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Inflation Linked Bond Funds

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Inflation Linked Bond Funds

Beitragvon schneller euro » 22.11.2011 14:51

Zusammenfassung der Beiträge aus dem T.I.-Renten-Thread:

Papstfan hat geschrieben: vom 24.2.2006:
...Mit dem iShares Euro Inflation Linked Bonds (WKN A0H GV1) ... stehen nun auch Rentenfonds für inflationsgebundene Anleihen ... zur Verfügung.

Papstfan hat geschrieben: vom 2.2.2008:
Nun mehr erscheint mir ein idealer Zeitpunkt zum Einstieg in einen solchen Fonds erreicht. Wer ist aktuell empfehlenswert: der Kbc oder ein anderer aus dieser Kategorie?
"Die fünf besten Inflation Linked Bonds-Rentenfonds in 2007
Fonds: Performance seit 1.1.2007 (in %)
1. LGT Glob. Inflat. Linked EUR B: 5.4
2. Deka-RentenReal: 4.8
3. Parvest Gl. Inflation-Link.Bond: 4.2
4. Schroder Gl. Infl. Link.Bd A: 4.1
5. MAT Real Return: 3.7
Fonds: WKN
1. Deka-RentenReal: DK0AYK
2. LGT Glob. Inflat. Linked EUR B: 964795
3. MAT Real Return: 848436
4. Parvest Gl. Inflation-Link.Bond: A0KETP
5. Schroder Gl. Infl. Link.Bd A: A0BLJB
Quelle: FINANZEN FundAnalyzer, Performance auf Euro-Basis, 12.07
"

schneller euro hat geschrieben: vom 2.4.2008:
... LGT Inflation Linked (964795, der z.Z. über mehrere Zeiträume hinweg Beste der im Posting vom 2.2.08 genannten Infl.-Linked-Bond-Funds. Im Febr. 2008 Schwerpunkte in US- und UK-Anleihen, Porträt in fondsxpress Ausgabe 12, S.9)

The Ghost of Elvis hat geschrieben: vom 5.5.2008:
Über Mat Real Return u. a. ein Aritkel in €uro Fondsexpress 17/2008.
Inflation-Linker schneiden danach bei ca mehr als 2,4% Inflation besser ab als herkömmliche Bonds.

drhc hat geschrieben:vom 13.6.2008:
INFLATION LINKED BONDS
Erlaueterung bei Quelle I
Aus Quelle II:
"...Die originäre Phillipskurve (Patzig, S. 211) wurde im Jahre 1958 in einer empirischen Untersuchung von A. W. PHILLIPS entwickelt und beschrieb den negativen Zusammenhang zwischen Unterbeschäftigung und Änderungsrate des Nominallohnsatzes (vgl. Felderer; Homburg, S. 242). Demzufolge sollten bei geringerer Arbeitslosigkeit die Nominallöhne der Arbeiter steigen und umgekehrt.
Inflationserwartungen
„Das Bestreben der Wirtschaftseinheiten, reale Einbußen zu vermeiden, begründet die Bedeutung der Inflationserwartungen als erklärende Variable in einer Vielzahl ökonomischer Modellansätze.“ (Schlotthauer, S. 16) Auch das Modell der Phillipskurve steht unter dem Einfluss dieser Art von Erwartungen. In ihren Überlegungen zur Phillipskurve gingen FRIEDMAN und PHELPS davon aus, dass die Arbeitnehmer einer Geldillusion unterliegen. Dies bedeutet, „dass die Arbeitnehmer ihr Angebot und ihre Lohnforderungen am erwarteten Preisniveau ausrichten“ (Felderer; Homburg, S. 245), was gleichbedeutend mit der erwarteten Inflationsrate ist. Des Weiteren wird vorausgesetzt, dass Arbeitnehmer eine Steigerung des Preisniveaus erst zum Ende einer Periode realisieren, wogegen Unternehmen dies bereits zum Beginn einer Periode tun. Steigt nun das Preisniveau, steigt bei unverändertem Nominallohn auch die Arbeitsnachfrage der Unternehmen. Das Arbeitsangebot hingegen bleibt unverändert, da die Arbeitnehmer die Preisniveauerhöhung noch nicht realisiert haben. Durch eine Erweiterung der Geldmenge im Zusammenhang mit steigenden Preisen kann die Zentralbank nun also die Beschäftigung steigen lassen (vgl. Felderer; Homburg, S. 245). Geht man von adaptiven Erwartungen seitens der Arbeitnehmer aus, „passen [diese] ihre Erwartungen allmählich an die tatsächliche Inflationsrate an und fordern entsprechend höhere Lohnzuschläge zum Ausgleich des Kaufkraftverlustes.“ (Felderer; Homburg, S. 245) Der Reallohn steigt demzufolge an und bewirkt, dass der Beschäftigungsgrad wieder auf sein ursprüngliches Niveau sinkt. Führt die Zentralbank ihre expansive Geldpolitik fort, bleibt die Inflationsrate indes auf ihrem neuen, höheren Niveau (vgl. Felderer; Homburg, S. 246). Fasst man diese Vorgänge zusammen, hat sich die Beschäftigung letztendlich nicht verändert, jedoch ist die Inflationsrate gestiegen.
Dieser Zusammenhang erklärt noch einmal deutlich, dass der trade-off zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit tatsächlich nur kurzfristiger Natur sein kann :idea: , da die Arbeitnehmer sich gemäß ihrer adaptiven Erwartungshaltung nach kurzer Zeit an die aktuelle Wirtschaftslage anpassen.
..."
Quelle III

