Carmignac

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Carmignac

Beitragvon schneller euro » 17.01.2006 15:26

Carmignac plant Vertriebs-Offensive

(DER FONDS) Auf in die zweite Runde: In ihrem zweiten Jahr am deutschen Markt, will die französische Fondsgesellschaft Carmignac Gestion ihr Geschäft deutlich ausbauen. Dazu wollen die Franzosen in erster Linie den Vertrieb stärken, so Unternehmensgründer Edouard Carmignac zu DER FONDS.com. Eine Produktoffensive werde es zunächst nicht geben.

Zwar sind die Carmignac-Produkte inzwischen auf nahezu allen Handelsplattformen vertreten; der Markenname selbst muss Carmignac zufolge jedoch noch stärker etabliert werden. „Dazu wollen wir vor allem die deutschen Brokerpools überzeugen, ihren Kunden unsere Fonds anstelle von Konkurrenzprodukten anzubieten“, erklärt der Carmignac-Gründer. Das wolle er über geschlossene Veranstaltungen sowie Road-Shows erreichen. Wie viele derartige Auftritte es in diesem Jahr geben wird, stehe derzeit jedoch noch nicht fest. Zudem soll der Bereich Vertrieb auf dem deutschen Markt zum Jahresende personell verstärkt werden.

Nachdem Carmignac zu Beginn der Deutschland-Offensive im November 2004 nur mit zwölf ihrer 15 Fonds an den Start ging, sind inzwischen alle Produkte im Rennen. Der Firmenchef schätzt, dass die deutschen Anleger seither rund 80 Millionen Euro in seine Fonds investiert haben. Für das erste Jahr sei dies eine akzeptable Leistung, so Carmignac. Ein konkretes Ziel in puncto Mittelzuflüssen gebe es für 2006 zwar nicht, jedoch strebe die Gesellschaft weitere Zuflüsse von rund 100 Millionen Euro an.

An Selbstbewusstsein scheint es den Franzosen jedenfalls nicht zu mangeln. Auf die Unterschiede zu den Konkurrenzprodukten am deutschen Markt angesprochen, erläutert Carmignac: „Wir haben keine Benchmark, sondern investieren exakt so, wie es uns unsere Überzeugung vorgibt.“ Sobald konkrete Zweifel an einem Trend entstehen, werde der Markt verlassen oder abgesichert. Weitere Pluspunkte seien die inzwischen über 15-jährige Erfahrung im Vermögensmanagement, den Emerging Markets und Rohstoffen sowie der persönliche Kontakt zu jedem Zielunternehmen. „Die Gesellschaften kommen regelmäßig zu uns und stellen sich vor, oder wir besuchen sie“, sagt Carmignac.

In dem von ihm verwalteten globalen Aktienfonds Carmignac Investissement (WKN A0D P5W) setzt der Unternehmensgründer vor allem auf Wachstumstitel. Aktuell hat er rund ein Drittel des rund 1,1 Milliarden Euro schweren Fonds in US-Aktien investiert, gefolgt von Japan (15 Prozent) und Lateinamerika (13,5 Prozent). Zu den Schwergewichten gehören dabei die Bereiche Energie, Finanzen und Industriematerialien. Bei der Auswahl seiner Titel hat Carmignac bislang ein gutes Händchen bewiesen: In den vergangenen zwölf Monaten hat der im Januar 1989 aufgelegte Fonds um 53,5 Prozent zugelegt und liegt damit in der Statistik der Rating-Agentur Morningstar auf Platz 1 von 114 Konkurrenten. Auch über drei Jahre liegt er mit einem Plus von 94,3 Prozent an der Spitze seiner Vergleichsgruppe. Morningstar hat den Fonds mit der Bestnote von fünf Sternen ausgezeichnet.

INFO: Am 23. Januar stellt sich Carmignac Gestion in Frankfurt den Anlegern vor. Dabei wird der Management-Ansatz der Fondsgesellschaft vorgestellt sowie ein Ausblick für die kommenden Jahre gegeben.

Quelle: DER FONDS



Anmerkung: Carmignac verfügt tatsächlich über einige Top-Fonds, wobei in erster Linie der o.g. "Investissement", sowie der Mischfonds "Patrimoine" zu nennen sind. Bis Mitte des vergangenen Jahres lief auch der "Euro-Investissement" hervorragend, dann gab es allerdings leider einen Managerwechsel und inzwischen überzeugt der Fonds nicht mehr.
FFB ist möglich bei Carmignac, Ebase leider (noch?) nicht.
Zuletzt geändert von schneller euro am 16.05.2006 08:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Carmignac Investissement im Plus

Beitragvon BOERSEN-RAMBO » 11.05.2006 10:38

DER FONDS.com

Besser könnte es für Edouard Carmignac kaum laufen: Der von ihm gemanagte Carmignac Investissement (ISIN FR0010148981/ WKN A0DP5W) erzielte in den vergangenen zehn Jahren ein sattes Plus von 364,9 Prozent und liegt damit in der Statistik der Rating-Agentur Morningstar an der Spitze seiner Vergleichsgruppe, so die Experten von "DER FONDS.com".

Auch über die Zeiträume von fünf und drei Jahren sowie über zwölf Monate habe er kräftig zugelegt und habe die Konkurrenz weit hinter sich gelassen. Morningstar habe den globalen Aktienfonds mit der Höchstnote von fünf Sternen ausgezeichnet.

Aufgelegt worden sei der Carmignac Investissement im Januar 1989 von der französischen Vermögensverwaltung Carmignac Gestion, die von Edouard Gestion gegründet worden sei. Der Fondsmanager verfolge einen Absolute Return-Ansatz und sichere das Portfolio bei erwarteten Kursrückschlägen über Verkaufsoptionen oder den Verkauf von Futures ab. Zudem könnten Fremdwährungen bei negativer Einschätzung gegenüber dem Euro abgesichert werden. Mit dieser Strategie habe der Franzose selbst im Chaos-Jahr 2002 ein Plus von gut vier Prozent erzielt, während der MSCI Welt rund 32 Prozent eingebüßt habe.

