Rentenfonds

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Rentenfonds

Beitragvon Wid@r » 30.01.2006 17:35

nicht steinigen, wäre ein Rentenfonds zu empfehlen?

Hallo, ich möchte mir zur Absicherung einen Rentenfonds ins Depot legen. Hat mir jemand ne Idee welcher konservativ ist und trotzdem einigermaßen gut performt?

Was haltet ihr von LU0075912765
Wid@r
 

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Beitragvon Wid@r » 30.01.2006 18:05

Strategie
Der Subfonds legt hauptsächlich in festverzinslichen und variablen Anleihen an, die auf Euro lauten und von Mitgliedsländern der europäischen Währungsunion ausgegeben oder garantiert werden. Zur Erfüllung des Anlageziels kann ferner in Futures, Derivate und Swaps investiert werden. Angesichts des langfristigen Anlageschwerpunkts (10 bis 30- jährige Anleihen), sollten sich Anleger der höheren Volatilität dieses Fonds im Vergleich zur durchschnittlichen Rentenfonds bewußt sein. Der Subfonds verfolgt das Ziel, durch einen diversifizierten Pool aus Anleihen von Ländern der Europäischen Währungsunion den Benchmark- Index bei mittlerer Risikotoleranz zu übertreffen. Der Fondsmanager nutzt dabei ein diszipliniertes Anlageverfahren, das sich auf interne Forschung zur Voraussage der Entwicklung kurzfristiger und langfristiger Zinsen und die Form der Zinskurve stützt. Die wichtigste Entscheidung besteht in der Bestimmung der Portfolioduration im Vergleich zur Duration der Benchmark. Anschließend wählt der Manager diejenigen Anleihen aus, die das Durationsziel voraussichtlich mit einem attraktiven Risiko/Rendite- Profil erreichen werden.
Wid@r
 

Beitragvon schneller euro » 31.01.2006 07:51

Einen Fonds, welcher sich ausschließlich auf langlaufende Anleihen konzentriert, würde ich aktuell nicht kaufen.
Ansonsten hatte ich ja schon in dem Thread
"Asset Allocation"
http://www.trader-inside.de/viewtopic.php?t=2759
geschrieben, dass ich aktuell ca. 15% Rentenanteil im Depot für angemessen halte.
Kandidaten für eine langfristige Investition wären aus meiner Sicht:
Lilux Rent, Starcap Argos, Gerling Rendite(?!), Activest Total Return C
und als Beimischung DWS InterGenuss oder Adig Gen., Adig Rent Spezial oder Thames River High Income.
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Beitragvon aaaaaaaaaa » 31.01.2006 09:57

Ich lege wert darauf, immer und auch aktuell Renten im Portfolio zu haben - es kann immer anders kommen als erwartet und es gibt (relativ oft) Situationen, in denen Aktien kraeftig fallen und Renten steigen und umgekehrt (es gibt natuerlich auch solche, in denen sie sich in die gleiche Richtung bewegen).

Es kommt aber ein bischen darauf an, was man will: Etwas was sich richtig brav wie ein Rentenfonds verhaelt - oder etwas, das zwar primaer in Renten investiert, aber so flexibel ist, dass es den einschlaegigen Schwankungen zum Gutteil ausweicht. Im ersteren Fall wuerd ich was indexnahes nehmen (z.B. siemens) im letzteren Fall eher einen defensiven Mischfonds (neudeutsch: absolute return) oder evtl. auch den robecco lux-o-rente waehlen.
Generell wuerde ich - zumindest z.Zt. - Staatsanleihen vor Unternehmens-Anleihen bevorzugen.

Unabhaengig davon halte ich es nach wie vor fuer lohnend, Schwellenland-Anleihen zu halten.

Liebe Gruesse, Andreas
aaaaaaaaaa
 

Beitragvon Drew Bledsoe » 18.02.2006 11:36

Thames River High Income
-> welche ISIN hat der und ist Kauf ueber Ebase moeglich?
Drew Bledsoe
 

Beitragvon schneller euro » 20.02.2006 13:09

Drew Bledsoe hat geschrieben:Thames River High Income
-> welche ISIN hat der und ist Kauf ueber Ebase moeglich?



Aus dem Stehgreif: WKN 750776. Bei Ebase ist aber wohl nur eine andere WKN handelbar, welche aus irgendwelchen Gründen für den Anleger ungünstiger ist. Müsste man im Detail aber noch mal prüfen.
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Beitragvon Cassiusjudo » 21.02.2006 00:37

Der Börsenbrief "Der Fonds Analyst" vom 8.2.06 schreibt:
Einer der wenigen Fonds aus dem Segment Emerging Markets und High Yield Bonds,die wir derzeit noch für kaufenswert halten,ist der THAMES RIVER INCOME FUND! (WKN A0DNWM)
Zu kaufen über ebase:
Thames River High Income Fund EUR B (ISIN: IE00B040HD73, WKN: A0DNWM)
Thames River High Income Fund New EUR A (IE00B0BYXQ73)
Cassiusjudo
 

KBC Bonds Inflation-Linked Bonds (LU0103555248)

Beitragvon schneller euro » 10.03.2006 08:14

Aktueller Kommentar von Michael Wenselaers (28.02.2006)

"KBC Bonds Inflation-Linked Bonds (aufgelegt 12/1999) (thes.: LU0103555248; aussch.: LU0103555594)

Kurzfristig besteht noch Unsicherheit, jedoch bieten sich dabei Einstiegsmöglichkeiten

Die letzten Wochen waren geprägt von einem Wechselspiel von Under- und Outperformance von inflationsgeschützten Anleihen gegenüber Nominalanleihen. Ursache war die hohe Schwankung der Energiepreise, die immer wieder Spuren in den Inflationserwartungen hinterlies. Diese Entwicklung war jedoch nicht immer in Übereinstimmung zur Entwicklung der Renditen bei Nominalbonds. Auch war die Entwicklung in den unterschiedlichen Laufzeitensegmenten inflationsgeschützter Anleihen nicht einheitlich. Kürzere Fälligkeiten reagierten empfindlicher auf die eingangs beschriebenen Umstände, hingegen zeigten sich die längeren Laufzeiten mal wieder stabiler. Klammert man die Energiepreise aus, diese werden auch weiterhin durch die geopolitischen Spannungen nicht berechenbar bleiben,so sollte sich die Entwicklung der Inflationsrate in den nächsten Monaten, auch Basis bedingt, zurück bilden. Wir erwarten keine Zweitrundeneffekte bei den Preisen und Löhnen aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise. Weiterhin wird der Markt im zweiten Halbjahr beginnen, die in 2007 erhöhte Mehrwertsteuerbelastung in Deutschland zu antizipieren. In den nächsten Wochen erwarten am Kapitalmarkt einen weiteren moderaten Anstieg der langfristigen Renditen. Danach, so unsere Prognose, werden die Renditen am Kapitalmarkt wieder sinken. Dieser Umstand sollte dann zu einer besseren Performance von inflationsgeschützten Anleihen gegenüber Nominalanleihen führen.

Die für die nächsten Tage angekündigte inflationsgeschützte Anleihe der Bundesrepublik Deutschland wird an den harmonisierten europäischen Preisindex gebunden sein. Das Anfangsvolumen von Euro 5 Mrd. soll sukzessive auf bis zu Euro 15 Mrd. aufgestockt werden. Ferner wurde angekündigt, in den nächsten Jahren Emissionen mit Laufzeiten von 5 und 30 Jahren zu emittieren. Diese Aussagen sind ein klares Bekenntnis für die Asset-Klasse der inflationsgeschützten Anleihen, damit sollte die Emission weitere Staaten auf den Markt für inflationsgeschützte Anleihen locken. Das Volumen in der Euro-Zone für diese Anleihen beträgt derzeit rund Euro 155 Mrd."

