ACCURA AF1 (A0RDHD) und andere vonderHeydt-Kersten Fonds

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ACCURA AF1 (A0RDHD) und andere vonderHeydt-Kersten Fonds

Beitragvon The Ghost of Elvis » 24.08.2011 12:09

lloyd bankfein hat geschrieben:Eine unentdecke Perle ? Hat sich prächtig geschlagen in den letzten Wochen:
Der Von der Heydt Kersten Invest - ACCURA AF1
WKN A0RDHD
verfolgt ein Absolute Return Konzept mit dem Anlageziel, mittelfristig kontinuierliche, absolute Rendite bei einem systematisch reduzierten Investmentrisiko zu erreichen.
Die Strategie zielt darauf ab, Gewinne durch den rechtzeitigen Ein- bzw. Ausstieg innerhalb der unterschiedlichen Anlageklassen (Aktien- und Rentenmarkt) zu erzielen. Das Vermögen wird die meiste Zeit in sichere Geldmarktinstrumente investiert, Positionen in Aktien und Renten werden nur in ertragsreichen Perioden eingegangen.
Folgende Anlageinstrumente kommen zum Einsatz:
Financial Futures auf DAX, EuroStoxx50, S&P 500, T-Note, T-Bond und Bund

Homepage vonderheydt-kersten
accuracapital

Erwerb über Ebase ist möglich

Factsheet

onvista: mehr als 20% Perf. plus seit Jan 2009 und im august 2011 bislang sogar im Plus!
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 24.08.2011 12:10

schneller euro hat geschrieben:Ein sehr interessanter Fonds. Wird im Factsheet als "Absolute-Return" Produkt bezeichnet und firmiert in den meisten Statistiken (Onvista, Fondsweb etc) als Mischfonds.
Daher habe ich den Beitrag mal in diesen Thread kopiert und mit einigen, in punkto Vola und Strat. halbwegs ähnlichen Fonds, verglichen:
Chart 2,5 Jahre
-> bemerkenswert dass der Accura im II.Halbjahr 2009 seine schwächste Phase hatte (vermutlich aufgrund von einer Übersicherung).
Dafür hat er sich auf Basis 6 Monatejetzt in diesem Vergleich an die Spitze gesetzt

Als Invest-/Anlage-Manager wird Accura Consult, Berlin genannt.
Zitat: "...Sehr erfahrenes Team; mit hoher Expertise in Aktien und Aktienderivaten bis zu Zins- ,Zinsderivate- und Treasuryprodukten
• Investment Bank Hintergrund mit jeweils mindestens 15 Jahren Erfahrung
• Erfahrungsschatz wurde in allen Hierarchiestufen aufgebaut, vom Händler bis zur Managementfunktion.
• Solides Netzwerk innerhalb der Industrie ..."

Die anderen vonderHeydtK...-Fonds sind bisher noch nicht so sehr positiv aufgefallen (Sharpe-Ratio), zB der vonderHeydt-Kersten MultiAssets (A0JDNY, ansch. long-only) -> Chartvergleich 2,5 Jahre mit dem Accura

Gem. den o.g. Webseiten werden die anderen Fonds auch alle von vonderHeydtK... gemanagt, mit Ausnahme des Accura Strategie VVF (A0RD1D), wobei diese WKN weder bei Comdirect noch bei Onvista gefunden wird und die Perf. lt. Factsheet seit Auflage Anfang 2009 z.Z. bei ca. +-0 liegt bei geringer Vola.
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 24.08.2011 12:10

papstfan hat geschrieben:Fonds von Accura oder Von der Heydt - Kersten sind mir auch noch nie aufgefallen. Es waere nuetzlich zu erfahren wer genau dieses Team bildet.
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 24.08.2011 12:11

Nebulak2810 hat geschrieben:hier das Management-Team ( Angaben laut Homepage )

Michael Demmel
Als Portfoliomanager verantwortet Michael Demmel die Entwicklung und die Umsetzung der Handelsstrategien der ACCURA consult GmbH. Im quantitativen Research unterzieht er die Investmentstrategien historischen Tests und überführt belastbare Ergebnisse in eindeutige Entscheidungsregeln. Bevor Herr Demmel zusammen mit seinen Partnern die ACCURA consult GmbH gründete, war er als Leiter des Aktieneigenhandels der Bankgesellschaft Berlin AG tätig. Michael Demmel ist Absolvent der Universität Passau mit dem Abschluss Diplom-Kaufmann.

Rüdiger Fries
Mit einer über sechsjährigen Erfahrungen als Leiter des Business Unit Controlling der Bankgesellschaft Berlin AG verantwortet Rüdiger Fries bei der ACCURA consult GmbH den Bereich Operations und Finanzen. Herr Fries begann seine Karriere als Optionshändler und Produktentwickler bei der Westdeutschen Landesbank. Von 1994 an war er als Leiter des Optionshandels bei der Bankgesellschaft Berlin tätig. Rüdiger Fries ist Bankkaufmann und Absolvent der Universität Siegen mit dem Abschluss Diplom-Kaufmann.

Hadi Saidi
Die Entwicklung des Geschäfts und der Kundenbeziehungen gehören zu den Verantwortlichkeiten Hadi Saidis. Herr Saidi startete seine Karriere im Jahre 1986 im Investment Banking der Dresdner Bank AG in Frankfurt und London. Im Jahr 1993 wurde Herr Saidi als Bankdirektor mit dem Aufbau des Kapitalmarktgeschäfts der Bankgesellschaft Berlin betraut. Bevor Herr Saidi mit seinen Partnern die Firma ACCURA consult GmbH gründete, war er als Generalbevollmächtigter der Bankgesellschaft Berlin AG zuständig für das Fixed Income Capital Markets Geschäft. Herr Saidi ist Bankkaufmann und Absolvent des Executive MBA Program der Harvard Business School.
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 24.08.2011 12:11

thallo hat geschrieben:• Fondsvolumen (per 19.8.2011):
€ 22,3 Mio.

