vola - zertis oder fonds als depotabsicherung ?

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Beitragvon lloyd bankfein » 13.02.2014 22:20

Vielleicht eine Alternative zu den Vola-Fonds (aber sicher kein buy-and-hold), bei finanztreff:
"....Das Thema "Anlegen in Volatilität" ist während der jüngsten Korrektur wieder stärker in den Fokus vieler Marktteilnehmer gerückt. Als es an den Aktienmärkten etwas heftiger nach unten ging, schossen die Volatilitäts-Indizes sofort in die Höhe. .... Société Générale ... noch eine neue Variante von Vola-Investments an den Markt gebracht hat. Konkret handelt es sich dabei um EndHigh- sowie EndLow-Optionsscheine auf die VStoxx Futures. Die Funktionsweise an sich ist relativ simpel. Für die EndHigh-Scheine gilt: Wenn der VStoxx am finalen Bewertungstag über dem Knock-out-Level liegt, wird ein Fixbetrag von zehn Euro ausgezahlt. Ansonsten verfällt der Schein wertlos. Bei den EndLow-Scheinen ist es folgerichtig genau andersherum. Entscheidend für die Auszahlung am Laufzeitende ist also ausschließlich der Stand des Vola-Index an diesem einen Tag. Angeboten werden die Scheine mit Laufzeiten von März bis August.
Einsetzen könnte man die EndHigh-Scheine zum Beispiel, wenn man sein Depot vor einem nachhaltigen Crash schützen möchte. Dafür wählt man dann einen relativ hohen Knock-out-Level, damit die zu zahlende Versicherungsprämie nicht zu hoch ausfällt. ...."
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Re:

Beitragvon The Ghost of Elvis » 18.06.2014 11:53

schneller euro hat geschrieben:Chart 15.1.-10.2.2014
-> der Amundi Vola Europa partizipierte nur zu ungefähr 20% an den Verlusten des Ref.Index, der Amundi Vola World zu ca. 40%

Während der Griechenland-Krise, Chart 1.7.-31.8.2011 verloren die Indizes in der Spitze -15% (Msci-World) bis -25% (Eurostoxx50). Die Amundi Vola gewannen im gleichen Zeitraum nur max. 3 bis 5%

D. h., in punkto Depotabsicherung haben die Vola-Fonds in den Drawdown-Phasen nach 2008 nicht mehr viel gebracht.
Und auch in Anbetracht der schwachen Perf. über 3 bis 5 Jahre (von ca. +-0 bis ca. -10%) scheinen mir die Fonds aktuell nicht mehr haltenswert. Interessant dürften die Amundi´s erst wieder werden, wenn sich längerfristig ein höheres Niveau bei der Volatilität einpendelt. Siehe Beitrag vom 30.9.13: "... führten Zinserhöhungen in den USA mit einer Zeitverzögerung von rund 30 Monaten zu einer erhöhten Volatilität am US-Aktienmarkt. Dieser Zusammenhang zeigte sich in der ersten Hälfte der Neunziger Jahre sowie 2004 bis 2008. Sofern man die Quantitative Easing-Programme der US-Fed als eine Art Zinssenkung und deren Auslaufen respektive Reduzierung als Quasi-Zinserhöhung begreift, sollte die Volatilität bei US-Aktien und später an anderen Aktienmärkten zulegen..."


gerad gelesen bei fondsprof. "JP Morgan: Die Volatilitaet wird schlagartig zurück kehren!"
also doch wieder einen Vola-Fonds ins Depot und möglcihe weitere Verluste als Versicherungs-Prämie abhaken?
onvista-chart Amundi Vola. Euro
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Re: Re:

Beitragvon schneller euro » 21.06.2014 10:03

The Ghost of Elvis hat geschrieben:gerad gelesen bei fondsprof. "JP Morgan: Die Volatilitaet wird schlagartig zurück kehren!"
also doch wieder einen Vola-Fonds ins Depot und möglcihe weitere Verluste als Versicherungs-Prämie abhaken?
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Vdax-New gestern 12,97 und nur noch minimal über dem 7-Jahres-Tief vom Nov. 2013 (12,95)
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Amundi Vola Euro (A0ML43)

Beitragvon schneller euro » 17.07.2014 19:43

schneller euro hat geschrieben: am 4.2.14: von weiter oben im Thread: "...Mean Reversion"-Phänomen macht sich Amundi zunutze: Ist die Aktienmarkt-Volatilität unter dem historischen Mittelwert (für den Zeitraum 2000 bis 2013 beträgt diese Bandbreite zwischen 24 und 32 Prozent Schwankung per anno), setzt Amundi auf steigende Volatilität..."

