Fundamentale Betrachtung und Analysen bezogen auf E-D

Allgemeine Markteinschätzungen, Analysen der Währungen sowie Betrachtungen der Konjunkturnews.

Moderator: oegeat

Fundamentale Betrachtung und Analysen bezogen auf E-D

Beitragvon membran » 02.06.2005 15:54

Hallo Trader Freunde



Ich denke das mehrheitlich der am Freitag anstehende Arbeitsmarktbericht unterschätzt wird und werde mich bis spätestens Freitag "long" positionieren.

Um kurz auf fundamentales einzugehen (werde in den kommenden Wochen dazu einen extra Thread eröffnen) ... sämtl. Wirtschaftsdaten aus den USA sind negativ bis auf den Arbeitsmarktbericht (getrükt und statistisch nicht bellegbar -> Wundertüte CES-Netbirth Modell) ) und gestern das gestiegene Verbrauchervertrauen das m.e nach einzig und alleine an den steigenden Renten und Aktienmärkten liegt.
Phily Fed,Chicago PMI,heute der ISM-Index und somit auch die Produktionstätigkeit der Unternehmen in den USA -> eingebrochen... es zählt daher einzig und alleine -> die Hausse nährt die Hausse" und ich warte geduldig darauf massiv US Indices zu shorten (auch dazu in kürze ein entsprechender Thread)!

Morgen wird sich die negative Datenreihe mit einem weiteren Rückgang der Auftragseingänge (factory Orders) bestätigen -> klarer Indikator sind die gestiegenen Lagerbestände in den USA!

Der Markt ist einzig und aleine "liquiditätsgetrieben" sonst nichts!Analysten halten sich dezent zurück mit Anmerkungen zur fundamentalen Situation das erinnert mich an das Jahr 2000 -> jeoch gibt es noch keine Anzeichen das die privat Anleger auf den Zug aufspringen das bleibt noch abzuwarten und dann zählt absolut zwingend "it,s time to short" und die Amüpeln stehen deshalöb noch weiterhin auf grün (zumindest bis zur nächsten FEd Sitzung Ende Juno) ....

Zum Arbeitsmarktbericht und den am Freitag "neu geschaffenen Stellen" die Ankündigungen auf Massenentlassungen haben sich im April nahezu verdoppelt und das in Verbidung mit der derzeitigen wirtschaftl. Verfassung in den USA (unserer Unternehmen exportiert überwiegend in die USA) und unser "Alter",wir haben einen one man Betrieb d.h der Besitzer ist der Manager hat angedeutet das er im August erst mit einer Verbesserung der Auftragslage (Nachfrage aus den USA) rechnet,derzeitig ist "Ebbe im Schacht" und wir fahren selber extrem unsere Lager voll"

Hier der Chart (man achte auf die Spitzen und den darauf folgenden deutlich niedrigeren Wert) was ich pers. als Ausdruck für die manipulierte Datenreihe der Amerikaner betrachte:





Bild

Wie schon eingangs erwähnt wenn etwas den Dollar Flug kurzfristig stoppen kann dann der Arbeitsmarktbericht was ebenso für die Indices gillt -> ich werde mich deshalb entsprechend in den Indices short und im Euro long positionieren.
Es macht wahrscheinlich mehr Sinn den Dax zu shorten da er bei einer möglw. größeren Korrektur im Euro auch entsprechend höheres Abwärtspotential besitzen sollte wähle aber schließlich den Index der am stärksten überkauft ist.
Dazu später mehr.....

Viele Grüsse,


Jörg
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Beitragvon membran » 02.06.2005 15:56

"Euro Schwäche"


Derzeitig Zinsvossprung durch erhöhte Inflation in den USA - dazu eher eine temporäre Vertrauenskrise (der Ausländer z.B Asiaten) in Euro - EU-Verfassung!
Jedoch sollte sich die Erkenntnis durchsetzen das dies keinen Einfluss auf den Euro haben wird da es weder Einfluss auf die EU - Erweiterung noch Einfluss auf den Euro haben kann (der wird von der EZB bestimmt) ergo kann man festhalten das wohl eher der Unmut über die negativen Folgen der Euro Einführung (gefühlte Inflation durch Teuro) als das Wissen um die EU Verfassung zum Nein der Franzosen geführt hat und auch anderen Ländern (ich nehme die Insulaner einmal aus weil sie wie die Amis Ihre eigene Suppe kochen) "
Da ist also eine Menge Aufklärungsarbeit zu leisten.

Da die Welt am Nabel der USA hängt werden dort die Kurse bestimmt und beeinflusst.

Ich kann nicht erkennen das jemand die Idee aufgreift und nun amerikanische Produkte kauft da der Wechselkursvorsprung US Produkte billiger macht:


Bild


Bild


Somit halte ich fest das die Defizite schneller wieder in Erinnerung kommen als man vieleicht nun denken mag.


Durch eine Flexibiliesierung des Yuan (wahrscheinlich zum Anfang nicht mehr als max. 3% in 2005-anfang 2006) wird diese dennoch einen schwächenden Einfluss auf den USD haben da dieser gegenüber Aisatischen Währungen als überbewertet gilt wobei dieser durch die Intervenierungen asiatsicher Zentralbanken (Treasury Käufe) zur Schwächung der eigenen Währung gegenüber dem USD den Sinn haben die eigene Exporttätigkeit zu steigern und das ist über USD Käufe geschehen im aktuellen Fall der Asiaten über ein aufkaufen der US Schulden die noch dazu niedrig verzinst wurden nahezu immer schwächer werdenden USD Kursen.


Aber den Effekt hatten/haben die Exporttätigkeit (aus Asiatischer Sicht) ) über niedrigere Währungsbedingte Preise zu steigern.

EU Verfassung hin oder her irgendwann gehen die Asiaten hin und werden Gewinne realisieren gerade auch deshalb weil z.B bei den Chinesen die Wirtschaft gebremst werden muß und dafür sprechen langfristig USD Verkäufe gegenüber dem Yuan.

Ich gehe davon aus das derzeitig eine Bereinigung über den Intermarket abäuft der den USA Spielraum für Aussetzungen in der zweiten Jahreshälfte zubiligen wird was dann bei von mir pers. erwarteten fallenden Indices die nötige Unterstützung geben wird -da Sommer Rally!
Ich bin bei der derzeitigen Situation schon sehr gespannt auf die earnings season für das 2. Quartal und vor allem darauf ob sich der stärkere USD schon negativ in den schon heruner geschraubten "Schätzungen" niederschlagen wird.


Sicherlich muß man die Situationen und vor allem die wirtschaftsdaten kurz als auch langfristig anpassen jedoch meine ich zu berücksichtigen was der Hintergrund für die derzeitige "temporäre" USD Schwäche ist .. die da wäre die Inflation zu senken und gleichzietig eine eher expansive Geldpolitik betreiben zu können.

Das Gerede um die EU Verfassung sehe ich eher als Medienereigniss um die Auflagen zu erhöhen.
Gute berichte haben ja auch den Vorteil vn Aufklärungsarbeit.


Viele Grüsse,


Jörg
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Beitragvon Röckefäller » 09.06.2005 17:33

Hallo Jörg,

Zunächst einmal herzlichen Dank für die ausführlichen Einschätzungen.

Besonders interessant fand ich den Beitrag bez. EUR/USD
Am Ende etwas missvesrtändlich (vorletzter Absatz).

Was meinst Du mit der "temporären" Dollarschwäche?

Wenn ich Dich richtig verstanden habe gehst Du mittel bis langfristig
von einem wieder schwächeren Dollar aus. Das meine ich auch.
Charttechnisch schreit alles nach 1,18 aber fundamental wird der Euro
nochmal kommen. Anders bekommen die Amerikaner ihr Defizit nicht
in den Griff.
Was man bei der langfristigen Betrachtung im Kopf behalten sollte ist
die politische Dimension. Sollten sich in Europa nationalistische Töne
mehren, kann das für den Euro verheerend sein. Das Job-Problem wird
in Westeuropa so schnell nicht in den Griff zu bekommen sein.
Bin oft im Ausland, auch in Osteuropa. Wenn man sieht, wie motiviert
und dankbar die Leute in anderen Ländern sind, arbeiten zu dürfen
wundert es nicht, dass hierzulande niemand investieren will.

Gruß
RF :wink:
Röckefäller
 

Beitragvon Turon » 15.06.2005 11:34

Hallo Röckefäller!

Ich nehme mal an, daß membran den Dollar deswegen als temporär schwach ansieht, weil die amerikanische Wirtschaft auf Dauer es nicht packen die Politik des schwachen Dollars auf lange Sicht aufrecht-
zuerhalten.

ALLERDINGS SOLLTE MAN MEINER MEINUNG NACH ANNEHMEN, daß die Amis genau das versuchen werden. Das Ziel wäre dann langfristig eine neue wettbewerbsfähige Wirtschaft in USA aufzubauen, in dem man mittelfristig von dem Globalisierungswahnsinn abrückt.

IMHO sollte man begreifen, daß wir Amis und Wir angeblich Freunde sind - aber wir streiten seit dem Jahr 2000 ganz verbissen um die Wurst. Die EZB ist mir dabei ein Rätsel. Sie hat sich auf den starken Euro genau dann fixiert, als Europa diesen gar nicht brauchte. Wegen der EU Erweiterung
alleine dürfte die Eurostabilität nicht als Kriterium angesehen werden. Wir hätten die Kreditrichtlinien sogar mit vollen Risiko aufweichen müssen.
Aber nein, wir haben einen starken Euro gewählt, der insbesondere Ländern wie Deutschland nicht das Geringste nützt - im Moment gar weitaus mehr Schaden einrichtet, als in irgendeinem Sinne es logisch erscheinen würde.

ICH WAR LANGE ZEIT DER MEINUNG, daß wir alle als amerikanischer Backholder jederzeit aus der Dollarfalle aussteigen können. Offenbar ist das aber nicht möglich. Wenn der Dollarbestand der EZB in den letzten Jahren von einem Fond verwaltet worden wäre - hätten wir schon sehr wohl den Zeitpunkt erreicht, wo Zwangsverkäufe einsetzen müßten. Unsere Dollarbestand wird aber von der EZB verwaltet, und wenn die EZB (oder die BoE, oder die Schweizer) Geld braucht, druckt sie ja nichts zusätzlich - nein - sie verkauft Goldbestände.

Und was macht sie mit dem Erlös? Ich habe keine Ahnung - ich kann nur vermuten, daß mit dem Erlösen weiter Dollars aufgekauft werden oder irgendwelches Zeug was ein europäische ZB gar nicht braucht, oder japanische oder gar chinesische Zentralbank.

Während den Amis sprichwörtlich scheißegal ist wie tief der Dollar fallen wird,
bemüht sich der Rest der Welt eigene Illusion von gesunder Wirtschaft
aufrechtzuerhalten, und das spiegelt sich einzig und allein in den Interwentionen, wo zum Beispiel die BoJ in großem Still Dollars wieder aufkauft.

Im Prinzip funktioniert die Welt heute - aus meiner Sicht - wie ein großer Sozialamt. Wir finanzieren amerikanischen Traum, und akzeptieren als Zahlungsmittel praktisch alles was sich die FED so ausdenkt. Tun wir es eines Tages nicht mehr - kann man davon ausgehen, daß der Process
des wirtschaftlichen Niedergangs einfach in Turbomodus schaltet.

Eure Wirtschaft - sprich die Deutsche - wird dabei die größten Konsequenzen
tragen müssen. Und zur selber Zeit bauen dann die Amis in der Zukunft
die Sparten wieder auf, die sie über Jahre verloren haben. Sicher geht es nicht von heute auf morgen - aber es dürfte wohl akzeptabel sein, wenn wir dafür etwa 15-25 Jahre als Zeitraum ansehen.

Für uns wird das jedenfalls nicht von Vorteil sein weder wenn wirtschaftliche Experiment letztendlich scheitert, oder vom Erfolg gekrönt wird.

---------------------------------------------------------------------------------
Amerikaner haben uns seit 2001 in ihrer Entscheidungen sehr oft nicht gerade positiv überrascht. Weder in ekonomischen, noch in militärischen Sinne. Wir sind den Amis lästig geworden und so beschlossen sie praktisch das Wirtschaftsbündnis nahezu aufzukündigen. Wir können darauf nicht antworten, wenn wir an unserem liebgewordenen Wohlstand festhalten, und anbetracht der hoher Verschuldung können wir auch nicht so ohne Weiteres zurück.

Bei den Amis sieht die Sache ganz anders aus: sie können zwar auch nicht -
sie tun es aber trotzdem mit eindeutiger Warnung aus Washington: lieber Japaner -hört auf unsere Dollarbestände aufzukaufen. Dies ist eine sehr ärgerliche Manipulation. Liebe Europäer, hört auf sich wie Friedenstauben
zu verhalten, kauft lieber in großen Still daß was wir so produzieren. Waffen und Rüstung. Beteiligt Euch in Afghanistan, Irak.

Und wenn ich Cheney richtig verstanden habe, besaß er auch die Frechheit uns zu sagen - daß Europa eigentlich den Krieg ja doch haben will - da hat man alle Beitrittskandidaten als proamerikanisch eingestuft, nahm Dänemark und Spanien und Holland dazu - und auf diese Art und Weise behauptete man - die Europäer in großer Mehrzahl - mit Ausnahme von Frankreich und Deutschland sind wunderbare Freunde Amerikas.

(Daß Regierungen der proamerikanischer Länder - zum Beispiel meine -
die Polen gar nicht gefragt haben soll, ob sie Urlaub in Irak verbringen
wollen - bliebt dabei natürlich unerwähnt. Wozu auch? Hauptsache für USA/Cheney war doch damals, daß irgendwie unterm Strich Amerika
die liebe Mutter sei, und alle die das nicht wahrhaben wollen oder Amerika kritisieren, einfach nur zickig sind).

Daß Amerikaner in großen Still ihre Bilanzen fälschen mittels kreativer Buchhaltung etc. - sollte Niemandem veranlassen dieses Gebilde zu unterschätzen. Die Zahlen wirken auf die Masse, die sich gar nicht erst fragt wie diese zu Stande kommen. In Zukunft könnte jedoch der schwache Dollar
und sehr moderate Zinspolitk der FED eben doch dafür sorgen, daß das Vertrauen in das amerikanische Wunder gefestigt wird.

Bis es so weit ist - lebt Amerika nur NOCH vom Vertrauen in die Dollarwährung. Der amerikanische Traum wird abrupt enden, wenn dieses Vertrauen in großen Still verloren geht - wenn zum Beispiel einige größere
Zentralbanken sich dazu entschließen ihre Dollarbestände auf den freien
Markt zu werfen.

Und leider - leider ist es so - daß den Amerikanern genau auch das Recht sein kann. Sie verlieren zeitweise ihre Währungsmonopol, aber das macht ja nichts - die Amerikaner haben praktisch ja noch Waffenmonopol. Im schlimmsten Falle.

Gruß.

P.S.: Man kann mittlerweile annehmen, daß den Amis der schwache Dollar
mehr nützt, als der starke. Mittlerweile hat sich der Markt ja an diesen "Sonderfall" gewöhnt.
Turon
 

Beitragvon membran » 17.06.2005 16:11

Hallo Zusammen


Ich schreibe gerade aus meinem Urlaub deshalb nur ganz kurz.
Es muß natürlich heißen,"temporäre USD Stärke"!

Bis später,



Jörg
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Beitragvon oegeat » 24.06.2005 19:34

am Mittwoch könnten die Zinsen angehoben werden dann wäre der Spreed noch weiter ... hier eine Überlegung dazu

Europa schlägt USA



Wie verhält sich das internationale Kapital? Legt es sein Geld dort an, wo es die höchsten Zinsen erhält? Nachfolgend gehen wir anhand der Korrelation Europa/ USA der Frage nach, ob Wechselkurse und Zinsspread zueinander in Beziehung stehen.

Der „Zinsspread“ ist die fachliche Bezeichnung für die Differenz von Zinssätzen. Beispielsweise beträgt der Leitzins in den USA gegenwärtig 3 Prozent, derjenige der EZB liegt bei 2 Prozent. Demnach beträgt der Zinspread 1 Prozent zugunsten der USA. Die Währung der USA ist der US-Dollar, und man sollte nun annehmen, dass sich Verhältnis Euro/Dollar zugunsten des Dollar verschiebt. Aktuell sieht es so aus, denn der US-Dollar befindet sich seit Jahresbeginn auf Bergfahrt.

Doch das ist eine Momentaufnahme. Man sollte schon eine längere Zeitreihe betrachten, bevor man sich ein Urteil über die Wirksamkeit des Zinsspreads bildet. Nachfolgender Chart zeigt den Verlauf von Zinsspread Europa/USA sowie Euro/Dollar innerhalb der letzten 25 Jahre. Der Zinsspread ist links abgetragen, der Euro/Dollar-Kurs rechts.



Der Chart offenbart eine langfristige Entwicklungstendenz: Sowohl der Zinsspread als auch der Wechselkurs verbessern sich seit Beginn der 80er Jahre zugunsten Europas bzw. des Euros (dieser Effekt wird auf dem obigen Chart durch einen grünen Pfeil symbolisiert). D.h., für den Anleger gewinnt Europa seit zweieinhalb Jahrzehnten an Attraktivität gegenüber den USA. Daran ändert auch der derzeitige einprozentige Zinsvorteil der USA nichts.

Betrachtet man die Korrelation zwischen Zinsspread und Wechselkurs, so wird eine Vorläuferfunktion des Zinspreads gegenüber der Wechselkurs ersichtlich.

Dies lässt sich für das Tief im Jahr 1984/85 feststellen, gilt aber auch das Tief des Jahres 1989. Eine Verzögerung von fast 2 ½ Jahren stellte sich Anfang der 90er Jahre ein. Während der Zinsspread bereits im Januar 1993 sein Hoch erreichte, erzielte der Euro erst im Mai 1995 sein Hoch (Euro-Zeitreihe vor 1998 = Deutsche Mark). Ähnliches gilt für die darauffolgende Bodenbildung: Dem Zinsspreadtief des Jahres 1998 folgte das Eurotief der Jahre 2000/2001.