• Anteil von institutionellen Investoren:
es sind einige Dachfonds mit kleineren Summen in den Fonds investiert; der Anteil liegt bei zusammen max 15 % des Volumens;
andere institutionelle Mandate werden vom Fondsmanager Accura consult GmbH separat als Einzelmandate betreut

• Privatanleger mit größerem Vermögen:
es gibt keine Kenntnis über Privatanleger mit einer Beteiligung größer 1% des Fondsvolumens

• Investitionen von Mitarbeitern des BvdH:
das Bankhaus von der Heydt und seine angebundenen Finanzvermittler und gebundenen Agenten setzen das Produkt sehr aktiv in der Kundenberatung (Anlageberatung, Vermögensverwaltung) ein; man kann davon ausgehen, dass auch Mitarbeiter des Bankhauses und auch die Mitarbeiter des Fondsmanagers Accura consult GmbH im Fonds investiert sind; hierüber liegen aus datenschutzrechtlichen Gründen jedoch keine Angaben vor
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Beitragvon k9 » 24.08.2011 13:41

Interessantes Produkt, beobachtenswert.
Keine neue Ein-Mann-Boutique sondern eine kleine (aber feine)
Privatbank mit hervorragendem Research (Selbstdarstellung).

Gruß k-9
Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
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Accura AF1

Beitragvon schneller euro » 25.08.2011 08:59

Habe auch mal dort nachgefragt und sehr schnell eine ausführliche Antwort erhalten:
"...Ende letzter Woche wurde eine Futureposition auf langlaufende deutsche Staatsanleihen mit Gewinn aufgelöst, die unter anderem für die Kursgewinne der letzten Woche ausschlaggebend war. Der Fonds war während des starken Kursrückgangs nicht im Aktienmarkt investiert (unser Fonds geht keine Shortpositionen ein)...
Anders als die meisten Fonds bevorzugen wir es den größten Teil der Zeit das Geld der Anleger in Liquidität (dazu gehören wir uns neben Bankguthaben auch kurzfristige Anleihen von Staaten Europas). Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung wissen wir, dass es im Laufe eines Jahres nur wenige Gelegenheiten gibt wirklich Geld zu verdienen. Warum also das Vermögen das ganze Jahr einem unkalkulierbaren Risiko aussetzen? Ein mathematisch-statistiches Ananlyseprogramm wertet für uns die Phase aus, wo es weniger riskant ist anzulegen. Das tun wir dann. Aber auch nur für wenige Tage. Da wir natürlich auch nicht immer richtig liegen, Sichern wir jede Position mit einem Verlustbudget ab.Wird das erreicht,gehen wir aus dem Markt. So waren wir per Ende Juli/Anfang August voll in Aktien investiert. Bei Einsetzen der großen Korrektur griffen die Verlustbegrenzungen und der Fonds ging zunächst wieder in Liquidität. Wenige Tage später bekammen wir ein Signal in langfristige europäische Anleihen zu gehen. Diese Position wurde vergangenen Freitag mit Profit geschlossen. Daher auch die Zugewinne im Fonds. ..."

:arrow: eine Strategie, welche bisher hervorragende Ergebnisse gebracht hat und dazu noch halbwegs unkorreliert zu anderen (guten) Mischfonds ist. Außerdem noch eine erstklassige, anlegerfreundliche Informationspolitik. Werde mir wohl ein paar Anteile ins Depot legen.

Vergleiche mit einigen, in punkto Vola und Strat. halbwegs ähnlichen Fonds: Chart 2,5 Jahre
-> bemerkenswert dass der Accura im Gegensatz zu den anderen Fonds im II.Halbjahr 2009 seine schwächste Phase hatte. Da keine Shortpos. eingegangen werden (s.o.), müsste man noch mal nachforschen, woraus diese Schwächephase resultierte

Auf Basis 6 Monatehat sich der Accura jetzt in diesem Vergleich an die Spitze gesetzt
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schneller euro
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Beitragvon k9 » 25.08.2011 10:20

Klingt alles sehr überzeugend - werde mich da wohl
einklinken. Danke für die Recherche.

Gruß k-9
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Beitragvon k9 » 25.08.2011 11:40

Mehr als beeindruckend.
Zwar Simulation, aber immerhin seit 2006 real.

Gruß k-9
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Re: Accura AF1

Beitragvon FinanzHai » 07.09.2011 10:09

schneller euro hat geschrieben:Auf Basis 6 Monatehat sich der Accura jetzt in diesem Vergleich an die Spitze gesetzt


Sehr beeindruckend diese Fonds, besonders Carmignac P. und Accura
Wählt FDP, die Steuersenkungs-Partei
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Beitragvon schneller euro » 12.09.2011 12:03

Volumen zum 31.8. ca 22 Mio € lt. Factsheet.
aus dem aktuellen Newsletter: "...August war insbesondere für die europäischen Börsen ein schrecklicher Monat. Die Marktteilnehmer ... quittieren dies mit dem Abverkauf von Unternehmensanteilen und der Flucht in den derzeit stabilen Anker Bundesanleihen oder den Schweizer Franken. ...
Die Anlagestrategie „von der Heydt Invest – ACCURA AF1“ lässt sich von diesen Verwerfungen nicht irritieren. Auch wir waren im August in Aktien investiert. Die Investitionsquote belief sich kurzfristig in der Spitze bei bis zu 50%. Nach anfänglichen Gewinnen mussten wir den sehr starken Tagesschwankungen Tribut zollen. Die Positionen wurden innerhalb des Verlustbudgets ausgestoppt, die Verluste wurden in Grenzen gehalten. Die vom System initiierten Positionen in Futures auf Bundesanleihen sorgte für einen Ausgleich. Im Resultat schlossen wir den Monat August mit einem Minus von 0,61% ab. ..."
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Beitragvon k9 » 29.09.2011 04:56

Der Fonds zieht seit einer Woche deutlich an.
Kennt jemand den Grund ?