CHART seit Auflage in 11/07 des Amundi Vola World (A0M2HN, in US$ notiert) mit:
- Amundi Vola World, umgerechnet in Euro
- Amundi Vola Euro (A0ML43)
- EUR/USD
- Eurostoxx50
- Msci World
- VSTOXX (Vola-Index Europa, zeitweise deutlich über den Tiefständen von Ende Januar 2013)

-> wenn man sich im Chart nur auf den VSTOXX und den Amundi Vola Europa (A0ML43) konzentriert, dann hat der Index in den letzten 1-3 Monaten um ca. 30-40% zugelegt, der Fonds weist hingegen eine Perf. von ca. 0 bis -2% auf.
Während des Höhepunktes der Griechenland-Krise (Anfang Juli bis Mitte August 2011) legte der Index ca. 150% zu, der Amundi Vola Europa jedoch nur ca. 2,5.
Nur während der Phase extrem hoher Volatilität (Finanzkrise 2007-2009) erzielten die Amundi Vola Fonds eine nennenswerte Performance.


schneller euro hat geschrieben: am 12.2.14:
Chart 15.1.-10.2.2014
-> der Amundi Vola Europa partizipierte nur zu ungefähr 20% an den Verlusten des Ref.Index, der Amundi Vola World zu ca. 40%

Während der Griechenland-Krise, Chart 1.7.-31.8.2011 verloren die Indizes in der Spitze -15% (Msci-World) bis -25% (Eurostoxx50). Die Amundi Vola gewannen im gleichen Zeitraum nur max. 3 bis 5%

D. h., in punkto Depotabsicherung haben die Vola-Fonds in den Drawdown-Phasen nach 2008 nicht mehr viel gebracht.
Und auch in Anbetracht der schwachen Perf. über 3 bis 5 Jahre (von ca. +-0 bis ca. -10%) scheinen mir die Fonds aktuell nicht mehr haltenswert. Interessant dürften die Amundi´s erst wieder werden, wenn sich längerfristig ein höheres Niveau bei der Volatilität einpendelt. Siehe Beitrag vom 30.9.13: "... führten Zinserhöhungen in den USA mit einer Zeitverzögerung von rund 30 Monaten zu einer erhöhten Volatilität am US-Aktienmarkt. Dieser Zusammenhang zeigte sich in der ersten Hälfte der Neunziger Jahre sowie 2004 bis 2008. Sofern man die Quantitative Easing-Programme der US-Fed als eine Art Zinssenkung und deren Auslaufen respektive Reduzierung als Quasi-Zinserhöhung begreift, sollte die Volatilität bei US-Aktien und später an anderen Aktienmärkten zulegen..."


Volumen Amundi Vola Euro (A0ML43) = ca. 820 Mio € zum 30.6.14
Aus dem Factsheet bei Amundi der MANAGEMENTKOMMENTAR zum gleichen Stichtag
"Die Börsenplätze setzten im Juni ihre Aufwärtsentwicklung fort, sodass der MSCI World seit Jahresbeginn mehr als 6% zulegte. ... Die Risikobereitschaft ist also nach wie vor mehr als vorhanden und führt in einigen renditestarken Bereichen zu Performance. Angesichts dieses Strebens nach Rendite „um jeden Preis“ bleibt der systematische Verkauf von Volatilität ein Performance-Lieferant in einem Umfeld, in dem die Volatilität der Indizes sehr niedrig ist. Der Verkaufsdruck ist also bei kurzen Restlaufzeiten, bei denen die impliziten Volatilitäten ihre Abwärtsentwicklung im Berichtsmonat fortsetzen, weiter vorhanden. Allerdings ist das Verlustrisiko bei diesen Strategien angesichts dieser Volatilitätsniveaus sehr hoch, was die Anleger unterschätzen. Die einjährige implizite Volatilität des Eurostoxx50 blieb sehr stabil bei 16,35% und bot für die direktionale Komponente kein Performance-Potenzial. Es kam zu keinerlei Schwankungen, denn die Spanne zwischen dem Höchst- und dem Tiefststand dieser Volatilität lag in diesem Monat unter 1%. Daher wirkte sich der durch die Carry-Kosten belastete zweite Motor erneut negativ aus (Volatilität des Eurostoxx50 von 8%). Außerdem stellten die Verluste im Zusammenhang mit der Beibehaltung einer Restlaufzeit von durchschnittlich einem Jahr (Roll-Kosten) erneut eine Belastung dar. Das Fondsengagement änderte sich nur wenig und lag Ende des Monats bei 1,59. Es wird nach oben korrigiert, sobald die Volatilität wieder zurückgeht. Die Bilanz für das erste Halbjahr ist derzeit negativ angesichts eines Umfelds, das eher unserem pessimistischen Szenario für das Jahr 2014 entspricht. Aufgrund dessen gelang es uns, ähnlich hohe Replikationskosten zu halten wie 2013 bei einem um durchschnittlich 30% höheren Engagement"
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Beitragvon schneller euro » 14.10.2014 13:28

