StarCapital-Fonds / Peter Huber

Anlageinstrumente, Asset Allocation, Portfoliotheorie, Diskussionen und wissenschaftliche Beiträge

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Beitragvon schneller euro » 09.02.2011 17:00

Änderungen:

- Starcap Pergamon seit 2008 umgebaut zu int. Rohstoff-Aktienfonds

- Starpoint darf neuerdings auch in EM-Aktien investieren

- Bei diversen Starcap(ital)-Fonds wurde die Verw.Vergütung um ca 0,2% angeboben
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Beitragvon Midafo » 12.03.2011 08:38

Schaue mir gerade die StarCap-Rentenfonds etwas näher an:

StarCapital Bondvalue UI
StarCapital Argos
StarCap - Winbonds + A

Bräuchte dazu noch mal ein paar Infos - welcher dieser Fonds legt am flexibelsten an? Wie sind die Anlagegrundsätze dieser Fonds allgemein? Wie sieht es mit Fremdwährungen aus?

Bin für Infos dankbar :wink:
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Beitragvon slt63 » 12.03.2011 12:45

Midafo hat geschrieben:Schaue mir gerade die StarCap-Rentenfonds etwas näher an:

StarCapital Bondvalue UI
StarCapital Argos
StarCap - Winbonds + A

Bräuchte dazu noch mal ein paar Infos - welcher dieser Fonds legt am flexibelsten an? Wie sind die Anlagegrundsätze dieser Fonds allgemein? Wie sieht es mit Fremdwährungen aus?

Bin für Infos dankbar :wink:



Lesen bildet :wink:
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Beitragvon Midafo » 12.03.2011 12:51

Jup, die Infos habe ich schon alle durch :wink:

Aber vielleicht hat der eine oder andere hier ja noch ein paar zusätzliche Infos zum Anlageverhalten der genannten Fonds?
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Beitragvon slt63 » 12.03.2011 13:32

Der Winbonds ist kein Rentenfonds mehr, sondern ein "defensiver Vermögensfonds" mit bis zu 20% Aktienanteil (weltweite).
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Beitragvon Midafo » 12.03.2011 14:28

Derzeit 7,9% Aktien, also vernachlässigbar. Nach Japan wohl demnächst wieder ohne Aktien - schätze, wir bekommen unseren nächsten Börsencrash nächste Woche...

Welchen dieser 3 Fonds könnte man die optimalste Flexibilität für die nächsten Jahre zusprechen? Das Währungsthema dürfte dabei nicht unerheblich mitspielen.

Wohl am ehesten dem Bondvalue UI oder dem Winbonds inkl. Aktienanteil?
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Beitragvon Midafo » 13.03.2011 15:10

Sehr interessant wären auch die Anteile von Hochzinsanleihen bei diesen Fonds - hier würde ich dem Winbonds die größte Flexibilität zuweisen wollen.

Btw: Kennt hier noch jemand einen empfehelnswerten globalen Bondfonds, der flexibel ohne Beschränkungen auch in Hochzinsanleihen anlegen darf (mit Ausnahme des Templeton Total Return)?
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Beitragvon schneller euro » 14.03.2011 16:33

Midafo hat geschrieben:StarCapital Bondvalue UI
StarCapital Argos
StarCap - Winbonds + A

Bräuchte dazu noch mal ein paar Infos - welcher dieser Fonds legt am flexibelsten an? Wie sind die Anlagegrundsätze dieser Fonds allgemein? Wie sieht es mit Fremdwährungen aus?



Der Bondvalue ist seit der erneuten Übernahme durch Huber in 2006 die etwas offensivere Ausgabe des Argos und mischt im Regelfall etwas mehr EM-Bonds, HY´s, Corporates bei. Fremdwährungsanleihen in mex. Pesos sind seit Jahren ein Schwerpunkt beim Bondvalue.
Der Winbonds ist wesentlich defensiver als die beiden o.g., investiert nur in Euro-Anleihen und darf seit Herbst 2010 auch Aktien-Etfs und Wandelanleihen beimischen.

Midafo hat geschrieben:Kennt hier noch jemand einen empfehelnswerten globalen Bondfonds, der flexibel ohne Beschränkungen auch in Hochzinsanleihen anlegen darf (mit Ausnahme des Templeton Total Return)?

-> da würde ich mir die hier im Board bespr. Ariqon Konservativ (A0KFXB), Acatis IFK Value Renten (A0X758) anschauen. Evtl auch noch Thames River Global Bond und Tiberius Interbond
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Beitragvon Midafo » 14.03.2011 19:27

Danke für die Einschätzung.

