Rebalancing

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Rebalancing

Beitragvon Papstfan » 04.03.2015 12:15

Aus einem andren Thread im Jahr 2012:
k9 hat geschrieben:
Fondsfan hat geschrieben: im Jahr 2012
...
Ich löse das Problem, indem ich plötzlich sehr gut
laufende Fonds bei ebase mit einem dynamischen
Stop Loss für einen Teil des Bestands belege.
Damit nehme ich eine gute Phase voll mit und komme
zum rebalancing, sobald der positive Trend kippt.


Das mache ich seit längerem auch so (mit Ausnahmen).
Schade, dass die FFB diese Möglichkeit nicht anbietet.

Gruß k-9
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Beitragvon Papstfan » 04.03.2015 12:19

Argumente PRO Rebalancing von Sauren bei fondsprof. in 2012: artikel
und: Mutiges, antizyklisches Trading erhöht den Gewinn bei trader-ins.

Z.Zt. habe ich 10 Fonds mit vermoegensverwaltendem Ansatz im Depot. Anfangs waren alle gleich gewichtet. Nun haben Banque Lux. Equity Divi, FVS Multi Opp. und Ethna Aktiv einen Anteilt von ca 12 - 13 % erreicht. Ich frage mich, ob nun Rebalancing und Teil-Gewinn-Mitnahmen angebracht waeren. Einen Stopp-Loss hab ich bei allen Fonds gesetzt. Aber da muesste schon einen groessere Korrektur kommen, damit dieser ausgeloest wird. Bei "normalem" Verlauf der Boerse koennte der Banque Lux oder der FVS vielleicht in absehbarer Zeit 15 oder mehr Proz. Anteil in meinem Depot haben.Deshalb stellt sich mir die Frage: Teil-Gewinn-Mitnahmen oder laufen lassen?
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Re: Rebalancing

Beitragvon slt63 » 05.03.2015 09:55

Hallo Papstfan
dzu erstmal ein paar Rückfragen von mir:
Inwieweit sind die Bestände abgeltungssteuerfrei?
Was verstehst Du hier genau unter Rebalancing: alle wieder auf 10 % korrigieren, d.h. unter den Fonds tauschen, oder die Cashquote entsprechend zu erhöhen, die ja vermutlich auch gesunken ist wenn Du nicht nachgelegt hast?
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Re: Rebalancing

Beitragvon FinanzHai » 06.03.2015 14:54

bei misch+dachfonds würde ich die grenzen für das rebalancing wesentlich großzügiger setzen als bei rassigen aktienfonds. also erst über 15%, < 5% usw
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Re: Rebalancing

Beitragvon Papstfan » 06.03.2015 17:54

slt63 hat geschrieben:Inwieweit sind die Bestände abgeltungssteuerfrei?
nur der Ethna

Was verstehst Du hier genau unter Rebalancing: alle wieder auf 10 % korrigieren, d.h. unter den Fonds tauschen, oder die Cashquote entsprechend zu erhöhen, die ja vermutlich auch gesunken ist wenn Du nicht nachgelegt hast?
wieder auf 10% korrigieren, cashquote ist sehr hoch weil ich welche der lupenreinen Aktien-Fonds verkauft habe

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Re: Rebalancing

Beitragvon slt63 » 07.03.2015 11:06

Also bei abgeltungssteuerfreien Beständen wäre ich sehr zurückhaltend, was das Rebalancing angeht.

Was die anderen angeht: ok kann man machen, wenn es zu weit auseinanderläuft, man jedoch von dem "hinterherlaufenden" Fonds weiterhin überzeugt ist.
Das "zu weit" ist natürlich Definitionssache.
Zum anderen ist da noch das Risiko-/Renditeprofil zu beachten: wenn ein eher offensiver Kandidat einem eher defensiven weggelaufen ist, macht es m.E. eher Sinn als innerhalb der gleichen Kategorie.
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Re: Rebalancing

Beitragvon lloyd bankfein » 23.02.2017 11:41

wie haltet ihr es denn momentan?
a)rebalancing oder b)gewinnen laufen lassen und mit stopp-kursen absichern?
methode b) ist mir symp., aber bei einem crash würde es teuer .... :(
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Re: Rebalancing

Beitragvon Fondsfan » 23.02.2017 19:06

@ lb

Du solltest mal sagen, wo Du einen Stop Loss legst, denn ich habe den Eindruck,
Du machst das mit einem sehr hohen Prozentsatz.

Ich habe z.B. bei einem Fonds, dem ich auf Dauer nicht mehr traue, einen sehr
knappen Stop Loss von 2 % gesetzt, um die gerade laufende Aufschwungphase noch
mitzunehmen, aber beim ersten richtigen Zucken auszusteigen.