The Ghost of Elvis hat geschrieben: vom 3.8.2009:
INFLATION LINKED BONDS, Martin Hüfner sieht bessre Alternativen :
Aus extra-funds
"....
Wie schützt man sich am besten gegen Inflation?
Die üblichen Rezepte sind bekanntlich Sachwerte, also Gold, solide Aktien, Immobilien und Rohstoffe. Anleihen sind kontraproduktiv, weil bei steigenden Renditen die Kurse fallen. Ein Ausweg sind hier Floater, bei denen der Zins an die veränderten Marktgegebenheiten angepasst wird. Hier gibt es zwei Modelle: Entweder die regelmäßige Anpassung der Zinsen an die Inflationsrate oder aber die Anpassung an den Geldmarktsatz (zum Beispiel den 3- oder 6-Monatssatz bei Euribor).
Ein Leser fragte dieser Tage, welche Variante hier die bessere sei.
Meine Antwort: Unter den absehbaren Bedingungen sind Produkte, die an den Euribor gekoppelt sind, eindeutig die bessere Lösung. Der Grund liegt darin, dass der gefährliche Anstieg der Inflation vermutlich erst 2011/12 kommen wird. Erst dann wird sich die Rendite von inflationsgeschützten Produkten erhöhen. Die Entwicklung des Euribors dagegen folgt weitgehend der Zinspolitik der Zentralbanken. :idea:
Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Zentralbanken früher reagieren. Sie wollen einen Anstieg der Inflation ja schon verhindern bevor er kommt. Ich vermute, dass die Geldmarktsätze bereits im Verlauf des kommenden Jahres angehoben werden. Wer auf den Euribor setzt, hat also schon dann höhere Zinsen und nicht erst, wenn die Preissteigerung tatsächlich in die Höhe geht.
Der Wochenkommentar ist ein Gastbeitrag von Dr. Martin Hüfner, Chefvolkswirt der Assénagon Asset Management. Herr Dr. Hüfner war vor seiner Zeit bei Assénagon Chefvolkswirt bei der HypoVereinbank in München und gilt als ausgewiesener Konjunktur-Experten..........."

schneller euro hat geschrieben: vom 9.11.2011:
LGT Bond Fund Inflation Linked (964795)
Fondsmanager Dieter Gassner, investiert ausschließlich in inflationsgeschützte Staatsanleihen (keine PIGS), währungsgesichert
-> Artikel in DFA 21-2011

Chart 5 Jahredes LGT mit einem "gewöhnlichen" Rentenfonds mit geringer Verlusttoleranz (UBS Rent, 975251) und dem Rex-Gesamt
-> vergleichbare Performance, wobei der LGT in der Finanzkrise Herbst 2008 relativ heftig abgestürzt ist.

lloyd bankfein hat geschrieben: vom 17.11.2011:
Ob man nicht doch einer dieser Fonds in das Depot nehmen sollte?
Oder eines der Zertifikat welche,teilweise sogar gehebelt und mit Kapitalschutz, in Infl.-Linker investieren?

schneller euro hat geschrieben:vom 21.11.2011:
Andrew Wells, Anleihenexperte bei Fidelity:
"...geht Wells davon aus, dass die quantitative Lockerung und eine damit verbundene Erhöhung der Geldmenge das wahrscheinliche Ergebnis sein werden, wenn Deutschland erst einmal seine Einwände im weiteren Verlauf dieser Krise nicht mehr durchsetzen kann. In einem derartigen Fall müsse man die Inflation als ein beträchtliches Sonderrisiko ansehen. Jetzt seien die Inflations-Gewinnschwellen – die Renditedifferenz aus nominalen Staatsanleihen und inflationsindexierten Staatsanleihen – ein Anzeichen für die von den Anleihenmärkten eingepreiste Inflation) sehr preiswert, da diese Phase der quantitativen Lockerung noch nicht erreicht sei. "Das Problem besteht darin: wenn Sie warten, bis diese Phase erreicht ist, sind Sie zu spät, da das Wort Inflation dann in aller Munde sein wird. Die Märkte werden dann schnell handeln und diese neuen Erwartungen einpreisen. Ich würde den Anlegern raten, über den Aufbau eines Inflationsschutzes in ihren Portfolios gerade jetzt nachzudenken. Der Schutz ist jetzt noch zu attraktiven Preisen zu haben"..."
Kompl. Beitrag bei [url=http://www.fondsprofessionell.de/news/uebersicht/nid/fidelity-quotwir-treten-in-eine-schlussphase-der-krise-einquot/?tx_fp_pi1[ref]=2]fondsprofessionell[/url]


JB BF EM INFLATION LINKED-USD B(A1C0PL) bei Onvista
und ein Porträt bei [url=http://www.fondsprofessionell.de/news/uebersicht/nid/julius-baer-inflationsindexierte-em-anleihen-bieten-die-attraktivsten-renditen/?tx_fp_pi1[ref]=2]fondsprofessionell[/url]
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Beitragvon schneller euro » 22.11.2011 14:53

Übersicht über die Anbieter von Infl.-Linked-Bond-Fonds bei inst.-money(Stand 09/07)

Aalto-Rangliste:Inflation Linked Bond Funds, sortiert nach Sharpe-Ratio 3 Jahre

Chart 5 Jahrediverser Infl.-Linked-Bond-Funds
-> der NOMURA (vormals MAT) REAL RETURN FONDS (848436) hat den kleinen Vorsprung gegenüber dem LGT im Zeitraum seit Anfang August 2011 erzielt.

Chart 2 Jahre
- minus des in der Finanzkrise 2008 ziemlich heftig abgestürzten DWS
- plus dem Nomura Real Protect (848445, seit 05/09): wie Nomura Real Return, aber gegenüber dem Euro währungsgesichert

Chart 3 Jahre:die beiden Nomura und der LGT

Facts zu den beiden o.g. Fonds beiNomura

Nomura Real Return gewinnt Lipper Fund Award und Euro Fund Award 2011:
Bericht bei maintrust und bei fundresearch
Interview mit Dr. Holger Brauer, Fondsmanager des Nomura Real Return Fonds und anderen Infl.-Linked-Bonds-Fondsmanagern vom 15.3.11 bei w.o.
Zuletzt geändert von schneller euro am 07.04.2012 12:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Papstfan » 22.11.2011 17:51

.....Die Schuldenkrise macht selbst erfahrene Börsianer ratlos. In ihrer Not rufen auch sie nun nach der Notenpresse......
„Ich weiß gar nicht, wo am Ende der Exit sein soll“, sagt Jens Ehrhardt, Vermögensverwalter aus München. Auch er fordert: Die EZB muss kaufen – auch wenn die steigende Geldmenge die Inflation anheizt. Ein bisschen Inflation sei in Ordnung, sagt Ehrhardt, nur nicht zu viel. „Das ist wie mit dem Rauschgift: Ein bisschen ist mal ganz nett. Aber auf die Dauer wird man abhängig.“.....
quellen-vermerk: das handelsblttzum Suaren Fondsmanager-Gipfel
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Beitragvon lloyd bankfein » 22.11.2011 19:28

schneller euro hat geschrieben:-> der NOMURA (vormals MAT) REAL RETURN FONDS (848436)

