Mischfonds

Anlageinstrumente, Asset Allocation, Portfoliotheorie, Diskussionen und wissenschaftliche Beiträge

Moderatoren: oegeat, The Ghost of Elvis

Beitragvon The Ghost of Elvis » 29.12.2010 09:14

schneller euro hat geschrieben:Assets Special Opportunities UI, WKN A0Q8A5
Ungewöhnliche Benchmark:
35% iTraxx Europe (5 Y) TR (EUR)
35% iTraxx Crossover (5 Y) TR (EUR)
20% Euro MTS (1-3Y) TR (EUR)
10% MSCI World NDR (EUR)


"Itraxx Crossover Europe bildet die Kosten ab, zu denen sich Anleger gegen das Ausfallrisiko von 50 europäischen Firmen schlechter Bonität absichern können. ..........Nicht jede Zuckung des Itraxx Crossover hat mit spekulativen Firmenbonds zu tun. Denn dieser Index ist längst nicht mehr nur ein Abbild für Risiken bei Firmenbonds. "Der Itraxx ist wie ein Nadelöhr. Mangels anderer Absicherungsinstrumente nutzen derzeit viele Investoren den Itraxx, die eigentlich gar nicht in Unternehmensanleihen investiert haben, sondern in illiquide strukturierte Produkte", sagt Uwe Burkert, Leiter Credit Research der Landesbank Baden-Württemberg...... "
aus ftd
Tatsächliche iene seltsame Benchmark :shock:
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Beitragvon Papstfan » 30.12.2010 16:03

schneller euro hat geschrieben:Assets Special Opportunities UI, WKN A0Q8A5
Unter Investmentanteile wird im Factsheet aufgelistet:
HAIG MB Flex Plus Inhaber-Anteile B o.N. 2,8% Anteil am Fondsvermögen
In dessen Factsheetwiederum ist als größte Position "aufgelistet: ASSETS SPECIAL OPPORT.UI 6,75% " :?: :!:


Sind derartige Ueberkreuz-Beteiligungen denn erlaubt?
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Beitragvon Nebulak2810 » 05.01.2011 14:48

Hallo zusammen ,

zumindest gibt es auch noch andere Fonds mit Überkreuzbeteiligungen :

Der Multi-Axxion-InCapital Taurus Actions hält den Trend Universal Fonds Global mit 5,75% . Und der Trend Universal Fonds Global hält den
Multi-Axxion-InCapital Taurus Actions mit 8,58% .



Unter diesem Link finden sich Veröffentlichungen zu beiden Fonds :


http://www.trend-finanz.com/presse.html

Fondsmanager des Multi-Axxion-InCapital ist Werner Dlugosch Geschäftsführer der In Capital Management GmbH.

Einen Hinweis auf Werner Dlugosch habe ich auch hier gefunden :

"Handelsblatt, Nr. 26, 06.02.2006

„… Ebenfalls in Bayern sitzen auch die Fondsberater des
Trend-Universal-Fonds-Global. Werner Dlugosch und
Roland Wagner von DeMark Management "
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Überkreuzbeteiligungen

Beitragvon drhc » 05.01.2011 15:35

In beiden Fällen stellt sich die Frage:
illegal?
oder
rechtliche Grauzone?
oder
legal, aber ein Warnsignal für den Anleger, dass hier eine Interessen-Verquickung vorliegt?
oder
völlig legal und unbedenklich

Letztere Möglichkeit erscheint mir ehr unwahrscheinlich
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Beitragvon schneller euro » 14.01.2011 15:28

Weitere Kandidaten:
- Bantleon Opportunities S PA (A0NB6N, aussch., Mischfonds mit Aktienquote max 20%)
- Bantleon Opportunities L PA (A0NB6S, aussch. Mischfonds mit Aktienquote max. 40%)
http://www.bantleon.com/de

Zitat ausInstitutional-Money 4/10:
"...Superiore Ergebnisse bei den Fonds Bantleon Opportunities S und Bantleon Opportunities L«, schreibt Institutional Money in einem Porträt über den Anleihemanager Bantleon. »Zuletzt wurde das mit enormen Mittelzuflüssen belohnt.« Die nur mit den beiden Assetklassen Anleihen und Aktien erzielte Performance habe »die Investment Consultants im weiten Feld des Absolute Return auf Bantleon aufmerksam gemacht«. Seit der Auflegung im März 2008 habe Bantleon Opportunities L »sogar Carmignac Patrimoine und Ethna-AKTIV in den Schatten gestellt«..."
-> die inst. Tranche des Bantleon Opportunities L erreichte lt. Factsheet eine Perf. von +38,4% im Zeitraum 31.3.08-30.12.10, was demnach besser wäre als Carmignac P. und Ethna A. (ca. +25 - +30% im gleichen Zeitraum)
Gem. den Angaben dort beträgt die Verwaltungskommission für die inst. Tranche 1,0% p.a.
-> die Tranchen für Privatanleger (1,9% Verwaltungsk. p.a.) wurden zum 1.9.2010 aufgelegt
In diesem kurzfristigen Zeitraum ist bisher keine Outperf. erkennbar:
Chart 4 Monatemit Ethna Aktiv und Carmignac Patrimoine
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Beitragvon FinanzHai » 17.01.2011 12:02

die Tranchen für Privatanleger (1,9% Verwaltungsk. p.a.) wurden zum 1.9.2010 aufgelegt

mal abwarten ob diese Tranchen für Privatanl. auch die superioren Ergebnisse der anderen erreichen werden
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Beitragvon k9 » 27.01.2011 13:38

Etwas unscheinbar verlief bisher die Entwicklung des ETHNA GLOBAL
DYNAMISCH. Nach anfänglichen Schwierigkeiten scheint er nun gut
in der Spur zu liegen. Besonders in den letzten Wochen gefällt er mir.

Der Fonds ist in seiner Anlagepolitik vielleicht nicht ganz so flexibel
wie man sich das wünscht - dennoch zeigt sich auch hier langsam
die gewohnt gute Arbeit bei ETHNA.

War von Anfang an mit dabei und finde immer mehr Gefallen an
dem Teil.

Im Anhang die Entwicklung seit Auflage und in den letzten drei Monaten.

schwarz = Patrimoine
hellgrün = ACATIS Gane
dunkelgrün = ETHNA Dynamisch


Gruß k-9
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Beitragvon Kato » 29.01.2011 16:35

Der patrimoine geht im moment eigentlich gar nicht, gebe ihm noch 6 - 12 monate, dann hop oder top


Acatis top, Ethna aktiv o.k., ethna Dyn sieht auch nicht schlecht aus, weiter im auge behalten.

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Beitragvon drhc » 13.02.2011 11:34

zitiert aus Börse am Sonntag 0611:
....Heute vor fünf Jahren begann die Revolution
Die Nische der Mischfonds hat sich in diesem
Zeitraum entscheidend verändert. Zahlreiche
kleine Fondsboutiquen lancierten äußerst erfolgreiche
Produkte und treiben die etablierten
Anbieter seitdem vor sich her. Möglich gemacht
hat dies eine Gesetzesänderung. Die EU-Richtlinie
UCITS-3 wurde zwar bereits 2002 verabschiedet,
doch erst seit dem 13. Februar 2007
– also auf den Tag genau heute vor fünf Jahren
– müssen alle Investmentfonds, die in mehreren
europäischen Ländern angeboten werden,
dieser Regelung entsprechen. Zwar kling der
Name zunächst eher nach einer bürokratischen
Einschränkung, doch das Gegenteil ist
der Fall. Tatsächlich eröffnete die Verordnung
den Fondsmanagern im Kern viel größere Freiheiten
als früher. Sie dürfen sich seitdem auch
derivativer Produkte bedienen, die zuvor aus-
schließlich den Hedgefonds vorbehalten waren.
Dazu zählen Optionen genauso wie Swaps und
Termingeschäfte. Long-Short-Strategien oder
auch Leerverkäufe sind seitdem auch für Publikumsfonds
möglich. Für die Fonds-Branche
kam das einer Revolution gleich.
Mischlinge auf der Überholspur
Genutzt haben diese Chancen zuerst die kleinen,
flexiblen Anbieter, sogenannte Fondsboutiquen.
Für den Erfolg dieses Ansatzes steht vor allem
ein Name: Edouard Carmignac....
:!: Dank Ucits3 sind also Mischfonds viel besser geworden !

entnommen aus Fonds-Kompakt 0111:
"....Performance 3 Jahre...Der Antea
schaffte mehr als 12% per annum. Dieser
flexible Dachfonds wird zu gleichen Teilen
von drei erfahrenen Kapitalmarktexperten
verwaltet: Hendrik Leber (Acatis), Jens
Ehrhardt (DJE Kapital) und Bert Flossbach
(Flossbach & von Storch). Ende November
war der Antea schwerpunktmäßig in Cash
(29%), Aktien (28%) und Edelmetallen
(10%) investiert. Aber auch wenig liquide
Investments wie Private Equity (9%), Immobilien
(7%) oder Wald (4%) scheuen die
Manager nicht....
Ebenfalls interessant
ist der Dachfonds Veritas Balance,
der seit Januar 2008 eine jährliche Rendite
von 7,4% brachte. Ähnlich gut schnitt der
Pioneer Investments Substanzwerte ab. Mit
mehr 9,8% per annum in den vergangenen
drei Jahren gehört dieser zu den besten
Mischfonds in der Kategorie aggressiv. Der
für die Altersvorsorge konzipierte Fonds
legt sein Vermögen vor allem in Aktien und
Immobilien an...
Durchaus ein Investment wert ist auch
der Luxtopic Cosmopolitan, dessen jährliche
Performance seit 2006 über 6% beträgt. Der
von Jens Ehrhardt gemanagte Fonds setzt
aktuell vor allem auf die Märkte Deutschland
(44% des Vermögens) und Hongkong (22%).....
Unter den defensiven Mischfonds gehört
der 4Q-Income Fonds Universal zur Spitzenklasse.
Der börsennotierte Fonds steigerte
seinen Anteilswert aber auf lange Sicht
weniger stark als aktienlastigere Produkte.
Mit rund 7% per annum auf 3-Jahres-Basis
erwirtschaftete der Fonds eine exzellente
Rendite. Der Veritas Ertrag schaffte nur
5,5%. Auf 5-Jahres-Sicht schnitt er mit 4,8%
aber sogar ein wenig besser ab als der 4QIncome
Fonds Universal.....
Ausgewählte Mischfonds:
4 Q-Income Fonds Universal 978199 DE0009781997 31.01.1998
Antea A0DPZJ DE000A0DPZJ8 23.10.2007
Carmignac Patrimoine A A0DPW0 FR0010135103 07.11.1989
Ethna Aktiv E 764930 LU0136412771 15.02.2002
LuxTopic Cosmopolitan A0BLYJ LU0185172052 08.04.2004
Pioneer Investments Substanzwerte 979200 DE0009792002 22.10.1998
Veritas Balance 976338 DE0009763383 14.01.2005
Veritas Ertrag 976337 DE0009763375 14.01.2005
...."
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Beitragvon Quisi5 » 14.02.2011 14:52