Den Acatis Value Renten habe ich mir auch schon angeschaut - von der Performance bisher sehr überzeugend, aber leider auch recht teuer :?
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Beitragvon BOERSEN-RAMBO » 17.08.2011 09:25

Midafo hat geschrieben:März 2011
Änderungen beim StarCapital Winbonds +:
"Das Teilfondsvermögen wird überwiegend in verzinsliche Wertpapiere sowie Zertifikate und andere strukturierte Produkte (z.B. Aktienanleihen, Optionsanleihen und Wandelanleihen) investiert. Bei den Zertifikaten
handelt es sich um Zertifikate auf gesetzlich zulässige Basiswerte wie z.B.: Aktien, Renten, Investmentfondsanteile, Finanzindizes und Devisen. Daneben kann bis zu 20% des Netto-Teilfondsvermögens weltweit in Aktien investiert werden, wobei das direkte oder indirekte Investment in Aktien 20% des Netto-Teilfondsvermögens zu keinem Moment überschreiten darf. Sofern die Ausübung der Wandelanleihen zu einer Andienung von Aktien führt und die Grenze für die Investition bereits ausgeschöpft ist, müssen diese zukünftig nicht sofort zurückgeführt werden. Um Verluste aufgrund einer unverzüglichen Veräußerung zu vermeiden, behält sich die Verwaltungsgesellschaft zukünftig vor, die Aktien innerhalb einer Frist von
10 Bankarbeitstagen nach ihrer Lieferung zu veräußern.
Die Anlagepolitik des Teilfonds kann bis zu 49% des Netto-Teilfondsvermögens in Werte von Emittenten in Emerging Markets („Schwellenländer“) umfassen."

... damit dürfte der Winbonds nicht mehr ganz so defensiv aufgestellt sein. Aufgrund der Aktienbeimischung würde ich diesen Fonds auch dem Argos und dem Bondvalue UI vorziehen.


Insider-Info: Star-Fondsmanager Peter Huber hat in der letzten Woche nach ca zweimonatiger AMA (AktienMarktAbstinenz) wieder begonnen Aktien für den WINBONDS zu kaufen! Bisher 4 Proz, will die Quote in den kommenden Weeks bis auf 20 Proz aufstocken !
Und Gott fragte die Steine : "Wollt Ihr PANZERGRENADIERE werden ?"
Aber die Steine antworteten : "Nein Herr, wir sind nicht hart genug !"
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Beitragvon lloyd bankfein » 24.09.2011 10:18

schneller euro hat geschrieben:Der Winbonds ist wesentlich defensiver als die beiden o.g., investiert nur in Euro-Anleihen und darf seit Herbst 2010 auch Aktien-Etfs und Wandelanleihen beimischen.

BOERSEN-RAMBO hat geschrieben: 17.08.11: Insider-Info: Star-Fondsmanager Peter Huber hat in der letzten Woche nach ca zweimonatiger AMA (AktienMarktAbstinenz) wieder begonnen Aktien für den WINBONDS zu kaufen! Bisher 4 Proz, will die Quote in den kommenden Weeks bis auf 20 Proz aufstocken !


Im Herbst verg. Jahres hat das Timing von Huber beim WinBonds blendend funktioniert. Im August 2011 aber nicht.

sehr aussagekräftig: der Chart
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Beitragvon slt63 » 24.09.2011 13:18

"Hubers Problem" ist m.E., daß er idR zu früh und zu stark das Risiko hochfährt (und auch zu früh wieder runterfährt), weil er die Füsse nicht mehr still halten kann. Das kann dazu führen, daß die Fonds demgemäss nochmal deutlich in den Keller rutschen bzw. die Aufwärtsbewegung nur ein Stück weit mitmachen. Das war auch in 2008 so (siehe a0ne9d und a0j23b) und anscheinend hat er diesbezüglich nicht allzu viel dazu gelernt. Sehr schade.
Wenn es dann aber wirklich aufwärts geht, liegt man mit den Huber Fonds meist nicht schlecht. Eigentlich sollte er dem Anleger mit seinen Verm.verw. Fonds (Winbonds und Huber Strategy) aber die Asset-Allokation abnehmen; dieses Timing können allerdings andere besser.
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Beitragvon Fondsfan » 24.09.2011 13:50

slt63 hat geschrieben:"Hubers Problem" ist m.E., daß er idR zu früh und zu stark das Risiko hochfährt (und auch zu früh wieder runterfährt), weil er die Füsse nicht mehr still halten kann. Das kann dazu führen, daß die Fonds demgemäss nochmal deutlich in den Keller rutschen bzw. die Aufwärtsbewegung nur ein Stück weit mitmachen. Das war auch in 2008 so (siehe a0ne9d und a0j23b) und anscheinend hat er diesbezüglich nicht allzu viel dazu gelernt. Sehr schade.
Wenn es dann aber wirklich aufwärts geht, liegt man mit den Huber Fonds meist nicht schlecht. Eigentlich sollte er dem Anleger mit seinen Verm.verw. Fonds (Winbonds und Huber Strategy) aber die Asset-Allokation abnehmen; dieses Timing können allerdings andere besser.



Zum Satz

"Wenn es dann aber wirklich aufwärts geht, liegt man mit den Huber Fonds meist nicht schlecht"

kann ich doch als Anleger nur fragen: Wozu brauche ich in dieser Situation
noch einen Herr Huber, wenn der offensichtlich das Timing nicht beherrscht?