Dies könnte jetzt die Trendwende sein beim Amundi Vola Euro (A0ML43)
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Beitragvon schneller euro » 11.02.2015 12:59

Eine von vielen Stimmen, welche von steigenden Volatilität am europa. Aktienmarkt ausgehen:
Stefan Hofrichter, CFA, Head of Global Economics, & Strategy im Ausblick für 2015 bei allianz global investors
"... Die bis vor kurzem niedrige Volatilität an den Aktien-, Anleihe- und Devisenmärkten war ein Indiz für Sorglosigkeit und mahnte zu größerer Wachsamkeit. Geringe Volatilität war in der Vergangenheit nicht selten ein Vorbote von Kurskorrekturen. Hinzu kommt, dass eine niedrige Volatilität nicht nur bei den Marktpreisen erkennbar war: auch die Wachstums-, Inflations- und Gewinnerwartungen der Investoren bewegen sich in sehr engen Spannen. Eine geldpolitische Wende – üblicherweise ein Auslöser höherer Volatilität – oder ein negativer Schock, etwa enttäuschende Wachstumsdaten oder politische Entwicklungen, wie sie zuletzt die Märkte bestimmt haben, erklären den jüngsten Anstieg der Volatilität bei den Marktpreisen, insbesondere mit Blick auf die in einigen Marktsegmenten historisch niedrige Liquidität. Angesichts der weiterhin extrem expansiven Geldpolitik und unseres nach wie vor
moderat optimistischen Wachstumsausblicks gehen wir nach dem Rückschlag im Oktober wieder von positiven Renditen für risikoreiche Assets im nächsten Jahr aus. Wir halten zudem an unserer Einschätzung fest, dass der neue langfristige Trend bei den Renditen erstklassiger Staatsanleihen nach oben gerichtet ist. Investoren sollten sich jedoch auch weiterhin auf zunehmende Marktvolatilität einstellen..."
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Beitragvon Papstfan » 04.03.2015 12:21

ein kritischer Beitrag bei fundres.: Ist Volatilitaet eine gescheiterte Assetklasse?
zitat: "....Konzepte, die stets „Long Volatilität“ sind, sind aufgrund kontinuierlicher Rollverluste kein gutes Investment. Das wird jeder Investor eines ETF auf den VIX oder den VSTOXX bestätigen können. Wenn aber auch das Timing von Volatilität keine Option ist, kann die Lösung eigentlich nur in einem „Absolute Return Ansatz“ liegen. Wenn dieser aber auch nicht (mehr) funktioniert, was bedeutet das dann für die Assetklasse?
„Short Vola“ Konzepte, die die Risikoprämie „Implizit vs. Realisiert“ vereinnahmen, haben sich insbesondere YTD hervorragend geschlagen...."
Es folgt ein Chart-Vergleich (nur ein halbes Jahr in 2014) Rp Vega L mit dem Amundi Vola. Euro. Der RP schneidet deutlich besser ab.

schneller euro hat geschrieben: Anfang des Jahrs 2014: Chart 2,5 Jahre mit den beiden Amundi Vola, Assenagon Alpha Vola, Allianz Vola und dem RP Vega (A1JSUB, Auflage 02/12) -> Facts bei RPCREST In Fondsxpress 02/14 wird der RP als einer der "Tipps für 2014" genannt, u.a. mit dem Amundi Vola World und dem Antecedo CIS Strategie

