ACCURA AF1 (A0RDHD) und andere vonderHeydt-Kersten Fonds

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ACCURA Erfolgsgebühren

Beitragvon ChilliMarket » 25.10.2012 09:49

Hallo slt63,hallo lloyd bankfein,
hat ein paar Tage gedauert, aber aus meiner Sicht hat es sich gelohnt. Einer der Fondsmanager hat mir ausführlich erklärt, wie dieses Thema zu sehen ist und ich sage euch, ich habe viel gelernt.

Aus Sicht der ACCURA ist die Berechnung der erfolgsabhängigen Provisionen ein heikles Thema, bei dem teilweise viel Schindluder getrieben wird. Eigentlich geht es um die Zeitpunkte wann und wie die Provision berechnet wird. Bei den traditionellen Methoden können Ungleichbehandlungen zwischen Altinvestoren, Fondsmanager und Neuinvestoren passieren. So kann es z.B. passieren, dass trotz Highwatermark bei einem Drawdown und anschließendem Aufholen des Drawdowns ein Neuinvestor, der in der Verlustphase gekauft hat, für das Aufholen der Verluste keine Provisionen zahlen muss, da er ja unter der HWM kauft. Dafür kommt der Altinvestor auf.

Die ACCURA arbeitet hauptsächlich für Institutionen. Die sind bei dem Thema empfindlich. Daher proklamiert sie Methoden, die in der angelsächsischen Welt Gang und Gebe sind. Dort ist es z.B. so, dass man entweder für jeden Investor ein eigenes Konto führt und die Performancegebühr separat abrechnet oder man schafft ein Ausgleichswertverfahren. Das war mir dann etwas zu kompliziert zu verstehen. Diese Verfahren kommen aber für einen Publikumsfonds sowieso nicht in Frage, weil zu teuer und zu aufwändig.

Daher versucht die ACCUARA einen anderen Weg zu gehen. Theoretisch hätte man gar keinen Ärger, wenn man die Performancegebühr jeden Tag abrechnen und bezahlen würde. Dabei ist dann zu beachten, dass der alte Höchststand immer vorgetragen wird. Da dies auch zu aufwendig und zu teuer wäre, hat sich die ACCURA die monatliche Abrechnung einfallen lassen. Jetzt ist es also so, dass die Erfolgsgebühr jeden Tag berechnet und im Kurs abgegrenzt wird. Am Monatsende wird bezahlt. Dabei wird der Höchststand notiert und vorgetragen. Eine Erfolgsgebühr fällt nun nur an, wenn wieder dieser Höchststand übertroffen wird. Das gilt dann eben für immer. Es gibt keine Jahresabgrenzung mehr. Verliert der Fonds beispielsweise für zwei Jahre und holt dann auf, gilt der alte Höchststand. Der Bestandsinvestor hat für die alten Gewinne bezahlt und bezahlt erst wieder für neue entstehende Gewinne. Er so behandelt wie es sein soll. Der Neuinvestor profitiert von einem Drawdown, weil er bis zur alten Höchstmarke nicht bezahlt. Das geht aber nun zu Lasten des Fondsmanagers, weil er dafür nichts bekommt. Ganz schön komplizierte Materie. Puuh.

Ich hatte dann noch gefragt, warum man die alte 6% Höchstmarke entfernt hat. Hier hat mir ACCURA erklärt, dass sie eine Anlagestrategie, die eigentlich für Pensionskassen und Versicher gemacht wurde als Publikumsfonds angeboten hat. Von Anfang an war wohl vorgesehen, dass die Erstinvestoren eine Art „Bonus“ bei der Berechnung der erfolgsgebühr erhalten. Nach nunmehr fast vier Jahren und einem ziemlich stabilen Trackrecord hat man die Gebühren auf ein marktübliches Niveau verändert. Man hat aber sehr lange den Markt analysiert und sich versucht am unteren Rand der Kosten anzusiedeln. Die Gebührenänderung bedeutet eine Veränderung für den Investor auf maximal 0,6%. Bei einem Durchschnittsergebnis von 9,5%p.a. und einem niedrigen Risiko ein fairer Wert. Er hat mir dann ein paar Zahlen genannt über die Gebührenverteilung des Marktes aus seiner Analyse. Intuitiv konnte ich das nachvollziehen. Er hat mir angeboten die Zahlen aus der Analyse zu bekommen.

Ich glaube jeder muss sich seine eigene Meinung dazu machen. Die erklärungen waren für mich plausibel und ich habe nicht so viele Produkte gefunden, die billiger sind und trotzdem sicher und gut Geld verdienet haben. Was mir auch gut gefällt: ich bekam sehr schnell eine für mich ausreichende Antwort.

Grüße
ChilliMarket
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Beitragvon ChilliMarket » 25.10.2012 10:16

slt63 hat geschrieben:Das ist die Formulierung aus dem Prospekt/Kundeninformation September 2012:

"Die erfolgsabhängige Vergütung beläuft sich auf bis zu 10,00 Prozent p.a. des Betrages, um den die Anteilwertentwicklung des Teilfonds im laufenden Bewertungszeitraum (d.h. pro Monat) positiv ist.

