Fundamentalen Daten, Nachrichten und News

Alles was "Off-Topic" ist oder die Märkte ganz allgemein betrifft. Hier findet Ihr Gelegenheit, euch in Form von Grundsatzdiskussionen, Glückwünschen, Streitereien oder Flirts auszutauschen.

Moderator: oegeat

Beitragvon k9 » 12.04.2012 10:48

auch lesenswert:

Guy Wagner/BL : KlickDieMaus

Ich stelle das mal dagegen.

Beides scheint schlüssig.
Wie so oft in solchen Marktsituationen.
Das macht's nicht einfacher.

etwas ratlos

k-9
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Beitragvon Azrael_74 » 12.04.2012 15:06

Mein Zugang dazu ist folgender:

Die Wirtschaftstheorie des 20. Jahrhunderts postuliert, das man durch Senkung der Zinsen und Erhöhung der Liqudität die Wirtschaft stimulieren kann. Das wurde auch fleissig gemacht, nur erleben wir hier ein Phänomen des immer weiter abnehmenden Grenznutzens.
Das es irgendwann nicht mehr geht zeigt in gewisser Weise Japan, wo der Aktienmarkt seit Jahren stagniert, trotz einer ultraexpansiven Geldpolitik. Wie kann das sein?
Nun irgendwann sind Teile der Wirtschaft so stark überschuldet, bzw. die Strukturen so fehlerhaft, dass selbst zinsenlose Kredite nicht mehr weiterhelfen, oder anders ausgedrückt: Das Vermögen, dass sich durch Schuldner, die ausfallen, in Luft auflöst, ist größer als die Zusatzgewinne, die durch die expansive Geldpolitik entstehen.
... und wenn ich mir die Schieflagen in den südlichen europ. Länderen anschauen, sowie die Tatsache, dass einer expansiven Geldpolitik der EZB, restriktive Spaarprogramm der Staaten gegenüberstehen (das gilt übrigens auch für die USA), sehe ich derzeit kein günstiges Umfeld für Wirtschaftswachstum und eine damit verbundene Aktienrally.
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Paul (Ron) versus Paul (Krugman) heute abend

Beitragvon thallo » 30.04.2012 20:40

Heute abend bei Bloomberg TV ist Krugman 2 Stunden lang zu hören.
"End this depression now" ist sein neues Buch, diese Sendung ist "das beste Marketing" für ihn und seine Frau, die auch dabei sitzt.
Sein Rezept: 3.5 bis 4% Inflation ist gut, damit kommt eine Regierung aus ihren Schulden heraus. Nicht der 2. Weltkrieg hat die große Depression beendet, sondern die Inflation, die während des Kriegs sich entwickelt hat. Damit wird der US-Bürger auf die kommende Inflation vorbereitet und die kommende Inflation wird ihm als Segen verkauft
End this depression now
Mfg thallo
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Beitragvon k9 » 09.05.2012 10:52

Ohne Worte.

Gruß k-9
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Bankenverstaatlichung in Spain, folgt Hollande in France?

Beitragvon thallo » 09.05.2012 21:23

Viertgrößte Bank in Spanien verstaatlicht
1981 verstaatlichte die neue sozialistische Regierung unter F. Mitterand neben einigen Industriekonzernen auch die größeren Banken. Darunter auch die Rothschild-Bank mit den Industriebeteiligungen. Die Familie Rothschild erhielt eine Entschädigung in Höhe von 100 Millionen Francs und durfte ihre Anteile an der internationalen Rothschild Gruppe (u.a. Paris-Orleans-Gruppe) behalten.
Mal sehen, ob sich Hollande, ein Schüler Mitterands, dies auch traut, wenn sich die Krise weiter zuspitzt?
Mfg thallo
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Beitragvon slt63 » 10.05.2012 09:49

@ thallo
Da würde ich mal von ausgehen.
Und wenn 2013 hier das "passende" gewählt wird (RRG), brauchst du nicht mal mehr über die Grenze. :shock:
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Beitragvon k9 » 10.05.2012 10:06

Da musst du nicht auf RRG warten, das kann die Merkel genauso, und das
würde sie auch .......

....... vielleicht dann sogar mit Unterstützung der Piraten, die so etwas
sicher "mega-krass" fänden.

Gruß k-9
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Warnzeichen eines drohenden Crash?

Beitragvon thallo » 10.05.2012 19:51

Frühere Meldung auf Zerohedge:

Bank of Japan (Zentralbank) kauft Aktien-ETFs und REITs,

wer muss hier liquidieren?

Marc Faber sieht einen Börsen-Crash wie 1987 heraufziehen
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Beitragvon k9 » 11.05.2012 06:34

Siehe hierzu auch:

CASH: KlickDieMaus

Gruß k-9
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JPM verzockt mindestens 2 Mrd USD

Beitragvon thallo » 11.05.2012 07:03

Gestern fragte ich noch: wer muss da liquidieren?

Nach Boersenschluss heute Nacht kam dann die Meldung
JPM verliert 2 evt. sogar 20 Mrd USD im Eigenhandel
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Re: JPM verzockt mindestens 2 Mrd USD

Beitragvon trutz » 11.05.2012 13:07

thallo hat geschrieben:
Nach Boersenschluss heute Nacht kam dann die Meldung
JPM verliert 2 evt. sogar 20 Mrd USD im Eigenhandel


Hier aus dem Bericht:
"
Für die Finanzindustrie kommt die Hiobsbotschaft von JP Morgan zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Ab Juli soll die sogenannte “Volcker-Rule” gelten, eine regulatorische Maßnahme, die zu wilde Spekulationen begrenzt. Im Moment betreiben die Banken gerade heftiges Lobbying in Washington, um Ausnahmeregelungen durchzusetzen. Die 2 Milliarden-Bombe von JP Morgan ist Wasser auf die Mühlen derer, die eine wirksame Regulierung fordern.

Aber auch Barack Obama wird die Nachricht nicht gerne hören. Denn JP Morgan ist eine sogenannte “systemrelevante” Bank. Die bedeutet: Wenn ewtas schiefgeht, muss der US-Steuerzahler die Bank retten. Eine handfeste Bankenkrise ist jedoch das letzte, was Obama in der heißen Phase des Wahlkampfs brauchen kann."



Wäre wünschenswert wenn es dazu führen würde, dass hier endlich mal hart durchgegriffen wird. Die Banken gehören stark reguliert, so dass man Sie dann auch mal pleite gehen lassen kann. Hier wurde aus der Vergangenheit anscheinend immer noch nichts gelernt. :x


@ Thallo

"Mal sehen, ob sich Hollande, ein Schüler Mitterands, dies auch traut, wenn sich die Krise weiter zuspitzt"


Wenn dann der. Also von dieser Sicht evtl. gar nicht so schlecht der Umschwung in Europa.
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Re: JPM verzockt mindestens 2 Mrd USD

Beitragvon Kato » 30.05.2012 12:08

http://www.godmode-trader.de/nachricht/,a2842383.html

EU erwägt direkte Banken-Rekapitalisierung durch ESM
von Tobias Krieg
Mittwoch 30.05.2012, 13:02 Uhr Download -
+ EU erwägt direkte Banken-Rekapitalisierung durch ESM Bild vergrößern - Bitte hier klicken


unfassbar, die steuergelder direkt zu den banken umlenken, warum fragen die nicht gleich, ob ich denén mal so 10000 euro überweise, weil die zu dumm sind mit geld umzugehen ...?

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Querschüsse.de

Beitragvon kurtanton » 02.06.2012 14:06

Links zum Anklicken in der Tabelle zu den Daten und Charts von Bloomberg mit den aktuellen Renditen von Staatsanleihen der Euromitglieder:

http://www.querschuesse.de/links-zu-renditen-staatsanleihen/
Dasselbe ist nicht das Gleiche.
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Re: Querschüsse.de

Beitragvon oegeat » 02.06.2012 14:45

kurtanton hat geschrieben:Links zum Anklicken in der Tabelle zu den Daten und Charts von Bloomberg


oder hier live ! auch mit nen link unterlegt zu Bluberberg
Alles wird besser man muss nur warten können !

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Beitragvon cabriojoe2 » 06.06.2012 09:37

Looong!
5.6.2012
Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie im April 2012
Die Auftragseingänge in der Industrie sind vorläufigen Angaben zufolge [1] im April preis-, kalender- und saisonbereinigt [2] im Vergleich zum Vormonat um 1,9 % zurückgegangen. Der Umfang an Großaufträgen war für einen April unterdurchschnittlich. Zuvor hatten die Auftragseingänge im März bei einer kräftigen Aufwärtsrevision um 3,2 % zugenommen. Diese Revision war maßgeblich auf Nachmeldungen von Auslandsaufträgen im Bereich Fahrzeugbau zurückzuführen. Der Nachfragerückgang im April beruhte auf einer deutlichen Abnahme der Bestellungen aus dem Ausland um 3,6 %. Die Inlandsbestellungen legten dagegen weiter zu (+0,4 %). Innerhalb der industriellen Hauptgruppen schwächte sich das Ordervolumen bei den Herstellern von Konsum- und Investitionsgütern mit -5,0 % bzw. -3,3 % am stärksten ab. Die Produzenten von Vorleistungsgütern konnten dagegen ein Auftragsplus von 0,9 % verzeichnen.

Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich März/April gegenüber Januar/Februar nahmen die Auftragseingänge in der Industrie deutlich um 2,6 % zu. Die Inlandsbestellungen stiegen um 1,5 % und die Auslandsbestellungen um 3,4 % an. Dabei nahmen die Bestellungen aus der Eurozone um 1,7 % ab, während die Bestellungen aus Ländern außerhalb der Eurozone um 6,6 % zunahmen. Die stärksten Nachfrageimpulse in der Industrie erhielten die Investitionsgüterproduzenten (+4,7 %). Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern schwächte sich dagegen leicht ab (-0,7 %). Bei den Konsumgütern wurde ebenfalls ein deutlicher Anstieg der Auftragseingänge verbucht (+3,2 %).
Der weltweite Konkurenzkampf bewirkt Deflation/Arbeitslosigkeit und die Notenbanken halten mit Geldmengenausweitungen dagegen.
Fazit = Rohstoffpreisexplosion bis die Zinsen gut über 10% sind! :roll: 8) :lol: :roll:
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Beitragvon martinsgarten » 07.06.2012 16:51

Wie locker den noch, bitte schön ?
Die Amis machen Schulden ohne Ende.
Da ist es doch vollkommen egal, was der sagt.
Wenn er NO sagt, muß es praktisch doch nicht so laufen !
Wo wäre den der Aktienmarkt ohne die Geldschwemme ?

WORTE + TATEN


Bernanke enttäuscht die MärkteWollte sich nicht auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik festlegen:
Fed-Chef Ben Bernanke.


Enttäuscht über fehlende Hinweise auf eine erneute Lockerung der Geldpolitik haben Investoren am Donnerstag auf Aussagen von Fed-Chef Ben Bernanke reagiert.

Der SMI fiel vom Tageshöchst von 5888 auf 5870 Punkte zurück, was noch einem Plus von 0,8 Prozent entspricht. Der Dax grenzte seine Gewinne ebenfalls ein und lag zuletzt noch 1,1 Prozent höher bei 6164 Zählern. Kurz zuvor war er bis auf 6230 Zähler gestiegen. Die Enttäuschung erfasste auch andere europäische Börsen, unter anderem gab der spanische Leitindex auf ein Plus von 0,8 Prozent nach, zuvor hatte er 1 Prozent höher notiert. Auch die US-Aktienmärkte verringerten ihre Gewinne.

Auch der Euro liess Federn. Die Gemeinschaftswährung fiel zurück auf 1,2568 Dollar, nachdem sie zuvor in der Hoffnung auf neue Konjunkturstützen der US-Notenbank bis auf 1,2625 Dollar gestiegen war. Am Rentenmarkt grenzte der Bund-Future seine Verluste auf 74 Ticks ein, vor den Bernanke-Aussagen hatte er in der Spitze um 112 Ticks nachgegeben.

Vor dem Wirtschaftsausschuss des Kongresses sagte der Fed-Chef, die Fed beobachte die "grossen Risiken" für die Erholung der US-Wirtschaft durch die Schulden- und Bankenkrise in Europa genau. Die Notenbank stehe bereit, die heimische Wirtschaft bei einer Verschärfung der von der Finanzseite ausgehenden Krisensymptome zu schützen. Dennoch liess Bernanke nicht durchblicken, ob er bereits jetzt ein Umschalten auf einen schärferen geldpolitischen Krisenmodus für nötig hält. Seine Stellvertreterin Janet Yellen hatte zuvor für neue Konjunkturstützen plädiert und damit Hoffnungen auf eine geldpolitische Lockerung noch im Juni geweckt. Insbesondere der US-Exportsektor schlage sich ungeachtet der Euro-Krise wacker, betonte Bernanke.
„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“
(Albert Einstein, 1879–1955)
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Beitragvon martinsgarten » 22.06.2012 18:40

Was soll das werden ?
Ein Aufragswerk der EU ?
Sicher sind die Griechen "wettbewerbsfähiger" geworden.
Die Lohnstückkosten bei den Toilettenfrauen in D haben sich gegenüber denen in G. rapide verschlechtert !
:lol:

Konkurrenzfähige Euro-Krisenstaaten:
Deutsche Industrie büßt massiv an Wettbewerbsfähigkeit ein

Die deutsche Wirtschaft als Musterknabe in der Euro-Zone?
Von wegen!
Laut einer Studie :lol: :lol: werden die Euro-Sorgenkinder wieder fitter im Wettbewerb - und die deutsche Industrie büßt europaweit am stärksten ein. von Mathias Ohanian Berlin

Die Randstaaten der Euro-Zone holen gegenüber den Kernländern massiv an Wettbewerbsfähigkeit auf.
Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie der globalen Researchfirma The Conference Board hervor, die der Financial Times Deutschland vorliegt.
Demnach sind insbesondere Irland und Spanien seit 2008 deutlich konkurrenzfähiger geworden.
Seit 2010 hat auch in Griechenland und Portugal die Anpassung in hohem Tempo begonnen.
"Die Lohnstückkosten in den Euro-Randländern sinken teils rapide - ein großer Lichtblick für den gesamten Kontinent", sagte Bart van Ark, Chefökonom von The Conference Board und Mitautor der Studie.
Weil gleichzeitig die Kosten pro Stück in der deutschen Industrie und anderen Nordländern kräftig stiegen, schreite die makroökonomische Anpassung innerhalb der Euro-Zone voran.
Damit widersprechen diese Volkswirte vehement jenen vor allem in Deutschland vertretenen Skeptikern, die ausschließen, dass die kriselnden Euro-Südländer innerhalb des Währungsraums wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen können - und Griechenland deshalb den Austritt aus dem Währungsraum empfehlen.
Wie die Zahlen von van Ark und seinem Kollegen Bert Colijn zeigen, ist die makroökonomische Anpassung zwischen dem Süden und dem Norden Europas jedoch bereits fortgeschritten.
Von Anfang 2008 bis Ende 2011 stieg die Konkurrenzfähigkeit aller angeschlagenen Randländer relativ zu den Kernländern deutlich.
Die größten Fortschritte machten seitdem Irland und Spanien, wo die Kosten pro Produktionseinheit in der Industrie und bei den Dienstleistern um 6,3 beziehungsweise 4,4 Prozent sanken.
In Irland habe demnach die Flexibilität am Arbeitsmarkt die Entwicklung gestützt - Unternehmen konnten in der Rezession mit Entlassungen schneller auf die gesunkene Nachfrage reagieren.
Die Erfolge auf der iberischen Halbinsel dürften den Forschern zufolge vor allem auf den höheren Einsatz von Teilzeitbeschäftigten zurückzuführen sein.
Seit Anfang 2010 machen auch die kleinen Südländer Griechenland und Portugal messbare Fortschritte.
"In Griechenland sind die Lohnstückkosten 2010 und 2011 um mehr als fünf Prozent gesunken - das ist enorm", so van Ark.
Das sei vor allem gesunkenen Löhnen zu verdanken.
Damit steigerte die hellenische Wirtschaft ihre Konkurrenzfähigkeit in den vergangenen beiden Jahren wie kaum eine andere im Währungsraum. :lol:
Noch höher ist das Aufholtempo der Peripherie gegenüber dem Kern des Kontinents in der für die Exportwirtschaft wichtigen Industrie.
Der Studie zufolge sanken die Lohnstückkosten in Irlands verarbeitendem Gewerbe seit 2008 um 41,5 Prozent.
Damit kostet dort eine produzierte Ware heute nur noch etwa die Hälfte dessen, was vor der Finanzkrise bezahlt wurde. Auch Spaniens Industrie erzielte ein knapp zweistelliges Minus.
Im Gegenzug haben die als wettbewerbsstark geltenden Nordländer des Währungsraums seit 2008 teils massiv eingebüßt.
Nirgends legten die Lohnstückkosten stärker zu als in der deutschen Industrie - nämlich um 14 Prozent.
Auch in Österreich und Finnland sind die Zuwächse beträchtlich.
"Die Anstiege gehen in Deutschland und Österreich vor allem auf die Kurzarbeit zurück, auf die viele Unternehmen in der Rezession 2009 zurückgegriffen haben", so Ökonom van Ark. Statt ihre Beschäftigten zu entlassen, hatten viele Unternehmen sie trotz Wirtschaftskrise gehalten - jedoch weniger Stunden arbeiten lassen. Das drückt die Produktivität bis heute. "Höhere Lohnabschlüsse in der deutschen Industrie könnten die Anpassung in Europa weiter begünstigen", sagte van Ark. Weil deutsche Exporteure international immer stärker die Nachfrage aufstrebender Schwellenländer bedienten, seien höhere Lohnanstiege nicht dramatisch - gleichzeitig müsse jedoch die Produktivität gesteigert werden.
Mit den Produktivitätsgewinnen im Süden und den Verlusten im Norden dürfte die in Europa notwendige makroökonomische Anpassung langfristig gelingen, glaubt van Ark. Entsprechend warnt er vor einem Ausstieg Athens aus dem Währungsraum: "Darunter würde mittelfristig sowohl die Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands als auch der verbliebenen Länder in der Euro-Zone leiden." Zwar könnte Hellas bei einem Ausscheiden über die Abwertung der neuen Währung kurzfristig konkurrenzfähiger werden und die Wirtschaft stimulieren. Langfristig dürften jedoch die Nachteile überwiegen - auch weil Reformen erstmal nicht helfen würden.
Für die restlichen Euro-Länder sei ein Griechen-Austritt van Ark zufolge voraussichtlich mit einer massiven Rezession und kräftig steigender Arbeitslosigkeit verbunden. Verständigten sich die Regierungschefs der Euro-Zone in den kommenden Wochen indes auf eine Fiskalunion, dürfte davon die Wettbewerbsfähigkeit aller Staaten im Währungsraum in den kommenden Jahren profitieren, glauben die Experten.