Quelle: fundresearch.de
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LiLux Rent: Ein Rentenfonds,der sich dem Abwärtssog entzieht

Beitragvon Papstfan » 24.03.2006 09:10

schreibt www.fundresearch.de:

"Viele europäische Rentenfonds befinden sich seit Herbst 2005 im Abwärtstrend. Die Renditen von Staatsanleihen steigen wieder, so daß die Kurse fallen. Gut hält sich jedoch der LiLux Rent, dessen Fondspreis weiter zulegt. "Wir investieren derzeit nur 10 bis 15 Prozent in Staatsanleihen", begründet Fondsmanager Hanns Grad, der für die HSH Nordbank Private Banking in Luxemburg arbeitet.

Hanns Grad bevorzugt Corporate Bonds und Wandelanleihen
Stattdessen hält er rund 65 Prozent in Corporate Bonds und ca. 20 Prozent in Wandelanleihen. Zwar bringen Firmenbonds auch keine üppigen Renditen mehr, aber immer noch etwas mehr als Staatsanleihen.

Und bei Wandelanleihen ist Grad ohnehin Experte. Er managt auch den LiLux II Convert (ISIN: LU0069514817), einen der besten Wandelanleihen-Fonds. "Wandelanleihen weisen zwar niedrigere Zinsen auf als herkömmliche Anleihen. Aber falls die zugrundeliegende Aktie steigt, kann der Kurs auch mal ordentlich zulegen", so Grad.

"Risiken minimieren, Chancen nutzen. Das ist unser Erfolgsgeheimnis"

Überwiegend hält der LiLux Rent Euro-Papiere. Bis zu 33 Prozent mischt er auch Fremdwährungen aus OECD-Staaten bei. 2005 hatte der Fonds beispielsweise Erfolg mit seiner Dollar-Position.

Insgesamt setzt der LiLux also auf viele Rendite-Bausteine und ein breit gestreutes Portfolio. Oder wie Grad es formuliert: "Risiken minimieren, Chancen nutzen. Das ist unser Erfolgsgeheimnis."

Heraufstufung auf FondsNote 1

Fazit: Beim LiLux II Convert beweist Hanns Grad sein Geschick für Wandelanleihen. Sein konservativer Rentenfonds LiLux Rent ist ebenfalls erfolgreich, wie die Heraufstufung auf FondsNote 1 unterstreicht.



Fonds im Überblick:

Fonds: LiLux-Rent
Anlageschwerpunkt: Renten Euro

Fondsgesellschaft: LILUX
Fondsberater: Hanns Grad, HSH Nordbank Private Banking S.A., Luxembourg

ISIN: LU 008 335 397 8
WKN: 973 677

FondsNote: 1

Wertentwicklung seit (in %)*
1.1.2006: 2,6
1.1.2005: 10,5
3 Jahren: 25,9
5 Jahren: 32,0
10 Jahren: 94,6

Quelle: HSH Nordbank Private Banking S.A., *FINANZEN FundAnalyzer, Performance auf Euro-Basis, Stand: 17.03.2006, 3- und 5-Jahresperformance per 28.02.2006."

entommen aus : http://www.fundresearch.de/index.asp?intPageID=5&pkBerichtNr=119976&pkRubrikNr=474

Leider Plattformen nicht moeglich,nur Dab - Bank?
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Beitragvon Drew Bledsoe » 25.03.2006 20:13

Papstfan hat geschrieben:"Viele europäische Rentenfonds befinden sich seit Herbst 2005 im Abwärtstrend. Die Renditen von Staatsanleihen steigen wieder, so daß die Kurse fallen. Gut hält sich jedoch der LiLux Rent, dessen Fondspreis weiter zulegt.


Die derzeitig weitverbreitete Abneigung gegen Rentenfonds find ich auch übertreiben, denn
a)gibt es eine Menge Experten, welche nun von gleichbleibenden oder sogar wieder fallenden Zinsen ausgehen
b)gibt es Fonds wie den genannten und ein paar Andere welche auch bei steigenden Zinsen noch Gewinne machen
Drew Bledsoe
 

GIP INVEST-RENDITE PLUS, WKN A0EQ1B

Beitragvon The Ghost of Elvis » 13.04.2006 10:10

Mit einem Rentenfonds von steigenden Zinsen profitieren

"rst im März die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins von 2,25 auf 2,5 Prozent angehoben. Trotzdem schließt EZB-Präsident Jean-Claude Trichet angesichts des immer noch sehr niedrigen Zinsniveaus im Euro-Raum weitere Zinserhöhungen nicht aus, sollte die Inflationsrate wie prognostiziert auf 2,8 Prozent steigen. Finanzexperten rechnen deshalb mit einer Erhöhung des Leitzinses im Herbst 2006 auf drei Prozent.

Für Anleger in klassische Rentenfonds wäre so eine Entwicklung ärgerlich – fallen doch bei steigenden Zinsen die Kurse ihrer Papiere. Eine Alternative ist der geldmarktnahe Rentenfonds „GIP Invest – Rendite Plus“. Denn dieser ist auf den Einmonats-EURIBOR, dem für Termingelder in Euro ermittelten Interbanken-Zinssatz, gegen Zins- und Währungsschwankungen abgesichert. „Die befürchtete Leitzinserhöhung hätte auf den ,GIP Invest – Rendite Plus´ sogar positive Auswirkungen“, erläutert Lothar Antz, Geschäftsführer der GIP International S.A., dem Initiator des Fonds. „Denn steigen die Zinsen, steigt durch die Kopplung an den Einmonats-EURIBOR auch der Kurs des ,GIP Invest – Rendite Plus´.“

100 Millionen Euro Grenze durchbrochen

Seit Auflegung des Fonds am 5. Juli 2005 liegt die annualisierte Performance bei 3,13 Prozent – und das bei einer Schwankungsbreite von annualisiert nur 0,14 ähnlich der am Geldmarkt. Institutionelle Anleger haben laut Antz diesen Vorteil erkannt und investieren ihre Cashquote deshalb im „GIP Invest – Rendite Plus“, statt sie auf einem niedrig verzinsten Tagesgeldkonto schlummern zu lassen. Über 100 Millionen Euro habe der Fonds seit seiner Auflegung bereits einsammeln können – „eine Rekordsumme für einen derart jungen Rentenfonds“, so Antz. „Das große Anlegerinteresse übertrifft all unsere Erwartungen. Es zeigt, dass unser Konzept nicht nur interessant, sondern auch einträglich ist.“

Aber auch für Anleger kleinerer Summen sei der Fonds attraktiv. Mit dem „GIP Invest –Rendite Plus“ würden sie erstmals Zugang zu ausgewählten Rentenportfolios des mehrfach ausgezeichneten Londoner Bond-Managers European Credit Management (ECM) erhalten. Diese sind laut Antz eigentlich institutionellen Anlegern mit einer Mindestanlage in Höhe von über zehn Millionen Euro vorbehalten. Durch eine exklusive Kooperation der GIP International S.A. mit ECM stehen die attraktiven Portfolios auch Privatanlegern offen. Die ECM-Portfolios investieren in mehr als 900 Titel von über 500 Emittenten, von Unternehmensanleihen im Investment Grade Bereich über strukturierte Forderungsportfolios bis hin zu nachrangigen Bankschuldverschreibungen. „Diese breite Streuung ist für einen Rentenfonds einmalig“, saht Antz. „Für zusätzlichen Rendite-Kick sorgt die geringe Beimischung von europäischen High Yield- und Emerging Markets-Papieren.“

