Soft Commodities

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Moderatoren: oegeat, The Ghost of Elvis

Beitragvon The Ghost of Elvis » 17.06.2009 10:01

Quisi5 hat geschrieben:ich habe den Eindruck, Zertifikate sind in diesem Forum nicht so beliebt (Wenn mein Eindruck richtig ist: Wieso eigentlich?).


Der Eindruck ist falsch!
Im Gegensatz zu gewissen anderen Boards :wink:
sehen die meisten Teilnehmer dies hier völlig undogmatisch und wollen in erster Linie Geld verdienen. Ob mit Fonds, Zertis oder sonst was für Konstrukten ist dabei piepegal. Was zählt, ist was dabei hinten raus kommt.
Deswegen ist auch so wohl die Zertihysterie vor einigen Jahren als auch der jüngste Etf-Hype diesem Forum erspart geblieben.

Harmonicdrive hat geschrieben:Bezgl. Zertis,ja wundere mich auch welche hier gehandeltt bzw. vorgestellt werden. aber ich muss den Thread auch noch erst zurück verfolgen.


Vorschlag:
die deines Erachtens besseren mit Bezeichnung + Wkn/Isin benennen
mit Chart und Link zu Emittenten vorstellen
erläutern warum besser als die hier bisher genannten
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Beitragvon oegeat » 17.06.2009 10:25

Harmonicdrive hat geschrieben:....Strom wird aber teuerer und nicht billiger.......


da wär ich mir nicht sicher ! für Autofahrer kan er sogar gratis werden wenn das eintritt :wink:

Gäbe es nun eine große Elektroautoflotte, könnte diese auch als Zwischenspeicher genützt werden - und während der Stehzeiten (im Schnitt rund 83 Prozent des Tages) den gespeicherten Strom zum Teil wieder ins Netz einspeisen.
quelle 1 und 2

und zum Thema stromerzeugung wird das der Knaller !

dünschichtige ... so das man alles bedampfen kan nund zu einer solarzelle wird !!! hier


Fazit es wird sich viel Tun und die USA unter dem Präsidenten "wir können" der das Thema Solar nutzung im großen Stil erklärte wird viel bewegen...
Alles wird besser man muss nur warten können !

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Beitragvon ist gegangen worden » 17.06.2009 17:30

Think positiv hat geschrieben:im Dip long gehen stimme ich dir zu - nur da mußt Du m.E mindestens noch einen Monat warten


ja,mind. noch einen Monat...

@ Fondsfan
Danke für die Aufklärung bezgl. Kuba und EU Zucker.
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Beitragvon ist gegangen worden » 17.06.2009 19:41

The Ghost of Elvis hat geschrieben:
Quisi5 hat geschrieben:ich habe den Eindruck, Zertifikate sind in diesem Forum nicht so beliebt (Wenn mein Eindruck richtig ist: Wieso eigentlich?).


Der Eindruck ist falsch!
Im Gegensatz zu gewissen anderen Boards :wink:
sehen die meisten Teilnehmer dies hier völlig undogmatisch und wollen in erster Linie Geld verdienen. Ob mit Fonds, Zertis oder sonst was für Konstrukten ist dabei piepegal. Was zählt, ist was dabei hinten raus kommt.
Deswegen ist auch so wohl die Zertihysterie vor einigen Jahren als auch der jüngste Etf-Hype diesem Forum erspart geblieben.

Harmonicdrive hat geschrieben:Bezgl. Zertis,ja wundere mich auch welche hier gehandeltt bzw. vorgestellt werden. aber ich muss den Thread auch noch erst zurück verfolgen.