Nomura Real Return gewinnt Lipper Fund Award und Euro Fund Award 2011:
Bericht bei maintrust


Nomura Asset Management Deutschland KAG mbH war die deutsche Kapitalanlagegesellschaft der Nomura-Grupp
... nach dem Rebranding der MAINTRUST Kapitalanlagegesellschaft mbH in Nomura Asset Management Deutschland KAG mbH werden wir nun auch unsere Fondsnamen entsprechend harmonisieren. Per 23. Juni 2010 wird das im Markt bekannte Kürzel „MAT“ somit durch „Nomura“ ersetzt ...
Meldung bei
nomura-asset

(ich hatte oft Maintrust mit Mainfirst verwechselt)
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Beitragvon Fondsfan » 23.11.2011 12:31

Nimmt man beim Nomura 848436 die letzten
sechs Monate weg, so sieht er im Vergleich zu
anderen Rentenfonds ziemlich uninteressant aus.

Hat jemand eine Erklärung für diese Outperformance
der letzten Zeit?
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Beitragvon Papstfan » 23.11.2011 15:52

Fondsfan hat geschrieben:Nimmt man beim Nomura 848436 die letzten
sechs Monate weg, so sieht er im Vergleich zu
anderen Rentenfonds ziemlich uninteressant aus.

Hat jemand eine Erklärung für diese Outperformance
der letzten Zeit?


meine Vermutung:
a) Wechselkursgewinne weil 848436 nicht gegen Euro gesichert
b) die tats. Inflation war hoeher als die erwartete Inflation
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Beitragvon schneller euro » 26.11.2011 13:41

M&G EUROPEAN INFLATION LINKED CORPORATE BOND FUND (A1C5C9)
- seit 09/10, Comdirect-Chart seit 01/11
- erster inflationsgeschützte Unternehmensanleihen-Fonds
- Fondsmanager = Jim Leaviss (auch Co-Manager des M&G European Inflation Linked Bond Funds)
- die Duration im Fonds wird aktiv gesteuert und kann sogar negativ werden.
Zitat aus DFA22/2011: "...Dies ist für ein inflation-linked-Produkt deshalb so wichtig, weil es eben genau für den Fall von steigender Inflation konstruiert ist. Wer will schon auf der einen Seite durch steigende Inflation mehr verdienen und auf der anderen Seite durch Zinssteigerungsreaktionen wieder Geld verlieren...."
- M&G verwaltet zZ ca. 110Mrd Euro in Anleihenfonds (M&G Optimal Income u.v.a.m)

Chartvergleich 1 Jahrmit den oben im Thread genannten Nomura und LGT
-> bisher kein überzeugendes Ergebnis des M&G
Zuletzt geändert von schneller euro am 07.04.2012 12:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Papstfan » 07.12.2011 10:20

Die von Boerse-Online befragten Volkswirte erwarten fuer 2012 eine etwas sinkende Inflationsrate.
Fuer 2013 erscheint mir die Aussage von Dr. Jens Erhardt wichtig:
".......Die einzige Lösung sieht der Vermögensverwalter darin, dass die Europäische Zentralbank (EZB) massiv Anleihen kauft. Dies würde jedoch die Inflation anheizen. Für das Jahr 2013 rechnet Ehrhardt daher mit einer großen Inflation. ......"
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Beitragvon Fondsfan » 07.12.2011 12:13

Erhard lag seit geraumer Zeit mit so vielen
seiner Prognosen zumindest im Timing falsch,
dass ich mich nach ihm nicht richten wjürde,
auch wenn ich seine Publikationen weiter lese.

Die schlichte Gleichung Mehr Geld = mehr Inflation
ist solange falsch, wie dieses Geld nicht ausgegeben
wird.

Wenn aber in der ganzen Euro-Zone die Neuverschuldung
vermindert wird spricht das gegen eine durch die
Geldvermehrung induzierte Inflation.
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Beitragvon schneller euro » 09.12.2011 09:13

Papstfan hat geschrieben:Aussage von Dr. Jens Erhardt:
".......Die einzige Lösung sieht der Vermögensverwalter darin, dass die Europäische Zentralbank (EZB) massiv Anleihen kauft. Dies würde jedoch die Inflation anheizen. Für das Jahr 2013 rechnet Ehrhardt daher mit einer großen Inflation. ......"


Max Schott von Smart-Invest sieht es ganz anders:
"...Vergessen Sie die Inflation!
...Wichtig für das Verständnis ist im Zusammenhangvon Staatsverschuldung mit Inflationdas Sparparadoxon: Wenn eine Person, ein Unternehmen oder eine Kommune spart, steigert sie nicht nur ihr Vermögen, sondern schafft auch investierbare Mittel für eine Volkswirtschaft.
Der Haken: Wenn alle sparen, bricht der Konsum ein. Unternehmen erkaufen weniger, schränken ihre Produktion ein und investieren weniger. Die Folge sind Wachstumsschwächen. Genau diese Gefahr besteht angesichts der internationalen Sparanstrengungen. Eine steigende Inflation ist da unwahrscheinlich. Zu wenig beachtet wird zudem die demografische Entwicklung. ..."
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Beitragvon lloyd bankfein » 23.12.2011 20:06

die Meinung von Andrew Wells von Fidelity :
" ....Ich gehe davon aus, dass viele Anleger zu Beginn des neuen Jahres die derzeit günstigen Bewertungen nutzen werden, um sich unter anderem mit inflationsgeschützten Papieren einzudecken.
Zudem dürften Investoren 2012 Schwellenländeranleihen stärker unter strukturellen, anstatt, wie bisher, taktischen Erwägungen ins Kalkül ziehen. Nicht wenige Schwellenländer sind inzwischen in Sachen Schuldenstand und Haushalt vielen Industrieländern weit überlegen. Und da im Zuge der allgemein schlechteren Marktstimmung auch die Anleihenrenditen von Schwellenländern mit vernünftiger Wirtschafts- und Haushaltspolitik gestiegen sind, sollten diese Papiere ertragsorientierten Anlegern attraktive Chancen eröffnen. Inflationsgeschützte Anleihen aus den Schwellenländern locken ebenfalls mit interessanten realen Renditen. Den Nachteil vergleichsweise höherer Preise dürften sie auch im kommenden Jahr durch ein robustes Wirtschaftswachstum mehr als wettmachen."l
Quelle: fundresearch
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Beitragvon BOERSEN-RAMBO » 28.12.2011 14:11