Letzte Zusammenfassung -> Beitrag vom 16.4.12


Nach meinem Geschmack ist der Rp Vega zu dicht an der Entwicklung der Aktienmaerkte. Ueberzeugt daher auch nicht

Eben so wenig wie Source J.P. Morgan Macro Hedge Dual Vega Target 4% TR UCITS ETF, A1W9ms - extra funds - chart
ora et labora!
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Amundi Vola Euro (A0ML43)

Beitragvon schneller euro » 29.07.2015 09:47

aus dem Beitrag vom 17.7.14 (mit weiteren Details zum Fonds)
schneller euro hat geschrieben: "...Mean Reversion"-Phänomen macht sich Amundi zunutze: Ist die Aktienmarkt-Volatilität unter dem historischen Mittelwert (für den Zeitraum 2000 bis 2013 beträgt diese Bandbreite zwischen 24 und 32 Prozent Schwankung per anno), setzt Amundi auf steigende Volatilität..."

CHART seit Auflage in 11/07 des Amundi Vola World (A0M2HN, in US$ notiert) mit:
- Amundi Vola World, umgerechnet in Euro
- Amundi Vola Euro (A0ML43)
- EUR/USD
- Eurostoxx50
- Msci World
- VSTOXX (Vola-Index Europa, zeitweise deutlich über den Tiefständen von Ende Januar 2013)

-> wenn man sich im Chart nur auf den VSTOXX und den Amundi Vola Europa (A0ML43) konzentriert, dann hat der Index in den letzten 1-3 Monaten um ca. 30-40% zugelegt, der Fonds weist hingegen eine Perf. von ca. 0 bis -2% auf.
Während des Höhepunktes der Griechenland-Krise (Anfang Juli bis Mitte August 2011) legte der Index ca. 150% zu, der Amundi Vola Europa jedoch nur ca. 2,5.
Nur während der Phase extrem hoher Volatilität (Finanzkrise 2007-2009) erzielten die Amundi Vola Fonds eine nennenswerte Performance.


Aktuell fällt auf: während der Amundi Vola Euro (A0ML43) von Mitte Mai bis Mitte Juni noch gewohnt auf Änderungen bei der Vola beim VSTOXX reagierte, weist der Fonds nun nur noch Tagesschwankungen von max. +-0,3% auf. Offenbar hat das Fondsmanagement zuletzt das Risiko (Sensitivität) deutlich reduziert.
Der Monatskommentar Juni 2015 aus dem Factsheet bei Amundi: "...Die realisierte Volatilität in Bezug auf die europäischen Indizes war dementsprechend mit über 25% sehr hoch. Die kurzfristigen impliziten Volatilitäten stiegen stark, sodass der V2X (entspricht dem ViX für den Eurostoxx50) um 8 Punkte nach oben kletterte und damit über der 30%-Marke und über dem Stand von Mitte Januar 2015 lag. Auch die implizite Volatilität im Bereich einjähriger Laufzeiten erhöhte sich im Berichtsmonat um 1,65% und schloss nahe ihres Jahreshöchststands bei 21,2%. Unsere Kaufposition auf die Volatilität profitierte von dieser Entwicklung dank unserer durchschnittlichen Sensitivität von +1,07. Damit war die direktionale Komponente der Hauptperformancetreiber; auf der anderen Seite konnten wir auch mit unserer aktiven Strategie über die zweite Komponente Performance erzielen. Angesichts einer hohen realisierten Volatilität und der niedrigen Kosten für die Beibehaltung einer einjährigen Restlaufzeit (Roll-Kosten) beim europäischen Index belasteten die Replikationskosten die Performance nicht; die von uns vorgenommenen regelmäßigen Umschichtungen der Duration des Portfolios sorgten für eine verbesserte Performance im Juni. Die gegenwärtigen Marktbedingungen ähneln denen des letzten Quartals 2014 in Europa und entsprechen unserem Szenario für das laufende Jahr. Wir setzen weiterhin auf eine aktive Strategie, wobei unsere Sensitivität aufgrund der gegenwärtigen Bedingungen nur geringfügig auf 0,9 reduziert wurde. Ein Teil der Gewinne wurde jedoch eingefroren. Wir entschieden uns nämlich, die Gewichtung wie im Raster zu belassen, jedoch höher als die in unserem zentralen Szenario, da wir keine klare Vorstellung von der weiteren Entwicklung nach dem Referendum haben..."
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Beitragvon lloyd bankfein » 30.07.2015 18:50

endlich geht die Vola mal wieder nach oben. Und was macht Amundi: nimmt beim Amund Vola Euro das Risiko heraus! Wenn der Fonds in den letzten Wochen keine kräftigen Gewinne angesammelt hat, wann dann noch???
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amund vola euro, wkn a0ml43

