: Mit der Versteigerung von Staatspapieren hat das hochverschuldete Griechenland kurzfristig einen Zahlungsausfall abgewendet.
Das Land lieh sich bei Investoren :lol: :lol: gut vier Milliarden Euro, wie die staatliche Schuldenagentur PDMA mitteilte. Der Zinssatz liegt bei 4,43 Prozent.
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Beitragvon ist gegangen worden » 08.09.2012 20:05

Gelogen wird sowieso... Jeder der mal vor kurzem in Griechenland war,der sieht,das dort gebaut wird was das Zeuchs hält und die Kaffee,s alle Proppe voll sind.Diskussionen,wie schlecht es den Griechen geht,oder das sie jammern,sind so gut wie überhaupt nicht zu verlauten.Manchmal bekommt man den Eindruck,als sie dies alles eine einzige politische Farce.
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Beitragvon activetrader19 » 09.09.2012 08:07

Wenn dein Nachbar einen Porsche fährt muß er wohl reich sein, oder?.

Griechenland: VGR-Daten offenbaren ein völliges Desaster!
von Querschuss am 8. September 2012 in Allgemein

Gestern veröffentlichte das griechische Statistikamt ELSTAT die detaillierten Daten zum Bruttoinlandsprodukt für Q2 2012 und damit auch zur Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR). Wie erwartet sind diese Daten ein absolutes Desaster, Einkommen, Konsum, Investitionen und Wertschöpfung sinken weiter Hand in Hand. Die Verteilungsrechnung des BIPs zeigt ganz genau, leidtragende der Ausrichtung der “Krisenbewältigung” sind die Arbeitnehmer. Zum Hoch in einem 2. Quartal in Q2 2009 sank die Summe der realen Arbeitnehmerentgelte um beispiellose -34,17%, kein Wunder das die Kreditausfälle explodieren, denn welcher private Kreditnehmer könnte solche Einkommensschrumpfungen heil überstehen?
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Beitragvon Azrael_74 » 10.09.2012 09:29

hier wieder mal ein Kommentar dazu von Soros: ich persönlich finde es schlau, was er sagt und seine letzten Aussagen zur Eurokrise waren auch weitgehend richtig.
Leider hat Deutschland aber eine Gesellschaftsstruktur, in der die nötigen Reformen schwierig wären, also um die Handelsbilanzen auszugleichen, müsste Deutschland den Export massiv reduzieren. Wenn man das erreichen will, ohne das die Arbeitslosigkeit explodiert, müsste man die Wochenarbeitszeit deutlich reduzieren, um damit die Arbeitsprdoduktivität zu senken. Die Folge wäre aber natürlich auch ein Verlust an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den anderen Wirtschaftsräumen wie China und den USA ... bei einer rechten Regierung wie aktuell ist so was schwer vorstellbar.

http://www.ftd.de/politik/europa/:star-investor-soros-raet-deutschland-zu-euro-entscheidung/70088257.html
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Beitragvon ist gegangen worden » 10.09.2012 18:11

Das geht über meinen Horizont was Soros sagt und mir fällt auch kein Grund ein,warum Deutschland seine positive Handelsbilanz umkehren sollte um somit eine negative,und damit auch ein Saldo auszuweisen.... und wenn mein Nachbar ein Porsche,vor seinem Eigenheim stehen hat,so wird er mit Sicherheit weder Hartz4 noch Zeitarbeiter sein...Denn auch wenn finanziert,benötigst Du die nötigen Referenzen,um solche Kredite zu bekommen.
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Beitragvon oegeat » 10.09.2012 19:23

i versteh das auch nicht ..... der alte senile Man hatte seinen großen auftritt vor 20 jahren Pfund Sache und seit dem tat er sich noch einmal 2009 hervor als er den Euro shortete der bereits in einem klaren Abwärtstrend von 1,60 auf 1,17 war ...

Wenn Deutschkand ins Ausland Waaren verkaufft dann bekommt man auch Geld dafür klar so ist es normal in der Industrie. Die Ausnahmen waren die Rüstungsgeschäfte der Deutschen mit den Griechen die man Finanzierte auch noch und dann den Arsch offen hatte und den Steuermichel brennen lies und von Eurorettung schwafelte das verlogene Politikerpack. :evil: :evil:
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Beitragvon Azrael_74 » 11.09.2012 11:24

Wenn man mehr Waren exportiert als importiert, bekommt man dafür Geld, soweit richtig. Geld hat aber keinen realen Wert, der Wert ergibt sich nur daraus, dass man in Zukunft mit dem Geld wieder Waren kaufen kann. So gesehen ist jedes Geld ein Schuldschein.