In der Wirtschaftwoche 7/2011 ist ein Artikel über Vermögensverwalter. Da wurde dieser Fonds lobend erwähnt. Soweit ich es überblicke ist er im Forum noch nicht erwähnt worden.
Lohnt vielleicht die Beobachtung.

WKN: A0M130
DISIN: E000A0M1307


Fondsvolumen 89.883.228,63

edit oegeat
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GAP Portfolio UI (A0M130)

Beitragvon schneller euro » 14.02.2011 16:14

Quisi5 hat geschrieben:In der Wirtschaftwoche 7/2011 ist ein Artikel über Vermögensverwalter. Da wurde dieser Fonds lobend erwähnt. Soweit ich es überblicke ist er im Forum noch nicht erwähnt worden.
Lohnt vielleicht die Beobachtung.
Fondsvolumen 89.883.228,63


Im Vergleich mit dem zuletzt hier mehrfach positiv heraus gestellten Pioneer Substanzwerte (979200) sieht dieser Fonds gut aus: Onvista-Chart 3 Jahre

Universal mit dem aktuellen Factsheet

Fondsmanager ist demnach die "GAP Gesellschaft für Anlageplanung und Vermögensverwaltung mbH" in Usingen, gegr. 1983.
GF = Klaus Burkhart
Mitglied im hier auch schon mehrfach erwähnten VUV (Verband unabhängiger Vermögensverwalter).
KEINE eigene Webseite von GAP?!

Siehe Artikel in der FAZDez. 2010:
GAP-Fondsberater Klaus Burkhart berechnet aus volkswirtschaftl. Daten eine Aktienquote für den Fonds, z.Z. 85% - und identifiziert für ihn aussichtsreiche Branchen. Für die Einzeltitelauswahl benutzt er die Charttechnik. Keine Invest. in Emerging Markets
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Beitragvon k9 » 16.02.2011 09:08

INFOS zum GAP sind rar, deshalb hier ein älteres Interview auf stock-world mit dem Manager Klaus Burkhardt:

Interview KlickDieMaus

sowie seine Homepage:

wellenspitzen KlickDieMaus

ist also ein Chart-Analytiker, der Mann.
Vielleicht schaut sich oegeat das mal an und kann was dazu sagen ?!

Nun, der Fonds interessiert mich. Tolle Performance, wenn auch bei etwas erhöhter Vola (für
mein Empfinden). Interessant die averse Haltung gegenüber Investments in EM.
Schade, dass GAP keine HomePage hat.

Weiss hier jemand was über GAP ?

Gruß k-9
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GAP Portfolio

Beitragvon Quisi5 » 16.02.2011 09:52

Klaus Burkhardts gibt's ne ganze Menge. Der GAP-Mann lebt in Usingen bei Frankfurt, nicht in Hannover.
Unten angehängt ist der Artikel aus der Wirtschaftswoche über GAP.
Hier ist auch der Link zu dem ganzen Vermögensverwalterartikel aus der WiWo
Dateianhänge
GAP Portfolio - Wirtschaftswoche.pdf
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Beitragvon schneller euro » 16.02.2011 10:06

GAP Portfolio UI (A0M130)
Zitat aus dem Wiwo-Artikel vom 16.2.11: "...in dem Einfamilienhaus aus den 80er Jahren ein Ein-Mann-Betrieb namens GAP Gesellschaft für Anlageplanung und Vermögensverwaltung mehr als 100 Millionen Euro Vermögen anlegt...klickt sich Burkhart täglich unermüdlich durch die Datensätze der rund 100 Einzeltitel im Fonds: Aktien, bei denen er Trendbrüche anhand des Kurvenverlaufs entdeckt, fliegen raus aus dem Portfolio. Seine Kunst besteht darin, den Bruch von einer vorübergehenden Konsolidierung des Kurses zu unterscheiden, die dann doch wieder in Kursgewinne übergehen kann....Allerdings betrachtet er den aktuellen Aktienboom mit etwas Unbehagen. Viele Anleger sitzen auf Gewinnen, die sie jederzeit realisieren könnten. Seine Aktienquote von 85 Prozent will er zurückfahren. Anlegern rät er flexibel zu bleiben...."

...

Der in dem WiWo-Artikel über Vermögensverwalter ausführlich porträtrierte Peter Dreide wurde hier im Forum auch schon des öfteren erwähnt -> Stichwort 4Q-Value, 978199, 4Q-Income, "Smart Grid" usw.
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Re: GAP Portfolio

Beitragvon k9 » 16.02.2011 11:33

Quisi5 hat geschrieben:Klaus Burkhardts gibt's ne ganze Menge. Der GAP-Mann lebt in Usingen bei Frankfurt, nicht in Hannover.
.....


Nun, Quisi5, da hast du mich aber kalt erwischt ......
lasst uns schnell den Mantel des Schweigens über
diesen Faux-Pas decken.

leicht irrittiert

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Beitragvon FinanzHai » 17.02.2011 11:39

schneller euro hat geschrieben:GAP Portfolio UI (A0M130)
Zitat aus dem Wiwo-Artikel vom 16.2.11: "...in dem Einfamilienhaus aus den 80er Jahren ein Ein-Mann-Betrieb namens GAP Gesellschaft für Anlageplanung und Vermögensverwaltung mehr als 100 Millionen Euro Vermögen anlegt...klickt sich Burkhart täglich unermüdlich durch die Datensätze der rund 100 Einzeltitel im Fonds:...."


Was passiert, wenn der Ein-Mann-Betrieb krank wird? Klickt sich dann die Gattin durch hunderte von Charts? Oder die Reinigungsfachkraft??
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Beitragvon Quisi5 » 18.02.2011 09:12

FinanzHai hat geschrieben:
schneller euro hat geschrieben:GAP Portfolio UI (A0M130)
Zitat aus dem Wiwo-Artikel vom 16.2.11: "...in dem Einfamilienhaus aus den 80er Jahren ein Ein-Mann-Betrieb namens GAP Gesellschaft für Anlageplanung und Vermögensverwaltung mehr als 100 Millionen Euro Vermögen anlegt...klickt sich Burkhart täglich unermüdlich durch die Datensätze der rund 100 Einzeltitel im Fonds:...."


Was passiert, wenn der Ein-Mann-Betrieb krank wird? Klickt sich dann die Gattin durch hunderte von Charts? Oder die Reinigungsfachkraft??


Dieser sehr gültige Hinweis gilt für (fast) alle Fondsboutiquen
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Beitragvon Midafo » 19.02.2011 00:09

Hier noch mal ein paar Infos zum GAP Portfolio UI:

- Aktienquote zwischen 30% und ca. 80%
- daneben Renten und Cash (bis max. 50%)
- immer mehr als 100 Werte im Portfolio (mit einer max. Gewichtung von 1,5%)
- substanzhaltige Titel
- Umschlagsrate bei ca. 10%
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Bantleon Opportunities - Performance P-Tranchen

Beitragvon Dominik Runkel » 23.02.2011 12:04

FinanzHai hat geschrieben:die Tranchen für Privatanleger (1,9% Verwaltungsk. p.a.) wurden zum 1.9.2010 aufgelegt

mal abwarten ob diese Tranchen für Privatanl. auch die superioren Ergebnisse der anderen erreichen werden


Die P-Tranchen von Bantleon Opportunities werden ebenso gemanagt wie die I-Tranchen. Der Unterschied besteht nur in der Verwaltungsvergütung, zu der keine Performance-Fee hinzukommt. Das bedeutet, dass die Performance nur um die etwas höhere Verwaltungsvergütung gemindert wird. Bantleon hat die Managementstrategie Opportunities übrigens in den Jahren 2006 und 2007 bereits im eigenen Handelsbuch gehabt und dabei eine nachweisbare Performance (BVI-Methode) von 4 und 7 % (S-Variante) sowie 8 und 10 % (L-Variante) erzielt - und das bei geringer Volatilität.

Weitere Fragen beantworte ich gerne: kommunikation@bantleon.com

Dominik Runkel, Leiter Unternehmenskommunikation, Bantleon
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ich habe bis jetzt wenig gepostet
 
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Re: Bantleon Opportunities - Performance P-Tranchen

Beitragvon k9 » 23.02.2011 12:20

Dominik Runkel hat geschrieben:......


Interessante Seite im Anhang - Danke.