Gruß k-9
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Beitragvon Fondsfan » 29.09.2011 09:14

Schon erstaunlich, wie immer wieder interessante
Fonds entdeckt werden.
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Beitragvon schneller euro » 29.09.2011 11:37

KILLminusNEUN hat geschrieben:Der Fonds zieht seit einer Woche deutlich an.
Kennt jemand den Grund ?Gruß k-9


Anscheinend ist man seit einigen Tagen wieder am Aktienmarkt investiert, weil man (bzw der Computer!) eine gute Gelegenheit erkannt hat:
Zitat aus dem Beitrag vom 25.8. (s.o.):
"Habe auch mal dort nachgefragt und sehr schnell eine ausführliche Antwort erhalten: ... Anders als die meisten Fonds bevorzugen wir es den größten Teil der Zeit das Geld der Anleger in Liquidität (dazu gehören wir uns neben Bankguthaben auch kurzfristige Anleihen von Staaten Europas). Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung wissen wir, dass es im Laufe eines Jahres nur wenige Gelegenheiten gibt wirklich Geld zu verdienen. Warum also das Vermögen das ganze Jahr einem unkalkulierbaren Risiko aussetzen? Ein mathematisch-statistiches Ananlyseprogramm wertet für uns die Phase aus, wo es weniger riskant ist anzulegen. Das tun wir dann. Aber auch nur für wenige Tage. Da wir natürlich auch nicht immer richtig liegen, Sichern wir jede Position mit einem Verlustbudget ab.Wird das erreicht,gehen wir aus dem Markt. ..."
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Beitragvon k9 » 29.09.2011 13:25

Beeindruckend, dieses "Analyseprogramm".
Schade, dass es auf sowas weder Garantie
noch Gewährleistung gibt. Aber Scherz beiseite:
Hut ab !


Gruß k-9
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Beitragvon schneller euro » 01.10.2011 09:54

Aus dem Halbjahresbericht zum 30.6.11:
"...Das erste Halbjahr 2011 absolvierte der Teilfonds von der Heydt Kersten Invest – Accura AF1 mit einem Ergebnis von 5,47 Prozent und einer moderaten Volatilität von ca. 5 Prozent. Selbst bei dem volatilen Abschwung im März dieses Jahres aufgrund des Atomunfalls in Fukushima, zeigte der Fonds seine Robustheit gegenüber crashartigen Situationen und seiner Unabhängigkeit von übergeordneten Marktbewegungen. Er erlebte keinen erwähnenswerten Drawdown und schloss den Monat März mit einem leicht positiven Ergebnis ab.
Der Anlagesystematik folgend, investierte der Fonds im ersten Halbjahr durchschnittlich ca. 80 Prozent der Anlagemittel in Anleihen von Staaten, Ländern oder staatenähnlichen Körperschaften Europas, insbesondere der Bundesrepublik Deutschland (Basisinvestment). Die durchschnittliche gewichtete Laufzeit betrug hierbei knapp unter zwei Jahre.
Durch das ACCURA-System (Strategieinvestment) wurden 22 Geschäfte ausgelöst. Das entspricht etwas weniger als 1 Geschäft pro Gattung (DAX30; S&P500; ESTOXX50; BUND; T-Note und T-Bond) im Monat. 60 Prozent der Geschäfte bezogen sich auf Aktienmärkte und 40 Prozent auf Rentenmärkte. Die durchschnittliche Halterdauer betrug für die Aktienmärkte ca. 6 Tage und für die Rentenmärkte ca. 11 Tage. Die Geschäfte verteilten sich im Verhältnis 50 : 50 auf die USA und Europa.
Die Erträge generierten sich zu ca. 40 Prozent aus Aktienderivaten auf europäische Werte, 16 Prozent aus dem S&P500-Future und 18 Prozent aus den BUND-Future. Rentenderivate aus den USA steuerten 15 Prozent der Erträge bei. Das Basisinvestment in Renten und Cash trug zu 11 Prozent am Ergebnis bei. ..."
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Beitragvon lloyd bankfein » 02.10.2011 09:39

schneller euro hat geschrieben:Durch das ACCURA-System (Strategieinvestment) wurden 22 Geschäfte ausgelöst. Das entspricht etwas weniger als 1 Geschäft pro Gattung (DAX30; S&P500; ESTOXX50; BUND; T-Note und T-Bond) im Monat. 60 Prozent der Geschäfte bezogen sich auf Aktienmärkte und 40 Prozent auf Rentenmärkte. Die durchschnittliche Halterdauer betrug für die Aktienmärkte ca. 6 Tage und für die Rentenmärkte ca. 11 Tage. Die Geschäfte verteilten sich im Verhältnis 50 : 50 auf die USA und Europa.
Die Erträge generierten sich zu ca. 40 Prozent aus Aktienderivaten auf europäische Werte, 16 Prozent aus dem S&P500-Future und 18 Prozent aus den BUND-Future. Rentenderivate aus den USA steuerten 15 Prozent der Erträge bei. Das Basisinvestment in Renten und Cash trug zu 11 Prozent am Ergebnis bei. ..."


