Von Dr. Jens Ehrhardt und Sohn persönlich gemanagte Fonds

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Moderatoren: oegeat, The Ghost of Elvis

Beitragvon Fondsfan » 10.02.2009 21:04

Die Analysen von DJE kann man teuer
als "Finanzwoche" bezahlen oder
kostenlos über

www.infos.com

als sog. Marktberichte beziehen.
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Beitragvon k9 » 10.02.2009 21:52

Fondsfan hat geschrieben:Die Analysen von DJE kann man teuer
als "Finanzwoche" bezahlen oder
kostenlos über

www.infos.com

als sog. Marktberichte beziehen.


Klasse - wußte ich nicht.
Allerdings scheinen es nur Auszüge aus der "Finanzwoche" zu sein.
Macht nix.

Danke für den Tipp.

Gruß k-9
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 03.03.2009 08:55

Kopiert aus dem Dachfonds Thread :

slt63 hat geschrieben:
KILLminusNEUN hat geschrieben:Alle DJE-Fonds, die nicht schon vom Namen her eindeutig einen anderen Schwerpunkt haben, sind extrem deutschlandlastig. Und das war schon immer so. .....onds bezeichnen. Wenn es jemand gibt, der es ernst meint mit aktivem Management, dann ist es Erhardt.
Beides ist legitim und der Anleger fährt gut damit. Ich würde mir allerdings nicht übermäßig Gedanken machen, ob ich den FMM oder den ASTRA nehme. Eher tendiere ich dazu, einen zu nehmen, wo DJE vor steht. Hier bin ich sicher, daß das Mandat auch bei Erhardt bleibt. Im Falle von ASTRA und FMM würde ich hier den Dividende&Substanz bevorzugen. Natürlich gibt's da Unterschiede - ich mein's eher grundsätzlich.

Gruß von k-9


Ein wesentlicher Unterschied zwischen Astra und FMM ist die zulässige Aktienquote: die liegt beim Astra bei mind 50% (Verkprosp.) FMM ist da noch flexibler (z.B. 13% zum 31.10.08 ) .
Divi+Substanz liegt m.W. auch bei 50%+X bei der Aktienquote und ist ebenfalls D-lastig. Fondsmanager ist hier aber Erhardt junior und nicht der Senior. Die TER liegt bei D+S um 0,4% höher und dazu kommt noch eine Performance-Fee, die FMM meines Wissens nicht hat.

FMM (steht eigentlich für die Anlagestrategie: Fundamental, Monetär, Markttechnisch) ist DIE KERNKOMPETENZ bei Erhardt. Damit hat er den Laden aufgebaut, das ist sein BABY. Dass das Mandat des FMM von Erhardt sen. oder zumindest DJE weggeht (ausser aus Altersgründen) erachte ich daher als äusserst unwahrscheinlich.

Meine Meinung: wer Dr Jens Erhardt will und die D-lastigkeit akzeptiert ist mit dem FMM am besten bedient.



KILLminusNEUN hat geschrieben:Hallo slt63,

Hierzu zwei Bemerkungen:

1.
Es gibt bei den o.g. Fonds Unterschiede bzgl. Anlageregeln, Gebührenstruktur usw., das ist wahr. Entscheidend ist jedoch zum einen wie realiter investiert wird und zum anderen, was hinten rauskommt.
Die Deutschlandlastigkeit zieht sich dabei wie eine rote Linie durch die o.g. Fonds, die Asset-Allocation unterscheidet sich sicherlich genauso wie die Gewichtung der einzelnen Titel. Vom Inhalt her sind sich aber beide Fonds in der Rgel sehr ähnlich. Ein Unterschied liegt sicherleich in der Gewichtung des Aktienanteils, was man in Zeiten wie diesen schön sehen kann. Insofern wäre das ein Unterscheidungsmerkmal, dem ich Gwicht beimessen würde.

2.
Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob ein Fonds von einer KAG aufgelegt und gemanaged bzw. beraten wird oder ob er nur von der KAG beraten bzw. gemanaged wird.
Sowohl ASTRA als auch FMM sind in der Tat beides Erhardts Kinder und werden von ihm bzw. DJE gemaneged. Das muß aber keinesfalls so bleiben.
Zwar ist die Gefahr, dass man ihm das Mandat entzieht aufgrund des Erfolgs der beiden Produkte sehr gering, das muß aber nicht so bleiben. Es gibt allerdings noch andere Faktoren, z.B. wirtschaftlicher Art, die zu einem Wechsel im Management führen können.

Ganz klar:
Der ASTRA ist ein DWS-Fonds und die DWS entscheidet, wer ihn verwaltet – das muß nicht Erhardt bleiben.

Ebenso klar:
Der FMM gehört zu FRANKFURT-TRUST und hier wird über das Mandat entschieden.


Nochmal:
Du musst dir wohl bei beiden keine Sorgen machen, dass man Erhardt das Mandat entzieht, das ist z. Zt. reine Theorie, es könnte aber so kommen, auch wenn das eher unwahrscheinlich ist – beim DJE Dividende + Substanz ist das ausgeschlossen, solange es DJE gibt.

Übrigens hast du Recht:
Mit dem FMM bist du bestens bedient – ich habe den Fonds selber.

Gruß k-9



slt63 hat geschrieben:Beim Astra gebe ich Dir bzgl. mgl. Mandatsentzug Recht.

Wenn Frankfurt Trust DJE das Mandat entzieht, ist der FMM-Fonds "tot". Insofern ist das auch für meinen Geschmack ein eher theoretisches Problem (wenn auch nicht ausgeschlossen).

Genausogut könnten sich Vater und Sohn überwerfen (soll ja vorkommen), der Sohnemann geht raus und Erhardt sen. verhökert (aus Altersgründen) die Bude irgendwann an die Mitarbeiter (oder wen auch immer), was passiert dann?..... Dann ist Divi+Substanz zwar immer noch da, aber halt doch irgendwie anders...
Es bleibt also spannend.

Ich habe übrigens nicht den FMM (wegen der D-Lastigkeit und Erhardts Alter) in meinem Langfristdepot; obwohl ich ihn gut finde.

Allerdings habe ich den Asien High Dividend (Jan Erhardt).



KILLminusNEUN hat geschrieben:Hallo slt63,

du siehst das schon richtig. Ich habe ja mehr als deutlich betont, dass die Sache mit dem Mandatsentzug rein theoretisch und ziemlich unwahrscheinlich ist.

Um Erhardts Alter mach’ ich mir keine so großen Sorgen. Ich denke, der Sohnemann führt’s schon in seinem Sinne weiter, vielleicht nicht ganz so mit dem „goldenen Händchen“. Das muß man dann beobachten.

Der Asien High Dividend ist ein sehr interessanter Fonds, den ich auch beobachte. Mal sehen, wie der sich entwickelt.

Viel Erfolg mit den Erhardt-Produkten, sicher keine schlechte Entscheidung.

Gruß k-9
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Beitragvon schneller euro » 19.03.2009 12:18

1-Jahres-Chart (DJE- und vergleichbare Fonds, Refererenindizes) aus dem Beitrag vom 30.10.08 reduziert auf
10 Tage Chart
und erweitert um den Eurostoxx-Banks.
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Beitragvon Fondsfan » 19.03.2009 12:58

schneller euro hat geschrieben:1-Jahres-Chart (DJE- und vergleichbare Fonds, Refererenindizes) aus dem Beitrag vom 30.10.08 reduziert auf
10 Tage Chart
und erweitert um den Eurostoxx-Banks.


Was soll mir der Chart sagen?

Mir fällt spontan nur die Nähe des Lingohr zum DAX auf.
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Beitragvon schneller euro » 19.03.2009 13:13

Fondsfan hat geschrieben:Was soll mir der Chart sagen?


a) profitieren vom Aufschwung der letzten Tage offenbar fast ausschließlich die Finanzwerte
b) sind eben diese in vielen renommierten Fonds, u.a. auch in den DJE, (noch) nicht oder kaum vorhanden im Bestand
c) hat der Cosmopolitan für einen im Regelfall eher defensiv ausgerichteten Mischfonds mit aktuell ca. 25% Aktienquote erstaunlich schlecht abgeschnitten auf kurzfristiger Basis

Bleibt die Frage, was von der jüngsten Aufwärtsbewegung zu halten ist und wie nun die verschiedenen Fondsmanager reagieren: gar nicht oder nun auch mit dem Kauf von Finanztiteln?
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Beitragvon k9 » 19.03.2009 14:08

Fondsfan hat geschrieben:Was soll mir der Chart sagen?


schneller euro hat geschrieben:Bleibt die Frage, was von der jüngsten Aufwärtsbewegung zu halten ist und wie nun die verschiedenen Fondsmanager reagieren: gar nicht oder nun auch mit dem Kauf von Finanztiteln?


