Hotchkis & Wiley US-Value Universal Fonds

Anlageinstrumente, Asset Allocation, Portfoliotheorie, Diskussionen und wissenschaftliche Beiträge

Moderatoren: oegeat, The Ghost of Elvis

Hotchkis & Wiley US-Value Universal Fonds

Beitragvon The Ghost of Elvis » 27.07.2005 07:10

Der Hotchkis & Wiley US-Value Universal Fonds (ISIN DE0005896955/ WKN 589695) wird in den USA seit 1987 erfolgreich nach dem Deep-Value-Ansatz gemanagt, so die Experten von Morningstar.
Seit knapp 3 Jahren sei er auch in Deutschland erhältlich. Das Management liege bei Hotchkis & Wiley, einem amerikanischen Vermögensverwalter mit starker Value-Orientierung. So spiele die Bewertung bei der Aktienauswahl die entscheidende Rolle. Fondsmanager Sheldon Lieberman suche nach aussichtsreichen Unternehmen, die gerade vom Markt nicht beachtet oder abgestraft würden und damit weit unterhalb ihres "inneren" Werts notieren würden.
Er stelle ein langfristig orientiertes Portfolio von 40 bis 60 Titeln zusammen, das mit einer konträren Ausrichtung und ausgeprägten Branchenakzenten aufwarte. Aktien würden bei unveränderten Fundamentaldaten gehalten, bis der Markt die Unterbewertung erkenne, auch wenn dies längere Zeit in Anspruch nehmen könnte.
Während Lieberman um Technologie- und Telekomunternehmen eher einen Bogen mache, da er ihnen kein nachhaltiges Wachstum zutraue, könne er Unternehmen aus den Bereichen Finanz oder Konsum mehr abgewinnen. Beispiel sei das Engagement im US-Einzelhändler Sears: Während die Kursentwicklung im Vorjahr nicht habe begeistern können, habe die Fusion mit dem Konkurrenten Kmart in diesem Jahr für Kursauftrieb gesorgt.
Auf Sektorenebene falle auch der geringe Anteil von Energiekonzernen auf. Angesichts der guten Kursentwicklung der Branche habe sich diese Entscheidung negativ auf die Performance ausgewirkt. Der Fondsmanager gehe allerdings davon aus, dass der derzeitige hohe Ölpreis nicht von Dauer sei, da er zu einem steigenden Angebot führen sollte.
Bei einer ausgeprägten Value-Orientierung könne es dauern, bis sich kontroverse Einzeltitelwetten auszahlen würden, was den Fonds im Kategorievergleich zeitweise zurückzuwerfen vermöge. Zudem bestehe die Gefahr, dass manche Positionen in eine sogenannten "Value Trap" münden würden, d.h. billige Titel billig bleiben würden, da der Markt die (vermeintliche) Bewertungslücke aus verschiedenen Gründen nicht schließe.
Diese Risiken habe das Fondsmanagement bisher gut gemeistert. So liege der Fonds sowohl in den USA (wo es für Value-Fonds eine separate Kategorie gebe) als auch in seiner europäischen Vergleichsgruppe im Spitzenfeld. Euro-Anleger hätten in den vergangen Jahren - wenn auch nicht in den letzten Monaten - von der Währungsabsicherung profitiert, durch die die Dollarverluste nicht auf die Wertentwicklung durchgeschlagen hätten.
Dieser Fonds sei eine gute Option für Anleger, die mit starker Betonung des Substanzwerts in amerikanische Large Caps investieren möchten. Auf Überschneidungen bzw. bereits vorhandene Value-Fonds im Depot sollte man angesichts der Beliebtheit dieses Ansatzes aber achten.
Benutzeravatar
The Ghost of Elvis
Trader-insider Experte
 
Beiträge: 1340
Registriert: 12.06.2005 10:35
Wohnort: Köln

Advertisement

Beitragvon The Ghost of Elvis » 27.07.2005 07:13

Konträre Ausrichtung und Deep Value in Verbindung mit dem bisher guten Ergebniss...offenbar ein wirklicher aussichtsreicher US-Fonds!
Benutzeravatar
The Ghost of Elvis
Trader-insider Experte
 
Beiträge: 1340
Registriert: 12.06.2005 10:35
Wohnort: Köln


Zurück zu Fonds und Zertifikate

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 13 Gäste

cron