Beitragvon lloyd bankfein » 18.01.2016 11:23

kommentar aus factsheet:
"..... Der Monatsanfang verlief im Dezember nach der
Ankündigung der EZB unruhig. Die Aktienmärkte
reagierten enttäuscht auf die Entscheidungen der
Zentralbank und verzeichneten deutliche
Rückgänge um etwa 10% in Europa. Nach der
erwarteten Entscheidung der US-Notenbank, den
Hauptleitzins um 0,25% zu erhöhen, erholten sich
die Aktienmärkte zunächst leicht und beruhigten
sich in der zweiten Monatshälfte wieder angesichts
der bevorstehenden Weihnachts- und
Neujahrsfeiertage. In diesem Umfeld erholten sich
die realisierten Volatilitäten der Hauptaktienindizes
deutlich gegenüber dem Vormonat (26% gegenüber
16,2% im November für den EuroStoxx50),
während sich die impliziten Volatilitäten
(Markteinschätzungen) unterschiedlicher
entwickelten, sowohl nach Regionen als auch
nach Restlaufzeiten. So sank der Vstoxx
(Gegenstück zum Vix für den Eurostoxx50) und
schloss bei 22,2%, nachdem er im Monatsverlauf
einen Höchststand von 30,4% erreicht hatte. Die
einjährige implizite Volatilität des Eurostoxx50
legte hingegen erneut um 0,4% zu und lag am
Jahresende bei 21% (Anstieg von 0,7% in 2015).
Die direktionale Komponente leistete somit im
Dezember aufgrund unserer Kaufposition auf die
Volatilität mit einer durchschnittlichen Sensitivität
von +1 im Berichtszeitraum einen positiven Beitrag.
Im diesem Monat bot die aktive Verwaltung
zahlreiche Gelegenheiten. So lagen zwischen dem
niedrigsten Stand der einjährigen impliziten
Volatilität (20,4%) und ihrem höchsten Stand im
Monatsverlauf (22,65%) mehr als 2,2 Punkte.
Zusammen mit den im Berichtszeitraum sehr
niedrigen Carry-Kosten und den Kosten für die
Beibehaltung einer durchschnittlichen Restlaufzeit
von einem Jahr war dies für uns eine zweite
positive Komponente im Dezember. Die Sensitivität
des Fonds lag am Jahresende bei +1 und damit
gleichauf mit dem Raster. In den nächsten Monaten
setzen wir weiter auf eine aktive Strategie, da wir
in unserem zentralen Szenario von einem
uneinheitlichen Markt und immer häufigeren
Volatilitätsspitzen ausgehen, wie wir dies bereits
in den letzten 18 Monaten in Europa erlebt haben. ...."
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Re: vola - zertis oder fonds als depotabsicherung ?

Beitragvon The Ghost of Elvis » 04.08.2016 16:48

Von Swisscanto, seit Dez. 15, Isin LU1309522594, wkn a2ab8z
fundres. + codi-chart
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Beitragvon lloyd bankfein » 17.11.2016 18:05

The Ghost of Elvis hat geschrieben:Von Swisscanto, seit Dez. 15, Isin LU1309522594, wkn a2ab8z
fundres. + codi-chart


Swisscanto (LU) Equity Fund Systematic Volatility, Wkn A2ab8z
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Schöne Strategie, schlechtes Ergebnis: onvista chart
Warum soll der Sw. auch besser sein als die anderen? Ein erfolgreicher Vola-Fonds (Publikumstranche) ist genauso unwahrscheinlich wie ein erfolgreicher Currency-Fonds :(
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Beitragvon schneller euro » 17.03.2017 17:23

Wenn die Daten bei Comdirect korrekt sind, dann haben wir heute ein neues 25(!!)-Jahres-Tief beim Vdax-New erreicht. Der niedrigste Wert seit Mai 1992 ... :shock:

5 Jahres Chart einiger im Thread genannter Fonds

aus dem Beitrag vom 4.2.14: "...Mean Reversion"-Phänomen macht sich Amundi zunutze: Ist die Aktienmarkt-Volatilität unter dem historischen Mittelwert (für den Zeitraum 2000 bis 2013 beträgt diese Bandbreite zwischen 24 und 32 Prozent Schwankung per anno), setzt Amundi auf steigende Volatilität..."