Gruß k-9
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Beitragvon Papstfan » 28.02.2011 16:47

KILLminusNEUN hat geschrieben: am 8.4.2010 :
In einem Update im aktuellen DFA wird die bisherige Entwicklung des
MULTI STRUCTURE FUND – PERIPLUS (WKN A0RDSU)gewürdigt:

Zitat DFA:
".... Seit der Auflage im Januar 2009 konnte
der Fonds 23% zulegen und damit seinen
Vergleichsindex DJ EURO STOXX 50 um
8% schlagen. Allerdings waren auch die Ausschläge
beachtlich. So mussten Investoren
in diesem Jahr zwischen Mitte Januar und
Mitte Februar einen Rückgang von fast
18% verkraften. Zwar ist dieser Rücksetzer
schon fast vollständig wieder ausgeglichen,
dennoch dürfte es den Anlegern den Schweiß
auf die Stirn getrieben haben. ....."


Nach dem Motto "Entscheidend ist was hinten rauskommt" zeigt man sich
zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen.

Mir persönlich ist die Zick-Zack-Performance dann doch etwas zu lebhaft,
ähnlich wie bei den HWB-Produkten, weshalb der Fonds für mich zunächst einmal
abgehakt ist.

Gruß k-9



Jetzt konnte man im neuesten D.F.A. 4 von 2011 lesen, dass seit dem 1.10.2010 der MSF-PERIPLUS von Greiff verwaltet wuerde und demnaechst in
Greiff Special Value umbenannt werden soll
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Beitragvon k9 » 28.02.2011 19:53

Papstfan hat geschrieben:
Jetzt konnte man im neuesten D.F.A. 4 von 2011 lesen, dass seit dem 1.10.2010 der MSF-PERIPLUS von Greiff verwaltet wuerde und demnaechst in
Greiff Special Value umbenannt werden soll


Ja, habe ich auch gelesen.
Der Fonds in seiner alten Ausgestaltung hat sich als mittlere Katastrophe
erwiesen - mitsamt Management und Berater.
Das Konzept hatte mich damals interessiert, den DFA wohl auch. Nun,
irren kommt vor, wenn auch selten so gründlich.
Was übrig bleibt, ist eine Art Mantel (um ein Begriff aus der Aktien-
Terminologie zu gebrauchen), den man bei Greiff nun neu zu füllen
gedenkt.
Hoffen wir das Beste und drücken die Daumen, dass da wieder bessere
Zeiten kommen mögen.

Gruß k-9
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Re: Ethna-Fonds, Update vom 9.2.10

Beitragvon der Almödi » 08.03.2011 15:21

schneller euro hat geschrieben:Aufgelegt zum 10.11.09:
Ethna-GLOBAL Dynamisch -A- (A0YBKY)
Ethna-GLOBAL Dynamisch -T- (A0YBKZ)

Bericht bei fondsweb

Zertifikate auf Edelmetalle und Rohstoffe sind möglich. Ob auch Short-Etf´s oder Short-Zert. erworben werden dürfen, wird leider nicht erwähnt. Falls nein, so ist die ziemlich starre Aktienquote von 30-70% natürlich ungünstig.

Gem. DFA 1/09 liegt das Performanceziel beim Ethna Dynamisch bei über 10% p.a. und das Volaziel bei max. 10%. Im Gegensatz zum Ethna Aktiv hat der neue Fonds nicht seinen Schwerpunkt in Europa, sondern kann weltweit investieren (Expertise von Pesarini?).
Factsheets


Diese Fragen (Shortposit. und Expertise globale Aktien) sind in der Zeit geklärt worden?
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Re: Ethna-Fonds, Update vom 9.2.10

Beitragvon Kato » 08.03.2011 15:25

entscheidend ist die performance und nicht wo er ueberall investieren darf, und die perf. stimmt , insbesondere auch im ethna global, dazu kommt noch die vola, die seinesgleichen sucht,

kato
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Re: Ethna-Fonds, Update vom 9.2.10

Beitragvon k9 » 08.03.2011 15:43

Kato hat geschrieben:entscheidend ist die performance und nicht wo er ueberall investieren darf, und die perf. stimmt , insbesondere auch im ethna global, dazu kommt noch die vola, die seinesgleichen sucht,

kato


Richtig !
Der Fonds läuft seit einiger Zeit hervorragend - nicht verpassen !

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Ethna-Fonds, Update vom 26.7.10

Beitragvon schneller euro » 08.03.2011 16:28

der Almödi hat geschrieben:Ethna-GLOBAL Dynamisch -A- (A0YBKY)
Ethna-GLOBAL Dynamisch -T- (A0YBKZ)
Diese Fragen (Shortposit. und Expertise globale Aktien) sind in der Zeit geklärt worden?


Die Frage in Bezug auf die Expertise scheint nicht mehr ganz so wichtig zu sein. Denn gem. aktuellem Factsheetwar der "Offensiv" zuletzt fast(?) ausschließlich in europ. Aktien investiert. Zudem wird im Produktflyer auf der Ethna-Website als Benchmark angegeben: "30% IBOXX Total Return & 70% MSCI Europe"

In punkto Aktienquote und möglicher Short-Pos. wird im VK-Prospekt erwähnt: "...Der Anteil an Aktien, Aktienfonds und aktienähnlichen Wertpapieren wird grundsätzlich bei mindestens 30% und maximal bei insgesamt 70 % des Netto-Fondsvermögens liegen ... Des Weiteren können sonstige Techniken und Instrumente inklusive aller Derivate zu Anlage- und Absicherungszwecken eingesetzt werden ..."

In punkto Sharpe-Ratio ist der Ethna Off. gem. Aaltozwar auf 1-Jahres-Basis ganz gut dabei, aber doch nicht ganz TOP. Allerdings ist bei den Wettbewerbern auch Diverses zu beachten (Winbonds erst seit Herbst 2010 AUCH in Aktien investiert, Datini siehe hiesigen Thread usw, usw.)

Chartvergleich 1 Jahrder 3 Ethna-Fonds mit einigen Konkurrenten aus der Aalto-Kategorie "Gemischter Fonds International Flexibel", welche in punkto Vola halbwegs in der gleiche Liga wie der Ethna Offensiv spielen:
- Acatis Gane (A0X754)
- LuxTopic Cosmopolitan (A0BLYJ)
- Assets Special UI (A0Q8A5)
- Antea Strategie II (A0NJGV, als einziger bisher hier im Board noch nicht erwähnt worden)
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Re: Ethna-Fonds, Update vom 26.7.10

Beitragvon k9 » 09.03.2011 07:21

schneller euro hat geschrieben:In punkto Sharpe-Ratio ist der Ethna Off. ...... zwar auf 1-Jahres-Basis ganz gut dabei, aber doch nicht ganz TOP.


Der Chartvergleich auf 6- und noch deutlicher auf 3-Monatssicht zeigt,
dass der "Dynamisch" nach Anlaufschwierigkeiten immer besser in Fahrt
kommt - aber auch eine nicht zu übersehende Vola, die natürlich den
Sharp-Ratio-Wert entsprechend beeinflusst.

Gruß k-9
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Beitragvon BOERSEN-RAMBO » 18.03.2011 09:38

schneller euro hat geschrieben:GAP Portfolio UI (A0M130)
Zitat aus dem Wiwo-Artikel vom 16.2.11: "...in dem Einfamilienhaus aus den 80er Jahren ein Ein-Mann-Betrieb namens GAP Gesellschaft für Anlageplanung und Vermögensverwaltung mehr als 100 Millionen Euro Vermögen anlegt...klickt sich Burkhart täglich unermüdlich durch die Datensätze der rund 100 Einzeltitel im Fonds: Aktien, bei denen er Trendbrüche anhand des Kurvenverlaufs entdeckt, fliegen raus aus dem Portfolio. Seine Kunst besteht darin, den Bruch von einer vorübergehenden Konsolidierung des Kurses zu unterscheiden, die dann doch wieder in Kursgewinne übergehen kann....Allerdings betrachtet er den aktuellen Aktienboom mit etwas Unbehagen. Viele Anleger sitzen auf Gewinnen, die sie jederzeit realisieren könnten. Seine Aktienquote von 85 Prozent will er zurückfahren. Anlegern rät er flexibel zu bleiben...."


News aus dem WorldWideWeb zu Fondsmanager Klaus Burkhart:
fnpvermeldet : Stammtisch "Schwarze Stunde"....Höhepunkt des alljährlichen Schlappenappells in der Schwarzen Stunde ist die Aufnahme neuer Stammtischbrüder. Gleich vier Hospitanten wurden in den Usinger Traditionsstammtisch aufgenommen............ Da gab es vorwiegend nur Gutes zu berichten, sodass bedenkenlos Hans Jochen Schulz, Klaus Burkhart.......als Schwarze Brüder aufgenommen wurden. .....
und framan.deberichtet: Winterwanderung der Tcs, treffpunkt Parkplatz vor der Tennisanlage ........Anmeldung bei Elisabeth & Klaus Burkhart ......