Der Nettoinventarwert je Anteil einer Anteilklasse, welcher für die Berechnung einer erfolgsabhängigen Vergütung herangezogen wird, muss größer sein als die vorangegangenen
Nettoinventarwerte („High Watermark“) je Anteil einer Anteilklasse. Jeder vorangegangene Rückgang des Nettoinventarwertes pro Anteil der jeweiligen Klasse muss durch eine erneute Zunahme über den
letzten Höchstwert des Nettoinventarwertes pro Anteil der jeweiligen Klasse, zu dem eine erfolgsabhängige Vergütung angefallen ist, ausgeglichen werden. Zu übertreffen ist also nicht nur der
Höchststand zum letzten sondern zu allen vorangegangenen Bewertungsstichtagen.

Die erfolgsabhängige Vergütung wird unter Berücksichtigung der umlaufenden Anteile täglich
festgeschrieben und abgegrenzt. Ist die Wertentwicklung negativ, so wird mit der gleichen Berechnungsmethode die bisher ermittelte erfolgsabhängige Vergütung anteilig aufgelöst. Negative
Beträge werden nicht vorgetragen.

Die zurückgestellte erfolgsabhängige Vergütung kann dem Teilfondsvermögen monatlich entnommenund nach Abgrenzungsstichtag an den Investment Manager ausgezahlt werden.
Abgrenzungsstichtagist das Monatsende."


Nach meinem Verständnis gilt die angesprochene sogenannte "High-Watermark" nur auf das jeweilige Geschäftsjahr bezogen (monatl. Abr.) .

Der m.E. entscheidende Satz ist: "Negative Beträge werden nicht vorgetragen. " Das bedeutet nach meinem Verständnis, daß wenn der Fonds in einem GJ Miese macht, diese eben nicht aufgeholt werden müssen, um im folgenden GJ wieder PF zu kassieren.

@Chilimarket: vielleicht kannst Du bei Deiner Nachfrage ja auch klären, wie das genau gemeint ist/ob ich mit meiner Interpretation richtig liege.


Hallo slt63,

das bezieht sich wohl auf die Rückstellungen. Ich versuche das mal zu beschreiben: Der Fonds wird täglich abgerechnet.Dabei gibt es dann vituell einen Bruttofondspreis und real einen Nettofondspreis. Im nettofondspreis sind die erfogsgebühren schon abgerechnet. Verdient der Fonds Geld, entfernt sich die Bruttopreiskurve von der Nettopreiskurve. Sollte der Fonds innerhalb des Monats wieder Geld verlieren, nähern sich die beiden Kurven aneinander an. Am Monatsende wird abgerechnet. Damit im nächsten Monat bei eventuell weiter fallendem Fondspreis durch negative Rückstellungen der Nettofondspreiskurve keine fehldarstellung entsteht, werden diese negativen Rückstellungen nicht weiter vorgetragen. Der Satz bezieht sich also nur auf die Rückstellungen.

Ist recht kompliziert und ich weiß nicht ob ich es richtig rüberbringen kann. Am besten Du sprichst mit denen persönlich oder schreibst eine email. Die können das vielleicht besser erklären. Ich bin da ausgestiegen. Ich weiß nur eins, mit dem Thema kann man viel Mist treiben.
Grüße,
chilli
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Beitragvon lloyd bankfein » 26.10.2012 07:40

@ Chilli: danke für die Informationen. Du schreibst: "Ich bin da ausgestiegen".
Bist du nur aus der weiteren Recherche ausgestiegen oder hast du die Fondsanteile wegen der Gebühren-Problematik verkauft?
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Beitragvon slt63 » 26.10.2012 10:33

lloyd bankfein hat geschrieben:@ Chilli: danke für die Informationen. Du schreibst: "Ich bin da ausgestiegen".
Bist du nur aus der weiteren Recherche ausgestiegen oder hast du die Fondsanteile wegen der Gebühren-Problematik verkauft?


Ich glaube er meint eher "gedanklich ausgestiegen" in bezug auf die Erläuterungen.
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Beitragvon ChilliMarket » 29.10.2012 15:32

lloyd bankfein hat geschrieben:@ Chilli: danke für die Informationen. Du schreibst: "Ich bin da ausgestiegen".
Bist du nur aus der weiteren Recherche ausgestiegen oder hast du die Fondsanteile wegen der Gebühren-Problematik verkauft?


Hallo Lloyd Bankfein,

nein, ich bin gedanklich ausgestiegen.
Warum soll ich einen Fonds verkaufen, der mir bisher eine ansehnliche Rendite bei überschaubarem Risiko gebracht hat. Soviele gibt es ja nicht davon.
Die Erklärungen klangen für mich plausibel und verbindlich. Ich schätze, dass man bei jedem Fonds ein Gebührenthema ausmachen kann und real betrachtet liegen die inline mit anderen Fonds, die ich habe oder beobachte.
Grüße,
Chilli.
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Beitragvon schneller euro » 21.11.2012 11:17