Dann ist der Accura eigentlich auch ein Trendfolger? Vergleichbar mit C-quadrat und Ram von Leo Willert? Nur kurzfristiger orientiert als die Willert-Fonds? Oder wie Ac-Risk,aber ohne Rohstoffe?
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Beitragvon ChilliMarket » 07.10.2011 14:43

Hallo LB,

nein ich glaube nicht, ich hatte mir das mal erklären lassen: die halten nicht viel von den normalen trendfolgern, bis auf wenige ausnahmen. sie nutzen trends als filter/bestätigung nicht investiert zu sein. beispielsweise wenn der trend zu steil ist. die einstiegs- und ausstiegsimpulse kommen wohl über ein system, dass offensichtlich messen kann, wenn die wirklich großen in den markt gehen oder so ähnlich. dann hängen sie sich mit rein. bleiben aber immer nur tage investiert. die meiste zeit scheinen sie die anlagegelder in liquidität oder anleihen zu halten.
grüße,
c_m


lloyd bankfein hat geschrieben:
schneller euro hat geschrieben:Durch das ACCURA-System (Strategieinvestment) wurden 22 Geschäfte ausgelöst. Das entspricht etwas weniger als 1 Geschäft pro Gattung (DAX30; S&P500; ESTOXX50; BUND; T-Note und T-Bond) im Monat. 60 Prozent der Geschäfte bezogen sich auf Aktienmärkte und 40 Prozent auf Rentenmärkte. Die durchschnittliche Halterdauer betrug für die Aktienmärkte ca. 6 Tage und für die Rentenmärkte ca. 11 Tage. Die Geschäfte verteilten sich im Verhältnis 50 : 50 auf die USA und Europa.
Die Erträge generierten sich zu ca. 40 Prozent aus Aktienderivaten auf europäische Werte, 16 Prozent aus dem S&P500-Future und 18 Prozent aus den BUND-Future. Rentenderivate aus den USA steuerten 15 Prozent der Erträge bei. Das Basisinvestment in Renten und Cash trug zu 11 Prozent am Ergebnis bei. ..."


Dann ist der Accura eigentlich auch ein Trendfolger? Vergleichbar mit C-quadrat und Ram von Leo Willert? Nur kurzfristiger orientiert als die Willert-Fonds? Oder wie Ac-Risk,aber ohne Rohstoffe?
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Beitragvon lloyd bankfein » 09.10.2011 08:57

Danke für die Erläuterung, chillimarket. Hoffentlich bleibt das Fondsmanagement auch weiter so erfolgreich. Bislang hat der Fonds sich überragend entwickelt.
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Beitragvon schneller euro » 07.11.2011 16:49

Kennzahlen aus dem Factsheet Okt. 2011:
Volatilität p. a. 7,00%
Sharpe Ratio (3%) 1,12
Bestes Jahresergebnis 30,57%
Schlechtestes Jahresergebnis 1,22%
Bestes Monatsergebnis 6,95%
Schlechtestes Monatsergebnis -4,03%
Profitable Monate 69,16%
Korrelation zum DAX 0,27
...
Fondsvermögen € 25 Mio.

Aus dem Newsletter von accuraconsult: "...Der Fonds konnte im Oktober einen Zugewinn von 0,51% verbuchen. Das führt die Strategie zu einem Jahresergebnis von 8,27%. Die 12-Monatsrendite beträgt 10,56%. Das Risikoniveau (Volatilität) des Fonds beträgt moderate 5-6%. Der Fonds markierte im Laufe des Monats einen neuen absoluten Höchstwert. Erwirtschaftet wurde dies durch Aktienpositionen in S&P500, DAX und EUROStoxx50. Zum Monatsende verloren wir wieder etwas von den Gewinnen durch die aufkommende Volatilität im US-Aktienmarkt. Im Resultat beendeten wir den Monat mit einem leichten Ertrag von 0,51% ..."

...

Vergleiche mit einigen, in punkto Vola und Strat. halbwegs ähnlichen Fonds:
Chartseit Auflegung des Accura im Dez. 2008
-> bemerkenswert dass der Accura im Gegensatz zu den anderen Fonds im II.Halbjahr 2009 seine schwächste Phase hatte. Da keine Shortpos. eingegangen werden (s.o.), müsste man noch mal nachforschen, woraus diese Schwächephase seinerzeit resultierte

Auf Basis 6 Monateliegt der Accura weiterin vorne
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Beitragvon ChilliMarket » 12.11.2011 17:49

schneller euro hat geschrieben:Kennzahlen aus dem Factsheet Okt. 2011:
Volatilität p. a. 7,00%
Sharpe Ratio (3%) 1,12
Bestes Jahresergebnis 30,57%
Schlechtestes Jahresergebnis 1,22%
Bestes Monatsergebnis 6,95%
Schlechtestes Monatsergebnis -4,03%
Profitable Monate 69,16%
Korrelation zum DAX 0,27
...
Fondsvermögen € 25 Mio.

Aus dem Newsletter von accuraconsult: "...Der Fonds konnte im Oktober einen Zugewinn von 0,51% verbuchen. Das führt die Strategie zu einem Jahresergebnis von 8,27%. Die 12-Monatsrendite beträgt 10,56%. Das Risikoniveau (Volatilität) des Fonds beträgt moderate 5-6%. Der Fonds markierte im Laufe des Monats einen neuen absoluten Höchstwert. Erwirtschaftet wurde dies durch Aktienpositionen in S&P500, DAX und EUROStoxx50. Zum Monatsende verloren wir wieder etwas von den Gewinnen durch die aufkommende Volatilität im US-Aktienmarkt. Im Resultat beendeten wir den Monat mit einem leichten Ertrag von 0,51% ..."

...