Mal losgelöst von den DJE-Fonds zeigt sich hier generell die Problematik eines Trendwechsels.
Aktiv gemanagte Fonds, die sich gut auf die Baisse-Periode eingestellt haben, sich also defensiv aufgestellt haben,
geraten nun zwangsläufig in’s Hintertreffen. Diejenigen, die ganz im Aktiensegment allokiert geblieben sind,
werden jetzt wieder nach oben gespült.

Die Gretchenfrage aus Sicht der Manager ist eine doppelte:
Zum einen: Ist der Trend nachhaltig ? Zum anderen: Wenn ja, wann und in welchem Umfang gehen wir wieder in Aktien.

Als Investor kann man diese Entscheidung abwarten und bei seinen gut gelaufenen Total-Return-
oder Mischprodukten bleiben oder man nimmt die Sache selber in die Hand und schichtet um.

Wie auch immer, um eine eigene Meinungsbildung zur großen Frage „Wie geht es jetzt weiter ?“
kommt man nicht herum.

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Beitragvon slt63 » 04.04.2009 11:14

Wen es interessiert, ein Artikel bei Morningstar zum Astra (DWS/DJE)

http://www.morningstarfonds.de/de/snaps ... DQV&tab=11
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DJE Asien High Dividend (WKN A0Q5KZ)

Beitragvon The Ghost of Elvis » 16.04.2009 11:50

Fondsman. Jan Ehrhardt ( Divi+Substanz und s. o.) : "China ist der Krisengewinner"
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 12.05.2009 15:52

Ftd zu Diversif. und Markowitz
".......das Prinzip hat zuletzt nicht funktioniert. Das Problem: Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise kamen Papiere nahezu aller Anlageklassen unter die Räder. Ausgenommen waren allenfalls Staatsanleihen. "Dadurch war erstmals in der Nachkriegszeit eine Absicherung durch Diversifizierung nicht möglich", klagt Jens Ehrhardt. Der Vermögensverwalter hat mit dem Tri Style Fund ein Multi-Asset-Produkt im Programm. Die Performance liegt auf Jahressicht genauso wie die von Produkten anderer Emittenten zweistellig im Minus.
Aus der Erfahrung der vergangenen Monate hat Ehrhardt für sich die Lehre gezogen: Sollte noch einmal eine ähnliche Baisse drohen, will er nicht versuchen, Verluste zu vermeiden indem er weiter diversifiziert oder in defensive Branchen investiert: "Stattdessen werden wir die Barquote weiter heraufsetzen." :!:
...
Jens Erhardt hat das bereits getan und die Aktienquote seines Tri Style Fund auf 74 Prozent erhöht, nachdem sie zwischenzeitlich bei rund 26 Prozent lag. "Wir sind der Meinung, dass sich die technische Erholung noch bis in den Sommer hinein fortsetzt", so Erhardt......."
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Update von 10/08

Beitragvon schneller euro » 16.07.2009 09:06

Fonds:
FMM Fonds (847811)
Astra (977700)
DJE Dividende&Substanz (164325)
LuxTopic Cosmopolitan (A0BLYJ, in 04/07 Strategieänderung und umbenannt von "Best Managed Firms" in Cosmopolitan)
DJE Asien High Dividend (WKN A0Q5KZ)

Webseiten:
www.dje.de
www.fundpromoter.de

Daten von Anfang 2008:
Vola: TriStyle ca. 9, Astra + FMM ca. 13
Perf.: Astra in div. Zeiträumen etwas vorne
Sharpe-R.: 1+5J Vorteil Astra, 3J TriStyle am besten
Volumen: Astra mit 380 Mio € am höchsten, FMM ca. 190, TriStyle ca. 150
(Quelle=Onvista)
TriStyle z.Z. deutlich geringerer Aktien- und D.-Anteil als die beiden anderen


Charts:

Chart 10 Jahre: Astra, FMM und zum Vergleich Lingohr und Dax

Chart 5 Jahre diverse DJE-Fonds und zu Vergleichszwecken einige andere Value-Fonds

Chart 1 Jahr erweitert um den Cosmopolitan und den Asian High Divi.
-> auffällig ist die Schwächephase beim Astra
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Beitragvon Papstfan » 04.08.2009 11:47

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Beitragvon Papstfan » 22.01.2010 16:11

Wi-Wo
Dr. Jens Ehrhardt: "Im Januar habe ich die Aktienquote im Schnitt um 20 bis 30 Prozent reduziert. Insgesamt liegt sie nur noch bei 50 Prozent. " :!:

von den dje - webseiten, zum 31.12.2009:
FMM Fonds (847811) : Cash 16%
Astra (977700) : Cash und Geldmarkt 20%
DJE Dividende&Substanz (164325) : Cash und Geldmarkt 20%
Tri Style (794617): Cash 2%
LuxTopic Cosmopolitan (A0BLYJ): Cash 9%
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 03.02.2010 17:17

Meldung ist schon ein paar Wochen alt, aber wichtig :
Jens Ehrhardt hat das Management seines Mischfonds DJE-Alpha Global Fonds (Wkn 164317) abgegeben
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Beitragvon slt63 » 15.04.2010 22:43

Die "Erhardts" (insbesondere Senior) habe ihre Aktienquoten im März z.T. substanziell aufgestockt:

FMM: 85 (58 )
Astra: 89 (61 )
Divi+S : 84 (78 )

flex. def. Mischfds:
Fi Alpha RentenGlobal 19 (11)

Jeweils Aktienquote in Prozent am 31.03.2010; (Februarwert in Klammern); ohne Gewähr
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Zusammenfassung zum DJE Asien High Dividend (A0Q5KZ)

Beitragvon schneller euro » 30.04.2010 11:20

slt63 hat geschrieben:Ich habe im Oktober 2008 mit Jan Erhardt telefoniert und ihn gefragt, "was er mit dem Fonds vorhat". Ende Oktober 2008 hatte der Fonds ein Volumen von 7,58 Mio€. Er hat gesagt, daß sie Asien insgesamt langfristig sehr positiv sehen, mit dem Einstieg in Aktien aber behutsam sein werden aufgrund der Risiken. Ausserdem sollte der Fonds nicht so aggressiv positioniert werden, eher wie ein offensiver Mischfonds, Aktienquote ca. 40-80%, sozusagen eine "Mischung aus FMM und Divi+Substanz" nur auf asiatisch. Da ich genau sowas gesucht hatte, habe ich -trotz der unverschämten Gebühren- eine ordentliche Summe investiert. Bisher hat er das genau so eingehalten und meine Erwartungen voll erfüllt. Bei DJE wissen sie, daß man die Basis für langfristige Outperformance in den schlechten Marktphasen legt, indem man zu starke Verluste zu vermeiden versucht. Auch die Wahl eine reinen Aktienbenchmark in Bezug auf die Performance-Fee deutet darauf hin, denn bei der o.g. Aktienrange (wobei die %-Werte nicht zementiert sind), dürfte in Boomzeiten eine Performance-Fee schwerlich zu erzielen sein. Und von einem kannst Du ausgehen: Geld verdienen wollen die.


-> Ein Vergleich 1,5 Jahremit einigen eher offensiv gemanagten Produkten aus dem Mischfonds-Bereich

Chartvergleich 1,5 Jahre mit dem DJE Divi&Substanz(164325)

Chartvergleich 1,5 Jahremit diversen Produkten aus dem T.I.-Thread Asien-Fonds (auch Wandelanleihen- und SC-Fonds)
-> zuletzt ergänzt um den Gamax Maxifonds Asien Int. (972194), seit Herbst 2007 ebenfalls von Jan Ehrhardt gemanagt und volatiler als der A0Q5KZ

Gem. Factsheet 12/09 betrug die Aktienquote des A0Q5KZ 62% (davon fast 40% in Hongkong und China), der Rest war Geldmarkt/Kasse
In 03/10 nun ca. 61% Aktien (recht geringe Verluste < 1% am 28.+29.4.) gegenüber 39% Geldmarkt/Kasse.
Der o.g. Begriff "Mischfonds" ist gemäß Factsheet/VK-Prospekt offenbar so zu interpretieren, dass nur Aktien oder Cash in Frage kommen. (Wandel)Anleihen gehören demnach nicht zum Anlageuniversum dieses Fonds.
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FMM-Fonds

Beitragvon Fondsfan » 24.06.2010 17:18

Die Äußerungen aus dem Hause DJE werden
seit geraumer Zeit immer skeptischer und
das scheint sich auch in einer übervorsichtigen
Anlagepolitik auszudrücken, die z.B. beim FMM
nach meinem Eindruck zu einer relativ schwachen
Performance in den letzten Monaten führt.