Aus dem Monatsbericht 10/12:
"...Der Fonds hat den Oktober leicht positiv mit einem Ergebnis von + 0,34% abgeschlossen. Das Handelssystem löste auf der Zinsseite Positionen in 10-jährigen US-Bonds (TNotes) aus. Auf der Aktienseite gab
es im Berichtszeitraum Positionierung im DAX, EStoxx50 und S&P500.
Es gab keine Kaufsignale für BUND und TBonds.
Die Einzelergebnisse:
DAX30: +0,40%
Estoxx50: +0,26%
S&P500: -0,25%
TNotes: -0,18%
Liquide Anlagen/Kosten: +0,11%
Das Jahresergebnis 2012 beträgt per Ende Oktober 7,74%
Für den Gesamtzeitraum seit Emission des Fonds wurde ein Ergebnis nach Kosten von 9,33% p.a. erwirtschaftet.
Die Volatilität der Ergebnisse beträgt 6,01%. Das Sharpe-Ratio beträgt 1,18 wenn man einen risikolosen Zins von 2% unterstellt.
...
Im Oktober haben wir eine zweite Tranche des ACCURA AF1 emittiert. Investoren haben nun auch die Gelegenheit in Schweizer Franken in unsere Strategie zu investieren:
ACCURA AF1 Tranche B (CHF) ISIN: LU0837655421 ..."

-> WKN A1J5RZ der CHF-Tranche

Chartvergleichseit 15.12.08 (Auflegung des Accura) mit einigen prominenten Wettbewerbern (Ethna Aktiv, Patrimoine, Jyske Stable Strat., First Private Wealth, DNAC Eurose)

MDD des Accura = -7,1% (06/12)
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Beitragvon drhc » 11.12.2012 19:54

Statement (dem Factsheet 11-12 entnommen) von Accura i.S. Gold:
... Immer wieder werden wir gefragt, warum wir so zurückhaltend zu diesem
Thema sind. Wir haben überhaupt nichts gegen Gold. Ob es ein Wertspeicher ist oder sein kann,
vermögen wir nicht zu beurteilen. Wir können genauso wenig über eine potentiell anstehende Hyperinflation
und der Schutzfunktion des Goldes berichten. Wir schließen uns aber auch nicht dem Spruch „Gold
kann man nicht essen“ an. Denn Bundesanleihen kann man genauso wenig essen und die Zinsen daraus
finanzieren kaum noch ein anständiges Essen. Wir betrachten den Goldmarkt aus einer anderen Perspektive:
Gold wird von vielen großen und kleinen Investoren als eine Art offensichtlicher Indikator für Inflation
angesehen. Dieser Tatsache sind sich auch die Nationalbanken der G7 bewusst. Nationalbanken
haben gerade in heutiger Zeit ein vitales Interesse die Zinsen niedrig zu halten und damit die Preise für
Anleihen hochzuhalten. Um dieser Aufgabe vollends gerecht zu werden, müssen sie eben auch den Preis
von Gold kontrolliert halten. Allzu große Steigerungen darf es also dort nicht geben, sonst könnte die
„Anleihen-Blase“ platzen. Rein technisch können sie den Goldpreis über Austauschvereinbarungen
(Swaps) ihrer physischen Goldbestände beeinflussen. Sie müssen dazu nur Swaps unterhalb des Marktpreises
abschließen. Beweise gibt es hierfür freilich nicht, doch es ist schon sehr auffällig, dass der Goldpreis
immer dann kollabiert, wenn Entscheidungen proklamiert werden, die eine Inflationsaussage haben.
Hierzu zählen beispielsweise die Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA durch Standard & Poors
oder die QE-Programme. Einbrüche von um die $100 innerhalb kurzer Frist sind nicht normal. Ein kluger
Besitzer würde doch nicht durch unkontrollierte Verkäufe seinen eignen Markt kaputtmachen. Auffällig
auch, dass die Einbrüche immer zwischen 10:00 und 11:00 Uhr vormittags New York Zeit stattfinden.
Der Goldmarkt ist klein. Er hat nur wenige Teilnehmer. Einige wenige Teilnehmer haben eine dominierende
Position, da sie als Zentralbanken über große physische Bestände verfügen und damit den Markt manipulieren
können. Sicherlich kann man an solchen Märkten mitmachen. Man sollte aber genau die Motivation,
Stärke und Macht der anderen Teilnehmer einschätzen können.
... "
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Beitragvon k9 » 12.12.2012 14:33

drhc hat geschrieben:....
Der Goldmarkt ist klein. Er hat nur wenige Teilnehmer. Einige wenige Teilnehmer haben eine dominierende
Position, da sie als Zentralbanken über große physische Bestände verfügen und damit den Markt manipulieren
können. Sicherlich kann man an solchen Märkten mitmachen. Man sollte aber genau die Motivation,
Stärke und Macht der anderen Teilnehmer einschätzen können.
... "

So ist es.

...... daran sollte man denken, wenn man bei Kurssprüngen,
hervorgerufen durch größere Positionierungen einiger weniger
Teilnehmer mit gewissen Über-Interpretationen aus einschlägiger
Ecke konfrontiert wird.

Gruß k9
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Beitragvon ChilliMarket » 14.12.2012 15:23

Hallo k9,
was meinst Du damit?????

k9 hat geschrieben:
drhc hat geschrieben:....
Der Goldmarkt ist klein. Er hat nur wenige Teilnehmer. Einige wenige Teilnehmer haben eine dominierende
Position, da sie als Zentralbanken über große physische Bestände verfügen und damit den Markt manipulieren
können. Sicherlich kann man an solchen Märkten mitmachen. Man sollte aber genau die Motivation,
Stärke und Macht der anderen Teilnehmer einschätzen können.
... "

So ist es.