MEINE TIPPS an den Fondsmanager des GAP Portfolio UI (A0M130) mit fast 100 Mille Euronen Volumen:
1) bauen Sie Ihr Einfamilienhaus aus
2) stellen sie ein:
a) Pressesprecher und PR-Manager
b) Sekretärin
c) Co-Fondsmanager und Chartexperten
d) Webdesigner für Ihre Homepage
Und Gott fragte die Steine : "Wollt Ihr PANZERGRENADIERE werden ?"
Aber die Steine antworteten : "Nein Herr, wir sind nicht hart genug !"
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 09.04.2011 13:22

Jetzt kommt der ARTY, ISIN FR0010611293 :
Arty = Absolute Return Total Yield, aufg. Ende Mai 08
das Investm. :
" ... “. Das Portfolio besteht aus Unternehmensanleihen und Aktien – beides aus Europa. Fondsmanager Olivier de Berranger darf die Aktienquote zwischen 0 und 50 Prozent frei bestimmen. Derzeit liegt sie bei 36 Prozent. Sonst nichts. Keine Derivate, keine Rohstoffe, kein Schnickschnack. Und auch keine Staatsanleihen.
.....seit Ende Mai 2008. Seitdem hat er um 22,2 Prozent zugelegt....... RexP brachte in derselben Zeit 15,5 Prozent, der Dax liegt noch mit 0,8 Prozent im Minus (Stand: 31. März 2011). ....."
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Beitragvon lloyd bankfein » 12.06.2011 16:37

schneller euro hat geschrieben:Focus-Money hat in den letzten Monaten mehrfach die Vorzüge der
"best-of-two-Strategy" thematisiert, u.a. in diesem Artikel:
"... Die Best-of-Two-Taktik minimiert Risiken und nimmt Gewinne mit
... Für Skeptiker hört es sich zu verführerisch an – die Eier legende Wollmilchsau auf dem Börsenparkett, also ein Ding der Unmöglichkeit. Zumal die Strategie vom Ansatz her verspricht, die Zeit zurückzudrehen und am Ende eines bestimmten Zeitraums dem Anleger zu erlauben, in die erfolgreichere von zwei vorab definierten Anlagekategorien zu wechseln.

Von Nobelpreisträgern inspiriert. Tatsächlich funktioniert das Prinzip „Best of Two“, es kann sogar auf einen hochseriösen wissenschaftlichen Hintergrund verweisen, das mit dem Nobelpreis ausgezeichnete mathematische Modell zur Bewertung von Finanzoptionen von Fischer Black und Myron Scholes. Dieses wurde 1978 von William Margrabe für die Bewertung von Austauschoptionen weiterentwickelt.

In Deutschland verfeinerten Hubert Dichtl und Christian Schlenger die Formel zur Bestof-Two-Strategie. Dabei ist der Austausch zwischen zwei Anlageklassen nach beiden Seiten möglich. Über solche Austauschoptionen kann der Investor während eines Kalenderjahrs regelmäßig rückwirkend in die jeweils bessere Klasse investieren. In der Praxis eignen sich dafür am besten Aktien und Anleihen. Auf der einen Seite ist man so in guten Börsenzeiten durch die spekulativere Aktienkomponente dabei, in schwächeren Marktphasen bringen Anleihen sichere Zinszahlungen. Von der Rendite abziehen muss der Investor die Kosten für die Austauschoptionen.

Feste Regeln statt Prognosen. Zu Anfang des Jahrtausends erkannten institutionelle Investoren die Chancen einer Strategie der nachträglichen Auswahl. Das Problem, dass man bis heute in der Finanzwelt keine Austauschoptionen kaufen kann, löste man dadurch, dass man sie selbst berechnet und nachbildet. Das Bankhaus Donner & Reuschel ließ sich sogar die Namensrechte an Bestof-Two sichern, entwickelte einen eigenen Publikumsfonds und brachte ihn 2005 unter dem Namen Optimix auf den Markt. Noch schneller war die Raiffeisenbank Kleinwalsertal mit ihrem Walser-Fonds 2004. Sie ließ sich, wie auch das Bankhaus Merck Finck und jüngst die Deutsche Bank, von Dichtl und Schlengers Firma Alpha Portfolio Advisors beraten. Alle Fonds beruhen auf ähnlichen Grundsätzen: Es gibt kein aktives Management, das auf der Grundlage von Prognosen handelt. Es gibt auch keine fundamentalen Marktanalysen oder individuelles Stock-Picking. Stattdessen erfolgt eine prognosefreie Steuerung des Fonds, und das Management ist an strikte Regeln beim Umschichten zwischen dem Aktien- und Anleihenanteil gebunden. Zum Jahresanfang startet man mit einem festen Anteil von 50 Prozent Aktien und 50 Prozent Anleihen, dann wird – meist zum Monatsende – umgeschichtet.

10,7 Prozent Rendite pro Jahr. Mittlerweile kann man feststellen: Die Methode hat sich nicht nur in der Theorie, sondern sowohl im mehrjährigen Praxistest wie auch im Blick auf mehrere Jahrzehnte gut bewährt. Das zeigt die Rückberechnung, die der Münchner Indexanbieter Grenbell Advisors bis 1989 erstellt hat ... Danach schaffte der Anleger mit einem reinen Aktiendepot im Euro-Stoxx-50 seither eine Rendite von 432 Prozent, jährlich im Schnitt 8,1 Prozent. Eine dynamische monatliche Anpassung nach der Bestof-Two-Methode hätte dem Anleger jedoch ein Gesamtplus von 790 Prozent gebracht, und damit einen durchschnittlichen Gewinn von 10,7 Prozent im Jahr – alles bereits nach Abzug der Transaktionskosten. Eine noch längere Betrachtungsweise für den Fonds Walser Portfolio German Select von Januar 1973 bis Dezember 2009 bestätigt die Methode mit exakt 10,0 Prozent Gewinn pro Jahr.

Dynamisch statt statisch. Die besondere Stärke des Verfahrens zeigt sich in Jahren, in denen es zumindest bei einer der beiden Anlagekategorien – Aktien oder Anleihen – einen klaren Trend gibt. 1999 war so ein Jahr (siehe Grafik S. 30 unten rechts): Die Aktienmärkte boomten, der Euro-Stoxx-50 legte um 48,6 Prozent zu. Mit Anleihen war dagegen nichts zu holen: Fünfjährige deutsche Staatsanleihen brachten übers Jahr hinweg ein Minus von 1,6 Prozent. Hätte man beide Anlageklassen einfach fifty-fifty gekauft, so wäre man mit einem Plus von 21,8 Prozent nicht schlecht gefahren. Doch mit der Best-of-Two-Strategie hätte man 36,5 Prozent verdient – weniger als mit einer 100-Prozent-Aktienquote, aber deutlich mehr als mit einem Halbe-halbe-Depot.

Gewinne mitnehmen, das ist die eine Seite. Doch die Bestof-Two-Idee zeigt ihre Vorzüge ganz besonders auch bei starken Abwärtstrends in einer der beiden Anlagekategorien. Zum Beispiel im Jahr 2002, als der Euro-Stoxx50-Markt um 36,1 Prozent nach unten rauschte. Fünfjährige Staatsanleihen aus Deutschland brachten dagegen einen Gewinn von neun Prozent. Hätte der Investor sein Depot monatlich neu auf ein rein statisches 50 : 50-Verhältnis gebracht, so hätte er sich am Jahresende über ein Minus von 15,5 Prozent ärgern müssen. Ganz anders mit der dynamischen Anpassung nach Best-of-Two: Lediglich um 3,9 Prozent wäre das Depot geschrumpft.

Noch beeindruckender war die Bilanz im Jahr 2008. Im Katastrophenjahr für Aktien lösten sich im reinen Euro-Stoxx-50-Aktiendepot 42,4 Prozent des Vermögens in Luft auf. Wer nur fünfjährige deutsche Staatsanleihen hatte, durfte sich dagegen über einen Zuwachs von 11,6 Prozent freuen. Freunde des statischen Mischdepots hatten dagegen keine Freude, denn bei ihnen stand vor der Bilanz von 18,7 Prozent ein Minuszeichen. Eine dynamische monatliche Anpassung nach der Best-of-Two-Methode zeigte am Jahresende dagegen einen beinahe unveränderten Stand von minus 0,4 Prozent.

Keine Wunderformel. Die Beispiele zeigen: Eine Wunderformel, die jedes Jahr Rendite produziert, ist die Methode nicht. Verluste kann der Anleger auch mit Bestof-Two einfahren, sie sind in der Regel aber geringer als mit reinen Aktien-, Renten- oder statischen Mischdepots. Am schwächsten ist Best-of-Two, wenn Aktien und Renten schlecht laufen und es in beiden Anlageklassen keinen klaren Trend gibt, dem das Modell folgen könnte. So machte man 1994 nur mit Euro-Stoxx-50-Aktien ein Minus von 5,0 Prozent. Wer nur deutsche Staatsanleihen hielt, fuhr ein Minus von 2,5 Prozent ein, wer konstant mischte, eines von 3,6 Prozent. Die dynamische Anpassung wurde dagegen mit einer Negativrendite von 6,5 Prozent zu einem Worst-of-Two, zum Schlechtesten aus beiden.

Trotz ähnlicher Vorgehensweise liegen die Ergebnisse der dynamischen Fonds weit auseinander. Das erklärt sich daraus, dass sie in durchaus unterschiedliche Aktien- und Anleihenkategorien investieren und auch verschieden hohe Aktien- und Rentenanteile halten (siehe Tabelle). So ist der Merck-Fonds zu 82 Prozent in Rentenpapieren investiert, darunter auch riskantere spanische Anleihen. Der Donner-Fonds legt auch weltweit an, schichtet öfter um und greift auch mal ein ...

Die Margrabe-Rendite:
Die Austauschoption bringt das Maximum des Ertrags aus den Anlageklassen Aktien (A) und Bonds (B): MAX (A,B). Für sie muss man einen Preis bezahlen: die Optionsprämie (P). Dazu hat William Margrabe 1978 seine Formel zur Bewertung von Austauschoptionen veröffentlicht. Das Ergebnis ist stark von der Volatilität der Anlagen und deren Korrelation abhängig und muss vom höheren Ertrag abgezogen werden. Am Ende ist das Vermögen (V) dann: V=(100%-P) x MAX(A,B) Wir nehmen an, dass sich für 2009 eine Prämie von zehn Prozent für die Austauschoption ergibt. Bei einem Plus von 25,6 Prozent im Euro-Stoxx-50 ergäbe sich also: 90 Prozent mal 25,6 oder: 0,90 x 125,6 – 100 = 13,04. Nach Kosten bleibt eine Rendite von 13,04 Prozent.