Kursgewinne statt Zinserträge

Für Privatanleger, die ihr Vermögen flexibel anlegen oder Steuerrücklagen sicher, aber dennoch höher verzinst als auf dem Sparbuch parken möchten, sei die Investition in den „GIP Invest – Rendite Plus“ lukrativ. Denn zum einen liege die Zielrendite des Fonds 1,2 Prozent über dem aktuellen Einmonats-EURIBOR und damit deutlich höher als bei klassischen Rentenfonds und erst recht bei Spareinlagen oder Tagesgeldkonten. Zum anderen erziele der Fonds durch sein besonderes Investmentkonzept größtenteils steuerfreie Erträge. Denn das Fondsmanagement setze auf Kursgewinne statt auf Zinserträge. „Und diese sind nach Ablauf einer Haltedauer von zwölf Monaten derzeit steuerfrei“, erklärt Antz. „2005 konnten sogar alle Erträge komplett steuerfrei vereinnahmt werden.“ Anleger größerer Summen, die ihren Steuerfreibetrag bereits ausgeschöpft haben, würden dadurch bares Geld sparen und profitierten von einem weiteren Vorteil gegenüber klassischen Rentenfonds, deren Nachsteuerrendite deutlich unterhalb der des „GIP Invest – Rendite Plus“ liege.

Professioneller Fondsservice für institutionelle Investoren

Die GIP Service-Center GmbH mit Sitz in Trier fungiert als Initiator, Anlageberater und Vertriebszentrum des „GIP Invest – Rendite Plus“. Sie bestimmt den Anlageausschuss, der das Fondsmanagement bei der Gewichtung des Zielportfolios berät. Der „GIP Invest – Rendite Plus“ ist der einzige Publikumsfonds, der in die Rentenportfolios der ECM investieren darf. Aktuell managt die ECM rund 17 Milliarden Euro für mehr als 300 institutionelle Kunden in rund 10 Portfolios. Fondsmanager des „GIP Invest – Rendite Plus“ ist die LRI Invest S.A. aus Luxemburg. Die Fondsgesellschaft ist spezialisiert auf professionellen Fondsservice für institutionelle Investoren.

Die Mindestanlage beträgt 3.000 Euro, Spar- und Entnahmepläne sind möglich. Der Fonds ist täglich verfügbar. Vertriebswege sind vor allem freie Vermögensberater, Banken und institutionelle Investoren wie Dachfonds und Vermögensverwalter. Seit der Auflegung am 5.07.2005 hat sich der Anteilspreis von 100 Euro auf 102,41 Euro erhöht (Stand: 11.04.2006). (rmk)
"

Quelle: FONDS professionell


http://fonds.onvista.de/snapshot.html?ID_INSTRUMENT=12255033


sehr konstatne Entwicklung bisher!
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Korrekturen an Rentenmärkten – jetzt einsteigen!

Beitragvon Papstfan » 19.04.2006 15:03

Erste-Sparinvest: Korrekturen an Rentenmärkten – jetzt einsteigen
18.04.2006

" Nach den jüngsten Korrekturen an den Rentenmärkten sieht die Erste-Sparinvest eine gute Gelegenheit gekommen, um Anleihen mit bester Bonität zu günstigen Kursen zu kaufen. Ausgehend von den USA können sich die Experten der Erste-Sparinvest ein Szenario mit einer schwächeren wirtschaftlichen Entwicklung und fallenden Inflationsraten gut vorstellen. Die Kerninflation in Euroland befinde sich schon seit Anfang 2005 im Sinken. Ein Renditeniveau von ungefähr 4 Prozent in der Euro-Zone wird als "übertrieben" empfunden. Erste-Sparinvest empfiehlt den Aufbau/Ausbau von Euro-Staatsanleihen auf aktuellem Niveau, den Aufbau von US-Anleihen mit guter Bonität (nur währungsgesichert), die Diversifikation mit Anleihen, die attraktive Zinsvorteile bieten und den Aufbau von diversifizierten Anleihenportfolios. "
Quelle: FONDS professionell
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Beitragvon schneller euro » 01.05.2006 08:37

Mal wieder ein aktueller Querschnitt durch das Rentenfonds-Universum:

6 Monats Chart Activest Total Return(schwarz), Gerling Rendite(hellblau), Starplus Bondvalue(rot), DWS Inter Genuß(violett), Adig Genuß(dunkelblau), DJE Renten Global(dunkelgrün), A2A Basis(hellgrün)

Fazit: der Activest Total Return ist zum erstenmal kräftig abgestürzt. Noch schlimmer hat es allerdings den Starcap Bondvalue(Managerwechsel!) erwischt. Bei den Misch-, bzw. Dachfonds DJE Renten Global und A2A Basis haben die Fondsmanager die Aktienquote rechtzeitig auf 15, bzw. 30% hochgefahren.
Die Genußscheinfonds performten in den letzten 6 Monaten noch schlechter als die meisten Rentenfonds (Perspektive?).
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Beitragvon schneller euro » 20.05.2006 07:19

schneller euro hat geschrieben:Mal wieder ein aktueller Querschnitt durch das Rentenfonds-Universum:

3 Monats Chart Activest Total Return(schwarz), Gerling Rendite(hellblau), Starplus Bondvalue(rot), DWS Inter Genuß(violett), Adig Genuß(dunkelblau), DJE Renten Global(dunkelgrün), A2A Basis(hellgrün),eb.rexx Jumbo Pfandbriefe ETF(hellrot)

Fazit: der Activest Total Return ist zum erstenmal kräftig abgestürzt. Noch schlimmer hat es allerdings den Starcap Bondvalue(Managerwechsel!) erwischt. Bei den Misch-, bzw. Dachfonds DJE Renten Global und A2A Basis haben die Fondsmanager die Aktienquote rechtzeitig auf 15, bzw. 30% hochgefahren.
Die Genußscheinfonds performten in den letzten 6 Monaten noch schlechter als die meisten Rentenfonds (Perspektive?).



Beim DJE Renten Global (5% Aktienanteil laut Factsheet zum 28.4.06) hat das Timing offenbar am Besten funktioniert. Ein Desaster ist die Entwicklung des Starplus Bondvalue.
Zuletzt geändert von schneller euro am 16.06.2006 07:36, insgesamt 3-mal geändert.
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Rentenfonds mit negativer Duration

Beitragvon Klinge » 20.05.2006 12:48

Es gibt auch ein paar wenige Rentenfonds mit der Option negative Duration zu fahren, und so von steigenden Renditen zu profitieren:

Warburg Bund trend Dynamik DE000A0HGET2
CS Bond Target Return LU0164700741
Ökotrend Bonds LU0183092898
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Beitragvon thallo » 20.05.2006 16:16

Wenn der Fondsmanager genau auf der falschen Durationsseite liegt, dann verliert der Fonds eher noch mehr.

Wenn man selbst unsicher ist, wohin die Reise geht, ist Cash wohl besser. Darauf gibt es schon 2.5% und bald 3%.