...... daran sollte man denken, wenn man bei Kurssprüngen,
hervorgerufen durch größere Positionierungen einiger weniger
Teilnehmer mit gewissen Über-Interpretationen aus einschlägiger
Ecke konfrontiert wird.

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Beitragvon k9 » 14.12.2012 16:58

ChilliMarket hat geschrieben:Hallo k9,
was meinst Du damit?????


Dass größere Ausschläge nach oben oder unten mit hoher Wahrscheinlichkeit
von großen Playern verursacht werden, mögen das Notenbanken sein,
Hedgefonds oder andere .....

..... und dies mitnichten als Beginn eines Goldruns oder als "Flucht in Gold"
auf breiter Ebene, versursacht durch eine breite Front von Kleinanlegern
interpretiert werden kann.

Gruß k9
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Beitragvon ChilliMarket » 16.12.2012 22:23

Alles klar, da stimme ich Dir zu.
Grüße

k9 hat geschrieben:
ChilliMarket hat geschrieben:Hallo k9,
was meinst Du damit?????


Dass größere Ausschläge nach oben oder unten mit hoher Wahrscheinlichkeit
von großen Playern verursacht werden, mögen das Notenbanken sein,
Hedgefonds oder andere .....

..... und dies mitnichten als Beginn eines Goldruns oder als "Flucht in Gold"
auf breiter Ebene, versursacht durch eine breite Front von Kleinanlegern
interpretiert werden kann.

Gruß k9
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Beitragvon schneller euro » 20.03.2013 09:34

Aus dem Monatsbericht 02/13:
"...Die Wahl in Italien warf die Marktteilnehmer abrupt in die Realität zurück...Weltweit korrigierten die Aktienpreise, die Häfen für sicheres Geld, deutsche und amerikanische Anleihen waren gefragt. Doch der hohe Anlagedruck ließ recht bald einen Boden für Blue Chips finden. Derzeit kann eben passieren was will, die von allen auserkorene Allzweckwaffe gegen schwindende Renditen die „Aktie“ wird, wenn sie bei Korrekturen billiger wird, kritiklos nachgekauft. Das hatten wir doch schon einmal. Der ACCURA - AF1 konnte im Februar um 0,99 % zulegen. Der Fonds war im Berichtszeitraum auf der Aktienseite im DAX30 und S&P500 investiert. Beide Aktienfuture-Positionen konnten einen positiven Ergebnisbeitrag erzielen. Auf der Rentenseite war der Fonds im Laufe des Monats in T-Bond und T-Note Future investiert. Die T-Notes schlossen neutral. Die länger laufenden T-Bonds haben einen positiven Ergebnisbeitrag erzielt ..."

Fondsvolumen inzwischen bei ca. 118 Mio €

Chartvergleichseit 15.12.08 (Auflegung des Accura) mit einigen prominenten Wettbewerbern aus dem Bereich der Mischfonds (Ethna Aktiv, Patrimoine, Jyske Stable Strat., First Private Wealth, DNAC Eurose), welche eine ähnlich niedrige Vola aufweisen

MDD des Accura = -7,1% (06/12)

Details zum Fonds:
- auf Seite 1 diesees Threads
- in DFA 05/12 (Porträt der Fondsmanager Demmel, Saidi und Fries)
- im "Geldmanager-Test" 02/13 der WiWo
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Beitragvon ChilliMarket » 07.04.2013 11:45

Danke Schneller Euro,
das ist ja cool in der WiSo ist ja ACCURA in gleich in zwei Kategorien vertreten und da auf Platz 1 und 2.
Diese Leistung spiegelt sich ja auch im Fonds wider. Ob die für Ihre individuellen Mandate noch bessere Ergebnisse erzielen. Vielleicht frage ich mal.

Grüße

schneller euro hat geschrieben:Aus dem Monatsbericht 02/13:
"...Die Wahl in Italien warf die Marktteilnehmer abrupt in die Realität zurück...Weltweit korrigierten die Aktienpreise, die Häfen für sicheres Geld, deutsche und amerikanische Anleihen waren gefragt. Doch der hohe Anlagedruck ließ recht bald einen Boden für Blue Chips finden. Derzeit kann eben passieren was will, die von allen auserkorene Allzweckwaffe gegen schwindende Renditen die „Aktie“ wird, wenn sie bei Korrekturen billiger wird, kritiklos nachgekauft. Das hatten wir doch schon einmal. Der ACCURA - AF1 konnte im Februar um 0,99 % zulegen. Der Fonds war im Berichtszeitraum auf der Aktienseite im DAX30 und S&P500 investiert. Beide Aktienfuture-Positionen konnten einen positiven Ergebnisbeitrag erzielen. Auf der Rentenseite war der Fonds im Laufe des Monats in T-Bond und T-Note Future investiert. Die T-Notes schlossen neutral. Die länger laufenden T-Bonds haben einen positiven Ergebnisbeitrag erzielt ..."