Walser Portfolio German Select LU0181454132 02.01.2004 thesaurierend Dax/40 REXP/60
HI Bankhaus Donner Optimix DE0005321301 24.10.2005 thesaurierend Euro-St.-50/Dax*/68 REXP/31
Merck Finck Vario Akt. Rent. UI Ant.l. A DE000A0EQ5Q6
Metzler Torero Multiasset DE000A0JLWU8 03.07.2006 thesaurierend Euro-Stoxx-50/13 Euro-Land/87
db PM Comfort-PRO Deutschland LU0425202842 13.07.2009 ausschüttend
Grenbell Strat. XOP Best of Euroland AT0000A0HPF2 01.06.2010 ausschüttend Euro-Stoxx-50/33 Dt. Staatsanl.***/67 1,69
...
Vor gut fünf Jahren brachte die Raiffeisenbank Kleinwalsertal mit dem Walser Portfolio German Select den ersten Fonds auf den Markt, der nach dem Best-of-Two-Prinzip arbeitet. Er ist bis heute der beste Fonds dieser Klasse und mehrfach ausgezeichnet. Der Metzler-Fonds besitzt eine Wertsicherungskomponente. Diese höhere Sicherheit kostet allerdings Rendite. Seit November ist die Deutsche Bank aktiv, neu ist der Fonds von Grenbell, der bisher nur in Österreich zugelassen ist ..."

Chart 5 Jahrevon Seite 5 dieses Threads erweitert um den Walser und (der Einfachheit halber) auch um den DACH-fonds HI Donner Optimix

Chart 4 Jahrebegrenzt auf Walser Portfolio German Select (A0BKM9), HI Donner Optimix (532130), Metzler Torero Multiasset (A0JLWU)
-> klare Vorteile für den Walser

Aus dem Jahresbericht zum 30.4.2010 bei HSBC-TUB
"...Der WALSER PORTFOLIO GERMAN SELECT ist ein dynamischer Allokationsfonds, der nach dem sogenannten
„Best-of-Two“-Modell gesteuert wird. Dieses Modell repliziert eine Austauschoption, wobei der Beobachtungszeitraum ein
Kalenderjahr ist und am Anfang jedes Jahres die Startallokation mit jeweils 50% deutschen Aktien und 50% deutschen Anleihen
beginnt. Im Jahresverlauf wird gemäß dem Modell in die jeweils besser laufende Asset-Klasse umgeschichtet, wobei am Jahresende
wieder die 50:50-Allokation hergestellt wird.
Der WALSER PORTFOLIO GERMAN SELECT hat sich seit Lancierung Anfang 2004 zum mittlerweile volumenstärksten Fonds in
der WALSER PORTFOLIO-Serie entwickelt. Lag zum Anfang des Berichtszeitpunkts (1. Mai 2009) das Fondsvolumen noch bei
EUR 88,4 Mio., so ist das Volumen zum 30. April 2010 auf mittlerweile EUR 132,2 Mio. angestiegen. Aufgrund der sowohl
kurzfristigen als auch langfristig seit Emission sehr ansprechenden Wertentwicklung konnten mittlerweile auch vermehrt externe
Investoren/Dachfondsmanager für diesen Fonds gewonnen werden.
Aufgrund der strikten Umsetzung des Fonds nach dem dynamischen Allokationsmodell wird der Fonds prognosefrei geführt. Dies
bedeutet, dass die jeweiligen vom Modell vorgegebenen Allokationsquoten passiv und effizient vom Fondsmanagement umgesetzt
werden. Die vor allem im Jahr 2009 frühzeitige und sukzessive Erhöhung der Aktienquote und die modellgemäß aliquote
Untergewichtung von deutschen Staatsanleihen hat dem Fonds geholfen, die stürmische Zeit an den Kapitalmärkten unbeschadet zu
überstehen und das Kapital zu vermehren
In Summe konnte der WALSER PORTFOLIO GERMAN SELECT im Berichtszeitraum vom 1. Mai 2009 bis 30. April 2010 eine
positive Wertentwicklung von 12,93% erzielen. Im gleichen Zeitraum haben deutsche Aktien ein Ergebnis von 28,65% und deutsche
Anleihen eine Performance von 5,67% vorzuweisen. Diese guten Ergebnisse führten dazu, dass der WALSER PORTFOLIO
GERMAN SELECT den Lipper Award 2010 für Deutschland („Mixed Asset EUR Flexible – Eurozone“, Zeitraum 3 Jahre)
wiederholt gewonnen hat...."
Gem. den (Halb)jahresberichten bei HSBC-TUB war die Asset Allocation
zum 31.10.09: Aktien (Dax-Werte, Zertifikate, ETFs): 72%, Anleihen 23%, Cash 5%
zum 30.04.10: Aktien (Dax-Werte, Zertifikate, ETFs): 72%, Anleihen 17%, Cash 11%

In Anbetracht der Zielsetzung des Walser: "Die Strategie des WALSER Portfolio German Select, welche auf dem "Best-of-Two"-Ansatz basiert, weist über den 30-jährigen Untersuchungszeitraum (1973 - 2002) ein deutlich niedrigeres Verlust- bzw. Ausfallrisiko auf als der DAX oder eine fixe 50:50-Allokation. Der Vorteil der Strategie zeigt sich einerseits bei dynamisch steigenden Aktienmärkten durch eine hohe Partizipation an der Aufwärtsbewegung und andererseits bei stark fallenden Aktienmärkten durch eine deutliche Verlustbegrenzung."
ein Vergleich mit 2 Produkten mit völlig anderem Ansatz, aber ähnlicher Zielsetzung:
Chartvergleich 2 Jahremit LBBW Rolling Discount (LBW6KG) und FPM Top 25S (515254)
und mit den gleichen Produkten der Chartvergleich 1,5 Jahre


Grenbell Strategy XOP Best of Euroland
Mischfonds Euroland, ausschüttend
Wkn A1CUHB
ISIN AT0000A0HPF2
finanzen.net
http://www.grenbell.de/fonds.htm
"Die Grundidee des dynamischen XOP-Konzepts
besteht darin, in jedem Kalenderjahr
eine Performance zu erwirtschaften, die der
Wertentwicklung der besseren Anlageklasse
(Aktien oder Renten) abzüglich der Strategie-
und Transaktionskosten entspricht.

Den theoretischen Rahmen für das Anlagekonzept
schufen in den 70er Jahren Fischer Black, Myron
Scholes und Robert Merton – die hierfür
mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet
wurden – sowie William Margrabe, der eine
Formel zur Bewertung von Austauschoptionen
entwickelt hat.
Zur Umsetzung des Anlagekonzepts wird
zum Ende eines Kalenderjahres mit einer
neutralen 50:50-Allokation gestartet. Während
des Jahresverlaufs werden die Allokationsquoten
monatlich angepasst, wobei 0,2%
Transaktionskosten für den Aktienmarkt und
0,1% für den Rentenmarkt berücksichtigt
werden. Die Aktien- und Rentenquote addiert
sich stets zu 100%.
Performancebetrachtungen
Das Balanced-Portfolio lieferte über den
Zehnjahreszeitraum eine Rendite von 17,6%
(1,6% p.a.). Während des gleichen Zeitraums
erwirtschaftete das dynamische Grenbell
XOP-Konzept eine Rendite von 68,6% (5,4%
p.a.) und damit einen deutlichen Mehrwert
zur 50:50-Allokation von 51,0% (3,8% p.a.).
Dabei ist die Sicherheitsorientierung hervorzuheben.
Die maximalen Kalenderjahresverluste
unterscheiden sich erheblich: Das
Balanced-Portfolio büßte 18,8% an Wert ein,
während die dynamische Allokation lediglich
5,5% an Wert verlor.
Dynamische Asset Allocation als zentraler Erfolgsfaktor
Die gezeigten Zusammenhänge und Entwicklungen
bestätigen einmal mehr die
zentrale Bedeutung der dynamischen Asset
Allocation als entscheidendem Erfolgsfaktor
in der mittel- bis langfristigen Kapitalanlage.
Bei rein statischer Herangehensweise ist mit
zufriedenstellender Performance zu rechnen."
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Beitragvon schneller euro » 16.06.2011 08:11

Mehrseitiger Artikel im Manager-Magazinzu Misch- und Dachfonds
Zitat zum FI Alpha Global (974512): "...Das Fondsmanagement hat DJE-Gründer Jens Ehrhardt an Eberhard Weinberger abgegeben, der gut arbeitet. Störend beim FI Alpha: hohe Gebühren. Weniger teuer ist der DJE-Fonds LuxTopic Cosmopolitan...." (= A0BLYJ)
"...Prinzip der Mischfonds heißt „making more by losing less“. Es ist auch der Wahlspruch des US-Anbieters First Eagle. Sein Fonds, in Europa bei der französischen Gesellschaft Amundi erhältlich, hat in den vergangenen zehn Jahren ebenso wie Carmignac Patrimoine das Kundengeld verdoppelt. Trotzdem taucht der Amundi International in der Feri-Rangliste nicht auf, weil er offiziell als Aktienfonds geführt wird, obwohl er wie ein aktienlastiger Mischfonds agiert. Der Kopf hinter First Eagle, Jean-Marie Eveillard (71), verfolgt jedoch einen anderen Ansatz als Carmignac. Für die Risikoanalyse schaut er nicht auf Konjunkturdaten, Staatsschulden oder Banken-zusammenbrüche. Sein Sensor für die Gefahren des Marktes sind die einzelnen Unternehmen. „Wenn wir nicht genug günstige Aktien finden, kaufen wir stattdessen Unternehmensanleihen und vor allem Gold“, sagt Eveillard. Denn der Goldpreis steigt, wenn es irgendwo auf der Welt eine rise gibt und die Börsen abstürzen. Eveillard setzt nicht auf Trends oder Wachstumsziele, sondern orientiert sich am langfristigen Wert des bestehenden Geschäftsmodells, ähnlich wie US-Investmentlegende Warren Buffett...."
-> Beitrag imT.I.-Thread"Aktienfonds Global" zum Amund (SocGen) International (635297)
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 21.06.2011 08:47

The Ghost of Elvis hat geschrieben:Jetzt kommt der ARTY, ISIN FR0010611293 :
Arty = Absolute Return Total Yield, aufg. Ende Mai 08
das Investm. :
" ... “. Das Portfolio besteht aus Unternehmensanleihen und Aktien – beides aus Europa. Fondsmanager Olivier de Berranger darf die Aktienquote zwischen 0 und 50 Prozent frei bestimmen. Derzeit liegt sie bei 36 Prozent. Sonst nichts. Keine Derivate, keine Rohstoffe, kein Schnickschnack. Und auch keine Staatsanleihen.
.....seit Ende Mai 2008. Seitdem hat er um 22,2 Prozent zugelegt....... RexP brachte in derselben Zeit 15,5 Prozent, der Dax liegt noch mit 0,8 Prozent im Minus (Stand: 31. März 2011). ....."



