Offene Immobilienfonds

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Kanam Grundinvest

Beitragvon thallo » 30.04.2012 20:08

Heute hat der Kanam einen Fondpreisabschlag von mehr als 1 %.
Nicht ausschüttungsbedingt!
Ich vermute Verkauf zweier Immobilien in Paris zu einem Gesamtpreis unterhalb der letzten Gutachter-Schätzung.
Verkauf néo und Cité du Retiro, Paris:
Besitzübergang 26. April 2012
Verkaufsvolumen gesamt: rd. 611,2 Mio. EUR
Verkaufspreis: Stillschweigen auf Wunsch des Käufers
Objektverkäufe in Paris
Mfg thallo
thallo
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Beitragvon lloyd bankfein » 01.05.2012 08:45

"Im Sinne der Gleichbehandlung aller Anleger trägt die SEB Asset Management in der Weise Vorsorge, als der Anteilwert im Zuge von Wertanpassungen im Vorfeld der Öffnung um rund 5 Prozent gesenkt wird."

Daraus wurde der gestrige 30.4. und der Anteilswert sank um 5,97%
Leider findet man auf der Seb-Website keine Angabe, ob diese -5,97%
a) mit den Vk´s im April (Chicago, Singapur, Nürnberg) zusammen hängen
oder ob
b) die Immo´s am Potsd. Platz abgewertet wurden
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Beitragvon schneller euro » 02.05.2012 10:12

Der mit weitem Abstand beste Hintergrundbericht zur aktuellen Lage beim SEB Immoinvest kommt von Morningstar
Zitate aus dem Artikel von Ali Masarwah vom 30.4. : "... ist die Frage spannend, wie sich die Berater in der Santander-Bank positionieren werden ... Pikanterweise könnte den von der SEB selber gemanagten Fonds eine mitentscheidende Rolle bei Poker um den SEB ImmoInvest zukommen... Santander- und SEB-Fonds sind für den SEB ImmoInvest Wackelkandidaten, da sie möglicherweise keine andere Wahl haben werden, als den Fonds zu verkaufen, um aus ihrer eigenen Liquiditätsklemme zu kommen. Über die Absichten der hauseigenen Fonds schweigt sich SEB Asset Management aus, ... Laut unserer Berechnung dürften heute mindestens Fondsanteile im Wert von 140 Millionen Euro in SEB-Fonds investiert sein...."
Ein weiterer Beitrag vom gleichen Autor bei Morningstarvom 27.4.
Zitat: "...wenn der Fonds es schafft, den 7. Mai zu überstehen und offen bleibt, wird es sich fortan um ein völlig neues Produkt handeln. Denn Anleger werden aufgrund der neuen vertraglichen Regelungen, die SEB Asset Management getroffen hat, nicht vor März 2013 an ihr Geld kommen.
Auch nicht Privatanleger, die weniger als 30.000 Euro abziehen wollen...."
Dazu noch ein Gastkommentar bei Morningstar,in welchem die mikro- und makroökonomische Aspekte aus Sicht eines Anlageberaters dargelegt werden. Hier werden auch einige Argumente, welche für ein Halten der Fondsanteile über den 7. Mai hinaus sprechen, erläutert.

Meine Meinung: Publikationen wie "Das Investment" & Co sollten sich die o.g. ausführlichen und objektiven Artikel von Morningstar als Vorbild nehmen für die eigene Berichterstattung. Besser und treffender kann man die aktuelle Situation beim SEB Immoinvest kaum analysieren.
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Beitragvon lloyd bankfein » 04.05.2012 08:51

schneller euro hat geschrieben:Der mit weitem Abstand beste Hintergrundbericht zur aktuellen Lage beim SEB Immoinvest kommt von Morningstar


Klasse Bericht von Morningstar, klasse Zusammenfassung bei trader-inside.
Hier ist mehr Informationsgehalt zu finden als in den Printmedien wo immer wieder nur der eine von dem anderen abschreibt. Und als bei Boards wie wallstr.-online,wo man 10-20 Seiten mit Streitereien lesen muss um mal eine sinnvolle Information zu finden.
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Beitragvon k9 » 04.05.2012 09:09

Überhaupt habe ich den Eindruck, dass sich die Analysen von Morningstar
in den letzten Monaten vom Niveau und von der Thematik her wahrnehmbar
gesteigert haben.

Mit großem Interesse habe ich z.B. die Artikel über die SWAP-Problematik bei
ETFs und die Aktienleihe bei ETFs und bei aktiv gemanagten Fonds gelesen.
So war mir das Ausmaß, in dem Aktienleihe von Fondsgesellschaften betrieben
wird, nicht klar. Kann man drüber nachdenken.

Abgesehen davon sind die Charts bei MoStar mit ihrer tagesaktuellen
Performance für mich immer noch unverzichtbar.

Gruß k-9
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SEB Immoinvest

Beitragvon Fondsfan » 04.05.2012 09:10

Am Montag oder Dienstag wissen wir mehr, aber nach
diesem Artikel wäre es ein Wunder, wenn der Fonds
"offen" bleiben würde, was sowieso nur eine Farce wäre.
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Beitragvon slt63 » 04.05.2012 09:25

Ich würde mich sehr wundern, wenn die Öffnung gelingen würde.