Vergleiche mit einigen, in punkto Vola und Strat. halbwegs ähnlichen Fonds:
Chartseit Auflegung des Accura im Dez. 2008
-> bemerkenswert dass der Accura im Gegensatz zu den anderen Fonds im II.Halbjahr 2009 seine schwächste Phase hatte. Da keine Shortpos. eingegangen werden (s.o.), müsste man noch mal nachforschen, woraus diese Schwächephase seinerzeit resultierte

Auf Basis 6 Monateliegt der Accura weiterin vorne


das ist eine gute idee. ich werde mir das von der KAG oder vom Manager erläutern lassen.
was die Total Return-Welt angeht, sind die bislang ja unschlagbar. Bislang habe ich den Fonds nicht mit VV-Fonds verglichen so wie Du es tust. Weil sie ja eigentlich anders arbeiten als die aus dem Vergleich.
Grüße
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Re: Accura AF1

Beitragvon justBfree » 14.11.2011 22:34

schneller euro hat geschrieben:-> bemerkenswert dass der Accura im Gegensatz zu den anderen Fonds im II.Halbjahr 2009 seine schwächste Phase hatte. Da keine Shortpos. eingegangen werden (s.o.), müsste man noch mal nachforschen, woraus diese Schwächephase resultierte


Das habe ich getan und u. a. den damaligen Jahresbericht 2009 erhalten, der auf den Kursrückgang eingeht. Leider ist die Datei zu groß um sie hier anzuhängen. Mein Fazit: Als Ursache lässt sich ein mehrfaches, ungünstiges Ausstoppen im S&P Futures und DAX-Futures aufgrund hoher Kursvolatilität ausmachen. Also ein bekanntes Problem der Art "Wie eng setze ich meine Stopps".
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Beitragvon ChilliMarket » 17.11.2011 08:47

Hallo schneller euro, all,

ich habe gestern bei dem Manager (Accura) angefragt und nach zwei Stunden eine Rückantwort erhalten.
Meine Vermutung einer Übersicherung konnten sie nicht bestätigen. Offensichtlich (wenn ich es richtig verstanden habe)
gibt es zwei Sicherungsmechanismen:
1: Am besten garnicht investiert sein.
Der Fonds ist aussagegemäß ungefähr 60-65% der Zeit eines Jahres nur in Liquidität investiert.
Somit geht er den meisten Risiken aus dem Weg und hält die Volatilität niedrig.
Die Erkenntnis kommt aus der Zeit als die Manager selber Trader waren, da gab es auch nur 2-4 wirkliche gute Chancen/Jahr um Gewinne
zu machen. Der Rest der Zeit war warten.
Durch dieses Vorgehen sparen sie die Kosten, die andere für die Sicherung ausgeben müssen. Aus deren Sicht ist das auch der Grund warum andere
Total Return Fonds kaum Geld verdienen.

2.Jede eingegangene Risikoposition wird mit einem Stopp-Loss versehen. Egal was passiert, wenn dieser Stopp-Loss verletzt wird, sind sie draußen.

Der Grund für die Schwächephase in II.2009 ist ein anderer.
Das Produkt ist von den Managern so aufgebaut, das es normalerweise ca. 3%-5% über Geldmarkt macht. Im ersten Halbjahr 2009 hatte
es aber bereits 14% Rendite erwirtschaftet. Die Korrektur in der zweiten Jahreshälfte war offensichtlich eine Rückkehr zur Normalität.
Natürlich kann das Produkt auch mehr erwirtschaften, aber laut Accura darf man die 14% nach 6 Monaten nicht linear fortschreiben.Für 28% p.a.
ist das Produkt nicht geeignet. Dafür macht es auch nicht -28% oder mehr in schlechten Zeiten.

Nun bis jetzt haben sie sich ja gut geschlagen. Selbst im Vergleich mit VV-Fonds.
Grüße
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Beitragvon justBfree » 17.11.2011 22:18

ChilliMarket hat geschrieben:Der Grund für die Schwächephase in II.2009 ist ein anderer.
Das Produkt ist von den Managern so aufgebaut, das es normalerweise ca. 3%-5% über Geldmarkt macht. Im ersten Halbjahr 2009 hatte
es aber bereits 14% Rendite erwirtschaftet. Die Korrektur in der zweiten Jahreshälfte war offensichtlich eine Rückkehr zur Normalität.


Der Grund...siehe oben!
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 08.12.2011 11:35

schneller euro hat geschrieben:Vergleiche mit einigen, in punkto Vola und Strat. halbwegs ähnlichen Fonds:
Chartseit Auflegung des Accura im Dez. 2008

Auf Basis 6 Monateliegt der Accura weiterin vorne


Das Fondsmanagement macht weiter einen ganz tollen Job. Fonds die in den letzten Tagen ein AtH erreicht haben wie der Accura kann man mit der Lupe suchen
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Beitragvon ChilliMarket » 10.12.2011 11:26

Ja, das stimmt.
Offensichtlich scheinen jetzt auch andere auf den Fonds aufmerksam zu werden:

"Der HSBC GIF Global Macro M1C konnte unter Berücksichtigung des Marktumfeldes seiner Zielsetzung der Erzielung von absoluten Erträgen nicht gerecht werden und zur Portfoliostabilisierung beitragen.

Daher hat die MMD Multi Manager GmbH folgenden Fondstausch per 06.12.2011 vorgenommen:

HSBC GIF Global Macro M1C (LU0298502328)

wird ersetzt durch

von der Heydt Kersten Invest – Accura AF1 A (LU0401461305)

Das Fondsmanagement des Accura AF1 verfolgt mit dem speziellen Timing-Ansatz eine Investmentstrategie, die das Portfolio hervorragend stabilisiert und zur Diversifikation über „Köpfe“ und „Stile“ beiträgt.

Die Expertise des Fondsmanagements sowie die Funktionalität der Investmentstrategie werden insbesondere durch die quantitativen Kennzahlen und Ergebnisse unterstützt."