Aktuell lässt sich festhalten, dass der Zinsspread Europa/USA im November 2002 sein bisheriges Verlaufshoch erreichte, während der Euro zwei Jahre später (im Dezember 2004) toppte.

Interpretation: Offensichtlich benötigt die Entwicklung von Zinsspreads Zeit, um sich auf die Währungskorrelation durchzuschlagen. Dies gilt jedoch nicht immer; in den 80er Jahren war die Verzögerung nur kurz. Dennoch: Der Zinsspread läuft der Währung in der Regel voraus.

Die Besonderheit des Charts liegt in der Anzeige der längerfristigen Marktrichtung. Diese deutet sowohl für den Zinsspread Europa/ USA als auch für den Euro/Dollar-Kurs nach oben, selbst wenn kurzfristig gegenläufige Phasen auftreten.

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Beitragvon kaalexs » 26.06.2005 10:11

barrons roundtable juni 2005

zulauf sieht den euro für 2005 noch auf 1,15 fallen.
die aktienmärkte sieht er in der zweiten jahreshälfte stärkwer korrigieren, grund sind die hohen lagerbestände der unternehmen und das stark sinkende geldmengenwachstum.
erst mitte 2006 sieht er bei aktien wieder gute einstiegschancen den es werde zu fiskal- und geldpolitischen maßnahmen kommen.
auch rohstoffe sollten über den sommer korrigieren sind aber danach ein klarer kauf.
bei weizen, soja und corn sieht er steigende kurse in der zweiten jahreshälfte.

11 von 15 zulaufempfehlungen beim jannuar-roundtable führten zu gewinnwn!
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Beitragvon oegeat » 26.06.2005 19:29

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Beitragvon membran » 01.07.2005 06:50

Hallo Trader Freunde

Hier ist noch einmal ein Rückblick auf das erste Halbjahr 2005 welches gestern zu Ende ging.
Dabei möchte ich noch einmal meine erste Fundamentalanalyse,die ich jemals erstellt habe einstellen.

Jannuar 1, 2005:





Das erste Quartal wurde gestern beendet und im Jahresvergleich haben sämtl. Aktienindices in den USA einen negativen Saldo.
Meine mittelfristige Analyse sehe ich " noch" als Überblick für 2005 und das ist mein erstes Werk.
Das bildet für mich die Basis aller fundamentalen Überlegungen.
Ich werde sie nun alle drei Monate neu schreiben,ergänzen und den wirtschaftlichen Daten entsprechend anpassen.
Ziel soll es sein über die fundamentale Entwicklung den mittel-langfristigen Trend zu bestimmen.Für die Zukunft ist geplant diese auch mit Charts zu unterlegen.




Fudamentale Einflussfaktoren für das Jahr 2005



-Handels/Leistungsbilanzdefizit

-Nettokapitalflüsse(TCI-Daten)-Anleihen - China/Japan u.a

- Zinsentwicklung

-Inflation/Deflation

-Arbeitsmarktdaten(non farm payrolls/jobless claims/Chalenger Report)

-GDP(damit auch Produktivität usw.)

-Rohstoffe


Handelsbilanzdefizit:

Hier liegt das wohl größte Risiko im Jahre 2005.
In 2004 wurde die Rekordsumme von 600 Milliarden USD an Defiziten erwirtschaftet (5,6% vom GDP) die u.a auch zu einem Teil auf die gestiegenden Ölimporte(hoher Ölpreis) zurückzuführen ist und zum größten Teil daruf beruht das die Importe wesentlich über den Exporten gelegen haben,so auch die Importe aus Asiatischen Staaten.
Finanziert wird das Defizit durch die Nettokapitalzuflüsse(TCI-Daten) die jedoch zuletzt von 61,5 auf 48,1 Milliarden eingebrochen sind.
Dazu möchte ich anmerken das China und Japan Ende 2002 - Anfang 2004 noch kräftig interveniert haben um Ihre eigene Währung als Exportstaaten gegenüber dem USD zu verbilligen um Ihre Exportleistung zu steigern.
Für die USA ist ein schwacher USD ebenso das einzig probate Mittel um die Exporttätigkeit zu steigern.
Bei weiteren Zinserhöhungen läuft die USA Gefahr das Ausländische Investoren Ihr Kapital aus Treasurys abziehen,weil steigende Zinsen negativ auf Treasurys sowie auch auf Aktien (Indices) wirken.
Hierbei bleibt zu beobachten ob die Japaner ihre US Schuldverschreibungen bei weiterhin starkem USD auf den Markt werfen um sie später billiger zurückzukaufen?
Die Möglichkeit besteht wenn der USD in Yen fällt allerdings würden die Japaner somit auch wiederum den USD gegenüber ihrer Währung schwächen was die Exporte verteuern wird.
106 Yen,sowie 100 Yen sind mir noch im Kopf wo der japanische Finanzminister Kiichi Miyazawa
unverkennbar geäußert hat das man bei diesen Marken intervenieren wird.

Zinsentwicklung:


Da sich die Wirtschaft in den USA abschwächen wird,dürfte der Zinszyklus auch eher begrenzt sein da man die eigene Wirtschaft nicht abwürgen kann.
Vieleicht liegt der Zinssatz sogar nur bei 2,75 - max. 3,25 % in 2005.
Die Rohstoffmärkte sehen derzeitig gar nicht gut aus,das lässt schon auf fallende Inflationsraten schließen was sich leicht positiv auf die Handelsbilanz (niedrigere Öl Importe) auswirken sollte.
Dazu billig Importe aus China.Hier bin ich mal gespannt wann Montezumas Rache auf das rasante Wachstum in China folgen wird" - billig Importe wirken zudem Deflationär und Inflationsdämpfend.
Europa hat definitiv kein Inflationsproblem,bei stark steigendem Euro könnte man sogar die Zinsen senken.Hier packen auch gerade die Maßnahmen die in den USA schon 2002 getroffen wurden.
Hit and Fire" !
Einsparungen und senken von Lohnstückkosten(durch Entlassungen) und andere Arten von Lohnkostensenkungen.
Eine Steigerung der Produktivität findet hier aber ebenso wenig statt wie in den USA.
In 2005 wird aber in Europa getrickst,Goodwillabschreibungen,wenn ich mich jetzt nicht irre werden aus der Bilanzierung genommen.
Die Arbeitnehmer verdiehnen weniger(schlecht für Konsumtitel) aber Unternehmen werden Investitionen tätigen können.
Der Konsum in den USA,ich frage mich woher der noch kommen soll?
Das wäre für mich auch ein Grund für moderate Zinsschritte(Refinanzierungen durch niedrigere Hypothekenzinsen würden weg fallen ) - also max. 3.25% in 2005 um starke Einbrüche im Konsum und an den Aktienmärkten zu vermeiden.
Ein höherer Ölpreis und eine niedrigere Produktivität könnten dazu führen, das die Preissteigerungen höher als erwartet ausfallen werden.Andersrum wirken schwächere Rohstoffpreise Inflationsmildernd.
Dazu ist der Abgleich der charttechnischen Entwicklungen unabdingbar um daraus auf folgende Tendenzen und Trends an den Rohstoffmärkten zu schließen.


Inflation/Deflation

In 2001 hatte Alan Greenspan das Problem der Deflation was er mit dem niedrig Zins und der billigen Geldbeschaffung bekämpft hat.
Also die Inflation mit Niedrigzinsen,gewollt herbei geführt hat.
Billig Importe aus China wirken deflationär,allerdings erhöht das auch entsprechend die Importe was wiederum das Handelsbilanzdefizit belatstet/ausweitet ein Damokle Schwert,in der aktuellen Situation.
Damit stelle ich fest das bis Dato hauptursächlich die steigenden Rohstoffpreise der Grund für AG,s Zinserhöhungsschritte sind -> cost push Inflation.
Die Folgen für Unternehmen in den USA,das verarbeitende Gewerbe,liegt beim Preisdumping im Verkauf -> ein weiteres Argument für einen weiterhin schwachen USD - lässt ja auch die Verbraucherpreise zwangsläufig steigen(jedenfalls für heimische US Produkte).
Der Preisdruck nimmt zu.

Nachteil:Schwächerer USD lässt die Importpreise steigen(Inflationsgefahr),deshalb ja auch der Preisdruck.
Als Mittel dagegen kann man ja Lohnstückkostensenkungen verstehen,so wie ich meine ist man damit aber schon am Ende angelangt denn diese Maßnahmen wurden ja schon 2001 eingeleitet und sind m.e nach voll und ganz abgeschlossen.
Übrigens auch der Hauptgrund für die Gewinnsteigerungen sämtlicher Unternehmen,keine Produktivitätssteigerung.


Ein höherer Ölpreis und eine niedrigere Produktivität könnten dazu führen, daß die Preissteigerung mittelfristig heftiger als erwartet ausfällt und die monetären Zügel schneller gestrafft werden müssen.
Andersrum würden sinkende Rohstoffpreise bei niedriger Produktivität keine massiven Zinsschritte bedeuten.
Dazu ist eine Analyse USD/Rohstoffe notwendig!
Weitere argumente siehe. oben Zinsen!


GDP

Das Wachstum wird sich in den USA abschwächen.maßgeblich für diese Entwicklung dürften auch die Zinserhöhungsschritte seitens der FED sein welche den Kosum schwächen da der Konsum in 2004 hauptsächlich durch Refinanzierungen durch Hypothekschulden und dem ausgiebigen Steuerprogramm der Bush Regierung sowie durch den Effekt billiger Kredite als solches gestützt worden ist.
Zudem kann man davon ausgehen das Rüstungsausgaben eher Rückläufig sein werden,auch mit Blick auf die Defizite werden Einsparungen getroffen werden müssen.
Das muß weiterhin eng an entsprechenden Wirtschaftsdaten beobachtet und abgeklatscht werden.



Arbeitsmarktbericht

Non Farm Payrolls,employment situation i.e (intial jobless claims),Challenger Report,ISM Index u.a

Voraussichtlich 62.000 Jobs sind aus der „statistischen Wundertüte“ des „CES Net Birth Death Model“ für Dezember generiert werden. Dieser statistischen Annahme liegt keine Erfassung zu Grunde!
Das ganze Jahr über lagen die Erstanträge auf AU im Durschnitt über 300.000 und die Ankündigung von Massenentlassungen seit 4 Monaten über 100.000 und seit 2 Monaten über 130.000.Das wurde auch durch den Challenger Report und der Beschäftigungskomponente des ISM Index klar.
Hier möchte ich anstatt einer Prognose die Frage stellen woher " massiv steigende neu geschaffene Stellen" herrühren sollen bei bekannter Abschwächung der Wirtschaft und Lohnstückkostensenkungen durch weitere Entlassungen...vorausgesetzt die Auftrageingänge nehmen nicht dramatisch zu.
Und selbst dann sind Betriebe eher gerüstet mit gleichem Personal die Produktivität zu steigern.


Rohstoffe

Prinzipiell Inflations und Währungsgesteuert(USD)!
Charttechnisch derzeitig schwächelnde Rohstoffpreise,im Korrekturmodus(charttechnisch Aufwätstrends intakt)
Mögl. Analyse folgt.
Jedoch sei gesagt das auch die Nachfrage aus China und Japan möglicherweise wegen Überhitzungerscheinungen im Wachstum durchaus rückläufig sein könnte.
Terror und somit externe Gefahren müssen aber prinzipiell kalkuliert werden und werden die Rohstoffpreise treiben ebenso wie eine weitere Ausweitung des Handelsbilanzdefizits -> Konträe Rohstoffentwicklung da ein schwacher USD Inflationär wirkt.


Rückblick:


Im vergangenen Jahr wurde exakt das gespielt was nun auch eingetreten ist,5,6% Defizit oder monatl. ca. 55 Milliarden USD an Handelsbilanzdefizit.
Der Euro hat das mit neuen Höchstständen zum Jahreswechsel gefeiert.
Beides,steigende US Wirtschaft getrieben durch Greenspans Äußerungen am 21 Juni sowie steigende neu geschaffene Stellen bei gleichzieitg fallenden Erstanträgen auf AU wurde zur Jahreshälfte noch als Gründe für einen möglw. weitwer fallenden Euro genommen,gute Arbeitsmarktdaten gleich zu setzen mit guter Wirtschaft und weiteren Zinserhöhungen wobei die Inflation M.e nach in der ersten Jahreshälfte der Dreh und Angelpunkt war.
Hohe Inflation,steigende Rohstoffe gleichzusetzen mit einem schwachen USD .... Kontäre Entwicklung,also höhere Rohstoffpreise wirken über den USD Inflationshemend.
Auf der anderen Seite die US Zinserhöhungen zur Eindämmung der Inflation.
In der 2. Jahreshälfte wurde dann das Handelsbilanzdefizit gehdegt und rückte ins Auge der Analysten was durch die rückläufigen Nettokapitalzuflüsse(TCI-Daten) von 61,5 auf 48,1 Milliarden bei einem Defizit von gleichzeitg 55,5 Miliarden USD.
Die Folge die USA haben neue kurzlaufende Treasurys im Wert von 51 Miliarden USD ausgegeben was nicht gerade förderlich für die Rendite sein wird.

Hier die Ankündigung:


Die USA haben bereits im Oktober die zulässige Grenze von 7,384 Billionen Dollar für die Schuldenaufnahme erreicht. Wenn das Limit nicht bis zum 18. November angehoben wird, löst das einen bisher noch nicht da gewesenen Zahlungsausfall aus, warnten Vertreter des Schatzministeriums.


Am Montag wird das Schatzministerium dreijährige Anleihen im Volumen von 22 Mrd. Dollar begeben, am Dienstag folgen 15 Mrd. Dollar an fünfjährigen Papieren und am Mittwoch zehnjährige Anleihen im Volumen von 14 Mrd. Dollar. Diese Auktionen werden nach Angaben des Ministeriums wie geplant über die Bühne gehen. Weitere Emissionen, wie beispielsweise eine für den 16. November angesetzte Auktion von vierwöchigen Schatzwechseln, dürften von der Schuldengrenze betroffen sein.



Möglicher Ausblick:

Handelsbilanzdefizit/schwacher USD

Hier liegt wie schon gesagt das größte Risiko eines weiterhin schwachen USD.John Snow betätigte sich in der vergangenen Woche als Verbalakrobatiker indem er sagte die Administration wünsche einen starken USD.Wie außer über einen schwachen USD sollte aber das Twin Defizit sonst abgebaut werden?
Sogar das Fed weist in den jüngsten Statements von Chief Economist Yellen darauf hin, dass langfristig eine Korrektur des Leistungsbilanzdefizits nur über einen schwächeren USD kommen könnte.
Mit 55 Miliarden USD wachsendem Defizit hat sich zuletzt der Finanzierungsbedarf deutlich gesteigert und es deutet nichts auf ein rasches Ende dieser Entwicklung hin!

Fazit:

Defizite wirken sich üblicherweise langfristig und nicht kurzfristig auf eine Währung aus(der Euro ist zum Jahresende übergeschossen) deshalb sollte der Euro mittel-langfristig weiterhin stark bleiben auf der kurzfristigen Seite aber wegen der nun einzupreisenden Zinserhöhungen zugunsten des USD weiterhin in den ersten Monaten korrigieren.
Kursziele möglw. 1,2920-1,2480!
Eine heftige Volatilität ist dennoch bei schlechter als erwarteten Wirtschaftsdaten,speziell Handels/Leistungsbilanz und TCI-Daten zu erwarten.
Die USD Abwertung hat zuletzt noch keinen sichtbaren Einfluss auf die Defizite gehabt!

Trend:kurzfristige Korrektur aber mittel bis langfristig weitere Schwäche zu erwarten


Zinsentwicklung:

Europa:
Seit 2001 ist der USD gegenüber dem EURO gefallen. Obwohl gleichzeitig die Preise für Rohstoffe gestiegen sind, war in der EURO-Zone dieser Preisanstieg aufgrund des Rück- gangs des USD (EURO Stärke) kaum als Inflation spürbar. Sollte der USD weiterhin schwach bleiben (oder die Rohstoffpreise rückläufig sein, was zuletzt beim Ölpreis zu beobachten war), dann ist sogar ein Rückgang der Inflationsrate für Euroland zu erwarten. Somit wären Zinsanhebungen im nächsten Jahr nicht zu erwarten.
Sollte der USD noch schwächer werden, so bedeutet das, dass die traditionell exportorientierten europäischen Volkswirtschaften international an Wettbewerbsfähigkeit verlieren (betrifft den Export in den USD Raum (v.a. Lateinamerika, Fernost)). Dies würde zu einem Rückgang des Wirtschaftswachstums in den europäischen Kernländern führen, was ebenfalls gegen eventuelle Zinserhöhungen spricht.

Fazit:
Es ist keine Zinserhöhung in absehbarer Zeit zu erwarten!


USA:

Ausgehend von weiterhin starken Rohstoffpreisen wird der Inflationsdruck weiterhin zunehmen,vor allem noch in der ersten Jahreshälfte.
Die Core(Kerninflation) lag zuletzt bei 2,6%.
3,25% werden bis zur Jahresmitte erwartet das entspricht einer Leitzinserhöhung von 0,25% auf jedem FOMC-Meeting.

Fazit:

Hier besteht die begründete Hoffnung das sich die Korrektur des USD weiterhin festigt,vorausgesetzt das die kommenden Wirtschaftsdaten nicht wesentlich schlechter als erwartet ausfallen.

USD-Stärkend


Inflation/Deflation

Die Inflationsrate gemessen am Verbraucherpreisindex liegt aktuell bei 3,5% gegenüber 2% Ende 2003.Der Hauptgrund für diese Preissteigerung lag zuletzt bei den gestiegenen Rohhstoffpreisen speziell die Verteuerung der Energiekosten.
Die Kerninflationsrate(ohne Nahrungsmittel und Energie) liegt bei 2,2% und hat sich seit Ende 2003 verdoppelt.
Gerechnet wird weiterhin mit einem Abflachen des Produktivitätswachstums was sich in steigenden Lohnkosten niederschlagen dürfte.
Erwarteter Leitzinssatz bis Mitte 2005 liegt bei 3,25% was auf jeder Sitzung 0,25% Nachschlag bedeuten würde.
Ausnahme für möglw. stärker steigende Zinsen:
wenn das Produktivitätswachstum abnehmen wird, was sich aktuell bereits abzeichne, könnten die Arbeitskosten ansteigen, was den Inflationsdruck erhöht und eine Zinssteigerung notwendig macht..