ARTY erzielt seit seiner Auflegung vor drei Jahren eine annualisierte Wertentwicklung von +7,7%.
Präsentation und Det. bei : http://www.fin-echiquier.fr/de/arty-3-ans-de/
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Beitragvon tibesti » 21.06.2011 13:41

Der neue Herdentrieb: Mischfonds



Mischfonds sollen gute Rendite mit Sicherheit verbinden. Banken sammeln mit derartigen Fonds Milliarden ein. Welche wirklich was taugen, von welchen Anleger besser die Finger lassen.


Wie Millionen Deutsche will Joachim Wittig für sein Geld vor allem eins: Sicherheit. Ein bisschen Rendite soll es aber schon sein. Und so griff der Frankfurter zu, als ihm seine Beraterin in einer Sparda-Bank den Geldmarktfonds UniOpti4 empfahl. Damals, 2006, war der Dax gerade auf dem Weg von 5000 Punkten zum Vor-Finanzkrisen-Hoch bei 8100 Punkten. Die 60 Prozent plus hat Wittig verpasst – dafür überstand er die Finanzkrise unbeschadet. Aber jetzt ist die Rendite des Fonds, in dem zu einem Drittel Papiere aus den Risikostaaten Spanien, Italien und Irland stecken, unattraktiv. 2010 brachte er nur 0,5 Prozent plus. Ein schlechtes Geschäft für Anleger, ein gutes für Union Investment, die für das Management des Fonds trotzdem 0,7 Prozent gleich 66 Millionen Euro einstrich. Anleger haben mittlerweile 15 von einst 20 Milliarden Euro abgezogen. Union-Investment-Chef Hans Joachim Reinke wollte schon im vergangenen Jahr dem Ausbluten der Cashcow nicht mehr tatenlos zusehen. Seine Marketingtruppe ersann, was im Banken-Fachjargon "Vertriebsoffensive" heißt: Bankberater aus dem eigenen Lager – die Sparda-Bank gehört, wie Union Investment, zum Verbund der Volks- und Raiffeisenbanken – bekommen Empfehlungslisten, auf denen steht, welche Fonds sie jetzt massiv verkaufen sollen.

Objekt der Offensive sind diesmal Mischfonds. Deren Manager, so die Botschaft, stellen eine Mischung aus Anleihen, Aktien, Geldmarktpapieren, Immobilien und Rohstoffen zusammen. Wenn die Aktienkurse fallen, so die Idee, soll der Fonds von steigenden Anleihekursen profitieren. Knüppeln Inflationsängste Anleihen in den Keller, dürfen es dann mehr Immobilien oder gar Gold sein, die Verluste anderswo ausgleichen. Der Fondsmanager fungiert als eine Art Tausendsassa, der durch geschicktes Hin- und Herschichten dem Anleger immer einen gewissen Ertrag bringt.

So weit die Theorie. Ob die Fondsmanager das alles schaffen, ist zwar noch unklar. Klar ist aber: Die Offensive läuft. Wittigs Beraterin lud zum Gespräch in die Filiale und empfahl das PrivatFonds getaufte Union-Konstrukt. Der 44-jährige Ingenieur, der noch nie etwas von einer Vertriebsoffensive gehört hatte, unterschrieb. Alle großen Fondshäuser bewegt aktuell dieselbe Mission: Geld mit risikoscheuen Anlegern zu verdienen, die Angst vor einem Aktiencrash haben, bei Anleihen Inflationsverluste befürchten, Gold schon für zu teuer halten und sich am liebsten um nichts kümmern wollen. Die Mischfonds, seit jeher als Rundum-sorglos-Pakete verkauft, erleben als neudeutsche "Multi-Asset-Fonds" eine spektakuläre Wiedergeburt.
"Früher haben sich die Fondsmanager immer weiter spezialisiert und dem Anleger viele Einzelbausteine angeboten. Jetzt geht der Trend in Richtung Generalist mit vielen Freiheiten", umschreibt Udo Frank, Chef der Allianz-Fondstochter RCM, den Trend. Schon jetzt bemühen sich mehr als 1600 unterschiedliche Mischfonds am deutschen Markt um Anlegergeld. 7,8 Milliarden Euro flossen unterm Strich 2010 in die Portfolios, mehr als in Aktien- und Rentenfonds zusammen.

Bis Ende April 2011 kamen erneut 1,2 Milliarden Euro zusammen, während Aktienfonds nur 538 Millionen Euro einsammelten und aus Rentenfonds 3,7 Milliarden Euro abflossen. Zu den bestverkauften Mischfonds gehörten die von den großen Bankengruppen angepriesenen Portfolios. Die PrivatFonds von Union Investment zogen in einem halben Jahr rund 600 Millionen Euro Anlegergelder aus Genossenschaftsbanken an. Die Deutsche Bank brachte es bei dem db PrivatMandat Comfort PRO Deutschland-Mix bis Ende April auf Zuflüsse von 507 Millionen. Auch die Filialen der HypoVereinsbank verkaufen die HVB Vermögensdepot-Mischungen wie geschnitten Brot.
Grundsätzlich hat das Prinzip Mischfonds durchaus seine Daseinsberechtigung: "Diversifikation bei der Geldanlage ist das A und O in unsicheren Zeiten", sagt Arndt Stiegeler vom Vorstand des Finan-cial Planning Standards Board, einer Ausbildungsstätte für Finanzplaner.
Sicher: Anleger können den Job auch selbst machen. "Wer einen guten Anlageberater hat, der kann sich von ihm ein Depot aus individuell ausgesuchten Aktien- und Anleihenfonds zusammenstellen lassen. Ist das allerdings nicht dessen Stärke und hat der Anleger nicht genug Marktkenntnis, um es selbst zu machen, dann sind Mischfonds eine gute Idee", sagt Andreas Köchling, Analyst bei Feri EuroRatingServices in Bad Homburg. Doch, man ahnt es schon, nicht alle neuen Produkte, deren Markennamen nicht zufällig an Privatbankiers und exklusive Vermögensverwalter denken lassen, werden halten, was sie versprechen.

Der Ausgabeaufschlag fällt beim Kauf an. Je nach Anlagestrategie des Investmentfonds kann er relativ gering sein, bei Geldmarktfonds liegt der Satz etwa häufig bei rund ein Prozent. Er kann aber auch deutlich höher sein wie bei Aktienfonds, wo fünf Prozent keine Seltenheit sind. Dies bedeutet, dass bei einer monatlichen Sparrate von 50 Euro beim Geldmarktfonds für 49,50 Euro Anteile erworben werden, beim Aktienfonds hingegen nur für 47,61 Euro. Fondskäufer können den Ausgabeaufschlag aber reduzieren. Direktbanken oder Fondssupermärkte im Internet bieten niedrigere Sätze an oder verzichten sogar ganz auf diese Gebühr. Zu den bekanntesten Fondssupermärkten zählen beispielsweise fondssupermarkt.net, avl-investmentfonds.de und infos.com. Gute Kunden dürfen außerdem auf Sonderkonditionen bei der Hausbank hoffen. Je länger der Anleger investiert bleibt, desto weniger stark wirkt die Kaufgebühr. Wer monatlich 100 Euro in einen Sparplan mit 5 Prozent Ausgabeaufschlag einzahlt und durchschnittlich fünf Prozent Jahresrendite erzielt, steht nach drei Jahren bei 3.690 Euro. Ohne Kaufgebühren wären es 3.885 Euro. Wer zehn Jahre investiert bleibt, kommt mit dem Ausgabeaufschlag auf ein Guthaben von 14.725 Euro, ohne Gebühr wären es 15.500 Euro.

Das war auch bei den bisherigen Mischfonds nicht anders. Während die besten im Jahr 2010 rund 30 Prozent plus erzielten, schleppen andere noch immer Verluste aus dem Krisenjahr 2008 mit sich herum. Nicht nur die Rendite der Fonds klafft auseinander, sondern auch das Risiko, das die Fondsmanager in Kauf nahmen. Die Mischfondspalette reicht von sicherheitsorientierten Fonds, bei denen vor allem der Erhalt des Vermögens zählt, bis zu aktiendominierten Fonds, die 2010 die Nase vorn hatten, aber dann doch meist weniger brachten als reinrassige Aktienfonds.
Das richtige Timing finden Anleger, die hier investieren wollen, müssen nicht nur die guten, sondern auch die zu ihnen passenden Produkte finden. Letztlich gilt es, zu definieren, wie viel Risiko der Anleger tragen will und kann. Selbst gute Mischfonds rutschten in den vergangenen drei Jahren zwischenzeitlich 20 Prozent ins Minus – während die Börse allerdings um über 50 Prozent abschmierte. Mischungen mit starkem Anleihenanteil schnitten besser ab – wenn der Fondsmanager keine Fehler machte.
"Bei den traditionellen Mischfonds geht es meist darum, Aktien überzugewichten, wenn die Aktien steigen. Es kommt besonders auf das richtige Timing an", sagt Frank von RCM. Das aber klappt bei vielen einfach nicht. Längst nicht alle Experten hatten die Märkte so im Griff wie etwa das Team der DJE Investments um den Vermögensverwalter Jens Ehrhardt aus Pullach beim Fonds Gamma Concept, oder der im hessischen Usingen residierende Klaus Burkhart beim GAP Fonds UI. Deren Mischungen haben bei einem Aktiencrash nie die volle Talfahrt mitgemacht und profitierten trotzdem wieder im Boom.