Was einige Fondsgesellschaften, allen voran Morgan Stanley, da veranstaltet haben, ist wohl kaum mehr als seriös zu bezeichnen. Insofern dürfte derart Vertrauen zerstört worden sein, daß eine Weiterführung dieser Fondsspezies wenig sinnvoll erscheint.
Neben den wenigen halbwegs seriösen Anbietern bedauere ich dabei am meisten, daß diejenigen, die für diesen verbrannten Boden maßgeblich verantwortlich sind (z.B. s.o.), nicht zur Rechenschaft gezogen werden.
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Beitragvon schneller euro » 04.05.2012 10:36

KILLminusNEUN hat geschrieben:Überhaupt habe ich den Eindruck, dass sich die Analysen von Morningstar in den letzten Monaten vom Niveau und von der Thematik her wahrnehmbar gesteigert haben.


Sehe ich ganz genau so. Der Grund dürfte diese Personalie sein: "...Ali Masarwah wechselt zum 4. Oktober 2011 von der portfolio Verlagsgesellschaft zu Morningstar Deutschland. Der derzeitige Chefredakteur des renommierten Magazins "portfolio international" wird in gleicher Funktion die journalistischen Aktivitäten von Morningstar in Deutschland, der Schweiz und in Österreich verantworten. In erster Linie wird er die Websites von Morningstar in Deutschland, Österreich und der Schweiz inhaltlich neu positionieren und sie zu führenden Finanzportalen ausbauen. ..."
Quelle: DowJones News Sept. 2011

KILLminusNEUN hat geschrieben:Abgesehen davon sind die Charts bei MoStar mit ihrer tagesaktuellen Performance für mich immer noch unverzichtbar.

"tagesaktuelle Performance" -> wo ist der Unterschied oder Vorteil im Vergleich zu Comdirect?
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Beitragvon k9 » 04.05.2012 10:46

schneller euro hat geschrieben:"tagesaktuelle Performance" -> wo ist der Unterschied oder Vorteil im Vergleich zu Comdirect?


Ich habe mich vielleicht nicht ganz präzise ausgedrückt.
Ich meinte die Performance des aktuellen Tages in einer
separaten Spalte visualisiert. "tagesaktuell" ist comdirect
natürlich auch.

Gruß k-9
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Beitragvon schneller euro » 04.05.2012 11:03

KILLminusNEUN hat geschrieben:Ich habe mich vielleicht nicht ganz präzise ausgedrückt.Ich meinte die Performance des aktuellen Tages in einer separaten Spalte visualisiert. "tagesaktuell" ist comdirect natürlich auch.
Gruß k-9


Also z.B.:
Wertentwicklung p.a. (%) 03.05.2012
Wertentwicklung (%) +/- Kategorie +/- Index
1 Tag -0,24 -0,29 -
1 Woche -3,54 -4,22 -
1 Monat -10,05 -10,12 -
3 Monate -13,59 -14,93 -
6 Monate -0,98 -6,64 -
lfd. Jahr -13,70 -17,29 -
1 Jahr 11,13 8,22

-> stimmt, das ist ein Vorteil gegenüber Comdirect.

...

von SEB kam vorhin noch die Mitteilung, dass nach Rücksprache mit der BaFin künftig eine jährliche Rücknahme von Anteilen i.H.v. 60000€ oder 90000€ statt nur 30000€ möglich sei. Also noch ein kleines Bonbon für die vielleicht immer noch unentschlossenen Anteilsinhaber.
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Beitragvon Fondsfan » 04.05.2012 11:05

Der Hinweis auf die tägliche Aktualisierung hat seine Bedeutung.

Es gibt Datenbanken wie z.B. die von Infos, bei denen zwar die
Kurse tagesaktuell genannt, die Charts aber nur einmal im Monat
aktualisiert werden.
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Beitragvon k9 » 04.05.2012 12:29

Der explizite Ausweis der Tagesperformance mittels einer separaten Spalte
mag verzichtbar erscheinen, stellt in meinen Augen aber einen entscheidenden
Vorteil dar wenn Trends umkippen, z.B. wenn eine Ralley beginnt. Über die
Tagesperformance ist sehr schön das Momentum eines Fonds erkennbar.

Da ich neben meinen mittel- und längerfristigen Investments auch versuche,
ausgeprägte Marktbewegungen mitzunehmen, kann ich an der Tages-
performance gut erkennen, welche Produkte in einem Segement gerade
"richtig" positioniert sind. Oft sind das neue Produkte ohne entsprechenden
Track-Record oder Produkte mit einem eher mäßigen Track-Record auf
lange Sicht.

Es gibt auch KAGs, die bevorzugt Produkte anbieten, die in solchen Markt-
phasen sehr aggressiv agieren und weniger eine stetige positive Entwicklung
im Auge haben.

Um ein Beispiel zu nennen. Ich habe seit vielen Jahren den Magellan, den
ich nach wie vor im EM-Bereich für einen soliden Langfrist-Performance-
Bringer halte. Wenn aber die allemeine "Großwetterlage" positiv ist,
überall Optimismus herrscht und die EM-Fonds dann besonders gut performen,
dann würde ich in dieser Phase kurzzeitig eher ein Produkt von
Invesco oder Baring nehmen als eins von Comgest oder Vontobel.