Wenn sowieso alles aufwärts geht, tut es auch ein ETF als Indexfonds.
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Beitragvon slt63 » 24.09.2011 14:28

Fondsfan hat geschrieben:

Zum Satz

"Wenn es dann aber wirklich aufwärts geht, liegt man mit den Huber Fonds meist nicht schlecht"

kann ich doch als Anleger nur fragen: Wozu brauche ich in dieser Situation
noch einen Herr Huber, wenn der offensichtlich das Timing nicht beherrscht?

Wenn sowieso alles aufwärts geht, tut es auch ein ETF als Indexfonds.


Das er das Timing "nicht beherrscht", habe ich nicht geschrieben, sondern daß es da Verbesserungspotential gibt.

Wenn Du bspwse den Winbonds+ mit dem Ethna Aktiv vergleichst, siehst Du schnell, daß der Ethna insgesamt über 5 Jahre deutlich outperformt wurde; allerdings war der DD im Herbst 2008 spürbar stärker.

In den Aufwärtsphasen wirst Du Dich vermutlich schwertun einen in etwa vergleichbaren ETF zu finden, der da mithalten kann.
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Beitragvon Fondsfan » 24.09.2011 15:04

@ slt63

Danke für die Klarstellung - werde dem nachgehen.
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Beitragvon slt63 » 16.11.2011 18:51

Ich habe mir mal den Vortrag von Peter Huber auf dem "Börsenseminar 2011" von Starcapital als Video angeschaut.

Auch wenn Huber nicht gerade ein begnadeter Redner ist und der Vortrag rd 55 Min dauert: es waren m.E. einige interessante Aspekte dabei.

Wen es also interessiert:

http://www.starcapital.de/
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Beitragvon FinanzHai » 01.12.2011 10:21

Die Wertentwicklung von Starpoint, Huber-Strategy, Priamos usw ist eine einzige Katastrofe. Ich glaube, Huber kennt sich aus mit Anleihen und Rentenfonds, aber seine Akteinfonds kann man vergessen
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Beitragvon trutz » 01.12.2011 16:57

slt63 hat geschrieben:Ich habe mir mal den Vortrag von Peter Huber auf dem "Börsenseminar 2011" von Starcapital als Video angeschaut.

Auch wenn Huber nicht gerade ein begnadeter Redner ist und der Vortrag rd 55 Min dauert: es waren m.E. einige interessante Aspekte dabei.

Wen es also interessiert:

http://www.starcapital.de/


Ja, ich fand den Beitrag auch sehr interessant. Aufgrund seines fehlenden Charismas lief er als Hörspiel im Hintergrund. :D
Er ist halt ein Stratege der alten Schule. Eher ein introvertierter "Zahlentüftler". Seine Stärken liegen bei der langfristigen fundamentalen Anlageentscheidung.

@ Finanzhai
Die Entwicklung des Priamos ist in jüngster Zeit in der Tat eine Katastrophe. Dieser wird allerdings nicht von Huber gemanagt.
Sein Starpoint Fonds liegt auf 3,5 Jahre knapp unter Benchmarkniveau und auf 10 Jahre Sicht noch deutlich darüber. Dies ist evtl. durch seine traditionell europalastigen Anlageentscheidungen zu erklären.
Zuletzt geändert von trutz am 12.02.2012 17:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Nebulak2810 » 10.12.2011 17:57

Ich habe heute Post von ebase erhalten.Änderung bei 2 Fonds.

Eine Mitteilung von StarCapital an die Anleger :

Verschmelzung des StarCapital Special Values und des StarCapital PERGAMON Fonds als eigenständige Teilfonds in den Umbrella Fonds ME Fonds

Die Anleger der oben genannten Teilfonds werden hiermit unterrichtet, dass die StarCapital S.A. („Verwaltungsgesellschaft“) im Einklang mit den gegenwärtig gültigen gesetzlichen, aufsichtsbehördlichen sowie vertraglichen Bestimmungen beschlossen hat, den StarCapital
Special Values (ISIN/WKN: LU0150613833 / 663 307) („übertragender Teilfonds“) mit dem neu zugründenden ME Fonds - Special Values (ISIN/WKN: LU0150613833 / 663 307) („übernehmender Teilfonds“) und den StarCapital PERGAMON Fonds (ISIN/WKN: LU0179077945 / 593 117) („übertragender Teilfonds“) mit dem neu zugründenden ME Fonds - PERGAMON (ISIN/WKN: LU0179077945 / 593 117) („übernehmender Teilfonds“) zum 30. Dezember 2011 („Übertragungsstichtag“) zu verschmelzen.

Grund für die Verschmelzung ist die geschäftsstrategische Entscheidung der StarCapital S.A.und der M. Elsasser Vermögensverwaltung Wealth Management GmbH die beiden Teilfonds auf Initiative der M. Elsasser Vermögensverwaltung Wealth Management GmbH in einem eigenständigen Umbrella-Fonds unabhängig von StarCapital weiterzuführen.