Von Amundi der Marktkommentar Ende Feb. zum Vola Euro: "...Equity markets were overall well oriented in February...Thus, the European index Euro Stoxx 50 NR rose 2.9%, while the US markets reached new highs with the S&P 500 TR up 4.0%. This ongoing appetite for equities comes along very low realised volatility (S&P 500 at 4.8% and Euro Stoxx 50 at 9.3% in February). Therefore implied volatility indices remain at very low levels (VIX at 12.9%). The VSTOXX even dropped further to 16.3%, down more than 1 point. 1yr implied volatility of the Euro Stoxx 50 didn’t react much. It decreased to 18.05% before ending the month flat at 18.7%. The directional engine thus had a neutral impact on performance despite an average sensitivity of 1.43 in February. The big challenge this month was the replication of 1yr implied volatility in our options portfolio. Indeed, the second engine again suffered losses for two main reasons. First: high costs of maintaining a long volatility position, due to very low realised volatility causing the loss of the majority of the time value of our options and steep term structuresbetween the 9 and 15 month pillars leading to high costs of roll (to maintain an average maturity of 1 year). Second: at the beginning of year we implemented a small short position on 3-month European volatility to mitigate the cost of carry. Yet, in recent days some investors implemented protection strategies on May and June maturities ahead of the French elections. Hence 3-month volatility strongly richened (+4 points) on the back of these flows compared to 1-month or 1-year maturities. Our short volatility position on this part of the curve weighed on the performance during the second part of February. However, we believe that this distortion of the market structure is currently exaggerated, we thus kept and even slightly increased our position. Our global exposure has not changed much with a sensitivity (Vega) at 1.4 at the end of the month. However, the breakdown of this sensitivity between the different maturity pillars haschanged, with for instance the opening of the December 2018 pillar for around 10% of our sensitivity. We are surprised by this very enthusiastic start of the year and the low risk aversion reflected in the implied volatility of equity markets (except for the May-June maturities in Europe).Investors focus exclusively on these elections, betting on the fact that things should calm down just afterwards, as was the case for the Brexit referendum, or following the election of Donald Trump. In these circumstances, we prefer to remain cautious by keeping our underweight compared to the grid, in order to mitigate the losses of being long Vega caused by thepassage of time. However, our portfolio is well positioned in terms of option maturities and strikes to benefit fully from an unexpected market shock..."

CHART seit Auflage in 11/07 des Amundi Vola World (A0M2HN, in US$ notiert) mit:
- Amundi Vola World, umgerechnet in Euro
- Amundi Vola Euro (A0ML43)
- EUR/USD
- Eurostoxx50
- Msci World
- VSTOXX (Vola-Index Europa, zeitweise deutlich über den Tiefständen von Ende Januar 2013)

Amundi Vola Euro (A0ML43) seit Auflage mit GD200

->Während des Höhepunktes der Griechenland-Krise (Anfang Juli bis Mitte August 2011) legte der Index ca. 150% zu, der Amundi Vola Europa jedoch nur ca. 2,5.
Nur während der Phase extrem hoher Volatilität (Finanzkrise 2007-2009) erzielten die Amundi Vola Fonds eine nennenswerte Performance
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Re:

Beitragvon lloyd bankfein » 18.03.2017 10:59

schneller euro hat geschrieben:Wenn die Daten bei Comdirect korrekt sind, dann haben wir heute ein neues 25(!!)-Jahres-Tief beim Vdax-New erreicht. Der niedrigste Wert seit Mai 1992 ... :shock:


Trump macht glücklich und sorglos! :D
vielleicht sollte man aber doch wieder hier Erwägungen anstellen: Depotabsich.
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Beitragvon schneller euro » 27.06.2017 21:49

Zitat von: fondsprofessionell: im Mai 2017
"...Mark Mobius ... will das Volatilitäts-Mysterium gelöst haben ... erklärt er, der bemerkenswerte Einbruch der Marktschwankungen habe unmittelbar mit dem Aufstieg der sozialen Medien zu tun. In seiner Argumentation führt er die Unzahl an falschen oder halbwahren Nachrichten an, die dazu beitragen, dass unverhältnismäßig viel "Nebengeräusche" entstehen, die eine effiziente Preisfindung seiner Ansicht nach erschweren. Ironischerweise habe aber genau diese Flut an Pseudo-Informationen eine beruhigende Wirkung auf den Markt ..."

