Dies teilte die Federal Reserve am Montag mit.
Mit Alan Greenspan verliert die Finanzwelt eine ihrer prägendsten und faszinierendsten Persönlichkeiten des 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Der Mann, der fast zwei Jahrzehnte lang (1987–2006) an der Spitze der US-Notenbank Federal Reserve stand, galt über Generationen hinweg schlicht als der „Maestro“ – ein geldpolitischer Magier, dessen Worte Märkte bewegen, erschüttern oder beruhigen konnten.
Akademische Laufbahn:
Seine Dissertation trug den Titel “Papers on Economic Theory and Policy”. Sie umfasst etwa 176 Seiten und enthält verschiedene Aufsätze, die er zwischen 1959 und 1977 verfasst hat. Das Ungewöhnliche: Normalerweise ist eine Doktorarbeit eine völlig neue, eigenständige Forschungsarbeit. Weil Greenspan aber in der Zwischenzeit bereits ein sehr erfolgreicher Wirtschaftsberater und Regierungsmitglied war, wurden seine jahrelangen, publizierten Arbeiten als Doktorleistung anerkannt.
Geheime Inhalte: Als Greenspan 1987 zum Chef der US-Notenbank ernannt wurde, ließ er seine Dissertation auf eigenen Wunsch hin in der Universitätsbibliothek wegschließen. Sie blieb jahrelang unter Verschluss. Wiederentdeckung: Im Jahr 2008 erlangte das Wirtschaftsmagazin Barron's eine Kopie. Es stellte sich heraus, dass Greenspan darin (mehr als 20 Jahre vor der Finanzkrise!) bereits die stark steigenden Immobilienpreise diskutierte und sogar vor dem Platzen einer Immobilienblase warnte.
Greenspan übernahm das Amt des Notenbank-Chefs im August 1987 und wurde kaum zwei Monate später mit dem „Schwarzen Montag“ konfrontiert, dem schwersten US-Börsencrash seit der Weltwirtschaftskrise. Seine blitzschnelle Reaktion – die Flutung der Märkte mit Liquidität – verhinderte das Übergreifen der Krise auf die Realwirtschaft und setzte das Fundament für seine beispiellose Amtszeit.
Alan G.'s schnelle und konsequente Reaktion wurde in hunderte von Ökonomie- Lehrbüchern aufgenommen und viele Tausende Male als leuchtendes Beispiel für eine vorbildliche Notenbank Politik in den Hörsälen der ganzen Welt thematisiert.
Unter seiner Ägide erlebten die USA das längste friedliche Wirtschaftswachstum ihrer Geschichte. Er war seiner Zeit weit voraus und erkannte in den 1990er Jahren früher als fast alle anderen Ökonomen, dass der technologische Fortschritt („New Economy“) die Produktivität so stark steigerte, dass die Wirtschaft schneller wachsen konnte, ohne sofort Inflation auszulösen. Davon profitierte die amerikanische Wirtschaft massiv, und mit ihr die gesamte globalisierte Finanzwelt.
Der Kontrast zu Paul Volcker: Vom Vorschlag-Zammer zum Feingefühl
Greenspans Leistung wird besonders im Vergleich zu seinem unglückseligen, wenn auch historisch respektierten Vorgänger Paul Volcker deutlich. Volcker hatte Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre die galoppierende Inflation mit brutalen Zinserhöhungen von zeitweise über 20 % niedergeknüppelt. Das war zwar notwendig, stürzte die Wirtschaft aber in eine schwere Rezession und machte Volcker zu einem der unpopulärsten Notenbanker der Geschichte.
Greenspan hingegen verfeinerte das Instrumentarium der Fed. Statt des Volcker’schen Vorschlaghammers nutzte Greenspan das Skalpell. Er steuerte die Wirtschaft mit subtilen, oft nur 25 Basispunkte umfassenden Zinsschritten und verstand es meisterhaft, die Märkte durch eine Politik des billigen Geldes zu stützen, wann immer Gefahr drohte (ein Phänomen, das später als „Greenspan-Put“ bekannt wurde).