FOMC Termine 2005

-1/2 Februar

- 22 März

-3 Mai

- 29/30 Juni

-9 August

- 20 September

-1 November

- 13 Dezember


Fazit:
Es muss bedacht werden, dass der private Konsum die Stütze des US Wirtschaftswachstums darstellt. Sollten hier die Zinsen/ Renditen deutlich steigen, so werden die hoch verschuldeten Haushalte ihre Konsumaus- gaben aufgrund höherer Aufwände für Zinszahlungen reduzieren.
Pers. gehe ich davon aus das die aktuelle USD Stärke/Korrektur darauf zurückzuführen ist das aktuell das steigende Zinsnivau eingepreist wird.
Wobei Investoren davon ausgehen das verstärkt Kapital in USD fließen wird.
Wegene der hohen Defizite dürfte das aber mittel-langfristig nur eine temporäre kurzfristige Entwicklung sein die möglicherweise aber noch die ersten Monate anhält.

Tendenz: In der ersten Jahreshälfte zeigt die Inflationskurve weiterhin nach oben was auch die Rohstoffpreise weiterhin stützen würde.
Auswirkungen auf den USD-schwächend,da steigende Inflation einhergeht mit steigenden Rohstoffpreisen was sich auf den USD schwächend auswirkt.




Arbeitsmarktdaten/GDP:

Es wird im algemeinen davon ausgegangen das sich die Wirtschaft und auch die Produktivität in den USA abschwächen wird.
Pers. kann ich mir nicht vorstellen woher bessere Arbeitsmarktdaten kommen sollten?
Notwendig wären ca. 200.000 neu geschaffene Stellen im Konsens,Monat für Monat.
Eine Beurteilung ist sehr schwierig deshalb belasse ich es dabei die Entwicklung des Arbeitsmarktes Monat für Monat zu bewerten und anzupassen.
Der Challenger Report sowie ISM Index mit Beschäftigungskomponente sowie auch die Ankündigung der Mass Lay Offs finde ich bilden sehr gute Anhaltspunkte zur temporären Einschätzung der darauf folgenden Daten zu den Erstanträgen auf AU(jobless claims) und den neu geschaffenen Stellen (employment situation) und können eventuell vor vermelden der Daten entsprechend einer extrem überkauft-verkauft Situation im Euro wie auch im letzten Jahr gut getradet werden.
Bei starken Abweichungen wird es zu entsprechender hoher Volatilität kommen.
Aktuelle Lageer „Challenger Report“ per Dezember wies eine Zunahme der angekündigten Massenentlassungen um circa 5.000 auf 109.050 betroffene Jobs aus. Damit liegt dieser Index den vierten Monat in Folge über der Marke von 100.000. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich im Dezember eine Zunahme der angekündigten Massenentlassungen um 17,2%.
Insbesondere die Arbeitsmarktindices, die diese Woche veröffentlicht wurden, ob im ISM Index, im ISM Dienstleistungsindex oder durch den „Challenger Report“, weisen auf eine sich abschwächende Tendenz am Arbeitsmarkt hin und sind diesbezüglich nicht geeignet, den Optimismus einer nachhaltigen Belebung am US-Arbeitsmarkt zu unterstützen.




Fazit:

Der Arbeitsmarkt wird auch weiterhin direkten Einfluss auf die Währungsentwicklung haben wobei das Spiel das gleiche sein wird wie im vergangenen Jahr.
Schlechte Arbeitsmarktdaten gelten als Zinsdämpfend und gute als Zinssteigend entsprechend muß die Bewertung des Arbeitsmarktes monatl. angepasst werden.

Pers. Prognose: der Arbeitsmarkt entwickelt sich entgegen der Konsenschätzungen weiterhin negativ was den Euro widerum stärkt.

Komplette Zusamenfassung mögl. Trendstärke:
Pers. Prognose: der Arbeitsmarkt entwickelt sich entgegen der Konsenschätzungen weiterhin negativ was den Euro widerum stärkt.

Komplette Zusamenfassung mögl. Trendstärke:


Maßgeblichen Einflus auf die USD Entwicklung werden die Defizite und die Netto - Kapitalzuflüsse haben.
Bei weiterhin starken Defiziten von monatl. 55 Milliarden USD und rückläufigen Kapitalzuflüssen wird sich der USD weiterhin sehr schwach entwickeln.
Mittel-langfristig wird sich der USD ohnehin schwach entwickeln (vermutlich seitens der FED - jüngste Aussagen von John Snow zufolge) kontroliert schwach.
Die Zinsentwicklung richtet sich weiterhin nach der Inflationserwartung wobei eine erhöhte Inflationserwartung zwar die Zinsen steigen lassen wird jedoch auch die Rohstoffpreise weiterhin stabil halten wird.
Erhöhte Inflationsgefahren werden sich dabei zusätzlich in USD Schwäche zeigen - konträre Entwicklung.
Die Frage lautet wann sich der Effekt steigender Zinsen auf den USD auswirken wird bzw. wann es dazu kommt das Kapital wieder in den USD fließt.
Ich denke das dieses Szenario gerade der ausschlaggebende Punkt für die jetzige USD Korrektur ist.Die Gefahr aber dauerhaft bezgl.der Defizite und Inflation(steigende Rohstoffpreise) schnell in eine direkte Vetrauenskrise in den USD führen kann bzw. auch führen wird was zu massiven Kapitalabflüssen aus den USA führen kann .Die Folge wäre ein Absturz der Indices nd vor allem massive Abflüse aus US-Anleihen.
Unterm Strich sind die Argumente für einen weiterhin schwachen USD überwiegend deshalb gehe ich aus fundamentaler Sicht auch von weiterer USD Schwäche aus.
Das größte Risiko besteht m.e nach darin das sich im Falle eines Worst Cast Szenario(also alles was schief laufen kann läuft schief) eine Abwärtsspirale des USD stattfinden wird,ein crash!
Unterm Strich gehe ich nach erfolgter,größeren Korektur von einer Wiederaufnahme des Trends aus wobei die einzelnen Faktoren von der wirtschaftl. Entwicklung in 2005 abhngig sind und monatl. abgeklatscht werden müssen da die Märkte in direkter Wechselwirkung miteinander stehen.

Mögl. Korrekturziele des USD in Euro:

1,2920-1,2480 bei erhöhter Volailität.

Mitel-langfristiger Trend:

Euro stärke bzw- USD Schwäche hält an.

Viele Grüsse,


Jörg


Für,s erste Quartal bislang:

-Arbeitsmarkt entwickelt sich wie erwartet weiterhin schlecht

-Handelsbilanzdefizt hat sich dramatisch verschlechtert(die Daten von November zählen schon fürs erste,neue Quartal in 2005)!

-Produktivität " noch" stabil,aktuell besser als erwartet was keinen Inflationsdruck zelebriert

- Produzentenpreise ebenso besser als erwartet,auch hier kein zwingend auszumachender Inflationsdruck zu erkennen

Alles Gründe die einen weiterhin steigenden Euro favorisieren!


-Zinserhöhungsphantasien(3,25%) bis Juni werden eingepreist und halten derzeitig als Grund für die Euro Konsolidierung her.

Pers. bin ich aber der Meinung das nun am Jahresanfang für den Verlauf in 2005 starke Unsicherheit herrscht ein mit entscheidender Grund für die Euro/USD Korrektur!

Die weiteren Daten müssen abgewartet werden.Ich glaube das das Wachstum sowie Auftragseingänge der Industrie erst Mal auf der Agenda stehen.
Das ganze wird dann mit dem Arbeitsmarkt agbeglichen(200.000) neu geschaffene Stellen müssen es im Durchschnitt sein um das Handelsbilanzdefizit (über den Arbeitsmarkt) und den Konsum zu stützen ausgehend davon das man dadurch auf eine steigende Exporttätigkeit schließen kann.
Die Exporte haben im eigentlich stärksten Quartal nachgelassen.
Das ist ja was zu beobachten ist,der Arbeitsmarkt entwickelt sich schlecht,kein Produktivitätswachstum.
Im Gegenteil,es sind ja mit vorhandenem Personal noch Kapazitäten frei weil jetzt sämtl. Kostensenkungsmaßnahmen greifen.
Woher die Euphorie an den Aktienmärkten stammt weiss ich nicht?
Die Euro Korrektur kann man deutlich erkennen,charttechnisch.
Das stützt auch den DAX,er wird wieder einmal frech.
Der fundamentale Abklatsch ist ein zusätzliches Hilfsmittel.
M.e geht sie auch noch weiter,der USD hat heute ein großes UP Gap gerissen,ein Garant für wiedersehende Kurse

Hier noch ein mögl. mittelfristiger Ausblick für die Korrektur:


Bild


Bild


Bild



Es folgt nun das zweite Halbjahr für 2005 und ich finde es gibt langsam aber sicher Zeit für eine neue Analyse.


Es sollte im 2 Halbjahr Zinserhöhungsasusetzungen geben weil es schwächer ausfallen wird,der höhere USD und steigenden Zinsen bei steigenden Rohstoffmärkten frisst Kapital auf,saugt es förmlich weg.

Ab 3,5% neutralisiert der Tagesgeldzins die Inflationsrate der USA darüber wird es Kreditnehmer empfindlich treffen was den Konsum schwächen würde.
Ich erwarte mind. 2 Aussetzungen bis zum Jahresende und die FED tagt noch stolze 4 Mal.
Am 6 Jannuar tritt Alan Greenspan ab und das wird mittelfristig vieleicht zu Unsicherheiten an der Börse führen.
Ich stelle es mir jedoch so vor das erst einmal alles weiter läuft wie bisher und sich die Märkte dann in Zukunft zwar weiter nach bekanntem Muster verhalten jedoch die Daten an sich mehr Aufmerksamkeit bekommen werden.
Sich das Blatt also immer mehr zu den Hedgern hin verlagert die sich fundamental auch informieren.Somit ist eine relative hohe Volatilität garantiert.
Das meine ich für die Indices als auch im besonderen Maße in Währungen oder Rohstoffen wenn man hebelt.
Ich versuche mich für die zweite Analyse im Laufe des Julys aber die erste muß natürlich angepasst werden.



Viele Grüse,


Jörg
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Beitragvon kaalexs » 02.07.2005 05:32

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Beitragvon membran » 02.07.2005 06:58

Der 1,20iger Bereich wird gerade verlassen,ja ich denke ja auch an ein Kurziel um die 1,1750 - 1,1600 er Bereich.
Pers. kaufe ich bei 1,1750 eine große Position 1,1300er long Zertis als mittelfristige Einlage.

Wie gesagt Fundamentalanalyse wird im July folgen darin ist alles enthalten,Charts,Anpassungen an den Daten der ersten Analyse usw.
Das wichtigste auch nämlich ein Kursziel bis Ende des Jahres bzw. eine mögl. Trading Range,fundamental als auch charttechnisch.


Ja,Du denkst das der USD nun wegen der Zinserhöhungen eine Rally startet wenn ich mir Deinen Link anschaue.
Ich gehe noch immer davon aus das die Zinserhöhungen bei 3,5% enden.
Spätestens bei 3,75% das wären zwei Aussetzungen in diesem Jahr.

Greenspan weiss was er mit den Zinserhöhungen erreicht,er behält die Anleihemärkte unten und vieleicht ist dass das tatsächliche Ziel somit hällt er auch die Schulden an ausländischem Kapital weiterhin bei der Stange,neben der Inflation.

Ich habe hier einen wirklich sehr guten Link,ungeschminkt die Fakten:





http://www.financialsense.com/stormwatch/update.htm


Viele Grüsse,


Jörg
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Beitragvon kaalexs » 02.07.2005 11:55

ja, greenspann muß natürlich schauen das er den zum teil ausser kontrolle geratenen immopreisen einhalt bietet, und er muß weiter zinssenkungsmunition für eine abschwächende konjunktur aufbauen.

er macht das ganz bewußt in kleinen zinsschritten um möglichst keine "aussetzer" machen zu müssen, den jeder aussetzer würde sofort als nachlassende wirtschaftsdynamik gedeutet und das ist zumindest aus psychologischer sicht schlecht für die weitere entwicklung der konjunktur.

anderorts spricht sich mitlerweilen der deutsche wirtschafsminister offen für eine zinssenkung aus, italien ist in der rezession und die schweden habens gerade erst getan.
zumindest eine erhöhung steht da mit sicherheit nicht an.

viel spaß beim shorten!
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Beitragvon membran » 02.07.2005 18:10

Ja,im Prinzip sehe ich das ebenso.Viele Datenriegen der letzten Monate zeigen,wenn man sie wörtl. nimmt Anzeichen aufkeimender Stagflation.
Also Stagnation inkl. Inflation.Der Arbeitsmaerktbericht ist ja durch das CES Net Birth/Death Modell verwässert,wenn nicht zu sagen gefälscht was ja im Grunde genommen nichts anderes heißt als das man für jeden gestorbenen Amerikaner einen neuen Arbeitsplatz unterstellt und diese in Zeiten schwacher Datenreihen hinzu addiert,also sprichwörtlich aus dem Hut zaubert.
Darin liegt also das große Geheimnis des US Arbeitsmarktes verborgen.
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Beitragvon VOODOO-KING » 06.07.2005 16:34

Sollte der Arbeitsmarkt am Freitag nicht enttäuschen , erwarte ich , dass Greenspann die Zinsen mind. noch 2mal a 25 Basispunkte erhöhen wird . Beide ISM Indizes sind gut ausgefallen und mit einem pos. Arbeitsmarkt würde nichts mehr im Wege stehen , die Zinsen auf 3,75% anzuheben ...

Gruss Goran
VOODOO-KING
 

Beitragvon oegeat » 28.07.2005 12:03

hier ein interessantes PDF überblick der letzten 10 Jahre Blickrichtung Deutschland !

also ein Fundifressen -
Alles wird besser man muss nur warten können !

Bild youtube Bild facebook Bild Skype Bild GIGAfund.de Bild
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Beitragvon membran » 29.08.2005 11:34

Überblich der Wirtschaftsnews:



http://www.sec-trading.ag.vu/news.html
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Beitragvon membran » 03.09.2005 12:08

Guten Tag




Ich sehe es derzeitig so,das durch den externen Schock des Hurikans die gleiche Wirkung für den USD eingetreten ist als für den Euro zur Abstimmung zur EU-Verfassung -> eine Abwärtsspirale!
Was hat sich geändert?
In erster Linie das nun kurzfristig mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit das Ende des Zinserhöhungszyklus eingetreten sein könnte.
Und das ist eben,wie ich meine nicht eingepreist.


Ein Artikel der das ganze Ausmaß auf den Punkt bringt:


Hurrikan Katrina und die Folge

Hurrikan Katrina und die Folgen für Konjunktur und Kapitalmarkt

Das menschliche Leid, das der Hurrikan Katrina in den USA über die Betroffenen bringt, verweist Gedanken über die wirtschaftlichen Auswirkungen an die zweite Stelle. Trotzdem stellt diese Katastrophe sowie der damit verbundene Energiepreisanstieg natürlich auch die US-Konjunktur vor beträchtliche Probleme: Die Evakuierung von New Orleans (mit rund einer Million unmittelbar betroffener Menschen) und die übrigen Zerstörungen an der Südküste der USA werden im September zu beträchtlichen Produktionsausfällen führen und auch die Stimmungsindikatoren belasten. Man muss sich daher in den kommenden vier bis acht Wochen auf eine Reihe deutlich schlechterer Konjunkturdaten einstellen, die vom Arbeitsmarkt über das Konsumentenvertrauen bis zur Industrieproduktion und den Einzelhandelsabsätzen reichen dürften. Die Lehre aus vergangenen Katastrophen ist aber, dass der negative konjunkturelle Effekt solcher Ereignisse meist nur kurz andauert und die folgende Wiederaufbautätigkeit das Wirtschaftswachstum sogar beschleunigt (zumal die vernichteten Vermögenswerte ja bei der Berechnung des Wirtschaftswachstums nicht erfasst werden). Dabei dürfte der tatsächliche Schaden (und damit der Wiederaufbaubedarf) deutlich über den kolportierten rund USD 30 Mrd. Versicherungsschaden liegen, da üblicherweise nur ein Teil der Schäden tatsächlich durch Versicherungen abgedeckt ist.

Erschwerend kommt diesmal allerdings hinzu, dass durch den Hurrikan die ohnehin angespannte Energieversorgung der USA zusätzlich beeinträchtigt wurde. Bohrinseln im Golf von Mexiko sind beschädigt oder zum Teil vorläufig nicht auffindbar, mindestens neun Raffinerien im Süden der USA (wo sich die Ölindustrie schwerpunktmäßig konzentriert) durch Sturm und Überflutungen lahm gelegt. Das Problem ist somit weniger die Versorgung mit Öl – hier sind die Lagerbestände überdurchschnittlich hoch und es wird zur Überbrückung zusätzliches Öl aus den strategischen Reserven der USA auf den Markt gebracht. Der Engpass besteht vielmehr bei der Raffineriekapazität, und diese wurde durch Sturmschäden zusätzlich reduziert (nach ersten Schätzungen um mindestens 10 %). Solange hier die Schäden nicht behoben sind, ist zu befürchten, dass vor allem der Benzinpreis auf Rekordniveaus bleibt und Konsumenten und Wirtschaft belastet. So schossen die Preise für Benzin an den US-Terminbörsen im Umfeld der Katastrophe von bereits hohem Niveau um rund 40 % nach oben, da in den nächsten Wochen zeitweilige Versorgungsengpässe bei Benzin nicht mehr auszuschließen sind. Von dieser Seite droht der Konjunktur das größte Risiko. Trotzdem glauben wir, dass sich im Laufe des vierten Quartals hier die Lage wieder entspannen wird, und die Konjunktur deshalb nicht nachhaltig betroffen sein wird.