...

fundresearch im Juni 2017: "...Laut VIX, dem Index für die Marktvolatilität, fehlt es im Markt gegenwärtig an jeglicher Angst. Blickt man auf die aktuelle Weltlage mit ihrer politischen Instabilität, tragen die Anleger unseres Erachtens eine Sorglosigkeit zur Schau, die Grund zur Besorgnis gibt...Abgesehen von gelegentlichen Spitzen nimmt der Volatilitäts-index in diesem Jahr einen ungewöhnlich tiefen Verlauf. Im Jahresdurchschnitt lag er seit 1991 nur in 5 Prozent der Jahre so niedrig, den aktuellen Stand erreichte er sogar nur in 1 Prozent der Fälle. Das diesjährige Tief bei 9,75 war ferner der historisch fünfttiefste Stand, zuletzt erreicht Ende 1993..."

...

ein bemerkenswerter Chartverlauf: Amundi Vola Euro (A0ML43) seit Auflage mit GD200
(weitere Charts -> Beitrag vom 17.3.17)
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Re: vola - zertis oder fonds als depotabsicherung ?

Beitragvon thallo » 28.06.2017 10:20

Ich kann Herrn Mobius darin nicht folgen. Meiner Meinung nach hat es mit den Zentralbanken etwas zu tun. Diese sorgen dafür, dass die Asset-Preise (Aktien, Immobilien) nicht fallen und diese kaufen ja schon Aktien-ETFs.
Die Zentralbanken sind zu den mächtigsten kurspflegenden Institutionen (mit unendlichen Resourcen siehe deren balance sheets) geworden. Deflation muss mit allen Mitteln verhindert werden. Yellen beruhigt die Märkte, wir werden zu unseren Lebzeiten keine Weltwirtschaftskrise mehr erleben. Keine Panik also, auf der Titanik!
Mfg thallo
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 19.07.2017 10:50

lloyd bankfein hat geschrieben:
The Ghost of Elvis hat geschrieben:Von Swisscanto, seit Dez. 15, Isin LU1309522594, wkn a2ab8z
fundres. + codi-chart


Swisscanto (LU) Equity Fund Systematic Volatility, Wkn A2ab8z
Interview bei multiasset
Schöne Strategie, schlechtes Ergebnis: onvista chart
Warum soll der Sw. auch besser sein als die anderen? Ein erfolgreicher Vola-Fonds (Publikumstranche) ist genauso unwahrscheinlich wie ein erfolgreicher Currency-Fonds :(


fundsres.: "....Swisscanto...Da der Fonds von der Auflegung bis Ende Januar 2017 einen Kursrückgang von 3,8 Prozent aufwies, wurde ein Maßnahmenpaket umgesetzt, welches eine entsprechende Strategieänderung zur Folge hatte. Beispielsweise wurde die Short Vol-Strategie optimiert. Neu schreibt das Management Optionen auf gestaffelter Basis im 3-Monatsbereich (statt im 1-Monatsbereich), welche sich durch ein besseres Rendite-Risiko Profil auszeichnen. Da die Manager die Volatilitäts-Risikoprämie für die stabilste Prämie auf dem Vola-Markt halten, erhielten seither Short Vol-Strategien ein höheres Gewicht im Portfolio. Daneben erfolgte im Strategie-Set im Dynamic Vol eine Reduktion der Allokation und beim Long Vol-Baustein wurden Maßnahmen ergriffen für eine robustere Entwicklung des Gesamtportfolios. Nach rund einem halben Jahr trägt die Strategieänderung Früchte. Der Fonds konnte im ersten Halbjahr 2017 eine Rendite von 1,81 Prozent erwirtschaften. Damit erreichte das Fondsmanagement das Ziel, eine positive Performance zu erreichen nach einem schwierigen Jahr 2016. ..."

schau an: codi-chart Trendwende ab Ende Feb 2017
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RP Vega wird umbenannt in RP Gamma