Der „Aktentaschen-Indikator“ und das Orakel von Washington
Legendär bleibt die Art und Weise, wie die gesamte Finanzwelt vor den Fed-Sitzungen kollektiv den Atem anhielt. In einer Zeit vor der heutigen, hypertransparenten Zentralbank-Kommunikation war Greenspans Rhetorik bewusst kryptisch. Er erfand die Kunst der „konstruktiven Zweideutigkeit“. Ein berühmtes Zitat von ihm lautet:
„Wenn ich Ihnen außergewöhnlich klar erscheine, haben Sie mich wahrscheinlich missverstanden.“
Da aus seinen Worten kaum konkrete Absichten herauszulesen waren, suchten Händler und Analysten nach anderen Mustern. So entstand der berühmte „Aktentaschen-Indikator“ Scharen von Reportern belagerten den Eingang der Fed, um Greenspans Aktentasche beim Betreten des Gebäudes zu filmen. War die Tasche prall gefüllt, spekulierten die Märkte darauf, dass er umfangreiches Datenmaterial für eine komplexe Zinsänderung (meist eine Erhöhung) im Gepäck hatte. War sie dünn, atmete die Wall Street auf – alles blieb beim Alten.
Sein berühmtestes Zitat (Dezember 1996):
"How do we know when irrational exuberance has unduly escalated asset values, which then become subject to unexpected and prolonged contractions?"
„Woran erkennen wir, wann irrationaler Überschwang die Vermögenswerte übermäßig in die Höhe getrieben hat, so dass diese dann unerwarteten und anhaltenden Wertverlusten unterliegen?"
Ein Erbe, das jeden Anleger berührt
Von Greenspans Ära profitierte letztlich fast jeder einzelne Anleger weltweit. Durch die von ihm geschaffene Stabilität und das Vertrauen, dass die Fed im Notfall als Sicherheitsnetz fungieren würde, demokratisierte sich der Aktienmarkt. Die private Altersvorsorge über den Kapitalmarkt boomte. Millionen von Kleinanlegern partizipierten am Aufstieg der globalen Märkte.
Alan Greenspan hat das Amt des Notenbankers aus dem staubigen Hinterzimmer der Bürokratie ins Scheinwerferlicht der Weltbühne geholt. Er war der erste Popstar der Geldpolitik – ein Analyst par excellence, dessen visionärer Blick die moderne Finanzwelt für immer geprägt hat.
Ob im VWL-Studium, während der Promotion oder der Habilitation, als CIO oder CEO, als Family Officer oder Groß- oder Kleinanleger: jeder von uns hatte auf die eine oder Art Kontakt mit dem Wirken des legendären Magiers der Märkte.
Und viele von uns profitieren zumindest indirekt von einem der größten Finanzgenies aller Zeiten.
R. I. P. Alan Greenspan
Alan Greenspan: der Magier der Märkte ist im Alter von 100 Jahren verstorben
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- slt63
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- Registriert: 24.02.2009 16:30
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Re: Alan Greenspan: der Magier der Märkte ist im Alter von 100 Jahren verstorben
Laut Informationen aus gewohnt gut informierten Kreisen war Greenspan Mitglied der Höchstgradfreimaurer-Loge "Three Eyes".
Zu seinen Logenkumpels in eben dieser Loge sollen laut Quellen u.a.
Warren Buffett,
Larry Fink,
Bill Clinton,
Mario Draghi,
Lloyd Blankfein,
Tim Geithner,
Henry Kissinger,
Edmond de Rothschild,
George Herbert Walker Bush,
Zbigniew Brzezinski,
Josef Ackermann,
Christine Lagarde, Nathaniel Charles Jacob Rothschild,
Paul Volcker
gehören bzw. jetzt gehört haben.

Zu seinen Logenkumpels in eben dieser Loge sollen laut Quellen u.a.
Warren Buffett,
Larry Fink,
Bill Clinton,
Mario Draghi,
Lloyd Blankfein,
Tim Geithner,
Henry Kissinger,
Edmond de Rothschild,
George Herbert Walker Bush,
Zbigniew Brzezinski,
Josef Ackermann,
Christine Lagarde, Nathaniel Charles Jacob Rothschild,
Paul Volcker
gehören bzw. jetzt gehört haben.