Quelle:
http://www.mmd-forum.de/Forum_Fondstaus ... lternativ/
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Es spricht sich langsam rum

Beitragvon ChilliMarket » 10.12.2011 11:43

....oder auch hier:
http://www.dasinvestment.com/investments/alternative-investments/news/datum/2011/12/02/mit-managed-futures-fonds-durch-krisenzeiten/

"Zum echten Geheimtipp schwingen sich gerade die Manager des Münchner Bankhauses von der Heydt auf. Der Von der Heydt Kersten Invest Accura (A0RDHD) ist zwar nur knapp drei Jahre alt, hat bisher aber eine makellose Bilanz: jährlich 9 Prozent und kein Jahr im Minus.

Und das, obwohl der verantwortliche Fondsmanager, die Berliner Accura Consult, nicht einmal Short-Positionen eingeht. Kaufsignale liefert ein hauseigenes Handelssystem. Genutzt werden nur Dax, Euro Stoxx 50, S&P 500 sowie amerikanische und deutsche Staatsanleihen."

Wobei die Grafik nach dem Text wieder mal irreführend ist. Zwei Fonds werden auf 2 Jahre dargestellt und der andere über 5 Jahre.
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Beitragvon schneller euro » 11.01.2012 15:58

Aus dem Monatsbericht Dezember:
"...Unser Vermögensverwaltungskonzept ist darauf eingestellt schonend mit den Anlagemitteln umzugehen. Somit lässt z.B. der AF1 so manche Chance aus, wenn das Risiko-/Ertragsprofil nicht stimmt. Dieses Vorgehen führt zu auskömmlichen Renditen bei gleichzeitig reduziertem Risiko. Nur so ist es möglich in einem Jahr in dem DAX (-15,18%) und Eurostoxx50 (-14,33%) negativ notieren, dennoch über 50% des Jahresergebnisses des AF1 aus eben diesen Indizes zu generieren. Ein Nebeneffekt: Weniger Geschäfte bedeuten geringere Kosten. In Zahlen heißt das, der AF1 erzielt seit seinem Bestehen (15.12.2008) eine kontinuierliche Rendite von 9,33% p.a. bei einer Volatilität von 5,59%. Nur zum Vergleich: die Volatilität von 10-jährigen Bundesanleihen betrug im gleichen Zeitraum 6,42% bei einer Rendite von 7,46% p.a.
Der Dezember brachte einen Zugewinn von 1,39%. Es wurden während des Monats Positionen in S&P500, DAX30, Estoxx50 sowie in T-Bonds und T-Notes eingegangen. Die Bond-Positionen wurden im Monatsverlauf wieder geschlossen. Alle eingegangenen Positionen wurden zum Monatsabschluss mit Gewinn bewertet. ..."

Aus dem Factsheet:
Fondsvermögen € 34,5 Mio. (gegenüber ca. 25 Mio Euro im Oktober 2011)
...
Volatilität p. a. 6,98%
Sharpe Ratio (3%) 1,14
Bestes Jahresergebnis 30,57%
Schlechtestes Jahresergebnis 1,22%
Bestes Monatsergebnis 6,95%
Schlechtestes Monatsergebnis -4,03%
Profitable Monate 69,44%
Korrelation zum DAX 0,27
...

-> Charts s.o., Beitrag vom 7.11.11
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Beitragvon schneller euro » 21.02.2012 17:56

finanzmonitor-onlinemit einem Artikel über den Accura und Hadi Saidi (außerdem werden auch noch der Avana und Apano besprochen).

Chartvergleichseit 15.12.08 (Auflegung des Accura) mit einigen prominenten Wettbewerbern wie Ethna Aktiv, Patrimoine u.a.
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Beitragvon k9 » 27.02.2012 16:24

In Anbetracht der wirklich hervorragenden Leistungen
gibt es erstaunlich wenig Hype um den Fonds.

Woran liegt's ?

Gruß k-9
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Beitragvon schneller euro » 29.02.2012 09:49

KILLminusNEUN hat geschrieben:In Anbetracht der wirklich hervorragenden Leistungen
gibt es erstaunlich wenig Hype um den Fonds.
Woran liegt's ?
Gruß k-9


Als ich mich vor ca. einem halben Jahr erstmals für diesen Fonds interessierte, erhielt ich von Accuraconsult diesbezüglich folgende Auskunft:
"...Uns wundert es nicht, dass die sogenannte Fachpresse uns noch nicht entdeckt hat. Wir sind auch nicht unbedingt bereit Werbung oder gesponserte Artikel in der Fachpresse zu schalten, damit sie uns „entdeckt“. Die Industrie ist aber im Bereich des Privatkundengeschäfts schon ziemlich merkwürdig. Leistung ist dort nachrangig. ... Gut, dass es immer mehr Anleger gibt, die sich selbst ein Bild machen...."
-> dies hebt sich m.E. bemerkenswert positiv von anderen Gesellschaften ab, wo das Marketing und die Selbstdarstellung immer mehr in den Mittelpunkt rücken

Ergänzung 4.4.12: in DFA 05/12 ist nun auch ein Artikel über den Accura und die Fondsmanager Demmel, Saidi und Fries erschienen
Zuletzt geändert von schneller euro am 04.04.2012 12:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon k9 » 29.02.2012 09:54

schneller euro hat geschrieben:.......

-> dies hebt sich m.E. bemerkenswert positiv von anderen Gesellschaften ab, wo das Marketing und die Selbstdarstellung immer mehr in den Mittelpunkt rücken


Sehe ich absolut genauso. Man kann nur hoffen,
dass dieses Gewächs noch recht lange weiter so
erfolgreich im Verborgenen gedeiht.