Aus der FTD vom 22.06.2012
© 2012 Financial Times Deutschland

die lesen sicher hier mit :lol:

Griechenland: -17,15% bei den realen Arbeitnehmerentgelten zum Vorjahresquartal
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Beitragvon martinsgarten » 24.06.2012 11:27

Ich eigne mich nicht als Testballon.
Ich würde gegen DIESES "Europa" stimmen.


Deutsche sollen über neue Verfassung abstimmenSamstag, 23.06.2012, 21:01

Schäuble: „Wir müssen in wichtigen Politikbereichen mehr Kompetenzen nach Brüssel verlagern, ohne dass jeder Nationalstaat die Entscheidungen blockieren kann.“ „Das Europa der Zukunft wird kein föderaler Staat nach dem Vorbild der USA oder der Bundesrepublik sein.
Es wird eine eigene Struktur haben.
Das ist ein hochspannender Versuch“.


Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble rechnet damit, dass die Deutschen in wenigen Jahren über ein neues Grundgesetz abstimmen müssen.
Hintergrund ist die seiner Meinung nach notwendige weitere politische Integration der EU-Mitgliedstaaten.
Auf die Frage, wann die Grenzen der deutschen Verfassung erreicht seien, sagte Schäuble dem SPIEGEL:
„Wann es so weit sein wird, weiß ich nicht, weiß wohl keiner. Aber ich gehe davon aus, dass es schneller kommen könnte, als ich es noch vor wenigen Monaten gedacht hätte
.“
Und weiter:
„Vor ein paar Monaten hätte ich noch gesagt:
In fünf Jahren?
Nie im Leben!
Jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher.“


Schäuble gesteht im SPIEGEL ein, das heutige Europa sei selbst für politisch Interessierte nur schwer zu durchschauen.
Entsprechend fordert er einen deutlichen institutionellen Umbau der EU und eine bessere demokratische Legitimation von Entscheidungen:
„Bislang haben die Mitgliedstaaten in Europa fast immer das letzte Wort. Das kann so nicht bleiben.
Wir müssen in wichtigen Politikbereichen mehr Kompetenzen nach Brüssel verlagern, ohne dass jeder Nationalstaat die Entscheidungen blockieren kann.“

Schäuble will unter anderem die Kommission zu einer echten Regierung weiterentwickeln, den Präsidenten durch alle europäischen Bürger direkt wählen lassen und das Parlament stärken.
„Das Europa der Zukunft wird kein föderaler Staat nach dem Vorbild der USA oder der Bundesrepublik sein.
Es wird eine eigene Struktur haben.
Das ist ein hochspannender Versuch“, so Schäuble.

Eindringlich warnt der Finanzminister davor, die gemeinsame Währung aufs Spiel zu setzen:
„Es besteht durchaus die Gefahr, dass bei einem Auseinanderbrechen des Euro, wovon ich übrigens nicht ausgehe, vieles von dem, was wir erreicht und liebgewonnen haben, in Frage gestellt würde – vom gemeinsamen Binnenmarkt bis hin zur Reisefreiheit in Europa.
Das hatten wir auch ohne Euro
Aber ein Auseinanderbrechen der EU wäre doch absurd.
Die Welt rückt immer enger zusammen, und in Europa würde jedes Land wieder seine eigenen Wege gehen? Das kann, darf und wird nicht sein!

und hier:
„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“
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Beitragvon martinsgarten » 22.07.2012 21:02

Mehr Angebot als Nachfrage - Rabattschlacht am Automarkt20.07.2012 ·
Rosige Zeiten für Neuwagenkäufer:
Die Preisnachlässe haben ein Rekordniveau erreicht.
Für die Hersteller ist das weniger gut


ie europäische Autoindustrie muss sich darauf einstellen, dass sich der heimische Automarkt in der zweiten Jahreshälfte noch schwächer als bisher gedacht entwickeln wird. Nach einer Studie des Car-Centers Automotive Research der Universität Duisburg-Essen, die dieser Zeitung vorliegt, hat das Rabattniveau auf dem deutschen Markt inzwischen einen Rekordstand erreicht. „Noch nie war der Preiskampf so hart“, lautet der Titel.
Im Juli sei der Car-Rabatt-Index mit 121 Zählern auf ein historisches Höchstniveau gestiegen, heißt es in der Studie.
Der durchschnittliche Kundenvorteil bei den offenen Herstelleraktionen stieg von knapp 12 Prozent auf fast 13 Prozent Nachlass auf den Listenpreis.

Weitere Anzeichen deuten auf einen sehr schwachen Markt hin:
Die sogenannten „taktischen Zulassungen“, die die Autohersteller und Händler selbst vornehmen, erreichten 30 Prozent aller Neuwagenzulassungen, und die Rabatte bei den Internetvermittlern stiegen auf 19 Prozent.
Die Privatkundenzulassungen in Deutschland hätten im zweiten Quartal, von April bis Juni, den schlechtesten Wert seit zehn Jahren erreicht.
Die Neuwagenzulassungen der Unternehmen sind im zweiten Quartal unter die Werte des Vorjahresquartals gefallen. „Dies ist ein Zeichen, dass sich im deutschen Automarkt Rezession breitmacht“, urteilt Studienautor Ferdinand Dudenhöffer.

Marktbereinigung nicht mehr unrealistisch
Die Lage im deutschen Automarkt habe sich im Juli abermals deutlich verschlechtert. Das gemessene Rabattniveau zeige, dass der deutsche Automarkt in den nächsten Monaten vor einer schwierigen Phase steht. Eine Marktbereinigung über Rabatte, die für einzelne Hersteller nicht mehr darstellbar sind, sei nicht mehr unrealistisch.
Der bisher ertragsreiche Markt Deutschland werde für immer mehr Hersteller zum Verlustmarkt, warnt das Institut.

Das heißt auf der anderen Seite: Die rosigen Zeiten für Käufer eines Neuwagens gehen weiter. Unter den deutschen Autoherstellern ist laut Car-Institut Opel mit den weitaus höchsten Rabatten und Kaufanreizen im Markt.
Die Modelle Opel Corsa und Opel Astra würden bei Internetvermittlern mit bis zu 35 Prozent Rabatt offeriert. Dies gelte für reguläre, individuell spezifizierbare Neuwagen, also keine Tageszulassungen.
Zusätzlich biete Opel den Corsa als Sondermodell zum Preis von 9990 Euro mit 25 Prozent Preisvorteil. Auch Volkswagen befeuere den Preiskampf.
So böten etwa große Händler den VW Up mit Rabatten bis zu 29 Prozent in Zeitungsanzeigen an.
Der Preiskampf im deutschen Automarkt sei auch im Premiummarkt angekommen.
Beispiel dafür sei ein Leasingangebot für den BMW 1er mit einem Kundenvorteil von 23 Prozent.
So hart wie derzeit war der Rabatt- und Verdrängungswettbewerb in Deutschland noch nie.

Was für die Kunden erfreulich ist, bringt viele Autohersteller in die Bredouille. Denn die Rabatte lassen die Margen vieler Hersteller weiter schmelzen. Der Präsident des deutschen Autoindustrieverbands VDA, Matthias Wissmann, erwartet in der zweiten Jahreshälfte zunehmende Schwierigkeiten: „Wir müssen davon ausgehen, dass der Gegenwind zunimmt.“
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Beitragvon martinsgarten » 13.09.2012 19:06

Das freut doch die "Märke" (wer immer das noch ist ?)
40 Mrd im Monat - die Summe klingt auch viel besser - ist auch nicht so schlimm wie 480 Mrd im Jahr .... oder fast 1 Bill. in 2 Jahren.
Wann Schluß ist ????
Das sagt man fürsorglich nicht mehr :lol:
Schöne Grüße vom ECHTEM Geld :wink:


Wall Street Update: Fed treibt mit QE3 US-Indizes an

New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes präsentieren sich am Donnerstagmittag nach Bekanntgabe der Geldpolitischen Maßnahmen der Fed deutlich fester. Der Dow Jones gewinnt aktuell 0,8 Prozent auf 13.441 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentiert sich mit einem Plus von 0,9 Prozent bei 3.143 Zählern, während der S&P 500 derzeit einen Aufschlag von 0,8 Prozent auf 1.448 Punkte verzeichnet.