Bei der Auswahl seiner Einzeltitel gehe Carmignac strikt dem Top-Down-Prinzip nach. Dabei werde er von einem achtköpfigen Team unterstützt, das ständig auf der Suche nach neuen Investmentideen sei. Bei der Suche nach potenziellen Kaufkandidaten achte das Team in erster Linie auf die Bilanzen der einzelnen Unternehmen, ihr Geschäftsmodell sowie die Marktpositionierung. Zudem werde geprüft, ob die Börsenbewertung den inneren Wert der jeweiligen Firmen wiedergebe. Bei Unternehmensbesuchen werde darüber hinaus das Management genau unter die Lupe genommen.

Die Basis für Carmignacs Erfolg habe die bereits vor einigen Jahren vollzogene strategische Entscheidung gelegt, Investitionen in Schwellenländern und Rohstoff-Titeln deutlich überzugewichten. "Ich bin schon lange davon überzeugt, dass Emerging Markets, Rohstoffe und Energie die Zukunft sind", habe Carmignac gesagt. Auch im laufenden Jahr sei davon auszugehen, dass sich der Energiesektor weiterhin überdurchschnittlich entwickeln werde. Carmignac gehe zwar von einem rückläufigen Verbrauch in den Industrieländern aus, dies werde seiner Meinung nach aber durch Schwellenländer wie China mehr als ausgeglichen. Zudem setze der Fondsmanager verstärkt auf inlandsorientierte Unternehmen, da er diese für weniger anfällig gegenüber einer Pause des globalen Wachstums halte.

Aktuell habe Carmignac rund ein Drittel (33,8 Prozent) des 1,7 Mrd. Euro schweren Fonds in Schwellenländer investiert. Dabei sei Asien mit 17,4 Prozent am höchsten gewichtet, gefolgt von Lateinamerika (14,4 Prozent) und Osteuropa (1,9 Prozent). Auf Branchenebene setze Carmignac vor allem auf die Bereiche Energie (25,7 Prozent), Werkstoffe (23 Prozent) und Finanzen (21,3 Prozent). Zu den größten Positionen im Portfolio würden derzeit die Energiewerte Transocean und Smith International sowie die Goldminengesellschaften Newmont Mining und Goldcorp Inc. gehören.

Ein Einstieg in den Carmignac Investissement sei ab einem Anteil möglich; Sparpläne gebe es monatlich ab 50 Euro. Der Ausgabeaufschlag betrage 4 Prozent, die jährliche Managementgebühr liege bei 1,5 Prozent. Sollte der Fonds im Jahr einen Gewinn von mehr als 10 Prozent bringen, würden 20 Prozent des Mehrertrags als erfolgsabhängige Vergütung einbehalten.


nicht übel, scheint ja ein scharfes Gerät zu sein !
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Re: Carmignac plant Vertriebs-Offensive

Beitragvon Papstfan » 11.05.2006 12:09

schneller euro hat geschrieben:FFB ist möglich bei Carmignac, Ebase leider (noch?) nicht.


Ebase inzwischen auch!
ora et labora!
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Carmignac Investissement (A0DP5W)

Beitragvon schneller euro » 16.05.2006 08:25

Was gefällt ist die starke Gewichtung von außereuropäischen Regionen, zuletzt u.a. mit über einem Drittel EM`s.
Weniger erfreulich ist die, gerade in 2006, doch sehr hohe Vola:

1 Jahres Chart Carmignac Inv. und MSCI World


Quartalsbericht I/06:

"In unserem Anlagebericht von Dezember 2005 hieß es: „Das
Wachstum, das nun die Schwellenländer übernommen haben,
treibt die Rohstoffpreise in die Höhe und übt gleichzeitig Druck auf
die Arbeitskosten aus. (...) Diese gewaltige Verschiebung der
Kaufkraft zugunsten von Lohnempfängern in den Schwellenländern
ermöglicht ihrerseits ein synchrones, nicht inflationäres und damit
dauerhaftes weltweites Wachstum.“ Die Synchronisierung des
weltweiten Wachstums ist mittlerweile in dem Ausmaß gegeben,
daß der internationale Währungsfonds nun mit einer Stabilisierung
des Wachstums der Weltwirtschaft bei 4,6 bis 4,8% rechnet.
Kann diese Stabilisierung der Wirtschaftsaktivitäten auf einem
solchen Niveau, das es in der Nachkriegszeit noch nicht gegeben
hat, zu Inflationsdruck führen und damit die Nachhaltigkeit des
weltweiten Wirtschaftswachstums gefährden? Wir bezweifeln
dies. Die Dynamik der Kräfte, die der Gleichgewichtsfindung des
weltweiten Wirtschaftswachstums zugrunde liegen, erstickt die
Lohnforderungen der Arbeitnehmer in den Industrieländern,
während ihre Kaufkraft durch die beständige Erhöhung der
Rohstoffpreise, die durch die Verbraucher in den Schwellenländern
angetrieben wird, geschwächt wird.
Auf der anderen Seite sind wir um so besorgter im Hinblick auf die
Gefahr für die Bewertung von Vermögenswerten durch ein
mögliches Versiegen der Liquidität, das durch dieses Mehr an
wirtschaftlichen Aktivitäten verursacht werden könnte
. Wie wir im
Bericht zu Carmignac Patrimoine bereits erwähnt haben, ist
sowohl in Japan als auch in Europa eine Geldverknappung zu
verzeichnen, in zwei Regionen, in denen in den letzten Jahren ein
Überfluß an Liquidität herrschte. Hierdurch haben sie erhebliche
Käufe von Vermögenswerten auf der ganzen Welt stimuliert,
insbesondere seitens der spekulativen Fonds mit hoher
Verschuldung. Die Auflösung dieser empfindlichen, verschämt als
„Carry Trades“ bezeichneten Positionen läuft zur Zeit, ist aber erst
zum Teil vollzogen
. Die Rentenmärkte, die seit fünf Jahren von
kurzfristigen Spargeldern auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten
getragen werden, könnten ebenfalls unter einer relativen
Verknappung dieser Liquidität leiden, auch wenn das Ausbleiben
von Inflationsdruck ihre Anleger im Hinblick auf die reale Rendite
ihres Vermögens beruhigen dürfte. Wir verfolgen sehr genau den
Anstieg der langfristigen Zinssätze, der sich seit Ende März
abzeichnet und dessen Fortsetzung sich unausweichlich auf die
Risikoprämie der Aktienmärkte niederschlagen würde.
Wir sind jedoch der Auffassung, daß dieses Risiko einer
restriktiveren Geldpolitik nicht überschätzt werden sollte. Zunächst
einmal scheint uns aus den im Bericht zu Carmignac Patrimoine
genannten Gründen das Ende der geldpolitischen Straffung in den
USA nicht mehr weit zu sein. Dann verbieten die strukturellen
Schwächen der Volkswirtschaften in Europa und Japan in diesen
Regionen einen zu restriktiven geldpolitischen Kurs. Und
schließlich schaffen die USA, Japan und Europa heute nur noch ein
Viertel der weltweiten Geldmenge. Mittlerweile sind es die
Schwellenländer, allen voran China, die, indem sie erhebliche
Handelsüberschüsse mit den Industrieländern erzielen, den größten
Teil der Währungsreserven ansammeln, die – solange sie nicht neu
verwendet werden – nichts anderes als großzügige
Lieferantenkredite sind.