Vorschlag:
die deines Erachtens besseren mit Bezeichnung + Wkn/Isin benennen
mit Chart und Link zu Emittenten vorstellen
erläutern warum besser als die hier bisher genannten



Warum sollte ich?Ich dachte Zertie bzw. Hebel Handel wäre eher Teil der anderen Threads nicht des Fonds Forum!Wie ich schon geschrieben habe bzw. versucht habe es zu erklären wundere ich mich darübder das im Fonds Forum Zertifikate gehandelt werden!Da kann man gleich auch futures und Optionen traden.
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Beitragvon ist gegangen worden » 17.06.2009 19:48

Fondsfan hat geschrieben:@ Harmonicdrive

Nebenbei: nur deutsche dumme Gutmenschen reden
von B I O sprit, denn mit Bio im üblichen Sinn von
Nachahltigkeit etc. haben diese Verfahren absolut nichts
zu tun.

Ich möchte das Auto sehen, das mit dem ersten Motor
nur mit Agrarsprit 250 Tkm fährt, was für jeden Benziner
heute selbstverständlich ist. Wenn die Techniker das
schaffen, ändere ich meine Meinung, aber bis dahin halte
ich das alles für Zukunftsmusik.


Hi Fondsfan

Du vertust Dich wahrscheinlich mit dieser Aussage.Ich habe von Usern gelesen,die mit z.B BMW/Chevrolet/Saab 300.000 Km runter gerasselt haben ohne jegl. Probleme.

Offensichtl. hat sich bezl. der Flexfuel Motoren einiges getan.


Die Bedenken bezgl. der Haltbarkeit der Motoren bezieht sich da wohl auf Leitungen und dem Zündzeitpunkt.


http://www.ethanol-statt-benzin.de/mid375_FFV-Technik.html

Auszug:


Angst vor dieser „neuen“ Technik muss der Verbraucher nicht haben. Bereits 1988 wurden in den USA die ersten Fahrzeuge in Betrieb genommen. Ca. 3 Millionen Fahrzeuge wurden seitdem verkauft und sind mit einem FlexFuel-Antrieb ausgestattet. General Motors bietet seit 2002 für alle Sport- und Freizeitwagen sowie für Pickups, FlexFuel-Modelle an. In Europa erfolgte die Markteinführung durch Ford im Dezember 2001 ausschließlich für den schwedischen Markt. Seitdem wurden dort mehr als 15.000 Fahrzeuge verkauft!

Die FFV-Technologie ist ausgereift und unterscheidet sich nur geringfügig von der konventioneller Benzinfahrzeuge. Da Ethanol ein Lösungsmittel ist, müssen alle kraftstoffführenden Teile inklusive dem Tank, aus besonders korrosionsbeständigem Material bestehen. Die Ventile und die Ventilsitze bestehen aus speziell gehärtetem Material. Das wirklich innovative ist das modulare Motormanagement. Dieses erkennt das Bio-Ethanol-Mischungsverhältnis und optimiert den Zündzeitpunkt. Ein separater Kraftstofftank ist daher, wie bei den meisten anderen bivalenten Fahrzeugen, nicht notwendig. Eine Zylinderblock-Vorerwärmung gewährleistet auch im Winter ein problemloses Starten der Flexi-Fuel Fahrzeuge. Die Ölwechsel-Intervalle sind bei Ford alle 10.000 km vorgeschrieben.


Bezgl. Umweltentlastung:

http://www.e85flexfuel.de/8.html


Auszug:


E85-Kraftstoff

hohe Oktanzahl (110 Oktan)
Schwefelfreiheit
Aromatenfreiheit
hoher Sauerstoffgehalt

E85 weist bei der Verbrennung im Vergleich zu reinem Benzin folgende geringere Schadstoffemissionen auf:

- 15% weniger Kohlendioxid-Ausstoß
- 10% weniger Stickoxid-Ausstoß
- 20% weniger Feinstaub-Ausstoß
- 40% weniger Kohlenmonoxid-Ausstoß
- 80% weniger Schwefelverbindungen


E85 steht als Abkürzung für ein Ethanol-Benzingemisch. Dabei fungiert Benzin nur als Additiv und verbessert insbesondere die Kaltstarteigenschaften. E85 besteht zu 85% aus Ethanol und zu 15% aus Benzin.
Der Kraftstoff bietet gegenüber fossilem Benzin viele Vorteile. Nicht nur, dass der Liter E85 um über 30% günstiger ist als das Super an der Tankstelle.