Viele Fondsmanager aber sind mit der Wahlfreiheit überfordert. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz hat jüngst zusammen mit dem Institut für Vermögensaufbau (IVA) untersucht, wie Mischfonds im Vergleich zu den Indizes, an denen sie sich messen lassen, abschnitten. Das Ergebnis war deprimierend: "Nur 6,7 Prozent der Fonds konnten besser abschneiden und erzielten einen Mehrwert.
Diese Leistungsquote ist schlechter als die bei Aktien- und Rentenfonds", sagt IVA-Vorstand Andreas Beck. Besonders schlecht lief es bei flexiblen Mischfonds, die munter zwischen Anlageklassen wechseln könnten. "Viel spricht dafür, dass Manager nach Katastrophen den Aktienbestand reduzieren. Merken sie aber, dass die Weltwirtschaft davon unbeeindruckt wächst, steigen sie wieder zu höheren Kursen ein", sagt Beck. Anleger, die in einem solchen Fonds stecken, laufen immer dem Markt hinterher.
Überzogene Kosten sind, neben schlechtem Timing der Manager, der zweite Grund dafür, warum viele Produkte so schlecht abschneiden. Wer pro Jahr vier Prozent aus dem Fonds entnimmt, schmälert dadurch die Wertentwicklung über Jahre erheblich. "Selbst wenn Fondsmanager sehr viele Freiheiten haben, schaffen sie meist nicht, die zum Teil hohen Verwaltungskosten wieder einzuspielen", sagt Beck. Sehr günstige Mischfonds bringen dagegen vielfach hervorragende Ergebnisse. Grundsätzlich gilt: Traditionelle Mischungen sind häufig günstiger als Neulinge.
Der Fonds von Thomas Jökel und Jörg Warncke zählt sicher zu den Traditionalisten. Die Union-Investment-Fondsmanager bilden schon seit zehn Jahren ein Team. Wer angreift, wer verteidigt, ist klar festgelegt: Jökel ist für den Aktienteil des Mischfonds Unirak zuständig, Warncke für die Anleihen. Keiner redet dem anderen rein. So hat das Duo schon einige Krisen gemeistert und schafft immer wieder einen Mehrwert gegenüber Vergleichsindizes. Mit rund 150 einzelnen Aktien und 40 Anleihen ist das Portfolio breit gestreut. Vor allem Asien hat es Jökel angetan, allerdings ist der asiatische Anteil im Fonds mit nur 1,7 Prozent noch verschwindend gering, deutsche Aktien überwiegen. Und doch: "Ich frage mich häufiger, ob ich zusätzliche Zeit in die Analyse von amerikanischen oder europäischen Unternehmen stecken soll oder besser gleich mein Augenmerk auf Asien richte", sagt Jökel. Derzeit hält er viele südostasiatische und chinesische Aktien allerdings für zu teuer. Er wartet auf eine Krise, die ihm den Einstieg zu günstigeren Kursen ermöglicht.


Warncke setzt sowohl auf Unternehmens- als auch auf Staatsanleihen und Pfandbriefe in Euro. Wenn sich die beiden nicht ganz einig sind, wie sie das Fondsvermögen aufteilen, dann ist der Vergleichsindex der Schlichter. Ihr Mischfondsindex besteht zu 65 Prozent aus Aktien, der Rest sind Staats- und Unternehmensanleihen aus Industrieländern.
Der Unirak hat im Jahr 2008 zwar ein Viertel seines Vermögens eingebüßt, in den Jahren 2009 und 2010 aber wieder den Anschluss gefunden – und im Dreijahresvergleich immerhin ein jährliches Plus von im Schnitt 4,6 Prozent erzielen können. Damit war er deutlich besser als der Durchschnitt aller Mischfonds, die pro Jahr knapp 0,3 Prozent einbüßten. Europäische Aktienfonds verloren binnen drei Jahren im Schnitt jährlich 2,2 Prozent, und Anleger mussten hier zudem mehr als doppelt so hohe Kursschwankungen in Kauf nehmen.
Den Mischfonds-Schnitt drücken Ausreißer wie der Vermögensaufbau-Fonds HAIG. Er wird von der Flatex AG beraten. Gründer des Online-Brokers ist der Kulmbacher Börsenmedien-Verleger Bernd Förtsch. Trotz großer Flexibilität konnten die damaligen Berater das Desaster im Jahr 2008 mit 67 Prozent Verlust nicht verhindern. Der Fonds verlor fünfmal so viel wie ein Vergleichsindex, der je zur Hälfte aus Aktien und Anleihen besteht. Das disqualifiziert ihn als Investment.
Doch auch Anleihen, verzinst angelegte Tagesgelder oder Strategien von Managern, die auf fallende Kurse wetten, haben ihre Tücken. Defensive Fonds wie der Aktiv Constant Profit Global haben in der Krise geglänzt. Im Aufschwung aber läuft die Strategie des Tegernseer Vermögensverwalters Alexander Seibold nicht rund. Wer in der seit zwei Jahren anhaltenden Aktienhausse im sicheren Hafen blieb, schaut dem Börsenaufschwung hinterher.
Farmland in Neuseeland
Mit ausgelöst hat die neue Mischfonds-Welle das französische Fondshaus Carmignac. Dessen Mischfonds Patrimoine schnitt auch während der Finanzkrise gut ab. In der Folge strömten Milliarden aus Deutschland Richtung Paris, der Fonds ist 22 Milliarden Euro schwer. Über 20 Jahre schaffte er eine jährliche Rendite von 8,9 Prozent pro Jahr. Deutschlands ältester Mischfonds, der 1950 gegründete Fondra von Allianz Global Investors schaffte im selben Zeitraum im Schnitt pro Jahr 6,5 Prozent. Auch das ist ein passables Ergebnis, aber er bleibt mit 142 Millionen Euro vergleichsweise klein.
Carmignac war forscher im Umgang mit Trends wie Rohstoffen, Schwellenländern und dem Einsatz von Derivaten – und hatte Erfolg. In der aktuellen Hausse aber schwächelte der Fonds – womöglich auch, weil er zu schwerfällig geworden ist, um noch schnell umsteuern zu können. Minus vier Prozent 2011 und vergleichsweise magere sechs Prozent plus 2010 sind fast schon blamabel. Der Mainzer Finanzberater Antonio Sommese, der den Patrimoine vielen Kunden ins Depot gelegt hat, hält trotzdem an ihm fest: "Er wurde Jahrzehnte gut gesteuert, da muss man Schwächephasen verzeihen können."
Dass man es besser machen kann, beweist der FvS Multiple Opportunities vom Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch. Fondsmanager Bert Flossbach ist, anders als die Manager der großen Fondsgesellschaften, an keine hausinterne Regelung bei der Verteilung der Gelder auf Aktien und Anleihen gebunden. "Es gibt keine Ober- oder Untergrenzen für einzelne Vermögensklassen. Einzige Ausnahme ist die Grenze von 25 Prozent Anteil am Fondsvermögen bei Edelmetallen", sagt Flossbach.
Vermögensverwalter wie er sind gewöhnlich freier in den Entscheidungen, als angestellte Fondsmanager, die von ihren Chefs und Risikomanagern an der kurzen Leine gehalten werden. Selbstständige Geldverwalter suchen gewöhnlich abseits von Indizes nach Anlagechancen. Häufig investieren sie einen Großteil des eigenen Vermögens in die Fonds und sitzen mit den Anlegern im gleichen Boot.
Mehr Geld für Luxus
Flossbach will trotz der Freiheiten risikobewusst sein. Er sucht nach erfolg-versprechenden Anlagewellen. Wenn die wachsende Ober- und Mittelschicht in China mehr Geld für Luxusartikel ausgibt, hilft das den Kursen von LVMH (Moët Hennessy Louis Vuitton) und dem Uhrenhersteller Richemont. Gold hat in seinen Fonds einen Anteil von mindestens zehn Prozent. Bei den Anleihen setzt Flossbach auf Unternehmenspapiere in australischem Dollar und norwegischen Kronen, weil die Währungen nicht von einer Transferunion bedroht seien. Von Staatsanleihen hält er sich fern. Die Süd-Euro-Staaten könnten Druck auf die Europäische Zentralbank ausüben, weiter Geld in den Markt zu pumpen, um sich über eine höhere Inflation Luft zu verschaffen, sagt er. Dieses Szenario spräche für Sachwerte.
Der Vermögensverwalter Eckhard Jess von der Kieler Vermögensverwaltung Dahm & Jess sieht das ähnlich. Er hat deshalb fünf Prozent des Fondsvermögens vom D&J Alpha in Farmland in Neuseeland gesteckt. "Dadurch kann ich Inflationsschutz, Währungsdiversifikation und ökologische Aspekte miteinander verquicken", sagt Jess, der weitere fünf Prozent des Fondsvermögens in alternative Energien wie Wasserkraftwerke und Solaranlagen angelegt hat.
Wunsch nach Sicherheit sorgt für Minirenditen
Die großen Fondsanbieter der Banken finden solche exotischen Investments meist zu riskant. Sie halten mit ihren neuen Multi-Asset-Fonds dagegen. Mit modernen Instrumenten wollen sie Risiken kontrollieren und begrenzen und so stabilere Ergebnisse liefern. Die Methoden kommen bereits bei der Verwaltung großer Vermögen beispielsweise von Versicherern oder Stiftungen und Pensionsvermögen zum Einsatz, die auf stabile Erträge angewiesen sind. Jetzt halten sie Einzug in die Depots der Privatanleger.
Mit aktuellen und Vergangenheitsdaten gefütterte Computermodelle unterstützen die Fondsmanager der neuen Produkte bei der Verteilung der Fondsgelder. Die Software schreitet automatisch ein, wenn die in sie eingespeisten Parameter Fehler des Managers signalisieren. Wie viel Geld in Aktien investiert wird, hängt dann nicht mehr davon ab, ob Aktien gerade günstig oder teuer sind, sondern vor allem davon, ob der Fondsmanager sein Risikobudget noch nicht ausgeschöpft hat. Bestimmt wird dieses Budget unter anderem von den gemessenen Kursschwankungen – diese dürfen nicht stärker sein als zuvor festgelegt – und von Renditezielen, die selbst bei schlimmsten Kursbewegungen nicht verfehlt werden dürfen.
"Die Fonds passen in die Zeit, denn immer weniger Anleger können mit den zwischenzeitlich hohen Verlusten leben, die die Finanzkrise oder das Platzen der Technologieblase in den Depots hinterlassen haben", sagt Udo Frank vom Fondshaus RCM aus San Francisco.
In der Praxis erfüllen die Manager der Multi Assets ihre Vorgaben, indem sie sich aus den Derivate-Baukästen der vielfach mit ihren Häusern verbundenen Investmentbanken bedienen. So kaufen sie zum Beispiel – und das ist noch eine vergleichsweise simple Variante – günstige Puts, also Papiere, die bei Kursstürzen rasant an Wert gewinnen. Bei einem Crash würden diese Derivate das Portfolio abfedern. "Diese Sicherungen sollten Fondsmanager allerdings möglichst schon dann kaufen, wenn es noch so scheint, als bräuchte man sie nicht", sagt Frank.
Wackelt die Börse bereits, werden sie einfach zu teuer. Auf Sicht von fünf Jahren erwartet Frank, dass die neuen Portfolios die gleiche Rendite bringen wie die eher traditionelle Vermögensverteilung. "Das zwischenzeitliche Abtauchen der Kurse wird vermieden, deshalb brauchen die Fonds im Aufschwung nicht so viel aufholen."
Viele große Fondsgesellschaften rüsten jetzt auf: Die Deutsche-Bank-Tochter DWS hat Mischfonds zur "neuen Säule im Fondsmanagement" erklärt und extra ein neues Investment-Team genannt "DWS Multi-Asset" mit über 20 Mitarbeitern zusammengestellt. Hier sollen Aktien- und Anleiheexperten mit Spezialisten für Risikokontrolle zusammenarbeiten. Auch DWS-Starmanager Klaus Kaldemorgen soll künftig den Kopf für einen weiteren Mischfonds hinhalten. Schon bisher hat er seit zwei Jahren den Multi Opportunities II gelenkt. In ihm wurde allerdings überwiegend das Vermögen eines Frankfurter Unternehmens gehortet. Er stand deshalb nicht auf den Empfehlungslisten für Kunden der Deutschen Bank – obwohl er einer der besten Mischfonds der DWS war.
Finanzberater Sommese hält die Mischfonds-Euphorie für pure Kampagne. "Die Fondshäuser müssen sich fragen lassen, was sie eigentlich jahrzehntelang gemacht haben, wenn die Mischungen erst jetzt wieder auf ihrem Radar erscheinen." Die neue Welle sei geschaffen worden, um Anleger überhaupt noch irgendwie für Fonds zu begeistern.
Quelle: WiWo.de
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Beitragvon schneller euro » 24.06.2011 16:31