Anlagestrategie
Auch wenn wir seine Tragweite relativieren, ist das Risiko einer
Liquiditätsverknappung ein bestimmendes Element für die in den
kommenden Wochen stärker belasteten Märkte.
Darüber hinaus
kann die Wahrnehmung einer relativen Abschwächung der
amerikanischen Wirtschaft zahlreiche Anleger beunruhigen, die von
einer anhaltenden Stärke anderer geographischer Regionen
überzeugt werden wollen. Die angemessenen Bewertungsniveaus
der Märkte – Kurs-Gewinn-Verhältnisse von 12,6 in Europa und 15,3
in den USA – können etwaige Turbulenzen jedoch durchaus
auffangen.
Die aktuelle Zusammensetzung des Portfolios zielt darauf
ab, sowohl die Effekte von Befürchtungen abzuschwächen, die
kurzfristig wieder aufleben könnten, und gleichzeitig weitgehend von
den Vorteilen des laufenden weltweiten Ausgleichs zu profitieren.

An der Strategie einer systematischen Absicherung des
Dollarrisikos wird festgehalten
. Eine Verengung der Spreads
zwischen den Sätzen in den USA und Europa muß zur Fortsetzung
des Dollar-Rückgangs beitragen, der im November letzten Jahres
eingesetzt hat.
Bedeutende Gewichtung im Rohstoffsektor im weiteren
Sinne – Energie, Grundmetalle, Gold (46,2%), deren
Preissteigerungen in erster Linie von der Dynamik der
Schwellenländer abhängen. Auch wenn dieses Thema durch die
instabile Präsenz spekulativer Fonds belastet wird, bildet es vor
allem eine grundlegende Wahl im Zentrum der weltweiten
Gleichgewichtsfindung. Das knappe Angebot an Rohstoffen und die
zunehmende Nachfrage nach ihnen rechtfertigen bedenkenlos das
höhere Maß an Volatilität, das dieses Thema dem Fonds verleiht,
um so mehr, als es ihn gegen die Risiken einer echten Überhitzung
schützt, an die einige Anleger glauben
. Im Energiesektor (29,8%)
haben wir Schlumberger in die Liste der im Fonds bereits
vertretenen Dienstleister aufgenommen, um in stärkerem Maße
von der Suche nach Erdöl im Universum der Schwellenländer zu
profitieren. Wir haben unsere Positionen in Cameco, dem
weltweit führenden kanadischen Produzenten von Uran, verstärkt
und Gewinne bei Cnooc mitgenommen, dem chinesischen
Ölproduzenten, bei dem wir riskante Entscheidungen durch die
Muttergesellschaft befürchten.
Die Position von Goldminen (11,1% des Portfolios) wurde
überarbeitet, indem Barrick Gold, das von seiner
Absicherungsstrategie belastet wird, die verhindert, daß das
Unternehmen in vollem Umfang von der Goldpreissteigerung
profitiert, veräußert wurde und indem die beiden kanadischen
Gesellschaften Goldcorp und Yamana Gold hinzugekauft wurden.
Die erste wurde ausgewählt, weil sie sehr geringe
Produktionskosten hat, ihre Produktion nicht abgesichert ist und
weil sie über Reserven in Ländern verfügt, die als sicher angesehen
werden. Die zweite zeichnet sich durch ein vielversprechendes
Produktionsprofil sowie durch ein gutes Management aus.
Grundmetalle machen nunmehr fast 6,5% des Portfolios
aus, nachdem die Linien Alcoa und Inco verstärkt und Phelps
Dodge neu aufgenommen wurden. Wir sind nach wie vor der
Auffassung, daß dieser Sektor an den Börsen nicht korrekt
bewertet ist. In den Prognosen werden die Ergebnisse wie auch die
künftigen Metallpreise unterschätzt. Darüber hinaus werden die
Reserven in den Bewertungen nur unzureichend berücksichtigt.
Dort, wo der Faktor Knappheit am augenfälligsten ist, schenkt man
ihm keine Bedeutung.
Die Schwellenländer, einschließlich Rohstofftiteln,
werden auf einem hohen Niveau gehalten (33%). Der
Aufschwung des Konsums und das Entstehen einer Mittelklasse in
den Schwellenländern gehören zu den Grundzügen unserer
makroökonomischen Überlegungen. Abgesehen vom weiter unten
erwähnten Thema Banken ziehen wir Nutzen aus diesen positiven
Entwicklungen, indem wir unsere Positionen in der Distribution
verstärken: Lotte Shopping, die bedeutendste Kaufhauskette in
Korea, die zu Shinsegae, dem führenden Discounter, hinzukommt.
In Lateinamerika haben wir Submarino, das brasilianische
„Amazon“, aufgestockt.
Banken, die an der Entwicklung des Konsums in den
Schwellenländern beteiligt sind oder von der Reflation in
Japan profitieren (16,5% des Portfolios). Wir befreien uns auf
diese Weise von verschiedenen amerikanischen Risiken und nutzen
gleichzeitig die Kräfte des Ausgleichs in Richtung der
Schwellenländer oder die Dynamik der Neubewertungen der
Börsen, die mit der Reflation in Japan einhergeht: Japanische
Banken werden von Zinserhöhungen profitieren und bilden damit
eine stark diversifizierende Anlage, während der Rest der Welt sich
Sorgen über möglicherweise bevorstehende Zinserhöhungen
macht. Die japanischen Positionen wurden beibehalten, und
thailändische Banken (Kasikorn, Bangkok Bank) angesichts der
ungewissen politischen Situation im Lande verringert.
Unternehmen im Umstrukturierungsprozeß (10%), deren
Verhalten von unserem Szenario einer Fortsetzung der
Gleichgewichtsfindung entkoppelt ist und die darüber hinaus von
einer möglichen Abschwächung der Energiepreise
profitieren können. Trotz der anhaltend hohen Rohölpreise im
Laufe dieses Quartals hat dieses Thema bereits einen positiven
Beitrag zur Performance des Fonds geleistet. Die amerikanischen
Fluggesellschaften Continental und US Airways wurden
aufgestockt. Unter den Automobilbauern wurde der Anteil von
Renault erhöht, während Fiat neu hinzugekommen ist. "
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Beitragvon Fondsfan » 08.10.2007 15:48

