Ist ein Offenes Fondsforum noch sinnvoll und zeitgemäß?

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Moderatoren: oegeat, The Ghost of Elvis

Ist ein Offenes Fondsforum noch sinnvoll und zeitgemäß?

Beitragvon The Ghost of Elvis » 04.01.2021 17:26

Oegeat hat geschrieben: ".....wikifolio....divibrummer ..... Ich werde mich 2021 um diese Projekt besonders kümmern, so muss das Volumen massiv zulegen, denn nur so lohnt es sich für mich...."

Das Gleiche könnten auch die wengen verbliebenen Aktiven hier im Fonds-board schreiben: wir engagieren uns weiter, aber nur wenn das Volumen massiv zulegt. Nur so lohnt es sich für uns... Volumen bedeutet: Anzahl an konstruktiven Beiträgen, sprich Fondsvorstellungen, Kommentare, Antworten etc

Vor 5 oder 10 Jahren war das hier beste und aktivste Fonds-Board im deutschspr. Web. Die andren Boards sind seit dem nicht besser geworden.
Aber: hier gings es stetig abwärts und viele Power-User, deren Beiträge viel gebracht haben, sind abgetaucht. Teils seit Jahren nicht mehr aktiv: maximale, k-9, daytraderch, papstfan, markymark, drew b., drhc usw, usw. (ein paar wichtige Leute habe ich sicher vergessen)
Andre schreiben nicht mehr im Fondsborad, sondern nur noch bei "Private Gespräche…“ u. ä. (warum eigentlich?)
Der Einzige, der noch regelm. längere Beiträge im Fondsboard schreibt, ist schneller euro. Ohne dessen ausf. Analysen von Fonds hätten wir den Laden schon längst dicht machen können.
Dann gabs 2020 noch 5-6 User, die gelegentlich was geschr. haben. Einer davon hat sich kürzlich abgemeldet, Begründung: "entweder kommt überhaupt keine Resonanz mehr, oder dumme Antworten". Deswegen hat er keinen Bock mehr. Ein andrer hat ein paar Monate vorher ähnl. geschrieben und ist seitdem auch verschwunden.
Für die wenigen noch aktiven User lohnt sich der Aufwand nicht mehr, weil fast nie eine konstruktive Antwort kommt. Und selber mal einen Thread eröffnen und einen sinnvollen Hinweis oder eine Analyse zu posten, machen auch nur noch ganz,ganz wenige. Wozu also sollen die wenigen verbl. Aktiven hier überhaupt noch was posten? Und Zeit investieren?

Besonders ärgerlich ist, dass es immer noch viele gibt, die hier regelmäßig mit lesen und von dem Board profitieren. Aber selber nix, oder fast nie etwas, bei tragen.
Daher auch die Frage, ob ein offenes Forum in der bisherigen Form überhaupt noch Sinn macht :?:


Oder sollte man nach Alternativen suchen :?:
Möglichk.:
1: weiter machen wie bisher und alles beim alten lassen? Hoffen, dass sich hier wieder mehr konstruktiv beteiligen? (habe nicht viel Hoffnung) :(
2: ein anderes, offenes Fonds-Board suchen, wo mehr los ist? Auch ziemlich aussichtslos. Ich jeden falls kenne kein besseres Fondsboard im deutschspr. Web
3: eine geschlossene Gruppe, wo sich die aktiven User austauschen und nicht jeder Einblick hat. So was wurde mal versucht (zertifans ?). Sehe ich auch eher skeptisch (Verwaltungs-aufwand usw.)
4: ein zeitgemäßes Blog, wo einer regelmäßig schreibt. Und andere gelegentlich etwas bei tragen. Der Verfasser des Blogs könnte als Ausgleich für den Aufwand etwas Einnahmen generieren. In Frage für diese Lösung käme aber wohl nur einer hier. Der sowohl großes Fondswissen wie auch technisches Knowhow hat. Der sich aber bisher nicht dazu überreden ließ....

Vorschläge? Weitere Möglichkeiten? Ideen?
(hier oder per board-mail oder email)
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Re: Ist ein Offenes Fondsforum noch sinnvoll und zeitgemäß?

Beitragvon Fondsfan » 07.01.2021 19:46

Ich würde es sehr bedauern, wenn dieses Forum sterben sollte,
aber etwas Besseres fällt mir zumindest im Augenblick auch nicht ein.

Nur eine Übberlegung: wenn es viele gibt, die das Forum abschöpfen,
aber nichts beitragen, könnte man vielleicht diesen Kreis vor die Alternative
stellen, mitzumachen oder ausgeschlossen zu werden.

Ob das technisch einfach geht kann ich nicht beurteilen.
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Beitragvon schneller euro » 08.01.2021 17:58

Die kritische Masse (mind. 6-12 regelmäßig aktive User?) haben wir hier leider schon vor längerer Zeit unterschritten.
Aus meiner Sicht habe ich versucht, das Beste daraus zu machen (wenn hier nichts los war) und T.I. für mich als eine Art Online-Archiv, wo ich Charts und Notizen speichere, zu nutzen.

Ein aktiveres Fondsboard, oder eine geschlossene Gruppe, wo sich Experten regelmäßig austauschen, ist mir leider auch nicht bekannt.
Das Ersatz-Forum, welches ich vor einigen Jahren angelegt hatte (als trader-inside mal einige Wochen ausfiel) existiert immer noch. Gelegentlich stelle ich dort auch einen Beitrag ein. Aber das andere Board komplett anstelle von T.I. zu nutzen, würde m.E. auch keinen Mehrwert bringen.

Für ein Fondsblog wären alle Voraussetzungen vorhanden. Würde mich aber ein paar Stunden Zeit kosten.