Sollte es hingegen tatsächlich zu Versorgungsengpässen bei Benzin und weiteren dauerhaften Preisanstiegen bei Energieträgern wie Öl und Gas generell kommen, müssten wir unseren Wachstumsausblick für die kommenden Monate deutlich nach unten revidieren (derzeitige BIP-Prognose: 2005 3,5 % p.a., 2006 3,2 % p.a.).

Auch wenn die unmittelbaren Effekte der Katastrophe das Wirtschaftswachstum im laufenden dritten Quartal spürbar reduzieren werden, erwarten wir in Summe für das zweite Halbjahr 2005 ein robustes reales Wirtschaftswachstum von annualisiert rund 3,5 %. Die US-Notenbank dürfte deshalb trotz der jüngsten Entwicklungen an ihrer Strategie kleiner Zinsanhebungsschritte festhalten und den US-Leitzins bis Jahresende auf rund 4 % anheben. Es erscheint uns sehr unwahrscheinlich, dass die US-Notenbank wegen der jüngsten Ereignisse bereits auf der nächsten Zinssitzung am 20. September eine Pause einlegen könnte, da die Daten bis dahin eine solche Unterbrechung noch nicht rechtfertigen werden. Allenfalls auf der darauf folgenden Zinssitzung am 1. November besteht die Chance auf eine vorübergehende Pause im Zinszyklus, falls die Daten für September sehr schlecht ausfallen, und zur Zeit der Sitzung noch keine Verbesserung in den Konjunkturdaten absehbar ist. Trotzdem würden sich die Zinsanhebungen anschließend wahrscheinlich auf rund 4 % fortsetzen.

Die Sorge um die weitere Konjunkturentwicklung und Spekulationen auf ein früheres Ende der Zinsanhebungen führten am Anleihenmarkt zu einem Renditekollaps mit zehnjährigen Renditen zeitweise knapp unter 4,0 %. Angesichts unseres Konjunktur- und Zinsausblicks gehen wir zwar weiterhin davon aus, dass die US-Anleiherenditen im vierten Quartal auf rund 4,5 % ansteigen werden. Kurzfristig dürfte es aber sehr schwierig werden, unser Septemberziel von 4,40 so rasch wieder zu erreichen, weil in kommenden Wochen noch etliche schlechte Konjunkturdaten als unmittelbare Folge des Hurrikans verdaut werden müssen, die der Markt wahrscheinlich nur dann ignorieren wird, falls der Ölpreis bis dahin bereits deutlich zurückgegangen ist. Bleibt der Ölpreis hingegen vorerst auf diesem hohen Niveau, würden schlechtere Konjunkturdaten die Stimmung wohl weiterhin anleihenfreundlich halten, bis bessere Wirtschaftsdaten (schlimmstenfalls erst im Oktober/November) den Markt eines besseren belehren. Wir erwarten deshalb für die nächsten Wochen, dass die US-Renditen (zehnjährige) zwischen 3,90 und 4,20 % oszillieren werden. Auf Sicht viertes Quartal bleibt unsere Anleihenempfehlung dagegen ein Verkauf.

Die Aktienmärkte zeigen sich in diesem Umfeld wenig beeindruckt. Ohne Zweifel wird ein hoher Ölpreis und die damit einhergehende Verteuerung von Heiz- und Treibstoffpreisen (wie schon zuvor im Jahresverlauf) dämpfend auf die Konsumlust wirken und die Gewinne einiger Unternehmen der betroffenen Branchen drücken. Wal-Mart, immerhin größter Einzelhandelskonzern der Welt, hat etwa schon wiederholt beklagt, dass sich gerade die für ihn wichtige Zielgruppe „Bezieher geringerer Einkommen" beim Konsum spürbar zurückhält. Auswirkungen wie diese scheinen jedoch kurzfristig neuerlich überkompensiert werden zu können von möglichen zusätzlichen Profiten etwa im Energiesektor oder der Bau-/Bauzulieferbranche. Unter dem Strich bleibt damit wohl die Auswirkung für die Börsen weitgehend neutral.

Der Rückgang der US-Zinserwartungen am Markt schwächte in den letzten Tagen den USD und ließ EUR/USD deutlich ansteigen. Solange sich der Pessimismus rund um die US-Konjunktur kurzfristig fortsetzt – und in den kommenden Tagen und Wochen sind keine besseren US-Wirtschaftsdaten zu erwarten – wird sich daran wenig ändern und sind weitere Anstiege recht wahrscheinlich. Dennoch glauben wir, dass EUR/USD anschließend durch eine optimistischere US-Konjunkturentwicklung im Laufe des vierten Quartals und einen neuerlichen Anstieg der US-Zinserwartungen dann wieder unter Druck kommen wird. Weitere kurzfristige EUR/USD-Anstiege in den kommenden Tagen/Wochen dürften deshalb noch nicht nachhaltig sein. Unsere Dezember-Prognose bleibt bei EUR/USD 1,22.

In der Eurozone signalisieren die Einkaufsmanagerindizes für den Industriebereich, dass die Schmerzgrenzen bei den Öl-, Gas- und Benzinpreisen wohl erreicht wurden. Zeichnete sich jüngst noch ein Anstieg der Produktionstätigkeit im verarbeiteten Gewerbe ab, so zeigt sich nun, dass unter den gegebenen Voraussetzungen der Industriebereich nicht an Schwung aufnehmen wird. Untersuchungen zufolge reduziert ein dauerhafter zehnprozentiger Anstieg des Ölpreises das Wirtschaftswachstum der Eurozone auf Jahressicht um etwa 0,3 %. Sollte der Ölpreis auf aktuellem Niveau verharren, so würde dies im Vergleich zu unserem Basisszenario (Ölpreisschnitt: Q4 2005 bei USD 67, 2006 USD 56) auf Jahressicht etwa 0,4 Prozentpunkte an Wirtschaftswachstum kosten (gegenüber aktueller Prognose 2006: 1,5 %) und die Inflationsraten unmittelbar um 0,12 Prozentpunkte erhöhen (aktuelle Prognose 2006: 1,9 %).

Quelle: hier von RZB

Ich kann die Seite empfehlen,schön übersichtlich gehalten.Auch das Inflationsspezial ist hervorragend.
Mir ist schon des öfteren aufgefallen das man das Handwerk in Österreich versteht,wirtschaftlich als auch Börsentechnisch,fundamental als auch charttechnisch.
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Beitragvon membran » 03.10.2005 13:32

Platzt die Immobilienblase in den USA?



Die Spekulation mit Häusern ist in Amerika ein Volkssport. Doch inzwischen sinken die Preise. Dem Markt könnte bald ein empfindlicher Rückschlag drohen

Wer in New York ein wenig gehobener wohnen möchte, muß schon einiges hinlegen. Medienmogul Rupert Murdoch etwa zahlte 44 Millionen Dollar für ein dreistöckiges Penthouse an der New Yorker Fifth Avenue, wo zuvor Laurance Rockefeller gewohnt hatte. Aber auch Florida ist nicht preiswert: Revlon-Hauptaktionär Ron Perelman zahlte für eine größere Villa in Palm Beach letztes Jahr sogar 70 Millionen Dollar.



Getoppt wird das nur noch von den Hamptons: Im amerikanischen Equivalent von Sylt erwarb ein unbekannter schwedischer Industrieller in diesem Sommer ein Anwesen mit einer Villa, zwei Gästehäusern, einem Haus fürs Personal, einem Pool, einem künstlichen Fischteich, mehreren Hektar Grün und einem Streifen Strand. Kostenpunkt: 90 Millionen Dollar. Das ist eine echte Preissteigerung gegenüber dem Jahr 2000, als sich der Fernsehkomiker Jerry Seinfeld die Hampton-Villa von Billy Joel zulegte - für einen Preis von lediglich 32 Millionen Dollar.



Aber auch die Immobilienpreise für Normalbürger haben schwindelnde Höhen erreicht. An Manhattans West Side - wo im gleichnamigen Gershwin-Musical noch die "Jets" und die "Sharks" zwischen Mietskasernen kämpften - ziehen heute Immobilienhaie Wohntürme hoch. Donald Trump verlangt für ein Zwei-Zimmer-Apartment mindestens 999 000 Dollar (oder 5500 Dollar Monatsmiete). Anspruchsvolles Design kostet extra. Ian Schrager, früherer Besitzer der Edeldisco "Studio 54", errichtete am Gramercy Park ein Apartmenthaus, dessen Wohnungen individuell gestaltet sind.



Kostenpunkt: zwischen 5,35 Millionen und 16 Millionen Dollar. Selbst in schäbigen Außenbezirken können zwei Zimmer schon 300 000 Dollar kosten.



Nicht nur Trump und Schrader machen so Geschäfte. Immobilienspekulation ist in den USA Volkssport geworden. Sogenannte "Flipper" - denen derzeit gleich drei Reality-TV-Shows gewidmet sind - kaufen Häuser oder Wohnungen, und nach einer oberflächlichen Modernisierung stoßen sie diese mit ein paar zehntausend Dollar Gewinn wieder ab. Die Banken machen es ihnen leicht.





Immobilienkredite ohne Eigenanteil sind in den USA üblich, desgleichen flexible Zinsen. Gut ist das, wenn die Leitzinsen niedrig sind, ein Problem, wenn sie anziehen. Derzeit liegen die Immobilienzinsen bei rund sechs Prozent.



Zudem bieten Geldinstitute Finanzierungsmodelle mit günstigen Einstiegskonditionen an, die erst später teuer werden, wenn die Immobilie längst mit Gewinn verscherbelt ist. Oder auch nicht.



Könnte es passieren, daß die Preise bald einbrechen? Ja, glaubt Lehman-Analyst Ethan Harris. "Inzwischen schließen viele Käufer Kredite ohne Amortisation oder andere exotische Verträge ab, in einem verzweifelten Versuch, sich das Haus leisten zu können." Das aber sei ein Zeichen dafür, daß der Markt ganz oben ist.



Einer Bloomberg-Studie zufolge fangen die Preise gerade an, in geringem Umfang nachzugeben, Wohnungen seien etwas länger auf dem Markt als im vergangenen Jahr. Auch Makler und Lokalzeitungen beobachten, daß sich die "For Sale"-Schilder länger halten.



Und auch Alan Greenspan, der Chairman der Federal Reserve Bank, warnte in dieser Woche vor einem Implodieren der "Housing Bubble", und das schon zum wiederholten Mal. Es macht ihm vor allem Sorgen, daß viele Amerikaner ihre Häuser beleihen und die Hypothek dann verkonsumieren. 600 Milliarden Dollar seien im vergangenen Jahr auf diese Art mobilisiert worden. Das seien im Schnitt sieben Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens, sagt Greenspan. Dies aber sei riskant, falls die Zinsen steigen und der Wert der Immobilie sinkt. Noch weiter reichende Implikationen sieht Paul Krugman, Ökonomieprofessor und Kolumnist der "New York Times". Im US-Durchschnitt sind die Immobilienpreise in den zurückliegenden fünf Jahren um 50 Prozent gestiegen. Dies sei aber irreführend, meint Krugman: Die "Housing Bubble" gebe es nur in den Ballungsgebieten, denn der Immobilienmarkt in den USA sei praktisch zweigeteilt. Das "Flatland" in der Mitte verfüge über unbegrenzt billigen Grund, dort paßten sich die Preise allenfalls den Konstruktionskosten an. Hingegen hätten sich in begehrten Großstädten wie San Francisco, Miami, Boston und New York, aber auch Phoenix oder Las Vegas die Immobilienpreise in den letzten fünf Jahren sogar verdoppelt. Das aber sei nur möglich, weil alle hoffen, daß es dort auf ewig so weitergehe. Falls die Blase aber platze, werde sie die ganze US-Wirtschaft mit sich zerren, meint Krugmann. Denn da immer mehr Familien ihre wertvoller gewordenen Häuser beliehen hätten, um das Geld in den Konsum zu stecken, sei der US-Wirtschaft ein beispielloser Schub versetzt worden. Wenn sich diese Wertsteigerung aber irgendwann in Luft auflöste, blieben der Familie nicht nur Schulden, auch die Wirtschaft werde implodieren. Auch viele "Flipper", die - anders als Trump oder Schrager - ihr eigenes Geld einsetzen, könnten eine Bauchlandung machen. "Welchen Teil von ,Wir sind nur auf dem Papier reich" verstehen Amerikaner nicht?" spottete der Talkshowhost Bill Maher.



Aber es gibt auch Experten, die meinen, es gebe gar keine "Housing Bubble" und schon gar keine, die platzen könne. Zu denen zählt Jerry Howard, der Vorstandsvorsitzende des Verbandes "National Association of Home Builders".



Zwar kämen tatsächlich Unmengen von neuen Häusern auf den Markt, aber die Zahl der Immigranten steige ja auch erheblich, meint er - und damit der Bedarf.

Und mit dem Platzen der "Dotcom"-Blase vor ein paar Jahren sei das überhaupt nicht zu vergleichen. Die meisten Familien wollten in ihren Häusern leben und sie nicht auf den Markt werfen.



Vielleicht hat aber das Platzen der Blase auch sein Gutes. Greenspan jedenfalls hofft, daß dann die fast bei null liegende Sparrate der Amerikaner etwas steigt. Und einige verdienten trotzdem. Wie die Firma T-shirtHumor.com, die einen Hit mit einem T-Shirt landete. Darauf ist eine dicke, rosafarbene, hausförmige Blase abgebildet, auf der steht: "Housing Bubble". Und drunter: "Wenn ich platze, bist du geliefert."



Quelle: WamS.de
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Beitragvon membran » 11.10.2005 13:04

USD.Szenarien bei weiter steigenden Zinsen"!


Die 3 Möglichkeiten:


Langsame Inversion der Zinskurve: „Dollargütlich”



Allerdings dürfte die Wechselkursentwicklung nicht alleine von den kurzfristigen Zinsen abhängen, sondern vielmehr von Reaktion des gesamten Kapitalmarktes auf entsprechende Veränderungen. Nach einer Analyse der UBS ist entscheidend, wie der Markt auf die absehbare Inversion der amerikanischen Zinskurve reagieren wird. Sie zeichnen drei Szenarien.

Das erste, das „gütliche”, geht davon aus, daß sich die Zinskurve langsam dreht. In diesem Fall rechnen sie mit einem durch so genannte Carry Trades fundierten Dollar, und mit anhaltend hohen Notierungen sowohl am Renten- als auch am Aktienmarkt.



Sollte sich die Zinskurve jedoch im zweiten Szenario rasch invertieren und „versteilen”, wie etwa im Jahr 1994, dann würde der Risikoappetit der Anleger rasch abnehmen. Das könnte beispielsweise dann passieren, wenn steigende Zinsen und hohe Rohstoffpreise den amerikanischen Konsum beeinträchtigen und zusammen mit einem einbrechenden Immobilienmarkt die amerikanische Konjunktur ausbremsen.

In diesem Fall könnte der Dollar fallen, da ausländische Anleger das amerikanische Leistungsbilanzdefizit nicht mehr finanzieren wollen, obwohl die kurzfristigen Zinsen steigen und die Renditen am langen Ende fallen. Genau dies könnte wohl passieren, wenn die amerikanische Notenbank einen Zinsschritt von mehr als 25 Basispunkten machen würde, wie im Jahr 1994 (siehe Graphik).

Schnelle Inversion oder „Versteilung”: Stark dollarnegativ



Das dritte Szenario unterstellt, daß sich die amerikanische Zinskurve nicht invertiert, sondern steiler wird. Das heißt, sowohl die kurzfristigen Zinsen steigen als auch die Renditen der länger laufenden Papiere, weil sich der Markt vor inflationären Tendenzen fürchtet. Das würde nicht nur die Aktien- und Rentenmärkte in die Bredouille bringen wie im Jahr 1987, sondern auch den Dollar. Denn ausländische Anleger werden in diesem Fall alles tun, aber nicht mehr das amerikanische Leistungsbilanzdefizit finanzieren.

Das heißt, sowohl für den Dollar als auch die Börsen und den Rentenmarkt gibt es ein deutliches Risiko für die beiden Fälle, daß am Markt die Wahrnehmung aufkommen könnte, die amerikanische Konjunktur werde kollabieren oder die amerikanische Zentralbank (Fed) habe die Preisentwicklung nicht im Griff. In diesem Sinne tanzt die Fed auf einem Hochseil. Sollte sie abrutschen, dürften Anleger über Absicherungsstrategien froh sein.
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Beitragvon membran » 17.10.2005 14:07

Warum die Fed keine andere Wahl hat als Geld zu drucken!



von Dr. Marc Faber



Wenn die Fed das nächste mal mit ihrer üblichen Aufgabe, dem Gelddrucken, beginnt, dann wird die Konsumentenpreisinflation begleitet von erneuerter Dollarschwäche wahrscheinlich sowohl die Vermögenspreisinflation – speziell im Eigenheimsektor – als auch die Einkommenszuwächse überschreiten. Dies sollte gewährleisten, dass die bevorstehende Rezession durch eine Konsumentenpreisinflation und simultane wirtschaftliche Schwäche gekennzeichnet sein wird.



In der Vergangenheit habe ich bewiesen, dass Wirtschaftswachstum und Deflation völlig vereinbar ist. Das ganze Wirtschaftswachstum der USA im 19. Jahrhundert war ein deflationärer Boom. Fallende Preise führten zu starken Realeinkommensgewinnen. Mit der Zeit konnten die Arbeiter mit ihren Einkommen einen immer größeren Korb an Waren erwerben, weil die Preise für Konsumgüter und Rohstoffe fielen.



Mit anderen Worten ausgedrückt, während Inflation das Äquivalent von Kaufkraftverlust darstellt, steigt in deflationären Zeiten die Kaufkraft des Geldes an. In der Deflation sind meine heutigen 100 Dollar in einem Jahr weit mehr wert, weil ich dann einen größeren Korb an Waren und Anlagen damit erwerben kann, deren Preise fallen. Meiner Meinung nach, ist daher nichts Schlechtes an einer Deflation. Warum ist dann die amerikanische Fed so über Deflation besorgt, dass Mr. Bernanke sogar vorschlug US-Dollar-Noten aus einem Hubschrauber abzuwerfen um sie zu bekämpfen?