Die Vermögensgegenstände des StarCapital Special Values bzw. StarCapital PERGAMON Fonds werden zum Übertragungsstichtag in den ME Fonds - Special Values bzw. ME Fonds - PERGAMON eingebracht. Wesentliche Auswirkungen auf die Portfolien oder eine Neuordnung
derselben im Rahmen der Verschmelzung sind nicht zu erwarten.
Die synthetischen Risiko- und Ertragsindikatoren der wesentlichen Anlegerinformationen sowie die wesentlichen anlagespezifischen Besonderheiten der übertragenden Teilfonds finden ebenso auf die übernehmenden Teilfonds Anwendung. Unterschiede hinsichtlich der Rechte der Anteilinhaber vor und nach Wirksamwerden der Verschmelzung ergeben sich nicht.

Im Rahmen der Verschmelzung findet für die beiden Teilfonds StarCapital Special Values und StarCapital PERGAMON Fonds ein Wechsel der Verwaltungsgesellschaft von der StarCapital S.A. zur IPConcept Fund Management S.A. statt. Zudem wird der Vertrieb der Anteile der
Teilfonds nach der Verschmelzung durch die Aqualutum GmbH und nicht mehr durch die StarCapital S.A. erfolgen.
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Beitragvon BOERSEN-RAMBO » 29.12.2011 11:32

Sich langlaufende Bundesanleihen ins Depot zu legen, ist das Dümmste, was Sie derzeit machen können :!: :shock:
click: Interview HuberBoerse_online
Und Gott fragte die Steine : "Wollt Ihr PANZERGRENADIERE werden ?"
Aber die Steine antworteten : "Nein Herr, wir sind nicht hart genug !"
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Beitragvon schneller euro » 02.01.2012 18:43

Von Starcapital erhielt ich die Auskunft:
"...Aktuell schwächt sich unsere Konjunktur ab und wir sehen eher deflationäre als inflationäre Entwicklungen. Im Rahmen der lokalen Schuldenkrisen ist dies jedoch Gift und kann weitere Probleme generieren. Die Politik ist also gefordert Maßnahmen zu ergreifen die Realwirtschaft mit Anreizsystemen wieder anzukurbeln. Zu scharfes Sparen wirkt eher kontraktiv.
Aber: Märkte waren nie und sind nicht prognostizierbar. Da ein Restrisiko der Inflation nicht auszuschließen ist, empfiehlt sich u. E. in diesem unsicheren Umfeld eine Struktur der Anlagen, bei der Sachwerte (in Form von Aktien) berücksichtigt werden sollten. ...
In unseren Fonds besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass auch inflationsgeschützte Anleihen gekauft werden können. Was auch immer wieder erfolgt. Derzeit halten wir im Bond Value eine solche, aus o.g. Gründen, jedoch nicht. ..."
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Beitragvon Papstfan » 18.01.2012 17:30

".......Auch bei den neuen Finanzen Fund Awards hat der Bondvalue
gut abgeschnitten.
Er liegt über die letzten 10 Jahre auf Platz 1 unter allen internationalen Rentenfonds.
Das leicht negative Ergebnis von -0,8% im letzten Jahr kann an dieser
positiven Bilanz nichts ändern. Nachteilig haben sich hier die
Währungsengagements in Höhe von gut 35% des Depotwertes
ausgewirkt, da wir auf Fremdwährungsanleihen aus
Ländern mit geringer Staatsverschuldung, gesundem
Wachstum, guter demographischer Struktur oder großen
Rohstoffvorkommen gesetzt haben. Das war zu früh,
dürfte sich 2012 aber auszahlen. ......"
Quellen-Vermerk: Star-Invest
ora et labora!
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Beitragvon trutz » 12.02.2012 15:16

Videomitschnitt zu einem Vortrag von Peter Huber.

VIDEOMITSCHNITT: Was macht "sichere" Anlagen aktuell so gefährlich?
Die meis­ten An­le­ger flüch­ten der­zeit in ver­meint­lich si­che­re An­la­gen wie Gold oder Staats­an­lei­hen und po­si­tio­nie­ren sich damit falsch. Star­Ca­pi­tal Fonds­ma­na­ger Peter E. Huber geht in dem ak­tu­el­len Vi­deo­bei­trag auf die Ge­fah­ren ein und

http://starcapital.de/publikation

Fazit:
Der Anleger hat in den letzten Jahren nur auf Sicherheit nicht auf Rendite geachtet, daher sind Anlagen in Deutschen Bonds, Immobilien aber auch in Gold stark überbewertet.
Anleger sollten sich wieder vermeintlich mehr Risiko in Form von Unternehmensanleihen und sicheren Aktien ins Depot holen.

Inflation wird seiner Meinung nach ausbleiben.

Ich frage mich auch zunehmend warum gerade diesmal die Masse der deutschen Anleger, die ihr Geld in den letzten Jahren in Immobilien, in Erwartung einer Inflation ,angelegt haben ausgerechnet diesmal Recht behalten sollten. :roll:
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Beitragvon Fondsfan » 13.02.2012 08:58

"Ich frage mich auch zunehmend warum gerade diesmal die Masse der deutschen Anleger, die ihr Geld in den letzten Jahren in Immobilien, in Erwartung einer Inflation ,angelegt haben ausgerechnet diesmal Recht behalten sollten"


Die Antwort steckt in dem Wort "diesmal", will heißen, auf welchen
zeitlichen Horizont legst Du eine Betrachtung an?