Gruß k-9
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Beitragvon schneller euro » 13.04.2012 12:29

Chartvergleichseit 15.12.08 (Auflegung des Accura) mit einigen prominenten Wettbewerbern wie Ethna Aktiv, Patrimoine u.a.

Aus dem Monatsbericht 03/12:
"...in München wurde vor kurzem ein Haus für € 6.000.000 verkauft. Das sollte keine Seltenheit sein und auch keine Erwähnung im Monatsbericht unseres Fonds finden. Erwähnenswert ist aber, dass ebendieses Haus vor sechs Jahren für die Hälfte zu haben war. Erstaunlich, konnte man doch den deutschen Immobilienmarkt in den vergangenen Jahren eher als mau bezeichnen, während unsere europäischen Partner - allen voran Spanien - eine Immobilienblase erlebten. Die Konsequenzen daraus sind uns für den Rest Europas ja gegenwärtig. Deutschland erfährt gerade eine gesteigerte Nachfrage im Immobiliensektor und das ist ein Fakt, der die Deutsche Bundesbank sehr wohl interessiert. Die Europäische Zentralbank hat zur Stützung der schwachen Länder Europas rund eine Billion EURO ins System gepumpt. Nun kann die EZB zwar Geld ins System pumpen, aber eine Kontrolle wo diese Mittel hingehen hat sie nicht. Teile der Mittel sind in die Anleihemärkte Südeuropas gegangen, andere Teile wohl in die Aktienmärkte. Ein weiterer Teil des billigen Geldes bahnt sich den Weg in den vermeintlichen billigen Immobilienmarkt Deutschlands. ...
Nutzt man die Erfahrungen zu Beginn des Jahrtausends, müssten nun eigentlich aufgrund der Entwicklung in Deutschland die kurzfristigen Zinsen steigen. Das würde aber die in Bedrängnis geratenen Länder Südeuropas noch stärker unter Druck setzen. Folglich bleibt nur noch der Abbau der Ungleichgewichte durch Beendigung des Niedriglohnwettbewerbs Deutschlands und damit einer deutlichen Steigerung der Inlandsnachfrage, bei gleichzeitiger Produktivitätserhöhung der restlichen Länder Europas über sinkende Einkommen.
Das ist ein schmerzlicher und langwieriger Prozess. Mit der Zeit wird der Druck immer größer und die Märkte lassen keine Fehler oder Nachlässigkeiten mehr zu. Jede Schwäche wird umgehend mit höheren Zinsen für das betreffende Land quittiert. Gleichzeitig wandert das Kapital zu den „sicheren Häfen“. Der Bund kann sich bereits zu niedrigsten Zinsen refinanzieren.
Der Bundesbank wird dies indes nicht schmecken. Sollten die niedrigen Zinsen zu ähnlichen Entwicklungen wie in Spanien, Italien oder Frankreich führen, wird sie alles erdenkliche tun um das Ausufern der Preise zu verhindern. Natürlich kann sie nicht direkt in die Geldpolitik Europas eingreifen. Es gibt aber etliche Mittel aus dem Giftschrank der Bundesbank, die Druck auf den Bankenapparat auslösen und damit Exzesse verhindern können. Die Bundesbank ist ganz klar darauf eingestellt, einseitige Verwerfungen des billigen Geldes zu Lasten Deutschlands zu verhindern. Darum wird sie der EZB genügend Raum lassen um den Rest Europas aus der Misere zu führen, aber nur soweit, dass Deutschlands Märkte nicht in Boom-Status geraten.. Herr Draghi wird also die Märkte nicht weiterhin so unterstützen können, wie er es in den Monaten seit seinem Amtsantritt getan hat.
Die Aktienmärkte haben bislang aber genau auf weitere unlimitierte Liquiditätszufuhr gesetzt. Jetzt vermehren sich die Stimmen aus den Zentralbanken der USA, Chinas, Indiens und Brasiliens, die eine weitere Liquiditätszufuhr in Frage stellen. Der Lackmustest für die Aktienmärkte wird ein gesteigerter Fokus der Zentralbanken auf die Inflation sein. Derzeit setzt niemand auf steigende Zinsen. Im Gegenteil: Aus der Not sein Geld unbedingt anlegen zu müssen, wird so manchem Staat oder Industrieunternehmen die Liquidität fast schon aufgedrängt. Irgendwann aber muss die üppige Liquiditätsversorgung der Märkte beendet werden. Die Deutsche Bundesbank ist hier schon sehr deutlich geworden. Sie könnte sich am Ende als „Party Pooper“ (Spielverderber) für das spekulative Geld herausstellen.
...
Der Fonds hat im März 2,14% abgeben müssen. Im Berichtszeitraum gab es Signale sowohl bei den Anleihen als auch bei den Aktien. Aufgrund der teilweise sehr hohen Tagesvolatilitäten wurden nahezu alle Positionen ausgestoppt oder im Verlust geschlossen..."
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Im Moment etwas rückläufig. Fürs Jahr aber noch ganz gut.

Beitragvon ChilliMarket » 21.05.2012 17:21

Offensichtlich hat sich die Korrektur des Marktes seit ca. 1 Monat auch beim ACCURA AF1 bemerkbar gemacht. Dennoch liegt er ziemlich stabil. Mal schauen, ob die Fondsmanager sich demnächst wieder dem allgemeinen Markt entziehen können. Volumen jetzt schon >€60 Mio.. Das ist ja schon etwas. man hört jetzt auch etwas mehr über den Fonds, aber noch kein Hype.
Im Vergleich zu Megasellern Carmignac und Ethna muss er sich immer noch nicht verstecken.
Grüße,
Chilli
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Beitragvon schneller euro » 03.07.2012 12:47

Chartvergleichseit 15.12.08 (Auflegung des Accura) mit einigen prominenten Wettbewerbern wie Ethna Aktiv, Patrimoine u.a.