Ist das Erlöschen des Interesses an diesem Fonds
Zufall oder hat es damit zu tun, daß die Performance
in Relation zu mancher Konkurreznz nicht mehr so
zwingend war?
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Beitragvon alterhase » 08.10.2007 18:40

Eine TER von über 4% schreckt mich doch irgendwie ab ...
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Beitragvon oegeat » 08.10.2007 18:46

meine Meinung ist das TER so hoch sein kann wie es will wenn man besser wie der Markt ist und sämtliche Mitbewerber aussticht .... :roll:
is das nicht der Fall dann hat sich das Thema eh erledigt
Alles wird besser man muss nur warten können !

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Beitragvon Fondsfan » 08.10.2007 19:51

alterhase hat geschrieben:Eine TER von über 4% schreckt mich doch irgendwie ab ...


Nach meiner Erinnerung beruht diese TER auf der Erfolgsbeteiligung
und ich bin mir z.B. nicht sicher, ob die Fonds der DWS mit Erfolgsbe-
teiligung diese in der TER oder nur einer geminderten Performance
ausweisen.
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Beitragvon maximale » 09.10.2007 19:17

Also bei 4% TER ist das Ding uninteressant....für mich auf alle Fälle.

Grundsätzlich scheint die Perfomancegebühr od. die jeweilige Erfolgsbeteiligung nicht in der TER auf. Special Depotgebühren des Fonds u. noch zusätzliche externe Beratergebühr ist auch so eine Sache - inwieweit enthalten.

Letztendlich hilft nur, Geschäftsbericht studieren.
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Beitragvon schneller euro » 09.01.2008 13:45

Gemäß den Charts im Thread
Aktienfonds Global
zuletzt deutlich besser als die meisten Konkurrenten.
Der EM-Anteil wurde offenbar in den letzten Monaten nochmals deutlich erhöht, in 11/07 jeweils ca. 22% Lateinamerika(!) und Asien.
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Beitragvon MHeinzmann » 11.07.2008 18:42

Hat in diesem Jahr mit -12,5% abgeschneitten, das sind 5,5% besser als MSCI World.
Die TER find ich bei Onvista 1,5% mit und bei Morningstar mit 1,96%.
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Beitragvon schneller euro » 06.08.2008 09:06

Von carmignac.de, aus dem Factsheet Juni 08:

Regionen (1.Zahl = aktuell, 2.Zahl = Jahresbeginn)

Schwellenländer 32,8% 43,0%
Afrika 1,8% 1,4%
Lateinamerika 13,5% 21,8%
Asien 16,4% 18,5%
Osteuropa 0,0% 0,0%
Mittlerer Osten 1,1% 1,3%

Industrieländer 53,0% 52,5%
Europa (ex. Frankr.) 13,3% 13,0%
Frankreich 0,8% 2,7%
Japan 3,5% 4,0%
USA / Kanada 35,5% 32,8%

...

Marktkap.:

Geringe Marktkapit. 2,6%
Cash u. Sonstiges 14,1%
Mittlere Marktkapit. 22,5%
Hohe Marktkapit. 60,7%

...

Größte Sektoren:

14,1% Cash
15,2% Industrie
15,9% Finanz
17,1% Rohstoffe
25,4% Energie

........................................................................................

Carmignac Patri. zum 30.6. ca. 1/3 in Aktien, 2/3 in Renten
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 19.05.2010 08:59

"......Eric Le Coz, Chefstratege von Carmignac Gestion..........sei es zu einigen bedeutsamen Änderungen gekommen, so Le Coz. So haben die globalen Portfolios einen Großteil des Vermögens in andere Währungen als den Euro übertragen. Beim Carmignac Investissement ist die europäische Gemeinschaftswährung sogar gar nicht vertreten........" :!:
von fondsprof.
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Beitragvon k9 » 19.05.2010 13:55

CI und CP werden von mir (als Investierter) aufgrund ihrer Größe
aufmerksam beobachtet. Bisher machen die Ihre Sache verdammt
gut - muß man einfach sagen.