Bezgl. des Motors:

Das Problem war früher wohl das es zu Ablagerungen im Zylinderraum gekommen ist,gerade beim Kaltstart.Hintergrund waren Probleme mit der Motorsteuerung,Zündzeitpunkt usw.

Dies ist aber nun geändert worden,Auszug:


Ein für FFV geeigneter kapazitiver Alkoholsensor wurde von Siemens in Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz und Volkswagen entwickelt, nachdem sich die optischen Sensoren wegen systembedingter Probleme nicht bewährt hatten. Dieser Sensor misst die Kapazitätsänderung, die Leitfähigkeit und die Temperatur des Kraftstoffs und berechnet daraus den Alkoholgehalt, der als digitales Ausgangssignal an das Steuergerät weitergegeben wird, so dass Einspritzmenge und Zündzeitpunkt entsprechend der aktuellen Kraftstoffzusammensetzung angepasst werden.



Aufpreis bei Neufahrzeugen für FFV Motoren liegt bei 300-400 Euro.Nachüstung liegt bei 800 Euro.



Ich pers. würde dennoch Campinggas (LPG) empfelen weil es einfach wesentl. billiger ist.
Bezgl. LPG benötige ich auch keine Aufklärung da ich damit Erfahrungen seit 1984 habe.


Bioethanol ist also eine Alternative zu Gemischen die aus Öl produziert werden.Eine Ersparniss gibt es nicht aber es ist wesentl. umweltfreundlicher und effektiver weil es zu einer Leistungssteigerung kommt.
Wenn Gabriel also mukiert,das ca. 375.000 Autos umgerüstet werden müssten um mit E85 fahren zu können bedeutet das Kosten von ca. 800 Euro pro Fahrzeug.
e10 wird ja schon beigemischt,also 10% Bioethanol ud 90% Benizn/Superbenzin usw.
E85 lautet also,85% Bioethanol und 15% Kraftstoff.

Da ich pers. nur auf die Kosten schaue sehe ich durch Bioethanol keinen Preisvorteil.Im Gegenteil,ich weiss nicht wie die Entwicklung weiter gehen wird aber sollten mehr und mehr Fahrzeuge auf Bioethanol umgerüstet werden und Weltweit diese Beimischeung zur Resurcen Schonung von Öl gebaut werden (ws nachvollziehbar ist) dürfte der Preis z.B für Zucker,Weizen usw. alleine aus diesem Grund mit einem steigenden Ölpreis ansteigen.
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 18.06.2009 08:44

Harmonicdrive hat geschrieben:Wie ich schon geschrieben habe bzw. versucht habe es zu erklären wundere ich mich darübder das im Fonds Forum Zertifikate gehandelt werden!



Nun, die Erklärung ist recht einfach :
Die Überschrift dieses Forums lautet seit schätzungsweise mindestens 5 jahren :
Fonds und Zertifikate :D

Und mindest ebenso lang werden hier Zertifikate besprochen. Ebenso wie Fonds (meist offene, sehr selten geschlossene, selten Etfs). Nicht hinein passen Futures, Optionen, Versicherungen.
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Beitragvon ist gegangen worden » 18.06.2009 15:20

Hi Elvis

Ehrlich gesagt...bin ja lange genug schon im Board...das war mir tatsächlich entgengen das hier auch so fleißig getradet wird. :shock:
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Beitragvon schneller euro » 19.06.2009 09:02

Harmonicdrive hat geschrieben:das war mir tatsächlich entgengen das hier auch so fleißig getradet wird. :shock:


Getradet eher weniger. Im Regelfall wurden hier Anlagezertifikate besprochen und die meisten User sind wohl auch eher Langfristanleger. Die hier im Thread genannten Zertifikate sehe ich selber als Depotbeimischung an, weil insbesondere die direkt in Rohstoffe investierenden Fonds/Zertifikate eine (hoffentlich) geringe Korrelation zu Aktieninvestments aufweisen.
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Update vom 13.8.08

Beitragvon schneller euro » 19.06.2009 09:06

Chart 1 Jahr diverser Produkte erweitert um das ABN Rici Enhanced (AA0QL9)

...