tibesti hat geschrieben:Finanzberater Sommese hält die Mischfonds-Euphorie für pure Kampagne. "Die Fondshäuser müssen sich fragen lassen, was sie eigentlich jahrzehntelang gemacht haben, wenn die Mischungen erst jetzt wieder auf ihrem Radar erscheinen." ...

Auch DWS-Starmanager Klaus Kaldemorgen soll künftig den Kopf für einen weiteren Mischfonds hinhalten. Schon bisher hat er seit zwei Jahren den Multi Opportunities II gelenkt. In ihm wurde allerdings überwiegend das Vermögen eines Frankfurter Unternehmens gehortet. Er stand deshalb nicht auf den Empfehlungslisten für Kunden der Deutschen Bank – obwohl er einer der besten Mischfonds der DWS war. ...


In einem Factsheet vom Juni 2010 wird als Fondsmanager des DWS Multi Opp. II (794814) Henning Potstada genannt.
Zudem ist der Fonds in punkto Performance und Sharpe-Ratio in den letzten 2 Jahren deutlich ins Hintertreffen geraten gegenüber den besten Produkten seiner Peergroup. Nachdem er vorher jahrelang zu den besten Dachfonds gehörte (siehe div. Beiträge hier im Board zum 794814)
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Beitragvon Fondsfan » 25.06.2011 11:37

Der negativen Meinung zum Mulit Opp II kann ich
mich anschließen.

Wäre es bei mir kein Altbestand mit Steuervergünstigung
hätte ich ihn längst verkauft.
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Beitragvon k9 » 26.06.2011 07:17

Ich habe mich ebenfalls bereits vor längerem von dem Fond
getrennt. Damals weniger aus Gründen mäßiger Performance,
vielmehr war mir die Informationspolitik der DWS zu unbefriedigend.

Gruß k-9
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Beitragvon lloyd bankfein » 06.07.2011 09:12

Aus dem fondsxpress 25/2011 :
Ulrich Harmssen von Fonds Select Worpswede tauscht in der kommenden Woche zwei Fonds aus. Für Carmignac Patri. und Ethna Aktiv E nimmt er auf den FVS Mutliple Opport. R und den LGT Strategy3 Years (CHF).

onvista
Anscheinend wird bei onvista die wertentwicklung autom. in Euro umgerechnet

LGT

der Fonds
WKN 964809, Portfoliomanagerin Hanna Berglund
In Schweizer Fr. ist die Wertentwicklung gar nicht mehr so beeindruckend
Aus der Persp. eines Investors aus dem Euro-Raum dient auch dieser Fonds primär einer Speku auf einen steigenden Franken. Der Fonds an sich überzeugt nicht.
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Beitragvon k9 » 06.07.2011 09:49

Die LGT-Strategy-Fonds beobachte ich seit einiger Zeit.
Es gibt die Varianten 2, 3, 4 und 5years, jeweils in USD,
EUR unnd CHF.
Da der Franken seit Beginn der EU-Schuldenkrise deutlich
zugelegt hat, erscheint die Performance der CHF-Tranchen
in entsprechend positivem Licht.
Ich finde die Reihe nicht schlecht aber auch nicht besonders
erwähnenswert.
Ein wichtiges Merkmal sehe ich darin, dass die Strategie wohl
beinhaltet, ständig einen relativ hohen Aktienanteil zu halten
(im Rahmen der jeweils vorgegebenen Möglichkeiten). Darin
wird der Vorteil gesehen, in Hausse-Zeiten von Anfang an mit
dabei zu sein - was natürlich umgekehrt spiegelbildliche Folgen
hat. Jedenfalls habe ich dies mal in einem Interview mit dem
Manager gelesen.
Je nach Marktlage tauchen die Fonds dann auch mal in den
oberen Regionen der entsprechenden PeerGroups auf.

Gruß k-9
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Beitragvon schneller euro » 09.07.2011 11:54

Comdirect-Newsletteru.a. zu den neuerdings auch in D. vertriebenen DNCA-Fonds

Zitat: "...DNCA Invest Eurose A (WKN A0MMD3) enthält neben einem Schwerpunkt in Rentenpapieren maximal 35 Prozent Aktien, aktuell ist er jedoch nur mit knapp 20 Prozent in Aktien investiert. Durch die Finanzkrise brachte Meriaux seinen Fonds mit minimalen zwischenzeitlichen Verlusten. Der offensivere Fonds DNCA Invest Evolutif A (WKN A0MMD5) ..."

http://www.dncafinance.lu/home_de.php#

beide Ebase möglich

Interessant scheint mir vor allem der etwas defensivere DNCA Invest Eurose A (WKN A0MMD3)

Starke Mittelzuflüsse bei DNCA, insbesonders beim Eurose:fondsprofessionellvom Juli 2011
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Beitragvon Papstfan » 02.11.2011 15:04

Rudi Krötz ist Gründer und Geschäftsführer der 1992 gegründeten PI- Unternehmensgruppe. Aus Sicht des Vermögensverwalters erklärt er in einer Onlinekonferenz am 10.11.11 seine Einschätzung hinsichtlich Risiken, die er in Rentenfonds und gemischten Fonds wie dem Carmignac Patrimoine, entdeckt zu haben glaubt.

Infos schreibt: "......
Melden Sie sich jetzt zur kostenfreien Onlinekonferenz an!
Bitte senden Sie hierzu ein Email an onlinekonferenz@infos.com und geben Sie darin Ihren Namen, Ihre deutsche Festnetznummer und Ihre Emailadresse an.
Am 10.11.2011 werden wir Sie um 18.45 Uhr unter der von Ihnen angegebenen Festnetznummer anrufen und Sie live zuschalten.
Damit Sie die Online-Konferenz auch visuell verfolgen können, empfehlen wir Ihnen, Ihren PC mit Internetzugang zu starten.
Bitte gehen Sie zu Beginn der Konferenz zum Konferenzraum INFOS GmbH.
Die zur Einwahl in die Online-Präsentation benötigten Benutzerdaten geben wir Ihnen zu Beginn der Konferenz telefonisch durch. ....."

der Konferenzraum: http://csn.konferenzstart.de/customer/infos/
ora et labora!
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