Immobilien haben hohe Transanktionskosten, Wertveränderungen
sind nicht sofort ersichtlich. Der Durchschnittsanleger wird da also
nicht die häufige prozyklische Verhaltensweise an den Tag legen,
sondern diverse Schwankungen einfach durchhalten. So gesehen
klingt es mir durchaus plausibel, dass die meisten mit Immobilien
besser gefahren sind als mit Aktien.
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Beitragvon trutz » 13.02.2012 23:31

Fondsfan hat geschrieben:
Die Antwort steckt in dem Wort "diesmal", will heißen, auf welchen
zeitlichen Horizont legst Du eine Betrachtung an?

Immobilien haben hohe Transanktionskosten, Wertveränderungen
sind nicht sofort ersichtlich. Der Durchschnittsanleger wird da also
nicht die häufige prozyklische Verhaltensweise an den Tag legen,
sondern diverse Schwankungen einfach durchhalten. So gesehen
klingt es mir durchaus plausibel, dass die meisten mit Immobilien
besser gefahren sind als mit Aktien.


Für die letzten 10-30 Jahre sind die meisten Immobilien Besitzer sicherlich ganz gut gefahren. Für die nächsten 10-20 Jahre sehe ich die 10-15 % der Anleger die Aktien oder Investmentfonds investieren im Vorteil.

Für die Zukunft sehe ich persönlich zumindest die zunehmend relativ einseitig auf die Immobilie und das Sparbuch fokussierte Altersvorsorge eher kritisch.
Ich will hier auch nicht zu sehr in die Materie vordringen, gehört hier nicht hin.

Ich kann hier in erster Linie auch nur für die deutschen Metropolen sprechen wo ich in meinem Bekanntenkreis die Problematik sehe, dass es in besseren Wohnlagen kaum noch bezahlbares Wohneigentum auch nicht für besserverdienende Ehepaare gibt.
Und im speziellen hier in Berlin bspw. in Mitte oder Prenzlauer Berg grassiert seit zwei Jahren ein dermaßen großer Hype um Wohneigentum, dass die Preise alles andere als gesund sind.
Hier konkurriert mitlerweile auch das doppelverdiener Ehepaar mit den Multimillionären aus Griechenland und Spanien die alle unbedingt Ihr Geld vor der Inflation bzw. vor dem Zusammenbruch des Euros in Sicherheit bringen wollen. Ich denke hier beißen den letzten die Hunde.
Und viele lassen sich von der Panik anstecken und treffen hier evtl. übereilte Kaufentscheidungen.

Wie Herr Huber, denke ich wenn die Mehrzahl von aufkommender starker Inflation sprechen und sich vermeintlich auf der richtigen Seite positionieren kam es in der Vergangenheit häufig anders.
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Beitragvon Fondsfan » 14.02.2012 08:16

@ trutz

Damit es klar ist: ich sehe das für mich genau so wie Du.

Ich habe aber auch Verständnis für die vielen Menschen,
die ihre Informationen allein aus der Bildzeitung oder dem
Stammtischgerede beziehen. Die sollten wirklich die Finger
von Aktien und entsprechenden Fonds lassen. Und Huber
hat recht, wenn er die in die falsche Richtung laufen sieht.
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Beitragvon k9 » 14.02.2012 11:35

Huber hat Recht, zweifelsohne, und ich kann Fondsfan nur zustimmen, der einen
Blick auf diejenigen Leute wirft, die ohne entsprechende Informationen und Vor-
kenntnisse von den Massenmedien und interessierten Gruppen unter dem Vorwand
von Inflation und „EURO-Krise“ in überteuerte Immobilien und hoffnungslos
überbewertete Edelmetalle getrieben werden.

Diese Leute tun mir leid und es wird ein – gelinde gesagt - böses Erwachen geben.

Da ich mich momentan privat mit der Veräußerung eines Teilgrundstücks befasse, kann
ich beurteilen, in welch absurde Höhen Immobilien- und Grundstückspreise inzwischen
gelangt sind. Längst betrifft dies nicht mehr nur die attraktiven großstädtischen Ballungszentren
sondern längst auch sogenannte mittlere Lagen, wo früher günstig Grund und Wohnraum
angeboten wurde.

Ein anderes Bespiel aus der Vergangenheit mag zeigen, welche Langzeitwirkungen solche
künstlich getriebenen Hysterie-Stimmungen bei unbedarften Leuten zeitigen kann.

Ich selbst habe vor ca. 6 Jahren (2006) eine Immobilie (Eigentumswohnung) zu einem mittleren
Preis (160.000 EUR) in einer kleinen Stadt im Speckgürtel von Düsseldorf erworben. Diese Immobilie
wurde 1985, also vor 27 Jahren in einem sehr ansprechenden Wohnkomplex zusammen mit einigen
hundert weiteren Objekten gleicher Art neu errichtet.