Der Offenmarktausschuss FOMC der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat am Donnerstag die dritte Auflage des Anleihenaufkaufprogramms (QE3) beschlossen.
Dabei wird die Notenbank monatlich 40 Mrd. US-Dollar in den Kauf von Hypotheken-besicherten Wertpapieren (MBS) stecken.
Ab Freitag sollen die Käufe beginnen und bis Ende September 23 Mrd. US-Dollar eingesetzt werden.
Ferner wurde auch die Operation Twist bekräftigt.
Bei der kurzläufige Anleihen in langläufige Anleihen getauscht werden.
Das Volumen hierbei bezifferte die Fed auf 85 Mrd. US-Dollar.
Die Fed begründete die Maßnahmen mit der notwendigen Stärkung der US-Wirtschaft. :lol: :lol: :lol:
Zudem haben die Notenbanker die Leitzinsen erwartungsgemäß bei 0,0 bis 0,25 Prozent belassen und angekündigt, dass die Leitzinsen bis Mitte 2015 auf dem historisch niedrigen Niveau verharren sollen.
Bereits seit Dezember 2008 notieren die amerikanischen Leitzinsen 2008 auf Nullzinsniveau.
Ferner hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 8. September 2012 verschlechtert.
So erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gegenüber der Vorwoche um 15.000 auf 382.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 369.000 prognostiziert hatten.
Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 365.000 auf 367.000 nach oben korrigiert.
Der gleitende Vier-Wochen-Durchschnitt kletterte um 3.250 auf 375.000 Erstanträge für Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung. Daneben haben sich die US-Erzeugerpreise im August 2012 mit beschleunigtem Tempo erhöht.
Binnen Monatsfrist zogen die Preise um 1,7 Prozent an. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise kletterten die Preise in der Kernrate um 0,2 Prozent. :lol:
Volkswirte hatten im Vorfeld Preissteigerungen um 1,2 Prozent bzw. 0,2 Prozent prognostiziert.
Im Juli waren die Erzeugerpreise im Vormonatsvergleich um 0,3 Prozent gestiegen. Für die Kernrate war im Juli ein Anstieg von 0,4 Prozent verzeichnet worden.
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US- Notenbank geht im Kampf gegen Krise in Offensive

Beitragvon oegeat » 14.09.2012 08:32

........pro Monat für 40 Milliarden Dollar Immobilienpapiere gekauft werden, bis sich die Perspektiven am Arbeitsmarkt "substanziell aufhellen", ..........

quelle
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Beitragvon activetrader19 » 26.09.2012 16:57

Bullenfalle im Dow Jones Index?
September 26, 2012

An den Aktienmärkten ignoriert man (noch) geflissentlich, dass
es Gewinnwarnungen aus dem wichtigen Transportsektor hagelt. Neben FedEx und UPS senkte auch eine ganze Reihe von anderen Unternehmen aus der Branche den Ausblick. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich der Abschwung in der Weltwirtschaft intensiviert. Die Prognosesenkung des Baumaschinenherstellers Caterpillar für das Jahr 2015 untermauert diese Vermutung, und wirft die Frage auf, ob es im Dow Jones Index zu einer Bullenfalle kommen könnte.
Weiterlesen»

www.Wirtschaftsfacts.de
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Beitragvon martinsgarten » 04.10.2012 08:28

Die "Pressenutten" hinterfragen nichts mehr.
Das Ziel ist wohl klar.
Syrien muß/soll fallen, damit Israel ungehindert mit seinen Flugzeugen den IRAN erreichen kann.
Die haben jetzt noch ein REICHWEITENPROBLEM.

- Da fliegen Granaten in die Türkei.
- niemand fragt, wer sie abgeschossen hat
- es wird erst einaml zurück geballert - WIE KRANK !
- die Hintermänner der "sogenannten Befreiungsarmee" sind allgemein bekannt, nur die Presse kennt sie nicht


NATO „verurteilt“ Grenzverletzung
Wenige Stunden nach einem Granatenangriff auf ein türkisches Grenzdorf hat die türkische Armee Ziele in Syrien angegriffen.
Es habe sich um eine Reaktion auf die Attacke gehandelt, bei der mindestens fünf Menschen von aus Syrien abgefeuerten Granaten getötet worden waren,
berichteten türkische Medien am Mittwochabend unter Berufung auf Regierungsangaben.

„Dieser Angriff ist von unseren Streitkräften sofort erwidert worden“, wurde der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan zitiert.
Die türkischen Streitkräfte feuerten demnach „auf Ziele entlang der Grenze, die mit Radar identifiziert“ worden waren und von denen aus das türkische Dorf beschossen worden sei, hieß es.

„Die Türkei wird solche Provokationen des syrischen Regimes, die unsere nationale Sicherheit bedrohen, niemals ungestraft lassen“, so Erdogan.
Der türkische Vizeregierungschef Bülent Arinc sagte zuvor, dieser Angriff gehe „zu weit“.
Zudem verwies Arinc darauf, dass die Türkei als NATO-Mitglied Anspruch auf Beistand habe, wenn sie angegriffen werde.

„Verstoß gegen internationales Recht“
Nach dem Angriff der türkischen Armee auf Ziele in Syrien haben die ständigen NATO-Botschafter am Mittwochabend in Brüssel über die neue Krise beraten. Es ging laut Diplomatenangaben um Konsultationen nach Artikel vier des NATO-Vertrags. Der Artikel sieht Beratungen vor, wenn eines der Mitglieder die Unversehrtheit seines Gebiets als bedroht ansieht.

Im Anschluss sicherte der NATO-Rat der Türkei im Konflikt mit Syrien einhellig seine „Unterstützung“ zu.
Der Grenzzwischenfall wurde von den 28 Mitgliedsstaaten „verurteilt“. Bekräftigt wurde die NATO-Stellungnahme vom 26. Juni, nach der das Militärbündnis die Lage in Syrien „genau beobachtet“.
Die Grenzverletzungen durch Syrien wurden als „aggressive Handlungen“ verurteilt und als „Verstoß gegen das internationale Recht“ eingestuft. Die syrische Führung müsse die „Verletzung internationalen Rechts beenden“, forderte der NATO-Rat.

„Wir stehen zu unseren türkischen Allierten und sprechen uns bei weiteren Schritten ab“, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses. Von türkischer Seite hieß es, US-Außenministerin Hillary Clinton habe ihrem Amtskollegen Ahmet Davutolgu ihre Unterstützung auch vor UNO und NATO zugesichert.


Reuters/AnadoluAkcakale wurde von mehreren Granaten getroffen
Fünf Tote, 13 Verletzte
Nach türkischen Angaben schlugen im Grenzort Akcakale mindestens drei Granaten ein. Die Ortschaft liegt unmittelbar an der Grenze zu Syrien und nahe des lange umkämpften Grenzübergangs Tell Abjad, den syrische Rebellen nach zweitägigen Gefechten eingenommen hatten. Fernsehsender zeigten Dorfbewohner, die in Panik über die Straßen rannten oder Deckung suchten.

Unter den Todesopfern soll sich auch eine Mutter und ihre drei Kinder befinden, wie CNN Türk unter Berufung auf lokale Behörden berichtete. 13 weitere Menschen wurden verletzt, darunter mehrere Polizisten. Das Dorf war in der vergangenen Woche bereits von einer aus Syrien abgefeuerten Mörsergranate getroffen worden. Dabei waren Hauswände beschädigt worden. Zuvor waren mehrere Türken von Schüssen aus Syrien getroffen worden.

UNO-Chef tief besorgt
Die türkische Regierung hatte wiederholt gegen Schüsse über die Grenze hinweg protestiert. Außenminister Ahmet Davutoglu berief unmittelbar nach dem tödlichen Zwischenfall ein Krisentreffen ein und telefonierte mit UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, dem Sondergesandten für Syrien, Lakhdar Brahimi und NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen.

Ban zeigte sich in einer ersten Reaktion tief besorgt. Laut einem Sprecher habe er bei dem Gespräch mit Davutoglu betont, dass die Türkei alle Kommunikationskanäle zu syrischen Behörden offenhalten müsse, um einen weiteren Aufbau von Spannungen zu vermeiden.

Auch die NATO beobachte die Lage „mit großer Sorge“, sagte Rassmussens Sprecherin Oana Lungescu in Brüssel. Der Generalsekretär habe den Vorfall „scharf verurteilt“. US-Außenministerin Hillary Clinton äußerte ihre „Entrüstung“ darüber, dass aus Syrien über die Grenze geschossen worden sei. „Wir bedauern den Verlust von Menschenleben auf der türkischen Seite“, sagte Clinton.

Syrien kündigt Untersuchung an
Auch Syrien reagierte am späten Mittwochabend auf den Grenzzwischenfall: „Syrien übermittelt den Familien der Opfer und unseren Freunden, dem türkischen Volk, sein tiefes Beileid“, erklärte Informationsminister Omran Soabi laut einem Bericht des syrischen Staatsfernsehens. Der Minister kündigte zudem eine Untersuchung des Vorfalls an.

Über 90.000 Syrer in Türkei geflüchtet
Die Türkei hat seit Beginn des Bürgerkrieges im Nachbarland mehr als 93.000 syrische Flüchtlinge aufgenommen. Die Forderung Ankaras, eine Schutzzone für Vertriebene auf der syrischen Seite der Grenze einzurichten, hat international keine ausreichende Unterstützung erhalten. Die türkische Regierung sympathisiert mit den Gegnern des syrischen Regimes. Versuchen der Konfliktparteien, die Türkei zu einem militärischen Eingreifen zu bewegen, hat Ankara bisher widerstanden.

Zuletzt plädierte etwa das Golfemirat Katar für eine Intervention der arabischen Staaten in Syrien. „Der Sicherheitsrat hat es nicht geschafft, effektive Positionen zu beziehen“, so Katars Emir, Scheich Hamad bin Chalifa al-Thani, bei seiner Rede vor der UNO-Vollversammlung.

Neuer Vermittlungsversuch von Brahimi
Der internationale Syrien-Beauftragte Brahimi kündigte unterdessen an, noch in dieser Woche in die Krisenregion zurückkehren zu wollen. Brahimi werde versuchen, einen Weg zum politischen Dialog in Syrien zu ebnen, sagte der stellvertretende UNO-Generalsekretär Jan Eliasson am Dienstag in New York.