In der letzten Finanzwoche wurde ernsthaft jemand
ztiiert, der beim DJ einen Absturz um 96 % auf etwa
400 Punkte für möglich hält - nachzulesen unter
"Marktberichte" bie Infos.

Verrent man sich da bei DJE oder betreiben die eine
begründete Vorsicht?
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Re: FMM-Fonds

Beitragvon k9 » 24.06.2010 17:40

Fondsfan hat geschrieben:Die Äußerungen aus dem Hause DJE werden
seit geraumer Zeit immer skeptischer und
das scheint sich auch in einer übervorsichtigen
Anlagepolitik auszudrücken, die z.B. beim FMM
nach meinem Eindruck zu einer relativ schwachen
Performance in den letzten Monaten führt.

In der letzten Finanzwoche wurde ernsthaft jemand
ztiiert, der beim DJ einen Absturz um 96 % auf etwa
400 Punkte für möglich hält - nachzulesen unter
"Marktberichte" bie Infos.

Verrent man sich da bei DJE oder betreiben die eine
begründete Vorsicht?


Mack & Weise hat man hier schon abgeschrieben und
Erhardt driftet auch immer mehr in deren Richtung ab ......

So könnte man das achselzuckend kommentieren.

Leider ist man immer erst hinterher schlauer.

Gruß k-9
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Re: Zusammenfassung zum DJE Asien High Dividend (A0Q5KZ)

Beitragvon drhc » 25.07.2010 16:07

schneller euro hat geschrieben:Gem. Factsheet 12/09 betrug die Aktienquote des A0Q5KZ 62% (davon fast 40% in Hongkong und China), der Rest war Geldmarkt/Kasse
In 03/10 nun ca. 61% Aktien (recht geringe Verluste < 1% am 28.+29.4.) gegenüber 39% Geldmarkt/Kasse.
Der o.g. Begriff "Mischfonds" ist gemäß Factsheet/VK-Prospekt offenbar so zu interpretieren, dass nur Aktien oder Cash in Frage kommen. (Wandel)Anleihen gehören demnach nicht zum Anlageuniversum dieses Fonds.

" ... Zu den größten Positionen zählten Ende Mai mittelgroße Unternehmen
wie der Hongkonger Modekonzern Glorious Sun Enterprises
(4,5% des Vermögens) oder China Pharmaceutical Group (4,0%). An
vierter Stelle kommt mit der Bau- und Infrastrukturgruppe Hopewell
Holdings (2,7%) der erste Milliardenkonzern.
Fokus liegt auf chinesischen Aktien
Regional liegt das Schwergewicht der Investments eindeutig auf den
Börsen Hongkong (30,2%) und China (8,4%). Auf den nächsten Plätzen
folgen Malaysia, Singapur und Südkorea. Bei den Branchen gibt
es keine klare Präferenz. Derzeit dominieren zyklische Konsumgüter.
Mit 63% ist der Investitionsgrad relativ niedrig. Anscheinend schließt
Jan Ehrhardt einen weiteren Kursrückgang an den asiatischen Börsen
nicht aus. Diese defensive Ausrichtung zeichnet den Fonds generell aus.
Nach der Auflegung am 1. August 2008 investierte Ehrhardt ebenfalls
äußerst zurückhaltend. Das sorgte für die Outperformance von
6% per annum gegenüber der Benchmark, dem MSCI Far East ex
Japan Index auf US-Dollar-Basis. Im laufenden Jahr blieb der Fonds
hingegen hinter seinem Vergleichsindex zurück. Trotzdem eignet sich
der DJE Asien High Dividend als Depotbeimischung
... Manager mit exzellentem Track Record
Auf lange Sicht hat der DJE Asien High Dividend Chancen auf eine überdurchschnittliche Entwicklung. Denn Manager Jan Ehrhardt hat bei anderen Fonds der DJE-Gruppe sein Gespür für das richtige Timing bewiesen. Bestes Beispiel ist der DJE Dividende + Substanz (WKN 164325): Seit der Auflegung im Januar 2003 schaffte der Fonds eine jährliche Rendite von fast 11% per annum. Die Benchmark MSCI World auf Euro-Basis legte im gleichen Zeitraum nur um 2,8% jährlich zu."
Zitiert aus Börse am Sonntag No 28 - 2010
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Beitragvon k9 » 25.07.2010 16:42

Unten der DJE Asien High Dividend (schwarz) seit Auflage
im Vergleich zum DJ ASIA-Pacific Ex-Japan Index.
Was will man mehr ?

Gruß k-9
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Beitragvon drhc » 15.08.2010 17:16

Papstfan hat geschrieben:a.d. 2008:
Das Dje Managed Depot Chance (Quelle ist = fundpromoter.de)
beinhaltet:
6,5% AMEX Local Currencies Emerging Markets €-Hedged
5,5% Julius Bär Local Emerging Bond Fund


Der Link zur Aktualität:
http://www.dje.de/DE_de/vermoegensverwa ... varianten/

Top 15 Positionen DJE Multi Flex
Cash 20,00 %
DJE - InterCash I 12,87 %
LuxTopic - PACIFIC 11,71 %
DJE - Asien High Dividend XP 7,57 %
DJE LUX SICAV - DJE Vermögensmanagement I 6,30 %
DJE - Renten Global XP 6,10 %
LuxTopic - Cosmopolitan I 5,68 %
Gamma Concept 5,18 %
DJE - Dividende & Substanz XP 4,59 %
Julius Baer - WMP Global Equity Fund C 4,09 %
Gamax Funds FCP - Junior A 4,07 %
DJE - Gold & Ressourcen I 3,96 %
DJE Real Estate I 2,97 %
DJE - Absolut XP 1,91 %
SQUAD CAPITAL - SQUAD VALUE 1,81 %
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Beitragvon Midafo » 30.10.2010 15:40

Weiss jemand, auf welche minimale prozentuale Aktienquote der DJE Asien reduziert werden kann?
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Beitragvon Midafo » 30.10.2010 15:51

Hmm, gerade mal den VKP durchgeackert - wenn ich das richtig sehe, dann kann der DJE zu 100% sowohl in Aktien als auch in Geldmarktinstrumente umschichten.

Nicht schlecht...
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FMM Fonds

Beitragvon Fondsfan » 01.11.2010 12:02

Das ist ja ursprünglich das Flaggschiff von DJE.

Nach meinem Eindruck ist man aber seit der
Krise 2008 im Vergleich zu anderen Mischfonds
aus dem Tritt gekommen.

Oder sehe ich das falsch?
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LuxTopic Cosmopolitan (A0BLYJ)

Beitragvon schneller euro » 13.11.2010 10:07

In 04/07 umbenannt von "Best Managed Firms" in Cosmopolitan, seinerzeit ebenfalls Strategie-Änderung

Aus dem Mischfonds-Thread, Februar 2008:
"...die aktuellen Daten werden nur gefunden, wenn man unter
http://www.fundpromoter.de/ die o.g. WKN in der Suchfunktion eingibt.
Auf 1-Jahres-Sicht (Stand 2008/Februar) ist der Fonds vorne mit dabei, auf 3-Jahres-Sicht am Tabellenende. Aktienanteil in 2007 teilweise bis zu 100%, in 02/08 ca. 25%. Stark D-lastig (teilweise 60% Anteil)...
... auf Sicht von 1 Jahr ist er mit +18% einsame Spitze, davon rentierte er über 3 Jahre nur mit plus minus Null. ..."
In diesem Handelsblatt-Artikel vom Feb. 2008 wird als Fondsmanager U.Kaffarnik von DJE angegeben.