Der neue Robeco-Flex-o-Rent verspricht ebenfalls reagible auf jede Zinsänderung zu sein. Ich habe mir diesen gerade ins Depot gelegt, bin aber im Zweifel, ob es nicht zum Nullsummenspiel wird.
Mfg thallo
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Beitragvon schneller euro » 22.05.2006 10:16

Klinge hat geschrieben:Es gibt auch ein paar wenige Rentenfonds mit der Option negative Duration zu fahren, und so von steigenden Renditen zu profitieren:
Warburg Bund trend Dynamik DE000A0HGET2
CS Bond Target Return LU0164700741
Ökotrend Bonds LU0183092898



Den Warburg finde ich bisher schon sehr überzeugend.
Siehe auch:
http://www.trader-inside.de/viewtopic.php?t=2814
Das Computermodell von Grohmann&Weinrauter ist offenbar dem System von "Uwe Wagner Bundfuture" um Klassen überlegen.
Allerdings würde ich diesen Fonds eher in die Kategorie "Trendfolger / alternative Investments", als in den Bereich "Rentenfonds" einordnen.
Als Ergänzung für ein Depot mit einem relativ hohen Anteil an Anleihen und/oder Rentenfonds finde ich den Warburg schon sehr interessant.
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Dit Euro Bond Total Return

Beitragvon Papstfan » 30.05.2006 15:16

" ...
Von Null auf mehr als acht Milliarden Euro in dreieinhalb Jahren – Anleger rissen sich um Anteile des Fonds mit dem modischen Namen Dit Euro Bond Total Return. Konkurrenten blickten neidisch auf den Kassenschlager des Allianz-Fondshauses, den Scott Mather von der renommierten Bond-Tochter Pimco managt. Doch mit der Trendwende an den Kapitalmärkten im vergangenen Herbst hat Mather das Glück verlassen: Seit die Anleihekurse fallen, macht der beliebte Fonds Verluste.

Inzwischen schlägt sich die schwache Performance auch in der Zwölf-Monats-Wertentwicklung des Fonds nieder. Sie ist mit Minus 1,37 Prozent erstmals ins Minus gerutscht, ermittelte das Fondsresearchhaus Feri. Kein Wunder, dass vor allem private Anleger Gelder aus dem Fonds abziehen – allein im laufenden Jahr rund eine Mrd. Euro. Dies, obwohl die Deutschen laut Fondsverband BVI in Anleihefonds derzeit das meiste Geld stecken.

Ein Grund für dieses Verhalen sucht Matthieu Louanges, Rentenfondsmanager des Dit, damit zu erklären, dass die Fonds-Besitzer besonders aktive Anleger sind und bei einer Korrektur des Marktes anderswo nach Renditen suchen. „In dieser Marktphase sind Abflüsse nicht erstaunlich. Allerdings ist das Bewertungsniveau von Rentenpapieren jetzt wieder attraktiv“, sagt er. Mather hatte kürzlich gegenüber dem Handelsblatt seine Verluste damit erklärt, dass sein Laufzeitenmix um die Jahreswende „nicht optimal“ gewesen sei und er zu früh stark auf mit Immobilienkreditforderungen besicherte US-Anleihen gesetzt habe. „Ein reiner Rentenfonds kann sich nun einmal nicht völlig von der Kapitalmarktentwicklung abkoppeln“, erklärt Louanges.

Der von Feri herangezogene Vergleichsindex hat 2006 fast zwei Prozent Minus gemacht, der Fonds etwas mehr. In seiner Vergleichsgruppe ist der Dit Euro Bond Total Return ins Mittelfeld abgerutscht, bleibe aber mittelfristig „ein Fonds mit schlüssigem Konzept und vergleichsweise guter Wertentwicklung“, urteilt Feri-Analyst Christian Michel.

Die Launen der Anleger könnten auch daher rühren, dass sich dieser weltweit anlegende Rentenfonds trendig „Total Return“ nennt. Als der Fonds 2002 auf den Markt kam, fingen die Fondshäuser gerade an, den von der Baisse geschockten Anlegern unter den Namen „Total Return“ und „Absolute Return“ verschiedenste Fondskonzepte mit geringem oder ohne Verlustrisiko zu verkaufen. Auf der Woge schwamm wohl auch der Fonds, obwohl der Dit nie behauptet hat, dass der Fonds keinen Verlust macht. Pimco definiere „Total Return“ von je her als Strategie, mit aktivem Renten-Management und den Zuflüssen aus Kupons und Kursgewinnen möglichst viel Ertrag zu erzielen, sagt ein Dit-Sprecher. Es dürfte den Dit aber nicht gestört haben, rasch Milliarden einzusammeln.

Nicht verkennen sollte man auch den Netzer-Effekt: Fußballer Günther Netzer warb für den Fonds und war neben historischen Fondsrenditen von über 7,5 Prozent im Jahr abgelichtet, auch noch, als der aktuelle Fondsertrag bereits schwächer war. „Vielleicht wurden im Begriffswirrwarr um Absolute/Total Return falsche Erwartungen der Anleger geweckt“, sagt Natalia Siklic vom Fondsresearchhaus Morning-star. Es sei ein guter Bondsfonds, nicht mehr und nicht weniger.

Fondsmanager Mather sucht weiter nach langfristiger Outperformance zur Benchmark: Aktuell stark mit Staatsanleihen aus Euro-Land und kurzfristigen US-Bonds. Sein Renditeziel klingt passabel: Bleiben die Kurse an den Bondmärkten eher stabil, hält Louanges 4,5 Prozent pro Jahr für möglich, steigen die Kurse, sogar sechs bis sieben Prozent im Jahr. Begriffswirrwarr hin oder her: Daran kann man den Fonds messen.
"

Quelle: wirtschaftswoche



Es scheint, die Total-Return Produkte (ua auch Acitvest) haben sich im Rentenmarkt - Abschwung alle nicht bewährt. Oder gibt es Ausnahmen?
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Beitragvon maximale » 30.05.2006 18:03

Warum wollen die Leute immer an irgendwelche Wunderwuzzis od. Systeme glauben?

Warum sollte ein Fondsmanager nahezu immer richtig liegen, wenn es um die Entwicklung der kurz, mittel- u. langfristigen Zinskurve geht.

Warum sollte er immer das richtige Händchen bei der durchschnittlichen Duration haben.

Warum, sollte er die Entwicklung von Währungen immer richtig einschätzen.

Warum sollte er die Entwicklung von Staatsanleihen, Corporate Bonds, eventuell Wandelanleihen u. EM Bonds zueinander immer richtig mischen.

Und weitere Kriterien liegen bei einem Total Return Produkt auf Bonds an.

Es ist einfach unmöglich.

Deshalb gewichte ich lieber gleich selber für mein Depot einen dementsprechenden Staatsanleihenfonds mit geringer Corporate Bondskomponente u. einen EM Bondsfonds.

Bei beiden Produkten habe ich hinsichtlich der totalen Kosten einen günstigen Satz u. erspare mir gut 0,5 bis 0,75% p.a. gegenüber einem so tollen Total Return Bonds. Bei den niedrigen Kupons macht dies über die Jahre einen wesentlichen Performanceanteil aus.

Umschichten, antizyklisch zwischen den jeweiligen Anlageklassen, kann ich selber.

mfg
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Herkömmliche Rentenfonds – hist. Renditen kaum wiederholbar!

Beitragvon Papstfan » 09.06.2006 13:51

wohl leider wahr!