Das Objekt, für welches ich 2006 160.000 EUR gezahlt habe, wurde 1987, also schon „gebraucht“
für 405.000 (!) DM an den damaligen Besitzer verkauft. Der Wertverlust in dieser Zeit
(19 Jahre !) entspricht somit annähernd 25%.
Die Preisentwicklung dieses Objekts ist exemplarisch
für die gesamte Wohnanlage.

Wohlgemerkt: es handelt sich um eine attraktive Wohnlage mit sehr gepflegten Objekten in
bausubstantiell hervorragendem Zustand.

Der Vorbesitzer, der nicht selbst in dem Objekt wohnte, war froh, mit dem Verkaufserlös nach
19 Jahren wenigstens einen Teil der verbliebenen Restschuld seines Hypothekendarlehens tilgen
zu können.

Von dieser Entwicklung haben unbedarfte Immobilienkäufer heute keine Kenntnis, weil sie sich
weder selbst informieren noch informiert werden.

Wer diese Klientel unter dem Vorwand von „EURO“-Krise und Inflation in überteuerte Immobilien
treibt oder, falls die Mittel nicht reichen, in ebenso überteuertes Edelmetall, gehört in den Knast.


Gruß k-9
Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
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Beitragvon trutz » 14.02.2012 14:09

In Berlin werben übrigens auch die Sparkassen mit den drei Schlagworten, niedrige Zinsen, Inflation und Unsicherheit im Euro.

Ok, für evtl. interessierte dann kurz noch ein Beispiel von der Thematik in Berlin um den Hype aufzuzeigen. Das war es dann auch von mir an dieser Stelle zu dem Thema.

"Townhouses Scharnhorstkiez ausverkauft"

http://www.berlin-townhaus.de/2011/11/t ... sverkauft/

"Gold und Immobilienpreise entwickeln sich fast ähnlich" :roll:
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Immobilienpreise sind global hochgehebelte Vermögenswerte

Beitragvon thallo » 14.02.2012 19:41

Solange Immobilienpreise nach unten durch FED- und EZB-Politik des billigen Geldes abgesichert sind, interessiert den Immoblienkäufer doch nur, ob er laufende Zinsen und Tilgungen leisten kann (siehe amerikanische Immobilienkrise).
Und wer seine angesammelten Euros hier in Deutschland in Sicherheit bringen will, der kauft ganz ohne Hebel.
Ich denke daher, dass die Immobilienpreise in Deutschland noch lange so hoch bleiben und um so mehr steigen, je mehr ausländisches Immobilienkapital und qualifizierte Arbeitskräfte nach Deutschland strömen. Deutschland's Metropolen sind immer noch billig im Vergleich zu anderen Metropolen und ein schwacher Euro trägt das seine dazu bei.
Auch hier schadet der Euro und die Globalisierung längerfristig einem "Nachwachsen von Mittelschicht" in Deutschland.
Mfg thallo
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Beitragvon trutz » 02.03.2012 15:59

Hier mal ein Vergleich des Starcap Winbonds mit dem Ethna Global Defensiv und dem Ethna Aktive E. Hier schlägt sich der Huber Fonds doch beachtlich und stellt für mich eine gute Alternative dar. Zumal die Rendite in den letzten Jahren bei allen dreien anscheinend in erster Linie durch Unternehmensanleihen angefallen ist.

Der Aktiv E hätte ja eigentlich von seinen Freiheiten bezüglich der Möglichkeit mehr in Aktien gehen zu dürfen profitieren müssen, zumindest seit 2009. Hat er aber nicht.
Evtl. liegt es auch an der höheren Kostenquote, dass er hier zurückbleibt.

Zudem schütten der Winbonds und der Ethna defensiv auch noch mehr aus.
Ruht sich Herr Pesarini hier evtl. auf den zugegeben großen Erfolgen der Vergangenheit aus und vermeidet zu sehr auch mal zu "zocken"?

Dagegen ist mir bspw. im Geschäftsbericht des Winbonds auch mal eine kleine Position des Levdax!! aufgefallen.

http://www.comdirect.de/inf/fonds/detai ... ks=true&e&
Zuletzt geändert von trutz am 02.03.2012 18:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon k9 » 02.03.2012 17:01

Interessant auch der seit Auflage sehr ähnliche Verlauf des Winbonds
zum M&G Optimal Income, im laufenden Jahr sogar nahezu deckungsgleich.

Gruß k-9
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Beitragvon slt63 » 02.03.2012 17:21

KILLminusNEUN hat geschrieben:Interessant auch der seit Auflage sehr ähnliche Verlauf des Winbonds
zum M&G Optimal Income, im laufenden Jahr sogar nahezu deckungsgleich.

Gruß k-9


Wenn man sich die bisherigen Verläufe ansieht passen Winbonds und Patrimoine ganz gut zusammen...klar, ist natürlich nur eine Vergangenheitsbetrachtung, aber wenn man die teils gegenläufigen Chartdellen betrachtet...