Fondsvolumen inzwischen bei ca. 118 Mio €

Chartvergleichseit 15.12.08 (Auflegung des Accura) mit einigen prominenten Wettbewerbern aus dem Bereich der Mischfonds (Ethna Aktiv, Patrimoine, Jyske Stable Strat., First Private Wealth, DNAC Eurose), welche eine ähnlich niedrige Vola aufweisen

MDD des Accura = -7,1% (06/12)

Details zum Fonds:
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Beitragvon schneller euro » 16.05.2013 07:27

schneller euro hat geschrieben:Die anderen vonderHeydtK...-Fonds sind bisher noch nicht so sehr positiv aufgefallen (Sharpe-Ratio), zB der vonderHeydt-Kersten MultiAssets (A0JDNY, ansch. long-only) -> Chartvergleich mit dem Accura seit dessen Auflage Ende 2008


Aktuelle Mitteilung von Ebase: "...Wir erhielten die Information, dass der Fonds „Accura-All Assets Inhaber-Anteile A o.N.“ (WKN A0JDNY) in
den in Ihrem Depot verwahrten Fonds (Accura AF1) fusioniert wird. Die Fusion findet per 03.06.2013 statt..."

Auf der Accura-Website habe ich gerade keine Informationen diesbezüglich gefunden
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Beitragvon schneller euro » 16.05.2013 11:33

Das nennt man (guten) Service: heute Morgen per Email angefragt und schon nach wenigen Stunden kommt eine Auskunft direkt vom Fondsmanager: "...
Verschmelzung hat keine Auswirkungen für die Investoren des AF1. So werden wir nach Möglichkeit die meisten Positionen des All Asstes vorher liquidieren... In einigen wenigen Fällen geht das aus gesetzlichen Gründen nicht. Diese befinden sich derzeit in der Prüfung. Unsere Intention ist es hier bereits im All Assets die Positionen zu erwerben, die sich auch im AF1 befinden und dann diese Wertpapiere zu übertragen. In jedem Fall ist zugesichert, dass es für die Investoren keinerlei negativen Auswirkungen geben wird. Auch Liquidierungskosten des All Asset werden nicht zu Lasten der Investoren des AF1 gebucht.
Eine Änderung der Anlagestrategie des ACCURA AF1 wird es natürlich auch nicht geben...

Ich vermute mal, dass die Beteiligungen an anderen Investmentfonds -> fondswebnicht zu den Positionen gehören, welche aus gesetzlichen Gründen nicht vor der Verschmelzung liquidiert werden können!?
Bei einem Volumen des "All-Assets" von 1,16 Mio € zum 28.3.13 (AF1 = ca. 125 Mio €) sollten die Auswirkungen aber auch wohl gering sein.
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Beitragvon ChilliMarket » 07.06.2013 16:06

schneller euro hat geschrieben:Das nennt man (guten) Service: heute Morgen per Email angefragt und schon nach wenigen Stunden kommt eine Auskunft direkt vom Fondsmanager: "...
Verschmelzung hat keine Auswirkungen für die Investoren des AF1. So werden wir nach Möglichkeit die meisten Positionen des All Asstes vorher liquidieren... In einigen wenigen Fällen geht das aus gesetzlichen Gründen nicht. Diese befinden sich derzeit in der Prüfung. Unsere Intention ist es hier bereits im All Assets die Positionen zu erwerben, die sich auch im AF1 befinden und dann diese Wertpapiere zu übertragen. In jedem Fall ist zugesichert, dass es für die Investoren keinerlei negativen Auswirkungen geben wird. Auch Liquidierungskosten des All Asset werden nicht zu Lasten der Investoren des AF1 gebucht.
Eine Änderung der Anlagestrategie des ACCURA AF1 wird es natürlich auch nicht geben...

Ich vermute mal, dass die Beteiligungen an anderen Investmentfonds -> fondswebnicht zu den Positionen gehören, welche aus gesetzlichen Gründen nicht vor der Verschmelzung liquidiert werden können!?
Bei einem Volumen des "All-Assets" von 1,16 Mio € zum 28.3.13 (AF1 = ca. 125 Mio €) sollten die Auswirkungen aber auch wohl gering sein.


Hallo schneller Euro,

gut, dass Du das Thema aufgebracht hast. Ich habe jetzt nach Monatswechsel nochmal nachgefragt, wie alles von statten gegangen ist:

Man hat es geschafft, vor Übertrag alle Positionen des ALL Asset zu verkaufen. Hat dann den gesetzliche erforderlichen Teil in Cash gelassen und für den Rest Anleihen, die es auch im ACCURA AF1 Fonds gibt. Nach dem Monatswechsle hat man dann die Anleihen und die Barmittel übertragen. Somit hat man alles vor Übertrag im ALL Assets neutralisiert. Es gab keine Schwierigkeiten beim Übertrag.

Also genauso wie man es braucht.

Alles gute,
Chilli
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Beitragvon justBfree » 11.06.2013 20:24

Der Fonds hat seit Monaten keine Gewinne gemacht und hat jetzt auch noch 5% vom ATH abgegeben. Scheint fast als kann der nur noch nach Süden performen?! Ich bin vor ein paar Tagen raus.
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Beitragvon k9 » 12.06.2013 05:50

Ich bereue z.Zt. nicht, von allem die Finger gelassen zu haben,
wo "risk" draufsteht - den Accura beziehe ich mal mit ein.

Gruß k9
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Beitragvon ChilliMarket » 27.06.2013 13:46

...dann darfst ja auch morgens nicht aus dem Haus gehen :D .