Deutschland hat seit Jahren eine positive Handelsbilanz und daher haben die anderen EU- Länder immer höhere Schulden bei Deutschland. Wenn Deutschland aber von diesen Ländern nun mal keine Waren möchte bzw. immer weiter mehr exportiert als importiert, haben die anderen Länder keine Möglichkeit die Schulden jemals zurückzuzahlen.

Zudem gibt es hier reflexive Prozesse, die das Ungleichgewicht verstärken. Einerseits Zinszahlungen und anderseits kann Deutschland z.B. lukrative Firmen in den verschuldeten Ländern aufkaufen um die Abhängigkeit zu erhöhen.

Irgendwann erkennen diese Länder, dass sie in einer ausweglosen Situation sind. Die logische Folge ist Rebellion. Man kann bereits erkennen, dass sich das Image von Deutschland als wirtschaftliches Vorbild mehr und mehr zu dem eines Unterdrückers wandelt. Da ist es nur noch ein kleiner Schritt hin zu einem Gesetz, dass die Schulden als unrechtmäßig erklärt und die Rückzahlung verweigert. In Griechenland vermute ich, die Gesellschaft würde eine derartige "Lösung" bereits als gerecht akzeptieren und die letzten Wahlen waren auch entsprechend knapp.

Ein ähnliche Situation sehe ich übrigens innerhalb der Gesellschaft, wo sich das Image der reichen Oberschicht langsam wandelt: Also von jenden die durch wirtschaftliches Geschick Reichtum erworben haben zu jenem, die sich den Reichtum durch moralisch verwerfliche Tricks erschlichen haben. Auch hier kann die Situation kippen, wenn die reiche Oberschicht es mit der Ausbeutung der unteren Schichten übertreibt. Diesbezügliche Probleme könnten entstehen, wenn Rommney in den USA die Wahlen gewinnt.
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Beitragvon oegeat » 11.09.2012 12:03

okay alles klar...... wenn Deutschland Waaren produziert die qualitativ gut und günstig sind werden sie gekaufft !

Soll nun Deutschland die Waaren teurer machen ? und schlechter ?? :shock:

für mich ist das alles zu einfach gestrickt .. Schuld sind wie immer die Politiker die im eigenen Land nicht die Gesetzte schaffen um zb sie Mail vorher wegen OMV Gas Güssing es zu erleichtern ...
Also es zu fördern das im eigenen Land Sachen produziert werden die dann verbraucht werden oder Unternehmen her zu holen dei dann hier das produzieren und damit den Leuten arbeit zu geben. Denn dann wird auch über das Einkommen wieder das Geld "zurück" geholt.

Fazit alles nicht so einfach.
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Beitragvon Azrael_74 » 11.09.2012 13:16

bei volkswirtschaftlichen Betrachtungen geht es nicht um Schuldzuweisungen oder moralische Bewertungen sondern eher um Ursache und Wirkung.

Die Verantwortung für einen Interessensausgleich innerhalb und Zwischen Gesellschaften zu sorgen liegt wohl bei der Politik und die Macht die Wirtschaft in der Eurozone zu verändern liegt wohl derzeit am Ehesten bei Deutschland.

Wenn die Situation in Europa eskaliert, wirds in der Nachbetrachtung wohl eher darum gehen, wer die Möglichkeit gehabt hätte, das zu verhindern und da wird Deutschland sicher an erster Stelle genannt werden.
Zuletzt geändert von Azrael_74 am 11.09.2012 13:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon activetrader19 » 11.09.2012 13:16

Das Problem ist ganz einfach dargestellt, unterschiedlich leistungsstarke Wirtschaftsräume mit der selben Währung funktionieren nicht.
Der Euro ist eine Fehlkonstruktion!!!!
Früher hatte Italien x-mal abgewertet und die deutschen Maschinen wurden zu teuer, der Handelsbilanzsaldo hat sich so korrigiert.
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