Eliasson sagte, er wisse nicht, ob Brahimi nach Syrien einreisen könne. In jeden Fall werde sich der Syrien-Beauftragte um einen Dialog zwischen Regierung und Rebellen bemühen. Den Anfang solle die syrische Führung mit einer Einstellung der Luftangriffe machen. Dieser Schritt müsse von einer „Reduzierung der Gewalt im anderen Lager“ beantwortet werden. So könnten „im besten Fall“ ein Waffenstillstand und eine Rückkehr zum politischen Dialog erreicht werden, sagte Eliasson.

UNO-Generalsekretär Ban hatte nach einem Treffen mit dem syrischen Außenminister Walid Muallem am Rande der UNO-Vollversammlung in New York gesagt, es sei an der Zeit, dass die Führung in Damaskus ihre Offensive zurückzufahren.

Dutzende Tote allein in Aleppo
Unterdessen ging die Gewalt in Syrien unvermindert weiter. Allein in der seit Wochen umkämpften Stadt Aleppo kamen bei einer Reihe von Autobombenanschlägen nach Angaben von Aktivisten rund 50 Menschen ums Leben. Die von Selbstmordattentätern gezündeten Autobomben explodierten kurz nacheinander auf und nahe des Saadalla-al-Dschabiri-Platzes am Rande der Altstadt, wo sich auch ein Club für Offiziere befindet. Der Platz in der heftig umkämpften Millionenmetropole wurde bisher von den Regierungstruppen kontrolliert.
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Beitragvon martinsgarten » 04.10.2012 08:45

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Beitragvon Kato » 17.10.2012 06:59

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„Waldviertler“: FMA zeigt Schuhproduzenten an

Beitragvon kurtanton » 18.10.2012 18:16

Föhrenbergkreis:

Ein Waldviertler Schuhproduzent nimmt sich seine Kredite nicht bei Banken, sondern bei Freunden und Kunden. Die Finanzmarktaufsicht zeigte ihn an, weil er Bankgeschäfte ohne Konzession macht. Doch sein Geschäft läuft besser denn je, in der Wirtschaftskrise trifft er den Puls der Zeit.

Es ist eine Erfolgsgeschichte: 130.000 Paar Waldviertler Schuhe werden heute pro Jahr verkauft. Das Unternehmen wuchs in den vergangenen zehn Jahren ohne Pause und schuf in Schrems 100 neue Arbeitsplätze, in einer Region, die wirtschaftlich nicht gut dasteht.

weiter:
http://fbkfinanzwirtschaft.wordpress.co ... more-17161
Dasselbe ist nicht das Gleiche.
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Beitragvon trutz » 20.10.2012 14:37

Die Divergenz zwischen Ifo Index und der Dax Entwicklung könnte auf eine anstehende Topbildung hinweisen. :roll:

http://www.zerohedge.com/news/2012-10-1 ... -out-below
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Beitragvon oegeat » 20.10.2012 18:21

ich hasse es wen Charts so kurz sind !
danke trutz trotzdem ...

Zum Thema kurzer Chart was war vor 2007 ... passet das da etwa nicht ? warum scheidet der das weg grrrrrr :twisted:

hier der Thread dazu !
http://www.trader-inside.de/viewtopic.php?p=73255#73255
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Beitragvon martinsgarten » 31.10.2012 11:42

Sparen wie in Griechenland ?
ODER
Wachstum ?

Weiß die Dame, wie der Hase überhaupt läuft ?
hier muß sich der Hund in den Schwanz beißen:


Lagarde fordert mehr Wachstum und weniger Schuldenwww.zeit.de

Das Wachstum muss gestärkt und die Schulden gesenkt werden. Was die IWF-Chefin hier fordert, klingt zunächst vernünftig, denn Schulden will schließlich niemand, Wachstum dagegen jeder. Es gibt jetzt nur einen klitzekleinen Haken an dieser Sache: Weniger Schulden und gleichzeitiges Wachstum der Finanzmärkte widersprechen sich in etwa in demselben Maße, wie sich Krieg und Frieden widersprechen

Die Dame kommt doch wohl aus Frankreich ! :lol: :lol: :lol:
Da kann man was lernen ! :wink:


Bergab gehts zu Fuß
Oktober 29, 2012by von Bankhaus Rott

Die europäischen Autohersteller werden derzeit von den Erfolgen der Eurozonen-Romantik geradezu erschlagen. Peugeot wäre ohne die frisch verteilten Steuergelder wohl bankrott, und andere Lahme und Blinde der Autobranche schließen sich zu wenig erfolgversprechenden Allianzen zusammen.
Gegen eine sinkende Nachfrage ist jedoch langfristig kein Kraut gewachsen.
Der europäische Automarkt befindet sich im dritten Jahr nach der Abwrackprämie, pardon “Umweltprämie”, in einem desolaten Zustand. Einige europäische Hersteller konnten das Nachfrageloch in Europa bis vor kurzem noch teilweise ausgleichen, mittlerweile aber brennt es nahezu überall. Jahrzehnte der Subventionierung und der opportunistischen „Industriepolitik“ verursachten eine gewaltige Schieflage.
Der Automobilsektor ist in Ländern wie Deutschland und Frankreich zu einem derart großen Teil der Gesamtbeschäftigung geworden, dass selbst eine Schrumpfung auf das Niveau der echten Nachfrage zu deutlichen Verwerfungen führen wird.

Diese reale Nachfrage wurde in einer Stellungnahme des US-Unternehmens Ford erwähnt, in der die Firma die Schließung von Werken in Großbritannien und Belgien ankündigte. Für Ford sind es die ersten Werksschließungen in Europa seit 10 Jahren.

(Financialpost.com) Ford, which will release third-quarter results on Oct. 30, doubled its European loss forecast for 2012 to $1 billion in July and said action was needed to “decrease our production to match real demand”.

Die belgische Stadt Genk mit ihren 65.000 Einwohnern verliert durch den Rückzug von Ford den größten Arbeitgeber. Der zweitgrößte ist der angeschlagene Stahlkonzern Mittal. Auf Genk kommen harte Zeiten zu, denn die zu Grunde liegende Problematik wird sich in absehbarer Zeit nicht bessern. Wie schwach die Nachfrage in Europa ist, zeigt auch die Dimension der Schließung. Ford reduziert mit diesem Schritt seine europäischen Herstellungskapazitäten um 355.000 Autos, was in etwa den Neuzulassungen eines ganzen Jahres in Österreich entspricht.

Auch in Paris macht sich Nervosität breit, aber in Frankreich sieht man die Einhaltung von EU-Regularien und den Umgang mit Subventionen generell laxer als andernorts. ‘Nun soll dort trotz dauerhaft weniger Nachfrage das Angebot konstant gehalten werden soll, eine überaus bemerkenswerte Strategie. Das Ganze lässt man sich einiges kosten, was niemanden mehr überraschen sollte, denn schon 2009 schmiss der damalige Präsident Sarkozy mit den Milliarden nur so um sich.

(tagesschau.de, 09.02.2009) Trotz Einwänden aus der EU unterstützt Frankreich seine Autobauer mit 6,5 Milliarden Euro. Frankreich stelle für die Hersteller Renault und PSA Peugeot Citroën jeweils drei Milliarden Euro an Krediten bereit, sagte Präsident Nicolas Sarkozy. Eine weitere halbe Milliarde Euro gehe an die inzwischen zu Volvo gehörende Renault-Lastwagensparte.

Außerdem werde der Investitionsfonds für den Sektor, der zur Stützung der Zulieferer gedacht ist, auf 600 Millionen Euro verdoppelt. Zudem gewährt der Staat Garantien für die gesamte Branche in Höhe von einer Milliarde Euro. Der Staat beteiligt sich zudem stärker am Kurzarbeitergeld.
Die Bezeichung “der Staat” darf man wie gewohnt mit „die Steuerzahler“ übersetzen, ein Staat selber hat bekanntlich nichts zu verteilen. Wie man es aus Deutschland kennt, gibt es in den Köpfen der politischen Großstrategen auch in Frankreich in schwierigen Zeiten stets nur eine Lösung. Geht es einer Branche schlecht, muss man sie mit Geld überschütten, dann wird sich das Problem schon irgendwie auflösen. Das mag in einem zyklischen Abschwung für ein bisschen Luft sorgen, allerdings verschläft man auf diese Weise jeden Strukturwandel und sieht sich daher später mit einem Fass ohne Boden konfrontiert.

Frankreich ist diesbezüglich ein bemerkenswertes Beispiel des Misserfolgs. So beschloss man unlängst, die Schulden der heimischen Autohersteller in Milliardenhöhe zu garantieren. Dabei wird es nicht bleiben, denn die beiden finanziell maroden Unternehmen verbrennen gerade mit einer beängstigenden Geschwindigkeit Geld, so dass eine staatliche Beteiligung oder Übernahme nicht auszuschließen ist.

Da die Chefs der großen Automobilhersteller sich länderübergreifend gerne als Ikonen der Realwirtschaft darstellen, darf man das vorherrschende Absatzmodell der KfZ-Produzenten ruhig ins rechte Licht rücken.
Die meisten Autos werden direkt finanziert oder geleast. Fast alle Hersteller haben dafür eigene Finanztöchter, die für die Versorgung mit Krediten zuständig sind.
Die Kredite werden oftmals als asset backed security verpackt („Auto ABS“) und landen dann unter anderem in den Bilanzen von Banken und Versicherungen.
Die Produzenten sind auf die Finanzierungstöchter angewiesen, denn wenn jeder potenzielle Käufer eines Autos für den Kauf einen Bankkredit bräuchte, wäre der Absatz schon früher und deutlicher abgesackt.