Chart 1 Jahr beschränkt auf die NICHT AKTIENBASIERTEN, also Produkte welche direkt in Rohstoffe investieren (fast alle ausschließlich in Softcomm´s, Ausnahme DB Plat. mit der WKN A0D97Z)
-> seit März 08 erweitert um
- DB Platinum Agriculture(A0NAWS) und
- S&P GSCI quanto(GS0RR1). Zitat aus Das_Derivat_07_2008: "...Anders als
der Goldman-Sachs-Klassiker, der immer zwischen fünftem und neuntem
Handelstag eines Monats in den dann nächstfälligen Future investiert,
wechselt der neue Index die Futures einige Handelstage früher – und das
auch nur wenige Male im Jahr in entsprechend lang laufende Futures
-> in 06/09 erweitert um den Stabilitas Soft-Comm. (A0LFPD)

-> Zwischenstand August 2008:
AA0QL9 und UB3AGR: beide mit insgesamt fast identischer Performance und max. drawdown von ca. -16% im März 08. Gleicher mdd beim AA0QL9 im Juli/August, nicht jedoch beim UB3AGR.
Chart 18 Monate begrenzt auf AA0QL9 und UB3AGR

UBS-CMCI Agrar ER (UB3AGR) diversifiziert in Futures mit Laufzeiten von 3 bis 12 Monaten
Chart UB3AGR seit Beginn 03/07
Factsheet
Artikel in 04/09 bei zertifikate-test.de
Stand 30.3.07, erster Prozentwert = Zielgewichtung
1/ SRW Weizen CBOT 9.94% 6.28% 2.29% 1.36% - -
2/ HRW Weizen KCBOT 5.47% 3.39% 1.37% 0.70% - -
3/ Mais CBOT 17.77% 10.06% 4.93% 2.79% - -
4/ Sojabohnen CBOT 15.73% 7.66% 5.13% 2.94% - -
5/ Sojamehl CBOT 5.10% 3.44% 1.66% - - -
6/ Sojaöl CBOT 4.25% 2.98% 1.27% - - -
7/ Zucker #11 NYBOT 14.02% 10.57% 1.96% 1.49% - -
8/ Zucker #5 EN 10.57% 7.45% 3.13% - - -
9/ Kakao EN 2.83% 1.49% 0.88% 0.46% - -
10/ Arabica-Kaffee NYBOT 5.29% 3.96% 1.03% 0.30% - -
11/ Baumwolle NYBOT 6.58% 4.69% 1.52% 0.36% - -
12/ Orangensaft NYBOT 2.45% 2.45%

Laut Finanztreff = nicht währungsgesichert
Seit Juni 2008 gibt es nun auch den ETC UBS Bloomberg CMCI Agriculture EUR Hedged TR Index UB7C7E
Chart 1 Jahr: UB3AGR, UB7C7E, AA0QL9

ABN RICI Enhanced Agriculture Quanto (AA0QL9), Quanto-Gebühr im Flyer mit 1,1% p.a. angegeben, Börseneinführung am 4.12.07,
Rollzyklus und Kontrakte abhängig vom jeweiligen Rohstoff.
Laut Finanztreff = währungsgesichert.
-> ABN-Flyer: Enhanced ab Seite 10, Agrar auf Seite 19: Mais, Weizen, Soja, Baumwolle die gr. Pos. mit jeweils ca. 13-16% Anteil

Das ABN1T5 ist nicht währungsgesichert.
Es handelt sich um ein Open End Zertifikat auf den
ABN AMRO Soft Commodity Basket, bestehend aus den Agrarrohstoffen Kaffee, Zucker Weizen, Kakao und Orangensaft (eine eher exotische Zusammenstellung).
Der ABN AMRO Soft Commodity Basket wird
anfänglich gleich gewichtet . Einmal jährlich wird die
Gewichtung des Basket wieder auf 20% für jeden
Rohstoff angepasst.