Vergleich
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Beitragvon k9 » 02.03.2012 17:25

So ist es - beide bilden auch in meinem Depot ein nettes Pärchen.

Gruß k-9
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Beitragvon schneller euro » 07.03.2012 16:08

Aus dem Starinvest 03/12: "...Die US-Börsen haben oft einen Vorlauf. Dort sind die Kursebereits stark gestiegen und die Bewertung ist nicht mehr besonders günstig. Der Starpoint hat die Anlageschwerpunkte derzeit auf Europa und Japan, wo die Börsen eben erst nach oben ausbrechen (Grafik 2) und die auch deutlich unterbewertet sind. Dasselbe gilt für unterbewertete Branchen (z.B. Versorger, Telekoms), die bisher kaum gestiegen sind. Über den Starpoint hat der Anleger also die Möglichkeit, jetzt noch billig einzusteigen. Die (Geld-)Flut hebt alle Schiffe. Es ist kaum vorstellbar, dass die Börsen weiter steigen und wichtige Bereiche weiter in der Nähe ihrer Tiefstkurse verharren.
2. Absicherung durch unser Risk-Protection-System (RPS)
Wir haben vor einem Jahr nach umfangreichen Untersuchungen ein Risk-Protection-System eingeführt, das Anleger schützen soll, wenn die Märkte überbewertet sind und nach einem längeren Kursanstieg nach unten drehen. Dieses System hat sich im letzten Sommer erfolgreich bewährt und im Starpoint einen positiven Ergebnisbeitrag von 3,7% geliefert. ..."

Chart 5 Jahreaus dem T.I.-Threadfondsbasierte Alphastrategien
:arrow: auf Basis 5 Jahre hat der Starpoint (940076) KEINE Outperformance gegenüber dem MSCI-World erreicht. Auf 1 Jahres-Basis rangiert er sogar ein ganzes Stück hinter dem Referenzindex.
M.E. hat Peter Huber in den letzten Jahren zwar bewiesen, dass er ein überdurchschnittlicher Rentenfonds-Manager ist, in Sachen Aktienfonds und Timing hat er aber wenig überzeugend agiert.
Bei dem Winbonds (A0J23B) sollte man auch beachten, dass der Fonds bis Oktober 2010 ein reinrassiger Rentenfonds war und erst danach die Strategie umgestellt wurde.
Chart 1 JahrWinbonds mit anderen Misch- und vermögensverwaltenden Fonds
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Beitragvon slt63 » 07.03.2012 18:01

schneller euro hat geschrieben:....
auf Basis 5 Jahre hat der Starpoint (940076) KEINE Outperformance gegenüber dem MSCI-World erreicht. Auf 1 Jahres-Basis rangiert er sogar ein ganzes Stück hinter dem Referenzindex.
M.E. hat Peter Huber in den letzten Jahren zwar bewiesen, dass er ein überdurchschnittlicher Rentenfonds-Manager ist, in Sachen Aktienfonds und Timing hat er aber wenig überzeugend agiert.
Bei dem Winbonds (A0J23B) sollte man auch beachten, dass der Fonds bis Oktober 2010 ein reinrassiger Rentenfonds war und erst danach die Strategie umgestellt wurde.
Chart 1 JahrWinbonds mit anderen Misch- und vermögensverwaltenden Fonds


In den letzten 5 Jahren hat Huber Aktienfondsmässig nur von März bis ca. November 2009 überzeugt; davor und danach war eher das gegenteil der fall. Das ist wahrlich ein bissl wenig.
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Beitragvon schneller euro » 10.04.2012 14:25

Zitat aus fondsxpress 04/12: "...Peter E. Huber vertraut beim StarCap Starpoint auf ein ganz simples Erfolgskonzept. Kaufen, wenn kein anderer Aktien haben will.
Der Erfolg gibt ihm Recht

In Bezug auf diesen "Erfolg"eine Zusammenfassung aus dem T.I.-Thread Alpha-Zertifikate:

schneller euro hat geschrieben:vom 18.6.2010:
Der Starpoint (940076) hat in den letzten ca. 8 Monaten ungefähr 20% schlechter abgeschnitten als der MSCI-World. Dieser Verlust spiegelt sich natürlich auch in dem UBS Starpoint Alpha Zertitifikat (UB0PAL) wider.
Diesbezüglich eine Auskunft von Starcapitel:
"... Bisher hat der Starpoint den MSCI Welt Aktienindex in € schlagen können. Derzeit liegen wir mit der Entwicklung, seit Oktober letzten Jahres gemessen, hinter diesem Index zurück. Die Gründe hierfür liegen in folgenden Tatbeständen:
1.Der USD hat im Vergleich zum EUR seit dem letzten Quartal 2009 rund 20% an Wert zugelegt. Der US-Markt ist im MSCI World Index mit über 40% gewichtet. Damit verbucht der MSCI World in EUR allein durch die USD-Entwicklung einen Wertzuwachs von knapp 10%. Da wir den US-Markt aktuell nur mit rund 10% gewichten haben wir von diesen Währungseffekten nicht profitiert. Dies führte zu einer Underperformance des Starpoint.
Wir sehen den USD langfristig nicht als eine Aufwertungswährung an und halten deshalb an unserer Positionierung fest.
2.Hinzu kommt, dass sich der US-Markt auch in lokaler Währung besser entwickelt hat als die europäischen Märkte, welche wir im Portfolio favorisieren.
Wir sehen keinen Grund unsere Länderallokation zu verändern. Die hohe Bewertung des US-Marktes und die bestehenden Ungleichgewichte rechtfertigen unserer Meinung nach kein Engagement von über 40%. Andere Regionen insbes. Europa und ausgewählte Emerging Markets erscheinen uns attraktiver. Hier entfernen wir uns bewusst von unserer Benchmark.
3.Da wir mit weiterhin turbulenten Märkten rechnen, haben wir unsere Portfolios in den letzten Monaten defensiver ausgerichtet. Z.B. durch eine Kasse von über 10% und partiellen Absicherungen.
Hierdurch haben wir an den Aufwärtsbewegungen nicht im gleichen Maß wie die Benchmark profitiert.
Aufgrund der weltweiten Unsicherheit halten wir an unserer defensiven Strategie fest. Unser Ziel im Fondsmanagement ist nicht die Maximierung der Performance oder Outperformance, sondern die Optimierung des Performance/Risiko-Verhältnisses unseres Fonds. Wir sind sicher mit dieser Strategie langfristig für unsere Investoren eine zufriedenstellende Entwicklung zu erzielen. ..."


vom 6.4.2012:
In den letzten Tagen ist das UBS Starpoint Alpha Zertitifikat (UB0PAL) unter den Ausgabekurs von 100 Euro gefallen. D.h., vom November 2006 bis jetzt hat Peter Huber mit seinem Starpoint (940076) schlechter abgeschnitten als der MSCI-World: Chart
Die Währungsproblematik kann dabei auch nicht als Begründung gelten, wie man an dem EUR/USD-Kurs im Chartvergleich sieht.
Papstfan hat geschrieben:Vielleicht hat Huber sich uebernommen? Er Hat div. neue Fonds wie Huber-Strategy, Winbonds u. a. aufgelegt in den letzten Jahren. Frueher war er mit einigen wenigen Fonds wie dem Starpoint viel erfolgreicher

lloyd bankfein hat geschrieben:Factsheet starpoint
mehr als 50 % in Europa, nur 8 % in den Usa - da liegt der Hase im Pfeffer.
Kein Wunder, daß der Fonds in den letzten Monaten so deutlich gegenüber dem Msci-World ins Hinterteffen geraten ist.
Und damit auch das alpha-zertif. Damit wird das Zertif. zu einer WEtte auf eine zuküntige Outperf. von europ. aktien gegen US-Aktien. Das ist nicht unwahrscheinlich, aber sehr spekulativ und riskant.
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Beitragvon lloyd bankfein » 19.04.2012 07:02

schneller euro hat geschrieben:In den letzten Tagen ist das UBS Starpoint Alpha Zertitifikat (UB0PAL) unter den Ausgabekurs von 100 Euro gefallen. D.h., vom November 2006 bis jetzt hat Peter Huber mit seinem Starpoint (940076) schlechter abgeschnitten als der MSCI-World: Chart
Die Währungsproblematik kann dabei auch nicht als Begründung gelten, wie man an dem EUR/USD-Kurs im Chartvergleich sieht.


Seit August 2011 hat Hubers STarpoint-Fonds mehr als 20 % schlechter abgeschnitten als der Msci-World.
Er ist weiterhin in Europa über- und in den Usa stark untergewichtet.
Die meisten Kommentare gehen aber von einer besseren Börsenentwicklung in den Usa denn in Europa aus.
Huber handelt also stark antizyklisch.
Wer da wohl am Ende recht behält?
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Beitragvon FinanzHai » 23.04.2012 09:06

Man beachte 1. Seite in diesem Thread - von 2005:
Peter Huber gibt die Betreuung der Starcapital-Fonds auf
Monate später hat er das Fonds- Management wieder über genommen.
Aber viel raus gekommen ist bei seinen Aktienfonds seit dem nicht mehr :?
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 25.04.2012 10:13

Die Rentenfonds von Huber sind gut, um die Aktienfonds sollte man lieber einen großen Bogen machen.
Ob seine antizyklische Strategie mit Übergewichtung von europ. Aktien aufgehen wird, steht in den Sternen. Vielleicht krachts richtig an den euro-Märkten in den nächsten Monaten, vielleicht greift aber doch die mean-reversion. Das kann keiner seriös voraussagen, meine ich.
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Beitragvon k9 » 27.04.2012 06:31

The Ghost of Elvis hat geschrieben:..... um die Aktienfonds sollte man lieber einen großen Bogen machen.....


Was auch bedeutet, dass man möglichweise ein wachsames Auge
auf den Winbonds haben muss seit der ein Mischfonds ist.

Gruß k-9
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