Wenn ich an der Tagesperformance mehrere Tage hintereinander sehe,
dass hier eine Produkt gerade die richtigen Einzelpositionen hat, greife
ich zu. Natürlich ist gleichzeit auch verstärktes Beobachten und rechtzeitiges
Rausgehen unumgänglich.

Gruß k-9
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Beitragvon edwin » 04.05.2012 13:57

SEB wäre besser beraten gewesen statt auf jährliche auf eine quartalsweise Verfügbarkeit zu setzen. So wird man wohl viele Anleger verschrecken, die nicht so lange vorausplanen wollen.

Auf der anderen Seite, schauen wir doch mal 3-4 Jahre zurück, da wurden die OIF mit Geldern nur so zugeschüttet, und als lukraktiver Tagesgeldersatz genutzt. Dass nun die OIF mit dem Geld das tun was in der Satzung steht, Immobilien zu kaufen und zu verwalten, das konnte doch nun wirklich keiner ahnen ;-)

Eine gewisse Mitschuld an der Liquiditätskrise der OIF müssen sich deshalb die Anleger eingestehen. Aber jetzt in Panik aussteigen? Angst war noch nie ein guter Anlageberater.
Es sind ja ganz sicher keine Schrottimmobilien, die eine oder andere ist vielleicht etwas optimistisch bewertet, aber solange die Miete fliesst ist das kein Problem.

Und was gibts denn für Alternativen im konservativen Bereich, Staatsanleihen? Ja dann viel Spass, der nächste schwarze Schwan wird sich bald zeigen.
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Beitragvon lloyd bankfein » 06.05.2012 10:22

faz
"...aktuelle Diskussion um die offenen Immobilienfonds ist heiße Luft. Angst und Panik der Investoren verstellen den Blick auf die Vorzüge dieser Geldanlage
....offenen Immobilienfonds sind hervorragende Anlagen, wenn es um die langfristige Verwaltung mittlerer Einmalbeträge geht. Wer im Alter von 45 oder 50 Jahren vor der Aufgabe steht, ein freies Privatvermögen von 200000 oder 300000 Euro zehn Jahre zu verwalten, wird bestimmt den Wunsch haben, einen Teil dieses Vermögens, beispielsweise 20 Prozent, in vermietete Immobilien anzulegen. Die aktuelle Nachfrage nach Häusern und Wohnungen aller Art zeigt, dass viele Privatleute große Angst vor Entwertung und Reform haben.
... wie sollen sich Anleger verhalten, die das Pech haben, für den Kauf vermieteter Immobilien nur 40000 oder 50000 Euro zu besitzen? Müssen sie etwa auf die Sachwerte verzichten? Sollen sie, obwohl sie sich mit Händen und Füßen dagegen wehren, doch Kredite aufnehmen? In diesen Lebenslagen gibt es zu offenen Immobilienfonds keine Alternativen, weil der Anlagebetrag einfach zu klein ist, und was nicht geht, kann in solchen Situationen auch nicht passend gemacht werden. ...."
Der Kommentar hat nicht Unrecht. Die Argumente haben etwas für sich.
Unabhängig vom Geschehen um den Seb-Immo. käme z. Bsp ein
Grundbesitz-Europa für ein längerfristiges Investment in Frage!?
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Beitragvon slt63 » 06.05.2012 13:27

lloyd bankfein hat geschrieben:...
... wie sollen sich Anleger verhalten, die das Pech haben, für den Kauf vermieteter Immobilien nur 40000 oder 50000 Euro zu besitzen? Müssen sie etwa auf die Sachwerte verzichten? Sollen sie, obwohl sie sich mit Händen und Füßen dagegen wehren, doch Kredite aufnehmen? In diesen Lebenslagen gibt es zu offenen Immobilienfonds keine Alternativen, weil der Anlagebetrag einfach zu klein ist, und was nicht geht, kann in solchen Situationen auch nicht passend gemacht werden. ...."
Der Kommentar hat nicht Unrecht. Die Argumente haben etwas für sich.
Unabhängig vom Geschehen um den Seb-Immo. käme z. Bsp ein
Grundbesitz-Europa für ein längerfristiges Investment in Frage!?


Das Problem ist, einen seriösen Anbieter zu finden. Wenn man sich anschaut, welche "Neubewertungen" in den letzten 2 Jahren vorgenommen wurden, kann man sich ein Bild über die abstrusen Bewertungen zuvor machen; und dies vor dem Hintergrund der vorher vorgenommenen ("Top-") Bewertungen der Ratingagenturen (z.B. scope). Wenn schon die sogenannten Fachleute derart daneben liegen....
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Beitragvon k9 » 07.05.2012 14:30

Gruß k-9
Dateianhänge
20120502_SEB_ImmoInvest_Kuendigung_des_Verwaltungsmandats.pdf
(38.75 KiB) 190-mal heruntergeladen
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Beitragvon Papstfan » 07.05.2012 14:49

Der Boersenkurs ist kurz nach 14 urh schon deutlich gefallen.
Die Medien melden bis jetzt (15.30) noch nichts zu Seb.
Die Nachricht findet man nur sehr verstekct auf der Seb Seite
und hat ein Datum vom 2.5.
Am Freitag hiess es, das Ergebnis sollte heute gegen 19 Uhr verkuendet werden.