Beim GS0CHA(GoSa-Agrar-Zertifikat) sind Weizen + Mais deutlich höhergewichtet, daher auch die z.Z. (12/07) bessere Performance.
Achtung: GS0CHA und das SG sind Bonuszertifikate.
GS0CHA, Bonusrendite p.a. 8.1.08=0,5% und Laufzeit bis 2011.

DB Platinum:
Asset Allocation unter https://index.db.com/servlet/home
dann -> Traded Index Products
dann -> Dynamic
dann -> Aktien Plus
-> Tabelle "Constituents Breakdowns", > 50(!)% Aluminium in 08/08

Seit 07.03.08: DB Platinum Agriculture Euro (A0NAWS)
Ableger von DB Platinum Comm. (A0D97Z)
Je 20%: Weizen, Mais, Zucker, Sojabohnen
Je 6,6%: Baumwolle, Kaffee, Kakao
DB X-Markets

...

-> Anmerkung August 2008: beim Überfliegen des kompletten Threads von Seite 1 - 4 fällt auf, daß immer wieder vor Investments in Excess-Return-Indizes gewarnt wird und Produkte, welche sich auf Total-Return-Indizes beziehen, empfohlen werden. Offenbar wirkt sich die Contango-Problematik bei Soft-Comm´s besonders stark aus.

Bonuszertifikate auf Agrar-Indizes, z.B. auf den Rici-Enhanced Softcomm. oder den GSCI-NonEnergy, gibt es zZ anscheinend leider nur auf die ER-Indizes.

GSCI Agriculture ER: max drawdown von 04/04 bis 11/05 ca. -35%
Im ABN-Rici-Enhanced-Flyer findet man auf Seite 19 eine Rückrechnung des Rici-Enh.-Agric. seit 1998

(Zwischen)fazit 06/09: AA0QL9 und UB3AGR (bzw. der Eur-Hedged ETC UB7C7E) scheinen von allen genannten Produkten aufgrund Ihrer Konzeption und der Vergangenheitsergebnisse weiterhin die 1.Wahl in diesem Bereich zu sein. Leider war die Korrelation zu den Aktienmärkten zuletzt leider doch recht groß: Chart 1 Jahr mit MSCI-World
Zuletzt geändert von schneller euro am 20.06.2009 11:05, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon ist gegangen worden » 19.06.2009 19:37

Bezgl. Index Zertifikate.Sie erscheinen mir sehr interessant zu sein.Ich habe da von unterschiedlichen Anlagefristen gelesen.Kann man diese tägl. handeln oder gibt es da tatsächlich eine Haltefrist?
Grundsätzl. handel ich lieber einen Index als einzelne Aktien was dann widerum auch gegen entsprechende Fonds spricht.
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Beitragvon schneller euro » 20.06.2009 10:35

Harmonicdrive hat geschrieben:Bezgl. Index Zertifikate.Sie erscheinen mir sehr interessant zu sein.Ich habe da von unterschiedlichen Anlagefristen gelesen.Kann man diese tägl. handeln oder gibt es da tatsächlich eine Haltefrist?


-> von Haltefristen ist mir nichts bekannt. Die o.g. Zertifikate und Etf´s sind täglich handelbar, wobei die Umsätze in Frankfurt und Stuttgart aber recht unterschiedlich sind. Z.B. gibt es im AA0QL9 fast täglich Umsätze, im UB3AGR nur sehr selten.

Harmonicdrive hat geschrieben:Grundsätzl. handel ich lieber einen Index als einzelne Aktien was dann widerum auch gegen entsprechende Fonds spricht.