Der ganze Artikle:

"Herkömmliche Rentenfonds – historische Renditen kaum wiederholbar

Konstante Renditen und ein überschaubares Risiko – mit diesen Versprechen wurden Rentenfonds zu einer der beliebtesten Anlageformen in Deutschland. Über 170 Milliarden Euro sind in deutschen Fonds angelegt. 30 Milliarden kamen allein im letzten Jahr an neuen Geldern hinzu, womit Rentenfonds 2005 beim Absatz mit weitem Abstand an der Spitze lagen. Zwar blieb die Performance hinter derjenigen von Aktienanlagen zurück. Immerhin jedoch erwirtschafteten Euro-Rentenfonds trotz Rekordtiefständen bei den Zinssätzen im letzten Jahr noch eine durchschnittliche Rendite von 3,8%. Damit gaben sich viele Anleger angesichts gegenüber Aktienanlagen niedrigeren Risiken zufrieden.Solche Zahlen werden in diesem Jahr allerdings kaum zu erzielen sein. Denn seitdem die Europäische Zentralbank damit begonnen hat, die Zinsen zu erhöhen, müssen Rentenanleger auch mit Kursverlusten rechnen. Auch wenn die Verluste bei Rentenfonds aufgrund eines aktiven Fondsmanagements deutlich geringer ausfallen können als bei Einzelanlagen in Rentenpapieren – niemand kann sicher vorhersagen, wann der gegenwärtige Trend steigender Zinsen sein Ende finden wird.

Diversifikation – das Risiko senken, die Renditechancen erhöhenAnlageberater stehen damit vor der Herausforderung, sicherheitsbewusste Anleger an Alternativen zu traditionellen Rentenfonds heranzuführen. Dabei empfiehlt es sich, auf die Bedeutung der Diversifikation auch bei Rentenanlagen aufmerksam zu machen. Bei Aktien sind die Vorteile einer breiten Streuung auf unterschiedliche Branchen und Regionen inzwischen weitgehend akzeptiert. Eine Ergänzung eines Portfolios mit Staatsanleihen um Unternehmens- oder Schwellenländeranleihen erscheint vielen Anleger immer noch riskant. Die Erfahrungen mit argentinischen Staatsanleihen belegt in der Tat, dass Direktinvestitionen in diese Anlageformen mit hohen Risiken verbunden sind. Anders kann es jedoch aussehen, wenn schwankungsstärkere Rentenpapiere mit einem Staatsanleihenportfolio kombiniert werden. Die Hinzufügung sogenannter Konvergenzanleihen zum Beispiel – das sind Anleihen aus europäischen Ländern, deren Wirtschaft sich der Eurozone annähert – kann die Effizienz eines Portfolios beträchtlich erhöhen. Ein Anteil von zehn Prozent hätte im letzten Jahrzehnt nicht nur die Rendite eines Rentenportfolios erhöht, sondern auch das Risiko dieses Portfolios vermindert. Anleger, die mit einer Beimischung von 20% Konvergenzanleihen ein geringfügig erhöhtes Risiko in Kauf nahmen, hätten ihre Renditechancen sogar beträchtlich erhöhen können. Ähnliche Rechnungen lassen sich für Unternehmens- oder Schwellenländeranleihen aufstellen. Eine breite Diversifikation ist daher ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung eines Rentenportfolios.

Absolute-Return-Strategien – sich vom Marktrisiko abkoppeln
Durch die breite Streuung auf unterschiedliche Anlagen kann das Marktrisiko zwar beträchtlich reduziert, aber nicht ausgeschlossen werden. So führt auch ein aktiv verwaltetes Portfolio, das relativ zu seiner Benchmark gut abschneidet, bei fallenden Märkten regelmäßig zu Verlusten. Um diesem Dilemma ein Stück weit entgegen zu treten, setzen immer mehr Investoren auf sogenannte Absolute-Return-Strategien. Statt wie viele Aktien- und Rentenfonds sich an einem Vergleichsindex wie dem DAX oder REXP zu orientieren, zielen die Absolute-Return-Strategien darauf ab, in jedem Marktumfeld positive Ergebnisse zu erzielen. Damit lassen sich, passend zum individuellen Risikoprofil des Investors, unterschiedliche Renditeziele verfolgen. Je aggressiver diese sind, eine desto höhere Risikotoleranz von Anlegerseite ist allerdings erforderlich. Denn Verluste sind, wie bei praktisch allen Investments, auch bei Absolute-Return-Strategien nicht ausgeschlossen. Durch die Absicherung des Marktrisikos (Beta) können diese sich allerdings gezielt vom Auf und Ab der Märkte abkoppeln. Weil sich im Prinzip in allen Marktsituationen Titel mit überdurchschnittlicher Performance identifizieren lassen, wird die Rendite solcher Portfolios maßgeblich durch diese Auswahl der Einzeltitel beeinflusst, die einen positiven Renditeunterschied zum Markt (Alpha) generieren. Durch den Einsatz innovativer Techniken mittels Derivaten werden die Marktrisiken dahingehend gesteuert, dass das gesamte Risiko-Rendite-Profil der Fonds laufend optimiert wird.

Absolute-Return-Rentenfonds
Performance seit 1.1.2006 (in %)*
1. Baring Directional Fund EUR: 4,6
2. Robeco Flex-o-Rente D: 2,3
3. UBS (Lux) Bond Abs.Return € B: 2,1
...
23. Activest TotalReturn D: -1,4
24. Adig Total Return Bond: -1,4
25. DWS Invest Total Return Bd. LC: -1,4

Quelle: FINANZEN Fundanalyzer, Performance auf Euro-Basis, Stand: 02. Juni 2006. "


entnommen aus: www.fundresearch.de
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Aktueller Querschnitt durch das Rentenfonds-Universum

Beitragvon schneller euro » 16.06.2006 07:43

3 Monats Chart Activest Total Return(schwarz), Gerling Rendite(hellblau), Starplus Bondvalue(rot), DWS Inter Genuß(violett), Adig Genuß(dunkelblau), DJE Renten Global(dunkelgrün), A2A Basis(olivgrün),eb.rexx Jumbo Pfandbriefe ETF(hellrot),FT Abs Plus(hellgrün)

Fazit: Bei den Misch-, bzw. Dachfonds (mit Schwerpunkt Renten) DJE Renten Global und A2A Basis hat der erstgenannte deutlich besser abgeschnitten. Ein Desaster ist die Entwicklung des Starplus Bondvalue(Manager-Wechsel). Der eb.rexx Jumbo Pfandbriefe wird aktuell in einer Börsenzeitschrift empfohlen und hat sich laut Chart hervorragend gehalten.
Auf 1-Jahres-Sicht liegt er bei geringerer Vola ein halbes Prozentpunkt vor dem altbewährten Gerling Rendite:
Pfandbriefe-ETF(schwarz) und Gerling Rendite
Der aktuelle Kursverlust von -4,5% am 15.6. resultiert offenbar aus einer Ausschüttung?! (müßte noch mal recherchiert werden)
Zuletzt geändert von schneller euro am 27.06.2006 11:00, insgesamt 5-mal geändert.
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Beitragvon Tulpenblase » 16.06.2006 11:07

Lt HP Ausschüttung zum eb.rexx Jumbo Pfandbriefe am 15.6.2005.

Da wahrscheinlich noch nicht aktualisiert, dürfte der Rückgang am 15.6.2006 auf die Ausschüttung in 2006 zurückgehen.
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Bonds jetzt wieder interessant

Beitragvon The Ghost of Elvis » 14.07.2006 14:37

Aus HANDELSBLATT, Mittwoch, 12. Juli 2006:

"...
Die Renditen an den Anleihemärkten sind im Aufwind: Zehnjährige Bundesanleihen rentieren um die 4,1 Prozent und damit so hoch wie seit September 2004 nicht mehr; für zweijährige Bundespapiere gibt es 3,6 Prozent – so viel wie zuletzt im August 2002.