Beitragvon schneller euro » 15.09.2017 13:56

Zitat von der o. g. Webseite von Rpcrest: "...Am 15. September 2017 wird der RP Vega Fonds umfirmiert in RP Gamma
... Die Namensänderung in RP Gamma dient der Schaffung einer höheren Kongruenz zwischen Fondsnamen und Fondsinhalt.
...
Delta bestimmt die Sensitivität einer Strategie gegenüber Veränderungen des Basiswertes einer Option. Bei Discount-Zertifikaten, Covered-Call-Strategien oder Put-Write-Konzepten ist die Performanceentfaltung des Deltas, die sich aus der Richtung der Marktentwicklung ableitet, die wichtigste Ertragsquelle.
Vega kennzeichnet die Sensitivität einer Strategie gegenüber Veränderungen des Niveaus der impliziten Volatilität. Bei Optionsstrategien mit längeren Laufzeiten oder volatilitätsfuture-basierten Strategien ist Vega, und damit die Richtung und das Ausmaß der Veränderung der impliziten Volatilität, die wichtigste oder gar einzige Ertragsquelle.
Gamma gibt an, wie sich das Delta einer Optionsstrategie ändert, wenn sich der Kurs des Basiswerts ändert. Alle Strategien, die auf die Differenz der impliziten zur realisierten Volatilität abstellen, haben typischerweise einen Gamma-Risikoschwerpunkt. Die Performance solcher Strategien ist weitestgehend unabhängig von der Marktrichtung und ist positiv, solange die tatsächlichen Marktschwankungen geringer sind als die erwarteten Marktschwankungen, die sich aus der impliziten Volatilität ableiten
Unser Anlageprozess: Vega-Risiko reduzierte Partizipation an Gamma
Unser Anlageprozess ermöglicht eine shortfallrisiko-reduzierte Partizipation an Gamma. Dabei erfolgt die Shortfallreduzierung durch einen aktiven Risikomanagementprozeß, der die Performancebeiträge aus Vega weitestgehend neutralisiert..."

Aus dem Beitrag vom 4.3.2015:
Papstfan hat geschrieben:ein kritischer Beitrag bei fundres.: Ist Volatilitaet eine gescheiterte Assetklasse?
zitat: "....Konzepte, die stets „Long Volatilität“ sind, sind aufgrund kontinuierlicher Rollverluste kein gutes Investment. Das wird jeder Investor eines ETF auf den VIX oder den VSTOXX bestätigen können. Wenn aber auch das Timing von Volatilität keine Option ist, kann die Lösung eigentlich nur in einem „Absolute Return Ansatz“ liegen. Wenn dieser aber auch nicht (mehr) funktioniert, was bedeutet das dann für die Assetklasse?
„Short Vola“ Konzepte, die die Risikoprämie „Implizit vs. Realisiert“ vereinnahmen, haben sich insbesondere YTD hervorragend geschlagen...."
Es folgt ein Chart-Vergleich (nur ein halbes Jahr in 2014) Rp Vega L mit dem Amundi Vola. Euro. Der RP schneidet deutlich besser ab.

Nach meinem Geschmack ist der Rp Vega zu dicht an der Entwicklung der Aktienmaerkte. Ueberzeugt daher auch nicht


Chart 4,5 Jahre mit den beiden Amundi Vola, Assenagon Alpha Vola, Allianz Vola und dem RP Vega (A1JSUB, Auflage 02/12) -> Facts bei RPCREST
In Fondsxpress 02/14 wurde der RP als einer der "Tipps für 2014" genannt, u.a. mit dem Amundi Vola World und dem Antecedo CIS Strategie
-> +10% Perf. nach 4,5 Jahren sind wenig, aber in Anbetracht der historisch niedrigen Vola auch nicht überraschend. Im Jahr 2017 gibt es einen deutlich sichtbaren Aufwärtstrend beim RP. Allerdings überzeugt der Fonds im Vergleich mit dem (in etwa) ähnlichen Allianz Vola nicht. Wie schon mehrfach im Thread thematisiert, gewinnen diese Fonds (im Gegensatz zum Amundi) bei sinkender und verlieren bei steigender Vola. Letztlich also als Depotabsicherung nicht geeignet.

Letzte Zusammenfassung -> Beitrag vom 16.4.12
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