Eigentlich bevorzuge ich aktiv gemanagte Fonds. Aber im Softcomm.-Bereich sind die Ergebnisse der Zertifikate in den letzten 1-3 Jahren besser (vielleicht muß man auch sagen: nicht ganz so schlecht...)
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Beitragvon The Ghost of Elvis » 23.06.2009 14:26

fondsprof.:Steigende Preise bei Mais, Soja und Zucker erwartet
Diese Entwicklungen im Agrarbereich berücksichtigt auch der Pioneer Funds - Commodity Alpha (ISIN: LU0313643024) und gewichtet den Agrarsektor derzeit über.
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Beitragvon schneller euro » 17.05.2010 10:38

Fondsprofessionell:interessanter Beitrag von Gottfried Urban (Neue Vermögen)
Zitat: "...Die Argumentationskette sieht in etwa so aus: Die Weltbevölkerung nimmt zu; die Mittelschicht der Schwellenländer wird anspruchsvoller in ihren Essgewohnheiten und konsumiert mehr Fleisch. Das führt dazu, dass mehr Getreide für die Ernährung der Tiere benötigt wird. Zudem schrumpft die Pro-Kopf-Anbaufläche, die Verstädterung vernichtet Landwirtschaftsflächen, und Naturkatastrophen bedrohen zunehmend die Ernten. Steigende Preise sind demnach unvermeidbar. Tatsächlich sind die Preise in den letzten 50 Jahren inflationsbereinigt deutlich gefallen. In dieser Zeit hat sich die Weltbevölkerung auch mehr als verdoppelt.
Bevor Anleger diese Story „kaufen“, sollten sie die Tatsachen bedenken: Ein Hektar Fläche produziert im weltweiten Schnitt heute drei Mal so viel Weizen wie noch vor 50 Jahren – nämlich drei statt einer Tonne. Die Anbaufläche indes ist in etwa gleich geblieben. Diese Produktivitätssteigerung dürfte sich fortsetzen, vor allem in den Schwellenländern. Dort wird das Potenzial für Steigerungen des Ertrags in den kommenden 20 Jahren auf 35 Prozent geschätzt.
Dazu kommt, dass die Weltbevölkerung in den nächsten 20 Jahren nur mehr um etwa ein Prozent pro Jahr steigen wird, der Verbrauch von Getreide um zwei Prozent. Angesichts jährlicher Produktivitätssteigerungen von zwei bis drei Prozent im Anbau dürfte daraus kaum kontinuierlicher Preisdruck entstehen.
Hinzu kommt die Tatsache, dass auch ungenutzte Flächen in den Anbau einbezogen werden können, die noch reichlich vorhanden sind. Dennoch trieben schlechte Ernteergebnisse und Spekulation die Preise zwischendurch extrem in beide Richtungen.
Fazit: Von Zertifikaten auf Agrarrohstoffe sollten Anleger lieber die Finger lassen. ..."
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Beitragvon schneller euro » 11.06.2010 09:27

Untergruppe: Fonds+Zert. mit Schwerpunkt Aktien aus den Bereichen Food&Beverage

Finanztreff-Artikelaus 06/10:
Empfohlen werden Produkte aus dem Bereich Stoxx50, damit auch die Schweizer Unternehmen berücksichtigt werden. Allerdings sollte die Einzelaktien-Gewichtung nicht zu hoch sein.
Zitat: "...sollte dann auf Zertifikate-Seite natürlich ein Papier auf den Return-Index genutzt werden, um die Ausschüttungen nicht ungenutzt zu lassen (TB0MTL, CB5HCB, HV16FB).
Einen Nachteil hat das Ganze allerdings. Denn so schön der Nestle-Efffekt sein kann, er kann eben auch zur Belastung werden, weil der Schweizer Konzern in dem Index ein bisschen sehr übergewichtig ist und mehr als 30 Prozent ausmacht. Als Alternative kommt daher auch ein von Source angebotener ETF auf den „Optimized Food & Beverage“-Index in Betracht. Neben verschiedenen Gewichtungsanpassungen in Abhängigkeit von der Börsenliquidität und einem Index-Verbot für Aktien aus Griechenland und Island, setzen die Optimierer auch auf eine Kappung der Einzelwerte auf maximal 20 Prozent. Nestle bleibt damit stark, aber eben nicht überdominant (WKN: A0RPR6). ..."