Historisch gesehen sind die Kapitalmarktzinsen aber immer noch niedrig, obwohl sie seit September im zehnjährigen Bereich um gut einen Prozentpunkt und im zweijährigen Bereich um anderthalb Prozentpunkte gestiegen sind. Im Durchschnitt der vergangenen 15 Jahre brachten zweijährige Anleihen um die 4,4 Prozent und zehnjährige 5,4 Prozent Rendite.

Trotzdem werden Anleihen auf den derzeitigen Renditeniveaus wieder attraktiv. Kurzfristig sind die Märkte zwar noch nervös und leicht sinkende Bondkurse beziehungsweise etwas steigende Renditen möglich. Das Ende der Fahnenstange dürfte aber bald erreicht sein.

Denn für stabile oder ab Herbst sogar sinkende Kapitalmarktzinsen spricht viel. Von konjunktureller Seite sind dabei die größten Impulse aus Nordamerika zu erwarten, die auch den europäischen Bondmarkt stützen werden. So ist in den USA ein Ende der seit Sommer 2004 anhaltenden Leitzinserhöhungen absehbar. US-Notenbankchef Ben Bernanke hat bei der jüngsten Zinsanhebung auf 5,25 Prozent betont, dass sich die Konjunktur in der größten Volkswirtschaft der Welt langsam abkühlt. Dies begrenzt den Preisdruck.

Dabei waren zuletzt die Ängste vor einer stark ansteigenden Inflation der größte Renditetreiber. Gefahr droht der US-Konjunktur vom hohen Ölpreis und dem überhitzen Immobilienmarkt. Beides schwächt die Verbraucher, die als wichtige Stütze der US-Wirtschaft gelten.

In der Euro-Zone gilt der private Konsum schon lange als zu schwach, um die Konjunktur trotz guter Stimmungsindikatoren aus der Industrie nachhaltig zu beflügeln. Und im nächsten Jahr wird der private Verbrauch – unter anderem auf Grund der saftigen Mehrwertsteuererhöhung in Deutschland – wohl eher sinken als steigen. Deshalb dürfte auch die Europäische Zentralbank (EZB) nicht mehr allzu heftig an der Zinsschraube drehen.

Daneben stützen Sonderfaktoren die Rentenmärkte. So ist die Überschussliquidität, die die Notenbanken durch ihre Leitzinssenkungen bis vor drei Jahren in die Wirtschaft gepumpt haben noch nicht abgebaut. Außerdem kaufen Versicherer und Pensionskassen nach wie vor verstärkt Anleihen mit langer Laufzeit, um ihre Anlagen mit ihren Auszahlungsverpflichtungen in Einklang zu bringen. Beides dürfte einen weiteren Renditanstieg bremsen.

Deshalb können Anleger wieder über einen Einstieg nachdenken. Interessant sind vor allem kurz laufende Bonds, weil der Renditeabstand zwischen zwei- und zehnjährigen Anleihen gesunken ist. In den USA bieten Kurzläufer sogar eine höhere Verzinsung als Langläufer.
..."
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Aktueller Querschnitt durch das Rentenfonds-Universum

Beitragvon schneller euro » 25.07.2006 08:40

Zuletzt geändert von schneller euro am 12.08.2006 10:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Aufatmen an den Anleihemärkten

Beitragvon Papstfan » 09.08.2006 12:33

" ....
09.08.2006

„Die Entscheidung der US-Notenbank (FED), die Leitzinsen nicht weiter zu erhöhen, kann als Startschuss für eine Erholung am Rentenmarkt gewertet werden“, ist Mag. Robert Senz, Leiter der Abteilung Global Fixed Income bei Raiffeisen Capital Management (RCM), überzeugt.

„Die Anleihemärkte befanden sich in den letzten Monaten aufgrund der steigenden Zinsen einerseits und der starken Korrekturen an den Börsen andererseits in einer Art Doppelmühle, die sie deutlich schwächeln ließen“, so Senz. „Die nun zu erwartenden Auswirkungen der jüngsten Notenbank-Entscheidung auf die US-Märkte - eine rückläufige Inflation sowie ein schwächeres Wirtschaftswachstum als zuletzt - bieten Rentenfonds jetzt wieder ein ideales Umfeld für gute Erträge.“ Neben dem Ende des US-Zinsanhebungszyklus’ und der Verschlechterung des makroökonomischen Umfeldes in den USA profitieren die Rentenmärkte auch von der steigenden Risikoaversion der Investoren.

Das aktuelle Kapitalmarktszenario erinnert den Rentenfonds-Experten von RCM an das Jahr 2000: Auch damals hatte die US-Notenbank mit dem Stopp der Zinserhöhungen eine Trendumkehr auf den Rentenmärkten eingeleitet. „Es kann davon ausgegangen werden, dass die EZB - so wie damals - noch weitere Zinsanhebungen durchführen wird, dennoch ist zu erwarten, dass sich - mit einer zeitlichen Verzögerung von 3 bis 6 Monaten - auch in Euroland stimmige Bedingungen für Renteninvestments ergeben werden“, so Senz. Die Inflationsrate stellt für die EZB die wichtigste Kenngröße dar. Solange die Gesamtrate auf einem Niveau von über 2 Prozent verharre und keine deutlichen Anzeichen einer Wachstumsverlangsamung erkennbar seien, werde die Europäische Notenbank weiter an der Zinsenschraube drehen. Nach der letzten Anhebung am 3. August hält sie aktuell bei 3 Prozent. Zum Jahresende wird ein Satz von 3,5 Prozent, bis Mitte 2007 ein Anstieg auf 3,75 Prozent erwartet. Letztlich werde sich die Euro-12-Konjunktur trotz besserer Inlandsnachfrage den Auswirkungen einer US-Wachstumsabschwächung nicht entziehen können. Hinzu komme, dass die Fiskalpolitik - vor allem in Deutschland - aber auch in Italien, im kommenden Jahr restriktiv wirke.
Nach dem kurzen, aber deutlichen Anstieg der Renditen auf Endfälligkeit von Anleihen mit mittleren und längeren Laufzeiten notieren 10jährige Bonds derzeit wieder bei knapp 4 Prozent.

Quelle: FONDS professionell
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Beitragvon schneller euro » 12.08.2006 10:53

Ein aktueller Querschnitt durch das Rentenfonds-Universum:

1 Jahres Chart Activest Total Return(schwarz), Gerling Rendite(hellblau), Starplus Bondvalue(rot), DWS Inter Genuß(violett), Adig Genuß(dunkelblau), DJE Renten Global(dunkelgrün), A2A Basis(olivgrün), eb.rexx Jumbo Pfandbriefe ETF(hellrot), FT Abs Plus(hellgrün), Warburg Trend Dynamik(orange), Lilux Rent(gelb)


Was mich einmal interessieren würden: wie sind die Zukunfts-Perspektiven für Pfandbriefe, ABS, Genußscheinen, Wandelanleihen in Relation zu "normalen" Renten?
Empfiehlt es sich den einen oder anderen der o.g. Sektoren erst einmal zu unter- oder übergewichten?