Börse am Sonntag / Fondscheckim Okt. 2010: "...Der LuxTopic Cosmopolitan konzentriere sich auf Anleihen und substanzstarke europäische Unternehmen aus der zweiten Reihe. Darüber hinaus seien chinesische Aktien und Goldminen relativ hoch gewichtet. In den letzten drei Jahren habe der Mischfonds nicht nur seine Benchmark deutlich übertroffen, er habe seine Performance trotz Finanzkrise auch um mehr als 6% per annum gesteigert. Zuletzt habe der Anteilswert wegen der Übernahmeofferte für den Baukonzern HOCHTIEF deutlich zugenommen.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten zeige der 2004 aufgelegte Fonds seit ein paar Jahren eine überragende Performance: Allein 2007 habe der LuxTopic Cosmopolitan mit einem Plus von 24,3% um 23,4% besser abgeschnitten als vergleichbare Konkurrenzprodukte. Auch danach falle die Outperformance ins Auge: Auf Dreijahresbasis habe der Mischfonds trotz des katastrophalen Börsenjahres 2008 seinen Anteilswert um 6,6% per annum gesteigert, während vergleichbare Mischfonds (hohe Aktienquote) im Schnitt um 5% pro Jahr an Wert verloren hätten. ..."

-> lt. Factsheet zum 30.9.10 Aktienquote=75%, Länder: D=38%, HK=24%
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Beitragvon schneller euro » 13.11.2010 10:25

FMM Fonds (847811)
Astra (977700)
DJE Dividende&Substanz (164325)
LuxTopic Cosmopolitan (A0BLYJ, in 04/07 Strategieänderung und umbenannt von "Best Managed Firms" in Cosmopolitan)
DJE Asien High Dividend (WKN A0Q5KZ)

www.dje.de
www.fundpromoter.de

Chart 5 Jahreder DJE-Fonds mit entspr. langer Historie plus MSCI-World und einige andere global inv. Aktien- und Mischfonds zum Vergleich

Chart 3 Jahreplus Cosmopolitan (Strat.wechsel in 04/07, s.o.), welcher in diesem Zeitraum auch gleich das beste DJE-Produkt ist

Chart 2 Jahre
-> DJE-Asien High Divi. (seit 2008, August) und Cosmopolitan überzeugend, FMM und Astra schwach
Zuletzt geändert von schneller euro am 28.12.2010 11:44, insgesamt 2-mal geändert.
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Update von 13.11.10, erweitert um DJE Golden Wave (A0J4L6)

Beitragvon schneller euro » 28.12.2010 11:43

FMM Fonds (847811)
Astra (977700)
DJE Dividende&Substanz (164325)
LuxTopic Cosmopolitan (A0BLYJ, in 04/07 Strategieänderung und umbenannt von "Best Managed Firms" in Cosmopolitan)
DJE Asien High Dividend (WKN A0Q5KZ)
DJE Golden Wave (A0J4L6, eher defensiv gem. Dachfonds, Vol. in 11/10 = 12 Mio €, Porträt in dfa04_2008, Fondsmanager Mathias Reiner und Ralf Seifert)

www.dje.de
www.fundpromoter.de (Cosmopolitan und Golden Wave)

Chart 5 Jahreder DJE-Fonds mit entspr. langer Historie plus MSCI-World und einigen andere global inv. Aktien- und Mischfonds zum Vergleich

Chart 3 Jahreplus Cosmopolitan (Strat.wechsel in 04/07, s.o.)

Chart 1 Jahr
-> interessant ist, dass einige der DJE-Produkte, welche offiziell als Aktienfonds firmieren, zuletzt auch in einer Aufschwungphase schwächer abschnitten als die Misch- und Dachfonds
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DJE Asien High Dividend (A0Q5KZ)

Beitragvon schneller euro » 29.01.2011 15:19

slt63 hat geschrieben:Ich habe im Oktober 2008 mit Jan Erhardt telefoniert und ihn gefragt, "was er mit dem Fonds vorhat". Ende Oktober 2008 hatte der Fonds ein Volumen von 7,58 Mio€. Er hat gesagt, daß sie Asien insgesamt langfristig sehr positiv sehen, mit dem Einstieg in Aktien aber behutsam sein werden aufgrund der Risiken. Ausserdem sollte der Fonds nicht so aggressiv positioniert werden, eher wie ein offensiver Mischfonds, Aktienquote ca. 40-80%, sozusagen eine "Mischung aus FMM und Divi+Substanz" nur auf asiatisch. Da ich genau sowas gesucht hatte, habe ich -trotz der unverschämten Gebühren- eine ordentliche Summe investiert. Bisher hat er das genau so eingehalten und meine Erwartungen voll erfüllt. Bei DJE wissen sie, daß man die Basis für langfristige Outperformance in den schlechten Marktphasen legt, indem man zu starke Verluste zu vermeiden versucht. Auch die Wahl eine reinen Aktienbenchmark in Bezug auf die Performance-Fee deutet darauf hin, denn bei der o.g. Aktienrange (wobei die %-Werte nicht zementiert sind), dürfte in Boomzeiten eine Performance-Fee schwerlich zu erzielen sein. Und von einem kannst Du ausgehen: Geld verdienen wollen die.


Gem. Factsheet 12/09 betrug die Aktienquote des A0Q5KZ 62% (davon fast 40% in Hongkong und China), der Rest war Geldmarkt/Kasse
In 03/10 ca. 61% Aktien gegenüber 39% Geldmarkt/Kasse.
Die Cashquote blieb im ganzen Jahr 2010 sehr hoch, nämlich zwischen 42% im Januar und 33% im Dezember.

Der o.g. Begriff "Mischfonds" ist gemäß Factsheet/VK-Prospekt offenbar so zu interpretieren, dass nur Aktien oder Cash in Frage kommen. (Wandel)Anleihen und Renten gehören demnach nicht zum Anlageuniversum dieses Fonds?!
Bei Kursrückgängen wirkt sich diese sehr hohe Cashquote natürlich verlustminimierend aus. Aber ob dies langfristig wirklich sinnvoll ist?
Außer einigen Trendfolgern fällt mir eigentlich kein Aktienfonds ein, der über einen so langen Zeitraum eine so hohe Cashquote hatte.
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Beitragvon drhc » 01.03.2011 09:51

Entnommen dem fonds-kompakt 02-11:
" ... im Astra darf die Aktienquote nicht unter 50% sinken ....
DJE Dividende & Substanz .... besondere Qualität zeigt der Fonds wie die meisten DJE-Produkte in fallenden Märkten: Im Crashjahr 2008 büßte der DJE Dividende & Substanz nur 26,6% ein..... verlor der Fonds damit um 11,2 Prozentpunkte weniger als die anderen globalen Aktienfonds. Beachten sollten Anleger jedoch, dass sich Ehrhardt an keine Benchmark gebunden fühlt. So hielt er die meiste Zeit keine amerikanischen Aktien...
DJE Asien High Dividend..... Fonds wird ebenfalls von Jan Ehrhardt verwaltet.
Dessen vorsichtige Strategie zahlte sich in den ersten Monaten nach Auflegung aus, als das Vermögen nahezu unverändert blieb, während die asiatischen Märkte rasant an Wert verloren. Bei der anschließenden Hausse war Ehrhardt dann massiv investiert. .... die Performance seit Auflegung mit 15,4% per annum beeindruckend gut ausfällt. In den vergangenen Monaten wurde das Fondsmanagement skeptischer, die Cashquote kletterte auf 33%. Denn die konjunkturellen Bremsmanöver in China hatten Folgen für die Börsen in Hongkong und Shanghai, an denen Ehrhardt massiv (insgesamt mit 44%) investiert hat......"
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Beitragvon slt63 » 01.03.2011 10:21

drhc hat geschrieben:Entnommen dem fonds-kompakt 02-11:
" ...
DJE Asien High Dividend..... Fonds wird ebenfalls von Jan Ehrhardt verwaltet.
Dessen vorsichtige Strategie zahlte sich in den ersten Monaten nach Auflegung aus, als das Vermögen nahezu unverändert blieb, während die asiatischen Märkte rasant an Wert verloren. Bei der anschließenden Hausse war Ehrhardt dann massiv investiert. .... die Performance seit Auflegung mit 15,4% per annum beeindruckend gut ausfällt. In den vergangenen Monaten wurde das Fondsmanagement skeptischer, die Cashquote kletterte auf 33%. ..."


Was ist denn "fonds-kompakt" für eine Postille??

Der Aktienanteil lag bislang nie über 68%.
"Massiv investiert" sieht anders aus. Daher hat Erhardt den Aufschwung auch nur teilweise mitgenommen.

Ende Nov 2010 lag die AQ bei 64, Ende Dez bei 67, Ende Januar bei 63 %... Soviel zum Thema "die Cash-Quote kletterte auf 33%" .
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Beitragvon drhc » 02.03.2011 09:20

slt63 hat geschrieben:Was ist denn "fonds-kompakt" für eine Postille??
Der Aktienanteil lag bislang nie über 68%.
"Massiv investiert" sieht anders aus. Daher hat Erhardt den Aufschwung auch nur teilweise mitgenommen.