Da wird doch wohl nicht etwas Unserioeses hinter stecken ?
ora et labora!
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Beitragvon tibesti » 07.05.2012 14:52

07.05.2012
SEB ImmoInvest Anteilinhaber haben entschieden

Vielzahl der Anteilinhaber hätte sich die Fortführung des Fonds gewünscht – nicht alle Anleger konnten überzeugt werden

SEB ImmoInvest wird aufgelöst: Erste Auszahlung bereits im Juni 2012 – danach halbjährliche Auszahlung geplant

Gleichbehandlung aller Anleger durch transparente Vorgehensweise sichergestellt.

Die Anteilinhaber haben gemeinsam mit dem Fondsmanagement über die Zukunft des SEB ImmoInvest entschieden. Eine Vielzahl der Investoren hätte sich eine Wiedereröffnung und Fortführung des SEB ImmoInvest im Interesse aller Anleger gewünscht. Die angekündigte frühzeitige Umstellung auf das Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz wurde als tragfähige Weiterentwicklung der Anlageform Offener Immobilienfonds aufgenommen. Aber leider konnten nicht alle Anleger überzeugt werden. Im Ergebnis bedeutet dies, dass die bis zum 7. Mai 2012 gesammelten Anteilrückgaben die Liquidität des Fonds deutlich überstiegen haben. Mit Blick auf die Gleichbehandlung aller Anleger wird somit das Fondsmanagement keine Order ausführen und in Abstimmung mit der BaFin den Fonds bis zum 30. April 2017 auflösen.

„Ich bedaure dies sehr und bedanke mich gleichzeitig im Namen des gesamten Teams der SEB Asset Management für den vielseitigen Zuspruch, die Unterstützung und das an vielen Stellen gezeigte Engagement“, sagt Barbara Knoflach, Vorstandsvorsitzende der SEB Asset Management AG.

Das Ergebnis zeigt, dass trotz aller Anstrengungen den tatsächlichen Liquiditätsbedürfnissen keine Rechnung getragen werden konnte, ohne die Portfoliostruktur und Qualität des SEB ImmoInvest für den Fall seiner Wiedereröffnung nachhaltig zu gefährden. Ein Interessenausgleich zwischen bleibe- und verkaufswilligen Anlegern konnte nicht erreicht werden.

Im Wesentlichen ließen sich zwei Gruppen von Verkäufern erkennen: zum einen jene Anleger, deren Anlagehorizont in den vergangenen zwei Jahren ausgelaufen ist und die über ihre Gelder jetzt verfügen müssen, zum anderen stark verunsicherte Anteilinhaber. Die nicht enden wollende Kette schlechter Meldungen aus Wirtschaft und Finanzindustrie sowie das unruhige Fahrwasser, in dem sich die Offenen Immobilienfonds seit über zwei Jahren bewegen, hat viele Anleger zermürbt. Und zwar so stark, dass sie sich mit Argumenten und Weiterentwicklungen ihrer Anlageform derzeit nicht mehr auseinandersetzen möchten.

Unter den neuen Rahmenbedingungen wird das Fondsmanagement eine zügige Auszahlung der Anlegergelder durch einen strategisch durchdachten Abverkauf des Immobilienportfolios verfolgen. Um allen Anlegern schnellstmöglich Zugang zu ihrem Kapital zu ermöglichen, ist bereits im Juni 2012 eine erste Auszahlung in Höhe von voraussichtlich 20 Prozent des Fondsvermögens geplant. Im Anschluss sind halbjährliche Auszahlungen vorgesehen, deren Höhe sich an den jeweils realisierten Immobilienverkäufen orientiert.

Barbara Knoflach hebt hervor: „Wir werden alles dran setzen, um die 23-jährige Erfolgsgeschichte des SEB ImmoInvest auch im Rahmen seiner Auflösung fortzuschreiben. Die stabilen Renditen vergangener Jahre werden uns Ansporn sein. Sie dürfen versichert sein, dass das Team der SEB Asset Management die Auflösung so anlegerfreundlich wie möglich gestalten wird.“

Der rund 6 Milliarden Euro große SEB ImmoInvest wurde im Mai 1989 aufgelegt und gilt als Klassiker unter den Offenen Immobilienfonds in Deutschland. Er ist aktuell in 132 Immobilien in 18 Ländern und 64 Städten investiert. Seit Auflegung bis heute erwirtschaftete der Fonds eine Wertentwicklung von 219,7 Prozent bzw. durchschnittlich 5,2 Prozent pro Jahr (BVI-Methode). Im Langzeitvergleich über 20 Jahre erzielt der SEB ImmoInvest den besten Wert aller Offenen Immobilienfonds laut BVI-Statistik.
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Beitragvon schneller euro » 07.05.2012 17:23