VuV: Inflation wird 2012 ein Top-Thema....rechnen rund zwei Drittel der Befragten mit einem Anstieg der Inflation in Deutschland: 65 Prozent gehen von Steigerungsraten über zwei Prozent aus.....
Eine knappe Mehrheit (rund 59 Prozent) sieht den Tiefpunkt an den Finanzmärkten noch nicht erreicht. Der andere Teil der Befragten rechnet damit, dass es in 2012 mit den Kursen wieder bergauf geht....

von der Quelle: fondsprof.
Und Gott fragte die Steine : "Wollt Ihr PANZERGRENADIERE werden ?"
Aber die Steine antworteten : "Nein Herr, wir sind nicht hart genug !"
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Beitragvon Fondsfan » 28.12.2011 16:28

Kann mir mal jemand erklären, wie eine Inflation entstehen
soll, wenn in DE das Wachstum nur noch minimal sein wird
und in mehreren Euro-Ländern eine Rezession beginnt, darunter
so wichtigen Märkten wie Italien, Spanien und Frankreich?
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Beitragvon lloyd bankfein » 28.12.2011 18:57

Da z.Zt. alle mögl. Experten vor Staats-Anleihen warnen und Unternehmensanl. empfehlen,kommt demnach nur noch der M & G infrage:
( die anderen o. g. investieren ja ausschl. oder haupts. in Staatsanl.?

schneller euro hat geschrieben:M&G EUROPEAN INFLATION LINKED CORPORATE BOND FUND (A1C5C9)
- seit 09/10, Comdirect-Chart seit 01/11
- erster inflationsgeschützte Unternehmensanleihen-Fonds
- Fondsmanager = Jim Leaviss (auch Co-Manager des M&G European Inflation Linked Bond Funds)
- die Duration im Fonds wird aktiv gesteuert und kann sogar negativ werden.
Zitat aus DFA22/2011: "...Dies ist für ein inflation-linked-Produkt deshalb so wichtig, weil es eben genau für den Fall von steigender Inflation konstruiert ist. Wer will schon auf der einen Seite durch steigende Inflation mehr verdienen und auf der anderen Seite durch Zinssteigerungsreaktionen wieder Geld verlieren...."
- M&G verwaltet zZ ca. 110Mrd Euro in Anleihenfonds (M&G Optimal Income u.v.a.m)

Chartvergleich 9 Monatemit den oben im Thread genannten Nomura und LGT
-> bisher kein überzeugendes Ergebnis des M&G
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Beitragvon schneller euro » 29.12.2011 10:26

Ein paar Stichproben, welche Renten- und defensiven Mischfonds in Inflation Linked Bonds investiert sein könnten, bzw schon sind:

- Quint:Essence Strat. Defensiv (974560): z.Z. fast 22% in Inflation Linked Bonds

- M&G Optimal Income (A0MND8) am Rande investiert in ILB.´s

- Allianz (DIT) Kapital Plus (847625): "...kann das Fondsmanagement im Anleihenteil in sämtliche Anlageinstrumente investieren, die die vorgegebenen Bonitätsvoraussetzungen erfüllen, so auch in Inflation-Linked-Bonds, die vornehmlich von Staaten (z.B. Deutschland, Frankreich) begeben werden..."

- Ethna und Bantleon könnten in diversen Fonds in Inflation Linked Bonds investieren, sind es aber derzeit nicht, weil dort aktuell die Inflationsgefahren gering eingeschätzt werden

- Carmignac Patrimoine (A0DPW0) hält z.Z. auch keine ILB´s
Zuletzt geändert von schneller euro am 02.01.2012 18:52, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon drhc » 01.01.2012 12:45

lloyd bankfein hat geschrieben:die Meinung von Andrew Wells von Fidelity :
" ....Ich gehe davon aus, dass viele Anleger zu Beginn des neuen Jahres die derzeit günstigen Bewertungen nutzen werden, um sich unter anderem mit inflationsgeschützten Papieren einzudecken.


Ich bin sehr gespannt, ob diese Prognose eintreffen wird.

Bei DerFonds 23-2011 gelesen:
"...Den größten Zuwachs 2011 erzielte
dabei der Nomura Real Return, dessen
Manager Holger Brauer vor allem mit Anleihen
aus im Vergleichsindex Barclays Global
ILB EUR Hedged kaum vertretenen Ländern
wie Schweden, Kanada oder Südkorea punktete.
Doch auch in den Vorjahren konnte
sein im Herbst 2004 aufgelegter Fonds im
freien Wettbewerb ohne weiteres mithalten:
Die durchschnittliche Rendite seit dem
Start beträgt 4,8 Prozent gegenüber 4,6 Prozent
im globalen Renten-Index. ... "
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Aktualisierung des Beitrags vom 29.12.11

Beitragvon schneller euro » 02.01.2012 18:52

Ein paar Stichproben, welche Renten- und defensiven Mischfonds in Inflation Linked Bonds investiert sein könnten, bzw schon sind:

- Quint:Essence Strat. Defensiv (974560): z.Z. über 23% in Inflation Linked Bonds. Zitat aus dem Newsletter 12/11: "...Bei den gegenwärtig inflationären Tendenzen bleiben inflationsindexierte Staatsanleihen dagegen elementarer Bestandteil unserer Strategie..."

- M&G Optimal Income (A0MND8) am Rande investiert in ILB.´s

- Allianz (DIT) Kapital Plus (847625): "...kann das Fondsmanagement im Anleihenteil in sämtliche Anlageinstrumente investieren, die die vorgegebenen Bonitätsvoraussetzungen erfüllen, so auch in Inflation-Linked-Bonds, die vornehmlich von Staaten (z.B. Deutschland, Frankreich) begeben werden..."