Gruß k-9
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 06.08.2010 09:53

zu beachten : :roll:
".......Wir setzen auf die weitere Festigung des USD gegenüber dem EUR In den Schwellenländern zeichnet sich das Ende der restriktiven Geldpolitik ab und wird zur Festigung ihrer Währungen beitragen. Daraus werden die USA weitaus größeren Nutzen ziehen als die europäischen Länder, die ihre Finanzen im Eiltempo sanieren müssen. So dürfte der USD nach der jüngsten Korrektur, die mit der Konjunkturabkühlung jenseits des Atlantiks einherging, auf Aufwärtskurs bleiben. Die Untergewichtung des EUR bleibt somit die wichtigste Schiene unserer Anlagepolitik, trotz der technischen Erholung des EUR zu Beginn des dritten Quartals, die wir für vorübergehend halten.....
Das Thema der Verbesserung des Lebensstandards in den Schwellenländern wurde im Carmignac Investissement von 27,7 % auf 29,9 % aufgestockt. So haben wir die Gewichtung der asiatischen Unternehmen weiter erhöht, auf die derzeit fast 79 % dieses Investmentthemas entfallen......
Aufgrund der Möglichkeit eines Rückschlags in Europa bleibt die Goldkomponente hoch Die europäische Krise, die unserer Auffassung nach in den kommenden Monaten jederzeit wieder aufflammen kann,
könnte zu weiteren haushaltspolitischen Exzessen führen, so dass Gold als sicherer Anlagewert weiter an Bedeutung gewinnt. Vor diesem Hintergrund haben wir die Gewichtung von Goldminen im Carmignac Investissement von 10,8 % auf 14,7 % angehoben, vor allem durch die Aufstockung der Positionen in Newmont, Red Back Mining, Goldcorp und
Barrick Gold....... "
carmignac prognosen III.quartal bei fundresearch
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Beitragvon Kato » 06.08.2010 10:40

Carmignac war schon immer ein Vordenker,
im Moment tun sich seine beiden Flaggschiffe aufgrund von euro/Dollar Pos. und Gold etc etwa schwer, weiter genau beobachten,

alternative zum Patri ist für mich der ETF Dachf.
alternative zum Inves. ist für mich der Sauren Glob Opp.

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Beitragvon k9 » 13.08.2010 09:08

Die FAZ zum Carmignac im allgemeinen
und zum Patrimoine im besonderen


FAZ: KlickDieMaus

Auszüge:

„ …Doch in den vergangenen Monaten ist der Carmignac-Fonds stark zurückgefallen. …
Schuld daran ist offenbar eine falsche Einschätzung der Devisenmärkte. …“

„Damit bestärkt Carmignac Befürchtungen, dass er zu unangemessen hohen Risiken neigt.
Diesen Ruf hatte Carmignac, der seine Karriere als Aktienhändler begann, erworben,
als er im Sommer 2008 kurz vor der Insolvenz der Investmentbank Lehman
Brothers aggressiv auf einen Zusammenbruch der amerikanischen Banken wettete.
Dazu tätigte er hoch riskante Leerverkäufe von Aktien.“


Natürlich ist der Patrimoine nach wie vor Spitze, natürlich hat Carmignac ein geniales Händchen,
natürlich lassen sich temporäre Fehleinschätzungen bestimmter Markt-Konstellationen nicht
auf Dauer vermeiden.

Aber:
Eine eierlegende Wollmilchsau, die man jederzeit unbeaufsichtigt frei herumlaufen lassen
kann, ist der Patrimoine gewiss nicht.


Gruß k-9
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Beitragvon Kato » 13.08.2010 09:12

[stimme dir voll zu, habe meine patrimoine quote etwas abgesenkt, der TOP 25 S wird dem für mich wohl folgen, Patrimoine unter Beobachtung, stabilisiert sich im Moment, mal schauen, denke auch Carmignac wird aus fehlern lernen.

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Beitragvon k9 » 13.08.2010 10:16

Kato hat geschrieben:[stimme dir voll zu, habe meine patrimoine quote etwas abgesenkt, der TOP 25 S wird dem für mich wohl folgen, Patrimoine unter Beobachtung, stabilisiert sich im Moment, mal schauen, denke auch Carmignac wird aus fehlern lernen.

kato


Jo, noch nicht reduziert, aber Beobachtung verstärkt
und Handlungsbereitschaft erhöht !

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Beitragvon drhc » 13.08.2010 10:20

Einige, wenige Monate sind ein deutlich zu kurzer Betrachtungszeitraum.
Erst wenn ein ueber lange Zeit erfolgreicher Fonds ein, zwei oder mehr Jahre und in verschiedenen Marktfasen schwächelt, sollte ein Verkauf bzw eine Reduzierung der Anteile erwogen werden. Kurzfristiges, prozyklisches Agieren ist fast immer kontraproduktiv. Wer auf die Gewinner der vergangenen Monate setzt läuft in der Regel-fall immer dem Markt hinterher
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Beitragvon Kato » 13.08.2010 10:56

ich sprach von leichter reduzierung, denke patrimoine wird wahrscheinlich weiterhin gut laufen, aber es gibt auch andere gute Konzepte,

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Beitragvon k9 » 13.08.2010 11:01

drhc hat geschrieben:Einige, wenige Monate sind ein deutlich zu kurzer Betrachtungszeitraum.
Erst wenn ein ueber lange Zeit erfolgreicher Fonds ein, zwei oder mehr Jahre und in verschiedenen Marktfasen schwächelt, sollte ein Verkauf bzw eine Reduzierung der Anteile erwogen werden. Kurzfristiges, prozyklisches Agieren ist fast immer kontraproduktiv. Wer auf die Gewinner der vergangenen Monate setzt läuft in der Regel-fall immer dem Markt hinterher


Im Großen und ganzen schon richtig, aber:

Sind denn die Gewinner der weiteren Vergangenheit auch dauerhaft
die Gewinner der Zukunft ?


Schön wäre das ja, weiss man aber nicht.