Die vollständige Broschürezur Auflösung des SEB Immoinvest
Zitat: "...Stehen weitere Neubewertungen der verbleibenden Immobilien innerhalb des Portfolios an?
Es ist gesetzlich vorgeschrieben, die Bewertung der Immobilien weiterhin mindestens alle 12 Monate durch den unabhängigen Sachverständigenausschuss zu beauftragen. Das gilt auch für die 132 aktuell noch im SEB ImmoInvest enthaltenen Immobilien. Wenngleich das Fondsmanagement nach der jüngsten außerordentlichen Bewertungsanpassung keine konkreten Anlässe dafür hat, können zukünftig Wertänderungen durch Nachbewertungen nicht ausgeschlossen werden. ..."
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SEB Immoinvest

Beitragvon Fondsfan » 09.05.2012 10:00

Mal kurz einige Überlegungen:

Intern ermittelter Wert pro Anteil rd. 51 Euro,
davon liegen rd. 30 % in liquider Form vor, also
pro Anteil
15 Euro cash
35 Euro Immobilien.

Börsenkurs jetzt 34 Euro, in kürze vielleicht noch weniger.

Reduziere ich den Kurs um die Liquidität so
bekomme ich geschätzte 35 Euro Immobilien
für 19 Euro oder demnächst noch weniger.

Anders gesagt ein Abschlag von über 40 %.

Mit solchen Abschlägen kann ich auch Immo-Aktien
kaufen mit dem einzigen Unterschied, dass da die
Bewertung auf groben Schätzungen interessierter
Kreise erfolgt, wie z.B. Analysten oder Ratingagenturen.

Außerdem habe ich bei Aktien keinen Anspruch auf
Realisierung der stillen Reserven während die Immofonds
entweder wieder geöffnet werden oder in überschaubarer
Zeit in die Abwicklung gehen.

Also: kaufe ich jetzt des SEB für 34 Euro, bekomme ich
davon gut 10 im Juni schon wieder zurück.

Schlußfolgerung: diese Art Anteile halte ich jedenfalls
für interessanter als Immo-Aktien und im übbrigen
scheint es mir nur eine Frage der Zeit zu sein, dass
irgendwann die allgemeine Inflationsfurcht diese Anteile
als möglichen Ausweg ohne allzu lange Bindung entdeckt.

Was meint Ihr dazu?
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Beitragvon k9 » 09.05.2012 10:17

Das hört sich alles schlüssig an.
Bin dennoch skeptisch.

Der Knackpunkt ist und bleibt die Bewertung der Immobilien, also diese
Mixtur aus beschätztem Gebäudewert und hochgerechneter Rendite aus
Mietverträgen.

Dazu kann kein Mensch sagen, zu welchem Preis man eine Immo in
einigen Jahren loswerden wird, wenn man möchte oder muss. Egal was
ein Wertgutachten dazu sagt, jetzt oder später.

Ich sehe nur, was der Markt heute sagt - mag sein, dass er nicht
immer Recht hat, er setzt sich aber immer durch.

Gruß k-9
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 10.05.2012 08:55

Keine Überraschung mehr :
DPA: " ..... CS Euroreal lässt die Anleger über sein Schicksal entscheiden. ... nimmt bis zum 21. Mai Verkaufsaufträge seiner Anleger an, wie das Credit Suisse Asset Management am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Die Investoren müssen allerdings einen Abschlag von 3,5 Prozent in Kauf nehmen.
Die bis zum Stichtag eingereichten Rücknahmeorder werden nur ausgeführt, wenn die Liquidität ausreicht, sie zu bedienen. In diesem Fall würde der Fonds wieder geöffnet, die Anteilrücknahme aber vorerst auf einmal pro Jahr umgestellt. Bevor der Fonds auf Eis gelegt wurde, kamen die Investoren täglich an ihr Geld.
Sollten die Rückgabewünsche die verfügbare Liquidität hingegen übersteigen, wird der Fonds abgewickelt. ...
In den CS Euroreal mit gut sechs Milliarden Euro Volumen haben gut 200.000 Kleinanleger Ersparnisse investiert. Weniger als fünf Prozent der Anteile liegen nach den Credit Suisse-Angaben in Händen institutioneller Investoren, davon etwa die Hälfte bei Dachfonds. ...."
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Beitragvon Fondsfan » 10.05.2012 09:04

KILLminusNEUN hat geschrieben:Das hört sich alles schlüssig an.
Bin dennoch skeptisch.

Der Knackpunkt ist und bleibt die Bewertung der Immobilien, also diese
Mixtur aus beschätztem Gebäudewert und hochgerechneter Rendite aus
Mietverträgen.

Dazu kann kein Mensch sagen, zu welchem Preis man eine Immo in
einigen Jahren loswerden wird, wenn man möchte oder muss. Egal was
ein Wertgutachten dazu sagt, jetzt oder später.

Ich sehe nur, was der Markt heute sagt - mag sein, dass er nicht
immer Recht hat, er setzt sich aber immer durch.

Gruß k-9




Meine Überlegungen sollen nicht die Schlußfolgerung nahelegen, jetzt in
solche Fonds zu investieren, sondern nahelegen, warum m.E. die Kategorie
OIF tot ist.