Herausgeber ist die Finanzpark AG,Christian Ernst Frenko.
U. a. auch Börse-am-sonntag, Zertiifkate-Kompakt u.v.a.m.
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Re: DJE Asien High Dividend (A0Q5KZ)

Beitragvon drhc » 25.04.2011 10:07

schneller euro hat geschrieben:Der o.g. Begriff "Mischfonds" ist gemäß Factsheet/VK-Prospekt offenbar so zu interpretieren, dass nur Aktien oder Cash in Frage kommen. (Wandel)Anleihen und Renten gehören demnach nicht zum Anlageuniversum dieses Fonds?!
Bei Kursrückgängen wirkt sich diese sehr hohe Cashquote natürlich verlustminimierend aus. Aber ob dies langfristig wirklich sinnvoll ist?
Außer einigen Trendfolgern fällt mir eigentlich kein Aktienfonds ein, der über einen so langen Zeitraum eine so hohe Cashquote hatte.


Gute Perspektiven für Aktien und Anleihen in chin. Yuan
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Beitragvon schneller euro » 05.08.2011 13:56

Chart 5 Jahreder DJE-Fonds (mit entspr. langer Historie plus MSCI-World und einiger anderer global inv. Aktien- und Mischfonds zum Vergleich) aus dem Beitrag vom 13.11.10 (s. o.),
erweitert um das Zertifikat auf den Dr. Jens Ehrhardt Basket (826619).
Letztgen. sortiert sich in der Zwischenbilanz über 5 Jahre zwischen FMM-Fonds und Astra ein. Aus dem Gedächtnis heraus meine ich, dass DJE bei dem Zert. (noch) mehr Freiheiten hat als bei den Fonds.

Chart 6 Monate:ausschließlich Fonds oder Zertifikate von DJE
-> der Cosmopolitan zuletzt mit den geringsten Verlusten und einer ziemlich stabilen Wertentwicklung
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Beitragvon tibesti » 10.08.2011 07:24

Profianleger Jens Ehrhardt
„Die schwierigste Börsenphase meines Lebens“
Donnerstag, 04.08.2011, 10:36 · von FOCUS-MONEY-Redakteur Mika Hoffmann


Der Dax hat an sechs Tagen zehn Prozent verloren, Italiens Schuldenproblem wächst. Anleger sind verunsichert. Im FOCUS-Online-Interview erklärt Deutschlands größter unabhängier Vermögensverwalter Jens Erhardt, wie es an den Märkten weitergeht.

Seit 35 Jahren kümmert sich Jens Erhardt um das Geld sein Kunden. Mittlerweile verwaltet er ein Vermögen im Volumen von elf Milliarden Euro. Eine solch schwierige Situation an den Märkten wie derzeit hat Erhardt aber noch nicht erlebt. Im Interview verrät er, wie sich Anleger in dieser Phase am besten verhalten.

FOCUS Online: Herr Ehrhardt, Sie sagen, dass dies die schwerste Phase an den Finanzmärkten in Ihrer Karriere sei – und Sie sind ja nun schon ein paar Jahre dabei. Was ist derzeit so schwierig?

Jens Ehrhardt: Es ist alles so unkalkulierbar. Und so viel hängt von den Politikern ab. Früher war es entscheidend, die richtigen Prognose für die Wirtschaft zu treffen – ob die Gewinne oder die Zinsen rauf- oder runtergehen. Das war das A und O, das Anleger richtig machen mussten. Heute muss der Investor sich eher überlegen, ob die Politiker jetzt einen Haircut machen oder nicht oder ob Euro-Bonds kommen oder nicht. Es ist tatsächlich die schwierigste Börsenphase meines Lebens.

FOCUS Online: Halten Sie Euro-Bonds für eine gute Idee? Also die Auflagen von Anleihen, für die alle Staaten gemeinsam haften – vorneweg der große Stabilitätsanker Deutschland?

Ehrhardt: Das wäre eine Katastrophe – dann brechen alle Dämme. Wenn wir den Peripheriestaaten jetzt alle Schulden bezahlen und sogar noch Marshall-Pläne durchziehen, fehlt jeder Anreiz, selbst wieder wettbewerbsfähig zu werden.

FOCUS Online: Die Börse würde aber feiern?

Ehrhardt: Es würde sicherlich für eine Weile deutlich nach oben gehen. Aber die Reaktionen der Märkte sind zur Zeit völlig paradox. Ein Broker schrieb kürzlich, die Wirtschaft und die Aussichten seien so negativ, dass man sich die Hände reiben könnte, weil die Zinsen niedrig bleiben – toll für die Börse. Man hat den Eindruck: Je unsolider, desto besser. US-Aktien sind in den vergangenen Monaten folgerichtig auch am besten gelaufen – die Amerikaner haben am meisten Schulden gemacht beziehungsweise Geld gedruckt.

FOCUS Online: Ist die Abhängigkeit von der Politik ein so neues Phänomen – wenn ich an die Aufhebung des Goldstandards, das Plaza-Abkommen oder die Niedrigzinspolitik des ehemaligen US-Notenbankchefs Alan Greenspan denke?

Ehrhardt: Das stimmt. Die ganzen Probleme, die wir heute beklagen, kommen zum einen von der Niedrigzinspolitik Greenspans und von der Einführung des Euro. Die beiden Faktoren haben die Verschuldung auf den heutigen Stand hochkatapultiert – insofern war das auch schon die Politik. Aber insgesamt haben wirtschaftliche Faktoren früher doch ein größere Rolle gespielt als heute.

FOCUS Online: Das heißt?

Ehrhardt: Von den reinen Bewertungsmaßstäben her müsste man eigentlich zulangen: Nach den jüngsten Gewinnanstiegen sind die Kurs-Gewinn-Verhältnisse deutlich zurückgegangen. Aus dieser Sicht müsste die Börse eigentlich besser laufen. Die historischen Einschnitte, die Sie genannt haben, wie die Abkehr vom Goldstandard, haben die Märkte doch eher kurzfristig beeinflusst. Vor allem wurde das Ruder nicht ständig herumgeworfen: Heute ist es an einem Tag so und am nächsten Tag anders. Neulich wussten wir nicht, wie die Griechen abstimmen würden. Wäre das schiefgelaufen, wären die Börsen weltweit nach unten gegangen . . .

FOCUS Online: . . . und Frau Merkel hat noch vor kurzem überlegt, ob sie überhaupt zum EU-Sondergipfel fährt oder nicht . . .

Ehrhardt: Das trägt alles zur Unsicherheit bei. Es liegt wahrscheinlich auch daran, dass die Politiker im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise die Konjunktur und die Börse gerettet haben und jetzt die Zügel in der Hand behalten wollen. Ich bin allerdings der Meinung, dass die Marktwirtschaft immer noch die beste Lenkungsmethode ist. Staatseinfluss verschiebt die Probleme eher, weil die Politik in der Regel darauf ausgerichtet ist, niemandem wehzutun, und damit die Probleme nur vergrößert. Man hätte schon längst Griechenland die Schulden streichen müssen. Je länger die Politik wartet, desto schlimmer wird das Problem.
„Wir marschieren in Richtung Inflation. Deswegen ist Gold auf Dauer interessant. In fünf Jahren wird es meiner Meinung nach viel höher stehen.“
FOCUS Online: Die Unsicherheit trifft auf geld- und fiskalpolitische Bremsmanöver. Die Chinesen bremsen. Die Amerikaner bringen so schnell kein neues Anleihenkaufprogramm, also QE3. Und die Europäer erhöhen sogar ihre Leitzinsen. Muss das nicht dazu führen, dass die Überschussliquidität – das Risikokapital für die Börsen – zurückgeht?

Ehrhardt: Weltweit wird die Überschussliquidität ein Stück zurückgehen. Fiskalpolitisch wird auch nicht mehr so viel Gas gegeben wie bisher, wenn auch nur sehr vorsichtig gebremst wird. Bremsen bei den Zinsen und der Fiskalpolitik: Die Lage kann sich eigentlich nur verschlechtern – sowohl für die Konjunktur als auch für die Börse. Deswegen rechne ich bis in den Herbst hinein mit einer schwierigen Phase. Aber eine Baisse sehe ich auch nicht.

FOCUS Online: Was spricht gegen einen Kurssturz?