Man weiss aber, dass 2 Jahre beim "Schwächeln" zugucken, teuer ist.

Oder wann knüpfen

Templeton Growth, Vermögensbildungsfonds I, Europa Aktien ULM

wieder an ihre langfristigen Erfolge an ?

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Beitragvon drhc » 13.08.2010 14:34

Templeton Growth, Vermögensbildungsfonds I, Europa Aktien ULM

@ k-9:
1) In meiner Zeit als Anleger kamen die drei genannten nie in frage als Langfristanlege. Im 21.Jh waren diese Fonds nie über eine lange Strecke überdurchschnittlich. Kein Vergleich mit Carmignac, Lingor &Co
2) Tgf: dies sind nicht 2 sondern fast 10 Jahr der Schwäche!
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Beitragvon tibesti » 13.08.2010 15:46

Stellungnahme von Carmignac zum FAZ-Artikel:

Stellungnahme

Fazit: ein dilettantischer Schreiberling mit einem erbaermlichen Versuch, Carmignac eins auszuwischen. Hat die deutsche Fondsindustrie keine besseren Kritiker aufzubieten....?[/url]
Zuletzt geändert von tibesti am 14.08.2010 15:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon tibesti » 13.08.2010 15:55

der Link funktioniert moeglicherweise nicht, also hier in Kopie:

Paris, den 12. August 2010
Betreff: Performance in den letzten Wochen / FAZ-Artikel vom 12.8.2010
Sehr geehrte Damen und Herren,
Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Das ist, was scheinbar mit Herrn
Hiller von Gärtringen in seinem Artikel zu Carmignac Gestion in der FAZ vom 12.8.2010 mit der
Überschrift „Der Carmignac Patrimoine liegt falsch“ geschehen ist.
Carmignac Gestion erarbeitete sich in den vergangenen Jahren durch aktives,
benchmarkunabhängiges Fondsmanagement eine gute Reputation. Dabei schätzt das Gros unserer
Partner insbesondere die konsequente Umsetzung der makroökonomischen Einschätzungen in den
Portfolien der Flagschifffonds Carmignac Investissement und Patrimoine.
Diese Einschätzungen führten in den vergangenen Monaten zu einer Vorsicht gegenüber dem Euro-
Raum und folglich waren unsere Flagschifffonds vorwiegend in USD-Titel, Goldminen und
Schwellenländer-Titel investiert. Diese Ausrichtung war keine Wette gegen den Euro wie es Herr
Hiller von Gärtringen in seinem Artikel beschreibt, sondern eine Positionierung um die Gelder
unserer Anleger in andere Regionen der Welt zu investieren, die uns stabiler erschienen als Europa.
Dieses erbrachte im Mai 2010 eine signifikante Outperformance gegenüber den Märkten, welche
dazu führte, dass sowohl Carmignac Investissement als auch Carmignac Patrimoine ein neues
Allzeithoch markierten. Im Juni und Juli 2010 führte die Euro-averse Aufstellung jedoch zu einem
deutlichen Kursrückgang, da sich der US-Dollar um 11% abschwächte und am 6.8.2010 ein
Höchststand von 1.3330 im EUR/USD erreicht wurde (nicht von 1.3772 wie fälschlicherweise von
Herrn Hiller von Gärtringen in seinem Artikel angegeben).
Selbstverständlich sind wir mit der Wertentwicklung der Fonds Carmignac Patrimoine und
Carmignac Investissement im Juli 2010 nicht glücklich und können klar festhalten, dass unsere
Markteinschätzung kurzfristig falsch war. Bedingt durch die Sorge um die Stabilität der USKonjunktur
rückten die strukturellen Probleme des Euroraums in den Hintergrund, was von
unserem Fondsmanagement nicht derart prognostiziert wurde. Natürlich haben wir den Anspruch
möglichst viele Investmententscheidungen (am liebsten alle) richtig zu treffen. Jedoch muss jedem
Anleger und unseren Vertriebspartnern klar sein, dass Fehleinschätzungen in der Vergangenheit
vorkamen und auch in Zukunft vorkommen werden. Dennoch werden wir auch weiterhin unserem
Fondsmanagement auf Basis von Überzeugungen treu bleiben, denn dieses ist die
uneingeschränkte Basis der hervorragenden Vergangenheitsergebnisse.
2
Grundlage der Verwaltung unserer Assets ist das Erzielen einer absoluten positiven
Wertentwicklung unserer Fonds. Hierzu gehört unserer Meinung nach (welche offensichtlich nicht
vom Autor des FAZ-Artikels geteilt wird) auch die mögliche Reduzierung der Aktienexposure in den
Portfolien ohne Benchmarkorientierung. Fakt ist, dass wir in unseren Fonds keine Leergeschäfte
von Aktien tätigen wie es Herr Hiller von Gärtringen behauptet. Wir verkaufen hauptsächlich
Futures auf Indizes und bewegen uns immer innerhalb der UCITS 3-Regelungen für Publikumsfonds.
Diese Flexibilität in einem vorgegebenen Rahmen hat in der Vergangenheit und vor allem zwischen
2002 und 2008 zu den hervorragenden Ergebnissen und dem Erfolg unserer Flagschifffonds
geführt.
Auch hat Carmignac Gestion im Sommer 2008 nicht, wie von Herrn Hiller von Gätringen behauptet,
auf einen Zusammenbruch von amerikanischen Banken spekuliert, was eine weitere Aussage aus
dem genannten Artikel widerlegt. Des Weiteren ist seine Interpretation der Sharpe Ratio falsch.
Wie unter der Wertentwicklungstabelle im Artikel auch angegeben, ist die Sharpe Ratio eine
Kennzahl für die Überschussrendite – je höher die Sharpe Ratio eines Fonds desto besser war die
Wertentwicklung in Bezug auf das Risiko.
Carmignac Gestion hat kein Problem damit, dass unsere Fehleinschätzung der vergangenen
Wochen in der FAZ aufgegriffen wird. Jedoch handelt es sich bei diesem Beitrag unseres Erachtens
nicht um eine sachliche Darstellung der Tatsachen.
Durch eine genaue Analyse der Wirkung von weltweiten makroökonomischen Kräften auf die
Finanzmärkte, unserer Expertise und Erfahrung und unserem “savoir-faire” in der Umsetzung
dieser Faktoren in den Portfolios unserer Fonds, bleiben wir überzeugt davon unseren Anlegern
mit aktivem Fondsmanagement auch weiterhin positive Performance liefern zu können.
Wir stehen Ihnen selbstverständlich für weitere Fragen und Informationen zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüssen,
Ihr Carmignac Gestion-Team
Zuletzt geändert von tibesti am 14.08.2010 15:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon k9 » 13.08.2010 18:02