- Ethna und Bantleon könnten in diversen Fonds in Inflation Linked Bonds investieren, sind es aber derzeit nicht, weil dort aktuell die Inflationsgefahren gering eingeschätzt werden

- von Starcapital wurde mir mitgeteilt:
"...Aktuell schwächt sich unsere Konjunktur ab und wir sehen eher deflationäre als inflationäre Entwicklungen. Im Rahmen der lokalen Schuldenkrisen ist dies jedoch Gift und kann weitere Probleme generieren. ... Aber: Märkte waren nie und sind nicht prognostizierbar. Da ein Restrisiko der Inflation nicht auszuschließen ist, empfiehlt sich u. E. in diesem unsicheren Umfeld eine Struktur der Anlagen, bei der Sachwerte (in Form von Aktien) berücksichtigt werden sollten. ... In unseren Fonds besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass auch inflationsgeschützte Anleihen gekauft werden können. Was auch immer wieder erfolgt. Derzeit halten wir im Bond Value eine solche, aus o.g. Gründen, jedoch nicht. ..."

- Carmignac Patrimoine (A0DPW0) hält z.Z. auch keine ILB´s

- Ad-Vanemics ETF Dachfonds (A1JD7U) Mitte Jan. ca. 7% Anteil am DB X-TR II IBX GBL INF-LKD
Zuletzt geändert von schneller euro am 25.01.2012 13:53, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon lloyd bankfein » 02.01.2012 19:58

Quint:Essence Strat. Defensiv (974560): z.Z. über 23% in Inflation Linked Bonds.
Es erstaunt mich, dass dies die Einzigen sind,welche z.Zt. so massiv in diesen Bereich investieren
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Beitragvon Papstfan » 05.01.2012 12:21

2 Artikel von vor ca 4 Wochen bei
das Investment:
".....Thorsten Polleit..... Chefvolkswirt von Barclays Capital warnt davor, die Inflationstendenzen zu unterschätzen......Eine von der Politik in Kauf genommene Inflation zur Rettung des Euro hält Polleit nicht für ratsam. „Damit Inflation ihr tückisches Werk verrichten kann – die Vermögen vom Sparer zu Gunsten des Schuldners umzuverteilen – muss sie unerwartet kommen“, so Polleit. „Das aber wird zu immer weiter steigender Inflation führen müssen, weil sich die Inflationserwartung anpasst.“ Im Extremfall führe das zu einer Hyperinflation.
Eine Inflationspolitik werde den Euro nicht retten, sondern sie schwört eher politische Zentrifugalkräfte in der Eurozone und der EU herauf........"
und
hier:
".....Auch in dieser Woche waren Anleihen die klaren Favoriten der Verwalter. Insbesondere inflationsgeschützte Anleihen wie die Bundesanleihe Inflation 09/20 (WKN: 103052) gehörten zu den Favoriten. Im Vorfeld der neuen Geldschwemme bewiesen die Verwalter damit das richtige Näschen......"
meint Firstfive-Chef Jürgen Lampe

: ich weiß es nicht. Werde mir aber keine infl.geschuetzten Anleihen oder spez. Fonds in das Depot legen. Sondern darauf vertreten dass die div. Rentenfonds- und Mischfonds-Manager im richtigen Momente in solche Anl. oder schon investiert haben

nanu: gerad noch mal auf meinen Text geschaut und bemerkt: "vertreten" habe ich geschrieben statt "vertrauen" - > freudsche Fehlleistung in dem Sinne, dass die Fondsmanager stellvertretendfuer mich die Entscheidung uebernehmen sollen !?
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Beitragvon Papstfan » 24.01.2012 16:46

drhc hat geschrieben:
lloyd bankfein hat geschrieben:die Meinung von Andrew Wells von Fidelity :
" ....Ich gehe davon aus, dass viele Anleger zu Beginn des neuen Jahres die derzeit günstigen Bewertungen nutzen werden, um sich unter anderem mit inflationsgeschützten Papieren einzudecken.


Ich bin sehr gespannt, ob diese Prognose eintreffen wird.


Die Prognose ist insofern eingetroffen, dass der im Thread gen. Nomura Real Return (Wkn 848436) im Jaenner zu den am meist gehandelten Produkten an den Fondsboeresn gehoerte.
Starfondsmanager Peter Huber vertritt allerdings eine voellig gegenteilige Auffassung (Starinvest, neue Ausgabe mit dem Titel "Kontraktion"):
"......Wir müssen uns darauf einstellen, dass die „große Kontraktion“
noch zu vielen Staatspleiten und Bankzusammenbrüchen (a la
Hypo Real Estate, Northern Rock und Dexia) und den damit verbundenen
großen Vermögensverlusten führen wird. Deshalb ist
auch die panische Angst vor einer Inflation völlig unbegründet,
denn es besteht eher die Gefahr einer Deflation. Daran ändert
auch nichts, dass derzeit überall die Notenpressen heiß laufen.
Denn das neue Geld gelangt ja nicht über Lohnerhöhungen in
den Wirtschaftskreislauf und wird damit auch nicht nachfragewirksam

.....
Selbst wenn es heute keiner hören will, bieten deshalb Unternehmensbeteiligungen
– auch in Form von Aktien – auf längere
Sicht das mit Abstand beste Chance/Risiko-Verhältnis. Nach den
deprimierenden Erfahrungen der letzten zwölf Jahre mit drei
ausgeprägten Baisse-Phasen gelten Aktien allgemein als Hochrisikopapiere,
die unbedingt zu meiden sind. Ein Blick zurück
auf die letzten 200 Jahre zeigt jedoch, dass Aktien zwar kurzfristig
ein erhebliches Risiko bergen, langfristig aber die
sicherste und rentabelste Anlage sind...... "
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Beitragvon drhc » 14.02.2012 09:54

Papstfan hat geschrieben:
drhc hat geschrieben:
lloyd bankfein hat geschrieben:die Meinung von Andrew Wells von Fidelity :
" ....Ich gehe davon aus, dass viele Anleger zu Beginn des neuen Jahres die derzeit günstigen Bewertungen nutzen werden, um sich unter anderem mit inflationsgeschützten Papieren einzudecken.


Ich bin sehr gespannt, ob diese Prognose eintreffen wird.