Chartvergleich 10 Monate des Source-ETF Optimized Food & Beverage (A0RPR6) mit dem Stoxx50 und dem hier im Thread gen. KBC Equity Fund Food & Beverages (723109, allerdings fast 50% US-Anteil)

Chartvergleich 4 Jahre KBC F&B (723109) und des MSCI-World

-> Fazit: die defensiven Aktien aus dem Bereich Food&Beverage performten zuletzt sehr gut, allerdings ist bei Kursrückgängen auch eine hohe Korrelation mit dem Gesamtmarkt erkennbar. Daher zur Depot-Diversifikation wenig geeignet.
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Beitragvon drhc » 05.08.2012 08:15

" ... Das Böse hat einen Namen: Nahrungsmittelspekulation. :twisted:
Politiker und NGOs werfen Indexinvestoren vor, durch den Kauf von Rohstoffindizes und -Futures den Hunger in der Welt mitverantworten zu müssen. ... Prima vista scheint der mantra­artig von NGOs und Regierungsvertretern vielstrapazierte Kontext klar: Seit Jahren steigen die Investitionen in Rohstoffanlagen an den Terminmärkten auf mittlerweile dreistellige Milliardenbeträge, und auch die Nahrungsmittelpreise ziehen deutlich an. ...
Doch wo Verluste gemacht werden, gibt es an den Terminmärkten (im ­Unterschied zu den Spotmärkten) immer auch Gewinner. Die Rollverluste der ­Index­investoren tauchen in gleicher Höhe als ­Gewinne bei den Gegenparteien auf, die die Ware per Termin verkauft haben. Dazu ­zählen die Produzenten. Dimitry Speck (Chief Financial Engineer und Partner des lettischen Asset Managers Staedel Hanseatic SIA, bereits mehrfach als Buchautor in Erscheinung ­getreten): „Die Landwirte erzielen durch die Indexinvestoren ­einen höheren Preis am Terminmarkt. Sie erzielen einen zusätz­lichen Rollertrag, dem auf Erzeugerseite kein Nachteil gegen­übersteht. Es handelt sich um eine durch die einseitige Positio­nierung der Indexin­vestoren verursachte Marktineffizienz.“ Die Rollverluste der Finanz­inves­toren kommen bei den Landwirten also als Gewinne an ...

Investoren lindern Hunger
:!:
... Der grundsätzliche Zusammenhang dürfte aber gesichert sein, dass höhere Erlöse Produktionsanreize für Landwirte bieten. ...
Speck sieht damit die Kausalkette geschlossen: Die zusätzliche Nachfrage durch Indexinvestoren wird letztlich nicht am Spotmarkt wirksam, sondern führt am Terminmarkt zu stark geänderten Terminstrukturkurven und negativen Rollrenditen. Diese spiegeln sich als massiv erhöhte Profite bei den absichernden Produzenten wider, womit es zu Produktionsausweitungen kommt. ...
Specks Diskussionsbeitrag hat das Verdienst, dass seine Analyse nicht nur auf den Preis abzielt, sondern auch die Mengenfrage untersucht. Seine These, dass die positiven Rollerträge der Pro­duzenten zulasten der Finanzinvestoren auch eine – nämlich positive – Aus­wirkung auf die produzierten Mengen haben, lässt den Schluss zu, dass Indexinvestoren dadurch wirklich den Hunger in der Welt lindern, da sie die Produzenten zur Outputsteigerung ermutigen. Der schiere Herdentrieb der Indexinvestoren verschiebt die Terminstrukturkurven zu deren Un­­gunsten. „Nicht aus Wohltätigkeit, sondern aufgrund ungewollter Nebenwirkungen ­ihres Investments zahlen Indexinvestoren an die Landwirte einen laufenden Zuschuss“, fasst Dimitri Speck seine Kernaussage ­zusammen.
Bleibt nur zu hoffen, dass sich diese ­Ansicht auch einmal in der Politik durchsetzt, die aktuell lieber Sündenböcke zur Bemäntelung ihres ureigenen Versagens sucht. ... "
quellen-angabe: instit.-money-magazin
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