Oder platt gesagt: ich wäre doch bescheuert, wenn ich nur wegen der fragwürdigen
Illusion der jederzeitigen Liquidität 100 % des NAV zahlen würde, wenn
ich gleichzeitig solche Anlagen mit 40 % Rabatt auf den NAV kaufen kann.

Und die Liquidität habe ich dabei über die Börse auch.
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Beitragvon k9 » 10.05.2012 10:11

@Fondsfan

Das habe ich schon so verstanden.

Mein Problem liegt in der Tatsache, dass kein Mensch genau
weiss, was im Falle eines OIM vom offiziellen NAV zu halten ist.

40% Abschlag hört sich verführerisch an - nur, wie ist der Basiswert
einzuschätzen ?

Gruß k-9
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Beitragvon lloyd bankfein » 21.05.2012 16:26

Wie erwartet: "Heute haben wir von der Fondsgesellschaft Credit Suisse die Information über die Entscheidung zur Auflösung und Auszahlung des CS Euroreal erhalten.
Die Rückgabewünsche der bis zum 21. Mai 2012 gesammelten Aufträge sind höher als die vorhandene Liquidität des Fonds. Mit Blick auf die Gleichbehandlung aller Anteilsinhaber führt die Fondsgesellschaft keine Order aus. In Abstimmung mit der BaFin wird der Fonds bis zum 30. April 2017 aufgelöst."
quelle: Aav-Fondsvermittlung
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Beitragvon Fondsfan » 15.06.2012 13:17

Vor einiger Zeit bin ich auf eine Analyse zum Thema
Immobilien als Anlage gestoßen, die ich leider nicht mher
mit Fundstelle zitieren kann, die mich aber beeindruckt hat.

Kurz gesagt: in den nächsten Jahren werden überall die Vorgaben
für Banken verschärft, was einerseits dort zu einem hohen Kapitalbedarf,
andererseits zu einer schärferen Selektion bei der Kreditvergabe führen
wird.

Viele Immobilienanlagen setzen für ihr Geschäftsmodell Kredite voraus.
Von der Seite der Banken werden die in Zukunft knapper und damit auf
jeden Fall auch teurer.

Vermutlich werden teilweise Versicherungen da einsteigen, aber auch die
kennen den Markt und sind darüber hinaus durch rechtliche Vorgaben
daran gehindert, riskante Finanzierungen zu übernehmen.

Diese künftigen Probleme könnten schon beim Verkauf der jetzt in
Abwicklung befindlichen Bestände eine Rolle spielen.
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Beitragvon Papstfan » 22.06.2012 11:25

Entnommen dem Scope Rating vom Mai 2012:
".....Die Ausnahmen würden zwei Fonds bilden, die ihr Rating hätten verbessern können. Der grundbesitz europa von RREEF habe mit AA+ das beste Ergebnis aller Fonds überhaupt erreicht und damit den WestInvest ImmoValue (ISIN DE0009801431/ WKN 980143) vom Spitzenplatz verdrängen können. Der Deka-ImmobilienEuropa habe sich von A auf A+ verbessert. Der UniImmo: Global, der aus Gründen einer zeitweisen Fondsschließung nach der Erdbebenkatastrophe in Japan und der Abwertung seines japanischen Portfolios im Vorjahr deutlich heruntergestuft worden sei, habe sich von B auf BB steigern können.....
Nur drei Fonds hätten in ihrem Immobilienportfolio im letzten Geschäftsjahr eine positive Wertänderung erreicht. Am besten hätten die beiden Fonds der RREEF dabei abgeschnitten: Der grundbesitz europa habe einen Wertzuwachs bei den Verkehrswerten von 1,2 Prozent erreicht, der grundbesitz global (ISIN DE0009807057/ WKN 980705) von 0,8 Prozent. Ansonsten habe nur noch der SEB ImmoPortfolio Target Return Fund eine positive Wertänderungsrendite erzielt.....
Quellen-Vermerk:Fondscheck

Bestaetigt meine Meinung,dass der Grundbesitz-Europa, Wkn 980700 - Onvistader einzig verbliebene Offene Immob.fonds ist, welcher fuer langfristig orient. Anleger interessant sein koennte.
Weitere Unsicherheit bringt aber der (gescheiterte) Verkauf von Rref: FtD
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Beitragvon Papstfan » 22.06.2012 11:28

Entnommen dem Scope Rating vom Mai 2012:
".....Die Ausnahmen würden zwei Fonds bilden, die ihr Rating hätten verbessern können. Der grundbesitz europa von RREEF habe mit AA+ das beste Ergebnis aller Fonds überhaupt erreicht und damit den WestInvest ImmoValue (ISIN DE0009801431/ WKN 980143) vom Spitzenplatz verdrängen können. Der Deka-ImmobilienEuropa habe sich von A auf A+ verbessert. Der UniImmo: Global, der aus Gründen einer zeitweisen Fondsschließung nach der Erdbebenkatastrophe in Japan und der Abwertung seines japanischen Portfolios im Vorjahr deutlich heruntergestuft worden sei, habe sich von B auf BB steigern können.....
Nur drei Fonds hätten in ihrem Immobilienportfolio im letzten Geschäftsjahr eine positive Wertänderung erreicht. Am besten hätten die beiden Fonds der RREEF dabei abgeschnitten: Der grundbesitz europa habe einen Wertzuwachs bei den Verkehrswerten von 1,2 Prozent erreicht, der grundbesitz global (ISIN DE0009807057/ WKN 980705) von 0,8 Prozent. Ansonsten habe nur noch der SEB ImmoPortfolio Target Return Fund eine positive Wertänderungsrendite erzielt.....
Quellen-Vermerk:Fondscheck