Die Tochter des Herstellers Peugeot ist die Banque PSA, eine Bank am Rande des Junk-Segments. Auf Grund der drängenden Probleme forderte die Bank unlängst einen staatlichen Kreditrahmen. Man sollte davon ausgehen, dass auch hier der Geldhahn weit geöffnet wird.

(Bloomberg) PSA Peugeot Citroen, whose shares plummeted 60 percent in the last year as car sales plunged, may get a funding lifeline from the French government for its finance arm, a move that would amount to an indirect bailout of the crisis-hit automaker.

Banque PSA Finance, which Peugeot relies on to provide loans to customers and dealers, has 5.76 billion euros in credit lines from banks maturing in the next two years, according to Peugeot’s first-half earnings report.

Die Kreditlinie wurde bereitgestellt. Die damit verbunden Auflagen für den Mutterkonzern lauten in wirtschaftlicher Hinsicht zusammgefasst, man soll alles lassen wie es ist.

(BBC) Carmaker PSA Peugeot Citroen has secured a 7bn euros ($9bn; £5.7bn) state guarantee for its finance division, Banque PSA Finance.
In return, the French government wants the carmaker to scale back its plan to cut 8,000 jobs and close a factory
.

Diese Leugnung der Realtität wird dafür sorgen, dass schon bald weitere Milliarden an das Unternehmen fließen werden, denn ohne Kostenreduktion verliert Peugeot rund €200 Millionen pro Monat. Aus Verlusten kann man bekanntlich weder Löhne noch Rohmaterial bezahlen, aber vielleicht haben ja einige schlaue Damen und Herren von den grandes écoles auch für dieses Problem eine Lösung gefunden.
Diese Eliteschüler hatten schon bei der Umsetzung der Derivatestrategien französischen Großbanken durchschlagenden Erfolg.

Das Gezeter der Politiker ist groß, das Entsetzen vieler Beschäftigter verständlich, dennoch macht es keinen Sinn, sich gegen die langfristige Entwicklung der Nachfrage zu stemmen. Da man Kaufkraft nicht drucken kann, werden daran auch die Zauberlehrlinge der EZB nichts ändern. Oder geht jemand ernsthaft davon aus, man produziere in Europa schon bald so günstig, dass es für den vietnamesischen Massenmarkt reicht?


Das gesamte Ausmaß des Nachfrageeinbruchs in Europa hat sich offenbar noch nicht herumgesprochen. Zu sehr schaut man auf kurzfristige Tendenzen, in der Hoffnung vielleicht doch einmal einen positiven Monat zu erwischen. Der historische Verlauf dämpft solche Hoffnungen. Besonders stark erwischte es die Länder Griechenland, Irland und Portugal. Seit dem Jahr 2000 sank der gesamte Absatz in den diesen Ländern um ca. 480.000 Fahrzeuge, ein Minus von 65%.

Die Verkaufszahlen in Griechenland und Portugal liegen derzeit sogar 50% unter den Werten von 1993. Wer seinerzeit in einem dieser Länder im Urlaub war, kann diese Entwicklung vermutlich sehr gut einschätzen.



Auch in größeren Absatzmärkten sieht es nicht besser aus, wie die Nummer drei und vier der Eurozone zeigen. In Italien und Spanien brachen die Absätze auf den Stand der frühen 90er Jahre ein. Bei diesen Ländern spricht man nicht mehr über hunderttausend Autos, die nicht mehr gebaut werden müssen, man befindet sich bereits im Bereich von mehr als 1,5 Millionen. Wie wird die fehlende reale Nachfrage auf die neue Hoffnung der Politik, die Geldentwertung, reagieren? Zu wachsenden realen Umsätzen wird diese Politik genauso wenig führen wie eine Erweiterung des „Arbeitskreises Feinstaub“.



Die oben stehenden Grafiken zeigen die absoluten Zahlen. Weitaus schwächer sieht die Entwicklung aus, wenn man die Bevölkerungsentwicklung einbezieht. Insgesamt wuchs die Einwohnerzahl in den fünf genannten Ländern seit 1993 um mehr als 13 Millionen, allein in Spanien legte die Zahl seit dem Jahr 2000 um knapp 15% zu. Trotz der wachsenden Einwohnerzahl wurden in den letzten zwölf Monaten nur gut halb so viele Neuwagen zugelassen wie damals.

Adjustiert man die Länderdaten des Branchenverbandes ACEA um die Bevölkerungsentwicklung, so zeigt sich der Aufstieg und Kollaps der Neuwagenverkäufe pro Kopf. Während Irland nach einer gigantischen Aufblähung vorerst wieder da angekommen ist, wo der Kaufrausch vor 20 Jahren begann, sieht es weiter südlich noch übler aus.

Portugiesen und Griechen kaufen pro Kopf heutzutage deutlich weniger als halb so viele Neuwagen wie im Jahr 1993.
In Italien hat sich der pro-Kopf-Absatz in etwa halbiert,
in Spanien sank er um ein Viertel.
So sieht es aus, wenn Sättigungseffekte und sinkende Kaufkraft am gleichen Strang ziehen
.

Nun mag man sich freuen, dass ein Plus an Neuwagen sowieso nicht mehr Wohlstand oder gar Lebensqualität bedeutet.
Andererseits darf man davon ausgehen, dass nicht jeder Einwohner der genannten Länder aus eben diesem Grund freiwillig auf den Kauf verzichtet hat. Den meisten ist schlichtweg das Geld ausgegangen.

Quelle
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Beitragvon kurtanton » 03.11.2012 18:39

Föhrenbergkreis:

Bilanzpolizei: „Österreich verstößt gegen EU-Vorgaben“

Geschrieben von hkarner - 3. November 2012

02.11.2012 | 18:45 | CHRISTIAN HÖLLER (Die Presse)

Der Vizepräsident der deutschen Bilanzpolizei, Axel Berger, über Versäumnisse Österreichs und die Gefahr der politischen Einflussnahme.

Die Presse: Österreich ist das einzige Land in der EU, das noch keine Bilanzpolizei hat. Wie bewerten Sie das?

Axel Berger: Das ist ein klarer Verstoß gegen EU-Vorgaben. Spätestens seit 2007 muss jedes Land eine Institution haben, die für die Kontrolle von kapitalmarktorientierten Unternehmen zuständig ist.

Gerät Österreich dadurch ins Abseits?

Sehen Sie sich die Börsenentwicklung an. Der deutsche Aktienindex DAX ist in den vergangenen fünf Jahren um acht Prozent gefallen, beim österreichischen ATX sind es minus 55 Prozent. In Deutschland kommen die meisten Investoren aus dem Ausland. Möglicherweise gehen diese nicht nach Österreich, weil sie kein Vertrauen haben. Die Österreicher müssen sich fragen, ob sie international noch auf Augenhöhe wahrgenommen werden.

Sie beobachten die Situation in Österreich. Warum glauben Sie, dass die Regierung hier nichts tut?

Ich bin immer wieder bei Vorträgen in Österreich. Das eigentlich Erschreckende ist die große Skepsis vieler Zuhörer, die sagen, dass sich die beiden Regierungsparteien so tief eingegraben haben, dass mit der baldigen Gründung einer Bilanzpolizei nicht zu rechnen ist.

Wie ist die Situation in Deutschland?

Deutschland hat nach offensichtlichen Fehlentwicklungen auf dem Kapitalmarkt um die Jahrtausendwende – Stichwort Holzmann – rasch gehandelt. Wir haben Mitte 2005 die Arbeit aufgenommen. Bei uns ist die Bilanzpolizei auf der ersten Stufe privatrechtlich organisiert.

Was ist der Vorteil einer privaten Institution?

Der Staat muss nicht alles machen, das war die Überzeugung der damals sozialdemokratisch geführten Regierung. Wir agieren natürlich nicht frei, sondern innerhalb eines vom Staat gesetzten Rahmens. Der gute Ruf hängt damit zusammen, dass weder im Präsidium noch bei unseren Mitarbeitern noch unseren Gremien die politische Herkunft irgendeine Rolle spielt.

Wie sind Sie organisiert?

Unser Budget liegt bei rund fünf Millionen Euro pro Jahr. Wir haben nicht mehr als 23 Leute. Am Anfang wurde uns gesagt, mit diesen wenigen Mitarbeitern könnt ihr nichts bewirken. Doch wir prüfen jedes Jahr die Abschlüsse von mehr als 110 Firmen. Dabei suchen wir uns jeweils etwa sechs bis acht Schwerpunkte heraus.

Wer kommt für die Kosten auf?

Die Unternehmen. Der Mindestbetrag, den jedes Unternehmen zahlen muss, liegt bei 250 Euro pro Jahr. Der größte Betrag, den beispielsweise die Deutsche Bank zahlt, ist 40.000 Euro im Jahr. Das ist für die Firmen leistbar.

Was würde eine Bilanzpolizei in Österreich kosten?

Da Österreich über eine wesentlich kleinere Börse verfügt, müsste Österreich mit 1,5 Millionen Euro auskommen. Wir sehen das am Beispiel der Schweiz, dort hat die Bilanzpolizei sechs Leute.

Wer sucht in Deutschland das Präsidium und die Mitarbeiter aus?