Nachdem es zuletzt einen neuen MDD i.H.v. -7,1% gegenüber dem ATH von 03/12 gab, folgte dann am letzten Freitag der vermutlich höchste Tagesgewinn seit Auflage des Fonds: +3,6%
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Beitragvon schneller euro » 19.10.2012 10:01

Mitteilung von accuraconsult.com, Änderungen ab 1.10.12:
...
- 8. Der Name des Teilfonds „von der Heydt Kersten Invest - ACCURA AF1“ wird in „ACCURA - AF1“ geändert.
...
10. Die Performance Fee Berechnung wird auf wie folgt geändert: Zusätzlich zu der Vergütung des Investment Managers erhält der Investment Manager aus dem Teilfonds für jede Anteilklasse eine erfolgsabhängige Vergütung („Performance Fee“). Der Erfolg wird bewertungstäglich ermittelt. Zur Ermittlung des Erfolges wird die Wertentwicklung auf Anteilsebene seit Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres gemäß BVI-Methode ermittelt, wobei Ausschüttungen und zu Lasten des Teilfonds geleistete Steuerzahlungen (ohne taxe d’abonnement) dem Anteilwert rechnerisch wieder zugeschlagen werden (BVI-Methode). Die erfolgsabhängige Vergütung beläuft sich auf bis zu 10,00 Prozent p.a. des Betrages, um den die Anteilwertentwicklung des Teilfonds im laufenden Bewertungszeitraum (d.h. pro Monat) positiv ist.
... Die erfolgsabhängige Vergütung wird unter Berücksichtigung der umlaufenden Anteile täglich festgeschrieben und abgegrenzt. Ist die Wertentwicklung negativ, so wird mit der gleichen Berechnungsmethode die bisher ermittelte erfolgsabhängige Vergütung anteilig aufgelöst. Negative Beträge werden nicht vorgetragen. Die zurückgestellte erfolgsabhängige Vergütung kann dem Teilfondsvermögen monatlich entnommen und nach Abgrenzungsstichtag an den Investment Manager ausgezahlt werden. Abgrenzungsstichtag ist das Monatsende.
..."
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Beitragvon lloyd bankfein » 20.10.2012 20:12

Keine High-Water-Mark, kein Vergleichsindex der übertroffen werden muss
Klingt ziemlich unerfreulich die o. g. Variante der Performance-Fee :?
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Beitragvon ChilliMarket » 22.10.2012 21:50

lloyd bankfein hat geschrieben:Keine High-Water-Mark, kein Vergleichsindex der übertroffen werden muss
Klingt ziemlich unerfreulich die o. g. Variante der Performance-Fee :?


Hallo Lloyd B.,
"Ist die Wertentwicklung negativ, so wird mit der gleichen Berechnungsmethode die bisher ermittelte erfolgsabhängige Vergütung anteilig aufgelöst."



Das ist doch eine High Water Mark. Den Rest lass ich mir mal von ACCURA erklären.
Gruß
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Beitragvon slt63 » 23.10.2012 09:47

Das ist die Formulierung aus dem Prospekt/Kundeninformation September 2012:

"Die erfolgsabhängige Vergütung beläuft sich auf bis zu 10,00 Prozent p.a. des Betrages, um den die Anteilwertentwicklung des Teilfonds im laufenden Bewertungszeitraum (d.h. pro Monat) positiv ist.

Der Nettoinventarwert je Anteil einer Anteilklasse, welcher für die Berechnung einer erfolgsabhängigen Vergütung herangezogen wird, muss größer sein als die vorangegangenen
Nettoinventarwerte („High Watermark“) je Anteil einer Anteilklasse. Jeder vorangegangene Rückgang des Nettoinventarwertes pro Anteil der jeweiligen Klasse muss durch eine erneute Zunahme über den
letzten Höchstwert des Nettoinventarwertes pro Anteil der jeweiligen Klasse, zu dem eine erfolgsabhängige Vergütung angefallen ist, ausgeglichen werden. Zu übertreffen ist also nicht nur der
Höchststand zum letzten sondern zu allen vorangegangenen Bewertungsstichtagen.

Die erfolgsabhängige Vergütung wird unter Berücksichtigung der umlaufenden Anteile täglich
festgeschrieben und abgegrenzt. Ist die Wertentwicklung negativ, so wird mit der gleichen Berechnungsmethode die bisher ermittelte erfolgsabhängige Vergütung anteilig aufgelöst. Negative
Beträge werden nicht vorgetragen.

Die zurückgestellte erfolgsabhängige Vergütung kann dem Teilfondsvermögen monatlich entnommenund nach Abgrenzungsstichtag an den Investment Manager ausgezahlt werden.
Abgrenzungsstichtagist das Monatsende."


Nach meinem Verständnis gilt die angesprochene sogenannte "High-Watermark" nur auf das jeweilige Geschäftsjahr bezogen (monatl. Abr.) .

Der m.E. entscheidende Satz ist: "Negative Beträge werden nicht vorgetragen. " Das bedeutet nach meinem Verständnis, daß wenn der Fonds in einem GJ Miese macht, diese eben nicht aufgeholt werden müssen, um im folgenden GJ wieder PF zu kassieren.

@Chilimarket: vielleicht kannst Du bei Deiner Nachfrage ja auch klären, wie das genau gemeint ist/ob ich mit meiner Interpretation richtig liege.
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Beitragvon lloyd bankfein » 25.10.2012 08:05

Auch Das Inv. ist jetzt auf den Fonds aufmerksam geworden. Allerdings steht nichts Neues in dem
Artikel
Nur das was hier im Thread auch schon vor längerer Zeit erwähnt wurde
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