Es gibt eine Bedingung unter der Deflation ein Desaster ist und diese ist, wenn die gesamte Kreditmarktschuld einen hohen Prozentsatz der Wirtschaft ausmacht. Wenn die Schulden so hoch sind wie heute, würden die sinkenden Preise und vor allem die sinkenden Vermögenspreise zu Chaos im Wirtschaftssystem und zu massiven Ausfällen und Bankrotten führen.



Ich möchte hinzufügen, dass zwischen 1950 und 1980 das Verhältnis zwischen BIP und Verschuldung annähernd konstant blieb. Aber nach 1980 und im Speziellen nachdem Mr. Greenspan 1987 Vorsitzender der Fed wurde, explodierte das Verhältnis der Verschuldung zum BIP. Daher ist nicht die Deflation das Problem, sonder die vorangegangene Schuldeninflation für welche die expansive Geldpolitik der Fed voll und ganz verantwortlich ist. Somit begann die Fed im Jahr 2001, nachdem sie ein Geld- und Schuldenmonster erschaffen hatte, eine groß angelegte Gelddruckoperation um die Deflation zu vermeiden.

Geldangebotsverknappung



Nun ist es wahr, dass sich wie meine Freunde von Gavekal betonten, kürzlich das Geldmengenwachstum verlangsamt hat. Laut Gavekal ist die amerikanische monetäre Basis über die letzten sechs Monate zurückgegangen, was gewöhnlich ein Anzeichen dafür ist, dass finanzielle Mittel tatsächlich knapp sind. Gewöhnlich sind solche Perioden von Rückläufiger monetärer Basis von einer schlechten Aktienentwicklung und sehr oft von einer Art Crash gefolgt.



Nun, ich habe keinen Zweifel, dass Geld knapper geworden ist, was ebenfalls durch die Dollarstärke seit Beginn des Jahres widergespiegelt wird. Jedoch sollten wir das Faktum nicht übersehen, dass trotz knappem Geld – die Fed Fund Rate wurde innerhalb eines Jahres von 1 % auf aktuell 3,75 % erhöht – die kurzfristigen Zinsen verglichen zum nominalen Wirtschaftswachstums und der Inflation immer noch sehr niedrig sind. In der Tat liegt die Fed Fund Rate mit 3,75 % unter der unoffiziellen amerikanischen Inflationsrate von ca. 5 % und signifikant unter dem nominalen Wirtschaftswachstum.



Des Weiteren tun Beobachter der monetären Konditionen gut, nicht nur auf das Geldmengenwachstum sondern auch auf das Kreditwachstum zu blicken, das in der letzten Zeit in den Himmel schoss! Laut Doug Noland von PrudentBear.com, hat sich das Volumen amerikanischer Bankkredite auf Jahresbasis um 13,5 % auf USD 544,7 Milliarden gesteigert. Unter dieser Gesamtzahl nahmen die Wertpapierkredite USD 145,6 Milliarden ein, 12,7 % mehr als ein Jahr zuvor. Waren- und Industriekredite stiegen um jährlich 18,8 %.



Immobilienkredite steigen auf Jahresrate um 16,7 %. Die Emission von Asset Backed Securities betrug allein in diesem Jahr schon USD 451 Milliarden, was einen Anstieg von 21 % gegenüber der vergleichbaren Periode des Jahres 2004 entspricht. Die Emission von Eigenheimkredit-ABS in Höhe von USD 286 Milliarden liegt 24 % über dem Wachstum in der gleichen Periode des Jahres 2004.



Ich möchte anmerken, dass 13,5 % annualisiertes Kreditwachstum nur 3,6 % Wirtschaftswachstum hervorrufen. In anderen Worten, die amerikanischen Kredite wachsen vier Mal schneller als die amerikanische Wirtschaft – nicht gerade ein Anzeichen für eine gesunde und gut ausgeglichene Wirtschaft. Der monetäre Überhang den die Fed nach dem Jahr 2000 geschaffen hatte und die schnelle Kreditexpansion hoben die amerikanischen Eigenheimpreise in den letzten Jahren sehr bedeutend an.



Ich möchte erwähnen, dass die Eigenheiminflation in den USA genauso wie in Großbritannien und Australien bereits geschehen, früher oder später ebenfalls zurückgehen wird (meiner Meinung nach mehr früher als später). Weiters brach in Großbritannien und Australien nach dem Rückgang der Eigenheiminflation auch der Konsum beachtlich ein. Ich würde daher in den USA ebenfalls einen drastischen Konsumrückgang erwarten. Aber der kritische Punkt ist hier die Vermögenspreisinflation, welche die Konsumentenpreisinflation im Jahr 1980 ablöste, und die amerikanische Öffentlichkeit im Glauben lies, dass steigende Vermögenspreise – erst Akten und seit 2000 Eigenheime – für immer Bestandteile des Wirtschaftlichen Umfeldes sein würden. Daher begannen die amerikanischen Haushalte weniger und weniger zu sparen und sich in Punkto Altersvorsorge mehr und mehr auf steigende Vermögenspreis zu verlassen



Ich bin nicht überrascht, dass die amerikanischen Ökonomen und Strategen andauernd eine neue „Ecke“ gefunden haben um das Niveau der überbewerteten Aktien- und Immobilienmärkte und ihrer Währung zu rechtfertigen, was mich aber wirklich verwirrt, ist wie die Welt und Mr. Greenspan immer noch
glauben können, dass die Expansion der amerikanische Wirtschaft immer noch „intakt“ ist.



Stunde des besonnenen Haushalts



Betrachten Sie folgendes: Ihr Haushalt gibt alles oder sogar mehr aus als Sie jeden Monat verdienen, während Ihr nächster Nachbar 20 % seines Einkommens auf die Seite packt und dies in Aktien von Unternehmen, deren Geschäftsaussichten günstig sind, Immobilien oder Anleihen investiert. Nach 10 Jahren wird welche Familie reicher sein? Diejenige, welche ihr gesamtes Einkommen ausgibt und sich sogar noch Geld borgt um ihren Lebensstandard zu erhöhen oder die Familie, die Monat für Monat Geld auf die Seite gibt um es zu sparen oder zu investieren?



Ich räume ein, dass sich nicht alle Investments auszahlen werden, aber – wenn breit genug gestreut – sollte der Haushalt der spart am Ende reicher sein als der Haushalt, der sein ganzes Einkommen ausgibt und sich sogar noch Geld borgt. Dies ist die heutige Situation in der Welt. Die USA drucken Geld und nährend damit ihren „illusionären Wohlstand“, der durch Vermögenspreisinflation geschaffen wird, während Asien über eine hohe Sparrate verfügt – ein Zusammenhang der augenscheinlich für das wachsende amerikanische Leistungsbilanzdefizit und die steigenden Leistungsbilanzüberschüsse und die Kapitalakkumulation der Währungsreserven in Asien verantwortlich ist.



Es gibt aber noch einen anderen Blickwinkel auf die rückläufige amerikanische Sparrate. Über die letzten sechs Jahre haben die amerikanischen Haushalte Finanzvermögen verkauft und sich Geld geliehen um ihren Konsum zu unterstützen. Zusammen mit der rückläufigen Sparrate, die bereit vor 20 Jahren begann, hat dies das
amerikanische Wirtschaftswachstum über das Niveau gehoben, wo es bei einer konstant verbliebenen Sparrate liegen würde.



Laut der Bridgewater Associates würde das amerikanische BIP um 7 % einbrechen wenn die amerikanischen Haushalte nur auf eine normale Sparrate zurückkehren würden! Warum würde die amerikanische Sparrate jemals wieder nach oben gehen? Wenn die Eigenheiminflation zu einem Ende kommt und die Haushalte ihre Häuser nicht mehr länger zu niedrigeren Zinsen refinanzieren können, dann wird das Verbrauchervertrauen ins schwanken geraten und zu einer steigenden Sparrate führen und damit zu einer Rezession.



Dies könnte früher passieren als wir glauben. Betrachten Sie die Tatsache, dass die Aktien der größte Gläubiger der Eigenheimindustrie, Fannie Mae gerade ein Acht-Jahres-Tief erreichte und, dass die Eigenheimaktien möglicherweise ein Hoch ausgebildet haben! Sorgen Sie sich jedoch nicht zu viel! Die Fed wird, sobald sie bemerkt hat, dass die Vermögenspreisinflation, welche den Konsum unterstützte, zu Ende gegangen ist wieder die Druckerpressen anstarten. Wird es aber helfen? Ich bezweifle es, da weiteres Geldrucken wahrscheinlich in einer Konsumentenpreisinflation resultieren wird, welche den Anstieg der persönlichen Einkommen übersteigen wird. Die Erträge sinken in realer Kaufkraft gemessen bereits stündlich.



US Inflation, schwache Wirtschaft



Wenn die Fed also das nächste mal mit ihrer üblichen Aufgabe, dem Gelddrucken, beginnt, dann wird die Konsumentenpreisinflation begleitet von erneuerter Dollarschwäche wahrscheinlich sowohl die Vermögenspreisinflation - speziell im Eigenheimsektor – und die Einkommenszuwächse überschreiten.



Dies sollte gewährleisten, dass die bevorstehende Rezession durch eine Konsumentenpreisinflation und simultane wirtschaftliche Schwäche gekennzeichnet sein wird. Möglicherweise beginnt der Anstieg des Goldpreises, der allerdings durch vorübergehen Gewinnmitnahmen unterbrochen werden kann, dieses unangenehme Szenario bereits zu diskontieren.



Es ist nicht nötig zu betonen, dass dieses Szenario für langfristige Anleihen den „Worst Case“ darstellen würde! Ich möchte anmerken, dass wenn die langfristigen Zinsen sich unter der Wachstumsrate des nominalen BIP befinden, wie es in den 1960ern und 1970ern war, sich die Konsumentenpreisinflation beschleunigt, während wenn sich die Zinsen oberhalb des nominalen Wirtschaftswachstum befinden (1980-2000) die Konsumentenpreisinflation zurückgeht (Disinflation).
Für Investments sollte folgendes klar sein: Wenn die Konsumentenpreisinflation sich beschleunigt führt es zu einer miesen Entwicklung für Finanzanlagen – speziell bei Anleihen. Jedoch wäre ein Hauch von Inflation gut für die Japanischen Aktien, da es institutionelles und privates Geld, das in Anleihen und Sparkonten geparkt ist, in die Aktien und Immobilien jagen würde.



Quelle: goldseiten.de
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Beitragvon John-Boy » 31.10.2005 16:02

Hallo,

ich darf mich mal vorstellen: Bin der neue!

So neu auch nicht, denn ich lese schon eine ganze Weile. Dies will oegat mir nun austreiben und hat mich wiederholt aufgefordert doch mal konstrktiv mitzuarbeiten. Recht hat er.

Nur kann ich zum mitarbeiten nich allzuviel liefern. Ich bin weder ein Charttechniker noch kann ich auf Grund von Indikatoren oder der Gefühlslage die Bewegungen gut erklären wie manche andere Boarduser hier.

Deshalb mein erste Beitrag zu den Fundamentaldaten da ich, wie andere vielleicht auch, nicht verstehe wie trotz der Makrodaten der Dollar aufwertet.

Interessanterweise habe ich bei meiner Wochenendlektüre einen Artikel dazu im "Economist" entdeckt:


America's currency has strengthened this year, defying huge current-account and fiscal deficits. The Fed’s new chairman will have a lot to do with whether it continues to rise

IT BEATS the Oscars any day. For months, markets have been giving odds on who would replace Alan Greenspan when he retires at the end of January after 18 years as the world’s super-banker. The name that George Bush came up with on Monday October 24th was hardly a surprise: Ben Bernanke, once Princeton professor, recently Federal Reserve governor and currently chairman of the Council of Economic Advisers, was the odds-on favourite. But it did much to cheer dollar bulls. Waiting for the news to be made official, the greenback skidded as investors were forced to face Mr Greenspan’s official mortality. Hearing his successor, it rallied. Is Mr Bernanke good for the dollar?

Something certainly is. The currency has gained more than 10% this year, hitting a two-year high against the yen last week and a three-month peak against the euro. This is despite an American current-account deficit even wider than last year’s and apparently reduced enthusiasm among Asian central banks for dollar-denominated assets. Buttonwood was among those early in the year who expected the dollar to go every which way but up. How wrong can a columnista be? Why didn’t the currency behave as she told it to? Don’t deficits matter?

The answer seems to be that they do, but only when relative returns are not compelling and other news looks likely to be gloomy too. Coming into 2005, the dollar had been sliding, broadly since 2002 but specifically since the summer of 2004. Investors were worried that global economic growth, the highest in 20 years, was set to slow along with America’s. Asian central banks were propping up the US Treasury market, in an attempt to keep their own currencies from appreciating, and the word was that they wanted to diversify away from dollars. Though the Fed had started raising short-term rates in June 2004, the difference between the yield on three-month dollars and that on three-month euros was still only 17 basis points (hundredths of one percent) in December. The dollar kept slipping and, with their eyes on America's mountainous trade and fiscal deficits, a lot of people bet against it, including Warren Buffett.

How different things have been in 2005, thanks mainly to the widening gap between American interest rates and those of most other big developed countries. Despite hurricanes, higher oil prices and indeed higher interest rates, America’s economy has grown more strongly than most people expected. And Mr Greenspan’s Fed has shown an increasing amount of anti-inflationary zeal: it has raised the federal-funds rate 11 times, to 3.75%, and is likely to do so again on November 1st. In the slow-growing euro area, by contrast, the European Central Bank (ECB) has left its rate untouched at 2% for more than two years, while the Bank of Japan is still looking at virtually free short-term money. So investors have stopped worrying about America’s deficits and started salivating over the returns it offers.

Then there is the vanishing central-bank scare. Those who feared that Asian central banks would get tired of buying depreciating dollars, causing the currency to collapse and long bond yields to shoot up, have also had to think again. Though official statistics capture only a fraction of what the banks do with their fast-growing foreign-exchange reserves ($2 trillion higher since 2000), central banks are certainly a shadow of their former selves at Treasury auctions these days. The dollar has strengthened nonetheless, and ten-year bond yields are only a little higher than a year ago. Now that dollar bonds look a plausible investment, the central banks that used to buy them to foster their own export-led development have been able to retire, while private investors have stepped up to the plate.

So too, intriguingly, have the oil-exporting countries, whose current-account surpluses—far larger than China’s—cast a long shadow over financial markets these days. The impact of petrodollars on the ordinary sort is hard to pin down. Economists at Credit Suisse First Boston, for example, have calculated that for every increase of $10 a barrel in oil prices, the daily demand for dollars just to carry out transactions increases by $300m (though other transactions may be crowded out because energy-consumers don’t have money for both).

More important is where the petrodollars end up invested. Though credible figures are elusive, a fair whack has certainly found a home in dollar-denominated assets, some in corporate bonds and some in short-term paper. In the longer term, much of it will flow to Europe and Asia—to Germany, for example, which exports the kind of capital equipment the Gulf states need to develop their infrastructure. For the moment, however, the sharp rise in oil prices this year may well have helped the dollar.

Other circumstances, too, are boosting the greenback. The Homeland Investment Act offers American firms a tax break if they repatriate foreign earnings held abroad by the end of this fiscal year and use them for vaguely-defined useful things. After a slow start, more companies are showing interest. The total brought back is likely to be some $200 billion-300 billion, reckons Thomas Stolper, global market economist at Goldman Sachs, and about a third of it will have to be converted to dollars. There is probably another $30 billion still to come through the foreign-exchange markets. And another point: China’s mini-revaluation in July made it clear that the dollar had nothing to fear for the moment from a significant Asian realignment.

Yet if all this sounds too Goldilocks to be true, it probably is, for a couple of reasons. Any big upward movement in the dollar’s exchange rate is probably limited by the perception that there are sellers of dollars out there waiting for right price (central banks, especially). “Non-commercial traders” have longer net positions in dollar futures than almost ever before, on figures from the Commodity Futures Trading Commission—always a bad sign. As the dollar strengthens, American investors themselves are pouring money into foreign markets, which in time could blunt the greenback’s rise. Some of Japan’s normally risk-averse investors are stripping off their currency hedges to capture higher yields in America; they could flee at the slightest sign that the dollar is in trouble or Japan’s economic recovery is finally starting to lift the yen. And the euro has lost 12% in value since the beginning of the year. If the ECB starts raising interest rates in the first half of next year just as the Fed stops, it might gain it back.

So though many on Wall Street have raised their forecasts of where the dollar will be trading three to six months from now, fewer are as sanguine about the outlook in a year’s time. Much will depend on how Mr Bernanke handles his inheritance and how he is perceived to handle it. He has received a rare unanimous welcome from economists and politicians and, tellingly, from former students. But only time will tell whether he is as tough on inflation as his predecessor (who perhaps talked a better game than he played). He may well find the federal-funds rate at 4.25% when he takes office: high enough to do damage if the next move is the wrong one. For now, he has won the prize, and the plaudits. But he has miles to go before he sleeps.

Ob dieser Erklärungsansatz über die Zinsen allein richtig ist.
Dies müsste ein erneutes Ansteigen des Dollars bis ins nächste Jahr bedeuten.

Was sagen die Techniker und eure Indikatoren :?:


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Die in Aussicht stehende Zinserhöhung würde auch für eine Bo

Beitragvon oegeat » 03.11.2005 19:19

Europäische Zentralbank
„Zinsschritt jederzeit möglich”


03. November 2005 Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen zunächst unverändert gelassen, steuert aber auf eine baldige Zinserhöhung zu. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet ließ am Donnerstag in Frankfurt keinen Zweifel daran, daß die Währungshüter wegen der hohen Inflation bald die Zinsen anheben werden. „Wir sind bereit, uns zu bewegen, wann immer es notwendig ist”, sagte Trichet. „Wir haben das Für und Wider einer Zinserhöhung diskutiert. Große Wachsamkeit ist angebracht.”