Hi Tibesti,

ohne jetzt im einzelnen auf Croz' Stellungnahme eingehen zu wollen:
Ich bin ein wenig verwundert, dass diese überhaupt erfolgt ist.
Eigentlich sollten Carmignac / Croz das nicht nötig haben. Nun, als
"souverän" würde ich so etwas nicht bezeichnen.

Die beiden Fonds sind nach wie vor Highlights, auch wenn's auf kurze
Sicht in die nahe Vergangenheit mal nicht so aus sieht.

Warum also die Stellungnahme ?
Angst um zukünftiges Anlegergeld ?
Ich denke, es ist einfach Nervosität, weil man kurzfristig tatsächlich
kein gutes Händchen hatte und zweitens ist das nicht der erste kritische
Artikel in der deutschen Presse.

Und ? Schließlich gab es die Jahre vorher auch massenweise Jubel-Artikel.

Wenn ich mich richtig erinnere, hast du in einem anderen Forum schon
mehrfach vor allzu überbordender Euphorie hinsichtlich des Patrimoine
gewarnt. Du machst ja auch kein Geheimnis daraus, dass du dort "gut"
investiert bist.

Wenn ich mich an die etwas weiter zurückliegende Vergangenheit
erinnere, ist der Patri heute für dich so etwas wie der TGF vor Jahren
in seiner Blütezeit.

Da die Situation bei mir nicht ganz unähnlich ist, denke ich, man tut
zunächst einmal garnichts außer dem Teil ein beträchtliches Maß an
erhöhter Aufmerksamkeit zu widmen ...... bereit zu handeln, wenn
die Zeit gekommen ist.

Gruß k-9
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Beitragvon oegeat » 13.08.2010 18:10

ich werde die Bild Taste ausbauen ! den mitlerweiler mus man zuerst alle Zitate durchblättner

um das eigendliche zu finden :evil: :evil: :evil:

am ende jedne Threads ist eine Bild

und wenn man jemanden Zitiert ..okay kan man das auch reduzieren .... auf die kernaussage die man eingehen will .........
Alles wird besser man muss nur warten können !

Bild youtube Bild facebook Bild Skype Bild GIGAfund.de Bild
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Beitragvon drhc » 14.08.2010 08:41

@ oegeat:
Das ist ein großes Problem im wertpapier-forum. Dort wird fast immer der kompl. Beitrag des Vorgängers zitiert, so daß man alles doppelt, dreifach usw lesen muß.
Hier bei trader-inside sieht man es zum Glück eher selten.elvishatte kürzlich noch hingewiesen:
Bei Antworten auf einen Beitrag: auf "antworten" klicken, dann das aus dem Text des Vorredners rauslöschen, worauf sich die eigene Antwort nicht bezieht.

@ alle: in dem faz-artikel sind in der Tat ungewöhnlich viele sachliche Fehler, die dem sonstigen hohen Niveau dieser Publikation nicht entsprechen.
Die Kritik von Carmignac an diesem Beitrag sind gerechtfertigt.
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Beitragvon tibesti » 14.08.2010 15:46

Mea culpa fuer die falsche Antworttaste - Aber bei Null Grad in den Anden sind mir die Finger etwas eingefroren, was die Zielgenauigkeit bei der Tastenwahl etwas behindert. Ausserdem nervt die Langsamkeit der Anden-Kondore beim Nachrichtentransport etwas sehr.

Ich gelobe Besserung und hab die ueberfluessigen Passagen aus meinen Postings rausgeloescht....
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Beitragvon k9 » 14.08.2010 16:12

drhc hat geschrieben:Templeton Growth, Vermögensbildungsfonds I, Europa Aktien ULM

@ k-9:
1) In meiner Zeit als Anleger kamen die drei genannten nie in frage als Langfristanlege. Im 21.Jh waren diese Fonds nie über eine lange Strecke überdurchschnittlich. Kein Vergleich mit Carmignac, Lingor &Co
2) Tgf: dies sind nicht 2 sondern fast 10 Jahr der Schwäche!


ad1)
Das mag für dich gelten. Für die große Masse, die die Hintergründe
nicht kennt und die Qualität eines Fonds nicht wirklich beurteilen kann,
werden diese Produkte nach wie vor stark beworben und befinden sich
auf den Verkaufslisten der Berater an vordren Positionen.
ad2)
Das ist richtig. Der TGF hat über 55 Jahre auf dem Buckel, davon 80%
erfolgreich. Die ersten 80, wie du richtig sagst. Davon profitiert er heute
noch und wird im Verkauf entsprechend (erfolgreich) positioniert.
ad all)
Wer glaubt, sich in heutiger Zeit eine Verlustphase von 2 (oder mehr !)
Jahren erlauben zu können, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt und
wird die Konsequenzen zu tragen haben.


Gruß k-9
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Beitragvon k9 » 14.08.2010 16:30

Was den Patrimoine betrifft, bleibe ich bei der Einschätzung, dass es
Carmignac/Croz besser zu Gesicht gestanden hätte, den Artikel der
FAZ einfach zu ignorieren - unabhängig vom Grad des Wahrheitsgehalts.