Wir sind als Verein organisiert und haben 16 Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft als Vereinsmitglieder. Zu ihnen gehören Unternehmensverbände, die Gewerkschaft, Schutzverbände der Wertpapierbesitzer, die Verbände der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Die Mitglieder wählen einen Nominierungsausschuss, der für die Personalauswahl zuständig ist.

In Österreich haben sich SPÖ und ÖVP die Vorstandsposten in der Finanzmarktaufsicht und der Nationalbank aufgeteilt. Es ist zu befürchten, dass dies auch bei der Bilanzpolizei passieren wird. Wie ist das bei Ihnen mit der politischen Einflussnahme?

Bei uns werden die Mitarbeiter per Ausschreibung gesucht. Der Nominierungsausschuss achtet nur auf die Qualifikation. Eine Einflussnahme durch eine politische Partei gibt es nicht.

Wie viele fehlerhafte Bilanzen entdecken Sie pro Jahr?

Die Fehlerquote bei den mehr als 110 Prüfungen pro Jahr liegt bei rund 20 Prozent, allerdings gegenwärtig mit abnehmender Tendenz. Die meisten Unternehmen, etwa 80 Prozent, akzeptieren die Fehler. Sie haben aber die Möglichkeit, den Fall noch einmal von der staatlichen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) prüfen zu lassen.

Wie hoch sind die Strafen?

In Deutschland verhängen wir kein Bußgeld, sondern die Strafe ist die Veröffentlichung der Fehler. Die Anprangerwirkung ist ganz entscheidend. Kein Finanzvorstand kann es sich leisten, längere Zeit fehlerhaft zu bilanzieren. Außerdem führt jeder Fehler für den Abschlussprüfer zu einem berufsrechtlichen Aufsichtsverfahren. Falls wir strafrechtlich relevante Dinge entdecken, müssen wir das der Staatsanwaltschaft anzeigen. Das ist bislang nur in sieben Fällen vorgekommen.

Haben Sie auch die Bilanzen von österreichischen Firmen überprüft, die in Deutschland notieren?

Wir haben bislang bei vier Abschlüssen von drei österreichischen Firmen, die an einer deutschen Börse gelistet sind, Fehler festgestellt. Anders als in Deutschland wird in Österreich offensichtlich auch bei kleinen Bilanzierungsfehlern automatisch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Das kriminalisiert die Diskussion über Bilanzierungsfragen unnötig, gibt es so nach meiner Kenntnis in keinem Land der Welt und sollte man ändern.

Wie oft verlangen in Deutschland Kleinanleger, dass die Bilanzen von Unternehmen überprüft werden?

Das kommt in Deutschland erstaunlich selten vor. In den USA passiert es fast täglich, dass sogenannte „Whistleblowers“ auf Missstände aufmerksam machen. Das ist nicht die deutsche Kultur. Wir dürfen das nur dann aufgreifen, wenn wir einen konkreten Hinweis auf einen Rechnungslegungsverstoß haben. Vermutungen reichen nicht aus. Wenn ein Anleger sagt, das sieht komisch aus, weil in einer Firma die Schulden so hoch sind, ist das kein Grund für eine Prüfung.[/size][/color]
Zuletzt geändert von kurtanton am 03.11.2012 23:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon oegeat » 03.11.2012 19:01

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Beitragvon kurtanton » 03.11.2012 23:46

Quelle: Föhrenbergkreis

Mitglieder des Arbeitskreises

Geschrieben von hkarner - 5. Juni 2012

DI Reinhard Bacher, Unternehmensberater

Dr. Friedhelm Boschert, CEO Volksbanken International AG

Dr. Klaus Gabriel, Geschäftsführer Corporate Responsibility Interface Center (CRIC) e. V., D 60314 Frankfurt am Main

Dr. Stefan Gara, Unternehmer, ETA

Dr. Erhard Glötzl, Wissenschaftler, ehem. Vorstand Linz AG

Mag. Holger Heller, Berater

Prof. Helmut F. Karner, Management Consultant, Portfolio Worker

Dipl. Ing. Dr. Helmut Krünes, Unternehmer

Dkfm. Günther Robol, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Vorsitzender des Arbeitskreises

Univ. Prof. Dr. Stefan Schleicher, Uni Graz, Wegener Institut; WIFO

Ao. Univ. Prof. Dr. Wolfgang Wimmer, ECODESIGN company engineering & management consultancy GmbH

als Gast: Mag. Christoph Wychera, Bundesgremium Fahrzeughandel, WKO

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Beitragvon oegeat » 19.11.2012 22:13

Goldman Sachs prognostiziert für S&P 500 bis zum Jahrensende Korrektur von 8%
19-11-2012 | Uhrzeit: 17:39


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Beitragvon kurtanton » 02.12.2012 09:50

Tolle Geschäftsgebarung des Ex-SPÖ-Ministers Caspar Einem


by hkarner
R.B., 1/12

Sehr interessant, was Wikipedia da über einen Herrn Ex-Minister Caspar Einem verrät: Am 12. Oktober 2007 gab Einem bekannt, in den Vorstand der Jetalliance Flugbetriebs GmbH zu wechseln, welchen er Ende Juni 2011 wieder verlassen hat.[2] Bis August 2011 hatte er auch den Vorstand der neugegründeten Austrian Business Aviation Association inne.[3]

Also hat ein Sozialdemokrat offenbar eine Geschäftsgebarung gepflogen, die nun für 6,4 Millionen Euro Nachforderungen sorgten. Also in Schilling ein 100-Millionen-Ding, das da unter seiner Ägide gedreht wurde. Filmreif, sensationell, Korruptistan
ehemals Österreich.


http://kurier.at/wirtschaft/finanzen/je ... /1.548.174
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Beitragvon martinsgarten » 04.12.2012 10:03

Der Schäuble leidet wohl tatsächlich an Altersdemenz.
Das wird jetzt wohl hiermit bestätigt.
Das Schlimme daran ist, vom Handelsblatt bis zur Aktuellen Kamera
- ALLE PLAPPERN ES UNKOMMENTIERT NACH
was sind schon -25 Mrd - daran wird es wohl liegen ?

Und das wird noch richtig lustig.
Diese Tabelle bis 2016 würde ich heute schon in die Tonne tretten

Kann man noch die Ausgaben nachvollziehen, so kann man auf die Einnahmen sehr gespannt sein :lol:

Aber es ist ja jetzt hier abgespeichert


Schwarz auf weiß


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Beitragvon martinsgarten » 04.12.2012 10:08

Deutschland wartet seit Jahrzehnten auf einen ausgeglichenen Haushalt

Ohne die Mehreinnahmen aus der gesetzlichen Sozialversicherung (Rente, Arbeitslosigkeit, Pflege, Gesundheit) liegt das deutsche Defizit bei einem Prozent. Dies geht aus den Informationen des Ministeriums, die von vielen deutschen Medien unkommentiert wiedergegeben worden sind, aber nicht hervor.
Aus dem Ministerium heißt es selbstkritisch, beim Versand der Tabelle sei man nicht gut beraten gewesen. Zum anderen wird darauf verwiesen, daß es sich nur um Prognosen in einem laufenden Haushaltsjahr handelt.


Aha - 04.12.2012 - eine Prognose.
Es ist wohl noch ein halbes Jahr Zeit, bis das Jahr rum ist
:lol: :lol:

Quelle

Diese ganzen Saftblätter muß man wohl nicht mehr für viel Geld haben ?

wiwo
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Beitragvon kurtanton » 12.12.2012 19:01

Anzeige gegen Andreas Treichl, Vorsitzender des Vorstandes der Erste Group Bank AG

http://fbkfinanzwirtschaft.wordpress.co ... ichl-copy/
Dasselbe ist nicht das Gleiche.
kurtanton
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Beitragvon martinsgarten » 13.12.2012 20:46

Das schluckt man in den MSM locker weg.
Versteht da draußen eh keine Sau, viel zu langweilig und schwer zu verstehen, jetzt kommt erst einmal Weihnachten
Aber es bestehen Risiken für die Märkte - na so etwas :lol:


Weitere Anleihenkäufe Fed liefert wie versprochen
Die US-Notenbank Federal Reserve pumpt wie erwartet auch weiterhin Geld in den Markt.
Dazu will sie ab Januar monatlich für 45 Milliarden Dollar Staatsanleihen kaufen. Die Wall Street applaudierte zunächst, fiel aber dann ins Minus zurück.

Mit dem neuen Anleihekaufprogramm wird ein auslaufendes Tauschprogramm (Operation Twist) abgelöst.
Dabei tauschten die Geldpolitiker zuletzt kurzlaufende Staatsanleihen in ihrem Portfolio in langlaufende Papiere um, um damit die langfristigen Zinsen in den USA zu drücken und die Wirtschaft zu stimulieren.

Keine Zinsänderung geplant
Wie die Fed am Mittwoch nach der letzten Sitzung des für die Geldpolitik entscheidenden Offenmarktausschusses in diesem Jahr mitteilte, will sie ab Januar monatlich für 45 Milliarden Dollar Staatsanleihen kaufen.
Zudem kauft die Fed bereits hypothekenbesicherte Wertpapiere (Mortgage Backed Securities, MBS) im Wert von 40 Milliarden US-Dollar im Monat. Dieses Programm soll fortgeführt werden.