Ehrhardt: Die Unternehmenszahlen sehen weiter recht gut aus. Dazu kommt vonseiten der Markttechnik, dass die Anleger noch nicht in Aktien überinvestiert sind und die Bewertungen noch nicht so hoch sind. Aber Bewertungen können sich natürlich ändern, wenn die Konjunktur einbricht. Gerade in Deutschland mit der enormen Exportabhängigkeit können die Gewinne blitzschnell fallen.

FOCUS Online: Wie weit haben Sie die Aktienquote in Ihren Fonds zurückgefahren?

Ehrhardt: Derzeit liegen wir bei rund 60 Prozent. Zwischenzeitlich haben wir noch die Erholung der Weltbörsen mitgenommen und die Aktienquote noch einmal kräftig erhöht. Wir haben den Abbau etwas verschoben und damit unsere Performance verbessert.

FOCUS Online: Wie geht es jetzt weiter?

Ehrhardt: Ich hoffe, dass ähnlich wie im vergangenen Jahr das vierte Quartal doch noch einiges herausholt. Bis dahin könnte ich mir vorstellen, dass die Konjunktur in den USA doch schlechter läuft als erwartet, in Europa ein paar Eintrübungen kommen und die Notenbanken und Regierungen wieder Gas geben müssen. Bis dahin – gerade das dritte Quartal ist im historischen Vergleich ja eher unterdurchschnittlich – könnten wir eine Durststrecke durchmachen.

FOCUS Online: Also jetzt Aktien verkaufen?

Ehrhardt: Was machen Sie mit dem Geld, wenn Sie verkaufen? Qualitätsaktien waren in der Vergangenheit immer ein guter Weg, sein Vermögen über die Runden zu bringen – selbst in schlimmsten Krisenzeiten. Aber natürlich spielt das Timing eine große Rolle. Im Herbst dürften die Kurse doch etwas günstiger aussehen als heute.
FOCUS Online: Dann doch lieber Anleihen?

Ehrhardt: Soll ich etwa kurzlaufende Anleihen mit zwei Prozent Rendite kaufen? Wenn ich das als Vermögensverwalter mache, sagt mir mein Kunde, die Inflationsrate sei aber viel höher. Und einige werden denken: Das kann ich auch allein. Wenn Sie glauben, es geht wie in Japan Richtung 1,1 Prozent Rendite für zehnjährige Anleihen, können Sie natürlich noch Bundesanleihen kaufen.

FOCUS Online: Bei der jetzigen Inflationsrate macht das aber keinen Spaß.

Ehrhardt: Genau. In Japan herrscht Deflation, die Preise sinken. Deswegen sind die realen Zinsen immer noch recht hoch. Deswegen denke ich auch nicht, dass die Renditen der Bundesanleihen so tief fallen können – selbst wenn sich das Konjunkturbild eintrüben sollte.

FOCUS Online: Sollten Anleger im Euro bleiben?

Ehrhardt: Das ist die nächste große Frage. Alle fragen mich: Soll ich in den Schweizer Franken gehen? Statt 1,66 Franken für einen Euro im Hoch bekomme ich jetzt 1,14. Da wird es sicherlich eine Gegenbewegung geben. Das kann die Schweiz auf Dauer gar nicht mitmachen: Entweder machen sie zu, führen Devisenkontrollen ein und die Anleger können nur noch Franken verkaufen und nicht mehr kaufen. Das würde den Franken drücken. Oder die Handelsbilanz und die Wirtschaft verschlechtern sich so stark, dass das Investorenvertrauen deswegen abnimmt. Ich würde jetzt Gewinne mitnehmen, ehe der Franken wieder herunterkommt. Zumindest kurz- bis mittelfristig. In fünf oder zehn Jahren kann der Franken noch deutlich höher stehen als heute. Aber der Moment, jetzt vom Euro in den Franken zu gehen, ist wahrscheinlich ungünstig.

FOCUS Online: Gilt das auch für Gold?

Ehrhardt: Gold wird auf die Dauer deutlich besser abschneiden als der Euro. Das ist meine feste Überzeugung. Die grundlegende Frage lautet: Gehen wir eher in Richtung Deflation oder Inflation? Bei einer Deflation wäre Gold nicht das ideale Anlageinstrument – außer, wenn die Banken in einem Abschwung größere Probleme bekämen und die Investoren Festgeld in Gold tauschen. Ich bin aber der Meinung, dass wir in absehbarer Zeit eher in Richtung Inflation marschieren. Im Zweifel werden die Notenbanken immer wieder Geld drucken. Deswegen ist Gold auf die Dauer interessant.

FOCUS Online: Auch bei 1660 Dollar für eine Feinunze?

Ehrhardt: Es kann sicherlich einen nicht unerheblichen Rückschlag geben. Eine Korrektur von 15 Prozent ist immer möglich. Dann würde ich aber nachkaufen. In fünf Jahren steht Gold nach meiner Meinung viel höher als heute. Gold können Sie nicht drucken – also das Angebot erhöhen. Die Minen müssen hohe Umweltauflagen erfüllen, und neue Vorkommen werden kaum gefunden.

FOCUS Online: Sie haben in Ihren Fonds hohe Goldbestände und müssen Risikoanalyse betreiben. Was könnte passieren?

Ehrhardt: Natürlich denken wir darüber nach. Ein Szenario für einen Goldpreis-Rutsch wäre eine Finanzmarktkrise wie der Lehman-Konkurs: 2008 ist der Goldpreis deutlich gefallen – aber auch schnell wieder zurückgekommen. Ein Faktor am Goldmarkt sind die Asiaten. Vor allem die Chinesen kaufen zunehmend Gold. Bis vor Kurzem durften sie das gar nicht. Jetzt sehen sie, wie die Inflation in ihrem Land steigt. In Wirklichkeit dürfte sie deutlich höher liegen als die offiziellen Zahlen von 6,4 Prozent, wahrscheinlich im zweistelligen Bereich.

FOCUS Online: Ist dort der Inflationszenit nicht bereits überschritten?

Ehrhardt: China hat ein Inflationsproblem, das nicht so schnell verschwindet. Die meisten Experten sagen derzeit, wir hätten den Höhepunkt der Inflation jetzt erreicht – und jetzt stünden wieder Lockerungen an. Dieser Meinung bin ich nicht. Bei Lohnsteigerungen von zehn bis 30 Prozent haben Sie einerseits eine von der Nachfrage verursachte Inflation. Und zum anderen drücken über die Rohstoffe die Kosten nach oben. In Kombination heißt das: China muss weiter bremsen. Dabei besteht immer die Gefahr eines Überschießens. Allerdings hat China gegenüber dem Westen einen großen Vorteil: Sowohl die Alt- als auch die Neuverschuldung ist wesentlich geringer. Sie verfügen zudem über Devisenreserven in Höhe von 3200 Milliarden Dollar, mit denen sie im Notfall die Banken stützen könnten. Aber inzwischen sind ein paar Blasen entstanden mit leer stehenden Städten und Investitionen, die in keinem anderen Land so lange liefen und so hoch ausfielen. Dadurch wächst die Gefahr von Überkapazitäten. Deswegen kaufen die Chinesen immer mehr Gold. Außerdem spekulieren die Asiaten gern.

FOCUS Online: Besteht dann nicht das Risiko, dass die Chinesen ebenso schnell ihr Gold wieder verkaufen?

Ehrhardt: Die Asiaten haben noch weniger Anlagemöglichkeiten als wir. Sie haben kaum Staatsverschuldung, also auch kaum Staatsanleihen. Es bleiben also Aktien, Immobilien und Gold. Die Aktienmärkte schwanken stark, und die Regierung bremst. Am Immobilienmarkt hat die Politik ein noch größeres Interesse, die Luft aus der Blase zu lassen. Also bleibt Gold.
OCUS Online: Zurück nach Europa. Wie sieht es mit Staatsanleihen aus Italien oder Griechenland aus – als Spekulation auf die Politik?

Ehrhardt: Solche Anleihen haben wir nie gehabt und kaufen sie auch weiterhin nicht. Das ist wegen der Politiker zu unkalkulierbar. Man kann natürlich darauf setzen, dass es einen Haircut gibt, der kleiner ausfällt, als die Börse erwartet, und kauft vorher griechische Anleihen. Das sind aber reine Spekulationen, die sich nicht untermauern lassen.

FOCUS Online: Durch Hoffnung auf die Politik?

Ehrhardt: Eigentlich können die Mittelmeerländer ihre Schulden nie zurückzahlen. Sie haben keine Bodenschätze wie die Kanadier und Australier. Und mit dem guten Wetter steigt auch nicht eben die Arbeitsmoral. Der Euro gab den Mittelmeerländern die Möglichkeit, jahrelang über ihre Verhältnisse zu leben. Davon wieder herunterzukommen ist schwierig. Und kein Politiker wird das verordnen, weil er die nächste Wahl sicher verliert.