MEINUNGEN?
Zuletzt geändert von schneller euro am 13.12.2006 11:03, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon oegeat » 12.08.2006 12:08

interessanter Chart ! er sugerriert für mich das nun möglicher weise die Trendwende da ist .. also die Abwertsbewegung zu ende ist.
Am krassesten zu sehen am roten - oder ist das nur eine Korrektur um Abwärtstrend :roll: zu deiner anderen Frage - keine Ahnung nicht mein Thema - bin dazu nicht berufen zu Antworten.
Alles wird besser man muss nur warten können !

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Beitragvon kaalexs » 12.08.2006 13:32

ich gehe eher von einen fehlsignal aus.
rohstoffe werden mittelfristig weitersteigen, das heist mehr inflation und deshalb höhere zinsen.
die anleihenkurse werden daher wieder sinken.
die preis- lohnspirale wird sich immer schneller drehen und so schnell nicht zu stopen sein, bis eine weltweite schwere rezession da ist.
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Beitragvon schneller euro » 28.08.2006 09:09

Ein Vergleich über einen Zeitraum, in dem sowohl Aktien als auch Renten negativ performten:

Chart 10.1.06-10.6.06: FT Abs Plus(schwarz), Lilux Rent(hellrot), FI Alpha Renten Global(olivgrün), Gerling Rendite(rot), Activest Total Return Wachstum(A0B5L3, violett), Activest Total Return(534304, dunkelblau), RexGesamt(hellblau)

FT ABS Plus = HY-ABS mit Beimischung bis max. ca. 20% EM-Renten+Corp.
Lilux Rent = Rentenfonds mit Beimischung Wandelanleihen
FI Alpha Renten Global = Rentenfonds mit geringer Beimischung Aktien
Gerling Rendite = reinrassiger Rentenfonds
Activest TR Wachstum = mind. 50% Renten, max. 15% Commoditys
Activest TR = mind. 2/3 Renten, Rest = Futures, Aktien, ETF´s möglich

Fazit:
Der FT erreichte als bester Fonds plus/minus Null und der Gerling schnitt immerhin noch besser als der RexGesamt ab.
Bei den anderen Produkten hat die Beimischung von Aktien/Wandelanleihen/Commoditys letztlich nicht zu einem besseren Ergebnis als bei einem konventionellen Rentenfonds oder dem Rentemarktindex geführt.
Ein deutlich positives Gesamtergebnis wäre möglich besser gewesen bei einer vglweise hohen Gewichtung der aggr. Anlageformen bis Anfang Mai und einer Umschichtung dieses Assetanteils in Renten ab diesem Zeitpunkt. Leider ist dies keinem der Fondsmanager gelungen. Schade, denn genau diese Über/Untergewichtung einzelner Assetklassen zum richtigen Zeitpunkt sollte ja einen guten Mischfonds("Beimischfonds"?!? in diesem Fall) auszeichnen.
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Rendite mit Mikrokrediten

Beitragvon Tulpenblase » 06.10.2006 17:20

Invest in Visions: Rendite mit Mikrokrediten
(DER FONDS) Wenig Geld, große Wirkung: Der neue Mikrofinanz-Fonds „Vision Microfinance“ (LU0236782842) investiert in Mikrofinanzinstitute, die wiederum Kleinstkredite an Menschen in Entwicklungsländern vergeben. „Der Fonds stellt eine gute Alternative zu den üblichen Rentenprodukten dar“, sagt Edda Schröder.

alles weitere hier:
http://fonds.onvista.de/news.html?DATE_ ... S=33982975


Mikrofinanz ist offenbar ein heißes Thema:
Die CS hat sich im Mai 2005 im 46 seitigen Global Investor Focus >Mikrofinanze< damit beschäftigt.

Leider ist dieses wieder ein Thema, welches für normalsterbliche Normalverdiener nicht zu vernünftigen Konditionen darstellbar ist.
Tulpenblase
 

Re: Rendite mit Mikrokrediten

Beitragvon BOERSEN-RAMBO » 13.10.2006 12:26

Tulpenblase hat geschrieben:Invest in Visions: Rendite mit Mikrokrediten
(DER FONDS) Wenig Geld, große Wirkung: Der neue Mikrofinanz-Fonds „Vision Microfinance“ (LU0236782842) investiert in Mikrofinanzinstitute, die wiederum Kleinstkredite an Menschen in Entwicklungsländern vergeben.
. . .



"Den Friedensnobelpreis 2006 erhält ein Armenprojekt in Bangladesch. Völlig überraschend wurden der Ökonom Muhammad Yunus (66) und die Grameen-Bank für ihre Bemühungen um eine wirtschaftliche und soziale Entwicklung der ärmsten Menschen in Bangladesch ausgezeichnet, wie das Nobelpreis-Komitee in Oslo am Freitag mitteilte. "Das ist fantastisch, vielen Dank", sagte Yunus in einer ersten Reaktion.

Yunus hat die Grameen-Bank gegründet, um den Armen in den ländlichen Gebieten Bangladeschs Kredite zu verschaffen und damit ihre Abhängigkeit von konventionellen Kreditgebern zu verringern. Damit sollte vor allem Frauen die Basis gegeben werden, als eigenständige Bäuerinnen der notorischen Arbeitslosigkeit zu entgehen und ihre Familien abzusichern.

"Über Kulturen und Zivilisationen hinweg haben Yunus und die Grameen-Bank gezeigt, dass selbst die ärmsten der Armen etwas dafür tun können voranzukommen", teilte das Komitee mit. "Ein echter Frieden kann nicht erreicht werden, ohne dass große Teile einer Bevölkerung Wege aus der Armut finden."

Das Norwegische Nobelkomitee würdigte die Bemühungen um "die wirtschaftliche und soziale Entwicklung von unten". Mit Mikrokrediten und anderen Mitteln habe Yunus seine Vision zugunsten von Millionen Menschen in Bangladesch und anderen Ländern in praktisches Handeln umgesetzt. Die Bank hat eigenen Angaben zufolge bisher 6,6 Millionen Menschen Kredite in Höhe von mehr als vier Milliarden Euro gegeben. Davon seien 97 Prozent Frauen gewesen. "


from : Salzburger Nachrichten
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Mikrokredite

Beitragvon Tulpenblase » 13.10.2006 17:29

Klasse Sache für den / die Nobelpreisempfänger.

4Mrd / 6,6 Mio = ?

:oops: (hab keinen Taschenrechner zur Hand; dürften aber < 1.000 € je Kreditnehmer sein).

Das ist sogar fast mehr als lt erwähnter Broschüre normalerweise vergeben wird. Es handelt sich in der Regel um Kredite < 500,- €, mit denen ganze selbständige Existenzen angeschoben werden, speziell für Frauen. Die Ausfallquote ist übrigens verschwindend gering.
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Sind Rentenfonds noch ein "must have"?

Beitragvon The Ghost of Elvis » 01.12.2006 09:38





"Rentenfonds drehen endlich ins Plus
Rückläufige Inflation bewahrt Rentenmarkt vor Katastrophenjahr

.....Die meisten der bei Deutschen Anlegern populären Anleihenfonds haben in den vergangenen Tagen den Sprung in den schwarzen Bereich geschafft. Dies ist ein Aufholprozess, mit dem Mitte des Jahres kaum ein Experte gerechnet hätte. Zugute kam den Produkten eine kräftige Rallye am Rentenmarkt.
Bis zum Jahresende könnte sich die positive Entwicklung fortsetzen", sagt Ulrich Katz, Fondsmanager beim DIT in München, "ich würde die Prognose wagen, dass die Fonds in diesem Jahr mit einem leichten Plus abschließen."