40+45=85 Mrd Monat, sonst geht das Feuer aus

Fed setzt konkrete Zielvorgaben :lol: :lol:
Auch will die Notenbank zunächst an der derzeitigen Niedrigzinspolitik festhalten.
Der Leitzins wurde in der Spanne von 0,00 bis 0,25 Prozent belassen. Erstmals hat die Zentralbank explizite Zielmarken für die konjunkturellen Steuergrößen Arbeitslosigkeit und Inflation gesetzt.
Der Leitzins soll "außergewöhnlich niedrig" bleiben, solange die Arbeitslosenquote über der Marke von 6,5 Prozent liegt und die Inflationserwartung auf Sicht von einem bis zwei Jahren unter der Marke von 2,5 Prozent liegt.
Fed-Chef Bernanke erwartet nicht, dass der Schwellenwert für die Arbeitslosigkeit vor Mitte 2015 erreicht wird.

Mit der Angabe der Zielmarken verfolgt Bernanke ein neue Kommunikationspolitik, welche die Fed berechenbarer machen soll.
Dieser mechanistische Ansatz der Geldpolitik ist aber nicht unumstritten.

Wirtschaft wächst nur moderat
Nach Einschätzung der Notenbank wächst die US-Wirtschaft nur "moderat". Die Lage am Arbeitsmarkt habe sich zuletzt leicht entspannt, die Arbeitslosigkeit bleibe aber mit 7,7 Prozent im November vergleichsweise hoch. Im kommenden Jahr erwartet die Fed, dass die US-Wirtschaft zwischen 2,3 und 3,0 Prozent zulegt.
2014 könnten es dann 3,0 bis 3,5 Prozent werden.
kein Problem, nur Inflationsbereinigt wird sie nicht wächsen

Die am Abend verkündeten geldpolitischen Lockerungen waren allgemein erwartet worden: Fed-Chef Ben Bernanke hatte in den vergangenen Wochen mehrfach weitere Schritte angekündigt, um der Konjunktur auf die Sprünge zu helfen.

Insofern war es auch nicht verwunderlich, dass die amerikanischen Aktienmärkte nach einer kurzen Aufwärtsbewegung mit Gewinnmitnahmen auf den Eintritt der erwarteten Maßnahmen reagierten. Dazu trugen auch Äußerungen Bernankes bei, der vor der Gefahr gewarnt hatte, dass sich die Politiker im Budgetstreit im Angesicht der Fiskalklippe nicht einigen.

Weiterhin erhebliche Risiken für die Märkte
Ziel der Notenbank ist es, zusätzliches Geld in die Wirtschaft zu pumpen, langfristige Zinsen niedrig zu halten und so Investitionen anzukurbeln. Zugleich bekräftigte die Fed ihre anhaltende Sorge um die konjunkturelle Entwicklung in der weltgrößten Volkswirtschaft. Ohne weitere politischen Hilfen dürfte das Wirtschaftswachstum nicht stark genug sein, um anhaltende Verbesserungen des Arbeitsmarktes zu erreichen. Offenbar mit Blick auf die Eurokrise spricht die Fed zudem von "erheblichen Risiken" durch Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten.

Im Gegensatz etwa zur Europäischen Zentralbank (EZB), die ausschließlich das Ziel stabiler Preise verfolgt, muss die Fed wegen ihres gesetzlichen Auftrages auch dafür sorgen, dass die Konjunktur in Gang kommt und möglichst Vollbeschäftigung herrscht.

Dazu paßt - wie auf Bestellung:

Gold - Goldman Sachs senkt Kursziel
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Beitragvon oegeat » 13.12.2012 22:06

die Fed gibt 85 Millarden pro Monat aus !

denn neben den neuen 45 sind auch die alten 40 für das Imobilienpapiere Rückkaufprogramm am lauffen ........

dazu was von steffen

+++

Keine Kugeln mehr im Revolver der Fed
von Jochen Steffens
Die Fed hält, wie allgemein schon erwartet, die Notenpresse unter Volldampf. Sie will ab Januar monatlich für 45 Mrd. Dollar Staatsanleihen kaufen. Diese Maßnahme ersetzt das bisherige Programm „Operation Twist“. Und natürlich wird auch der Ankauf von Immobilienpapieren in Höhe von 40 Milliarden Dollar pro Monat fortgeführt. Beides war an den Finanzmärkten erwartet worden. Darüber hinaus setzen die Notenbanker konkrete Zielm arken für ihre Geldpolitik. So soll der Leitzins erst erhöht werden, wenn die Arbeitslosenquote unter 6,5 Prozent fällt oder die Inflationserwartungen auf Sicht von ein bis zwei Jahren über 2,5 Prozent steigen.

Augenwischerei
Man fragt sich, was diese Ankündigung bringen soll. Es ist doch, angesichts der Tatsache, dass die Fed eine Deflationbekämpfungsstrategie fährt, sowieso klar, dass sie so lange nichts tut, bis die Inflation anzieht. Und genauso ist klar, dass sie handeln wird und muss, sobald die Inflationsrate „unerwarteterweise“ plötzlich und stark anziehen sollte. In diesem Moment würden die früheren Hinweise der Fed, dass die Zinsen bis Mitte 2015 niedrig bleiben, sofort hinfällig.

Fehlende Lösungen
Das Problem ist ein anderes: Der Maßnahmenrevolver der Fed ist leer geschossen. Die Leitzinsen können nicht weiter gesenkt werden, und mehr Anleihen zu kaufen, macht auch keinen Sinn.

Also werden lediglich neue Varianten der bisherigen Maßnahmen verkündet, denn andere Ideen gibt es nicht. Der Wirtschaftswissenschaft fehlen die Lösungen – sie hatte allerdings auch zu wenig Zeit und zu wenig Erfahrungswerte, um solche zu finden.

Schließlich sind die Wirtschaftswissenschaftler bis vor kurzem noch davon ausgegangen, dass eine Deflation bei einer Fiat-Währung unmöglich sei. Die Wirtschaftswissenschaft wurde dann durch die Ereignisse in Japan nach dem Immobilien- und Aktienmarktcrash 1990 eines Besseren belehrt. Und selbst dann wurde noch lange Zeit behauptet, Japan sei eine Sondersituation.

Wie man nun an der Entwicklung in den USA erkennt, ist die Deflation in Japan wohl doch keine Sondersituation. Und damit befindet sich die Wirtschaftswissenschaft jetzt im „Versuchsstadium“. Das bedeutet, die Ökonomen haben das Phänomen noch nicht soweit verstanden, dass eine funktionale Lösung in Sicht wäre – wenn es diese überhaupt gibt. Leider arbeiten die Wissenschaftler oft erstaunlich langsam, was das Verstehen neuer ökonomischer Phänomene anbetrifft. Und selbst die 15-17 Jahre seit dem Offenbarwerden der Deflationsprobleme in Japan reichen da nicht aus.

Keine andere Wahl
Ob die Maßnahmen der Fed nun wirklich helfen, können wir somit noch nicht beurteilen. Uns fehlen die historischen Vergleichsmöglichkeiten. Ein Problem, das, wie gesagt, auch die Fed hat. Letztlich wird die Zukunft zeigen, was geschieht, und uns allen bleibt keine andere Wahl als abzuwarten. Spekuliert wird natürlich viel, in die eine oder andere Richtung. Aber hier besteht die große Gefahr, dass man sich vergaloppiert. Seien Sie also vorsichtig, wenn sie scheinbar überzeugende Meinungen zu diesem Thema hören. Gerade die einfachen Thesen sind oft nicht hilfreich. Wie schon am Dienstag geschrieben: Überzeugungen sind eher hinderlich für den eigenen Börsenerfolg!

Markt bleibt ohne klare Richtung
Nach der Veröffentlichung der Fed ist bis jetzt keine klare Richtung an den US-Märkten zu erkennen. Da nichts wirklich Unerwartetes geschehen ist, hatte der Markt die Fed-Veröffentlichung bereits eingepreist. Nichts ist älter als die Nachricht von gestern. Und so sucht sich der Markt neue Themen, auf die er, wie gewohnt, hysterisch reagieren kann.

Der DAX rutschte heute zunächst ins Minus. Aber das kann auch mit anderen Faktoren zusammenhängen. Wie gestern geschrieben: Es gibt ein gewisses Interesse, den DAX zum Verfall kommende Woche Freitag bei unter 7.600 Punkten zu halten. Ob die Stillhalter das schaffen, ist angesichts der hohen Dynamik der vergangenen Tage zumindest fraglich.
Alles wird besser man muss nur warten können !

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Beitragvon martinsgarten » 15.12.2012 21:07

dazu fällt mir nur noch ein - noch ein oder zwei jahre und die Erde ist eine Scheibe, oder den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.

ESM-Chef Regling sieht Ende der Schuldenkrise in bis zu drei Jahren

Die Schuldenkrise in Europa kann nach Einschätzung des Chefs des Euro-Rettungsschirms ESM, Klaus Regling, in zwei bis drei Jahren überstanden sein. Regling sagte in einem Interview des Magazins "Focus", gut die Hälfte der Arbeit sei getan.
"Es sind gute Fortschritte erzielt worden. Es dauert noch zwei oder drei Jahre, dann haben alle Euro-Länder Haushaltsdefizite unter drei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts, und sie sind auf gutem Wege zu einem ausgeglichenen Haushalt".

Regling betonte in dem am Samstag vorab veröffentlichten Interview, es gebe noch keinen Beschluss, den ESM auch zur direkten Rekapitalisierung von Banken zu nutzen. Es könne ihn "im Regelfall" auch erst geben, wenn in der Eurozone die gemeinsame Bankenaufsicht funktioniere.

dapd
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