Wie schon gesagt wurde, passt so etwas nicht zum gewohnten
Qualitätsstandard der FAZ. Es würde mich nicht wundern, wenn hier
versucht worden ist, eine journalistische Instanz zu instrumentalisien
um vielleicht die ein oder andere Milliarde aus Frankreich wieder
zurückzuholen.

Ich halte noch einmal fest:
1.
Auch der Patrimoine kann nicht über Jahre durchgänging mit
bestem Erfolg gemanaged werden. Glück gehört dazu und dieses
ist bekanntlich nicht von Dauer.
2.
Der Patrimoine ist kein pflegeleichtes, risikoarmes Produkt.
Als solches wird er aber positioniert und vertrieben. So gesehen
gefährden ihn seine eigenen Erfolge; nämlich dann, wenn er
massenhaft an Leute verkauft wird, die ihn für eine Art geniales
Festgeld halten.

Gruß k-9
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Beitragvon BOERSEN-RAMBO » 25.11.2010 09:22

Wieder einmal ist Meister Carmignac seiner Zeit voraus: keine deutsche Aktie mehr im Fonds !
„Wir befürchten, dass sich die unglaublich robuste deutsche Wirtschaft für Europa als Danaergeschenk erweisen und zu einer kompromisslosen Währungspolitik der europäischen Zentralbank sowie einer Stärkung des Euro führen wird, was immer mehr Mitgliedsstaaten in die Rezession abgleiten lassen dürfte“, heißt es im Quartalsbericht. Ein Danaergeschenk ist ein Geschenk, das dem Empfänger Unheil bringt - benannt in Anlehnung an das Trojanische Pferd, mit dem die Griechen - damals Danaer genannt - Troja eroberten.
Die Währungsentwicklung spreche nach Ansicht von Carmignac ebenfalls nicht für die deutsche Wirtschaft und für deutsche Aktien. „Trotz gegenteiliger Behauptungen wird sich der Kursgewinn des Euro nachteilig auf einige exportorientierte Bereiche auswirken.“
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ICH MEINE: der Mann hat Recht ! Spätestens wenn die Grünen Germany zu einem Agrarland umgebaut und die bösen Großkonzerne aus dem Land getrieben haben, werden die Aktionäre hier eh nix mehr zu lachen haben ! :cry:
Und Gott fragte die Steine : "Wollt Ihr PANZERGRENADIERE werden ?"
Aber die Steine antworteten : "Nein Herr, wir sind nicht hart genug !"
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Einspruch, Hr. Carmignac !

Beitragvon thallo » 25.11.2010 13:20

Da liegt meiner Meinung nach Monsieur Carmignac falsch. Eine starke DM bzw. EUR hat Deutschland bisher wenig geschadet. Der Preisdruck führt zu Innovation und Produktverbesserung auf dem Weltmarkt. Ich würde weniger die Europa-Peripherie ins Depot nehmen.
Sehr gut läuft daher der BGF - CONT. EUROPEAN FLEX A2 €, der bereits wieder neue Allzeit-Höchststände erreicht hat.
Mfg thallo
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Beitragvon drhc » 03.03.2011 18:07

gelesen bei fondsprof. ....
drei Kernthesen. So geht Le Coz davon aus, dass Europa eine verwundbare Wirtschaftszone bleiben wird. US-Aktien sieht er derzeit als attraktiv, während Schwellenländer unter dem Inflationsdruck leiden.
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Beitragvon Kato » 03.03.2011 19:03

Habe das Gefühl, als ob herr Carm. im moment nicht so ein glückl händchen hat, habe meinen Patrimoine verk, in Gane getauscht
und werde in den nächsten atgen ethna dyn kaufen

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Beitragvon Heikosz » 03.03.2011 20:45

Hi Kato,

von welchem ethna sprichst Du?
"i can´t live without my phone, but you don´t even have a home.....!" Eine Popsängerin
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Beitragvon Kato » 03.03.2011 20:53

vom Ethna Dynamisch, Volumen noch schön klein, ca. 20 Mio, sehr beweglich, Aktienquote ca. 50 % z.Z. sieht sehr gut aus, denke der patrimoine wird nicht abstuerzen, aber er ist einfach zu groß, meine Meinung,

mal schauen wer in den nächsten 3 J besser läuft, in der tel Konf. machte Pesarini wieder einen sehr kompetenten Eindruck, kombiniere den Ethna dyn mit Acatis Gane und ETF Dachfonds, zur Absicherung den Amundi Vola und den Salus Alpha, dazu noch 2 Market neutral fonds, den AC Risk Parity und Abs Return Plus. Mal schauen ob die Kombination auf 3-5 Jahren aufgeht, versuche eine jährliche Perf. von 8% bei kleiner vola hinzukrigen.

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Beitragvon drhc » 03.03.2011 22:01

Kato hat geschrieben:Habe das Gefühl, als ob herr Carm. im moment nicht so ein glückl händchen hat, habe meinen Patrimoine verk, in Gane getauscht


Jetzt verkauft wo CArmignac den Usa-Anteil erhöht? Und in den Gane getauscht obwohl die Acatis - Fonds aus Tradition einen hohen Usa-Anteil haben?
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Beitragvon Kato » 03.03.2011 22:11

Der gane ist völlig anders aufgestellt, USA hat er auch das stimmt, das ist aber auch schon alles, in der heutigen TelKonferenz war Muhle extrem ueberzeugend,

Gut, dass nicht alle die gleiche meinung haben. In ein paar Monaten/Jahren sind wir schlauer.

hatte den patri jahrel ang, jetzt ist erst mal pause

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Beitragvon Papstfan » 07.03.2011 17:20

Musterdepot von DerFondsAnalyst : Carmignac INv. verkauft und Patrim. Tausch in Ethna Offensiv empfohlen!
Ich bin nicht ueberzeugt, die Schwaechephase ist doch noch relativ kurz (und dann noch im Aufwaerts-Trend). Werde erst einmal weiter in den Carmignac bleiben
ora et labora!
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