Bestaetigt meine Meinung,dass der Grundbesitz-Europa, Wkn 980700 - Onvistader einzig verbliebene Offene Immob.fonds ist, welcher fuer langfristig orient. Anleger interessant sein koennte.
Weitere Unsicherheit bringt aber der (gescheiterte) Verkauf von Rref: FtD
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Beitragvon Fondsfan » 14.07.2012 14:22

@ Papstfan

Banken und Vertriebe werden auch weiterhin Anteile an OIFs
an unwissende Kunden verkaufen, aber die verschärfte Haftung
aus unzureichender Beratung wird das Geschäft doch ziemlich
beeinflussen.

Ich persönlich kann für diese Produkte keine Zukunft mehr sehen.

Stell Dir mal das Haftungsrisiko vor, wenn es zur Schließung eines
weiter verkauften Fonds käme - jeder Kunde würde behaupten, er
hätte nie gekauft, wenn ihm das Risiko einer Schließung deutlich
genug genannt worden wäre.

Wenn aber deutlich genug aufgeklärt wird, dürften die Produkte kaum
mehr verkäuflich sein, es sei denn, die emittierenden Banken gäben
eine Liquiditätsgarantie.
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Beitragvon lloyd bankfein » 06.09.2012 13:31

schneller euro hat geschrieben:
Fondsfan hat geschrieben:Der ebenfalls geschlossene
UBS (D) 3 Sector Real Estate Europe
ISIN: DE0009772681 / WKN: 977268
ist hier lt. Suchfunktion anscheinend noch
nie behandelt worden. Gibt es dafür einen Grund?


Dieser Fonds hieß früher "UBS 3 Kontinente" und wurde vor ca. 1 - 2 Jahren umbenannt. In der Suchfunktion werden aber einige Beiträge zu 977268
gefunden.


Fondsfan hat geschrieben:@ schneller euro
Danke, ich werde also in Zukunft nicht nur
nach der ISIN, sondern auch nach der WKN
suchen.
Nach meinem Eindruck hat der Fonds eine
Chance, wieder geöffnet zu werden, daher
finde ich den Abschlag an der Börse im
Verhältnis zu CS Euroreal und SEB Immoinvest
erstaunlich.


(diese Beiträge wurden Anfang 2011 geschrieben )

6.9.2012 : Ubs 3 Sector wird endgültig aufgelöst
das invest.
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Beitragvon Papstfan » 05.10.2012 08:47

Fondsfan hat geschrieben:
drhc hat geschrieben:gemeldet bei [url=/fondsnews_full.cfm?ID=16791]investmentfonds.de[/url]:
Der BVI (Bundesverband Investment und Asset Management e.V.)
informiert über die neuen Regeln für Offene Immobilienfonds:
Ab spätestens 2013 müssen Neuanleger ihre OIF-Anteile für mindestens
24 Monate nach dem Erwerb halten. Zudem müssen Bestands- und Neuanleger
ab spätestens 2013 eine Kündigungsfrist von zwölf Monaten einhalten.
Unabhängig von diesen Fristen wird jedoch für jeden Anleger ein Betrag
in Höhe von 30.000 Euro pro Kalender-Halbjahr verfügbar bleiben.

Ich interpretiere dies so, daß sich bei einem Anlage-Volumen <= 30000 Euro nichts ändert


Für die Liquidität des Anlegers ergibt sich da sogar eine Verbesserung nach den bisher bekannten Eckpunkten.
Wenn ich im Halbjahr bis zu 30 T€ auf einen Schlag zurückgeben
kann ist das günstiger als wenn ich pro Monat nur 5 T€
zurückgeben kann, auch wenn sich die Gesamtsumme gleicht.


die Details zusammen gefasst bei
fondsprof.
: Kleinanleger brauchen sich um die neuen Regeln keine Gedanken zu machen. Denn Anteilsverkäufe bis zu 30.000 Euro im Kalenderhalbjahr sind unabhängig von den genannten Fristen jederzeit möglich. Dieser Freibetrag von 30.000 Euro kann jedes Kalenderhalbjahr erneut in Anspruch genommen werden. So wären beispielsweise ein Verkauf von Fondsanteilen in Höhe von 30.000 Euro am 30. Juni und ein weiterer von 30.000 Euro zum 1. Juli möglich ...
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Beitragvon FinanzHai » 10.12.2012 10:47

Ich frage mich schon seit Monaten ob ein Kauf von Anteilen am Hausinvest oder Grundbesitz Europa noch sinnvoll ist.
Man könnte spekulieren auf ca 3 % Rendite p. A. gegen ca 2 % beim Tagesgeld.
Aber ob das 1 % mehr angemessen ist für das (Rest)risiko? :roll:
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Beitragvon Fondsfan » 10.12.2012 11:33