Behält der Profi Recht, könnte 2006 am Ende zwar kein berauschendes, aber doch ein akzeptables Rentenjahr werden. Die dramatische Wende am Anleihenmarkt ist dem starken Rückgang des Ölpreises geschuldet. Diese Entlastung hat dazu geführt, dass die globalen Inflationserwartungen deutlich gesunken sind, was Anleihen wiederum zu Kursgewinnen verholfen hat. In Euroland etwa gehen die Akteure für die kommenden zehn Jahre nur noch von einer Teuerung von etwas über zwei Prozent aus. Im Hoch waren es noch 20 Basispunkte mehr, was über diesen langen Zeitraum einem immensen Kurshebel für Festverzinsliche entspricht.

Doch nicht nur der WestLB-Mann bezweifelt, dass die gute Stimmung am Rentenmarkt lange anhalten wird. Viele Rentenfondsmanager halten sich mit allzu optimistischen Prognosen für nächstes Jahr zurück. "Das erste Halbjahr 2007 dürfte wegen der robusten Weltkonjunktur und den damit verbundenen Inflationsgefahren für Rentenfonds schwierig werden", meint Katz. In Euroland dürfte der Anleihemarkt zu Schwäche neigen, solange nicht abzusehen sei, wie weit die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihren Zinserhöhungen gehen müsse.

Der Konsens der Profis ist derzeit, dass die Renten-Ampeln ab Juli wieder auf Grün springen werden. Dann dürfte für Anleger unter dem Strich auch wieder etwas zu verdienen sein - nachdem das Jahr 2006 für Festverzinsliche das schlechte Jahr seit 1999 zu werden scheint.

Anleger, die weiteren Kursverlusten aus dem Weg gehen wollen, sollten Portfolien meiden, deren Schwerpunkt Anleihen mit langen Laufzeiten sind: "Bei schwierigen Rentenmärkten sind hier die Verluste am schmerzlichsten", erklärt Helmut Knestel, Dachfondsmanager bei der Gecam. Anleger seien gut beraten, sich vor der Investmententscheidung bei der Fondsgesellschaft nach der Laufzeit des Produkts erkundigen. Je höher diese sei, desto anfälliger sei der Fonds im Zweifelsfall für Schwächephasen am Rentenmarkt. "

Quelle: Aus der Berliner Morgenpost



Muß man überhaupt noch Rentenfonds im Depot haben?
Die fetten Jahre an den Rentenmärkten sind doch vorbei.
Sind off.Immob.fonds oder Sonderaktionen von Tagesgeldkonten (teilweise 4% im Jahr oder 6% für ein halbes Jahr) nicht die besseren Alternativen?
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Re: Sind Rentenfonds noch ein "must have"?

Beitragvon Papstfan » 03.12.2006 16:48

The Ghost of Elvis hat geschrieben:Muß man überhaupt noch Rentenfonds im Depot haben?
Die fetten Jahre an den Rentenmärkten sind doch vorbei.
Sind off.Immob.fonds oder Sonderaktionen von Tagesgeldkonten (teilweise 4% im Jahr oder 6% für ein halbes Jahr) nicht die besseren Alternativen?



Zu dem Beitrag und der Frage passt exakt diese Meldung :

"Rentenpapiere fliegen aus den Fonds-Portfolios

(DER FONDS) Alternative Investments und Cash-Positionen statt Renten – diese Umschichtung innerhalb der Anlageklassen in gemischten Portfolios globaler Fonds stellt eine aktuelle Lipper-Umfrage unter Vermögensverwaltern und Investmentgesellschaften fest.
In der Gesamtsicht besaßen Renten bislang einen Anteil von 32,7 Prozent. In den vorigen vier Wochen büßten sie davon einen Prozentpunkt ein. Leicht zulegen konnten Cash-Positionen und alternative Investments mit Anteilen von nun 12 und 5 Prozent der Portfolios. Nahezu unverändert bleibt der Anteil der Aktien, die nach wie vor rund die Hälfte der Portfolios ausmachen. Der favorisierte Anlagestil der Vermögensverwalter ist die Blend-Strategie, das heißt die Mischung aus wert- und wachstumsorientierter Anlagepolitik.

Gegenüber ihren internen Vergleichsindizes sind die Portfoliomanager bei Aktien aus der Gesundheitsbranche am stärksten übergewichtet. Damit festigt sich ein Trend aus dem Vormonat. Vorsichtig sind sie bei Dividendentiteln der Versorger, von Unternehmen aus der Informationstechnologie und insbesondere bei Anbietern zyklischer Konsumgüter und Dienstleistungen, Tendenz steigend: Die stärksten Reduzierungen planen die Manager bei ihren Investitionen in zyklischen Konsumwerten.

Acht der zehn befragten Investmentgesellschaften planen, im nächsten halben Jahr neue Fonds aufzulegen. Die meisten neuen Fondsprodukte werden nach Meinung der Manager Mischfonds sein. Die höchsten Nettomittelzuflüsse erwarten sie in den kommenden sechs Monaten bei Geldmarkt- und geldmarktnahen Fonds.
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Beitragvon papmifisch » 13.12.2006 11:36

Was haltet Ihr von diesem Teil ?


[url=http://www.aalto.de/portal/ProduktInfo.ap?Modus=ModInit&WKN=A0BL09&section=&BeginnDatum=11.03.2002&EndDatum=12.12.2006&VWKN=&GifSize=1&KA=]hier[/url]
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Beitragvon dennis78 » 13.12.2006 14:37

Wie wäre es mit diesem Fonds:
937797 BL-GLOBAL BOND DIS
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Beitragvon oegeat » 13.12.2006 15:21

so hier der chart - Tool mit allen fonds die ich in dem Thread gefunden habe


stand 13,12,2006
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Beitragvon dennis78 » 13.12.2006 15:57

Sorry, aber ich sehe mich beim Templeton voll bestätigt und beim BL Bond auch.
dennis78
 

Beitragvon Papstfan » 13.12.2006 16:54

Sehr erfreulich, daß in diesen Thread wieder mehr Leben gekommen ist!

Nur, von meiner Seite einmal einige kleine Verbesserungsvorschlaege:


@papmichfisch: du hast vermutlich HTML deaktiviert. Deswegen funktionieren deine Links nicht. Und deine Vergleiche: DWS bonuszert. und einen Em-Bond-Fonds wuerde ich nicht unbedingt mit globalen Rentenfonds vergleichen. Besser erst mal nachschauen wo die Anlageschwerpunkte liegen und in was alles investiert iwrd.

@dennis78: kurzfristige Performance-Rennlisten ueber 3 oder 6 Monate bringen nur sehr wenige Erkenntnisse. Diese werden in erster Linie von dem akt. Marktumfeld beeinflusst und sagen wenig ueber die Qualitaet eines Fonds aus.
Mein Tipp: nimm lieber 1- und 3-jahres Ergebnisse und schau nicht nur auf die Performance, sondern auch auf das Risiko. Dieses kann man z.Bsp. bei http://www.onvista.de unter den Begriffen "Volatilitaet" und "Sharpe-Ratio" ablesen (Rubriken : Kennzahlen + Risikomaße). Mit Hilfe dieser Kennzahlen wuerde ich den betr. Fonds einmal mit anderen Fonds der gleichen Peergroup vergleichen. Im Fall des Templeton Abs.Ret.Bond und des BL sehen diese Werte auf 3-jahres-Basis gar nicht gut aus.
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