Ökonomen erwarten eine Erhöhung des Leitzinses von 2,0 auf 2,25 Prozent bereits im Dezember Es wäre die erste Zinsänderung seit Juni 2003 und die erste Erhöhung seit Oktober 2000. Am Donnerstag ließ der EZB-Rat in Frankfurt den wichtigsten Leitzins auf dem historisch niedrigen Niveau von 2,0 Prozent. Die Zinsen seien „noch angemessen”, sagte Trichet. Damit rückte der oberste Notenbanker von der normalen Formulierung „angemessen” ab. Der Präsident betonte, daß eine Zinserhöhung nicht dem Ziel von mehr Wachstum und Beschäftigung widersprechen würde. Der scheidende Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hatte die EZB aufgefordert, die Zinsen um des Wirtschaftswachstums willen niedrig zu halten.



Als wichtige Argumente für eine künftige Erhöhung nennen Volkswirte neben der hohen Inflationsrate die allmähliche Erholung der Wirtschaft und die stark wachsende Geldmenge und Kreditvergabe. Die Konjunktur im Euro-Raum habe sich seit Mitte des Jahres belebt, sagte Trichet. „Die Wirtschaft hat erhebliche Widerstandskraft gegen den Ölpreisschock gezeigt, gestützt von dem verantwortungsvollen Verhalten der Tarifparteien.” Die Notenbank hat die Furcht, daß hohe Lohnabschlüsse die Inflation weiter antreiben könnten. Diese sogenannten Zweitrundeneffekte sind laut Trichet „der Hauptfeind” der EZB.

Risiken für einen moderaten Aufschwung sind laut Trichet das geringe Verbrauchervertrauen und die Ölpreise. Angeheizt von den hohen Ölpreisen betrug die Teuerungsrate im Oktober in den zwölf Euro-Ländern 2,5 Prozent. Nach Schätzung der EZB wird die Inflationsrate in diesem Jahr über der entscheidenden Zwei-Prozent-Marke liegen. Die Bank soll für stabile Preise sorgen. Höhere Leitzinsen verteuern Kredite für Verbraucher und Unternehmen und dämpfen damit die Nachfrage und am Ende auch den Preisauftrieb.

Die amerikanische Notenbank Fed hatte am Dienstag wegen der steigenden Verbraucherpreise und Inflationssorgen den Leitzins von 3,75 auf 4,0 Prozent angehoben.
Quelle FAZ.NET
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Totgeglaubte Inflation kehrt zurück -

Beitragvon oegeat » 08.11.2005 10:35

von Anja Struve und Holger Zschäpitz

Frankfurt/Main - Wenn es noch eines Beweises dafür bedurft hätte, daß die Inflation wieder auf dem Vormarsch ist, wurde er spätestens diesen Monat erbracht: Allein 314mal tauchte die Schreckensvokabel aller Notenbanker und Sparer zuletzt in den Schlagzeilen der deutschen Presse auf. Vor drei Monaten waren es gerade einmal 200 Nennungen.

Grund für die inflationäre Verwendung des I-Wortes sind die jüngsten Konjunkturdaten. So stieg in den Vereinigten Staaten die Teuerung mit 4,7 Prozent auf den höchsten Stand seit 1991. Noch entscheidender ist allerdings, daß die Inflationsrate damit erstmals aus dem seit Anfang der neunziger Jahre andauernden Seitwärtstrend ausgebrochen ist, der zwischen einem und vier Prozent lag. Daß es sich um ein globales Phänomen handelt, zeigen die Zahlen aus Deutschland und Europa, wo die Verbraucherpreise zuletzt um 2,5 beziehungsweise 2,6 Prozent anzogen. Und ein Ende der Preisspirale ist vorerst nicht in Sicht - im Gegenteil: So stiegen die deutschen Produzentenpreise, die als guter Vorläufer für die Verbraucherpreisentwicklung gelten, mit 4,9 Prozent auf den höchsten Stand seit Anfang der achtziger Jahre. Ähnlich sieht es in Amerika aus, wo die Produzentenpreise mit 6,9 Prozent ebenfalls langjährige Rekordwerte erreichten.

Eine der Hauptursachen für die immer schnelleren Preissteigerungen beiderseits des Atlantiks sind die haussierenden Energiekosten. Allein seit Jahresanfang ist der Preis für Rohöl um 70 Prozent gestiegen, die Gasnotierungen zogen noch deutlicher an.

Bislang haben sich die Märkte trotz dieser Zahlen nur leicht verunsichern lassen: Aktien verloren in den vergangenen Wochen von ihren Mehrjahreshochs im Schnitt rund fünf Prozent, Rententitel zwischen zwei und drei Prozent an Wert. Daß die Kursverluste bisher nicht höher ausgefallen sind, liegt daran, daß sich die gestiegenen Energiekosten noch nicht auf die Löhne und übrigen Preise ausgewirkt haben. Die Kerninflationsrate, bei der die Kosten für Energie, Lebensmittel und Tabak herausgerechnet werden, liegt in den USA bei zwei und in Deutschland bei 1,3 Prozent.

"Der Geist ist aber aus der Flasche", warnt Jens Libuda, Händler für inflationsindexierte Anleihen bei der WestLB. Finanzmarktexperten befürchten nämlich, daß die Kerninflation nicht länger niedrig bleibt, sondern die höheren Ölnotierungen auf die Löhne und übrigen Preise durchschlagen werden. Dies könnte eine Lohn-Preis-Spirale wie in den siebziger Jahren in Gang setzen. Interessanterweise haben die Notenbanken mit ihrer laxen Geldpolitik diesen Prozeß womöglich sogar beschleunigt. Denn dank extrem günstiger Zinsen wurde die Weltwirtschaft in den vergangenen Jahren mit billigem Geld regelrecht überflutet. "Es wird für die Zentralbanken extrem schwierig werden, diese hohe Überschußliquidität wieder zu reduzieren. Das ist ungefähr so, als wenn man versuchen würde, Zahnpasta wieder in die Tube zu bekommen."

Ein weiterer struktureller Aspekt beunruhigt die Experten. "China wirkt für die Welt nicht mehr länger deflationär, sondern inflationär", sagt Andy Xie, Stratege bei Morgan Stanley in Hongkong. Der Ökonom verweist dabei auf die rasant gestiegenen Arbeitskosten im Reich der Mitte. Während der Zuwachs in den Jahren 1979 bis 2004 noch durchschnittlich sechs Prozent betrug, steigen die Löhne in Ballungszentren wie Peking oder Shanghai mittlerweile zweistellig. Gleichzeitig hat der gewaltige Rohstoffhunger des rasant wachsenden Landes die Kosten für Öl, Gas, Beton, Stahl, Kupfer, Kaffee, Kakao oder Glas weltweit in die Höhe getrieben. Hat das Reich der Mitte bislang noch mit seinen billigen Produkten die Inflation weltweit in Schach gehalten, könnte dieser Prozeß nun umschlagen.

Xies Kollege Stephen Roach spricht angesichts dieser Probleme sogar vor einer neuen Art von Inflation, die der globalen Ökonomie droht: So hätten die Notenbanken so viel Geld gedruckt, daß es zu einer regelrechten Inflation in mehreren Anlageklassen gekommen sei - angefangen bei Aktien über Bonds bis zu Rohstoffen und Immobilien. Diese Asset-Inflation, die bereits in den Energieschock mündete, könnte nun auf die übrige Ökonomie durchschlagen. Die bislang preismindernde Globalisierung könnte nun dazu führen, daß die Teuerung von einem zum anderen Markt übergreift. "Es gibt plausible Gründe für beschleunigte Inflation durch Geldpolitik und Ausbruch von Lohninflation und Zweitrundeneffekten", sagt Morgan-Stanley-Chefvolkswirt Roach.

Artikel erschienen am Mi, 19. Oktober 2005

http://www.welt.de/data/2005/10/19/791034.html?s=1
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Beitragvon KLFO » 24.11.2005 18:25

DAILY MARKET COMMENTARY
24 November 2005
Thursday

Fundamental Outlook at 1500 GMT (EST + 0500)



The euro depreciated vis-à-vis the U.S. dollar today as the single currency tested bids around the US$ 1.1780 level after encountering selling pressure around the $1.1825 level. Technically, today’s intraday low is right around the 38.2% retracement of the move from $1.1640 to $1.1865. The euro went given today after the November German Ifo number was released. It was reported that the business climate index fell to 97.8 from 98.8 in October, below expectations, while the business assessment index and business expectations index also dropped. Most traders do not think the weakened German sentiment data will postpone the probable monetary tightening by European Central Bank on 1 December. ECB member Caruana today said a rise in interest rates would be beneficial for the Spanish economy and added the upcoming tightening cycle is likely to be “relatively moderate.” Caruana also added the “continuation of high oil prices and the possible second-round effect on wages is a highly significant risk for Europe.” ECB President Trichet today said the central bank is not being “alarmist” in signaling a near-term rise in interest rates. In contrast, French finance minister Breton said he does not see any indication that inflation is a problem in France or the eurozone and his comments are representative of the positions adopted by other Ecofin finance ministers. Provisional November German inflation data were released in some states today and they evidenced a pullback in price pressures. Liquidity is limited today on account of the U.S. Thanksgiving holiday. Traders are already looking forward to next weekend’s G7 meeting of finance ministers and central bankers in London. Discussion topics include global interest rates, energy prices, the bird flu, and Fed Chairman Greenspan’s retirement. Euro offers are cited around the $1.1810/ 40 levels
KLFO
 

Beitragvon Bill25 » 24.11.2005 23:17

In den USA sind wir bei 4,5% LeitZins ,es könnte noch bis auf
5,0% hochgehen ! Sagen Experten .

Dann ist,s erstmal genug,hoffe ich auch !
Bill25
 

Beitragvon membran » 29.11.2005 12:48

Finanzminister Snow behauptet, dass die Zunahme des US-Leistungsbilanzdefizits auf unterschiedliche Wachstumstempi in Schlüsselwirtschaften zurückzuführen sei. Damit ist die Anpassung der Defizite eine gemeinsame Aufgabe. Nicht langsameres Wachstum in den USA, sondern höheres Wachstum in Japan und Europa seien notwendig. Wir nehmen diese Einlassung zur Kenntnis und erlauben uns folgende Bemerkung: Das Defizit in der US-Handels- und Leistungsbilanz mag auch zu einem geringfügigen Teil Ausdruck von unterschiedlichen Wachstumstempi sein. Wesentlich ist jedoch, dass offensichtlich das Angebot an US-Exportwaren nicht überzeugen kann und nicht konkurrenzfähig ist. Fakt ist, dass die Erosion des produzierenden Gewerbes ein strukturelles Problem der USA und nicht Europas oder Japans ist. Hier liegt das Problem. Ebenso stellt sich die Frage, ob Japan und Europa dem Weg der USA folgen sollten. Wachstum Europas und Japans, das genährt würde aus Verbraucherverschuldung, aus „Cash-outs“ auf nicht realisierte Buchgewinne im Immobilienbereich, aus einer Kriegswirtschaft und aus massivster öffentlicher Verschuldung mögen das Problem der US-Leistungsbilanz kurzfristig nivellieren. Damit würden die Probleme Japans und Europas jedoch nicht gelöst, sondern neue massive Probleme würden generiert! Die Argumentation von USFinanzminister Snow ist auch nicht ansatzweise stichhaltig. Sie ist Ausdruck einer Ablehnung der Verantwortung für das eigene Versagen in der Strukturpolitik der letzten 25 Jahre.
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Beitragvon oegeat » 29.11.2005 12:58

USFinanzminister Snow ist auch nicht ansatzweise stichhaltig


kam von denen jemal was "stichhaltiges " - siehe IrakKrieg Waffen ....
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Beitragvon membran » 02.12.2005 11:27

Das EKG des Dollars sieht nicht gut aus ...



von unserem Korrespondenten Bill Bonner, derzeit in London



Zwischenzeitlich war mein alter Freund Jim Rogers in der Stadt (ich bin gerade in London). Was denkt er über den neuen Mann bei der Fed?

"Katastrophen-Bernanke wird wohl den Untergang der Federal Reserve gewährleisten. Es wäre nicht vollständig seine Schuld – Greenspan hat die Grundlagen dazu geschaffen – das Problem ist, dass Bernanke keine Ahnung vom Währungsmarkt hat."


"Er ist derjenige, der gesagt hat, dass wir die Druckerpressen kontrollieren können und dass man sie so schnell wie notwendig laufen lassen wird. Er hat auch gesagt, dass es nichts ausmacht, dass die USA das größte Handelsdefizit aller Zeiten haben. Ich bin nicht der einzige, der anfängt, sich deswegen Sorgen zu machen. Die Iraner wollen ab dem nächsten Jahr Öl mit anderen Dollars als den amerikanischen handeln und es gibt noch mehr Leute, die versuchen herauszufinden, was sie gegen diese Situation tun können."


"Bernanke versteht nicht, was das Problem ist, im Gegenteil: er denkt, es gibt überhaupt kein Problem. Sie wissen, dass es in den USA zwei Zentralbanken vor dieser gab, beide sind gescheitert und es sieht so aus, als würde auch diese scheitern."

Was wird dann mit dem amerikanischen Dollar passieren?


"2003 und 2004 haben alle den amerikanischen Dollar verkauft. Man konnte es im Dezember 2004 drei
Tage lang auf den Titelseiten der New York Times lesen. Diese Art von Berichtserstattung ist immer ein sicheres Zeichen dafür, dass es sich bald ändern wird. Diese Rally [beim Dollar] dauert teilweise deswegen weiterhin an, weil die Vereinigten Staaten den multinationalen Unternehmen so gigantische Steuererlässe bewilligt haben, um das Geld dieses Jahr wieder in die USA zu bringen, und das passiert gerade auch."


"Ich weiß nicht, wie weit diese Rally noch gehen muss, aber ich habe das Gefühl, dass etwas passieren wird, was zu einem letzten Anstieg führt. Es könnte z.B. sein, dass Bush sich eher als erwartet aus dem Irak zurückzieht oder die Vogelgrippe, die Europa dezimiert, aber nicht Amerika. Aber wann auch immer es zu diesem letzten Anstieg kommen wird, ich dränge darauf, dass sie verkaufen sollen. Ich bin auf lange Sicht immer noch extrem bearish, was den Dollar anbelangt."



Wenn man sich die Grafiken des Dollars ansieht, dann ist das so, als sähe man sich das EKG eines Sterbenden an. Von 1800 bis 1935 gehen die Zahlen auf und ab. Für den Dollar bekam man Waren und Dienstleistungen im Wert des Dollars im Jahre 1800, ... und 1850, ... auch 1900 und sogar noch 1935. An diesem Punkt fällt die Linie ab und steigt nicht wieder an. Stattdessen verliert der Dollar in allen folgenden Jahren an Kaufkraft. Und 2005 ist der Dollar nur noch fünf Cent des Dollars von 1800 wert.



Ich bin nicht uralt und doch kann ich mich noch an einen wesentlich stärkeren Dollar erinnern. Im Herbst 1972 bin ich quer
durch die USA gefahren. Ich erinnere mich noch, dass die Tankstellen die Gallone Benzin für 25 Cent verkauften.

Das scheint mir schon so lange her ... wie eine andere Welt ... wie eine Traumwelt. Es führt dazu, dass ich mich in meine Jugend zurück sehne ... nach dem alten 53er Chevy Pick-up (ich habe dafür 250 Dollar bezahlt) ... nach meinem alten Haus in New Mexiko (ich habe es für weniger als 10.000 Dollar selber gebaut) ... und nach meiner alten Frisur! Aber das ist alles vorbei.



Aber es gibt etwas, das ist weder älter geworden, noch hat es sich verändert oder ist gerostet, es hat auch im Laufe der Zeit nicht an Wert verloren – Gold. Damals war es noch illegal, Gold zu besitzen – können Sie sich das vorstellen ... gibt es irgendeine Vorschrift, die zu dumm wäre, als dass Politiker sie zum Gesetz eines Landes machen würden? Aber damals war die Unze Gold ungefähr so viel wert, wie ein neuer Anzug. Auch heute kann man noch einen neuen Anzug für eine Unze Gold kaufen. Und selbst in der Zeit von Julius Caesar, vor 2000 Jahren konnte man für eine Unze Gold eine Toga und einen Gürtel kaufen.


Die letzte schwache Verbindung zwischen Gold und der Papierwährung wurde von Richard Nixon am 15. August 1971 gekappt. Seitdem schwebt der Dollar in der Luft ... wie eine Feder ... vom Wind der Investmentwelt bewegt ... und doch langsam aber stetig auf dem Weg nach unten. Wo wird das enden?



Vielleicht wird eine zukünftige Regierung dasselbe tun, was de Gaulle tat. Vielleicht wird sie die eine oder andere Null vom Dollar wegstreichen und einen "neuen Dollar" herausbringen. Oder sie tut, was Argentinien getan hat – man ändert den Namen der Währung selbst. Wenn das der Fall sein wird, dann habe ich einen Vorschlag zu machen. Ich schlage vor, man nennt die neue Währung "Greenpeso", zu Ehren des am meisten geschätzten Zentralbankers in Amerika.