FOCUS Online: Können Anleger den Euro-Politikern überhaupt noch trauen?

AFPItaliens Regierungschef Silvio Berlusconi
Ehrhardt: Nein. Weltweit finden Sie Regierungen, die noch gar nicht gebildet sind wie in Belgien, oder durch Koalitionen oder durch eine starke Opposition geschwächt sind wie in Amerika, wo letztlich ein Patt besteht. Eigentlich fordert die schwierige Lage starke Regierungen, die auch unpopuläre Maßnahmen durchsetzen können. Selbst in Italien greift das Sparprogramm erst in der nächsten Legislaturperiode, wenn andere Politiker im Amt sind. Das kann ich auch: Sparen, aber erst in soundso vielen Jahren. Vieles erinnert mich an den amerikanischen Spruch „Kicking the can down the road“ – alles verschieben und bloß nicht die Probleme angehen.

FOCUS Online: Werden die Lösungen damit nicht immer teurer? Italien hätte doch heute gar nicht die Probleme, wenn Griechenland schon frühzeitig und ordentlich gerettet worden wäre.

Ehrhardt: Ja, natürlich wird es immer teurer. Und gerade Italien wäre eigentlich gar nicht so ein riesiges Problem. Die haben seit 20 Jahren die gleiche hohe Staatsverschuldung und kaum Neuverschuldung, im Gegensatz zu den USA. Dort ist in den vergangenen Jahren die Neuverschuldung immens gestiegen. In Italien bleibt die Situation also gleich, in Amerika verschlechtert sie sich dramatisch. Eigentlich ist weniger Europa als eher die USA das Problem. Die Vereinigten Staaten haben nur den Vorteil, dass sie ihr Geld selbst drucken können und dadurch die Verschiebetaktik länger durchhalten als andere.
FOCUS Online: Wie sähe Ihrer Meinung nach eine gute Lösung für die Schuldenkrise in Euro-Land aus?

Ehrhardt: Rein volkswirtschaftlich wäre die beste Lösung, wenn die Deutschen aus dem Euro austreten. Es gäbe zwar einen Aufschrei bei der Exportwirtschaft. Aber sie hätten eine höhere Nachfrage in der Binnenwirtschaft – die zum Glück immer noch größer als die Exportwirtschaft ist. Die neue D-Mark oder der neue Euro – zusammen mit einigen stabilen Ländern wie den Niederlanden, Österreich oder Finnland – würde natürlich aufwerten. Aber man könnte die alten Euro-Schulden mit der aufgewerteten neuen Währung zurückzahlen. Das wäre genau das Gegenteil dessen, was die Griechen erwarten würde, wenn sie austreten: Die Drachme wäre wahrscheinlich nur noch halb so viel wert wie der Euro – und die Schulden in Drachmen damit doppelt so hoch. Deutschland hätte die einmalige historische Chance, die Staatsverschuldung deutlich zu senken.

FOCUS Online: Bricht dann aber der Export nicht ein?

Ehrhardt: Die Nachteile im Export würden durch Vorteile in der Binnenwirtschaft aufgefangen. Denn in den vergangenen Jahren wurde Deutschland immer exportlastiger. Solange Weltwirtschaft und Export laufen, ist das natürlich schön. Aber was passiert, wenn die Weltwirtschaft aufgrund der Verschuldung wirklich einmal einbricht? 2009 ging es Deutschland von allen Ländern am schlechtesten, die Krise war am heftigsten. Eine starke Binnenkonjunktur kann ein gutes Gegengewicht bilden: mit Ankurbelungsmaßnahmen wie beispielsweise der Abwrackprämie. Die hat gut funktioniert. Bei einem deutschen Austritt aus der Währungsunion würde über sinkende Importpreise auch der Lebensstandard wieder steigen. Und die Wettbewerbsfähigkeit der Mittelmeerstaaten steigt, weil deutsche Produkte teurer werden.

FOCUS Online: Funktioniert das wirklich?

Ehrhardt: Was ist die Alternative? Es bauen sich immer größere Ungleichgewichte auf. Wir werden immer wettbewerbsfähiger, auch durch die niedrigste Inflationsrate in Europa, während die anderen immer schwächer werden. Diese Ungleichgewichte sind letztlich nur über eine Aufwertung zu lösen. Ein Austritt Deutschlands aus der Währungsunion wäre also das Beste.

FOCUS Online: Zumal, wenn wir mit der aufgewerteten neuen Währung zur Schuldentilgung den Alt-Euro kaufen würden. Das könnte doch als eine Art Stützungsmaßnahme wirken?

dapdFrankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy
Ehrhardt: Durch diese Maßnahme würde der Aufwertungsdruck abgemildert. Mit einem Scheitern des Euro wäre aber das zu Grunde liegende Ziel, die politische Einigung Europas, in weite Ferne gerückt. Aber will die eigentlich wirklich jemand? Gerade die Franzosen wollen das doch nicht wirklich – einen einheitlichen Staat mit Deutschland! Die Franzosen haben zusammen mit den Spaniern und Italienern die größten Vorteile aus dem Euro gezogen – nicht zuletzt durch die hohen Subventionen aus den Agrartöpfen, die primär die Deutschen speisen. Das nächste Problem ist vielleicht nicht so sehr Italien, sondern eher Frankreich.

FOCUS Online: Wirklich Frankreich?

Ehrhardt: Italien hat es in den vergangenen 20 Jahren immerhin fertiggebracht, die Schuldenquote in etwa gleich zu halten. In Frankreich wächst sie: Die Neuverschuldung ist mit acht Prozent etwa doppelt so hoch wie in Italien. Trotzdem dürfte Frankreich im zweiten Quartal nur mit 0,2 Prozent gewachsen sein, so die Prognosen. Im zweiten Halbjahr wird auch nicht viel mehr herauskommen. Das heißt: Frankreich verschuldet sich mehr als die Italiener, aber wächst genauso wenig. Das ist der Beginn einer Krankheit: Die Handelsbilanz verschlechtert sich ständig. Der Zinsunterschied zwischen französischen und deutsche Staatsanleihen ist viel zu gering.

FOCUS Online: Ich will mir gar keinen Spekulanten-Angriff auf Frankreich vorstellen. Was wären Ihrer Meinung nach die Folgen?

Ehrhardt: Wir bekommen dann auch noch ein politisches Problem. Wenn die Lösung zu lange aufgeschoben wird, könnten Populisten hochkommen, die versuchen, die Situation auszunutzen. In den Geber- und in den Nehmerländern könnten sich Anti-Euro-Parteien herausbilden, die sich nicht nur wirtschaftlich radikal gebärden, sondern auch politisch. Da baut sich einiger Sprengstoff auf. Aber die Lösung wird nicht einfach: Soll man versuchen, à la Lehman die Schwachen aus dem System ausscheiden zu lassen – und riskiert eine Riesenkrise? Oder einfach weiter Geld drucken wie die Amerikaner?


FOCUS Online: Bleiben die Deutschen nicht erstaunlich ruhig?

Ehrhardt: Das stimmt. Viele fragen sich, ob wir eine Steuersenkung von zehn Milliarden Euro bezahlen können. Aber die vielen Milliarden, die sich für die Euro-Rettung für Deutschland aufgetürmt haben und auftürmen, sieht keiner. Und was noch kommen kann!

FOCUS Online: Ist das allen klar?

Ehrhardt: Manche Witzbolde sagen sogar, Deutschland könne noch etwas an den Rettungsschirmen verdienen, wenn es Geld zu unter drei Prozent besorgen kann und zu vier Prozent an die Griechen und zu fünf Prozent an die Iren verleiht. Aber das Geld kommt nie zurück. Das ist wie beim Zahnarzt: Wenn der Zahn kaputt ist, helfen Schmerztabletten gegen die Symptome. Das sind die Liquiditätshilfen, die kurzfristig die Zahlungsunfähigkeit verhindern. Aber der Zahn ist nach wie vor kaputt. Der Zahn würde erst dann heil, wenn die Mittelmeerländer wettbewerbsfähig würden. Dazu müssten sie erst einmal aus dem Euro ausscheiden – in fünf Jahren können sie ja wieder dabei sein. Und zweitens brauchen die Länder einen 100-Prozent-Schuldenerlass. Dann haben sie überhaupt erst eine Chance, wieder hochzukommen.