Die Prognose ist insofern eingetroffen, dass der im Thread gen. Nomura Real Return (Wkn 848436) im Jaenner zu den am meist gehandelten Produkten an den Fondsboeresn gehoerte.
Starfondsmanager Peter Huber vertritt allerdings eine voellig gegenteilige Auffassung


Eine Umfrage von Börse-Online bei div. Chef-Volkswirten ergab kürzlich, dass man 2013 sogar mit etwas rückläufiger Inflation rechnet.
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Beitragvon FinanzHai » 27.02.2012 10:55

drhc hat geschrieben:Eine Umfrage von Börse-Online bei div. Chef-Volkswirten ergab kürzlich, dass man 2013 sogar mit etwas rückläufiger Inflation rechnet.


aber auf sicht von spätestens 3 oder 4 jahren rechnen die meisten der gleichen Experten mit hoher Inflation
Wählt FDP, die Steuersenkungs-Partei
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Beitragvon schneller euro » 02.03.2012 11:10

schneller euro hat geschrieben:- Quint:Essence Strat. Defensiv (974560): z.Z. über 23% in Inflation Linked Bonds. Zitat aus dem Newsletter 12/11: "...Bei den gegenwärtig inflationären Tendenzen bleiben inflationsindexierte Staatsanleihen dagegen elementarer Bestandteil unserer Strategie..."

Aus dem Factsheet 01/12 des Quint:Essence Strat. Defensiv (974560):
"...Darüber hinaus nutzten wir noch einmal eine kurze Schwächephase
der inflationsindexierten französischen Staatsanleihe aus, um die
Position, die wir bereits im Dezember günstig eingegangen sind, weiter auszubauen...."
...
INFLATIONSGESCH. ANLEIHEN: 24,13 %
...
TOP 10 POSITIONEN:
2,2500% BRD INFLAT. INDEXED 07/15.04.13
...
FRN BRD INFLAT. INDEXED 06/15.04.16
...
1,8% FRANKREICH INFL INDEX 07/25.07.2040

Chartvergleich 3 Jahredes Quint:Essence mit den o.g. Spezialfonds von LGT und Nomura


===============================================


Aus dem fondsxpress 08/12:
JB EM Inflation Linked Bond Fund (A1C0PS)
"...Der „Inflationsfonds“ ist eine gute Möglichkeit, am Wachstum der
Schwellenländer zu partizipieren. Der JB Fonds war der Erste, der dies
nutzt. Er belegte hierfür den dritten Platz bei der Wahl zur Fondsinnovation
des Jahres 2011 vom Finanzen Verlag...
Onvista-Snapshotder aussch. Tranche mit der WKN A1C0PS



===============================================



Schott und Sand, GF und Fondsmanager bei smart-invest, haben ein Buch geschrieben. "Schutz vor Inflation und Euro-Crash" (Verlag Akademische Arbeitsgemeinschaft)
Zitate von Max Schott: "...Wer jetzt in Erwartung einer steigenden Inflation einseitig zum Beispiel auf Gold oder Immobilien setzt, könnte enttäuscht werden...
sind die Renditen von Staatsanleihen führender Industrieländer seit 2007 massiv gefallen - ein klares Zeichen, dass Investoren nicht mit Inflation rechnen. Ein weiteres Warnsignal ist die Entwicklung der Schuldenkrise. „Europa will sich alleine durch massives Sparen von den Schulden befreien - aber hier droht Europa Opfer des Spar-Paradoxon zu werden", ...Wenn einer spart, ist das langfristig gut für die Vermögensbildung. Wenn alle sparen, bricht das Wachstum zusammen. Positive Wachstumssignale erwartet Sand eher aus Schwellenländern, die mit gesunden Staatsfinanzen, einer vorteilhaften demografischen Entwicklung und einer zunehmenden politischen Stabilität aufwarten. ..."
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Beitragvon drhc » 08.05.2012 11:41

... Viele Gründe sprechen allerdings dafür, dass sich die globale Wirtschaft in den nächsten Jahren eher in einem deflationären als in einem inflationären Umfeld bewegen wird, meint Dr. Alessandro Bee, Ökonom bei Bank Sarsin & Cie. AG. ...
dürften die Schwellenländer ihren fixen Wechselkurs zum US-Dollar aufgeben. Die nachfolgende Aufwertung der Schwellenländerwährungen werden die Importpreise senken und so die Inflationsgefahren mindern ...
ist Deutschland in der Europäischen Währungsunion gefangen... Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ihre Geldpolitik nicht an der robusten Konjunktur in Deutschland ausrichten... Die Geldpolitik der EZB wird in den nächsten Jahren für Deutschland daher eher zu expansiv sein ...
Quelle = [url=http://www.institutional-money.com/cms/index.php?id=11&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=38286]instit.-money[/url]

Diese Analyse spricht eher für ein Investment in den o. g. Allianz (DIT) Kapital Plus (847625): "... kann das Fondsmanagement im Anleihenteil in sämtliche Anlageinstrumente investieren, die die vorgegebenen Bonitätsvoraussetzungen erfüllen, so auch in Inflation-Linked-Bonds, die vornehmlich von Staaten (z.B. Deutschland, Frankreich) begeben werden..."
aber eher gegen den o. g. Jb Inflation Linked Em Bond Fund
Der o. g. M&G EUROPEAN INFLATION LINKED CORPORATE BOND FUND (A1C5C9) und andere sollte en Detail geprüft werden
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Beitragvon schneller euro » 13.07.2012 09:45

drhc hat geschrieben:Diese Analyse spricht eher für ein Investment in den o. g. Allianz (DIT) Kapital Plus (847625): "... kann das Fondsmanagement im Anleihenteil in sämtliche Anlageinstrumente investieren, die die vorgegebenen Bonitätsvoraussetzungen erfüllen, so auch in Inflation-Linked-Bonds, die vornehmlich von Staaten (z.B. Deutschland, Frankreich) begeben werden..."
aber eher gegen den o. g. Jb Inflation Linked Em Bond Fund
Der o. g. M&G EUROPEAN INFLATION LINKED CORPORATE BOND FUND (A1C5C9) und andere sollte en Detail geprüft werden