Welche Ehrbezeugung könnte besser passen?
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Beitragvon daydraderch » 07.12.2005 17:16

Laut dem Congressional Budget Office (CBO) häufte die US-Regierung im November ein Haushaltsdefizit von rund 82 Milliarden Dollar an. Dies entspreche gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres einem Anstieg von 25 Milliarden Dollar. Während jenes Monats sollen die Ausgaben gegenüber den Einnahmen um fast das zweifache gestiegen sein. Das Anschwellen der Ausgaben sei insbesonders auf die Rettungsanstrengungen im Zusammenhang mit den Hurrikans, die Ausgaben für Verteidigung, Zinszahlungen und die Aufwendungen für staatliche Krankenversicherung zurückzuführen. Das Heimatschutzministerium gab infolge der Hurrikans in den Monaten Oktober und November insgesamt 11 Milliarden Dollar aus. Die Einkünfte aus Einkommenssteuern stiegen in den ersten beiden Monaten des laufenden Fiskaljahres um 7 Prozent
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Beitragvon membran » 07.12.2005 17:38

Von der angekündigten Reform der Sozialsysteme hört man nichts mehr!
Die würde auch mit 600-1000 Milliarden USD zu Buche schlagen.
Pers. glaube ich nicht das die unter der Bush Regierung durchgeführt wird.
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Beitragvon daydraderch » 07.12.2005 18:02

nur kommt das der bevölkerung auch nicht zu gute, was die kaufkraft auch negativ beeinflusst. man kann es wenden wie man will: amerika steuert irgendwie immer schneller und massiver einem desaster entgegen!!

neueste studie der csfb besagt, dass das immobiliengeschäft im jahre 2006 massiv einbrechen wird! stellenabbau insgesamt im baugewerbe wird mit rund 700'000 gerechnet. jedoch wird es dadurch zu keiner rezession kommen.
fazit meinerseits: es wird noch mit keiner rezession gerechnet, zinsen werden wieder runter kommen. diese zukunftsansicht zeigen die rentenmärkte schon seit rund 1 - 2 jahren! die langfristigen zinsen werden somit auf keinen fall steigen!
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Beitragvon membran » 11.12.2005 15:54

Von Wolfgang kopiert:


Euro versus Dollar

Wird der Euro den US-Dollar als Weltleitwährung ablösen?

Es handelt sich um sehr konjunkturelle Betrachtungen. Gut fünf Jahre früher zeigte sich der damalige Chef der Europäischen Zentralbank, Wim Duisenberg, »äußerst besorgt« über den »Tiefflug des Euro«. Doch damals mußte man nur 83 US-Cent zahlen, um einen Euro zu erhalten. Heute ist von einem Tiefflug die Rede, wenn man 118 US-Cent je Euro aufbringen muß. Damit erlebte der Euro seit seinem ersten Tiefflug und bis zu seinem aktuellen (relativ) niedrigen Stand eine Aufwertung um mehr als 40 Prozent. Richtig ist, daß der Euro zwischenzeitlich auch schon mal bei 129 US-Cent stand. Hier gab es also eine gewisse Nivellierung – jedoch im Rahmen eines allgemein recht hoch bewerteten Euro.

Ohnehin assoziieren Worte wie »starker Dollar« und »schwacher Euro« – oder auch mal umgekehrt – falsche Bilder. Im Grunde haben wir es mit zwei schwächelnden Währungen zu tun, wobei sich der Dollar auf der Intensivstation befindet und der Euro zumindest eine schwere Lungenentzündung hat. Dollar und Euro sind in Mitleidenschaft gezogen aufgrund der Widersprüche, die in der ökonomischen und finanztechnischen Basis von USA und Westeuropa vorherrschen.

Neue Blockkonkurrenz

Gehen wir einige Schritte zurück zur »Wendezeit«: Damals verkündete der US-amerikanisch-japanische Politologe Francis Fukuyama das »Ende der Geschichte«, den Eintritt in ein Zeitalter des ewigen Marktes. Das Gegenteil fand statt. Wir erleben eine Dynamisierung der Geschichte des ordinären Kapitalismus, eine Geschichte, deren integraler Bestandteil der Konkurrenzkampf zwischen den imperialistischen Ländern und den einzelnen Blöcken ist. Dieser Aspekt war im Kalten Krieg durch die Systemkonkurrenz und das gemeinsame Anliegen der westlichen Länder, die nicht-kapitalistischen Gesellschaften unter die Profitherrschaft zu zwingen, relativiert worden. Nach 1989/90 verschärfte sich dieses Konkurrenzverhältnis sofort. Es kam zur Bildung eines nordamerikanischen Blocks, der NAFTA, bestehend aus USA, Kanada und Mexiko, und zur Festigung des europäischen Blocks um die EU, wobei hier der Maastrichter Vertrag 1992, die Euro-Einführung 1999 und die Osterweiterung 2004 eine entscheidende Rolle spielten. Den zunächst ebenfalls angepeilten asiatischen Block um Japan und mit den Tigerstaaten gibt es nur in Ansätzen. Die gut zehnjährige tiefe Krise des japanischen Kapitalismus (1992–2003), die Finanz- und Wirtschaftskrise in den asiatischen Tigerstaaten 1997/98 und der Aufstieg eines neuen, dynamischen Manchester-Kapitalismus in China hatten dazu geführt, daß ein solches Projekt zunächst von der Tagesordnung abgesetzt werden mußte. Die vielzitierte »Triade« Nordamerika-Japan-Europa ist äußerst ungleich austariert; real steht derzeit die Konkurrenz USA–EU im Zentrum.

Der Vergleich der Grunddaten der drei Blöcke (siehe Tabelle) bestätigt zunächst den – möglicherweise nur vorläufigen – relativen Bedeutungsverlust des japanischen Imperialismus, dessen Weltmarktanteil einmal fast gleichauf mit dem der USA lag. Im vergangenen Jahr war er halb so groß wie der US-amerikanische Anteil an den Exporten von Waren und Dienstleistungen. Bereits der Anteil der führenden EU-Macht, der BRD, reicht mit 9,3 Prozent knapp an den der USA heran (beim reinen Warenexport liegt die BRD seit 2003 bereits vor den USA). Der Exportanteil der Eurozone, für den es bei den hier verwandten Statistiken keine verläßlichen Zahlen gibt, dürfte 2004 einen geschätzten Weltmarktanteil von mehr als 13 Prozent erreicht haben, womit die Weltmarktposition der Eurozone (und erst recht die der EU als Ganzes) deutlich vor den USA (und auch vor der NAFTA) liegt. Darüber hinaus ist die Leistungsbilanz der USA stark defizitär; es werden weit mehr Waren und Dienstleistungen importiert als solche exportiert werden, was Ausdruck der schwachen Konkurrenzposition der US-Wirtschaft ist. Der Leistungsbilanzsaldo der US-Ökonomie entspricht mit 5,7 Prozent des BIP einem Niveau, bei dem in einem Drittweltland ein Sturmtrupp des Internationalen Währungsfonds einfliegen und die Regierung dieses Landes zu drastischen Maßnahmen anhalten würde.

Auf der anderen Seite ist die Leistungsbilanz der Eurozone deutlich positiv – ein weiteres klares Plus für die EU.

Die einzige Stärke der US-Ökonomie besteht in einem beachtlichen wirtschaftlichen Wachstum, das in den Jahren 2003 bis einschließlich 2005 zwischen drei und vier Prozent jährlich liegt. Hier wiederum ist eine der ökonomischen Schwächen der Eurozone zu sehen, deren Wachstumsraten im genannten Zeitraum nur ein Drittel so hoch und nahe der Stagnation lagen.


Gleichgewicht des Schreckens

Die USA haben das wirtschaftliche Wachstum auf abenteuerliche Weise generiert: Die Militärausgaben und die Ausgaben für »Homeland Security« (Innere Sicherheit) wurden seit 1999 von 200 auf 450 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt. Es wurde, wie erwähnt, weit mehr importiert als exportiert.esultierte in wachsenden Defiziten. Erstens in einem wachsenden Haushaltsdefizit. Dieses lag 2004 bei 520 Milliarden US-Dollar und ist damit drei Mal so hoch wie 2002. Es entsprach sieben Prozent des Bruttoinlandproduktes. Das sogenannte Maastricht-Kriterium liegt bei maximal drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Zweitens mündete dies in dem erwähnten Leistungsbilanzdefizit. Es lag 2004 bei 600 Milliarden US-Dollar und wird für 2005 auf 710 Milliarden US-Dollar geschätzt. Noch abenteuerlicher ist die Finanzierung dieser Zwillingsdefizite: Sie erfolgt über den Druck von US-Staatsanleihen, die inzwischen zum größten Teil von asiatischen Zentralbanken gekauft werden. Allein die Zentralbanken von Tokio und Peking verfügen zusammen über einen fragwürdigen Schatz an Dollar-Anleihen in einer Gesamthöhe von 1600 Milliarden US-Dollar. Alle asiatischen Zentralbanken zusammen – zusätzlich noch diejenigen in Taiwan, Singapur, Thailand und Malaysia – haben Dollarwerte in Höhe von 2000 Milliarden US-Dollar gebunkert. Insgesamt sind die USA im Ausland mit 3100 Milliarden US-Dollar verschuldet. Das entspricht dem Dreifachen der jährlichen Exporterlöse. Das ist auch ein aussagekräftiger Vergleich. Wenn die Auslandsverschuldung eines Landes höher liegt als die Exporterlöse, sollten gewöhnlich Alarmglocken schrillen. Als Argentiniens Auslandsschuld 2000 dreimal höher als die jährlichen Exporterlöse lag, mußte das Land eine Art technischen Konkurs anmelden; es konnte seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber den ausländischen Gläubigern für mehrere Jahre nicht mehr nachkommen. Im Grunde bestätigt sich, was der US-Autor Philipp Roth von George W. Bush sagte: »Der Mann wäre nicht fähig, einen Baumarkt vernünftig zu leiten.« Wie sollte er dann in der Lage sein, die Weltwirtschaftsmacht Nummer eins überzeugend zu lenken?

Doch es gibt im weltweiten Casino eine Art Gleichgewicht des Schreckens, bei dem jeder jeden wie der Strick den Gehenkten stützt und niemand sagen kann, wann eine der beteiligten Seiten aussteigt und das ganze System kollabiert. Die asiatischen Spieler kaufen bisher brav weiter US-Anleihen, weil sie damit ihre Währungen gegenüber dem Dollar niedrig halten, ihre Exporte weiter steigern und den auch für ihre Ökonomie lebenswichtigen US-Boom weiter am Leben halten können. Die europäischen Casino-Player sind angesichts der Stagnation auf dem EU-Binnenmarkt ebenfalls auf das US-Wachstum als Lokomotive der Weltwirtschaft angewiesen. Vor allem aber ist für sie das Wachstum in Asien entscheidend. Beispielsweise war 2004 ein Viertel des deutschen Exportwachstums auf das Wachstum der Exporte nach China zurückzuführen. Und der Export ist in der BRD wiederum die einzige Konjunkturstütze. Für Tokio ist das Wachstum des chinesischen Marktes noch weit wichtiger als für die USA oder die EU. 2004 waren 70 Prozent des japanischen Exportwachstums auf das Wachstum der Nippon-Ausfuhren nach China zurückzuführen. Die einzigen zwei Dinge, die sich mit Sicherheit sagen lassen, sind: Dieses System ist erstens extrem labil, und es kann zweitens nicht endlos fortgesetzt werden.

Zumal es jede Menge anderer Krisenerscheinungen des aktuellen Kapitalismus gibt. Wenn in einem Land, das sich Wirtschaftsmacht Nummer eins nennt, der zweitgrößte Industriekonzern, General Motors, am Rande der Pleite steht, so muß das als Alarmsignal gewertet werden. In den USA und in Europa gibt es eine gewaltige Blase bei den Immobilienpreisen. In der EU trifft das zu auf Spanien und Großbritannien. In den USA haben sich im letzten Jahr die Preise für Eigenheime in einigen Regionen schlicht verdoppelt; Boden und Gebäude, bisher eine traditionelle langfristige Kapitalanlage, wurden zu einem kurzfristigen Spekulationsobjekt. Hier gibt es einen Zusammenhang mit dem künstlichen US-Konsumboom und mit dem Exportwachstum in China. Steven Roach, Chefökonom für Weltwirtschaft bei der Investmentbank Morgan Stanley, brachte diesen Mechanismus wie folgt auf den Punkt: »Nach dem Platzen der Aktienblase 2000 haben Amerikas Konsumenten ihr Geld in den Immobilienmarkt gesteckt, auf dem sich mittlerweile eine gewaltige Preisblase gebildet hat. Die Amerikaner verkaufen ihre immer höher bewerteten Häuser oder nehmen immer höhere Kredite auf ihre Immobilien auf, um mit dem Geld DVD-Player und anderes aus Asien zu kaufen.«

.....

http://www.jungewelt.de/2005/11-26/004.php
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Beitragvon oegeat » 13.12.2005 14:32

von Folker Hellmeyer, Chefanalyst Bremer Landesbank

Euro mit 1.1960 vor der Fed-Zinsentscheidung stabil.
Der Euro eröffnet heute morgen bei 1.1960, nachdem im asiatischen Handel Höchstkurse von 1.1970 erzielt wurden. USD/JPY tendiert mit 119.78 etwas schwächer, während EUR/JPY mit 143.30 weiterhin auf dem höchsten Stand seit Einführung des Euro liegt.

Mit Spannung erwartet wird heute die Fed-Zinsentscheidung. Der Markt geht von einer weiteren Erhöhung der kurzfristigen Zinsen von 25 Basispunkten aus. Dies wäre der 13. Zinsschritt dieser Größenordnung in Folge. Die untenstehende Graphik zeigt die steigende Zinsdifferenz zwischen den 3-Monats-Eurozinsen und den 3-Monats-USD-Zinsen. Seit Mitte 2004 hat sich dieser Spread eindeutig zugunsten des USD entwickelt – damit ist auch der maßgebliche Faktor für den Aufwärtstrend des USD im Kalenderjahr 2005 definiert. Der dargestellte langfristige Chart verdeutlicht aber auch, dass dieser Spread in den vergangenen 25 Jahren nicht viel größer war als er derzeit ist. Die Luft wird also dünner. Die EZB hat ja im vergangenen Monat bereits reagiert. Besonders gespannt warten die Marktteilnehmer daher auf den Kommentar der Fed (gibt es eventuell schon zaghafte Hinweise auf ein mittelfristig bevorstehendes Ende des Zinserhöhungszyklus?).


Bild


Gestern Abend wurde das Budgetdefizit der USA veröffentlicht. Dieses war mit 83,1 Mrd USD im November höher als dies im Vorfeld erwartet worden war. In den ersten beiden Jahren des Fiskaljahres haben die USA damit ein offizielles Defizit von 130 Mrd. USD aufgebaut – dies entspricht einem Zuwachs von 13 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr. Begründet werden kann dieser Zuwachs mit erhöhten Ausgaben aufgrund der Schäden des Hurrikan Katrina sowie mit höheren Zinsaufwendungen und höhere Aufwendungen im Gesundheitswesen.

Heute erwarten wir zunächst den ZEW-Indikator für den Monat Dezember. Im Mittel wird ein Anstieg auf 40.5 von 38.7 Indexpunkten im Vormonat gerechnet. Auch die amerikanischen Einzelhandelsumsätze sind nach den drei enttäuschenden Vormonaten spannend - ´sie werden leicht positiv erwartet.

Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, das nach Überw inden des Widerstandsniveaus von 1.1950 eine leicht positive Tendenz für den Euro aufweist. Der markttechnisch orientierte Handel könnte heute aber durch nicht erwartete Aussagen der Fed gestört werden.

++++++++++++++

nur zum Vergleich in Europa sind die Mastrichregeln 3% oder so ... !!!!!!!!!! :shock: USA haben 13 % Minus in Worten dreizehn !
Alles wird besser man muss nur warten können !

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Beitragvon oegeat » 19.12.2005 01:53

die ..
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Beitragvon oegeat » 26.12.2005 21:20

Die unerwartete Stärke, das sehr günstige Chartbild - eine Menge von Analysten sehen eine bedeutende Kopf-Schulter-Wende nach Überschreiten des US$-Index von 93 (das entspräche etwa einem Kurs von 1,13 US$ pro €) regt die Finanzwelt an, das Ende des Dollarverfalls zu vermuten. Ich sehe die Lage gänzlich anders. Ist das Interesse aus Asien - derzeit am Tokioter Goldmarkt deutlich zu verfolgen - nachhaltig und zurückzuführen auf Umschichtungen von Privaten und asiatischen Regierungen, dann stehen uns lebhafte, ja sogar dramatische Monate bevor.

Unterstellt, dass Teheran seine Drohung, im Frühjahr die iranische Ölbörse zusammen mit Russland, China und Indien zu eröffnen, wahr macht, dann wird dem US-Dollar ein wichtiges Standbein amputiert. Dieses Standbein heißt: Fakturierung aller Öl-Lieferungen in US-Dollars, und damit den Zwang, US-Dollars für Ölkäufe anschaffen zu müssen. Das wäre ein fataler Angriff auf den Dollar: Ein großer Teil der Nachfrage nach dem US-Dollar wäre von einem Tage auf den nächsten hinfällig.

Auf der Suche nach Argumenten, warum diese Zusammenhänge, die ja nicht nur seit heute bekannt sind und schon seit einiger Zeit als Vermutungen im Raume stehen, sich noch nicht im Dollarkurs niedergeschlagen haben, verweisen meine US-Freunde auf die im Oktober des Jahres 1987 (anlässlich des Beinahe-GAU in der US- und Weltfinanzwirtschaft) von der US-Regierung ins Leben gerufenen Arbeitsgruppe für den Finanzmarkt, in den USA spöttisch " Plunge Protection Team" genannt - was so viel wie " Team zur Verhinderung großer Abstürze" oder " The Nice Governmental Men" (" die netten Herren von der Regierung" ) heißen soll. Diese Gruppe ist nach sorgfältigen Analysen darauf spezialisierter Marktbeobachter jederzeit bereit und mit den erforderlichen Mitteln ausgestattet, bei ungewollten Marktentwicklungen " glättend" einzugreifen.

Wie ich in einem früheren Essay spöttisch anmerkte, " es hilft nichts wenn man Kinder mit Windpocken schminkt, damit man den Kindern die Krankheit nicht ansehen kann: Die Krankheit setzt sich dennoch durch, dann leider aber viel stärker als normal" , so gilt dies auch für die Marktbeeinflussungen dieser " netten Herren von der Regierung" .