Es stellt sich auch die Frage, wie man den Stop Loss bei asiatischen Fonds setzt.

Bei einem meiner dortigen Fonds habe ich einen Stop Loss von 5%, weil ich davon ausgehe, dass die Schwankungen niedriger bleiben bzw. das Erreichen dieser Schwelle für einen
beginnenden Crash spricht, der dann einen späteren Wiedereinstieg zu deutlich niedrigeren
Kursen ermöglicht.

Natürlich sind das alles spekulative Glaubensfragen.
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Re: Rebalancing

Beitragvon lloyd bankfein » 08.03.2017 13:59

den Stoploss lege ich meist ca 7 % unter dem letzten Hoch. Bei einigen orientier ich mich am letzten Mdd. High-Mdd = Stoppkurs
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Re: Rebalancing

Beitragvon Fondsfan » 08.03.2017 14:12

@ lb

Was Du da machst erscheint mir ziemlich riskant, denn wenn Du den Stop an
eingem historischen Kurs orientierst, wird die Differenz bei steigenden Kursen wie
z.Zt. ständig größer.

Ich glaub daran, dass eigentlich nur ein dynamisch nachgezogener Stop Loss das
bewirken kann, was ich will.
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Beitragvon schneller euro » 14.03.2017 12:31

k9 hat geschrieben:
Fondsfan hat geschrieben: im Jahr 2012
...
Ich löse das Problem, indem ich plötzlich sehr gut
laufende Fonds bei ebase mit einem dynamischen
Stop Loss für einen Teil des Bestands belege.
Damit nehme ich eine gute Phase voll mit und komme
zum rebalancing, sobald der positive Trend kippt.


Das mache ich seit längerem auch so (mit Ausnahmen).
Schade, dass die FFB diese Möglichkeit nicht anbietet.

Gruß k-9


Was Ebase und andere Plattformen/Banken angeht, habe ich ein etwas ungutes Gefühl, die dortigen Möglichkeiten, Stopplosses zu setzen, zu nutzen.
Bsp: der altbekannte FvS Multi Opp (A0M430) im Chart seit Anfang 2015
Angenommen, ein Anleger hätte im Laufe des Jahres 2015 den Stoppkurs auf 210 Euro nachgezogen (ca. 6% unter dem Jahreshoch vom April) und wäre dann im August in Urlaub gefahren. Der Kurs fiel seinerzeit von knapp 220 innerhalb weniger Tage auf 204 und dann auf 197 Euro. Die Problematik wird dadurch verschärft, dass K-/VK-Aufträge beim A0M430 mit t+1 ausgeführt werden, d. h. erst einen Tag nachdem der Stoppkurs gerissen wurde und im konkreten Beispiel nochmals 7 Euro = ca. 3,5% tiefer. Am obigen Chart erkennt man, dass es in 12/15-01/16 eine ähnliche Situation gab. Gleichfalls in 2013 und 2014. Bei volatileren und speziell reinrassigen Aktienfonds ist das Ganze noch problematischer.
Worauf ich hinaus will: Stoppkurs sind grundsätzlich sinnvoll. Aber wenn der VK erst einen Tag (oder weitere Tage bei t+1, t+2 etc.) später erfolgt, dann ist dies bei kurzfristigen Kurseinbrüchen extrem ungünstig. Daher verwende ich Stoppkurse nur im Börsenhandel, wo der VK sehr kurzfristig erfolgt, aber nicht im Handel mit der KAG.
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Re: Rebalancing

Beitragvon Fondsfan » 14.03.2017 13:26

@ schneller euro

Beim Stop muss man m.E. zwei Situationen total unterscheiden, zumindest tue ich das.

Die eine ist die, dass ich grundsätzlich einen Fonds loswerden will, der aber im Augenblick
gerade einen Höhenflug erlebt. Da wäre mir die von Dir aufgezeigte Problematik gleichgültig,
weil ich durch den dynamischen Stop zunächst einen Anstieg mitgenommen habe, der auf jeden
Fall erfreulich ist.

Das andere ist der Stop, der mich gegen eine mögliche Trendwende im Markt absichern soll. Da
gibt es das unlösbare Problem, dass der Stop zu spät greift oder man das Papier an einem Tiefpunkt
verliert und nicht wieder einsteigt.
Mein schwacher Trost mit der Technik bei ebase ist folgender: häufig folgt auf ein heftiges Tagesminus am
nächsten Tag eine technische Reaktion nach oben. Durch die Technik von ebase verkaufe ich dann u.U.
in diese technische Reaktion hinein.
Da ich im Gegensatz zur Börse bei ebase für Transaktionen nichts zahle, spielt die Zahl der Transaktionen
auch von den Kosten her keine Rolle.
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