Aber Spaß beiseite. Ich habe es mir mal genau angeschaut. Die meisten der Strategiefonds, die ich so beobachte haben abgegeben. Der eine weniger und der andere etwas mehr. Der ACCURA ist da im Mittelfeld. Im Vergleich zu den Märkten ist aber alles noch recht harmlos. Für mich sind das alles mittelfristige Anlagen, da wird es auch mal Rückschläge geben. Wäre ja auch komisch, wenn die alle nur steigen würden. Da würde ich mißtrauisch werden. Solange die aber das machen, was sie sagen, das sie machen, bleibe ich drin.
Ich habe mir doch die Fonds rausgesucht, weil ich nicht weiß wo die Märkte hingehen. Da sich das nicht geändert hat, sehe ich auch keine Veranlassung meinen Auftrag an die Manager zu verändern.

Grüße,
Chilli
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Beitragvon k9 » 27.06.2013 14:43

ChilliMarket hat geschrieben:...dann darfst ja auch morgens nicht aus dem Haus gehen :D .


Tu ich auch nicht !

.... z.Zt ein paar Tage Urlaub.

Kein Thema, jedem das Seine.
Der Accura hatte seinen Höchststand am 8.5.2013 und liegt seit dem mit
ca. 4,3 % im Minus. Damit ist er in der Tat als "Mischfonds" unter
den Besseren und braucht sich vor den "risk"-Produkten erst recht nicht
zu verstecken.

Mein Posting sollte auch keine direkte Kritik an dem Fonds sein sondern
vielmehr eine persönliche Grundsatzentscheidung rüberbringen, die ich
getroffen habe als die o.g. "risk"-Produkte und auch der ACCURA anfingen,
Gegenstand einer breiteren Diskussion hier und in anderen Foren zu werden.
Wie gesagt, eine rein subjektive Entscheidung jenseits jeglicher
Wertung.

Gruß k9
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Re: ACCURA AF1 (A0RDHD) und andere vonderHeydt-Kersten Fonds

Beitragvon lloyd bankfein » 24.12.2013 12:52

Inform. zum Fonds bei accuracapital
Gibt leider auch nix her warum der Fonds seit über 1 jahr so schwach abschneidet
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Re: ACCURA AF1 (A0RDHD) und andere vonderHeydt-Kersten Fonds

Beitragvon slt63 » 24.12.2013 13:21

Der Fonds hat in 2013 rund 3% Miese produziert, während einige Aktienmärkte um +- 20% gestiegen sind.
Der Fonds stellt Timimg als seine Kernkompetenz dar hat aber im Wesentlichen die Bewegungen nach unten mitgemacht (April, Mai/Juni, Dez).
Aus meiner Sicht alles andere als eine Empfehlung.
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Re: ACCURA AF1 (A0RDHD) und andere vonderHeydt-Kersten Fonds

Beitragvon lloyd bankfein » 25.12.2013 18:33

2013 haben sie in den Sand gesetzt. Aber davor sind waren die Ergebnisse gut: geringe Vola, geringe Drawdowns, alternative Strategie.
Schade, dass keiner weiß woran es in 2013 gelegen hatl: Volumen, Fondsmanager, Markumfeld? Die traden ja nicht nur Aktien-Indexes, sondern auch den Bund-Future
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Re: ACCURA AF1 (A0RDHD) und andere vonderHeydt-Kersten Fonds

Beitragvon schneller euro » 13.01.2014 11:27

lloyd bankfein hat geschrieben:2013 haben sie in den Sand gesetzt. Aber davor sind waren die Ergebnisse gut: geringe Vola, geringe Drawdowns, alternative Strategie.
Schade, dass keiner weiß woran es in 2013 gelegen hatl: Volumen, Fondsmanager, Markumfeld? Die traden ja nicht nur Aktien-Indexes, sondern auch den Bund-Future


Im Dez. hatte ich mal nachgefragt: "...Mit der Entwicklung bis ungefähr Herbst 2012 war ich sehr zufrieden. In diesem Jahr ist aber die Perf. negativ und dies trotz eines sehr guten Umfeldes (Aktienmärkte). Wo liegen Ihrer Meinung nach die Gründe? Ist das Fondsvolumen (ca. 5-6fach im Vergleich mit Anfang 2011) inzwischen zu groß für Ihre Strategie? ..."
Wie gewohnt, kam prompt (und vorbildlich schnell) die Antwort des Fondsmanagesr: "...bereiten derzeit ein ausführliches Statement für das Jahr 2013 vor ... am System an sich liegt es definitiv nicht. Unsere Backtest haben ergeben, dass es immer wieder Mal solche Phasen gab/gibt. Den Auftrag erfüllt das System aber dennoch: Mittelfristig überdurchschnittliche Erträge mit einem reduzierten Risiko. Unglücklich ist hierbei sicherlich, dass die Aktienmärkte eine grandiose Performance hinlegen und der Fonds nicht. Doch dafür ist er ausdrücklich nicht gemacht. Er soll ja auch nicht überdurchschnittlich verlieren, wenn die Aktienmärkte mal wieder den Weg nach unten antreten. Er soll marktunabhängig das Gesamtvermögen absichern helfen. ... das Jahr 2011, wo die Aktienmärkte im Schnitt 15% verloren. Der ACCURA AF1 machte in diesem Jahr eine Nettorendite von ca. 12%. Davon kamen ca. 70% aus Aktien..."