Seit etwa einem Jahr ist zu beobachten, dass die asiatischen Länder, allen voran Japan, nicht mehr die Hauptmasse ihrer Dollars aus den Exporten in die USA in den US-Anleihen investieren. Auch der direkte Kauf von US-Anleihen durch die Mittel-Ost-Länder hat sich abgeflacht; Marktbeobachter vermuten, dass die Käufe jetzt über London stattfinden, weil sich die Käufe " britischer Anleger" im letzten Jahr steil nach oben entwickelt haben, ebenso die Käufe von Anlegern von den Karibischen Inseln. Nun haben diese Inseln ja wohl keinen so großen wirtschaftlichen Aufschwung genommen, um mehr als 180 Mrd. $-Anleihen kaufen zu können. Es werden wohl umgeleitete internationale Investoren sein, die die Risiekn der neuen im Rahmen der Anti-Terror-Bekämpfung geschaffenen Maßnahmen gegen ausländische Investoren in den USA auf diesem Wege zu vermeiden suchen.

gefunden bei Wo
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Beitragvon witch1 » 28.12.2005 23:43

Habe im Internet herumgestöbert und
bin auf 2 Artikel gestossen, die ich richtig spannend finde!
Würde gerne Eure Meinungen hören!
Prosit Neujahr! LG witch1

Petrodollar warfare

http://www.energybulletin.net/7707.html

The Death of the Dollar

http://www.gold-eagle.com/editorials_05/hommel031805.html

Also, hoffe, das mit dem Linkeinstellen hat geklappt, das erste Mal.....
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Beitragvon membran » 07.01.2006 16:48

Wie lange kan es noch gut gehen mit dem US-Dollar?



von John Mauldin in Baltimore



Ich habe schon vor drei (oder vier) Jahren irgendwo geschrieben, dass kein Land jemals ein Handelsdefizit von über 5 % des Bruttoinlandsprodukts haben kann, ohne dass die Währung um 30 % abgewertet würde. Das machte damals (wie heute) einen großen Anteil meiner bearishen Haltung gegenüber dem Dollar aus. Doch heute beträgt das Handelsbilanzdefizit fast 7 %, und es wächst schneller als das Bruttoinlandsprodukt. Das ist mit Sicherheit ein Trend, der sich nicht wird halten lassen. Aber wie lange kann es noch gut gehen?



Viele Analysten, ich bin einer davon, weisen darauf hin, dass es im Interesse verschiedener Nationen ist, den Dollar zu akzeptieren, damit ihre Fabriken weiter brummen. Der Dollar ist nicht wertlos. Man kann damit viele Dinge kaufen, wie z.B. Aktien, Häuser, Fabriken und Vermögenswerte in den USA. Die USA gelten als eine der sichersten Gegenden der Welt. Abgesehen davon wachsen die amerikanischen Vermögenswerte schneller als unsere Verpflichtungen. Aus Sicht der Bilanzbögen stehen wir Amerikaner ganz gut da.



Aber die Welt (sprich: Asien) wird irgendwann anfangen, sich zu fragen, was sie mit den ganzen Dollar in ihren Schatzkammern anfangen will. Die Dollar in fremden Besitz wachsen gerade jährlich um 700 Milliarden Dollar. Man kann davon ausgehen, dass es bald sogar eher 800 Milliarden Dollar im Jahr sein werden. Gibt es da keine Grenze? Die Antwort lautet; "Natürlich gibt es eine Grenze!" (Wenn ich auch anmerken will, dass die Leute aus dem Ausland im Oktober 107 Milliarden Dollar an amerikanischen Vermögenswerten gekauft haben, was ein absoluter Rekord ist. Wo auch immer die Grenze ist, es sieht so aus, als seien wir davon noch ein gutes Stück entfernt.)



Ich habe im vergangenen Jahr geschrieben, dass verschiedene Länder (hauptsächlich die asiatischen) ihre Währungen im Vergleich zum Dollar unterbewertet halten wollen, damit sie gegenüber ihren Nachbarn einen Wettbewerbsvorteil haben. Das ist schlicht und ergreifend eine wettbewerbsorientierte Währungsentwertung. Und doch weiß jede der Zentralbanken dieser Länder, dass der Dollar letzten Endes fallen wird. Es ist wie beim Schwarzer Peter Spiel. Niemand will am Ende mit der letzten Karte in der Hand dastehen.



Also, geht es hier wirklich um die Defizite? Ja, auf lange Sicht schon. Vielleicht aber noch nicht im nächsten Jahr oder in dem Jahr darauf. Und sie wirken sich in erster Linie auf die Währungsbewertung aus. Bitte vergessen Sie nicht, dass Währungen in den Achtzigern um bis zu dreißig Prozent schwankten und dass es der großen Mehrheit des Landes nicht einmal bewusst war. Ist Europa am Boden, weil der Euro um 40 % gefallen ist?



Der Einfluss ist relativ. Aber er sollte sich für die Goldanhänger positiv auswirken.

Da es im besten Interesse aller beteiligten Parteien ist, wird das Handelsbilanzdefizit der USA noch eine ganze Weile länger bestehen, als die meisten Menschen glauben. Die asiatischen Länder hoffen, dass sie ihre eigenen Verbraucherklassen heranwachsen lassen können und sich so irgendwann vom amerikanischen Verbraucher lösen können, was dazu führen wird, dass der Dollar zunehmend schwächer wird.



Zunehmend ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck. Es wird Anfälle und Aussetzer geben, einige lange Rallys werden die Dollarbären in Angst und Schrecken versetzen, was man auch schon vor kurzem erleben konnte. Ich hoffe, dass Paul Volcker (ehemaliger Fed-Vorsitzender, der mit einem "Crash" rechnet) Unrecht hat. Es wäre eine gute Welt, wenn es der Politik gelänge, einen glatten Übergang zu gewährleisten. Ich habe aber den Verdacht, dass er Recht behalten wird.



Es wird eine ganze Reihe von Finanzkrisen geben, die den Dollar nach unten drücken und in einer Wirtschaft des Durchmogelns münden werden. Während dieser Krisen und Rezessionen, werden wir erleben, dass die Verbraucherausgaben zurückgehen und die Sparquote wieder steigt. Zusammen wird das dazu führen, dass das Defizit wieder sinkt.



Quelle: traders-daily.de
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Beitragvon membran » 07.01.2006 17:50

Euro will be back in 2006!

Was wird der Dollar ... oder, genauer gesagt: das Währungspaar Euro/Dollar ... in diesem Jahr machen?

Mehrere Faktoren spielen da eine Rolle.


Der Zinsunterschied zwischen Euro und Dollar, die Richtung der Zinsentwicklung

Die Geldmengenentwicklung in Euroland und in den USA

Die Konjunkturentwicklung in beiden Währungsräumen

Die Kapitalzu- bzw. Abflüsse

Die Höhe des US-Außenhandelsdefizits

Die Höhe der Haushaltsdefizite

Das Wachstum


Da unter Volkswirten viel von den amerikanischen "Zwillingsdefiziten" (twin deficits) die Rede ist, möchte ich heute kurz auf einen dieser beiden Zwillinge eingehen.

Das US-Handelsbilanzdefizit. Das steht mehr oder weniger auf Rekordhoch. Wird sich dieses Defizit verringern, was einen Vorteil für den Dollar bedeuten würde?

Ich meine: Nein.


Denn ein großer Teil des US-Außenhandelsdefizits kommt im Handel mit China zustande. So kauft z.B. die US-Einzelhandelskette Wal-Mart einen Großteil ihrer Waren in China. Was sollte sich daran im nächsten Jahr ändern? Das amerikanische Handelsbilanzdefizit im Handel mit China liegt bei gut 20,0 Mrd. Dollar. Damit ist diese Situation entstanden: Je stärker die US-Wirtschaft wächst, desto mehr konsumieren die amerikanischen Konsumenten (denn sie sind für 70 % des US-Wirtschaftswachstums verantwortlich). Wo konsumieren sie? Zum Beispiel bei Wal-Mart. Und das Sortiment von Wal-Mart wird zu einem großen Teil mit chinesischen Waren aufgefüllt. Hier lässt sich also die Gleichung aufstellen: Höheres US-Wirtschaftswachstum = Höheres US-Handelsbilanzdefizit.

Der Punkt "US-Handelsbilanzdefizit" spricht also tendenziell weiter GEGEN den Dollar.





Das wahre Erbe von Greenspan, Teil 2



von Dr. Kurt Richebächer



Immer dann, wenn eine monetäre Milderung opportun erschien, hat Mr. Greenspan wild mit beiden Hebeln gespielt. Wenn angezogen werden musste, agierte er immer nur zögerlich und nur mit dem kleinen Hebel, um die Zinsen zu verändern. Er hat nie ernsthaft die Bankreserven eingeschränkt. Auch wenn es schwer zu glauben ist, aber er hat tatsächlich die Reserven der Fed seit letztem Mai gelockert.


Das ist vermutlich der Fall, weil die andauernde, zügellose Kreditexpansion die Ansprüche an die Reserven des Banksystems steigert. Dennoch muss die Fed höhere Reserven zur Verfügung haben, um die Leitzinsen auf dem angestrebten Niveau von 4 % zu halten.


Es sollte klar sein, was das zu bedeuten hat: Die Fed bemüht sich eifrig jedes wirkliche Anziehen zu verhindern, in der augenscheinlichen Hoffnung, dass die "gemäßigten" Zinsanhebungen den Job langsam im Laufe der Zeit übernehmen werden und damit auch weniger Schmerzen verursachen. Doch mit großer Wahrscheinlichkeit bedeutet das weitere Anhebungen und mehr Schmerzen – zu einem späteren Zeitpunkt.


Es war tatsächlich die gleiche Erfahrung, die Volcker 1979 dazu veranlasste, diese strikten Zinsziele im Oktober 1979 aufzugeben und stattdessen die Reserven der Bank ins Visier zu nehmen. Das bedeutete eine weitgreifende Abweichung der amerikanischen Geldpolitik von der früheren, dauerhaften monetären Leichtigkeit und starken Inflationsneigung hin zu einer einzigartigen Anziehung, die zu einem Niedergang der Inflationsraten führte.


Die Fed unter Greenspan ist zu dem zweifelhaften Verfahren zurückgekehrt, sich auf die Zinssätze zu konzentrieren, während man sich deutlich auf die gemäßigten – sprich: sehr langsamen – Zinsanhebungen beschränkt. Die wahre monetäre Erleichterung zeigt sich im Andauern der erbarmungslosen Kreditflut.

Als Alan Greenspan sein Amt 1987 übernahm, lag die Verschuldung bei insgesamt 10,57 Billionen Dollar. Den jüngsten Zahlen zufolge liegt sie heute bei 37.35 Billionen Dollar. Das ist mit Sicherheit der zweifelhafteste Verdienst Greenspans.


Um den Folgen der Blase bei Aktien zu entgehen, hat die Fed eine Blase bei Immobilien und Anleihen zwischen 2001 und den darauf folgenden Jahren erzeugt. Ich denke es ist an der Zeit, über die Folgen dieser beiden Vermögenswert- und Kreditblasen nachzudenken. Die umgestülpte Ertragskurve bedroht in erster Linie die riesige, bestehende "Carry-Trade" Blase bei den Schatzanleihen. Aber auch die große Hausblase und die etwas kleinere Autoblase haben ihre besten Tage schon hinter sich. Steigende Zinssätze und geringes Einkommenswachstum fordern unerbittlich ihren Tribut.


Es sollte sofort deutlich werde, dass die möglichen wirtschaftlichen und finanziellen Folgen eines Platzens dieser Blasen um einiges schlimmer sein wird, als die möglichen Folgen der früheren Aktienblase. Die übermäßigen Ausgaben und Schulden sind in den vergangenen Jahren in einem Maß gestiegen, das eine Bedrohung für die Stabilität des gesamten amerikanischen Finanzsystems darstellt.


In der letzten Zeit hat Mr. Greenspan in seinen öffentlichen Reden unterstellt, dass die hohen Preise bei den Vermögenswerten ironischerweise ein Folge des außergewöhnlichen Erfolgs seiner Politik seien, weil er die führenden Investoren dazu gebracht hätte, geringere Risikoprämien zu fordern. Irgendwann wird sich das allerdings umdrehen und die fallenden Preise werden dann die "allzu offensichtliche Abweichung und die ansteckenden Anfälle von menschlicher Euphorie und Verzweiflung und die Instabilität, die sie hervorrufen" widerspiegeln.



Und doch betont er, dass es "einfach nicht realistisch" sei, zu erwarten, dass die Fed Blasen bei Vermögenswerten erkennen und sicher entspannen kann. Die richtige Antwort lautet seiner Meinung nach, dass die Politiker die Märkte so flexibel wie möglich halten sollten und so unreguliert wie möglich. Flexible Märkte haben es in der Vergangenheit möglich gemacht, Schocks aufzufangen, so wie den Zusammenbruch der Aktienblase und Terroranschläge wie den am 11. September 2001.

Ich bin mir nicht sicher, was mich mehr schockiert. Diese sinnlose und arrogante Behauptung oder das Stillschweigen der amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler. Überschwang, für sich genommen, ist noch nicht in der Lage die Preise der Vermögenswerte aufzublasen. Die unverzichtbare erste Bedingung ist immer eine Kreditschwemme und Mr. Greenspan hat diese mit unvergleichlicher Ausschweifung geliefert. Es liegt jedoch in der Natur der Dinge, dass leichtes Geld und Kreditschwemmen führen und der Überschwang folgt.


Die wirtschaftliche Erholung, die Amerika 2001 erlebt haben soll, war mit Abstand die schwächste in der gesamten Nachkriegszeit. Für die arbeitende Bevölkerung hat es keine Erholung gegeben. Man spricht euphemistisch eher über eine Fehlmenge bei den Arbeitsplätzen und beim Einkommenswachstum. Man sollte besser von einem Fiasko sprechen.



Zwei akute Gefahren schweben momentan über der amerikanischen Wirtschaft und dem Finanzsystem. Die eine ist die umgestülpte Ertragskurve, die droht den Boden unter der riesigen "Carry Trade"-Blase bei den Anleihen wegzuziehen und damit auch unter der Immobilienblase. Die andere Gefahr liegt in den Verbraucherausgaben. Die Verbraucherkredite sinken, während auch die Zahl der Arbeitsplätze und das Lohnwachstum wieder schwächer werden. Es sieht so aus, als verließe sich die "Carry Trade" Gemeinschaft auf sofortige Zinskürzungen falls etwas schief gehen sollte. Ich erwarte, dass Fed die extreme Verletzlichkeit dieser beiden Bereiche massiv unterschätzt und auch weiterhin bei den Zinsanhebungen bleiben wird. Das "Rätsel" um die Zinsen ist so ziemlich das einzige, was dieses Kartenhaus noch zusammenhält.


"Super liquide Märkte", ist schon zu einer reißerischen Phrase der verbreiteten Bullenfänger geworden. Man sollte allerdings nicht vergessen, dass die gegenwärtige Liquiditätsflut in den USA und einigen anderen Ländern ihren einzigen Ursprung in den monströsen Blasen bei den Vermögenswerten hat, die die Bedingungen für praktisch unbegrenzte Kredite liefern. Man muss deutlich zwischen einer verdienten Liquidität und einer auf Spekulationsblasen basierenden geliehenen Liquidität unterscheiden. Die letztere kann sich über Nacht in Luft auflösen.


Der scharfe Anstieg der Inflationsrate zwingt die Fed zu stetigen Zinsanhebungen. Damit geht sie bei den bestehenden Blasen enorme Risiken ein. Oder um es ganz platt auszudrücken: Sie hat die Kontrolle verloren.



Eigene Anmerkung:


Am 31. Jannuar übernimmt Bernanke das Amt des FED Präsidenten.
Die FED Found Rate steht bei 4,25% Tagesgeldzinsatz!
Das ist m.e nach nicht genug!

FED Termine in 2006

- 31 Jannuar

- 28 März

- 10 Mai

- 28/29 Juni

- 8 August

- 20 September

- 24 Oktober

- 12 Dezember



Zur Zinsplolitik

Die meisten Ökonomen gehen weiterhin von einem Tagesgeldzinssatz zwischen 4,75% und 5% aus.
Das wären mind. noch 3 ausstehende Erhöhungen mit welchen ich auch rechne.
Am 31 Januar gibt es Nachschlag auf 4,5% und dann ist der Wechsel perfekt und wir haben einen neuen Notenbankchef an der Spitze der FED.
Egal,die FED Found Rate,die zukünftige ist wichtig und der Wechsel läuft nicht ohne Pauken und Trompeten ab!
Wer mit dem Flieger in USA oder USD unterwegs ist erlebt Turbulenzen und die am Boden ein mitleres Erdbeben"!
Trotzdem,DAX 5850-6000 Punkte,der DJI 12800,der USD - Index möglw. 95 Cent mein bevorzugtes Kursziel!
Nikkei ist für mich der TOP Favorit in 2006.


Dann (am High) werden die Karten neu gemischt,es ist noch massig Geld vorhanden was denn mit einem fallenden USD wieder verschwinden wird... später im Jahr .... rüber und hinüber mitgenommen ins Jahr 2007"!

Pers. glaube ich noch als pers. Anmerkung das die Gewinne aus 2005 nun in 2006 auch in Ausrüstungsinvestitionen fließen werden und zwar in ganz Europa und Asien sowieso!
Das Geld ist vorhanden aus konsequenter Restruckturierung durch Betieligungs-verkäufe und Konzentration auf,s Kerngeschäft besonders bei den Großunternehmen.
Auch bei den small cap,s wie überall in den Unternehmen wird in neue produktivere Anlagen investiert und gleichzeitig Schulden abgebaut.
Davon ist schon viel eingepreist aber ich glaube das es bei Bestätigung der Prognosen reicht das weiterhin fleißig Geld in Aktien fließen wird,hehe.

Steigende Aktienmärkte setze ich aber auch gleich mit einem relativ stabilen USD-> temporär


Kursziele dazu möchte ich ich noch nicht äußern.

Unterstellt das aus Europa keine schlechten Nachrichten kommen bin ich nach einem ausbilden eines neuen Lows auch bullisch eingestellt.


Frohes neues übrigens.....
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Beitragvon oegeat » 09.01.2006 09:59

der Einfachheit ein Link mit einer sehr interessanten Beobachtung
Alles wird besser man muss nur warten können !

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Beitragvon oegeat » 09.01.2006 14:33

aha ... nun sollte schön langsam das wieder zu tragen kommen !
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Alles wird besser man muss nur warten können !

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