handelsblatt:"...inflationsindexierte Firmenbonds sind Mangelware. „Es gibt nur wenige Unternehmen, deren Einnahmen proportional zur Inflation in der Euro-Zone steigen. Zudem ist es für die Unternehmen günstiger, sich über andere Instrumente vor einem Inflationsanstieg abzusichern...
Die Chefvolkswirte von Deutscher Bank, Commerzbank und Dekabank sehen das noch drastischer. Sie gehen zwar auf Sicht von ein, zwei Jahren noch von moderaten Inflationsraten aus, rechnen aber danach mit einem Anstieg auf drei bis vier Prozent, wobei die Verbraucherpreise in Deutschland noch deutlicher steigen sollten...
Für Investoren, die auf absolute Sicherheit setzen, bleiben dabei aber letztlich nur die deutschen Papiere. Mit 48 Milliarden Euro sind sie aber nicht das Schwergewicht am Euro-Linker-Markt, der laut Barclays 336 Milliarden Euro schwer ist. Den Löwenanteil machen Bonds aus Frankreich und Italien aus...."
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Beitragvon lloyd bankfein » 02.08.2012 10:33

Bill Gross von Pimco bei [url=http://www.fondsprofessionell.de/news/marktanalysen/nid/pimco-chef-der-aktienkult-koennte-bald-vorbei-sein/gid/1004766/?tx_fp_pi1[ref]=4]fondsprof.[/url]: " ....sollten sich die Anleger auf Maßnahmen wie quantitive Lockerung in nahezu allen entwickelten Ländern vorbereiten,... „Der Kult um die Aktienmärkte könne dabei verloren gehen und der Kult um die Inflation könnte gerade begonnen haben ..."
am Ende des ARtikels hat jemand von der LGT einen Kommentar verfasst und Argumente für den oben im Thread erwähnten LGT Global Bond Fund Inflation Linked aufgezählt.
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Beitragvon schneller euro » 21.08.2012 07:37

Sehr ausf. Artikel zum Thema bei fondsprofessionell
Zitat: "...hat eine inflationsindexierte deutsche Staatsanleihe mit Fälligkeit 2022 derzeit (16.8.2012) eine negative Rendite von -0,35 Prozent. Eine nominale Bundesanleihe mit gleicher Fälligkeit weist einen Ertrag von 1,55 Prozent auf. Die BEI beträgt entsprechend 1,90 Prozent (1,55 minus (-0,35)). Liegt die Inflation über dem errechneten BEI-Wert, wie es mit 1,98 Prozent in Deutschland im Moment – noch – der Fall ist, folgt aus der Logik der BEI-Formel eine Kaufempfehlung für inflationsindexierten Anleihen, weil diese Anlegern den Inflationsanstieg oberhalb der BEI erstatten. Selbst wenn die aktuelle Rendite einer ILB negativ ist, stimmt diese Feststellung: Letztere machen bei einem größeren Abstand zwischen der BEI und der aktuellen Inflation immerhin geringere Verluste als nominelle Anleihen. Und bei einem Inflationsanstieg steigt die Rendite einer ILB ohnehin wieder ...
Anleger sollten vor einem Investment in ILBs zudem bedenken, dass deutsche inflationsindexierte Anleihen kein wirksamer Schutz gegen einen Inflationsanstieg hierzulande sind, da als Basiswert nicht der deutsche Verbraucherpreisindex ohne Tabak sondern der europäische harmonisierte Verbraucherpreisindex ohne Tabak (HVPI) herangezogen wird. In diesen fließen unter anderem auch die Inflationsraten von Ländern wie Italien und Griechenland ein. Zwar sind Anleger bei einer europäischen Inflationsrate, die aktuell rund 2,35 Prozent beträgt und damit rund 0,4 Prozent höher als in Deutschland liegt, momentan sogar besser gestellt. Das Verhältnis zwischen den beiden Teuerungsraten kann sich aber jederzeit umkehren. ..."
Als Anhang zum Artikel eine Tabelle mit Inflation-Linked-Bonds-Funds, sortiert nach Regionen und Perf. fondsprofessionell

...

fundresearch:
Die Top 5 inflationsgeschützten Anleihefonds. Der Nomura Real Return mit der besten Perf. im 3-Jahres-Vergleich, der AXA WF Global Inflation Bonds ( LU0227148219) mit der besten Sharpe-Ratio

...

Aus dem Beitrag vom 26.11.11 (s.o.): Chartvergleich 1,5 Jahredes M&G EURO INFLATION LINKED CORPORATE BOND FUND (A1C5C9) mit Nomura Real Protect (848445, seit 05/09, währungsgesichert gegen Euro), Nomura Real Return (non hedged) und dem oft erwähnten LGT Inflation Linked Bond Fund
-> Trendwechsel in den letzten Wochen: Gewinne für Corporates und Verluste Staatsanleihen, auch bei Infl.-Linked-Bonds

Weitere Charts und Zusammenfassung -> Beitrag vom 22.11.11, s.o.
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Beitragvon Papstfan » 21.08.2012 14:47

Umfrage des ZEW zu Inflation und Geldpolitik mit 228 Finanzmarktexperten im Aug. 2012:
Nachdem die Inflationsrate Mitte des laufenden Jahres bei 2,4 Prozent gelegen hatte, wird sie von den Befragten im Schnitt nun bei 2,25 Prozent für das Gesamtjahr 2012 gesehen. Für das Jahr 2013 wird dann allerdings noch einmal ein leichter Rückgang erwartet.
ora et labora!
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Beitragvon lloyd bankfein » 04.11.2012 12:23

es scheint so, als ob der beste Zeitpunkt zum Einsteigen/Aufstocken solcher Bonds bzw Fonds vorbei ist.
" ....mittlerweile auch die reale Rendite von heimischen Linkern ins Minus gerutscht ist. So rentiert etwa der Linker der Bundesrepublik Deutschland mit Fälligkeit April 2018 (ISIN: DE0001030534) mit minus 0,8 Prozent. "Vor allem aufgrund der zuletzt gestiegen Inflationsangst vieler Investoren und der damit einhergehenden kräftigen Nachfrage nach diesen Papieren ist die reale Rendite ins Minus gerutscht" ....."
mehr bei anleihenmonitor.de
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Beitragvon Fondsfan » 04.11.2012 13:17

Wer jetzt Linker kauft, blendet m.E. einen Teil der Wirklichkeit aus.