FinanzHai hat geschrieben:Ich frage mich schon seit Monaten ob ein Kauf von Anteilen am Hausinvest oder Grundbesitz Europa noch sinnvoll ist.
Man könnte spekulieren auf ca 3 % Rendite p. A. gegen ca 2 % beim Tagesgeld.
Aber ob das 1 % mehr angemessen ist für das (Rest)risiko? :roll:



Wie entsteht die Zahl von 3% p.a.?
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Beitragvon lloyd bankfein » 10.12.2012 11:44

FinanzHai hat geschrieben:Ich frage mich schon seit Monaten ob ein Kauf von Anteilen am Hausinvest oder Grundbesitz Europa noch sinnvoll ist.
Man könnte spekulieren auf ca 3 % Rendite p. A. gegen ca 2 % beim Tagesgeld.
Aber ob das 1 % mehr angemessen ist für das (Rest)risiko? :roll:


Aktuell sogar nur 2,44% zu 2,45% p.A. bei den beiden o.g Fonds: Onvista

Das Rest-risiko lohnt nicht im Vergleich mit den besten Tagesgeld-Anbietern (2 - 2,1% ohne Bedingungen)
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Beitragvon Fondsfan » 11.12.2012 13:29

Entschuldigt meine Frage von zuvor - ich hatte völlig übersehen,
dass es hier um Fonds ging, die tatsächlich noch offen sind.

Das immer vorhandene Risiko einer Schließung mit Wertverlust
oder langer Blockade der Mittel wäre für mich immer Grund genug,
so einen Fonds auf keinen Fall zu kaufen.
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Beitragvon Papstfan » 21.12.2012 13:32

Zum Axa Immoselect, Wkn 984645 ein Artikel der immoiblien-zeitung
( 60 Objekte muessen in 24 Monaten verkauft werden)
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Beitragvon Papstfan » 09.01.2013 09:17

Noch einmal zusammen gefasst die gesetzl. Regelung in D. ab 1.1.2013:
- Anleger muessen ihre Fonds 24 Monate halten, bevor sie sie wieder zurueckgeben duerfen (die Mindesthaltefrist), und sie muessen 12 Monate vor der Rueckgabe erklären, dass sie ihre Anteile zurueckgeben wollen.
Dies gilt allerdings nur bei mehr als ueber 30.000 Euro pro Kalenderhalbjahr !
- Altkunden muessen sich nicht an die Mindesthaltefrist halten.
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Beitragvon Fondsfan » 10.01.2013 15:42

Papstfan hat geschrieben:Noch einmal zusammen gefasst die gesetzl. Regelung in D. ab 1.1.2013:
- Anleger muessen ihre Fonds 24 Monate halten, bevor sie sie wieder zurueckgeben duerfen (die Mindesthaltefrist), und sie muessen 12 Monate vor der Rueckgabe erklären, dass sie ihre Anteile zurueckgeben wollen.
Dies gilt allerdings nur bei mehr als ueber 30.000 Euro pro Kalenderhalbjahr !
- Altkunden muessen sich nicht an die Mindesthaltefrist halten.



Nach einer mir heute zugegangenen Rundmail von AAV gilt die Mindesthaltedauer
von 24 Monaten auch für die neuen Käufe von Kleinanlegern.

Ob das stimmt oder nur ein Mißverständnis ist vermag ich nicht zu sagen.
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Beitragvon lloyd bankfein » 10.01.2013 20:14

Fondsfan hat geschrieben:
Papstfan hat geschrieben:Noch einmal zusammen gefasst die gesetzl. Regelung in D. ab 1.1.2013:
- Anleger muessen ihre Fonds 24 Monate halten, bevor sie sie wieder zurueckgeben duerfen (die Mindesthaltefrist), und sie muessen 12 Monate vor der Rueckgabe erklären, dass sie ihre Anteile zurueckgeben wollen.
Dies gilt allerdings nur bei mehr als ueber 30.000 Euro pro Kalenderhalbjahr !
- Altkunden muessen sich nicht an die Mindesthaltefrist halten.



Nach einer mir heute zugegangenen Rundmail von AAV gilt die Mindesthaltedauer
von 24 Monaten auch für die neuen Käufe von Kleinanlegern.

Ob das stimmt oder nur ein Mißverständnis ist vermag ich nicht zu sagen.


Habe ich nicht so aufgefaßt. Neu für mich war nur:
"Seit dem 01.01.2013 sind für offene Immobilienfonds keine Onlinetransaktionen mehr möglich. Alle Transaktionsaufträge können Sie ausschließlich schriftlich mit den entsprechenden Formularen erteilen. Die erforderlichen Formulare finden Sie im Onlinezugang zu Ihrem Depot."
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Beitragvon Papstfan » 22.01.2013 17:21

fondscheck vermeldet:
- Milliarden-Investitionen bei den noch off. Immobilienfonds (Ausnahme hausinvest)
- Rendite 2012 bei allen deutlich unter 3 % p. a.

Artikel Fondscheckmit Details zu einzelnen Fonds von hausinveset, deka, rref, uni-immo usw
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