Chartvergleich seit 15.12.08 (Auflegung des Accura) mit einigen prominenten Wettbewerbern aus dem Bereich der Mischfonds (Ethna Aktiv, Patrimoine, Jyske Stable Strat., First Private Wealth, DNAC Eurose), welche eine ähnlich niedrige Vola aufweisen

MDD des Accura = -7,1% (06/12)

Details zum Fonds:
- auf Seite 1 diesees Threads
- in DFA 05/12 (Porträt der Fondsmanager Demmel, Saidi und Fries)
- im "Geldmanager-Test" 02/13 der WiWo
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Beitragvon schneller euro » 09.04.2014 17:17

Im März gab es nach längerer Zeit mal wieder etwas positives zu vermelden beim Accura. Zitat aus dem Factsheet: "...Der ACCURA - AF1 hat im März um 1,47% zugelegt. Der Fonds war im Berichtszeitraum in DAX30-, EUROSTOXX50- und S&P500-Future investiert. Zum Monatsende waren alle drei Future-Gattungen noch offen und positiv bewertet. Das System hatte längere Zeit kein Signal generiert. Das aktuelle Signal führte gleich zu einer Auslastung von 100% in Aktienprodukten. ..."
Volumen ca. 77 Mio € zum 31.3.14 (ca. 116 Mio € im März 2013)
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Beitragvon schneller euro » 27.11.2014 21:22

Chartvergleich seit 15.12.08 (Auflegung des Accura) mit einigen prominenten Wettbewerbern aus dem Bereich der Mischfonds (Ethna Aktiv, Patrimoine, Jyske Stable Strat., First Private Wealth, DNAC Eurose), welche eine ähnlich niedrige Vola aufweisen

Auf Basis 1 Jahr ist der Accura aktuell im roten Bereich

MDD des Accura = -7,1% (06/12)

Details zum Fonds:
- auf Seite 1 diesess Threads
- in DFA 05/12 (Porträt der Fondsmanager Demmel, Saidi und Fries)
- im "Geldmanager-Test" 02/13 der WiWo

Während man früher fast nie etwas zu diesem Fonds in den Medien fand, hat sich das in jüngster Vergangenheit geändert: Bericht über den Accura und Statements von Hadi Saidi bei Das Investment im Nov. 2014 und
bei Finanzmonitor im Oktober 2014
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Beitragvon schneller euro » 09.12.2015 12:12

Fondsvolumen in 02/13 = ca. 118 Mio €, lt. Factsheet 11/15 nur noch ca. 25 Mio €
Wenn man den Chart (s. o., Beitrag vom Nov. 2014) betrachtet, dann geht es seit Anfang 2013, mit Unterbrechungen, nur noch abwärts
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Beitragvon schneller euro » 22.04.2016 14:41

Chartvergleich seit 15.12.08 (Auflegung des Accura) mit einigen prominenten Wettbewerbern aus dem Bereich der Mischfonds (Ethna Aktiv, Patrimoine, Jyske Stable Strat., First Private Wealth, DNAC Eurose), welche eine ähnlich niedrige Vola aufweisen