Vermutlich wird es demnächst stark steigende Inflationsraten geben,
so dass die Linker davon profitieren.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt werden aber auch die Zinsen steil
ansteigen, so dass dieser Vorteil mehr oder weniger (über)kompensiert
wird.
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Beitragvon slt63 » 04.11.2012 14:29

Ich denke eher daß die Zinsen im Zweifel künstlich niedrig gehalten werden, mit welchen Mitteln auch immer; DDR 2.0 lässt grüssen unsere Staatsratsvorsitzenden Dr. M. und Dr. S. werden es schon richten...

"Inflation" gibt es ja schon, allerdings nicht in allen Bereichen: Gold u Immobilien werden gekauft und steigen im Preis... Bei anderen Gütern sehe ich das nicht so, bspwse Autos...wenn man sich die Rabatte anschaut.
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Beitragvon Fondsfan » 04.11.2012 14:43

slt63 hat geschrieben:Ich denke eher daß die Zinsen im Zweifel künstlich niedrig gehalten werden, mit welchen Mitteln auch immer; DDR 2.0 lässt grüssen unsere Staatsratsvorsitzenden Dr. M. und Dr. S. werden es schon richten...

"Inflation" gibt es ja schon, allerdings nicht in allen Bereichen: Gold u Immobilien werden gekauft und steigen im Preis... Bei anderen Gütern sehe ich das nicht so, bspwse Autos...wenn man sich die Rabatte anschaut.


Die Sache mit den Inflationsraten hat einen großen Haken.

Inflation ging in den letzten Jahren maßgeblich von den Preisen
für Energie aus, man nehme nur den langfristigen Ölpreis als Beispiel.

Wenn jetzt aber der sogenannte Oil Peak frühestens 2030 erwartet wird
und die USA mittlerweile mehr Öl fördern als Saudi-Arabien, dann könnte
es passieren, dass von hier aus gegenläufige Kräfte wirken.

Ein sinkender Ölpreis würde im übrigen mehr für die Konjunktur tun als
jede Manipulation einer Notenbank.
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Re: Inflation Linked Bond Funds

Beitragvon lloyd bankfein » 29.05.2017 16:55

in dem neuen Star-Invest schreibt Peter Huber: „…Es ist die totale Hybris der Notenbanken zu glauben, sie könnten die Inflation so steuern, dass sie bei zwei Prozent stehen bleibt. In drei bis vier Jahren werden wir in Europa über fünf Prozent Inflation haben, mindestens!... Die Inflationsraten werden in Europa viel schneller steigen als die Zinsen. Wir bekommen also tatsächlich die finanzielle Repression mit negativen Realzinsen, die auf längere Sicht zur schrittweisen Entschuldung der Staaten beitragen könnte. Wenn unsere Annahmen stimmen, ergeben sich hochinteressante Anlagechancen an den Rentenmärkten. Denn zum einen wären inflationsgeschützte Staatsanleihen völlig unterbewertet. Die 10-jährige inflationsgeschützte Bundesanleihe (Linker) enthält aktuell nur eine Inflationserwartung von 1,2 Prozent pro Jahr. Das ist ein Witz! Zum anderen kann man bei den normalen Staatsanleihen auf fallende Kurse setzen und so mit etwas Geduld viel Geld verdienen….“
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Re: Inflation Linked Bond Funds

Beitragvon Fondsfan » 30.05.2017 20:53

Kluge Gedanken von Starinvest, nimmt man jedoch den
von schneller euro am 22.11.2011 eingestellten Chartvergleich auf fünf
Jahre bezogen auf heute so hat ein Lyxor ETF die beste Performance.

Schon bemerkenswert.
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Beitragvon schneller euro » 16.09.2020 10:41

Aus dem Beitrag vom 26.11.11 (s.o.): Chartvergleich 10 Jahre des M&G EURO INFLATION LINKED CORPORATE BOND FUND (A1C5C9) mit Nomura Real Protect (848445, seit 05/09, währungsgesichert gegen Euro), Nomura Real Return (non hedged) und dem oft erwähnten LGT Inflation Linked Bond Fund


Weitere Charts und Zusammenfassung -> Beitrag vom 22.11.11, s.o.

Aktuelle Beiträge bei: Starcapital zum Thema "Inflation"
und bei Börse München
Zitat von Markus Merkel, von Steinbeis&Häcker: "...die Auswahl an Inflation Linked Bonds vergleichsweise gering ist. Größter Emittent sind auf globaler Ebene die Vereinigten Staaten von Amerika; in Europa Großbritannien, Frankreich und Italien (!). Seitens der Bundesrepublik Deutschland stehen derzeit vier Anleihen mittlerer bis langer Laufzeit aus (bis 2046). Ein Investment in einen Inflation Linked Bond sollte nur dann getätigt werden, wenn mindestens die so genannte Breakeven-Inflationsrate erreicht wird. An dieser erwarteten Inflationsrate der Marktteilnehmer ist abzulesen, wie hoch die Inflationsrate tatsächlich ausfallen muss, damit ein Linker gegenüber einer traditionellen Anleihe mindestens dieselbe Realverzinsung erreicht.
...Beispiel: Rentiert eine herkömmliche Bundesanleihe bei zehnjähriger Laufzeit bei -0,5 Prozent und das inflationsgeschützte Pendant bei -1,25 Prozent, so ergibt sich eine Breakeven-Inflationsrate von 0,75 Prozent. Dies entspricht der Inflationsrate, die pro Jahr in den nächsten zehn Jahren überstiegen werden muss, damit der Kauf der inflationsindexierten Anleihe vorteilhafter war als die klassische Alternative..."

Die Kategorie "Rentenfonds inflationsgeschützt" bei Fondsweb, wo in der jüngeren Vergangenheit andere Fonds besser abgeschnitten haben als die 2011 favorisierten Nomura
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Re: Inflation Linked Bond Funds

Beitragvon Fondsfan » 18.09.2020 08:50

Offensichtlich wollen die Zentralbanken in Zukunft auch
Inflationsraten deutlich über 2% p.a. tolerieren, solange
der Schnitt auf x Jahre nicht größer ist als 2 % p.a.

Das könnte eine Anlage in solchen Paperen interessant
machen.
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