FOCUS Online: Ist es eine Lösung, wenn sich die Länder kaputtsparen?

Ehrhardt: Eine Patentlösung gibt es nicht. Man hat ja in der Weimarer Republik gesehen, wozu es führen kann, wenn der Gürtel wie in den Brüning´schen Sparprogrammen ständig nur enger geschnallt wird. Aber eines kann man sicher sagen: Was die Mittelmeerländer machen, vor allem Griechenland, wird nie zum Erfolg führen. Das führt zu einer schlechteren Konjunktur, zu niedrigeren Steuereinnahmen – und noch höheren Defiziten. Paradox ist ja: Amerika versucht mit hohen Ausgaben, niedrigeren Steuern und noch mehr Schulden aus der Krise zu kommen. Und den Mittelmeerländern sagt man: Fahrt die Defizite runter, spart und zahlt mehr Steuern.

FOCUS Online: Und wer zahlt?

Ehrhardt: De facto haben wir ja schon eine Transferunion. Jetzt kauft die Europäische Zentralbank die Staatsanleihen von Griechenland auf. Bei einem Schuldenschnitt wäre die EZB aber auch mehr oder minder zahlungsunfähig – je nachdem, wie hoch der Haircut ausfällt. Eigentlich braucht es eine Amputation und keinen Haircut. Wahrscheinlich würde die EZB mehr verlieren als ihr Grundkapital. Dann muss das Grundkapital wieder erhöht werden wie vor Kurzem. In anderen Worten: Es fließt deutsches Geld in andere Länder. Für den Rettungsschirm gilt dasselbe: Spanien wird doch seinen Anteil von zehn oder zwölf Prozent nie zahlen können, wenn es selbst oder ein anderes Land gerettet werden muss. Es bleibt als Zahlmeister: Deutschland.

FOCUS Online: Wird es so weit kommen?

Ehrhardt: Entweder, Deutschland zahlt via Euro-Bonds oder noch wesentlich größere vierstellige Milliarden-Rettungsschirme. Dann würden die Zinsen in Deutschland angesichts der drohenden Milliardenzahlungen durch die Decke gehen, verbunden mit entsprechenden Negativfolgen für die Konjunktur. Eine andere denkbare Entwicklung wäre ein Bank-Run in den Mittelmeerländern. Den könnte auch der gutmütigste deutsche Politiker nicht mehr zahlen. Das sind Schreckensszenarien, in denen die Märkte außer Kontrolle geraten können und letztendlich die unangenehme Lösung – die Euro-Auflösung – herbeiführen werden.

FOCUS Online: Sie haben vor wenigen Tagen eine neue Zentrale für Ihr Unternehmen bezogen. Misstrauen Sie den Finanzmärkten so sehr, dass Sie Ihr Immobilienportfolio ausbauen?

Ehrhardt: Das ist das erste Mal, dass wir ein eigenes Haus besitzen. Bisher haben wir den Firmensitz gemietet. Aber wir sind schon länger an diesem Objekt dran – das war keine Ad-hoc-Entscheidung. Aber ein paar Sachwerte, gerade Immobilien in München, sind sicher eine gute Anlage.
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Beitragvon Papstfan » 11.08.2011 08:45

schneller euro hat geschrieben:Chart 5 Jahreder DJE-Fonds (mit entspr. langer Historie plus MSCI-World und einiger anderer global inv. Aktien- und Mischfonds zum Vergleich) aus dem Beitrag vom 13.11.10 (s. o.),
erweitert um das Zertifikat auf den Dr. Jens Ehrhardt Basket (826619).
Letztgen. sortiert sich in der Zwischenbilanz über 5 Jahre zwischen FMM-Fonds und Astra ein. Aus dem Gedächtnis heraus meine ich, dass DJE bei dem Zert. (noch) mehr Freiheiten hat als bei den Fonds.

Chart 6 Monate:ausschließlich Fonds oder Zertifikate von DJE
-> der Cosmopolitan zuletzt mit den geringsten Verlusten und einer ziemlich stabilen Wertentwicklung


JanErhard hat vorgestern seinWaterlooerlebt: mehr als 10 % Tagesverlust beim Dje Divi+Substanz ! Und dies bei einem Fonds,der eher als defensiv gilt.
ora et labora!
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Beitragvon k9 » 11.08.2011 09:13

Papstfan hat geschrieben:Erhard hat vorgestern seinWaterlooerlebt: mehr als 10 % Tagesverlust beim Dje Divi+Substanz ! Und dies bei einem Fonds,der eher als defensiv gilt.


Wenn man vorwiegend in Deutschland investiert ist, muss man sich
da nicht groß wundern.

Gruß k-9
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Beitragvon slt63 » 11.08.2011 09:32

Papstfan hat geschrieben:
JanErhard hat vorgestern seinWaterlooerlebt: mehr als 10 % Tagesverlust beim Dje Divi+Substanz ! Und dies bei einem Fonds,der eher als defensiv gilt.


Der D+S ist ziemlich abgestürzt, allerdings weitgehend mit dem Markt:

10% TAGESverlust kann ich aber nirgendwo finden. Allerdings 2 mal 5% vom 4. auf den 5. (229,x zu 219,x) und vom 8. auf den 9. August (216 zu 206), was aber schon eine etwas andere Aussage ist.

Der "Alte" war da schon vorsichtiger (847811) Erfahrung ist halt durch nix zu ersetzen. Da hätte ich vom Junior mehr erwartet, zumal das "konow how" ja im Hause ist.

Der Asien High Divi ist auch stärker abgestürzt als vermutet...
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Beitragvon k9 » 12.08.2011 08:11

Bei den Erhardts scheint es wie immer zu sein:
sehr konservativ und vorsichtig, was die (allseits präsenten) Äußerungen in
den Medien angeht, aber immer irgendwie ein bißchen zu spät beim Rein-
und Raus-Gehen.

Gruß k-9
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Beitragvon drhc » 14.08.2011 15:58

aus einem and. Thread:
The Ghost of Elvis hat geschrieben:Der Dje Panda Vermögensmanagement (WKN:A0MU42) wird in DJE Vermögensmanagement umbenannt. Neue Fondsbezeichnung gilt ab dem 1.8.09.
Auch die Kooperation mit dem Frankfurter Analyseunternehmen Panda Investment Management, heute White Investments, wird beendet. Am bisherigen Konzept des Investmentfonds soll sich nichts ändern.
Künftiger externer Berater: die Münchner Oekom Research AG


aus €uro 04-2011: ...Auch die renommierte Vermögensverwaltungsgesellschaft Dr. Jens Ehrhardt (DJE) hat einen Fonds in der Wildwest-Variante: 2007 legte DJE mit einem
Partner einen flexiblen Mischfonds mit Nachhaltigkeitskriterien auf. Die Partnerschaft wurde nach Unstimmigkeiten beendet. Im Herbst 2009 wurde der Fonds in DJE Vermögensmanagement umbenannt, seither stimmt die Performance.
2010 erhielt der Fonds sogar einen €uro-FundAward für die zweitbeste Wertentwicklung bei flexiblen Mischfonds. Manager Christian Wolff hat bei der Aktienquote alle Freiheiten. Zwischen zehn und 70 Prozent Aktien hielt der Fonds bereits. Bestimmt wird die Quote hauptsächlich über die bewährte FMM-Methode. Fundamentale Bewertungen und markttechnische Signale werden dabei mit der Beurteilung der Geldmengenentwicklung zusammengeführt.
Kaum bekannter Spitzenfonds. Mithilfe der FMM-Signale gelingt es DJE immer wieder, rechtzeitig die Barquote in dem Aktienfonds zu variieren – ein wichtiger Erfolgsbaustein der Pullacher. Beim flexiblen DJE Vermögensmanagement können die Signale aus dem FMM-Modell am konsequentesten umgesetzt werden. Außerdem bietet das noch geringe Fondsvolumen von 45 Millionen Euro die Chance, Nebenwerte ins Depot zu nehmen....

http://www.dje.de/DE_de/fonds/fondsuebe ... 0305675109

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Beitragvon schneller euro » 17.08.2011 08:05

drhc hat geschrieben:... Im Herbst 2009 wurde der Fonds in DJE Vermögensmanagement (A0MU42) umbenannt, seither stimmt die Performance.... Manager Christian Wolff hat bei der Aktienquote alle Freiheiten. ... Beim flexiblen DJE Vermögensmanagement können die Signale aus dem FMM-Modell am konsequentesten umgesetzt werden. ...
-> würde mich mal interessieren, von wem diese Einschätzung stammt
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