Aber warten wir noch ein paar Wochen ab. In der jetzigen Phase der Börseneuphorie sind Foren erfahrungsgemäß weniger gefragt. Das wird sich erst beim nächsten Crash oder einer längere Baisse ändern. Vielleicht dauert es ja nicht mehr lange!? :)
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Re: Ist ein Offenes Fondsforum noch sinnvoll und zeitgemäß?

Beitragvon MarkyMark » 09.01.2021 13:14

Ab und zu schaue ich mal in dieses Forum rein und fand so diesen Thread. Und ich werde sogar hier namentlich genannt, so fühle ich mich geehrt und werde auch etwas dazu schreiben. Ein PowerUser war ich aber eher nicht, nur 32 Beiträge … :)

In 2019 habe ich mich aus fast allen Foren abgemeldet. Der Grund: In vielen wurde der Umgangston immer unfreundlicher, Threads wurden durch Bashing, Heruntermachen oder ähnliches ziemlich unleserlich. In anderen Foren ging es zwar gesitteter zu, Leute halfen sich auch mit Informationen gegenseitig, jedoch waren hier meist Anfänger aktiv. Beides brachte mich nach mehr als 25 Jahren am Finanzmarkt nicht mehr weiter und nur vertane Zeit.

Das einzige Forum, was ich belassen habe und in welches ich regelmäßig monatlich reinschaue, war dieses hier, weil man hier die besten Diskussionen über Fonds findet. Mir ist natürlich auch aufgefallen, dass hier immer weniger los ist. Eine richtige Idee was man dagegen tun kann habe ich leider auch nicht, der Effekt, dass ein Forum immer ruhiger wird verstärkt sich ja oftmals von selbst, wenn einige PowerUser sich abmelden.

Ich fände es natürlich auch bedauerlich, wenn das beste Forum über Fonds sterben würde. Mit aktiv gemanagten Fonds im Depot komme ich mir manchmal wie ein Depp von vorgestern vor. Heutzutage hat man eigentlich nur Aktien, Gold, Bitcoin und wenn nicht, dann ETFs im Depot. Aber aktiv gemanagte Fonds bei dem Kostennachteil ?! Es gibt genügend Dinge, die für Fonds sprechen, der Zeitaufwand bei einzelnen Aktien, Diversifikation, 30% Teilfreistellung bei den Steuern, Vermittler, über die man Provisionsanteile zurückerhält, evtl. Fonds die vermögensverwaltend sind und Cashquoten in Krisen hochfahren o.ä.
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Re: Ist ein Offenes Fondsforum noch sinnvoll und zeitgemäß?

Beitragvon alterhase » 10.01.2021 05:57

So wie MarkyMark geht es auch mir, schaue regelmäßig hier rein aber fast nur lesend. Und da ich ebenfalls zu großen Teilen auf aktive Fonds setze, bin ich froh dass diese hier im Forum weiterhin eine Rolle spielen. Da ich normalerweise nur einen Fonds im Jahr ersetze oder neu aufnehme ins Portfolio habe ich aber wenig zu sagen :roll:

Der Einschätzung von schneller euro schließe ich mich an - in Zeiten steigender Märkte lehnt man sich zurück und schaut wie das Depot anwächst. Handlungsbedarf entsteht beim Crash oder wenn man sich für den vermuteten nächsten Aufschwung positionieren möchte.
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Re: Ist ein Offenes Fondsforum noch sinnvoll und zeitgemäß?

Beitragvon Fondsfan » 10.01.2021 14:34

@ alterhase

Meine Meinung ist nicht, dass man sich in Zeiten steigender Kurse einfach
zurücklehnen kann.

Wenn das Niveau so hoch ist wie mittlerweile ist es in meinen Augen Zeit,
sich von solchen bisher durchaus erfolgreichen Fonds zumindest teilweise
zu trennen, die nach der bisherigen Erfahrung Rücksetzer besonders stark
mitmachen.

Eigentlich wäre in meinen Augen jetzt die Zeit, darüber zu diskutieren, wie
man sich auf einem ziemlich hohen Kursniveau verhält, ohne sich in pauschale
Aussagen wie "verkaufen" oder "alles absichern" flüchten.
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Re: Ist ein Offenes Fondsforum noch sinnvoll und zeitgemäß?

Beitragvon alterhase » 10.01.2021 14:52

@ Fondsfan
Ja, du hast recht, es gibt immer etwas zu tun.
Ich z.B. agiere seit Jahren sehr diszipliniert durch Rebalancing und zwar sowohl in steigenden als auch in fallenden Märkten. Geld aus "Gewinner Anlagekategorien" fließt in "Verlierer Anlagekategorien", die ich überwiegend mitels aktiver Fonds abbilde. Nur wenn ein Fonds gegenüber seiner Kategorie schwächelt wird er getauscht, oder wenn es sich um eine "Altanlage" handelt, durch Rebalancing in einen alternativen Fonds schrittweise obsolete gemacht.
Wo ich immer aufpassen muss, ist die Quote der einzelnen Anlagekategorien nicht willkürlich durch die Aussicht auf höhere Renditen abzuändern.
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Re: Ist ein Offenes Fondsforum noch sinnvoll und zeitgemäß?

Beitragvon Fondsfan » 13.01.2021 10:27

@ alterhase

Deine Anmerkungen bringen mich doch dazu, neugierig zu sein.

Was war denn der Fonds, den Du zuletzt neu aufgenommen hast?
Das dürfte uns alle interessieren.

Zum Rebalancing würde mich intgeressieren, ob Du das betraggenau
oder nur in etwa machst, also mit einer ca-Abweichung?

Erfolgt das Rebalancing nach Prozenten oder absoluten Beträgen, denn
dann stellt sich die Frage, wie man mit aufgelaufenen Gewinnen verfährt.
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