Aus dem Investorenbrief April 2016 von Accura:
"...der ACCURA AF1 Fonds hat das Jahr 2015 mit einem Ergebnis von - 7,96% abgeschlossen. ...Doch das entspräche nicht unserer eigenen Zielsetzung, im Durchschnitt über den Zeitablauf hinweg positive Ergebnisse zu produzieren und keine großen Verluste zu machen. Bereits in 2015 durchbrach die Strategie den im Jahre 2009 erreichten maximalen Wertverlust (max. Drawdown) von -6,36% und markierte mit -10,71% eine neue Höchstmarke (Chart 1). Dieser Umstand ist an sich noch nicht erheblich. Doch zum Ende des Jahres 2015 und insbesondere im Januar 2016 beschleunigte sich der maximale Wertverlust und erreichte mit -14,9% einen Schwellwert, der sich außerhalb unserer Toleranzgrenze befindet, die wir bei der Entwicklung der Strategie beabsichtigt hatten ...
Anders als viele unserer Mitstreiter können wir hier schnell agieren. Wir setzten die Handelssignale für die Strategie bis auf weiteres aus, um ermitteln zu können, ob sich die Ertragsquellen der Anlagestrategie so sehr verändert haben, dass die Strategie nicht mehr valide ist. Seit dieser Zeit befindet sich das Fonds-vermögen zu 100% in liquiden und mit bester Bonität versehen Anleihen. Um an dieser Stelle Missver-ständnissen vorzubeugen: Das „Handelsembargo“ ist nicht gleichzusetzen mit der Rückgabemöglichkeit der Fondsanteile. Dies ist zu jedem Zeitpunkt gewährleistet ...Das Handelsembargo betrifft die Tätigkeiten innerhalb der Anlagestrategie des Fonds und dient dem Schutz des Fondsver-mögens. Wir setzen bei einem für die Strategie außergewöhnlichem Wertverlust die Umsetzung von Handelssignalen aus und räumen dem Research-Team die Möglichkeit ein, nach Ursachen und Lösungsmöglichkeiten zu suchen...
Fazit:
Unsere Untersuchungen führen zu dem Ergebnis, dass die unterdurchschnittlichen Ergebnisse der Anlagestrategie AF1 weder auf die Komponente Werttreiber noch auf das Money Management zurückzuführen sind.
Diese sind intakt und liefern nach wie vor genügend Renditebeitrag, obwohl (oder wahrschein-lich weil) sie Investitionen in Aktien und Renten nur an ausgewählten Tagen des Jahres zulassen. Ursächlich für den hohen Wertverlust in 2015/2016 ist die gestiegene Tagesvolatilität in den Aktienindizes. Dieses Phänomen führt dazu, dass eingegangene Positionen (insbesondere Aktien, unregelmäßig Anlei-hen) „ausgestoppt“ werden. Meistens wurde kurze Zeit später der ursprüngliche, kurzfristige (Aufwärts-) Trend wieder aufgenommen und die Position hätte zu einem Gewinn geführt oder aber die Verluste wä-ren geringer ausgefallen. Dieses Verhalten trat in den vergangenen Jahren seit Fondsemission zeitweise auf. Allerdings hat sich das in 2015 so verstärkt, dass ca. 62% der Trades mit einem Verlust endeten und der Fonds das Jahr mit einem negativen Ergebnis abschloss. Ein Ergebnis das wir vorher nie registrieren mussten. ...
Ein Weglassen der Risikomanagementkomponente „StoppLoss“ hätte zwar in der Rückschau zu einem hervorragendem Ergebnis geführt, kann aber für uns nicht in Frage kommen, da damit auch heute nicht zu antizipierende höhere (punktuelle) Wertverlustphasen einhergehen könnten. Das wäre eher eine Alter-native für Mandanten mit einem anderen Risikobedarf.
Der Werttreiber und die Money Management Komponenten des AF1 leisten nach wie vor einen stabilen und marktunabhängigen Renditebeitrag. Das Risikomanagement scheint in der heutigen Marktlage mit den hohen Tagesschwankungen ein zu enges Korsett zu sein. Aufgrund dieser Fakten haben wir beschlossen, die Anlagestrategie AF1 in den Hauptmerkmalen so zu lassen wie sie ist. Das Verlustlimit (StoppLoss) muss allerdings an die veränderten Marktbedingungen angepasst werden. Da wir aber im ACCURA AF1 Fonds nicht auf ein Risikomanagement verzichten wollen, passen wir diese Komponente dynamisch und instrumentenabhängig an, ohne sie ganz zu beseitigen....
Unsere Investoren müssen sich überlegen, ob sie unter den gegebenen Umständen, die höhere Verlustto-leranz akzeptieren können. Wir sind der Auffassung, dass sich der ursprüngliche Charakter des Produk-tes ohne diese Änderungen nicht mehr aufrechterhalten lässt. Unsere Analysen haben uns aber gezeigt, dass das Akzeptieren einer etwas höheren Verlusttoleranz zu einem ordentlichen Kompromiss zwischen Risiko und Ertrag führen kann.
In einem nächsten Schritt werden wir die beschriebene systematische Änderung des Risk Management programmatisch umsetzen und im Anschluss das Moratorium beenden.
Wir stehen Ihnen gerne und jederzeit für Rückfragen zum Analyseprozess oder zur individuellen Vorgehensweise zur Verfügung...."
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Re: ACCURA AF1 (A0RDHD) und andere vonderHeydt-Kersten Fonds

Beitragvon slt63 » 22.04.2016 19:52

slt63 hat geschrieben:Der Fonds hat in 2013 rund 3% Miese produziert, während einige Aktienmärkte um +- 20% gestiegen sind.
Der Fonds stellt Timimg als seine Kernkompetenz dar hat aber im Wesentlichen die Bewegungen nach unten mitgemacht (April, Mai/Juni, Dez).
Aus meiner Sicht alles andere als eine Empfehlung.


:wink:
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Beitragvon schneller euro » 23.05.2016 14:39

Mitteilung von heute: "... wie bereits im letzten Factsheet angekündigt, haben wir die Ergebnisse aus unserem Investorenbrief in unsere Handelssoftware eingearbeitet.
Die Systeme sind nun erfolgreich getestet und laufen stabil. Daher werden wir ab morgen, dem 24.05.2016, die Handelsstrategie wieder aufnehmen...."
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Re: ACCURA AF1 (A0RDHD) und andere vonderHeydt-Kersten Fonds

Beitragvon lloyd bankfein » 23.08.2016 13:22

spannendes Konzept, seriöses und kompetentes Fonds-Management. Nur die Perf. bringt er nicht mehr. Warum weiß keiner, die Fondsmanager auch nicht :shock:
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Beitragvon schneller euro » 06.11.2017 15:22

Chartvergleich seit 15.12.08 (Auflegung des Accura) mit einigen prominenten Wettbewerbern aus dem Bereich der Mischfonds (Ethna Aktiv, Patrimoine, Jyske Stable Strat., First Private Wealth, DNAC Eurose), welche eine ähnlich niedrige Vola aufweisen

Nachdem es von 2013 bis zum Tiefpunkt im Feb. 2017 abwärts ging im Chart des Accura, deutet sich nun möglicherweise eine Trendwende (oder zumindest eine Stabilisierung) an.
Auf den ersten Blick habe ich bei http://www.accuracapital.com/accura_af1.php keine Hinweise gefunden, dass in letzter Zeit Änderungen an der Strategie oder dem System vorgenommen wurden
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